Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer
Servus am Donnerstagmorgen zu einem weiteren News-Update von Sechzig um Sieben. Heute empfehlen wir euch ein paar Artikel aus unserer Redaktion und weisen auf einige Veranstaltung hin. Eine kleine Hörempfehlung ist auch dabei.
Podcast-Gastauftritt beim kicker
Unser Redakteur Christian Jung durfte in der Folge des kicker Podcasts kicker Daily am Mittwoch teilhaben. Gemeinsam mit Frederik Paulus spricht er über die Löwen, die kommende Saison und wann man den Aufstieg in Giesing feiern kann. Mehr dazu hier.
Sommerfahrplan steht fest
Die Saison endet am kommenden Samstag, danach heißt es erstmal: Sommerpause. Aber natürlich werden Löwenfans nicht ganz ohne den Fußball auskommen müssen. Einige Testspiele und Termine stehen bereits fest. Die Neuzugänge und eingesessenen Löwen starten am 22. Juni 2025 ins Training für die kommende Saison. Zum Trainingslager geht es, wie bereits angekündigt, in den Böhmerwald nach Ulrichsberg. Eine genauere Übersicht zu den ersten Testspielen der Pause findet ihr im Artikel von Stefan Kranzberg.
Groundhopping in Ecuador
Unser Redaktionsmitglied Valentin Bojaj reiste die vergangenen Monate durch Südamerika und konnte auch einiges an Fußball bestaunen. Bei sechzger.de berichtet Valentin nun über seine Erlebnisse in und um die Stadien. Gestern erschien Teil 2 seiner Schilderungen, nun im Spiel von Independiente del Valle gegen River Plate. Über Kulinarik, Stadion und Atmosphäre lest ihr am besten selbst.
Helfer-Suche für die Mitgliederversammlung
Am Sonntag, dem 6. Juli, steht die alljährliche Mitgliederversammlung des TSV 1860 im Zenith an. Dafür werden auch dieses Jahr Helfende für den Aufbau am vorherigen Tag gesucht. Bei der Versammlung letztes Jahr war ein Anwesenheitsrekord aufgestellt worden, dieses Jahr erwartet der Verein ebenfalls wieder zahlreiche Mitglieder. Auf dem Programm steht auch die Präsidiumswahl, die Kandidaten wurden vom Verwaltungsrat bereits vorgeschlagen. Die Kontaktinformationen, um bei der Vorbereitung mitzuwirken, sind im Artikel verlinkt.
Veranstaltungen im Bamboleo
Heute Abend wird es im Bamboleo einen unerwarteten Doppler geben: Zum einen stellen die Löwenfans gegen Rechts ihr Jubiläums-Zine vor, welches sie mit allen Interessierten und zwei Fässern Freibier feiern wollen. Außerdem gibt es auch die Panini-Tauschbörse, die ebenfalls im Bamboleo anzutreffen ist. Am Mittwoch in zwei Wochen steht dann eine Schafkopf-Abend für interessierte Löwenfans auf dem Programm, die Anmeldung erfolgt an die offizielle Mail des Bamboleo (bamboleo@tsv1860.org mit dem Betreff: Schafkopfen am 28.05.2025).
Damit seid ihr Löwenfans auch am Donnerstag bestens informiert. Einen schönen Start in den Tag!
Der TSV 1860 München sorgt momentan abseits des Rasens für Aufsehen – mit seinen Transfers. Was ist von den Löwen in Zukunft zu erwarten, wann geht es zurück in die 2. Bundesliga? Darüber und über andere Themen spricht sechzger.de Redakteur Christian Jung mit Frederik Paulus vom Podcast kicker Daily.
sechzger.de zu Gast bei kicker Daily
Aktuell, hintergründig, unterhaltsam: Das ist kicker Daily – das tägliche Update für alle, die in der Sportwelt nichts verpassen wollen. In der heutigen Episode begrüßt Moderator Frederik Paulus mit Christian Jung einen Redakteur von sechzger.de. Dabei diskutieren die beiden u.a. über die Neuzugänge des TSV 1860, die Erwartungshaltung im Umfeld der Löwen, Hasan Ismaik und das Grünwalder Stadion.
Am kommenden Samstag absolvieren die Löwen ihre letzte Partie der Spielzeit 2024/25. Gegner im Grünwalder Stadion ist der FC Erzgebirge Aue, sechzger.de berichtet natürlich live von Giesings Höhen. Bereits jetzt sind aber die meisten Details zum Sommerfahrplan für die Saison 2025/26 beim TSV 1860 München bekannt. Demnach reisen die Löwen für ihr Trainingslager erstmals nach Ulrichsberg im Mühlviertel (Österreich). Im folgenden Artikel gibt es alle Termine in der Übersicht.
TSV 1860 absolviert Trainingslager in Ulrichsberg
Waren die Löwen in den vergangenen Jahren noch in Windischgarsten zu Gast, so bereiten sie sich diesmal in Ulrichsberg auf die kommende Saison vor. Die Trainingseinheiten werden auf dem dortigen Sportplatz (4161 Ulrichsberg, Stangl 17) stattfinden, während des Trainingslager werden zwei Testspiele absolviert. Zuerst treffen die Löwen in Putzleinsdorf auf die SV Ried (08.07., 18.30 Uhr), am 11.07. folgt die Partie gegen den tschechischen Erstligisten Slovan Liberec in Ulrichsberg.
Bereits vor der Abreise nach Oberösterreich testet der TSV 1860 mit den Neuzugängen Kevin Volland, Florian Niederlechner und Kilian Jakob beim TSV Grafenau 1862 (28.06.), beim TSV Weyarn (29.06.) und beim FC Eintracht Bamberg (04.07.).
Ein Highlight für die Anhänger des TSV 1860 stellt das Fanfest dar, welches auch in diesem Jahr auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 geplant ist. Der Termin steht mit dem Samstag, 20.07. bereits fest. Zahlreiche Aktionen und Kontakt zu Spielern oder Verantwortlichen erwarten die Löwenfans an diesem Termin.
Der Sommerfahrplan 2025/26 des TSV 1860 im Überblick
Wie bereits im März berichtet, findet die diesjährige Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. am 06.07.2025 im Zenith statt. Hierfür sucht der Verein noch Helfer, die beim Aufbau unterstützend mitwirken können.
Helfer für Aufbau der Mitgliederversammlung gesucht
Am Sonntag, den 6. Juli 2025 findet die diesjährige Mitgliederversammlung des Hauptvereins in der Kulturhalle Zenith in Freimann statt. Dabei wird unter anderem das Präsidium neu gewählt. Somit wird also abgestimmt, ob Gernot Mang neuer Präsident des TSV München von 1860 e.V. werden soll. An seiner Seite würden Peter Schaefer, Christian Dierl und Heinz Schmidt als Vize-Präsidenten fungieren.
Für den Aufbau am Samstag, den 5. Juli ab 14 Uhr, werden seitens der Löwen noch Helfer gesucht. Aufgabe dürfte in erster Linie das Aufstellen der Stühle für die zahlreich erwarteten Besucher sein. Alle, die Zeit und Lust haben, den Verein zu unterstützen, können sich gerne per Mail bei ekkehardt.krebs@tsv1860.org mit dem Betreff “Aufbau MV” melden. Alle Mithelfenden bekommen als Dank ein Löwen-Helfer-Shirt geschenkt.
Alle wichtigen Informationen zur diesjährigen Mitgliederversammlung findet Ihr auf der Homepage des e.V.. Die Präsidiumskandidaten stellen wir Euch HIER vor.
Nicht nur das allseits beliebte Pub Quiz hat sich im Bamboleo etabliert. Das neue Vereinsheim, das demnächst sein einjähriges Bestehen feiert, beherbergt auch zahlreiche andere Veranstaltungen. Am 28.05. ist im Bamboleo Schafkopfen angesagt, Anmeldungen werden bereits entgegengenommen.
Schafkopfen im Bamboleo
Am Mittwoch, den 28. Mai um 19 Uhr beginnt der erste Schafkopfabend im Bamboleo – und ihr könnt daran teilnehmen! Gespielt wird in entspannter Atmosphäre – ohne Turnierdruck, aber mit echten Kartenkönnern. Wer die Grundregeln beherrscht und Spaß an einem ehrlichen Schafkopf-Abend hat, der ist herzlich eingeladen. Der Veranstalter bietet insgesamt 28 Spielern die Möglichkeit, bei er Premiere dabei zu sein. Seid also schnell und meldet euch unter folgender E-Mail-Adresse an:
Wir drücken allen Teilnehmern die Daumen und wünschen dem Bamboleo eine gelungene Veranstaltung. Apropos: Bereits am morgigen Donnerstag findet dort ein Event der Löwenfans gegen Rechts statt, die dort ihr neues Fanzine zum 30-jährigen Bestehen vorstellen.
Im ersten Teil meines Groundhopping-Berichts Ecuador berichtete ich von der Copa-Libertadores-Partie zwischen LDU Quito und Flamengo Rio de Janeiro – gleichbedeutend mit meiner fußballerischen Entjungferung während meines Backpacking-Trips durch Südamerika. Viel Zeit zum Innehalten blieb mir nicht, denn bereits am Tag darauf wartete der nächste vermeintliche Kracher: Wieder Quito, wieder Copa Libertadores, wieder ein namhafter Gegner. Warum dazu Soldatenhilfe nötig war, wie sich Fußball hinter Glas anfühlt und was passiert, wenn Boca- und River-Fans gemeinsam ins Stadion gehen, lest ihr im zweiten Teil meines Aventura en Ecuador.
Glückliche Copa Libertadores Auslosung: Independiente del Valle – River Plate
Als die Gruppenphase der Copa Libertadores ausgelost wurde, war ich mehr als zufrieden mit der Losfee: Nach dem Aufeinandertreffen von LDU und Flamengo stand als nächstes Independiente del Valle gegen River Plate auf dem Plan – ein weiteres Spitzenspiel in Ecuadors Hauptstadtregion.
Zwar schlägt mein Herz in Buenos Aires für den Arbeiterklub Boca Juniors, aber bei aller Rivalität: Die mitreisenden River-Fans genießen zurecht den Ruf, leidenschaftlich und lautstark zu sein – und ein Copa-Libertadores-Auftritt mit ihrer Beteiligung ist definitiv ein Erlebnis, das ich mir nicht entgehen lassen wollte.
Meine Erwartungen wurden durch eine Begegnung in meinem Hostel-Dorm weiter angefacht, als ich am Vormittag mit einem argentinischen Paar ins Gespräch kam. Beide wollten ebenfalls zum Spiel, allerdings in kurioser Konstellation: Sie – glühende River-Hincha, er – überzeugter Boca-Fanático. Sie im Auswärtsblock, er in der Heimkurve. Die beiden waren überaus motiviert und so verging der Nachmittag bei einer Mischung aus Fachsimpelei, Sticheleien und gemeinsamer Vorfreude auf das bevorstehende Duell, Argentiniens Nationalgetränk Fernet-Cola trug sein Übriges dazu bei.
Anreise ins Estadio Banco Guayaquil – Stau, Stress und Soldatenhilfe
Das Stadion von Independiente del Valle, das Estadio Banco Guayaquil, liegt nicht in Quito selbst, sondern in Sangolquí, rund 25 Kilometer südöstlich vom Stadtzentrum. Es gehört zur Metropolregion, ist aber weit genug entfernt, um in den Feierabendverkehr zu geraten – wie ich schmerzlich feststellen musste. Mein Uber kämpfte sich im Schneckentempo durch die verstopften Straßen. Als ich das Stadion schließlich erreichte, blieben noch etwa 30 Minuten bis zum Anpfiff – zu spät, um mich an einem der Grillstände zu stärken, und leider auch zu spät für die Akkreditierung: Das zuständige Personal war bereits verschwunden, der Einlass wurde mir zunächst verweigert. Während ich in meinem feinstem Spanisch versuchte dem sturen Security-Mitarbeiter die Misere zu erläutern, kam mir unerwarteter Beistand zu Hilfe: Ein freundlicher Soldat hatte offenbar Mitleid mit mir.
Wir unterhielten uns prächtig und infolgedessen argumentierte er leidenschaftlich für meinen Einlass. Diese unverhoffte (und aus heimischen Gefilden ungeahnte) Unterstützung seitens der Staatsmacht versüßte mir die Wartezeit, bis sich ein zuständiger Ordner fand und kurzerhand den Weg zur Pressetribüne öffnete.
Moderne Arena, abgeschirmte Sicht – Fußball hinter Glas
Hastig eilte ich zu meinem Platz, da das Spiel schon seit einigen Minuten lief. Etwas überraschend: Die Pressetribüne befindet sich hinter einer dicken Glasscheibe, was dem Ganzen eher den Charakter einer VIP-Lounge verleiht.
Der Blick aufs Feld ist zwar ausgezeichnet, aber die Geräuschkulisse kommt nur gedämpft an – was gerade bei einem Libertadores-Abend ein wenig schade ist.
Positiv hervorzuheben ist die Verpflegung des leiblichen Wohls in und um das Stadion. Besonders die Grillstände in den Straßen davor lassen (zumindest jedem Nicht-Vegetarier) das Wasser im Mund zusammen laufen, und auch im Stadion gibts solide ecuadorianische Hausmannskost.
…die kulinarische Schattenseite soll hier aber nicht verschwiegen bleiben
Kompakt, laut, leidenschaftlich: Atmosphäre beim Copa-Libertadores-Spiel zwischen Independiente del Valle und River Plate
Das Estadio Banco Guayaquil ist ein modernes (manche würden behaupten steriles), kompakt gebautes Stadion mit rund 12.000 Plätzen, dessen enge Bauweise eine unmittelbare Nähe zum Spielfeld schafft. Die überdachten Tribünen sorgen dafür, dass selbst eine mittlere Auslastung akustisch wirkungsvoll sein kann – was sich an diesem Abend deutlich zeigte.
Eingang zum Stadion
Das Stadion war zwar nicht vollständig ausverkauft, aber gut gefüllt. Angeheizt durch die frühen Führungstreffer zeigte sich die Heimkurve rund um die Locura del Valle in Bestform: rhythmische Dauergesänge, riesige Trommeln und 90 Minuten lang Bewegung im Block.
Die Fans von River Plate waren auf der Gegentribüne untergebracht und machten vor allem nach den Anschlusstreffern akustisch auf sich aufmerksam. Trotz der traditionell reisefreudigen Anhängerschaft der Millonarios war die Anzahl der mitgereisten Fans überschaubar. Neben der großen Distanz und der Ansetzung unter der Woche dürfte auch eine finanzielle Entscheidung des Klubs eine Rolle gespielt haben: Laut meiner gut informierten Hostel-Bekanntschaft stellte der Verein dieses Mal keinen Zuschuss für organisierte Fanreisen bereit.
Spielbericht: Independiente del Valle – River Plate
Traumstart für Independiente: Spinelli schockt River
Kaum hatte sich das Spiel eingependelt, da ging’s auch schon richtig los. Claudio Spinelli, der bullige Stürmer von Independiente del Valle, war der Mann der ersten Halbzeit. In der 24. Minute verwertete er einen scharfen Ball von Renato Ibarra im Strafraum und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung.
Sechs Minuten später setzte Spinelli noch einen drauf: Nach einem Konter über die linke Seite vollendete er in der 30. Minute cool zum 2:0 – Doppelschlag! Eskalation auf den Rängen und River Plate schien kurzzeitig überfordert.
River Plate meldet sich zurück – und wie!
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich River Plate deutlich verbessert.In der 68. Minute verkürzte Giuliano Galoppo auf 2:1, bevor Sebastián Driussi in der 74. Minute den Ausgleich erzielte.Die Argentinier nutzten die Schwächen in der Defensive von Independiente del Valle konsequent aus und sicherten sich einen wichtigen Punkt in der Gruppenphase.
Fazit: Gerechtes Remis nach intensivem Spiel
Beide Teams zeigten phasenweise starke Leistungen und boten den Zuschauern ein unterhaltsames Spiel.Während Independiente del Valle in der ersten Halbzeit dominierte, bewies River Plate Moral und kämpfte sich zurück.Das 2:2-Unentschieden spiegelt den Spielverlauf wider und hält die Gruppe B der Copa Libertadores weiterhin spannend.
Mehr Groundhopping Berichte auf sechzger.de?
Ihr habt Lust auf mehr Groundhopping? Dann schaut doch die in die weiteren Artikel aus Spanien oder der Türkei:
Erfreuliches konnte der TSV 1860 München gestern in Sachen Dauerkarten vermelden: bereits 6800 Stück wurden für die Saison 2024/25 verlängert. Außerdem ist eine neue Podcast-Folge online, die Löwen brauchen Spieler für die U23-Quote und am heutigen Abend findet eine Veranstaltung am Trainingsgelände statt. Rein in den Mittwoch – natürlich mit Sechzig um Sieben!
sechzger.de Talk Folge 210 online
DIe nächste Podcast-Ausgabe ist seit gestern an den gewohnten Stellen zu finden. In Folge 210 unterhalten sich Peter, Christian, Jan und Marco gemeinsam über das Auswärtsspiel beim SC Verl. Weitere Themen sind natürlich die Personalien Marco Hiller und Florian Niederlechner sowie das letzte Saisonspiel gegen Erzgebirge Aue am Samstag. Da Marco ein Ansprechpartner beim neuen Raum-System der Fanbetreuung ist, kommen dieses Mal auch die Fanclubs der Löwen nicht zu kurz.
Genervte Anwohner in Giesing?
Seit mehreren Jahren sind die Löwen nun wieder im Grünwalder Stadion zuhause. Probleme mit den Anwohnern gab es immer wieder einmal, zuletzt war es in dieser Hinsicht allerdings erfreulich ruhig. Das hat sich nun geändert: die tz hat einen Artikel zu Anwohner-Beschwerden an prominenter Stelle veröffentlicht. Christian ordnete das Ganze in einem Artikel ein.
Spieler gesucht für die U23-Quote
Wer kommt, wer geht? Das sind in den kommenden Wochen die beiden wohl spannendsten Fragen rund um den Profikader des TSV 1860 München. Unter anderem dabei zu beachten ist, dass die geforderte U23-Quote auch mit dem neuen Kader erfüllt werden kann. Der ein oder andere Abgang bahnt sich in dieser Hinsicht an, sodass entweder externe, junge Neuzugänge gebraucht werden oder Spieler aus der eigenen Jugend in den Profikader berufen werden. Stefan hat einen Blick auf die Optionen geworfen.
Jugendtrainer von Niederlechner äußert sich zum Transfer
Nicht für die genannte Regel infrage kommt Florian Niederlechner. Die Freude über den Neuzugang ist unter den Löwenfans dennoch groß. Zahlreiche Berichte brachten den TSV 1860 deutschlandweit zumindest kurzzeitig wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Gegenüber sechzger.de hat sich nun ein ehemaliger Jugendtrainer von Niederlechner geäußert.
Bereits 6800 Dauerkarten verlängert – Reservierung gilt bis Freitag
Am gestrigen Dienstag vermeldeten die Löwen, dass bislang bereits 6800 Dauerkarten verlängert wurden. Das sind derzeit mehr als zum vergleichbaren Zeitpunkt im letzten Jahr. Bis Freitag können reservierte Saisonabos noch verlängert werden, danach startet ein möglicher Mitgliederverkauf.
Heute: Wembley-Abend in der SechzgerAlm
Wer heute abend noch nichts vor hat, dem sei der Wembley-Abend in der SechzgerAlm am Trainingsgelände ans Herzen gelegt. Los geht es um 18:60 Uhr, es wird zahlreiche Prominenz erwartet. Dazu zählen unter anderem Karsten Wettberg, der das Spiel als Fan live im Stadion erlebte, die Profis Dickson Abiama, Soichiro Kozuki sowie Rene Vollath und Geschäftsführer Christian Werner.
Lukas Reich, Sean Dulic, Emre Erdogan, Samuel Althaus – diese vier Spieler erfüllten am vergangenen Samstag die U23-Quote im Spieltagskader des TSV 1860 München. Wer könnte diese Plätze bei den Löwen in der kommenden Saison einnehmen?
Wer erfüllt die U23-Quote im Spieltagskader?
Über weite Strecken der laufenden Saison wurden die vier vorgeschriebenen U23-Plätze im Spieltagskader in Rotation von Lukas Reich, Sean Dulic, Raphael Ott, Tim Kloss und Florian Bähr eingenommen, die die Kriterien (Geburtsdatum und für den DFB spielberechtigt) erfüllen. Später rückte auch Mike Gevorgyan in diese Riege auf und im Saisonverlauf saßen auch Emre Erdogan, Samuel Althaus, Lasse Faßmann und Clemens Lippmann ab und an bei den Profis auf der Bank.
Medienberichten zufolge liegen Lukas Reich und Sean Dulic Vertragsangebote von höherklassigen Vereinen vor, auch mit Raphael Ott und Tim Kloss wurde bislang nicht verlängert. Da auch Florian Bähr beim TSV 1860 nicht die besten Karten hat, obwohl sein (Leih-)Vertrag noch bis 2026 läuft, droht die komplette “Stammachse” an U23-Spielern für die kommende Saison wegzubrechen. Wer aber könnte diese Positionen einnehmen?
Wer könnte nachrücken?
Sean Dulic und Lukas Reich stehen beim TSV 1860 noch bis Juni 2026 unter Vertrag, ein Verbleib ist also keineswegs ausgeschlossen. Gerade bei U19-Nationalspieler Reich wäre es wünschenswert, wenn er noch (mindestens) ein Jahr bliebe, da er im kommenden Jahr sein Abitur machen wird. Denkbar wäre ein beispielsweise ein Transfer mit direkter Rückleihe zu den Löwen.
Nichtsdestotrotz bleiben einige offene U23-Positionen im Profikader, die gefüllt werden wollen. Wie kürzlich berichtet, wurden die Verträge von Lasse Faßmann und Clemens Lippmann bis 2026 verlängert, auch Samuel Althaus (2026) und Emre Erdogan (2027) haben noch laufende Verträge. Dazu gesellen sich Finn Fuchs (2026), der auch bereits an einem Lehrgang der U19-Nationalmannschaft teilnehmen durfte, der bereits erwähnte Mike Gevorgyan und Torwart Miran Qela. Letztere stehen aktuell jedoch lediglich bis zum 30.06.2025 unter Vertrag, mit einer Verlängerung ist jedoch zu rechnen.
Und sonst? U21-Torjäger Cristian Leone (13 Tore, 13 Assists) erfüllt zwar das Alterskriterium, verfügt unseres Wissens nach jedoch ausschließlich über die italienische Staatsbürgerschaft. Aus der U19 durfte zuletzt Rechtsaußen Fabio Wagner (17) bei den Profis mittrainieren und erste Erfahrungen sammeln.
Florian Niederlechner ist zurück beim TSV 1860 München – so lautete gestern unsere Schlagzeile zum jüngsten Transfer-Deal der Münchner Löwen. Die 34-jährige Offensivkraft kommt von Hertha BSC aus der zweiten Liga. Der gebürtige Ebersberger kommt mit der Empfehlung von 424 Spielen und 115 Toren im Deutschen Profi-Fußball. Berichtet wurde in den einschlägigen Medien bereits viel, wir haben etwas tiefer geblickt und stellen Florian Niederlechner von einer anderen Seite vor.
Über den Löwen-Nachwuchs in den Profi-Fußball
In seiner Jugendzeit spielte Niederlechner beim SV Hohenlinden und beim TSV Ebersberg. In der Saison 2002/03 spielte er im Nachwuchs des TSV 1860 München. Danach ging es für ihn zurück nach Ebersberg. Seinen Weg in den deutschen Profi-Fußball machte er dann über den FC Falke Markt Schwaben, den FC Ismaning und die SpVgg Unterhaching.
“Er wollte immer Zehner spielen”
“Der Flo war schon immer ein Sechzger und man musste ihn nach der Zeit bei 1860 schon fast überreden, weiter Fußball zu spielen“, berichtet uns einer seiner Nachwuchs-Trainer in Ebersberg, der namentlich nicht genannt werden möchte, sich aber über die Rückkehr von Niederlechner zu 1860 freut. “Er wollte als Bub immer Zehner spielen und war mir richtig beleidigt, als ich ihn als Stürmer eingesetzt habe. Obwohl wir 3:1 gewonnen haben und er zwei Kisten gemacht hat“, berichtet der Nachwuchs-Trainer weiter. Damals spielte Niederlechner mit der Ebersberger C-Jugend in der Kreisliga.
Zwei Mal gegen 1860 im Pokal ausgeschieden
Kurios ist Niederlechners Bilanz in den vier Spielen gegen seinen Herzensverein. Gleich zwei Mal schied er gegen den TSV 1860 München im DFB-Pokal aus. Nämlich am 02.08.2013 mit dem 1. FC Heidenheim beim 4:5 nach Elfmeterschießen in der ersten Runde und am 27.10.2025 mit dem FSV Mainz beim 1:2 in der zweiten Runde. In seinen beiden Ligaspielen gegen die Löwen gelang ihm aber jeweils ein Treffer gegen Münchens große Liebe.
Niederlechner Transfer: Erfüllter Lebenstraum
Für den 34-Jährigen Niederlechner ist der Wechsel zu den Löwen auch so etwas wie ein erfüllter Lebenstraum. Dass er zu seinem Herzensverein wechselt, obwohl er dort zu Nachwuchs-Zeiten ausgemustert wurde, zeigt, dass ihn ihm ein echter Löwe steckt, der sich in der nächsten Saison hoffentlich mit vielen Toren auch in die Herzen der Löwenfans schießen kann.
Eigentlich ist es um genau diesen Teilaspekt der Stadionthematik beim TSV 1860 in den letzten Jahren sehr ruhig geworden: Die Belastung der Anwohner durch die Fußballspiele im Sechzgerstadion. Wie aus dem Nichts erschien am heutigen Dienstag nun ein Artikel in der tz, der das Thema behandelt und es sogar – leider ein wenig reißerisch – auf die Titelseite des Boulevardblatts befördert. Die Schlagzeilen “Anwohner-Proteste. Lärm und Chaos am Grünwalder Stadion. Die Löwen brüllen zu laut” begrüßten die Leserschaft heute Früh an den Zeitungskästen. Worum geht’s genau?
Fußballstadien in der Stadt
Seit über 114 Jahren wird an der Grünwalder Straße 2-4 (so die offizielle Adresse der Löwenheimat) Fußball gespielt. Erst kürzlich, Ende April erschien hier bei uns ein Beitrag zu diesem zum Jubiläum vom Sechzgerstadion. Durch die Entwicklung des Fußballs zu einem Massenphänomen, das jedes Wochenende Zehntausende in die Stadien lockt, wurde irgendwann natürlich auch die Belastung der unmittelbaren Bewohner rund um diese Stadien zu einem Thema. Man begann an vielen Standorten, die “Arenen” in die Außenbezirke zu verlegen, weit weg von dort, wo die Menschen (und natürlich auch die Anhänger des Fußballs) leben. Allerdings erfreuen sich auch noch heute die Stadt-Stadien (wie z.B. in Osnabrück oder eben in München-Giesing) großer Beliebtheit. Sie versprühen einen ganz eigenen Charme, den ein seelenloser Fußballtempel irgendwo in der Peripherie niemals ausstrahlen kann.
Rückblende: Keine Einwände im Herbst 2020
Auch beim TSV 1860 waren die Anwohner rund um’s Sechzgerstadion – spätestens seit der Rückkehr der Profis nach dem Doppelabstieg im Sommer 2017 – wieder ein Thema. Als kurz vor der Coronapandemie mal vorübergehend etwas intensiver und konkreter über den Ausbau des Stadions diskutiert wurde (Details zu den damaligen Plänen sind zur Erinnerung hier zu finden), war dies zuletzt der Fall. Mit viel Einfühlungsvermögen suchten Initiativen wie Sechzig im Sechzgeroder die Freunde des Sechzgerstadions e.V. (FDS) den Dialog mit den Anwohnern, um darüber ins Gespräch zu kommen, wie die Fußballfeste auf Giesings Höhen ablaufen können, ohne dass dies eine Belastung für die nicht direkt und aktiv daran Beteiligten und dennoch räumlich nahen Münchner darstellt.
Knapp fünf Jahre später, in denen man in Sachen Stadionaus- und umbau leider keinen Schritt weiter gekommen ist (die vielschichtigen Gründe dafür, würden den Rahmen dieses Beitrags um ein Vielfaches sprengen), wird nun das Thema Anwohnerbelastung wieder auf’s Tablett gehievt. Wichtigster Punkt: Wegen der Lärmbelastung durch die Durchsagen im Stadion fühlen sich einzelne Anwohner so sehr gestört, dass sie sich mit einer Beschwerde an den Bezirksausschuss 18 gewendet haben. Unterstützung könnten diese verärgerten Bürger aus einer Ecke erhalten, aus der dies wohl kaum jemand vermuten würde. Auch vielen Löwenfans und Stadiongängern ist die Beschallung durch Musik und den Stadionsprecher Sebastian Schäch – speziell vor den Spielen – zu laut.
Als im vergangenen Jahr im April beim Heimspiel gegen Viktoria Köln die Lautsprecheranlage ausfiel, äußerten danach zahlreiche Anhänger, wie angenehm es gewesen sei, dass die Gesänge aus Westkurve und Stehhalle die einzige akustische Untermalung darstellten. Auch in unserem Talk 152 unterhielten sich sechzger.de-Redakteure lobend über die Fokussierung auf den Support bei diesem Spiel.
Sebastian Schäch widerspricht
Aber natürlich gehören Durchsagen (z.B. der Mannschaftsaufstellung, oder auch die Nennung von Sponsoren und Partnern des TSV 1860) zu einem Fußballspiel dazu. Der Behauptung, diese seien aktuell außergewöhnlich laut, widerspricht der Stadionsprecher allerdings direkt persönlich. Nach Sebastian Schächs Wahrnehmung – und diese wird ihm von seinem Vorgänger Stefan Schneider bestätigt – seien die Durchsagen heute leiser, als früher. Außerdem sei er technisch gar nicht dazu in der Lage, sich selbst lauter oder leiser zu stellen: “Das ist technisch limitiert, da es bestimmte Grenzwerte gibt”. Dies ist durchaus interessant, denn dass die Unterhaltung rund um’s Spiel manchmal so laut ertönt, dass man sich auf den Rängen kaum unterhalten kann, ist ein von Fans häufig geäußerter Befund. Vielleicht sollte man hier mal mit konkreten Messungen Klarheit schaffen. Eine Lösung des Anwohnerproblems scheint allerdings – mit ein bisschen gutem Willen von allen Beteiligten – nicht sonderlich schwierig.
Vergleich mit “Kriegsgebiet”
Den im Artikel gezogenen Vergleich zu einem “Kriegsgebiet”, der es – sehr boulevardesk – zumindest in der Online-Version sogar in die Überschrift schafft, kann dagegen durchaus als geschmacklos und wenig geeignet bezeichnet werden, für ein harmonisches Miteinander zwischen Anwohnern und Stadionbesuchern zu sorgen. Diesen Vergleich zieht Melly Kieweg, die für die Bürgerinitiative Mehr Platz zum Leben im Giesinger Bezirksausschuss (BA) sitzt. Sie beklagt außerdem, dass die Anwohner durch Müll, Aufkleber und Verkehrseinschränkungen schon genug zu leiden hätten. Ihr Kernthema ist aber der Lärm und sie fragt, warum die Belastung keine Konsequenzen habe. Wie diese Konsequenzen ihrer Meinung nach aussehen könnten, bleibt allerdings offen.
Grüne und CSU fordern Toleranz und Vermittlung
Bezirksausschussmitglieder der politischen Parteien fordern von den Anwohnern Toleranz. Der Grüne Fraktionssprecher Norbert Weigler wird im Artikel so zitiert: „Das Stadion an der Grünwalder Straße gibt es seit 1911, Fußball ist Teil unserer Viertelkultur.” Als Anwohner eines Fußballstadions – das schon lange vor dem Zuzug der Beschwerdeführer hier stand – müsse man alle vierzehn Tage für drei Stunden das Geschehen ertragen. Und die CSU-Fraktion im BA möchte am liebsten direkt vermitteln: “Es muss doch möglich sein, die Belange beider Interessengruppen unter einen Hut zu kriegen,” sagt ihr Sprecher Johannes Stöckel.
Referat für Bildung und Sport muss lösen
Bleibt die Frage: Wie geht’s mit dem Thema weiter? Kann man – im wahrsten Wortsinn – hier von viel Lärm um nichts sprechen? Da der TSV 1860 als Mieter für die Feinjustierung der Lautsprecheranlangen gar nicht zuständig ist, sondern die Einstellungen nur übernimmt, wird das Thema nun erstmal an das zuständige Referat für Bildung und Sport weitergeleitet. Aber auch bei den Löwen beschäftigt man sich mit dem Thema und hat schon “einige Lösungsansätze durchdacht”, wie Sebastian Schäch im tz-Artikel verrät. Ob diese schon beim letzten Heimspiel dieser Saison gegen Erzgebirge Aue am kommenden Samstag (13.30 Uhr – im sechzger.de-Liveticker) greifen, bleibt abzuwarten.
Die einfachste Lösung gegen den Lärm
Offen lässt der Artikel übrigens die nicht ganz unwichtige Frage, wieviele Anwohner sich konkret vom Sechzgerstadion und seiner Akustik belastet fühlen. Sind es vielleicht sowieso nur einige wenige? Ketzerisch könnte man fragen: Sind es vielleicht die üblichen Verdächtigen, die sich immer über irgendetwas beschweren und nur schwer ertragen können, wenn Andere Spaß haben? Oder sind es vielleicht doch mehr, die sich – animiert vom tz-Artikel – nun zu Wort melden werden? Dies gilt es, zu beobachten. Auf den vielleicht zielführendsten Ansatz, die Lärmbelastung für die Anwohner rund um das Sechzgerstadion deutlich zu reduzieren, müssen alle Beteiligten jedenfalls leider noch warten: Die Überdachung von West- und Ostkurve im Zuge des von vielen Löwenfans so sehnlich herbeigewünschten Um- und Ausbaus.