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Saisonfinale in Hafjell: Straßer auf Rang neun

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Ski-Löwe Straßer beim Saisonfinale
Ski-Löwe Straßer holt einzige DSV-Medaille

Eine schwierige Saison nach einem Ausrüster-Wechsel ging für Ski-Löwe Linus Straßer am heutigen Mittwoch zu Ende. Beim Weltcup-Finale in Hafjell ging er noch einmal mit der Startnummer 14 ins Rennen. Die Piste hatte schon arg nachgelassen, als der Deutsche ins Starthaus durfte. Dennoch zeigte Straßer eine ordentliche Fahrt und kam mit +2,69 Minuten Rückstand als 13. ins Ziel. Ein guter zweiter Lauf bescherte ihm am Ende noch den Sprung in die Top Ten. Straßer wurde zum Saisonabschluss Neunter.

Schlechte Piste in Durchgang eins

Im ersten Lauf hatten alle Läufer jenseits der Startnummer acht kaum noch Chancen, eine ordentliche Zeit über die Ziellinie zu bringen. Im norwegischen Hafjell hatte das frühlingshafte Wetter dem Slalom-Hang arg zugesetzt. Straßer attackierte von Beginn an, blieb ohne nennenswerte Fehler und ging als 13. mit einer ordentlichen Ausgangslage in den zweiten Lauf. Der Rückstand auf Loic Meillard, der vor Henrik Kristoffersen und Timon Haugan führte, war jedoch riesengroß.

Guter zweiter Lauf: Straßer auf Rang neun

Nur die besten 15 des finalen Rankings bekommen beim Saisonfinale Punkte und so musste der Ski-Löwe im zweiten Durchgang angreifen. Straßers zweiter Lauf war gut, er führte zur Hälfte der Strecke mit sechs Zehnteln und kam nach einigen Rutschern im zweiten Teil des Laufs mit -0,12 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Ein versöhnliches Ende also nach einer schwierigen Saison für Straßer. Am Ende landete er auf einem ordentlichen Rang neun. Den Sieg holte sich in Hatfjell Timon Haugan (NOR) vor Loic Meillard (SUI) und Eduard Hallberg (FIN).

Platz elf im Slalom-Weltcup

Durch das ansprechende Ergebnis beim Saisonfinale verteidigte Straßer mit 238 Punkten zudem seinen elften Platz in der Gesamtwertung des Slalom-Weltcups. Die Glaskugel für den Slalom-Weltcup holte sich der Norweger Atle Lie McGrath.

Drittligisten im Landespokal: Aktueller Stand

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Die Löwen versuchen bekanntlich am kommenden Samstag beim Drittligakonkurrenten Jahn Regensburg (14 Uhr – im sechzger.de Liveticker) das Finale im Totopokal, dem bayerischen Landespokal zu erreichen, um sich dann über diesen Titelgewinn für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal 2026/27 zu qualifizieren. Alternativ wäre diese Qualifikation auch über einen der ersten vier Plätze in der 3. Liga in der laufenden Saison möglich. Bei 1860 aktuell auch noch durchaus denkbar. Und wie sieht es bei den anderen Drittligisten mit der Quali für den bundesweiten Cup-Wettbewerb aus, in dem dann in der ersten Runde ein großes Los gegen einen Bundes- oder Zweitligisten winkt? Wir haben den Überblick über den Stand der Dinge in den Landespokalwettbewerben für Euch.

Fünfmal ist der Pokaltraum schon ausgeträumt

Für fünf Ligakonkurrenten der Löwen ist die Landespokalreise in dieser Saison schon  vorbei. Sie mussten bereits die Segel streichen und könnten sich bestenfalls noch über die Ligaplatzierung den Platz im 64 Vereine umfassenden Starterfeld für den DFB-Pokal 26/27 sichern. Die Zahl von nur fünf Gescheiterten ist relativ niedrig. Bedeutet sie doch im Umkehrschluss, dass noch 13 Drittligisten dabei sind. Die beiden Zweitvertretungen aus Hoffenheim und Stuttgart sind im Wettbewerb nicht vertreten.
Nicht mehr im Landespokal dabei sind in Bayern der FC Ingolstadt (Aus im Viertelfinale gegen Regensburg) und der FC Schweinfurt (Endstation im Achtelfinale in Aschaffenburg). Drittliga-Tabellenführer VfL Osnabrück aus Niedersachsen, bei dem allerdings aktuell ja alles nach einer DFB-Pokal-Qualifizierung über die Liga aussieht, scheiterte – wie die beiden bayerischen Vertreter – im Elfmeterschießen. Am SSV Jeddeloh II. Außerdem mussten in dieser Saison zwei Westvereine schon frühzeitig die Segel in ihrem Landeswettbewerb streichen: Rot-Weiss Essen verlor im Verband Niederrhein in der 2. Runde gegen Rot-Weiss Oberhausen und im Mittelrhein-Wettbewerb war für Alemannia Aachen erst kürzlich im Viertelfinale bei Fortuna Köln Endstation.

Vier Teams im Viertelfinale

In der Runde der letzten acht stehen insgesamt vier Mannschaften aus der 3. Liga. Zwei davon werden sich aller Voraussicht nach in der kommenden Saison in der Regionalliga wiederfinden. Umso wichtiger wäre der Einzug in die finanziell lukrative erste DFB-Pokal-Runde durch einen Landespokalsieg. In Sachsen versucht Erzgebirge Aue am kommenden Sonntag beim SSV Fortschritt Lichtenstein aus der Landesklasse Sachsen West ins Halbfinale einzuziehen. Der SSV Ulm trifft heute in einer Woche auf den aktuellen Zweitplatzierten der Regionalliga Südwest, die SG Sonnenhof Großaspach. Kuriosum dabei: Genau eine weitere Woche später geht es für die Spatzen an exakt gleicher Stelle gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart wieder um Drittligapunkte.
Fast zeitgleich mit den Löwen in Regensburg tritt Hansa Rostock – ebenfalls noch mit sehr realistischen Chancen auf eine Pokal-Quali über die Ligaplatzierung ausgestattet – beim Verbandsligisten 1. FC Neubrandenburg im Viertelfinale in Mecklenburg-Vorpommern an.
Im Saarland hat der 1. FC Saarbrücken erst in der vorletzten Woche das Viertelfinale erreicht, das bereits heute Abend beim FC Kandil Saarbrücken aus der sechstklassigen Verbandsliga ausgetragen wird.

Halbfinalspiele im  Landespokal…

Nur noch zwei Siege von den Fleischtöpfen des DFB-Pokals entfernt sind – neben Regensburg und unseren Löwen – auch sieben weitere Drittligisten.
Schon heute Abend will der SV Wehen Wiesbaden bei Germania Ober-Roden aus der Verbandsliga Hessen-Süd den Finaleinzug sichern, wo dann die SG Barockstadt Fulda wartet, die sich gestern Abend gegen die Offenbacher Kickers durchsetzen konnte. Ebenfalls am heutigen Mittwoch kommt es in Westfalen zum Aufeinandertreffen zwischen dem SC Verl und dem Oberligisten Türkspor Dortmund. Im möglichen Finale treffen die Verler dann auf die Sportfreunde Lotte, die sich bereits am Mittwoch der vergangenen Woche gegen den FC Gütersloh durchsetzen konnten.
Etwas weiter südlich geht es morgen Abend im Mittelrheinpokal weiter, wenn Viktoria Köln beim fünftligisten SV Eintracht Hochkeppel antritt. Im Finale warten auf die Höhenberger Stadtrivale Fotuna Köln oder der Bonner SC, die das andere Halbfinale in der kommenden Woche austragen werden.

…zeitgleich mit 1860

Drei Drittligisten sind in ihrem jeweiligen Pokalwettbewerb am Samstag zur gleichen Zeit, wie die Löwen am Ball. In Baden reist der SV Waldhof Mannheim zum Verbandsligisten 1. FC Bruchsal. Im Erfolgsfall kommt es dann im Finale zu einem Derby gegen den VfR, der sich im Elfmeterschießen schon gegen den SV Sandhausen durchsetzen konnte. In Brandenburg tritt Energie Cottbus beim BSC Preußen 07 an. Im Finale wartet auf jeden Fall ein Team aus der NOFV-Oberliga. Und am Niederrhein freut sich unser letzter Ligagegner, der MSV Duisburg im Finale ebenfalls auf einen Oberligisten. Sofern die Hürde 1. FC Bocholt aus der Regionalliga West am Samstag erfolgreich genommen wird.

Havelse erst in drei Wochen dran

Noch ein wenig gedulden müssen sich die Niedersachsen, ehe sie wissen, wer heuer am Finaltag der Amateure (23. Mai) um den dortigen Landespokal der “Profis” spielt (hier gibt es ja zwei entsprechende Wettbewerbe für zwei Startplätze im DFB-Pokal). Gleichwohl das Viertelfinale aber schon im Sommer letzten Jahres über die Bühne ging, spielt der verbliebene Vertreter, Noch-Drittligist TSV Havelse erst am Mittwoch, den 15. April bei Jeddeloh II, dem Osnabrück-Bezwinger (siehe oben). Im möglichen Finale wartet dann der VfB Oldenburg oder der SV Drochtersen/Assel auf die Havelser. Dies entscheidet sich am Karsamstag.

Mang im AZ-Interview zum Wechsel im Rathaus und aktuellen sportlichen Situation

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Gernot Mang an der (alten) Bremer Brücke

Das AZ-Interview mit Gernot Mang liefert nach der bitteren Last-Minute-Niederlage in Duisburg vor allem eines: keine Abkehr vom eingeschlagenen Kurs. Weder sportlich noch beim Grünwalder Stadion. Im Gegenteil. Der Präsident des TSV 1860 macht deutlich, dass Sechzig trotz des Rückschlags im Aufstiegsrennen weiter an sich glaubt und dass auch der Wechsel im Münchner Rathaus an den Ausbauplänen für das Sechzger nichts ändern soll.

Duisburg schmerzt – aber Mang bleibt bei seiner Linie

Dass die 1:2-Niederlage beim MSV Duisburg Spuren hinterlassen hat, verhehlt Mang nicht. Er spricht von einem Spiel, das Sechzig „nie verlieren darf“, weil die Mannschaft gerade defensiv viel richtig gemacht habe und mindestens einen Punkt verdient gehabt hätte. Wer das Interview liest, merkt aber schnell: Der Präsident will aus diesem Rückschlag kein Signal der Resignation ableiten.

Damit bleibt Mang bei genau der Haltung, die er zuletzt immer wieder betont hat: nicht klein denken, nicht kleinreden, nicht klein machen. Die Serie ist gerissen, ja. Aber die Grundüberzeugung bleibt bestehen, dass diese Mannschaft auch nach Duisburg noch in der Lage ist, eine starke Schlussphase der Saison zu spielen.

Toto-Pokal: sportlich Nebenschauplatz, wirtschaftlich alles andere als nebensächlich

Besonders klar wird Mang beim Toto-Pokal-Halbfinale in Regensburg. Für ihn ist das Spiel „sehr wichtig für Sechzig“ – und das ist keine Floskel. Denn der Pokal ist eben nicht nur ein Zusatzwettbewerb, sondern der realistischste Weg zurück in den DFB-Pokal.

Das ist sportlich reizvoll, wirtschaftlich aber fast noch bedeutsamer. Zusatzeinnahmen, Aufmerksamkeit, mit etwas Glück ein attraktives Heimspiel-Los. All das kann ein Verein wie der TSV 1860 gut gebrauchen. Dazu kommt der emotionale Faktor. Mang spricht offen davon, dass es „einfach schön“ wäre, endlich wieder einen Titel zu gewinnen. Das dürfte jeder Löwe unterschreiben.

Kein Nachtreten gegen Reiter

Interessant ist der politische Teil des Interviews vor allem deshalb, weil Mang sich sehr bewusst wertschätzend zu Reiter äußert. Obwohl Dieter Reiter als FC-Bayern-Fan vielen Löwen naturgemäß nicht besonders nahestand, vermeidet Mang jede Form von Schadenfreude über dessen Wahlniederlage.

Stattdessen bedankt er sich ausdrücklich für die zuletzt konstruktiven Gespräche. Das ist bemerkenswert, aber folgerichtig. Schließlich war es gerade in den vergangenen Monaten gelungen, Bewegung in die festgefahrene Stadionfrage zu bringen. Unter Reiter wurden die Gespräche mit dem Verein intensiver, die Erbpachtlösung und eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht, deren Ergebnisse im Juni erwartet werden. Genau an diesem Punkt hatten wir gestern bereits angesetzt: Der politische Übergang im Rathaus startet nicht bei Null, sondern auf einer inzwischen deutlich belastbareren Grundlage.

Wechsel im Rathaus: eher Chance als Risiko

Noch spannender ist natürlich die Frage, was der neue Oberbürgermeister Dominik Krause für die Zukunft des Grünwalder Stadions bedeutet. Auch hier bleibt Mang in der AZ klar positiv. Er gratuliert dem neuen Stadtchef, verweist auf dessen Stadionbesuch gegen Aue und zeigt sich zuversichtlich, die Ausbaupläne gemeinsam weiter vorantreiben zu können.

Das deckt sich mit dem, was über Krauses bisherige Position bekannt ist. Als Giesinger hat er mehrfach erkennen lassen, dass für ihn das Grünwalder Stadion zum Viertel gehört und nicht als Störfaktor betrachtet wird. Zugleich hat er im Wahlkampf bewusst keine Luftschlösser gebaut, sondern Gespräche „auf Augenhöhe“ und eine moderne Lösung in Aussicht gestellt.

Die Grundidee bleibt dieselbe: modernisieren, ohne den Charakter zu verlieren

Entscheidend ist dabei, dass Mangs Aussagen im neuen Interview nahtlos an das anschließen, was er bereits vor ein paar Wochen in der AZ gemeinsam mit Verena Dietl formuliert hatte. Damals ging es nicht nur um Zahlen, Machbarkeit und Finanzierung, sondern um das Grundverständnis des Projekts. Das Grünwalder soll eben nicht durch irgendeinen gesichtslosen Neubau ersetzt werden, sondern als Stadion mit Charakter in Giesing erhalten und weiterentwickelt werden.

Dieser Gedanke schwingt auch jetzt wieder mit, wenn Mang von einem CO2-neutralen Stadion spricht und sogar soziale Nutzungen mitbedenkt. Das ist mehr als nur ein bauliches Detail. Es ist der Versuch, das Projekt politisch breiter anschlussfähig zu machen: als modernes Stadtstadion, das sportlich funktioniert, städtebaulich sinnvoll ist und gesellschaftlich einen Mehrwert liefert.

25.000 plus Charakter plus tragfähige Finanzierung

An den inhaltlichen Eckpunkten hat sich ohnehin nichts geändert. Mang hatte zuletzt klar von „mindestens 25.000“ Zuschauern gesprochen und zugleich betont, dass der Umbau nicht über höhere Ticketpreise auf dem Rücken der Fans finanziert werden soll. Auch das ist wichtig, weil sich daran zeigt, wie der Verein das Projekt verkaufen will: nicht als Prestigeobjekt, sondern als wirtschaftlich vernünftige und identitätsstiftende Zukunftslösung für den Profifußball in Giesing.

Die offene Flanke bleibt natürlich die Finanzierung. Aber auch hier gilt: Die entscheidende Phase beginnt erst mit den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie. Danach wird sich zeigen müssen, wie belastbar die Modelle wirklich sind. Der OB-Wechsel ändert daran wenig. Er verändert eher den Gesprächspartner als die Aufgabenstellung.

Ein Triumph und viele Enttäuschungen: Die Löwen-Historie im Totopokal

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TSV 1860 Toto-Pokal
Der TSV 1860 gewinnt den Toto-Pokal 2019/20!

Seit dem Jahr 1998 wird der bayerische Landespokal (wieder) regelmäßig jährlich ausgetragen, nachdem es in den 1940er und 50er-Jahren schon vergleichbare Ansätze für einen regionalen Pokalwettbewerbs gegeben hatte. Seit dem Neustart kurz vor der Jahrtausendwende ist der Sieger für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal qualifiziert. Bis ins Jahr 2007 durften auch Zweitvertretungen der Proficlubs an diesem, damals den Amateuren vorbehaltenen Wettbewerb teilnehmen, so auch die Amas des TSV 1860. Im aktuellen Modus mit 64 Teilnehmern – analog zum DFB-Pokal – und unter dem Namen Totopokal wird nun seit 2009 gespielt. Die Profis der Löwen nehmen seit dem Doppelabstieg im Sommer 2017 jährlich teil. Wir blicken hier zurück auf acht zurückliegende Spielrunden, an denen Sechzig beteiligt war. Und wir können vorwegnehmen: Bis auf ein einziges Mal endete das Unterfangen jeweils wenig erfreulich.

Zuletzt dreimal Aus im Viertelfinale

Nur einmal, nämlich im Corona-Spätsommer 2020 konnte 1860 den Pokal holen, zweimal war im Halbfinale Schluss, einmal in einer – wieder wegen Corona eingefügten – Zwischenrunde vor dem Viertelfinale. In der weiß-blauen Premierensaison 17/18 und zuletzt dreimal hintereinander war bereits im Viertelfinale Endstation. Diese Hürde haben die Löwen heuer immerhin schon mal überwunden!

Gewolltes Ausscheiden 2018

Als man am Ostermontag 2018 in Bayreuth gegen den stark abstiegsbedrohten Regionalliga Bayern-Konkurrenten SpVgg Bayreuth mit 1:2 den Kürzeren zog und damit im Viertelfinale ausschied, waren die mitgereisten Löwenfans durchaus ein wenig enttäuscht. Allerdings stellte sich dieses Scheitern – mit einer B-Elf – im Nachhinein als geschickter Schachzug von Coach Daniel Bierofka heraus. Die RL-Meisterschaft und dadurch realisierte Qualifikation für den großen DFB-Pokal war in jenem Jahr sowieso eine Pflichtaufgabe, die zu diesem Zeitpunkt auch absolut realistisch erschien. So ersparte Biero mit einem quasi beabsichtigten Totopokal-Aus seinem Team ein Landespokalfinale kurz vor den wichtigen Relegationsspielen um die Rückkehr in die 3. Liga gegen den 1. FC Saarbrücken Ende Mai. Die Saarländer selbst mussten nur wenige Tage vor dem Duell mit den Löwen noch ihr Pokalfinale gegen Elversberg spielen. Sicher kein Wettbewerbsvorteil. Im Sommer zuvor hatte 1860 übrigens den VfR Neuburg, den TSV Dorfen und Ligakonkurrent FC Unterföhring aus dem Cup gekegelt.

Stimmungsvolles Pokalduell im April 2018 im Bayreuther Hans-Walter-Wild-Stadion

Keine DFB-Pokal-Teilnahme nach über 25 Jahren

Gut ein Jahr später hieß der Trainer weiterhin Daniel Bierofka und im Halbfinale war bei Viktoria Aschaffenburg Schluss (2:3). Vorher hatte man sich gegen den SV Dornach, den FC Ergolding, den FC Memmingen und den TSV Buchbach souverän durchgesetzt. Das Ausscheiden in Unterfranken fiel dann in ein Phase, in der der zuvor schon sicher geglaubte Klassenerhalt in der 3. Liga nach einer Horror-Serie von fünf Niederlagen am Stück plötzlich ins Wanken geriet. Vielleicht war es also erneut richtig, sich voll und ganz auf den Ligabetrieb zu konzentrieren und den Totopokal abzuschenken. Aber nur vielleicht. Denn das Ergebnis dieses Scheiterns am Schönbusch war, dass 1860 in der Folgesaison erstmals seit der Spielzeit 1993/94 nicht mit im bundesweiten Cup-Wettbewerb dabei war. Daran mussten sich die Fans erstmal gewöhnen.

Sieg und DFB-Pokal gegen Frankfurt

In der nächsten Spielzeit gelang dem TSV 1860 der große Wurf im bayerischen Landespokal! Nach längerer Unterbrechung des Fußballbetriebs wegen der Corona-Pandemie fand das Finale gegen die Würzburger Kickers erst am 5. September im leeren Sechzgerstadion statt. Auf dem Weg ins Endspiel hatten die Löwen nach Siegen bei der FT Schweinfurt, dem TV Aiglsbach, dem TSV 1865 Dachau (im Elfmeterschießen!) im Herbst 2019 – noch vor frenetischen Zuschauern – die SpVgg Unterhaching erneut im Elfmeterschießen eliminert. Das Halbfinale beim FC Memmingen wurde nicht ausgetragen, sondern 1860 zog kampflos ins Finale ein. Hier benötigte man dann schon wieder die Entscheidung vom Punkt, bei der die Löwen letztlich mit 4:1 die Oberhand behielten. Die 1. Runde im DFB-Pokal fand übrigens nur eine Woche später statt. Vor ebenfalls leeren Rängen auf Giesings Höhen unterlag 1860 knapp dem Bundesligisten Eintracht Frankfurt.

Spezieller Modus 2020/21

Ebenfalls von Corona geprägt verlief der Totopokal-Wettbewerb in der Spielzeit 2020/21. Die Ansetzungen der verschiedenen Runden und der Einfluss örtlicher Gesundheitsbehörden auf den Wettbewerb kann hier nochmal nachgeschlagen werden. Die vier bayerischen Drittligisten (1860, Ingolstadt, Unterhaching und Türkgücü) griffen erst im Frühjahr 2021 in den Wettbewerb ein und begegneten sich Ende März 2021 in einer Zwischenrunde, die als Halbfinale im (natürlich leeren) Sechzgerstadion ausgetrugen wurde. Die beiden Münchner Vereine setzten sich jeweils durch und im “Finale” unterlagen die Löwen dann Türkgücü, was Ex-1860-Torwart Michael Hofmann zu euphorischen Veitstänzen animierte. Den Pokal holte Türkgücü dann Ende Juni in Illertissen, qualifizierte sich so für den DFB-Pokal und schied in der späteren ersten Runde vor 2.800 Zuschauern auf Giesings Höhen gegen Union Berlin aus. Und die Löwen? Die zogen als Vierter der 3. Liga auch in den Pokal ein und sorgten mit Siegen über Darmstadt 98 und Schalke 04 – endlich wieder vor vollen Rängen – für Furore. Erst im Achtelfinale war dann Schluss. Bei einem Geisterspiel gegen den KSC Anfang 2022.

TSV 1860 Türkgücü Toto-Pokal Grünwalder Stadion 30.03.21
Das übliche Bild während der Corona-Pandemie. Leere Ränge in Giesing.
TSV 1860 Türkgücü Toto-Pokal 0:1
Torjubel bei Türkgücü. Nach dem goldenen Tor gegen 1860.

Halbfinal-Aus in Aubstadt

In der Saison 2021/22 konnte sich 1860 zum dritten Mal in Serie und zum bis heute letzten Mal für den DFB-Pokal qualifizieren. Dies aber erneut über den vierten Rang in der Abschlusstabelle der 3. Liga und nicht über den Totopokal. Immerhin überwinterte man aber, nach Siegen in Birkenfeld, beim BSC Bayreuth, in Burghausen und – mal wieder – in Buchbach im Pokalwettbewerb und erreichte das Halbfinale – wie heuer. Das damalige Aus in Aubstadt Ende März 2022 war allerdings ähnlich bitter, wie das folgende dreimalige frühzeitige Scheitern in den Jahren danach. Nach einem uninspirierten 1:1 in der regulären Spielzeit lieferten die Löwen ein komplett lustloses Elfmeterschießen ab und zogen mit 2:3 verdient den Kürzeren.

In der Heimstadt der SpVgg Bayreuth empfing der BSC Bayreuth in der 2. Runde die Löwen
Erfolgreiches Elfmeterschießen. Die Löwen im Achtelfinale in Burghausen
Endstation Elfmeterschießen. Die Löwen scheitern im Halbfinale in Aubstadt

Dreimal Enttäuschung im Viertelfinale

Über das Abschneiden der Löwen im Totopokal in den folgenden drei Spielzeiten sollte man dann – zur Schonung des Nervenkostüms – eigentlich den Mantel des Schweigens hüllen. Wir versuchen, es kurz zu machen. Unter drei verschiedenen Übungsleitern war jeweils bereits im Herbst Endstadion. Und aufgrund der Lage in der 3. Liga war – zumindest in den letzten beiden Spielzeiten – zu diesem Zeitpunkt eigentlich auch schon klar, dass die – nicht nur finanziell – so lukrative Qualifikation für den DFB-Pokal für die Folgesaison kein Thema sein würde.

Illertissen…

Im September 2022, als Michael Köllner noch das Zepter an der Seitenlinie schwang und beim Regionalligisten in Illertissen das Aus kam, lag 1860 in der Liga immerhin noch auf einem aussichtsreichen zweiten Tabellenplatz. Dass man sich am Saisonende sechs Plätze dahinter wiederfand und die DFB-Pokal-Quali deutlich verpasste, ahnte zu jenem Zeitpunkt allerdings noch keiner. Im Totopokal hatte man sich zuvor gegen den SV Rödelmaier, TuS Feuchtwangen und Türkgücü München durchgesetzt.

Im Regen von Illertissen scheitert 1860 im Viertelfinale des Totopokals 22/23

Pipinsried…

Maurizio Jacobacci heißt der Trainer, den man mit dem Viertelfinal-Aus gegen den Bayernligisten FC Pipinsried unweigerlich verbindet. Im Sommer hatte man sich noch in Stockheim, Aindling und Hain durchsetzen können. An einem tristen November-Nachmittag scheiterten die Löwen dann jedoch an genau dem Ort, an dem fünfeinhalb Jahre zuvor noch die umjubelte Meisterschaft in der Regionalliga Bayern eingetütet worden war. Inklusive tausender Löwenfans auf der legendären Naturtribüne, mit Platzsturm und fröhlichen Feierlichkeiten. Wesentlich schönere Erinnerungen an Ppinsried.

Jubel bei den Gastgebern: Pipinsried besiegt die Löwen im Viertelfinale des Totopokals 23/24.

…und Haching

In der vergangenen Saison schließlich kam nach Erfolgen in Kasendorf (18:0!), Thalhofen (10:0!) und Memmingen die SpVgg Unterhaching, Ligakonkurrent, aber bereits auf sehr sicherem Weg in Richtung Abstieg –  in der 3. Liga seit Monaten sieglos – ins Sechzgerstadion. Rene Vollath erwischte einen schwarzen Tag im Tor und die Löwen schieden nach einer indiskutablen Leistung mit 1:3 aus. Für Löwendompteur Argirius Giannikis war dann zwei Monate später Feierabend an der Grünwalder Straße. Wenig tröstlich, dass im März dann wenigstens das Heimspiel in der Liga gegen die Vorstädter unter Trainer Patrick Glöckner gewonnen werden konnte. Für eine DFB-Pokalqualifikation reichte es zum dritten Mal in Serie nicht.

Das Abschneiden der Löwen im Totopokal im Überblick:

2017/18   Viertelfinale   SpVgg Bayreuth – 1860 2:1
2018/19   Halbfinale   Viktoria Aschaffenburg – 1860 3:2
2019/20   SIEG   1860 – Würzburger Kickers  5:2 n.E.
2020/21   Zwischenrunde   1860 – Türkgücü München 0:1
2021/22   Halbfinale   TSV Aubstadt – 1860 4:3 n.E.
2022/23   Viertelfinale   FV Illertissen – 1860 1:0
2023/24   Viertelfinale   FC Pipinsried – 1860 1:0
2024/25   Viertelfinale   1860 – SpVgg Unterhaching 1:3

 

Sechzig um Sieben: Würzburger Kickers im Toto-Pokal Finale

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Die Kickers aus Würzburg stehen im Finale des bayerischen Landespokals. Außerdem gab es gestern Gedanken rund um den neuen Oberbürgermeister der Stadt zu lesen, und wir suchen eure Concept Kits für die nächste Saison. Mehr dazu und weitere News jetzt bei Sechzig um Sieben.

Würzburger Kickers im Toto-Pokal Finale

Der mögliche Gegner im Finale des bayerischen Landespokals steht fest. Die Würzburger Kickers konnten sich am gestrigen Abend mit 2:1 gegen Wacker Burghausen durchsetzen. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Würzburger erzielte Ex-Löwe Tarsis Bonga. Damit steht auch schon der Spielort des Finales fest. Ob die Löwen dann am 23. Mai – dem “Finaltag der Amateure” – nach Würzburg fahren, wird sich am kommenden Samstag in Regensburg klären.

Erstellt eure Concept Kits!

Nachdem die Löwen und Joma mit ihren Trikots für die laufende Spielzeit voll ins Schwarze getroffen haben, sind die Fans von Münchens großer Liebe natürlich gespannt, in welcher Spielkleidung Sechzig in der kommenden Saison auflaufen wird. Da Ihr Euch ja bereits am Designwettbewerb für das neue Grünwalder Stadion so rege beteiligt habt, sind wir auf Eure Concept Kits für den TSV 1860 für die Saison 2026/27 gespannt. Hier gibt es bereits einige Trikots zu bestaunen sowie weitere Infos.

Was bedeutet die Stichwahl für das Grünwalder Stadion?

Am Sonntagabend gewann Dominik Krause von den Grünen mit überraschend großem Abstand die Stichwahl zum Münchner Oberbürgermeister gegen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD). Was bedeutet Krauses Wahl nun für den Um- oder Ausbau des Grünwalder Stadions? Thomas Enn hat es für euch zusammengetragen.

1860 weiterhin erster Platz in der Auswärtsfahrer*innen-Tabelle

Über 1.800 Fans folgten den Löwen am vergangenen Sonntag nach Duisburg. Im Schnitt wurde der TSV 1860 München bei Auswärtsspielen von 2.574 Fans begleitet. Damit stehen die Münchner Löwen auf Platz 1 der liga3-online.de Auswärtsfahrertabelle.

News aus der 3. Liga

Regensburg verliert Top-Torjäger

Noel Eichinger wird im Sommer von Jahn Regensburg zum Karlsruher SC wechseln. Das gaben beide Vereine gestern bekannt. Der 24-jährige ist mit bisher 10 Toren aktuell Top-Torjäger der Regensburger.

 

Erstelle Dein TSV 1860 Concept Kit für die Saison 2026/27!

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Concept Kits TSV 1860 Saison 2223 Titelbild

Nachdem die Löwen und Joma mit ihren Trikots für die laufende Spielzeit voll ins Schwarze getroffen haben, sind die Fans von Münchens großer Liebe natürlich gespannt, in welcher Spielkleidung Sechzig in der kommenden Saison auflaufen wird. Da Ihr Euch ja bereits am Designwettbewerb für das neue Grünwalder Stadion so rege beteiligt habt, sind wir auf Eure Concept Kits für den TSV 1860 für die Saison 2026/27 gespannt.

TSV 1860 Concept Kits für die Saison 2026/27

Bereits in der Vergangenheit hatten wir Euch um Eure Ideen für die Trikots des TSV 1860 gebeten und zahlreiche tolle Vorschläge bekommen. In der Galerie findet Ihr eine Auswahl an Heimtrikots.

Sechzge auswärts, Oida!

Auch für die Auswärtstrikots gab es bereits zahlreiche attraktive Vorschläge:

Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge

Wenn Ihr Euch mal selber an einem Design versuchen wollt, dann geht das natürlich wunderbar in Photoshop oder Gimp. Ist das zu kompliziert, dann versucht Euch doch an einem der zahlreichen kostenlosen Online-Trikotkonfiguratoren. Nachfolgend ein paar Beispiele:

Owayo
Spized
Jako

Oder einfach mal “Trikotkonfigurator” bei der Suchmaschine Deines Vertrauens eingeben und aus dem reichhaltigen Angebot wählen!

Schickt Eure Vorschläge gerne an redaktion@sechzger.de! Wir veröffentlichen die coolsten Ideen in den kommenden Wochen.

sechzger.de Talk 255: Niederlage in Duisburg, Vorschau Pokal in Regensburg

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sechzger.de Talk Folge 255 Niederlage gegen MSV Duisburg und Vorschau Toto-Pokal Jahn Regensburg - TSV 1860 München

Im sechzger.de Talk 255 ist mal wieder eine Niederlage für die Löwen zu besprechen. Das 1:2 vom Vorabend im Verfolgerduell beim MSV Duisburg. Vier Teilnehmer hat Moderator Christian an diesem Montag Abend – dennoch – mobilisieren können, um an der Sendung teilzunehmen. Peter, Thomas Spiesl, Thomas Enn und Ralf Koss sind in Ausgabe 255 mit dabei. Ralf, der Fußballliterat aus Duisburg ist nicht zum ersten Mal unser Gast und sorgt dafür, dass hier wenigstens ein Sieger vom Wochenende am Start ist.

Das Hopper-Wochenende 

Bevor wir aber über das sportliche Geschehen rund um die Löwen sprechen und das Ganze einordnen, berichten die beiden Auswärtsfahrer Peter und Thomas Spiesl vom einen oder anderen Spiel, das sie sich noch vor der sonntägllichen Partie der Löwen in der Schau-ins-Land-Reisen-Arena zu Gemüte geführt haben. Speziell Peter hat – wie in der Vorwoche angekündigt – durchaus interessante sportliche Vergleiche besucht, ehe es dann zum Spiel des TSV 1860 ging

1:2-Niederlage beim MSV Duisburg

Für Peter der Abschluss eines langen Fußball- (und Eishockey-)Wochenendes, für knapp 2.000 Löwenfans im Gästeblock die nächste Auswärtspartie, die idealerweise zum vierten Mal in Serie mit mindestens einem Punkt enden sollte. Das war das Verfolgerduell in der 3. Liga zwischen den Zebras und den Löwen. Am Ende reichte es leider nicht zu einem Punkt für die Gäste aus Giesing, sondern der MSV machte in der Schlußminute den Siegtreffer. Die Leistung der Löwen fand allerdings nachher recht viel Anerkennung – auch auf Seiten der Duisburger. Ob das Lob gerechtfertigt ist, diskutiert die Runde und freut sich dabei natürlich über die Außenperspektive auf den TSV 1860, die unser Gast Ralf hier einnimmt.

Schnellraterunde zum Pokalspiel

Bei der von Thomas Spiesl natürlich wieder vorbereiteten Schnellraterunde, die sich diesmal ausschließlich mit dem anstehenden Spiel im Totopokal bei Jahn Regensburg am kommenden Samstag beschäftigt, beweisen alle Teilmnehmer am Talk 255 ihr Fachwissen. Auch der Gast aus Duisburg, der hier natürlich einen gewissen Nachteil hat, schlägt sich gut!

Vorschau auf’s Pokalspiel

Abgeschlossen wird die Sendung – wie immer – zunächst mit einem Blick auf die Statistik der Spiele zwischen 1860 und Jahn Regensburg. Wir klären die Frage, in wievielen verschiedenen Wettbewerben es dieses Duell schon gab. Und Co-Moderator Peter wirft einen Blick auf aktuelle Kaderentwicklungen bei den Gastgebern vom Samstag. Dass 1860 nach der bitteren Schlappe im vergangenen November in der Domstadt einiges gut zu machen hat, steht außer Frage und wird von der Runde auch aktiv eingefordert.

Der sechzger.de Talk 255 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Krause zum OB gewählt: was bedeutet das für’s Grünwalder Stadion?

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Dominik Krause

Am Sonntagabend gewann Dominik Krause von den Grünen mit überraschend großem Abstand die Stichwahl zum Münchner Oberbürgermeister gegen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD). Was bedeutet Krauses Wahl nun für den Um- oder Ausbau des Grünwalder Stadions?

Vorgeschichte: intensive Gespräche zwischen Gernot Mang und Dieter Reiter

Der Wahl vorausgegangen waren intensive Gespräche zwischen dem Löwenpräsidenten Gernot Mang und dem abgewählten OB Dieter Reiter. Mang war spürbar an einem besseren Verhältnis zum Oberbürgermeister interessiert als sein Vorgänger Reisinger, der sich mit dem Alt-OB über Jahre ein “Schwarzer-Peter-Spiel” rund um eine Ertüchtigung und damit einhergehende Mietverpflichtungen für 1860 geliefert hatte. Das führte zu einem jahrelangen Stillstand bei der dringend nötigen Modernisierung des Grünwalder Stadions. Mang gelang es, bei der Stadt München die Erbpacht-Lösung und einen Umbau unter der Führung des TSV 1860 München e.V. zu positionieren. Außerdem wurde die Durchführung einer Machbarkeitsstudie vereinbart. Deren Kosten trägt 1860 und ihre Ergebnisse sollen im Juni vorliegen.

Wie positioniert sich Neu-OB Krause zum Grünwalder Stadion?

Angesichts der aktuellen Herausforderungen für die Stadt München spielte das Stadionthema im Wahlkampf eher eine Nebenrolle. Dennoch traf der frisch gewählte OB Krause auch im Wahlkampf Aussagen zu seiner Sichtweise auf die Zukunft des Grünwalder Stadions. Als Giesinger ist Krause ja nah dran am Stadion und er kennt auch den Alltag der Anwohner. Dazu äußerte er sich sehr positiv: “Das Stadion ist ja nichts Neues und wer da wohnt, der weiß das. Und ich wünsche mir, dass es da auch noch lange bleibt. So als Nachbar vom Stadion quasi. Ich finde es großartig, dass da was los ist und – ja – das ist eine Verkehrbehinderung an den Spieltagen. Aber das heißt auch, dass im Viertel Leute unterwegs sind. Man hört die Fangesänge im ganzen Viertel. Man hört das Stadion und ich finde, das gehört an so einem Standort einfach dazu. Das Stadion war da schon immer und ich wünsche mir, dass es da noch lange bleibt.” Das sind also durchaus positive Aussagen, die den Löwenfans Mut machen sollten, dass Krause sich für eine Modernisierung des Grünwalder Stadions einsetzen wird.

Krause verspricht 1860 Gespräche auf Augenhöhe

Für den frisch gewählten OB gehört das Sechzgerstadion “zur DNA unseres Viertels.” Denn Giesing sei noch “nicht so geschleckt”, woran das Stadion großen Anteil habe. Giesing ohne Grünwalder Stadion kann der 35-Jährige sich gar nicht vorstellen. Und das obwohl er gar kein Fußballfan ist. Auf Einladung des ehemaligen 1860-Verwaltungsrates Christian Waggershauser war Krause beim 2:1-Sieg gegen Erzgebirge Aue erstmals im Grünwalder Stadion. “Die Stimmung war super, ein rundum gelungener Abend,” sagte Krause über seinen Spielbesuch zur AZ. Auch er hält das Erbpachtmodell für den “richtigen Weg”. Krause wollte im Wahlkampf den Ball flach halten und “keine Versprechen machen, die ich später nicht halten kann”. Vor dem Hintergrund der Budgetknappheit der Landeshauptstadt ist für Krause aber auch klar: “Wenn wir als Stadt eine hohe Summe Steuergeld investieren, dann muss am Ende auch eine moderne Spielstätte stehen.” Das sehen die Löwenfans sicher auch so. Er verspricht: “Ich werde mit den Löwen auf Augenhöhe sprechen, vertraulich und wertschätzend.” Hoffen wir, dass Gernot Mang die Gespräche spätestens nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie in diesem Spirit mit dem neuen OB aufnehmen kann.

Sechzig um Sieben: Analyse der 1:2-Niederlage in Duisburg

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Sechzig um Sieben: Fuchs wechselt zum BvB II

Mit einer 1:2-Niederlage im Gepäck machte sich die Löwen am Sonntag auf den Heimflug aus Duisburg. Am gestrigen Montag wurde das Spiel bei uns noch einmal eingehend aufgearbeitet. Zudem wurde bekannt, dass die Footballer der Munich Ravens ein Spiel im Grünwalder Stadion austragen werden. Was sonst noch alles los war rund um Münchens große Liebe lest ihr auch heute wieder in Sechzig um Sieben.

Analyse der 1:2-Niederlage in Duisburg

Sehenswerte Bilder haben uns die zahlreichen Duisburg-Fahrer aus der Redaktion mitgebracht. Die schönsten haben für Euch in der Bilder-Galerie zum Spiel zusammengetragen. “Wir haben ein gutes Spiel gemacht”, sagte Löwen-Coach Markus Kauczinski nach dem Spiel in Duisburg. Weitere Stimmen zum Spiel findet ihr natürlich wieder bei uns.

Giesinger Gedanken: Ein seltsamer Tag

Seinen Sonntag hat in den Giesinger Gedanken Benedikt Niedergünzl zusammengeschrieben. Denn neben der knappen Niederlage der Profis gab es da ja auch noch eine nicht ganz unbedeutende Wahl in der bayrischen Landeshauptstadt. Aber lest selbst in unseren Giesinger Gedanken. 

Rafati bestätigt die Schiedsrichter-Entscheidungen

In seine Analyse auf liga3-online.de erklärt Schiedsrichter-Experte Babak Rafati heute wieder die drei strittigen Szenen und bestätigt dabei, dass Referee Richard Hempel stets richtig lag. Hier geht’s zum Artikel.

Munich Ravens spielen im Sechzgerstadion

Die Munich Ravens eröffnen ihre erste Saison in der neuen European Football Alliance am 17. Mai 2026 mit einem Heimspiel gegen die Raiders Tirol im Grünwalder Stadion. Dass sie für so ein besonderes Auftaktspiel lieber die Bühne in Giesing wählen als ihre übliche Spielstätte in Unterhaching, ist durchaus nachvollziehbar. Die Ravens wollen den Sport damit stärker ins Herz von München bringen. Hier lest ihr den kompletten Artikel. 

Auswärtssieg für Dritte und Vierte

Am Sonntag mussten sowohl der TSV 1860 III als auch die Vierte auswärts ran – und beide Teams kehrten mit drei Punkten mehr auf der Habenseite nach Giesing zurück. Die Dritte gewann bei der DJK Pasing, die Vierte setzte sich beim Turnerbund durch. Zu den Spielberichten geht es hier lang.

Top-informiert in den Dienstag

Damit geht ihr schon wieder top informiert in den Dienstag. Freut Euch heute auf einen Artikel, was die Bürgermeister-Wahl für das Grünwalder Stadion bedeuten könnte, auf die neue Ausgabe des sechzger.de-Talks und vieles mehr.

Rafati bestätigt: Hempel lag drei Mal richtig

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Rafati bestätigt: Hempel lag drei Mal richtig

Die Löwen kehrten am Sonntagabend ohne Punkte vom Spitzenspiel aus Duisburg zurück. Beim 1:2 lieferten die Münchner zwar eine ordentliche Vorstellung ab, konnten sich aber selbst nicht belohnen. In seine Analyse auf liga3-online.de erklärt Schiedsrichter-Experte Babak Rafati heute wieder die drei strittigen Szenen und bestätigt dabei, dass Referee Richard Hempel stets richtig lag.

Klarer Elfmeter an Haugen

Der Strafstoß für die Löwen, den Jacobsen zum 1:1 verwandelte, war berechtigt. So schreibt Rafati über die Szene:

Im Strafraum spielt Haugen seinen Gegenspieler Casar aus. Dieser will noch versuchen, an den Ball zu kommen, indem er den Fuß herausnimmt. Allerdings verpasst er das Spielgerät, stellt stattdessen Haugen ein Bein und bringt ihn dadurch zu Fall. Das ist ein Foulspiel und somit ist die Elfmeterentscheidung richtig.

Platzverweis gegen Jacobsen berechtigt

Auch am Platzverweis gegen Jacobsen gab es laut Rafati nichts zu rütteln. Jacobsen sah kurz vor Ende der regulären Spielzeit Gelb, als Haugen an der Mittellinie gelegt wurde und nach einem taktischen Foul in der Nachspielzeit zeigte Hempel die Ampelkarte. Rafati schreibt dazu:

Kother wird im Mittelfeld angespielt, tickt den Ball an und kann in eine aussichtsreiche Chance auf der linken Seite kommen. Allerdings kommt Jacobsen in den Zweikampf und will mit hoher Intensität vor dem Gegenspieler am Ball sein, verpasst aber das Spielgerät. Stattdessen trifft er seinen Gegenspieler Kother am Fuß und bringt ihn zu Fall. Das ist ein klares Foulspiel, bei dem eine gute Angriffschance unterbunden wird, sodass die gelbe Karte, die dann für den bereits gelb-verwarnten Jacobsen zur Ampelkarte führt, eine richtige Entscheidung ist.

Kein Foul an Philipp vor dem 2:1

Heiß diskutiert wurde auf der langen Heimfahrt unter den Löwenfans die Szene beim 2:1 von Duisburg, als Philipp kurz vor dem eigenen Strafraum nach einem Zweikampf zu Fall kam, das Spiel aber weiterlief. Dazu schreibt Rafati:

Bei diesem Zweikampf orientiert sich Tugbenyo nur zum Ball und hat den Blick auch nur zum Spielgerät. Philipp wiederum orientiert sich nur zum Gegenspieler, und dann kommt es zum Zusammenprall, für den man keinen Freistoß – weder für den Angreifer noch für den Verteidiger – verhängen kann. Eine richtige Entscheidung, weiterspielen zu lassen und den anschließenden Treffer anzuerkennen.

Am Schiri lag es auf jeden Fall nicht

Auch der Kicker bewertete die Leistung des Schiedsrichters Richard Hempel aus Dresden mit der Note 2,5. Eines ist klar: Am Schiedsrichter lag es gestern auf jeden Fall nicht…