Stress war einer der zentralen Begriffe, der sich am Montag Vormittag durch die LÖWENRUNDE vor dem Spiel der Löwen beim SC Verl zog. Ein englische Woche ist schon per se eine stärkere Belastung für die Profis, als der reguläre Rythmus von Wochenende zu Wochenende. Hinzu kommt, dass Trainer Michael Köllner den morgigen Gegner als ein Team bezeichnet, das “beim Gegner extrem viel Stress verursacht”. Ob auch unsere TAKTIKTAFEL das entscheidende Rezept darin sieht, “hinter die Verler Pressinglinien zu kommen,” was der Löwencoach in der Pressekonferenz als den Schlüssel zum Erfolg bezeichnete, lest Ihr morgen Mittag (also ausnahmsweise erst am Spieltag) hier auf sechzger.de.

Personell steht den Löwen in Paderborn Martin Pusic nach seiner Verletzung noch nicht zur Verfügung. Die Hand des Österreichers ist noch ein wenig geschwollen, heute oder spätestens morgen erhält er eine Wettkampfschiene und wird am Mittwoch dann individuell trainieren. Für das Heimspiel gegen Türk Gücü am Samstag soll er wieder zur Verfügung stehen. Genauso wie Erik Tallig, der morgen Abend seine Gelb-Rote Karte aus dem Spiel gegen Uerdingen abzusitzen hat, was Köllner aber eher positiv, als negativ bewertet. Die Zwangspause tut “dem Jungen, der zuletzt extrem viel Spielzeit bekommen hat,” dem Löwencoach zufolge gut. Den Verlust einer gewissen Lockerheit, die Köllner an anderer Stelle auch anderen weiß-blauen Akteuren attestierte, sei besonders bei Tallig zu beobachten. “Jetzt geht es darum, dass Erik mal ein bisschen durchschnauft, zur Ruhe kommt und den Druck, der natürlich aufgrund der Ergebnisse und der Tabellensituation hier zustande kommt, abstreifen kann.”

Besonders viel Druck und sicher auch Stress wird morgen Abend in Paderborn auf Philipp Steinhart zukommen. Der vielleicht dribbelstärkste Spieler der 3. Liga, Aygün Yildirim wird die linke Abwehrseite der Löwen besonders fordern. Für Michael Köllner kommt es darauf an, dass man möglichst wenig Pässe auf diese Position zulässt, die Nummer 18 der Verler also vom Spiel abschneidet und darüber hinaus “Steini” im 1:1 gegen Yildirim gut agiert – natürlich mit maximaler Unterstützung seiner Mitspieler.

Das bislang sehr gute Abschneiden aller Aufsteiger in die 3. Liga und damit auch des SC Verl überascht den Löwentrainer nicht. Einzig dem VfB Lübeck hatte Köllner vor der Saison ein bisschen weniger zugetraut; Saarbrücken, Türk Gücü und den morgigen Gegner aus Ostwestfalen sah der Löwendompteur auch vor der Saison absolut konkurrenzfähig in dieser Liga. Mit einem Blick auf die 2. Liga, in der sich die Aufsteiger Würzburg und Braunschweig aktuell ja noch eher schwer tun, sieht Köllner in diese Richtung einen größeren Sprung, als aus den Regionalligen nach oben. In Verl kommt zu einem erfahrenen Kader und sinnvollen Verstärkungen die Euphorie des Aufstiegs, die Erleichterung – trotz Corona – quasi “mitten in der Saison” die Chance bekommen zu haben, sich für die 3. Liga zu qualifizieren, hinzu. Ob das Mitspielen der Aufsteiger ganz oben ein Dauerprozess wird, bleibt aber natürlich abzuwarten. Dies hängt für Köllner auch davon ab, wie die Teams dauerhaft mit der psychischen Belastung in der höheren Liga zurecht kommen. Auch hier geht es also um den Schlüsselbegriff dieser PK: Stress.

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