Auf der Pressekonferenz nach dem Heimsieg des TSV 1860 München gegen den FSV Zwickau nahm Trainer Michael Köllner Stellung zur Leistung seiner Mannschaft. Auch Joe Enochs äußerte sich zur Niederlage in Giesing.

Technische Probleme bei der Pressekonferenz nach TSV 1860 – FSV Zwickau

Im Stehen und sichtlich vom Schneefall gezeichnet absolvierte Michael Köllner die Pressekonferenz, nachdem der TSV 1860 München einen 3:1-Heimsieg gegen den FSV Zwickau bei widrigen Bedingungen errungen hatte. Die Rückenschmerzen des Trainers waren allerdings nicht das einzige Problem: ein defektes Mikrofon sorgte für schwierige Ton-Verhältnisse. Das Statement von Gäste-Trainer Joe Enochs ist daher im Löwen-TV nicht verfügbar. Allerdings hatte der FSV die Veranstaltung live auf Facebook übertragen.

Enochs und sein Team hatten sich “viel vorgenommen” für ein “wichtiges Spiel“, doch der furiose Start der Löwen machte die Zwickauer Pläne schnell zunichte. Mit besseren Platzverhältnissen hätte der TSV 1860 München aus Sicht des FSV-Trainers auch gut und gerne mit drei oder gar vier Toren in Führung liegen können. Nach nur 13 Minuten sah er sich daher zu einer Umstellung gezwungen. Der sichtlich frustrierte Löhmannsröben musste für Schroetter weichen. Dennoch fiel noch vor der Pause der dritte Treffer für die Löwen. Ein Tor, dass die Mannschaft von Joe Enochs “ohne Gegenwehr” hinnahm. Am Ende der Ballstaffete köpfte Kobylanski ohne Gegenwehr ein. “Sehr enttäuscht” sei er nach dem heutigen Ergebnis, das Zwickau weiter in den Abstiegskampf ziehen lässt.

Dank an die Helfer und Hexenkessel im Grünwalder Stadion

Ganz anders war die Stimmungslage naturgemäß bei seinem Gegenüber Michael Köllner. Als Endspiel hatten viele Medien das Spiel nach der Stellungnahme der Geschäftsführung empfunden, entsprechend war laut dem 53-Jährigen “viel Druck auf dem Kessel“. Doch der Dampf entwich aufgrund eines furiosen ersten Durchgangs schnell, insbesondere durch die frühen Treffer von Holzhauser und Lakenmacher. Der 22-jährige Stürmer hatte den Vorzug vor Marcel Bär erhalten, da dieser zwei Tage krankheitsbedingt aussetzen musste. Mit einem Tor und einer Vorlage rechtfertigte er diese Entscheidung schnell. So sorgten die Löwen für einen gelungenen Abschluss der Hinrunde.

Wir liegen jetzt nach der Vorrunde gut in der Position, können in den nächsten Wochen weiter attackieren und die drei Punkte auf Saarbrücken, ja, versuchen Spieltag für Spieltag näher zu kommen und am Ende unsere Dinge zu erledigen.

Dabei war die Austragung der Partie längere Zeit fraglich. Der Schneefall sorgte nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Rängen für schwierige Bedingungen. Ab fünf Uhr in der Früh sorgten Helfer und Löwenfans dafür, dass das Spiel zwischen dem TSV 1860 München und dem FSV Zwickau stattfinden konnte. Michael Köllner bedachte diese Aktion mit einem Sonderlob.

Vielen Dank an alle die heute die Austragung des Spiels ermöglicht haben, die vielen Helfer, die vielen Löwenfans und vor allem den Riesensupport von Beginn an. Das war trotzdem – auch bei kalten Temperaturen – ein Hexenkessel.

Ein Sonderlob erhielten auch die beiden Außenspieler Albion Vrenezi und Joseph Boyamba, die für eine “Flügelzange” sorgten und der Zwickauer Defensive so das Leben erschwerten. Vrenezi konnte sich beim 3:0 durch Kobylanski durch seine Vorbereitung zudem einen Scorerpunkt verdienen.
Gegenüber der Niederlage in Mannheim hatte Köllner vier Mal reagiert und unter anderem Jesper Verlaat auf die Bank gesetzt. Für ihn begann Semi Belkahia in der Innenverteidigung neben Leandro Morgalla. Anders als bei Bär sei bei der Entscheidung zwischen Belkahia und Verlaat der Trainingseindruck aus der Woche entscheidend gewesen. Hier zeigte sich der 24-jährige Belkahia in besserer Form.

Nun haben die Löwen eine weitere Trainingswoche vor sich, bevor am Montag, 30.Januar Dynamo Dresden unter Flutlicht zu Gast ist. Anpfiff ist um 18:60 Uhr.

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