Vorbericht zum Spiel des TSV 1860 gegen Rostock

Nach zwei Absagen in Lübeck heute nun ein Spitzenspiel

Hoffentlich besonders gut ausgeruht und fit geht unser TSV 1860 heute Nachmittag in das Spitzenspiel gegen den FC Hansa Rostock. Zwölf Tage hatte das Team von Michael Köllner Zeit, die Heimniederlage gegen den FSV Zwickau zu verarbeiten und die richtigen Schlüsse aus der Tatsache zu ziehen, dass man die Westsachsen zwar 45 Minuten lang komplett in deren eigener Hälfte einschnürte, am Ende aber dennoch mit 0:1 den Kürzeren zog. Auch der heutige Gegner aus Mecklenburg-Vorpommern hatte vor dem Duell mit den Löwen letztlich eine längere Pause, als es der (Nachhol-)Spielplan eigentlich vorgesehen hatte: Die kurze Reise nach Lübeck, die Mitte Januar am 19. Spieltag schon einmal wegen der Unbespielbarkeit des Platzes vor Ort ausfallen musste, durfte die Kogge auch am Dienstag dieser Woche nicht antreten. Der Platz im Stadion an der Lohmühle erlaubte drei Tage nach der Absage des angesetzten VfB-Kicks gegen den TSV 1860 München wieder kein Fußballspiel.

Wiederholte Spielausfälle

Lübeck gegen unseren heutigen Gegner war bereits die zweite wiederholte Absage (also eines Nachholtermins) in dieser Saison: Die Partie Verl gegen Zwickau fiel zweimal positiven Corona-Tests zum Opfer, Lübeck-Rostock zweimal der winterlichen Witterung. Und am Mittwoch dieser Woche folgte dann die dritte Schon-wieder-Absage. Diesmal in einer gemischten Variante: Mitte Januar musste das Wiesbadener Gastspiel in Dresden noch wegen Covid-19 auf Seiten der Sachsen ausfallen, nun war der Schnee in Ostdeutschland Schuld.

Der dritte Vorbericht gegen Hansa Rostock

Für mich als regelmäßiger Verfasser der morgendlichen Vorberichte auf sechzger.de ist es heute bereits das dritte Mal, dass ich Euch auf ein Spiel des TSV 1860 gegen Hansa Rostock einstimmen darf. Vor dem Geisterheimspiel am 13. Juni letzten Jahres – dem auch immer gern erwähnten Jahrestag der Zweitligarückkehr 1993 – durfte ich der geneigten Leserschaft erstmals meine Gedanken zum anstehenden Duell präsentieren. Mit einem 1:0-Sieg (das Gegentor fiel ausgerechnet in der sechzigsten Minute) zogen die Hanseaten damals in der Tabelle an uns vorbei und so blieb es auch an den restlichen sechs Spieltagen. Vielleicht läuft das Ganze heute umgekehrt? Mit einem Sieg heute Nachmittag würden die Löwen die Rostocker in der Tabelle überholen. Allerdings spielen diese heute auch erst ihr 22. Saisonspiel – unser Team das 23. Wir leben weiter generell mit einer arg verzerrten Tabelle: Für nur ein Viertel aller Drittligisten bringt der 24. Spieltag auch den 24. Auftritt auf dem grünen Rasen. Corona und der Winter machen’s möglich.

Das Hinspiel an der Ostsee

Das letzte Spiel gegen den heutigen Opponenten bezeichnete der kicker in seiner Nachbetrachtung als „intensives Nord-Süd-Duell“, was es recht gut auf den Punkt bringt: Der Ex-Rostocker Dennis Erdmann brachte drei Minuten nach seiner Einwechslung noch vor dem Halbzeitpfiff die Löwenführung, die jedoch kurz nach der Pause schon wieder ausgeglichen wurde. Philipp Steinhart kassierte innerhalb von zwanzig Minuten zwei gelbe Karten, was seinen Ausschluss und eine Zwangspause im folgenden Spitzenspiel gegen Saarbrücken nach sich zog. Ein Handspiel von Stephan Salger im Strafraum der Sechzger (Dennis Erdmann später dazu: „Er hält ihn überragend.“) wurde eine Viertelstunde vor dem Abpfiff zum Ärger der Gastgeber nicht geahndet und so blieb es bei der Punkteteilung. Nach zuletzt einer Niederlage und einem Unentschieden gegen die Kogge wäre heute folgerichtig der Dreier fällig.

Die Bilanz des TSV 1860 gegen Hansa Rostock

Ein solches Resultat würde auch die durchwachsene Gesamtbilanz und die bislang dürftigen Resultate in der 3. Liga gegen den FC Hansa ein wenig aufbessern: In 35 Duellen zog der TSV 1860 München 16 Mal den Kürzeren, halb so viele Duelle endeten Unentschieden und nur elfmal gingen die Löwen als Sieger vom Platz. In der 3. Liga warten wir seit dem Wiederaufstieg 2018 noch auf den ersten Triumph über Rostock – lange fünf Spiele.

Ist die Kogge reif für den Aufstieg?

Das jüngste ein wenig enttäuschende Abschneiden gegen Hansa Rostock hat natürlich seine Gründe: Die Mecklenburger gehörten in den letzten Jahren vorsaisonal stets zum erweiterten Favoritenkreis der 3. Liga, was sich durch drei sechste Plätze in den Abschlusstabellen 2018, 2019 und 2020 auch bewahrheitete. Relativ knapp scheiterte man jeweils am „großen Wurf“ in Form des Aufstiegs oder zumindest einer Qualifikation für das Relegationsspiel gegen den Drittletzten der 2. Liga. Obwohl die Löwen naturgemäß einiges dagegen habe dürften, könnte es durchaus passieren, dass im Mai diesen Jahres die Tabellenspitze der 3. Liga ähnlich aussieht, wie am Ende der letzten DDR-Oberliga-Saison 1990/91, als unser heutiger Gegner den letzten Meistertitel des nicht mehr existierenden Staates vor Dynamo Dresden errang.

Heimschwäche gegen Auswärtsschwäche

Mit der breiten Brust von fünf Siegen in Serie – zuvor hatte man in der Vorweihnachtszeit dreimal hintereinander verloren – kommen die Nordlichter heute nach Giesing. Ihre Stärke spielen sie allerdings für gewöhnlich eher im heimischen Ostseestadion aus. In der reinen Auswärtstabelle ist Hansa Rostock mit vier Siegen nur Zehnter. Vielleicht also der genau richtige Gegner für die in dieser Saison ein wenig heimschwächelnden Löwen, bei denen nur vier Heimerfolge zu verbuchen sind. Detailliert verfolgen lässt sich die Partie heute erstmals seit dem erfolgreichen Start ins Jahr 2021 gegen den roten Nachwuchs wieder einmal live im Free-TV beim BR und natürlich im Ticker von sechzger.de.

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