Unsere treuen Leser*innen kennen das schon: Seit Beginn der jüngst zu Ende gegangenen Saison machen wir von sechzger.de uns nach den Spielen der Löwenprofis auf die Jagd nach Statements zum gerade zurückliegenden Ereignis. Und bei uns kommen alle zu Wort: Spieler, Trainer, Funktionäre, Redakteure, … und natürlich: Die Fans! Ausgangspunkt und Premiere dieser Rubrik waren übrigens vor knapp einem Jahr die Stimmen zum Spielplan. Hier und heute geht es nun um Stimmen zur aktuellen Lage bei den Löwen nach dem Lizenz-Aus für die 3. Liga am Mittwoch der vergangenen Woche und der in der Folge auf den Weg gebrachten angestrebten Trennung von Hasan Ismaik.

Wie schätzen die von uns Befragten die aktuelle Lage und den Weg des e.V. ein? Was erwarten oder wünschen sie sich sie für die Zukunft? Und was wollen sie den Fans und Mitgliedern des TSV 1860 vielleicht mit auf den Weg mitgeben? Hier kommen einige interessante Antworten, kämpferische Statements und auch nachdenkliche Äußerungen.
Unsere Stimmen zur Löwenlage:

Dominik Heckmair (Kandidat zum Verwaltungsrat auf der MV)

Ich sehe die aktuelle Lage als eine sehr große Chance für den TSV 1860. Ich war selber am Mittwoch am Trainingsgelände und habe dort die Niedergeschlagenheit und Trauer gesehen nach dem zweiten von HI verursachten Zwangsabstieg. Mit der Mitteilung der Kündigung des Kooperationsvertrags und der emotionalen Mitteilung des Präsidiums und des Verwaltungsrats merkt man aber wie ein unfassbarer Ruck durch den Verein und die Fanlandschaft geht. Siehe z.B. Spendenaktionen, Mirgliederbeitritte und auch insgesamt ein gewisser Stolz und jetzt-erst-recht-Gefühl unter den Fans.

Ich wünsche mir von der Zukunft, dass wir ein Selbstständiger und selbstbestimmter Verein sind, der sich weiterhin stark im Breitensport aber natürlich auch im Fußball so erfolgreich wie möglich weiterentwickelt. Ich hoffe auch stark, dass die Gräben der Vergangenheit zugeschüttet werden und wir in Zukunft nur noch über Aufstellungen und Spieler diskutieren.

Mitgeben möchte ich den Fans und Mitgliedern dass sie Vertrauen und Geduld haben sollen in die Entscheidungsträger im Verein und diesen auch Kraft geben sollen für die kommende Zeit.

Uli Lange (Löwenfan aus Hamburg):

Aus der Ferne ist man natürlich emotional etwas weiter weg – Emotionen verstärken sich eben durch gemeinsames Erleben… Das gilt für Derbysiege wie für Zwangsabstiege. Was mich in Hamburg trotzdem immer wieder emotional bewegt, ist, wenn ich im Norden die ganze Geschichte seit dem Bau des Schlauchboots, die zweite Liga, den ersten Zwangsabstieg und die versuchten Aufstiege bis zum jetzigen erneuten Zwangsabstieg sowie die Rolle diverser Könige, Kaiser und Scheichs erklären muss.
Diesmal habe ich eh geahnt, was kommt, als wieder über Gelder und Lizenzen die Rede war. Natürlich auch, weil ich gedacht habe, dass der Scheich wieder versucht, seine Muskeln spielen zu lassen, und am Ende doch zahlt. Aber was wenn nicht? Dann MUSS doch passieren, was beim letzten Mal schon hätte passieren müssen: Raus aus der Arena – und jetzt raus mit dem Scheich.
Ich wurde dankbarerweise immer gut informiert – und sehe jetzt die Chance. Wir sind nicht irgendein Verein, der in der Bedeutungslosigkeit versinkt, wenn es mal nicht gut läuft, das haben wir bewiesen. Und, siehe oben, Emotionen verstärken sich: Für die neue Fussballergeneration wird es hoffentlich wieder Emotion und Motivation genug sein, wenn die Löwenfans durch den Süden reisen, um zu zeigen, wer hier das Löwenherz am richtigen Fleck hat.
Nur für mich wird es dieses Jahr wieder noch schwieriger zu den Auswärtsspielen zu fahren – wie damals nach dem Auszug aus der Arena.
Aber das ist es mir wert!

Bernd Winninger (die TAKTIKTAFEL):

Ich bin dem Präsidium sehr dankbar, dass sie endlich den überfälligen Weg der Trennung vom Investor gegangen sind. Das Risiko dabei schätze ich extrem gering ein. Sofern die Informationen über Kooperationsvertragsklauseln und Ismaiks Verhalten stimmen, wovon auszugehen ist, war die Kündigung der zugesagten Darlehen ein extrem depperter Fehler vom Investor. Aber was solls. Für den e.V. war das womöglich der Jackpot.

Für die Zukunft erwarte ich gar nix. Erwartungen werden meistens enttäuscht. Ich hoffe auf eine ruhige Hand in der Führung und Geduld bei den Fans in allen Belangen, die die erste Mannschaft betreffen. Damit meine ich von der Erwartungshaltung an den Erfolg, bis zur Diskussion um den Spielort oder Personalien in sportlichen Funktionen, wirklich alles. Vor allem denjenigen Fans, die Hasans Fehler eher bedauern als feiern und 60 nach wie vor gerne als „FC Seitenstraße light“ sähen, möchte ich sagen: Haltet die Füße still und lasst dieses Präsidium und alle anderen Beteiligten in Ruhe arbeiten. Wer jetzt noch gegen die Entscheider im e.V. handelt, hat bei uns nichts mehr verloren. Alle anderen aus dieser Wildmoser- Gedächtnisblase, die ihr Verhalten in den letzten Jahren oder vielmehr Jahrzehnten nun anders betrachten und jetzt endlich mit dem ganzen Verein an einem Strang ziehen wollen sag ich: “Auf geht’s! Pack ma’s o.”

Leon (sechzger.de-Redakteur): 

Fast ein Jahr nach dem vermeintlichen Anteilsverkauf sind wir nun also in einer weiteren turbulenten Sommerpause. Mit Aussicht auf die Zukunft, die vor uns liegen kann, nehme ich das aber mit Kusshand. Nach der Meldung des Lizenz-Aus hielt sich mein Schock eigentlich in Grenzen. Anstatt innerlich mit dem Verein abzuschließen, wurden im Freundeskreis noch am selben Abend die Köpfe zusammengesteckt und überlegt, was wir nun aus der Situation machen können. Dafür, dass der e.V. dann noch am nächsten Abend den Kooperationsvertrag gekündigt hat, und eine klare Kante gegen die Gebaren und Erpressungsversuche des Märchenonkels zeigt, möchte ich Danke sagen!

Wie in meinem Saisonrückblick erwähnt ist mein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860 München die Unabhängigkeit von sämtlichen Investoren. Was vor weniger als zwei Wochen noch fast Unmöglich schien, kann nun Realität werden. Das hätte ich mir in meinen wildesten Träumen nicht vorstellen können. Die Herausforderungen, die vor uns – und vor allem vor den ehrenamtlichen Funktionären und den Mitarbeitern des e.V. – stehen, sind enorm. Ich bin aber optimistisch, dass wir diese als Verein bewältigen können. Mit dem Rücken an der Wand, doch immer wieder oben auf!

Julian Biermo (kreativer Löwenfan):

Als mich die Nachricht der sofortigen Kündigung des Kooperationsvertrags mit dem Investor erreichte, hat sich meine Sicht stark verschlechtert, weil sich meine Augen mit Freudentränen füllten.

Dass es dazu kommen könnte, hatte sich in den Stunden davor dann doch leicht angekündigt – mit der offenen Wunde des gescheiterten Verkaufs im Vorjahr blieb ich aber durchgehend skeptisch. Auch jetzt mag ich dem Ganzen noch nicht so recht trauen, denn es fühlt sich metaphorisch so an, als hätte man die Schnauze voll, brennt mit dem Auto einfach ans Meer durch und lässt alles hinter sich. Aber dann kommt doch die Erkenntnis, dass man einen Platz zum Schlafen braucht, Geld zum Essen und vielleicht auch noch der Tank leer wird.

Zum Glück kann ich meine Seele ein wenig beruhigen, weil ich vollstes Vertrauen in unser Präsidium und das Vereinsmanagement habe. Running, Radsport, Rugby und Cricket sind nur einige der Abteilungen, die diesen Verein gerade so sehr bereichern und neue Mitglieder für ihn begeistern. Dass in der vermeintlich schlimmsten Situation zusätzlich noch 600 (!) neue Mitglieder innerhalb einer Woche eine Mitgliedschaft abschließen, ist schlicht unbeschreiblich.

Ich bin und bleibe extrem stolz auf diesen Verein. Ich sehe darin die größte Chance der letzten Jahrzehnte und wünsche mir von allen, dem Ganzen die Zeit zu geben, sich zu entfalten. Ebenso erhoffe ich mir, dass nicht noch weitere Ex-Spieler, Portale oder Blogger ihren Senf dazugeben – denn WIR sind der Verein. Es liegt in unserer Hand, als Mitglieder für ein stabiles Fundament zu sorgen. Am besten gelingt uns das als erster Schritt auf der Mitgliederversammlung am Sonntag, dem 21.06. im Zenith.

Wir holen uns unseren Verein zurück!

Max Deisenhofer (Landtagsabgeordneter und Mitglied der “Landtagslöwen”):

Ich war am 3.Juni am Trainingsgelände und sehr schockiert, dass Hasan Ismaik tatsächlich das versprochene Geld für die 3.Liga nicht bereitgestellt hat. Den zweiten Zwangsabstieg innerhalb von neun Jahren fand ich traurig und frustrierend. Die darauf folgende Kündigung des Kooperationsvertrags ist aus meiner Sicht folgerichtig und inzwischen habe ich wieder Hoffnung. Vielleicht gelingt es dem Verein jetzt endlich, die zwei großen strukturellen Fragen (Gesellschafter & Stadion) zu lösen. Ich wünsche dem Präsidium dafür viel Erfolg und unterstütze gerne weiterhin, wo auch immer das möglich ist. Extrem gefreut hab ich mich über die riesige Solidarität und Spendenfreude der Fans, das erzeugt schon wieder Aufbruchstimmung.

1860 wird niemals untergehen!
Einmal Löwe, immer Löwe!

Jens B. (Göppinger Löwen ’91)

Zum zweiten Mal schickt uns Hasan Ismaik in die Regionalliga. Zum zweiten Mal stehen wir vor den Trümmern von dem, was einmal vielleicht Hoffnung war. Und eines ist klar: Ein „Weiter so“ darf es nicht mehr geben. Was jetzt kommt, wird weh tun. Wieder über die Dörfer fahren, wieder kleine Plätze, wieder ein harter und langer Weg zurück. Und vielleicht wird es diesmal noch schwieriger als 2017/18.

Aber wir Löwenfans haben eines immer bewiesen: Man kann uns sportlich brechen – aber niemals unseren Stolz und unsere Leidenschaft. Denn wir sind mehr als Ergebnisse. Wir sind mehr als Tabellenplätze. Wir sind Sechzig.

Gerade jetzt braucht es Mut, Klarheit und endlich Konsequenz. Ich setze mein Vertrauen in unsere demokratisch gewählten Vereinsvertreter – dass sie diesen Verein nun auf eigene Beine stellen. Weg von Abhängigkeiten. Weg von den Launen unseres Kreditgebers. Hin zu einem TSV 1860 München, der wieder sich selbst gehört.

Die Kündigung des Kooperationsvertrags war kein einfacher Schritt – aber ein notwendiger. Vielleicht sogar der wichtigste seit Jahren. Denn echte Veränderung beginnt dort, wo man bereit ist, alte Fesseln zu lösen. Und während es auf dem Platz hart wird, passiert abseits des Rasens etwas Entscheidendes: Die Löwenfamilie rückt enger zusammen. Noch enger. Noch entschlossener.

Denn gerade in den dunkelsten Momenten zeigt sich, was uns wirklich ausmacht.

Wir werden leiden. Wir werden kämpfen. Und wir werden zurückkommen.

Freiheit für Sechzig – jetzt erst recht!

Christian Eulitz (Hauptstadtlöwen Berlin):

Die Kündigung des Kooperationsvertrags war aus meiner Sicht die richtige Reaktion auf die Streichung der Darlehen durch den Investor so kurz vor dem wichtigen Stichtag. Ich kann mir kaum vorstellen, wieviel Arbeit die Vereinsverantwortlichen nun gerade leisten müssen, um den Löwen eine Zukunft zu ermöglichen. Allerdings sehe ich die aktuelle Situation auch als große Chance, unseren Verein neu und finanziell nachhaltig aufzubauen, auf dass wir nicht mehr in so eine Erpressbarkeit hineingeraten können. Vielleicht lassen sich ja auch wieder die Gräben zwischen den verschiedenen Lagern unter uns Fans zuschütten. Der Spielplan selbst ist mir gar nicht so wichtig, von Berlin aus wird es aber natürlich schwieriger, Löwenspiele live zu verfolgen. Wie man nach Aubstadt kommen kann, habe ich aber schon recherchiert!

Matthias (Mitglied der aktiven Fanszene):

Der Spruch “Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende” wurde im Zusammenhang mit der aktuellen Situation ja schon öfter bemüht, und das einfach zu recht. Schon in den letzten Jahren hat sich doch herausgestellt, dass es so nicht weitergehen kann. Das was der e.V. jetzt getan hat war die einzig logische Konsequenz. Vermutlich hätte man das einfach direkt 2017 schon machen sollen, aber im Nachhinein lässt sich das natürlich leicht sagen und zugegebenermaßen scheint die aktuelle Situation rechtlich nochmal deutlich klarer zu sein.

Insgesamt bin positiv überrascht, wie gut scheinbar alle Verantwortlichen auf sämtliche Szenarien vorbereitet waren und kann davor und für den Mut das jetzt durchzuziehen nur meinen Hut ziehen. Außerdem bin ich mehr als stolz auf die ganzen positiven Reaktionen aus dem Löwenumfeld. Ich höre fast ausschließlich positives und unterstützendes. Wenn wir am Boden sind, rücken wir zusammen, helfen und packen gemeinsam mit an. Das zeigt mir wieder, warum ich Löwe geworden bin.

Christian Jung (sechzger.de-Redakteur):

Den Schreck vom letzten Mittwoch hatte ich recht schnell überwunden. Ich schau jetzt nach vorn und hoffe, dass die Auflösung einer (Geschäfts-) Beziehung, die 15 Jahre lang wirklich nie und zwar kein bisschen funktioniert hat, gelingt. Und dass es mir vergönnt sein wird, Ende Juli mit einer jungen, sympathischen und hungrigen Löwenmannschaft in der Regionalliga Bayern den echten Neustart erleben zu dürfen. Vor neun Jahren war es die Rückkehr nach Giesing, die sich so gut angefühlt hat. Nun ist es hoffentlich der echte und vollständige Neuanfang für den ganzen TSV 1860 München!

Eva Modlmayr (PRO1860):

Was wir heute erleben, ist nicht die Konsequenz aus einem missglücktem Austausch zwischen einem Investor und einem Präsidenten. Nichts wo man in bester Populisten-Manier zum Schluss kommen kann, “…lasst Doch einfach den richtigen mit Hasan reden, dann wird das”. Heute endet der falsche Weg, der vor mehr als 20 Jahren – wie sich herausstellt irreversibel – eingeschlagen wurde: Stadiondeal mit den Roten, Verrat der eigenen Werte und komplette Selbstüberschätzung. Kapitel zuschlagen, den gleichen Fehler nie wieder machen, den Juni 2026 als Chance betrachten!

So wie immer im Leben gibt es auch bei 1860 Leute, die schon jetzt nur drauf warten, bis irgendetwas nicht so läuft wie man es sich erhofft. Nur um dann zu schimpfen oder hämisch Beifall zu klatschen, ohne selbst einen Beitrag zu leisten. Das hat mit (berechtigter) Kritik oder Feedback nichts zu tun, sondern ist destruktiv und schadet der Sache. Bitte überdenkt Euer Handeln, schweigt oder geht!

Der konstruktiven Mehrheit der Löwenfans möchte ich mitgeben: Lasst uns die Ärmel hochkrempeln und gemeinsam Alles aus der Situation rausholen, was geht. Werdet Mitglieder oder werbt Neue, bringt Euch ehrenamtlich ein, nutzt Fanclub- und Vernetzungstreffen, um Eure Ideen zu teilen oder mitzuarbeiten. Jedes Engagement ist wertvoll!

Mane (Groundhoppers 1860):

Die Kündigung des Kooperationsvertrages hat ein kleines Wunder bewirkt. Es herrscht wieder Aufbruchsstimmung rund um die Grünwalder Straße 114.

Nach dem enttäuschenden Saisonverlauf, der deutlich verpassten Zielsetzung Aufstieg und als Krönung noch dem kurzfristig gekündigten Darlehnsvertrag durch Hasan Ismaik mit der Folge des Drittliga-Lizenzentzuges herrschte “Tristesse pur” rund um die Münchner Löwen.

Doch diese Trostlosigkeit, am letzten Mittwoch noch überall und besonders am Trainingsgelände nach der Bekanntgabe des finanziell bedingten Abstiegs in teils gespenstischer Stille fast greifbar zu spüren, wich nur innerhalb eines Tages einer kaum für möglich gehaltenen Aufbruchsstimmung.

Die mit sofortiger Wirkung ausgesprochene Kündigung des mit der HAM im Jahre 2011 geschlossenen Kooperationsvertrages durch das aktuelle Präsidium wirkte wie eine Befreiung und enorm euphorisierend auf das Löwen-Umfeld.

Lasst uns diese vermutlich einmalige Chance gemeinsam nutzen!

Es wird sicher kein einfacher Weg, sowohl im sportlichen Bereich als auch organisatorisch und vertraglich sind unter enormen Zeitdruck noch unzählige offene Baustellen abzuarbeiten.

Diese Aufgaben werden größtenteils von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Präsidiums um Gernot Mang und dem ebenfalls ehrenamtliche agierenden Mitgliedern des Verwaltungsrats sowie vielen weiteren fleißigen Helfern auch aus der KgaA (Ticketing, Presse, Fanbetreuung, sportlicher Bereich etc.) gestemmt.

Natürlich haben wir alle viele drängende Fragen (u.a Dauerkarten, Trainer, Spieler), lasst aber bitte die aktuell Verantwortlichen machen! Vieles ist auf den richtigen Weg gebracht!

Lasst uns in diesen Tagen gemeinsam an einen Strang ziehen und zeigen wir den aktuellem Präsidium unser Vertrauen und unsere Unterstützung.

Nur gemeinsam sind wir der Verein.

Mit dem Rücken an der Wand, doch immer wieder obenauf!

Andi Reich (Löwenfan und Vater von Lukas Reich):

Die aktuelle Lage richtig einzuschätzen ist für einen juristisch Außenstehen sehr schwierig, weil sich wohl abzeichnet, dass die Entscheidungen bzw. die aktuellen Entwicklungen eine langwierige juristische Auseinandersetzung mit teils offenem Ausgang nach sich ziehen werden.

Dass die komplexen Zusammenhänge, das komplizierte Gesamtkonstrukt und die verschiedenen Zuständigkeiten oftmals nicht verstanden werden, kann man an vielen oberflächlichen Kommentaren und Artikeln gut erkennen.

Ich bin nicht per se investorenfeindlich eingestellt, Profifußball kostet Geld und bedarf heutzutage auch finanzkräftigen Partnern. Dass dieses Konstrukt der letzten 15 Jahre jedoch nicht erfolgversprechend war und auch in der Zukunft aller Voraussicht nicht sein kann, steht wohl für die meisten außer Frage.

Wenn durch den Lizenzentzug, die Kündigung des Kooperationsvertrags und eine eventuelle Insolvenz der seit Jahren defizitären KGaA jedoch die Chance besteht, den Profifußball in unserem Verein wieder selbstbestimmt auf tragfähige Beine zu stellen und eine solide Basis zu schaffen, ist mir nicht bange.

Mit zuverlässigen und seriösen Partnern aus der Wirtschaft, einer mittel- und langfristig vernünftig geplanten Neuausrichtung ohne sich in die erdrückende Abhängigkeit von einzelnen Investoren zu begeben, Führungspersonen einer dann vermutlich wieder ausgegliederten Profiabteilung, die sowohl den inneren Zirkel von 1860 München, den deutschen Profifußball mit all seinen Richtlinien und Regularien und selbstverständlich ihr Handwerk im sportlichen und wirtschaftlichen Bereich verstehen, bin ich guter Hoffnung, dass nach einem schwierigen Neuanfang auch wieder erfolgreichere Zeiten möglich sind.

Ich denke ein Anfang ist gemacht und ich wünsche natürlich den handelnden Personen um Präsident Mang maximalen Erfolg und ein glückliches Händchen bei allen Herausforderungen, die kurz- und mittelfristig auf sie warten.

Einmal Löwe, immer Löwe!

Moni Reim (Teilnehmerin am dritten sechzger.de Livetalk vor zwei Wochen):

Erst mal war und bin ich immer noch geschockt!

Ich hoffe, das Präsidium knickt jetzt nicht wieder ein und zieht den Kurs ohne die KGaA durch. Es ist eine große Chance endlich mehr Ruhe und Selbstvertrauen in den Verein, den Fußball und in die gespaltene Anhängerschaft zu bringen.

Einmal Löwin, immer Löwin! Und das seit sechzig Jahren. Deshalb liebe Fans, haltet zusammen und geht mit erhobenem Kopf und einem sichtbaren Zeichen mit nach unten. Denn das ist der Weg endlich nach oben zu kommen.

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Alfred Mannheimer

Nun ist es hoffentlich der echte und vollständige Neuanfang für den ganzen TSV 1860 München!
Dank euch!

Alfred Mannheimer

Ist es eigentlich möglich, dass die Mitglieder über einen Ausschluss von Oliver griss abstimmen?

Alfred Mannheimer

Kann er gerne weiter seine “journalistischen” Kommentare geben, aber nicht als Teil des Vereins. Wie Robert Reisinger zu Recht sagte: “Sie schaden dem Verein“