Eigentlich sollte am 19.11. die Jahreshauptversammlung der ARGE durchgeführt werden. Nun aber folgt die Kehrtwende, denn die Veranstaltung wurde kurzfristig abgesagt und auf einen noch nicht näher definierten Zeitpunkt verschoben. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

1860: JHV der ARGE vertagt

Die Mitteilung der ARGE im Wortlaut:

Liebe Mitglieder, liebe Löwinnen und Löwen,

außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Die Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen seit Tagen auf neue Rekordwerte. Für Donnerstag, 11.11.2021, wurden in Deutschland erstmals die meisten Neuinfektionen weltweit gemeldet. Fakt ist, dass die aktuelle Lage mehr als besorgniserregend und Grund dafür ist, weshalb für das gesamte Staatsgebiet Bayerns der Katastrophenfall angeordnet worden ist. Angesichts der hohen Infektionszahlen wird insbesondere für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen zur Kontaktvermeidung bzw. -Reduzierung aufgefordert, so u.a. auch durch das Robert-Koch-Institut. Größere Veranstaltungen solle man demnach absagen oder meiden“.

Mit einem eigenständigen tiefen Blick in die Lage hat sich der ARGE-Vorstand im Sinne des Bevölkerungsschutzes, aber auch nicht zuletzt aus Rücksicht auf unsere älteren und damit besonders gefährdeten Mitglieder, einstimmig dafür entschieden, die in Rede stehenden Versammlungen am 19.11.2021 abzusagen und auf einen späteren Termin zu vertagen. Diese Absage beruht ausschließlich auf Umständen, die wir nicht zu vertreten haben, wohl aber aus der uns obliegenden Schutz- und Fürsorgepflicht gegenüber unseren Mitgliedern.

Die Entscheidung duldete keinen Aufschub, zumal wir die weitere Entwicklung der pandemischen Lage nicht abschätzen können und deshalb ohne Verzögerung, die Reservierung der „Sechzger-Alm“* beim Betreiber stornieren müssen und allen Mitgliedern, die aus Anlass der ursprünglich für den kommenden Freitag vorgesehenen Versammlungen eventuell schon Hotelzimmer in München oder Umgebung für Übernachtungen gebucht haben sollten, die Möglichkeit einräumen möchten, diese ebenfalls noch rechtzeitig zu stornieren.

Alle Mitglieder des Vorstandes haben sich bereit erklärt bzw. dafür entschieden, bis zur nächsten ARGE-Mitgliederversammlung im Amt zu bleiben und bis dahin weiterhin alle operativen Geschäfte ruhen zu lassen, Letzteres ist möglich, zumal seit einigen Monaten die Fanclubbetreuung ausschließlich und exklusiv von der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA wahrgenommen wird. Selbstverständlich wird der ARGE-Vorstand in der hoffentlich so bald als möglich nachzuholenden ordentlichen Mitgliederversammlung zu den von einzelnen Mitgliedern in verschiedenen Internetforen propagierten Fragen und Themen ausführlich Stellung nehmen.

Einen Ersatztermin für die Versammlungen können wir jedenfalls aus nachvollziehbaren Gründen – Stand heute – nicht benennen. Unser Bestreben ist es gleichwohl, die Versammlungen möglichst bald nachzuholen. Wir werden deshalb die weitere Lage beobachten und zu gegebener Zeit neue Termine setzen und euch darüber informieren. Nachdem seit Frühjahr 2020 von Rechtswegen die Durchführung einer Mitgliederversammlung als Präsenzveranstaltung nicht mehr möglich war, hat der ARGE-Vorstand seither mehrmalig, letztmals am 09.11.2021, die it. ARGE-Satzung erforderliche Kassenprüfung durch die amtierenden Kassenprüfer durchführen lassen. Diese werden zum Ergebnis ihrer Prüfungen in der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung ausführlich Stellung nehmen. Zudem wurden die Buchungsunterlagen im Sommer 2021 durch den ehemaligen hauptamtlichen Fanbeauftragten der Löwen eingesehen und mit geprüft, Beanstandungen haben sich bei den Prüfungen nicht ergeben. Weiterhin wird durch eine unabhängige Instanz eine weitere Prüfung der Unterlagen erfolgen. Unabhängig davon beabsichtigen wir in naher Zukunft für die letzten Geschäftsjahre, in denen keine Mitgliederversammlungen stattfinden konnten, vorläufige Kassenberichte zu erstellen und euch diese bekannt zu geben.

Eine Anmerkung in eigener Sache:

Seit geraumer Zeit, aber insbesondere in der jüngeren Vergangenheit, wurden und werden ehemalige und aktuelle ARGE-Vorstandsmitglieder von verschiedenen ARGE-Mitgliedern und auch von Dritten u. a. in diversen Internetforen mit diffusen und nicht konkret begründeten Vorwürfen in ehrenrühriger Art und Weise konfrontiert.

Wir halten es nicht für angezeigt, auf diese Vorwürfe öffentlich einzugehen, sondern sind vielmehr der Auffassung, dass diese Fragen und Themen, auch im Sinne von Sechzig, intern in der Mitgliederversammlung zu behandeln sind. Aus gegebenem Anlass weisen wir deshalb darauf hin, dass sich der aktuelle Vorstand und weitere ehemalige Vorstandsmitglieder dafür entschieden haben, hiergegen rechtliche Schritte einzuleiten.

Wir wünschen Euch allen Widrigkeiten zum Trotz eine schöne Zeit – bleibt´s gesund!

Mit „Weiß-Blauen“ Löwengrüßen

Richard Bartl                        Franz Hell

1. Vorsitzender                    2. Vorsitzender

ARGE Leaks

An dieser Stelle möchten wir noch einmal auf unsere neunteilige Serie ARGE Leaks hinweisen, die hohe Wellen geschlagen und vielen Lesern die Augen bezüglich diverser Vorgänge geöffnet hat.

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Die Verlautbarung der ARGE nennt als 1. Vorsitzenden Richard Bartl. Wie ist der an dieses Amt gekommen, da doch seit längerer Zeit keine Mitgliederversammlung stattgefunden hat. Hat Schnell ihn per Dekret ernannt oder lässt die Satzung zu, eine nicht gewählte Person zum Vorstand/Präsidenten zu bestimmen?

Hui, da ist aber noch mal ein Krug an den Verantwortlichen vorrübergegangen. Hätte würzig werden können am Freitag. Der Katastrophenfall für die ARGE ist jedenfalls schon lange ausgerufen. Jetzt sitzen sie es aus. In einem Jahr ist Gras über die Sache gewachsen.

Das glaube ich nicht.