Samstag, Dienstag, Samstag – die Löwen befinden sich mitten in einer englischen Woche und sind noch immer auf der Jagd auf die Aufstiegsplätze. Bekanntermaßen ist Trainer Michael Köllner kein großer Freund der Rotation. Deshalb fällt der Regeneration beim TSV 1860 eine besondere Rolle zu, wenn es darum geht, erfolgreich agieren zu wollen.

Köllner zu Scherzen aufgelegt

Auf die Frage eines Journalisten, worin das Geheimnis der Regeneration bei 1860 liege, weil durchaus auffalle, dass die Mannschaft stets topfit sei, obwohl man die Breite des Kaders nicht in vollem Umfang nutze, antwortete Köllner in der Löwenrunde scherzhaft:

“Wir haben jetzt entschieden, dass wir gegen Mannheim alle Jungen bringen. Das haben ja auch manche so gefordert. Wir lassen alle Alten daheim und entziehen das Vertrauen in ihre Leistung und spielen jetzt nur noch mit Jungen. Ich hab auch beim U17-Trainer nochmal angefragt, ob er noch zwei Spieler hat. Dann können wir in die Startelf nochmal zwei unbekannte Größen reinbringen.”

Geiler Typ! Danach wurde der Trainer jedoch wieder ernst, lobte seinen Kader, mahnte jedoch auch an, dass es jetzt nicht an der Zeit sei, komplett in den “Jugendwahn” zu verfallen. Es gehe nun aber auch darum zu erkennen, wer “mental dazu in der Lage” sei, im Aufstiegskampf seinen Mann zu stehen. Diese Aufgabe sehe er bei den “arrivierten Spielern” und wolle diese Verantwortung nicht den jungen Spielern aufs Auge drücken.

Professionelle Regeneration bei 1860

Anschließend wies Köllner darauf hin, dass es darauf ankäme, sich sowohl professionell zu regenerieren als auch vorzubereiten und dass er dies auch von seiner Mannschaft erwarte. Die Voraussetzungen dazu seien schon bald nach Köllners Amtsantritt an der Grünwalder Straße geschaffen worden. Regenerationskleidung, Ausradeln und kaltes Becken nach der Belastung – das Umfeld passt und das Team zieht ideal mit. Beim Thema “Ernährung” konnte sich der Coach mit einem Augenzwinkern einen Seitenhieb in Richtung seines Top-Stürmers jedoch nicht verkneifen.

“Die Spieler sind da wirklich akribisch damit, nach den Spielen (…) nicht gleich zu essen, keine Kohlehydrate zu sich zu nehmen. Lauter so Dinge, die im Profisport eigentlich normal sein müssten. Viel trinken und einfach auch eine sportgerechte Lebensweise an den Tag legen. Das bricht vielleicht einer in unserer Mannschaft und geht da vielleicht mal ein bisschen drüber und verändert diese Parameter in der Ernährung. Alle anderen halten sich aber konsequent dran. Solange er Tore schießt, darf er es aber auch gerne machen.”

Eigenverantwortung der Mannschaft

Zudem sei eine gewisse Individualisierung extrem wichtig, um auch auf die Bedürfnisse der einzelnen Spieler eingehen zu können. Dort sei man jedoch “noch nicht am Optimum” und könne sich weiter verbessern. Ein großes Lob sprach Köllner auch den Platzwarten auf dem Trainingsgelände (Michael Müller) und im Grünwalder Stadion (Günther König), die dafür sorgten, dass die Löwen stets gute Bedingungen vorfinden.

Als Schlüssel zum Erfolg stellte der Trainer jedoch heraus, was der Spieler in seiner Freizeit macht und appellierte an die Eigenverantwortung der Mannschaft.

“Entscheidend ist, was ein Spieler zuhause macht. Schläft er gut? Schläft er viel? Schaut er ned zu viel ins Handy rein? (…) Schaltet er nachts alle Geräte aus? (…) Was ernergetische Strahlung betrifft, haben wir vor der Saison (…) entschieden, dass wir regenerativ in der Erholungsfähigkeit einen Reiz setzen wollen.”

Das Zusammenspiel all dieser Faktoren führe letztendlich zu einer hohen Leistungsfähigkeit. Man sieht das Woche für Woche, wie ich finde. Die Jagdsaison geht weiter!

 

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