Die Löwen legten am Freitag Abend beim Eröffnungsspiel des 9. Spieltags vor und schlugen den Tabellenletzten Erzgebirge Aue mit 3:1. Ob die dadurch erfolgte Rückkehr an die Tabellenspitze auch für die Länderspielpause Bestand haben würde, musste in Sachsen-Anhalt überprüft werden, wo die SV Elversberg beim Halleschen FC gastierte.
Hallescher FC – SV Elversberg 1:3 (1:1)
Nur vier Minuten wollten die Saarländer an der Saale warten, ehe sie sich zurück an die Tabellenspitze der 3. Liga katapultierten. Mit seinem siebten Saisontor brachte Luca Schnellbacher, der ja gegen unsere Löwen eine Woche zuvor das 4:0 erzielt hatte, die SVE in Front. Zehn Minuten später glichen die Gastgeber die Führung aus – in der Blitztabelle damit die Löwen wieder vorn.
Zur Pause musste der Elversberger Torschütze das Feld nach einem Tritt in die Achillessehne verletzt verlassen. Das beeindruckte den Aufsteiger aber nicht wirklich. Ob gegen viertel nach drei in den Festzelten auf der Wiesn im fernen München die Stimmung ein wenig nachließ, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall rutsche zu diesem Zeitpunkt 1860 wieder auf Platz 2 der Tabelle: Jannik Rochelt traf zum 1:2. Den Deckel auf Auswärtsieg und fortgesetzte Tabellenführung machte das Team der Stunde in der 72. Minute drauf und traf zum 1:3. 5.500 Zuschauer in Halle staunten.

Dynamo Dresden – FC Ingolstadt 1:1 (1:1)
Jeweils zwei ehemalige Protagonisten des Gegners standen in der 1. Halbzeit beim Duell der beiden Zweitligaabsteiger im Mittelpunkt: Stefan Kutschke – vor dieser Saison an die alte Wirkungsstätte an der Elbe zurück gekehrt – erzielte in der zweiten Minute das erste Tor des Spieltags. 23 Minuten später war es Pascal Testroet, der zwischen 2015 und 2018 für Dynamo Dresden am Ball war, der den Ausgleich erzielen konnte. So ging es in die Pause. In der zweiten Halbzeit fielen keine Tore mehr, was uns Löwen durchaus ein Lächeln auf die Lippen zaubern sollte. Zwei Konkurrenten um den Aufstieg lassen Punkte liegen. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass der Schanzer Nico Antonitsch drei Minuten vor Schluss vor 20.300 Zuschauern per Ampelkarte vom Feld flog. Beim übernächsten Spiel auf Giesings Höhen kann er aber in die Mannschaft zurück kehren.
Waldhof Mannheim – Wehen Wiesbaden 1:0 (0:0)
Ein Verfolgerduell sahen in Mannheim 6.500 Zuschauer. Das chancenarme Spiel war das einzige an diesem Nachmittag, das torlos in die Pause ging. Diesem Umstand setzte Dominik Kother, der aus Karlsruhe ausgeliehene Mittelfeldspieler in der 64. Minute ein Ende und traf zum 1:0. Viel mehr war nicht in Mannheim. Dürfte die Waldhof-Anhänger aber nicht stören: Wie die Löwen blicken sie in dieser Saison auf fünf Heimsiege in fünf Heimspielen zurück.


FSV Zwickau – Borussia Dortmund II 1:2 (1:0)
Der nächste Gegner der Löwen, die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund (Samstag, 1. Oktober, 14 Uhr, Westfalenstadion) gastierte bei den Sachsenderby-Helden vom vergangenen Wochenende. Die Stadionsprecherin konnte schon nach neun Minuten das 1:0 für den FSV verkünden. Nach einer knappen Stunde kamen die Dortmunder zum etwas glücklichen Ausgleich. Wirklich viel hatte der BVB nicht für die Partie getan. Und wie der Fußball manchmal spielt: Vier Minuten vor dem Ende besorgte Ted Tattermusch sogar den Siegtreffer für die Borussia, der gleichzeitig deren ersten Auswärtssieg bedeutete. 4.730 Zwickauer verließen sicher ein wenig enttäuscht, aber irgendwie immer noch vom Derbysieg beschwingt, die GGZ-Arena.


VfB Oldenburg – SpVgg Bayreuth 1:1 (1:0)
Why does it always rain on me? – Das fragten sich die Fans der Oldschdod beim heutigen Gastspiel im fernen Oldenburg zunächst nicht nur aufgrund des Wetters. Gleichwohl die Bayreuther eine halbe Stunde lang gut standen, erzielten die Hausherren in der 28. Minute das 1:0 vor 3.544 Besuchern. Alles wie gehabt, bei den bislang in der Fremde punktlosen Oberfranken. Mit diesem Stand ging es auch in die Pause. In der zweiten Halbzeit legten die Gäste zunächst willensstark los und drangen auf den Ausgleich. Allerdings nur eine gute Viertelstunde, dann konnte der VfB seine Führung verwalten. Und dann kam Ex-Löwe Markus Ziereis. Mit seinem zweiten Saisontor sicherte der Aufstiegsheld seinem Team in gelb-schwarz den ersten Auswärtspunkt. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

SV Meppen – Viktoria Köln 2:2 (1:0)
Norddeutsches Schmuddelwetter herschte auch in Meppen beim Duell zwischen den beiden Mittelfeld-Teams, die beide ihre Spiele gegen unsere Löwen in der laufenden Saison bereits absolviert haben. Zweimal konnten die Hausherren in Führung gehen (29. und 60. Minute – per Elfmeter durch Marvin “Komm wir gehen” Pourie) und zweimal glich die Viktoria aus (56. und 91.). Am Ende stand ein leistungsgerechtes Remis.
Was bedeutet das für die Löwen?
Durch das Ergebnis in Halle rutschen wir aufgrund des schlechteren Torverhältnisses wieder auf den zweiten Platz – mit dem wir am Saisonende wunderbar leben könnten…Die vor der Saison ausgemachten Konkurrenten aus Dresden und Mannheim liegen bereits sechs Punkte zurück, Ingolstadt – übernächster Löwengegner – bereits sieben.
Der nächste Verfolger des Spitzenduos Elversberg und 1860, der 1. FC Saarbrücken schließt den Spieltag am Montag Abend bei Aufsteiger Rot-Weiß Essen ab. Am morgigen Sonntag stehen die Spiele zwischen dem SC Verl und dem MSV Duisburg sowie zwischen der zweiten Mannschaft des SC Freiburg und dem VfL Osnabrück auf dem Spielplan.










