Seit Mittwochabend überschlagen sich die Ereignisse an der Grünwalder Straße. Nachdem Hasan Ismaik entschied, die geforderten 2,7 Mio. € Liquiditätsnachweis nicht zu bringen, musste der TSV 1860 München in die Regionalliga Bayern absteigen. Gestern Abend platzte dann die nächste Bombe: das Präsidium des e.V. kündigte den Kooperationsvertrag, womit das Ende der Zusammenarbeit zwischen 1860 und Hasan Ismaik endgültig eingeläutet ist. Wir versuchen, Euch einen ersten Überblick zu geben, an welchen Baustellen 1860 nun arbeiten muss, um am 25.07. in der Regionalliga an den Start zu gehen.
Was führte zur Kündigung des Kooperationsvertrags?
Nochmal kurz zusammengefasst, wie es so weit kommen konnte: ursächlich für die aktuellen Entwicklungen ist eine nicht gegenfinanzierte Budgeterhöhung des Spieleretats in Höhe von 1,8 Mio. € für die Saison 25/26. Diese wurde im Mai 2025 durch HAM-Vertreter gegen die Stimmen der e.V.-Vertreter im Aufsichtsrat beschlossen. Im Februar noch hatte HAM-Aufsichtsratsmitglied Biel Ballester Relat bestätigt, dass „wir unseren Verpflichtungen als Darlehensgläubiger wie bisher auch weiterhin nachkommen werden“. Am 21.05. nahm das Unheil dann seinen Lauf, als HAM ohne Angabe von Gründen zwei Darlehen kündigte, wodurch die Liquitätslücke von 2,7 Mio. € entstand.
e.V. und Ismaik konnten sich dann bis zur Deadline nicht auf einen neuen Darlehensvertrag einigen, so dass keine Zahlung einging und der DFB den Löwen die Drittligalizenz entziehen musste. Es lagen zwei Verträge auf dem Tisch. Eine Variante des e.V., die HAM nicht unterschreiben wollte und eine von HAM, die die e.V.-Vertreter wegen Verstößen gegen 50+1 nicht unterzeichnen konnten. Für die KGaA wären beide Varianten OK gewesen. Gestern ließ Hasan Ismaik mit der Nachricht aufhorchen, dass er eine Insolvenz der KGaA nicht verhindern werde. Daraufhin kündigte der e.V. den Kooperationsvertrag mit HAM aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung. Dieser wichtige Grund liegt in der nicht erfolgten Bereitstellung der für die KGaA nötigen Finanzmittel, zu der sich HAM im Kooperationsvertrag verpflichtet hat.
Was sind die Folgen der Kündigung des Kooperationsvertrags?
Wir möchten vorausschicken, dass die Verträge zwischen HAM und dem e.V. rund um die KGaA sehr komplex sind und wir auch nicht alle Inhalte kennen. Dennoch versuchen wir nun in der Folge, Euch die wichtigsten Auswirkungen der Kündigung darzustellen:
- Verlust des Vorkaufsrechts auf die Anteile von Hasan Ismaik. Da die Zeichen eh auf Insolvenz oder Liquidation der KGaA stehen, scheint das kein großer Verlust zu sein.
- Ismaik kann die GF-GmbH bei einem Fallen von 50+1 nicht mehr für 25.000 € übernehmen.
- Der e.V. ist berechtigt, Mannschaften in jeder Spielklasse antreten zu lassen.
Da der BFV dem TSV 1860 München e.V. bereits schriftlich mitgeteilt hat, dass er das Spielrecht in der Regionalliga Bayern dem e.V. zugeteilt hat, wird also in der Saison 26/27 eine Mannschaft des e.V. und nicht der KGaA an den Start gehen. Dadurch kann die KGaA ihrem wichtigsten Geschäftszweck, nämlich den Spielbetrieb wahrzunehmen, nicht mehr nachkommen. Dennoch ist die KGaA jetzt wie vielfach behauptet keine “leere Hülle”.
Was verbleibt nach aktuellem Stand trotz Kündigung des Kooperationsvertrags in der KGaA?
Die KGaA steht als juristische Person immer noch im Zentrum der wirtschaftlichen und rechtlichen Aktivitäten von 1860 für den Profispielbetrieb sowei die U21 und die U19. So hält die KGaA alle Spieler- bzw. Ausbildungsverträge mit den Spielern der ihr bisher zugeordneten Mannschaften. Das sind bekanntlich die Profis, die U21 und die U19. Außerdem laufen derzeit noch weitere Verträge auf die KGaA, unter anderem:
- Sponsoring-Verträge rund um die Profis,
- Arbeitsverträge der Geschäftsstelle,
- Vermarktungsverträge mit infront
- Erbpachtvertrag für das Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 und
- Mietvertrag mit der Stadt München für das Grünwalder Stadion.
Außerdem liegen die Markenrechte wichtiger Marken von 1860 noch bei der KGaA. Ebenso ist die Zukunft der Merchandising GmbH (die ja komplett Hasan Ismaik gehört) komplett unklar.
Woran muss der TSV 1860 nun arbeiten?
Durch den Zwangsabstieg und die Kündigung des Kooperationsvertrag steht der e.V. nun vor einer Vielzahl von Aufgaben. Diese müssen in kürzester Zeit angegangen und abgeschlossen werden, damit die Löwen voraussichtlich am 25.07. ihr Auftaktspiel in der Regionalliga Bayern bestreiten können. Mit größter Priorität dürfte 1860 an der Zusammenstellung einer neuen Mannschaft und deren Finanzierung arbeiten. Schließlich spekuliert die Süddeutsche Zeitung, dass aktuell im Etat für die kommende Saison etwa 2,7 Mio. € fehlen. Von Außen betrachtet sollten also folgende Themen mit größter Priorität abgearbeitet werden:
- Umstellung der Spieler-/Ausbildungsverträge auf den e.V. Da die KGaA nicht mehr am Spielbetrieb teilnimmt, müssen die Verträge mit den Spielern von KGaA auf den e.V. umgestellt werden. Natürlich müssen die Spieler einer solchen Umstellung zustimmen und können sich auch andere Vereine suchen. So muss wohl ein komplett neuer Kader für die Profis inklusive Trainerteam zusammengestellt werden.
- Das selbe gilt für die Angestellten der KGaA. Auf diese kommt nun Einiges an Mehrarbeit zu und die KGaA wird höchstwahrscheinlich in Kürze keine Gehälter mehr zahlen können. Das gilt für alle Bereiche vom Ticketing über Finanzen bis zu Marketing und PR.
- Vertragslage mit infront klären. Wird infront auch als Vermarkter für den e.V. in der vierten Liga agieren? Welche Konditionen gelten für diesen Fall? Oder wird der Verein auf Eigenvermarktung umstellen, um sich die Provisionen für infront zu sparen? Dann müssten allerdings auch entsprechende personelle Kapazitäten im e.V. aufgebaut werden.
- Sponsoring-Verträge übertragen. Die Sponsoring-Verträge sind nichtig, da die KGaA ja nicht mehr am Spielbetrieb teilnimmt. Diese müssen also im Ideal- und einfach gedachten Fall auch auf den e.V. umgestellt werden.
- Das Ticketing für die neue Saison muss komplett von vorne angegangen werden.
- Ganz generell muss noch die bestehende Budgetplanung der KGaA auf die neue Situation angepasst werden.
- Die Abwicklung der KGaA – sei es als Liquidierung oder als Insolvenz – muss ebenfalls durch den e.V. als Gesellschafter begleitet werden
- Die zu erwartenden Rechtstreitigkeiten nach Kündigung der Darlehen und des Kooperationsvertrags werden ebenfalls Kapazitäten im e.V. erfordern (besonders für die Markenrechte).
- Das sind sicher nicht alle Themen, an der TSV 1860 München e.V. nun mit Hochdruck arbeiten muss.
Möglich ist natürlich auch, dass der e.V. sich gleich einen neuen Partner sucht, der in eine neue Spielbetriebsgesellschaft investiert. Kaufinteressenten gab es offensichtlich einige. Dieser könnte sowohl Kapital als auch Kapazitäten zur Abwicklung der oben genannten Arbeiten zur Verfügung stellen. Wir halten Euch über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.











Viel Kraft und einen guten juristischen Beistand wünsche ich allen beteiligten e.v. Vertretern und Mitarbeitern.
Bis zur endgültigen Klärung können einige Jahre ins Land gehen….
Aber alles besser, als weiter mit HI zusammenarbeiten. Der Mann ist einfach ein miserabler Geschäftsmann.
Wenn die KGaA wirklich Insolvenz anmelden sollte bin ich mal gespannt, ob die unkomplizierte Rückabwicklung der Dauerkarten wirklich so unproblematisch unsetzbar ist oder ob die Gelder der Insolvenzmasse zufliessen (müssen) und die Käufer auf lange Sicht bestenfalls nur einen Bruchteil des bezahlten Geldes zurückerhalten.
Wäre interessant, wie die Rechtslage dazu genau aussieht.
Ich könnte mir auch für vorstellen, das es kein Geld zurück gibt und alles in die evtl. Insolvenzmasse fließt und die Käufer der bereits bezahlten DK in die Röhre schauen.
Ich möchte mich den vielen Danksagungen sowohl an 60er.de wie auch an den Vorstand anschließen.
Die Herausforderungen sind wirklich enorm, aber der e.V. sollte die Regionalliga organisatorisch bewältigen können. Das schaffen ja auch deutlich kleinere Vereine.
Ob es für die Hinrunde Dauerkarten geben wird etc. wird sich zeigen und natürlich wird es auf und neben dem Spielfeld Pannen geben, aber das sind dann unsere Pannen!
Ich hoffe doch sehr, dass man sich dieses Mal nicht notgedrungen oder überstürzt in ein Gesellschafterverhältnis begibt. Ja – es kann nur besser als mit Hasi werden, dennoch hätte ich ein mulmiges Gefühl dabei. Wir haben einfach keine Vereinskultur, die mit einem Investor harmoniert, und ich möchte das Risiko eines nochmaligen Konfliktes nicht eingehen. Zumal OG keine Chance auslassen wird, eine nochmalige Spaltung für Klicks (oder aus anderen Gründen, wer weiß schon, was in seinem Kopf vorgeht) voranzutreiben. Da bin ich einfach ein gebranntes Kind.
Dass es finanziell schwierig wird, steht außer Frage, aber ich bin mir sicher, es gibt genügend Möglichkeiten, das Geld aufzutreiben, ohne direkt Anteile der neuen Spielbetriebsgesellschaft abgeben zu müssen. Ich denke, viele Löwenfans, mir eingeschlossen, sind bereit zu spenden, sollte es um das Wohl und die Souveränität des e.V. gehen.
Aber das ist alles Zukunftsmusik – Jetzt erstmal ein riesiges Danke an die ehrenamtlichen Entscheidungsträger, die diesen überfälligen Schritt gewagt haben und denen ein Berg an Arbeit bevorsteht. Hoffentlich können wir hier das Fundament für eine bessere Zukunft legen.
Ein Erfolg ist schon mal, dass langsam die hartnäckigsten Realitätsverweigerer des Investorenblogs aufwachen. Geht bei jahrelanger Gehirnwäsche natürlich nur langsam von statten, schmerzt bei einigen auch sehr, bei machen verfängt bezahlter Lobbyismus hartnäckig. Jedenfalls: Willkommen in der Realität!
Ich wünsche allen Beteiligten viel Kraft und glückliches Händchen. Und danke, dass Ihr diesen Weg für den Verein geht.
Das mit dem Wappen ist für mich als normalen Fan einer der allerwichtigsten Punkte, da das Wappen meiner Meinung nach das Heiligtum des Vereins ist.
Das aktuelle e.V. Wappen (oder Logo) mit „Wir sind der Verein“ ist ganz schön für Fanartikel, aber keinesfalls für das Trikot.
Da muss ein Löwe mit 1860 drauf sein. So wie jetzt. Oder zur Not auch eine Retro-Version.
Da bin ich mal gespannt…
Ich bin auf das neue Trikot gespannt, es wird ein Must have Trikot werden mit TSV 1860 München e.V. auf dem Rücken und wahrscheinlich dem Retro Wappen auf der Front.
Die Blase 24 wird frustriert sein😂
Das ist eigentlich wahr, es müssten sich möglichst viele Leute das neue Trikot kaufen, schon als finanzielle Unterstützung für den Verein.
Unfassbar, was da an Arbeit und schlaflosen Nächten auf unsere Entscheidungsträger zukommt – und trotzdem habe ich das Gefühl, dass alle, die für den EV arbeiten, das mit einer gewissen Leichtigkeit und Euphorie angehen werden. Alle wissen, dass wir jetzt endlich bei null beginnen und unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen können, ohne irrationale Abhängigkeiten. Das stimmt mich sehr positiv.
Nochmals vielen Dank auch für eure Arbeit, Recherche und Zeit, die ihr investiert, um uns auf dem Laufenden zu halten – wirklich großartig!
Interessant wird sein, ob die KGaA (!) die nach dem Zwangsabstieg angekündigte Klage auf Erfüllung der von Ismaik zugesagten Kredite unter den neuen Bedingungen überhaupt noch einreichen wird. Aus Vereinssicht sind ja ab jetzt alle Schritte, die die alte KGaA am Leben erhalten könnten, kontraproduktiv geworden.
Das ist eine interessante Frage und ein Fall für die Anwälte. Die eV-Vertreter in der KGaA müssen da sehr umsichtig agieren.
Dass die HAM in den letzten Tagen das Joint Venture KGaA vorsätzlich und (mutmaßlich) vertragswidrig geschädigt hat (nicht die mangelnde Finanzierung per se, sondern das wie und wann), ist ein Punkt, der in einem möglichen Gerichtsverfahren um die Kündigung des Koop-Vertrages gegen sie verwendet werden wird.
Der GF der KGaA hat aber, egal wo seine persönlichen oder die Interessen des eV liegen mögen, die Pflicht, im besten Interesse der KGaA zu handeln, und das muss hier heißen: das Geld einklagen, das der KGaA seiner Meinung nach zusteht.
Wenn Paula jetzt sagt: “ich will eh dass meine KGaA untergeht, drum klag ich gar nix ein”, dann wäre das eine Pflichtverletzung, die ihn und auch den eV als mutmaßlichen Anstifter noch teuer zu stehen kommen würde.
Abgesehen davon: auch mit einer Finanzierungszusage von 2.7MEUR ist die KGaA faktisch insolvent und eine positive Fortführungsprognose kann keiner ernsthaft abgeben. Das wären dann uU 2.7 Millionen, die HAM weniger und etwaige andere Gläubiger (Zulieferer, Geschäftsparner, Angestellte, DK-Käufer) mehr haben.
“Möglich ist natürlich auch, dass der e.V. sich gleich einen neuen Partner sucht, der in eine neue Spielbetriebsgesellschaft investiert.”
Das ginge aber nur mit Zustimmung in der MV, richtig?
Ich bin da bei Peter und Leon in ihren Saisonrückblicken. Jetzt ist die einmalige Gelegenheit einer kompletten Unabhängigkeit von sämtlichen Investoren.
Wer gleicht denn dann das Minus aus, das jedes Jahr erwirtschaftet wird? Wir haben in den letzten 1x Jahren nie ne schwarze Null erwirtschaftet, warum sollte das plötzlich möglich sein? Das geht ja nur, wenn wir das Stadion und das Marketing selbst betreiben können.
Das ist natürlich das Thema. Das man es endlich schafft, nur so viel Geld auszugeben, wie man einnimmt. Das muss das Ziel sein!
Aber wenn z.B. der Fanartikel-Verkauf dort landet, wo die ganze Gaudi finanziert und organisiert wird, wäre schon viel geholfen.
Sponsoren (keine Investoren!) sind natürlich auch willkommen.
Und wenn man das Stadion in Erbpacht von der Stadt übernimmt (also, noch vor dem geplanten Umbau), hat man da auch ganz andere Erlösmöglichkeiten. Einfach wird es nicht – aber alles ist besser, als das, was die letzten 15 Jahre gelaufen ist. Und zumindest muss man es probieren. Aufgeben ist für einen Löwen nie eine Option!
Das wir mehr ausgeben als einnehmen, begleitet uns seit mindestens fünfzig Jahren.
Ich denke, bevor das passiert hört Gülle auf zu stinken .
Ein jähliches Minus würde kein vernünftiger Investor langfristig ausgleichen. Sogar ein unvernünftiger hat nach 15 Jahren aufgegeben.
Die KgaA hat von 2005 bis 2017 nie eine realistische Chance auf ein ausgeglichenes Budget gehabt. Ich glaube wir wissen alle warum. Und seitdem hat sie jahrelang mit einem zweitliga-Etat (vor allem auf Druck durch HAM) und drittliga-Einnahmen (abzüglich Merchandizing) operiert.
Damit muss jetzt natürlich Schluss sein, und ich fürchte das wird auch ganz schmerzhafte kürzungen zB beim NLZ bedeuten – seit jeher unser ganzer Stolz. Wenn nun endlich der gedankliche Sprung von “Bundesligist gefangen in der dritten Liga” zu “Regionalligist mit drittliga-Ambitionen und zweitliga-Fanbase” gelingt, dann wüste ich nicht, wieso nicht auch unser altes Sechzig kostendeckend wirtschaften können soll.
Die Chancen waren seit ca 2000 nicht mehr so gut wie jetzt.
Da müssten entsprechende Sponsoren her, aber ich glaube, auch die wurden von Ismaik und seinem selbstherrlichen Getue abgeschreckt.
Das wird aber nur sehr schwer zu finanzieren sein. Ohne Unterstützung von Dritten, in welcher Form auch immer, ist der Laden in der Regionalliga kaum zu finanzieren.
Ich habe doch nicht gegen die Unterstützung Dritter argumentiert, sondern explizit gegen Investoren.
Ansonsten siehe den Kommentar von Christian Jung, den kann ich so 1 zu 1 unterschreiben.
Dann muss der Laden kleiner werden. Erst wenn Einnahmen und Ausgaben sich wieder die Waage halten, ist wieder an organisches Wachstum zu denken.
“Nur noch ein Jahr über unsere Verhältnisse leben und schnell aufsteigen, dann haben wir wieder Einnahmen, die zu unseren Ausgaben passen” – das haben wir jetzt 21 Jahre lang probiert.
Gehört nicht die Geschäftsstelle, also das Gebäude selbst, der KGaA? Da wäre ja dann die Frage, von wo aus der e.V. agiert, zumindest wenn man davon ausgeht, dass sich HI quer stellt.
Solange es die KGaA gibt (und das wäre auch nach der Insolvenz zunächst der Fall), hat der eV dort auch das sagen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um bis zum letzten Tag der Existenz dieser Firma “50+1 gewinnt” zu spielen.
“Möglich ist natürlich auch, dass der e.V. sich gleich einen neuen Partner sucht, der in eine neue Spielbetriebsgesellschaft investiert.”
Das sollte man meiner Meinung nach tunlichst vermeiden. Also, zumindest wenn es um einen Übergang von Anteilen an einen Partner geht. Bleibt praktisch nur Sponsoring.
Da warst du schneller als ich, ich habe mir gerade die selbe Stelle rausgepickt. Ich bin da komplett deiner Meinung.
Lieber mal alleine versuchen als sich gleich wieder einen Investor zu suchen.
Wäre schon wenn die endgültige Trennung von HAM klappt. Falls die Gerichte aber HAM recht geben sollten was für Konsequenzen hätte dies für den EV? Könnte dieser in insolvenzgefahr laufen? Zusätzlich hat allein die Fussballabteilung des EV Millionen Verluste in der Vergangenheit angesammelt ohne Profifussball, wie soll ein solides Fundament entstehen wenn man jetzt noch eine defizitäre erste Mannschaft eingliedert mit diesen ganzen administrativen Apparat im Hintergrund.HAM gibt’s ja immer noch, wo darf die erste Mannschaft trainieren, wo kauft man Tickets, etc. Unglaublich viele offene Themen.
Ich denke ohne neuen Investor wird es wieder nicht gehen mit neuen und bessern Kooperationsvertrag. Das wäre die Chance mal extern Hilfe zu suchen um sowas von vornherein transparent und sinnvoll in einem gescheiten organigram und neuen Strukturen darzustellen damit klar ist wer an wen berichtet und wie die Verantwortungen sind. Leider werden wir uns unter wert verkaufen müssen weil wir keine Assets haben und die vierte Liga mit vielen Fragezeichen verbunden ist. Bin gespannt ob dies dann in einer a.o. MV besprochen wird.
BTW https://www.kicker.ch/zu-einem-absturz-wie-von-1860-gehoeren-immer-zwei-parteien-1225356/artikel
Wir sind noch nicht einmal 48 Stunden in der neuen Realität und ich bin schon fertig mit den Nerven. Aber die nächsten Wochen werden absolut chaotisch werden. Das Imperium hat ja noch nicht zurückgeschlagen, aber da kommt definitiv noch einiges auf uns zu.
Ich kann den Vernatwortlichen vom eV nur viel Glück und gute Nerven wünschen.
In acht Wochen von Null auf Profifußball mit Millionenetat, während einem andauernd Steine in den Weg gelegt werden, eigentlich kann das gar nicht funktionieren. Also pack’ mas an.
Welches “Imperium”?
Es ist eine Star Wars Hommage an den 5. Film
Und sehr gute Anwälte brauchen sie auch
Definitiv die Position wo wir am meisten Kadertiefe und Qualität brauchen.
Das ist ein Wahnsinn an Aufgaben, was da zu erledigen ist.
Ich hab´s gestern schon mal geschrieben und man kann es gar nicht oft genug schreiben: Ein großes Danke an unsere EHRENAMTLICHEN, dass sie sich dieser Mammutaufgabe stellen.
Wir hatten den gleichen Gedanken Gestern. Und wahrscheinlich beide extrem viel vergessen. Im Endeffekt baut man in paar Wochen eine komplette KgaA bzw. ein Profibereich neu auf.
Das ist finde ich etwas vereinfacht dargestellt. Aktuell sind alle Angestellten, damit auch Spieler und Trainer inklusive U21 und U19, mit Vertrag, bei der KGaA angestellt. Bis zu einer Insolvenz sind diese Verträge ja erstmal normal gültig. Natürlich mag es eine Art Sonderkündigungsrecht geben für alle Spieler/Trainer, wenn sicher ist, dass es keinen Spielbetrieb mehr geben wird. Ich frage mich aber, ob das HAM innerhalb der KGaA einfach so hinnimmt ohne Rechtsstreitigkeiten, was dann wieder dauert. Inwieweit eine Sonderkündigung für alle anderen Angestellten greifen würde, ist aber doch sehr fraglich, ich denke ohne Zustimmung der KGaA müssen diese ganz normal kündigen mit entsprechenden Fristen, die sich natürlich, sollten keine Gehälter mehr bezahlt werden, deutlich beschleunigen können. Aber in ein paar Tagen wird das alles nicht passieren schätze ich.
Was natürlich klar ist: Dank anstehender Insolvenz oder Sonderkündigungen ist kein einziger Vertrag mehr gültig. Jeder Spieler kann, wie ihr auch schreibt, ablösefrei dann wechseln wohin er möchte.
Was für mich auch noch eine Frage ist: Kann die KGaA jetzt solang es keine Insolvenz gibt, Spieler mit Verträgen transferieren? Wahrscheinlich aber ne hypothetische Frage, weil wer wird in dieser Situation im Wissen der baldigen Insolvenz noch einen Cent Ablöse bezahlen…
Des Weiteren hat der e.V. erstmal ja null Geld, um eine Mannschaft und drumherum zu finanzieren. Das heißt, mMn müsste das erste sein, erstmal Sponsoren und/oder Investoren zu finden.
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Ansonsten: Danke für eure Berichterstattung!
Ich habe auch daran gedacht das die KgaA immer noch auch in der Insolvenz eine Rechtsform hat und der Insolvenzverwalter Geschäfte tätigen kann. D.h. für mich das die Spieler ja jeweils Insolvenzmaße sind und der eV diese ja dann “rauskaufen” müsste oder leihen. ABER da kenn ich mich nicht aus und ich denke da gibt es auch keine Erfahrungswerte irgendwo.
Servus Blacky,
da hast Du vollkommen Recht. Mein Artikel ist im Prinzip eine Stoffsammlung der Themen ,die jetzt erst mal auf der Hand liegen. Dass sich hinter dem Punkte ein komeplexe SItuation verbirgt, so wie Du sie darstellst. Ist klar. Und daran sieht man mal, was jetzt Alles unter immensem Zeitdruck passieren muss.
Ciao
Thomas
Danke dir.
und ja eh logisch, hinter jedem Unterpunkt könnte man da nen langen Artikel schreiben, aber das ist natürlich nicht möglich, erst recht nicht auf die Schnelle. 🙂
Lieben Dank für Eure Arbeit, die gut zusammengefasste Übersicht und die tolle Recherche!
Finde ich auch. Sechzger.de wird immer mehr und mehr zur absoluten Nr. 1 was Infos zu unserem Lieblingsverein betrifft. Weiter so!
Was für eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ein totales Glücksgefühl hat sich zunächst bei mir nach der Kündigung des Kooperationsvertrages eingestellt um dann heute wieder in den Panikmodus zu verfallen. Wenn ich mir die Punkte so ansehe, habe ich insbesondere bei der Vertragsumstellung der Spieler, dem Mietvertrag mit der Stadt und dem fehlenden Sponsoring massive Ängste. Meine Fresse, ich möchte mit den Verantwortlichen derzeit nicht tauschen. Ich danke Euch für Euren Einsatz und Engagement für unsere Löwen. Möge das Glück weiterhin auf unserer Seite sein und mögen wir als Verein einen Neuanfang hinbekommen. Ich mache alles mit, Hauptsache ohne Hasan
Und was sollte ich jetzt am besten mit meiner dauerkarte machen ja ich weiß ich will der kgaa auch kein geld schenken aber will auch meine DK mit dem selben platz behalten weiß da jemand weiter
Die Fanszene rät zur Kündigung der Dauerkarte per Mail ans Ticketing. Man soll dazu angeben, dass man mit der Weitergabe seiner Daten an den ev oder eine Nachfolgesellschaft einverstanden ist.
Okay gut zu wissen das mit der Weitergabe wusste ich nicht weil darüber hab ich nix gelesen will halt wirklich gerne nächstes jahr mit dem e.v. dabei sein
Mich würde interessieren, ob das Vorkaufsrechts erhalten bleibt, wie bisher oder erlischt das mit der Kündigung?
Ob die KGaA das Geld zurückerstattet bezweifle ich.
Genau das interessiert mich auch. Ich befürchte einen Run auf die Dauerkarten, da jetzt ja eine klare Trennung und Kündigung zum Investor erfolgt ist. Und da würde ich schon gerne wissen ob ich ein erneutes Vorkaufsrecht besitze oder dann der Kampf um die Dauerkarten beginnt.
Ja das ist auch meine große Sorge ich hoffe mal das wir unsere Dauerkarten wieder bekommen
Einfach mal Danke an euch!