Auf ein Wort, Bayerischer Fußball-Verband e.V.

Text von den Groundhoppers 1860

Wir sind absolute Liebhaber des bayerischen Toto-Pokals und fahren gerne mit unseren Münchner Löwen auf die Sportplätze im gesamten Freistaat, um dort Neues zu entdecken und bisher unbekannte Ortschaften zu erkunden.

Beeindruckend zwischen Unterfranken (wo es uns besonders in Runde eins immer wieder gern hin verschlägt) und Oberbayern ist die Freundlichkeit der Menschen vor Ort, die sich wirklich auf dieses Spiel des Jahres oder wahlweise die wichtigste Begegnung der Vereinsgeschichte (oder sogar mehr) freuen.

Die örtliche Feuerwehr weist den Parkplatz auf einer benachbarten Wiese zu und hilft den orientierungslosen Großstädtern sich zurecht zu finden, Spielermamas verkaufen selbstbelegte Wurstsemmeln und die Jugendspieler des gastgebenden Vereins fahren mit dem Leiterwagerl die begehrten kühlen Getränke über die Aschebahn zu den durstigen Zuschauern. Nebenbei grillt die AH und sorgt so für zusätzliche Einnahmen für die Jugendarbeit.

Zwischen den zumeist eher wenigen aus der Landeshauptstadt angereisten Löwenfans, dem weiß-blauen Anhang aus der Region des Gastgebers und dem heimischen Publikum entwickeln sich immer wieder viele nette Gespräche, in denen oft lustige Anekdoten ausgetauscht werden.

Manch älterer Besucher sucht da sogar noch Rudi Brunnenmeier in der Startaufstellung der Löwen….

Kurzum: Die Spiele der ersten und zweiten Runde bei den Kreissiegern – zumeist aus der Bezirksliga – sind eine Mischung aus kleinem Volksfest und (das ist jetzt überhaupt nicht abwertend gemeint) Freundschaftsspielcharakter. Wenn die Löwen kommen, gibt’s zudem zumeist Rekordbesuch mit entsprechender Geldsegen für den Heimverein.

Und jetzt kommt ihr ins Spiel, lieber BFV:

Was soll denn der Mist mit dem “abgetrennten Gästebereich” bei den Toto-Pokal Begegnungen der Löwen bei den Kreispokalsiegern?

Ihr zerstört damit genau diesen Flair des Toto-Pokals, mit dem ihr immer Werbung macht. Das ist nicht Europapokal in Belgrad, hier spielen wir die ersten zwei Runden des bayerischen Landespokals auf zumeist liebevoll gepflegten Dorfplätzen aus!

Es gab noch nie Ausschreitungen bei diesen Begegnungen, es war immer ein friedliches Miteinander in absolut entspannter Atmosphäre.
Stört euch das etwa?

Zu diesen Spielen gehen viele Familien und Freunde aus der Region, wo nicht alle als Löwenfans auf die Welt gekommen sind. Dies ist zwar sehr bedauerlich, aber leider nicht zu ändern. Wollt ihr die wirklich ernsthaft im Stadion trennen?

Gestern in Feuchtwangen waren auch wieder viele, viele Löwenfans im Heimbereich. Das war bisher praktisch bei jedem Toto-Pokal-Spiel der Löwen in Runde eins und zwei der Fall, damit wird doch der “Gästekäfig” zusätzlich völlig ad absurdum führt.

Auf den Punkt der zusätzlichen Kosten für die Gastgeber gehen wir gar nicht näher ein. Das Geld wäre in der Jugendarbeit viel besser aufgehoben.

Die absolute Krönung habt ihr euch übrigens im August 2019 geliefert, da gab’s tatsächlich bei der FT Schweinfurt einen “Pufferblock” zwischen Gästekäfig und den einheimischen Zuschauern. Wer kommt auf so eine völlig sinnfreie Idee?
Gab’s da beim BFV tatsächlich Hinweise auf eine jahrzehntelange Rivalität der “Freien Turnerschaft” und den Münchner Löwen? – Ironie wieder aus….

Unser Appell:
Lasst’s den Mist! Kommt wieder in der Normalität an.
Euer völlig überzogener Sicherheitswahn ist nicht nachvollziehbar und kostet nur Geld, Zeit und Nerven.

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Bernd Rembold

Perfekt beschrieben,
Auch mein Traum !
leider wird hier aber das absolute Totschlagargument aufgeführt!
Wer übernimmt die Verantwortung wenn was passiert!!!!
( was zwar zu 99,9999% auszuschließen ist,)
ABER ….. wenn doch ein einziger verrückter seine 5 Minuten hat. Was dann?
Übernimmt ihr dann von Sechzger.de die Verantwortung?
Nein!!
Also , ist leider so!
Mir gefällt es auch nicht, aber leider haben auch wir , die Löwen schon viel zu oft über das Ziel hinausgeschossen!

SchorschMetzgerBGL

Was für ein Quatschkommentar, Herr Rembold. Wovon sprechen Sie? “Wer übernimmt Verantwortung wenn was passiert?” Was passiert? Ein Amoklauf? Wir reden hier von Fußball. Wenn sich einer besoffen daneben benimmt ist er, wie eigentlich bei allem auf dieser Welt, höchstselbst Schuld. Das wird ihnen auch jeder Rechtsanwalt bestätigen. Wer sollte denn sonst Schuld haben. Die 60ga Fans? Die Ultras? Die Groundhoppers? sechzger.de? Merken Sie eigentlich was sie da schreiben? Und nochmal, was soll passieren? Und was ändert ein Käfig an dem was alles passieren könnte?

@Groundhoppers: Super Kommentar. Spricht mir aus der Seele.
@sechzger.de: Danke für´s veröffentlichen/teilen.

Bernd Rembold

Manche sind schon sehr weltfremd.
und das in aktuellen Zeiten.
dann haben wir gerade deine Bewerbung zur Übernahme der Verantwortung erhalten.
Bravo!
nur zum Glück werden ein BFV und DFB nicht so dumm und blauäugig sein und Ihre Vorgaben ändern!
warum sind die Regeln den da ?
wenn immer alles friedlich wäre ,würde es doch die Regeln gar nicht geben!
AUFWACHEN!

,

coeurdelion

was ist denn das für eine depperte und verquere Logik……

SchorschMetzgerBGL

Meine Bewerbung? Sagen sie mir endlich wovon sie sprechen? Wovor haben sie Angst? Bitte den vorherigen Post lesen auf den sie antworten. Jeder ist für seine Taten selbst verantwortlich und kann sie dann nicht auf die Gruppe Löwenfans, die um einen rumstehen schieben. Auch nicht auf den austragenden Heimverein und auch nicht auf den bfv oder dfb. Am ehesten noch auf seine Kinderstube aber in den meisten Fällen ist man eben doch für sich selbst zuständig.
Warum der dfb/bfv reguliert? Das wollen wir eben auch alle wissen. Wie im Bericht der Groundhoppers super beschrieben macht die Regulation keinen Sinn. Bitte auch den Bericht an sich durchlesen bevor man kommentiert. Danke

Jan Schrader

Was genau soll dieser Zaun bitte ändern?

TuS Feuchtwangen TSV 1860 München Toto-Pokal Dienstag 16.08.2022 (8).jpeg
lustiger_hans

Ganz ehrlich: Da wäre meine größte Sorge, dass dieses Konstrukt irgendwem auf die Füße fällt und denjenigen verletzt. Wenn Gäste randalieren wollten (und warum sollte das passieren???), hielte sie das Ding und die Spielfeldumrandung sicherlich nicht ab. Und wenn vom Heimverein 60% mit Löwensachen kommen, dann wirds eben endgültig völlig absurd.

Aber ein guter Ausdruck der absoluten Paranoia, die seit Jahren in allen Lebensbereichen um sich greift. Völlig unverständlich…..

Alexander Schlegel

Das Bild ist echt witzig und zeigt den Schwachsinn in Perfektion … 👍😂

Vorstopper

Schade, dass dieser völlig hirnrissige Nonsens nicht gegen den Kodex verstößt. Da kriegst ja Kopfweh beim Lesen!

Chemieloewe

OK, das Verantwortungsargument ist nicht zu leugnen. Aber dann kann man vor den Spielen in der Sicherheitskonferenz zu den Spielen die Möglichkeiten eröffnen, dass sich beide Vereine schriftlich/vertraglich einigen u. vereinbaren können, keine Fantrennung durchzuführen u. mit eigenen Ordnungskräften die Verantwortung für einen reibungslosen Ablauf mit ihren Fans zu sorgen. Käme es zu Ärgernissen, denen die Ordner nicht Herr werden, müsste eh die Polizei rangeholt werden, die ja eh mit ein paar Kräften vor Ort sind. Bei nennenswerten negativen Vorkommnissen, die von den Fans ausgehen, wäre zukünftig natürlich eine Zustimmung durch den BFV zu einer solch entspannten Spiel-Orga. ohne Fantrennung kaum begründbar durchzusetzen.
Aber, solange es so reibungslos, entspannt u. freundschaftlich zugeht, sollte der BFV nicht mit der Sicherheitskeule einen völlig überzogenen, unsinnigen u. kostenaufwendigen Sicherheitswahn mit derartigen Sicherheitsauflagen durchprügeln. Wohlgemerkt im Einzelfall bei Spielen mit Vereinen aus unteren Ligen, Kreispokalsieger/Bezirkspokalsieger. Das sollte mal auf den Tisch des BFV gebracht werden, um Anpassungen zu erwirken, dass bei entsprechenden Spielen Vereine keine Fantrennung beantragen können u. je nach Einschätzung genehmigt bekommen. Ansonsten wird sich das der BFV immer so einfach machen u. hohe Sicherheitsforderungen anordnen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Chemieloewe
Klaus

Super Kommentar!