Viel wurde gesprochen und geschrieben über den zweiten Treffer des SV Wehen Wiesbaden gegen die Löwen. Ging dem 0:2 eine Abseitsstellung voraus, die abgepfiffen hätte werden müssen? Ja, sagt Experte Babak Rafati, der zudem auch das Siegtor des TSV 1860 in Frage stellte.

Aktives Abseits vor dem 0:2

Wir hatten es ja bereits vermutet, nun bestätigte auch liga3-online-Experte Babak Rafati unseren Verdacht.

“Auch wenn Lankford den Ball nicht berührt, was für eine strafbare Abseitsposition auch nicht maßgeblich ist, irritiert er zunächst seinen Gegenspieler, in dem er zum Ball läuft und im letzten Moment abstoppt. Zudem kreuzt er den Weg von Salger und hindert diesen im Zweikampf, an den Ball zu kommen. Diese beiden Einzelaktionen sind schon jeweils an sich ein Kriterium für eine Abseitsposition, sodass der anschließende Treffer nicht hätte zählen dürfen. Eine Fehlentscheidung, weiterspielen zu lassen.”

So weit, so gut…

Siegtor des TSV 1860 irregulär?

Doch nicht nur in der angesprochenen Szene zeigte sich Rafati mit der Entscheidung des Kollegen Eric Müller unzufrieden. Auch beim Siegtor des TSV 1860 hätte der ehemalige FIFA-Schiedsrichter anders entschieden.

“Nach einem Freistoß von Neudecker bekommt Mitspieler Lex den Ball an den Arm, und von da aus prallt der Ball (…) direkt ins gegnerische Tor. (…) Somit liegt eine Unmittelbarkeit vor, sodass das Tor nicht hätte zählen dürfen. Sicherlich hat der Schiedsrichter in der Dynamik des Ablaufs und im Spielerpulk nicht wahrgenommen, dass der Ball vom Arm abgeprallt ist. Daher eine schwierige Situation für ihn. Dennoch eine Fehlentscheidung, das Tor für 1860 München anzuerkennen.”

Auch beim Ausgleichstor von Salger ging ein unabsichtliches Handspiel (von Belkahia) voraus, eine Unmittelbarkeit sei da jedoch nicht gegeben gewesen. Insofern war es richtig, weiterspielen zu lassen und den Treffer der Löwen anzuerkennen.

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für den herrn ist ja auch die rote Karte für Marco in Ingolstadt okay gewesen. wenn ich mich richtig erinnere.

Ja genau, ein Blindgänger