Technische Daten

1. Fußballclub Magdeburg e.V.
Gründung: 22. Dezember 1965
Mitglieder:
9.237
Vereinsfarben: Blau-Weiß
Weitere Sportarten: Handball, Hockey, Leichtathletik, Volleyball, Judo, Turnen
Website der Fußballgesellschaft

Bis hierher…

Saisonverlauf 2021/22: Magdeburg & 1860

Gesamtbilanz gegen Magdeburg

5 Spiele
1 Sieg
2 Unentschieden
2 Niederlagen

Auswärtsbilanz gegen Magdeburg

2 Spiele
1 Sieg
0 Unentschieden
1 Niederlage

Spielort

MDCC-Arena
(“Heinz-Krügel-Stadion”)
auf Google Maps
Kapazität: 30.098
Eröffnung: 10. Dezember 2006
Magdeburg TSV 1860

Fast immer vorn

An nur fünf von 38 Spieltagen war der 1. FCM in dieser Saison nicht Tabellenführer. Und die schlechteste Platzierung war Rang 3. Zum Auftakt musste man – wegen des weniger hoch gewonnenen Spiels in Runde 1 – noch dem Rivalen aus Halle den Platz an der Sonne überlassen. Dann feierte Aufsteiger Viktoria Berlin kurz seinen euphorischen Liga-Einzug. Wiesbaden und Dortmund II (wie Berlin bekanntlich ein Aufsteiger) durften auch ganz kurz mal Höhenluft schnuppern – aber ab Runde 11 gab es in Liga 3 in dieser Saison nur einen Tabellenführer.
Für unsere Löwen ist der aktuelle Rang 4 die beste Platzierung der Spielzeit. Mal sehen, ob das noch gesteigert werden kann.

Rechenspiele I

Allzuviele verschiedene tabellarische Veränderungen sind heute Nachmittag um dreiviertel Vier gar nicht wahrscheinlich: Siegen die Löwen beim FCM bleiben sie auf jeden Fall erstmal Vierter. Bei einem Unentschieden wäre der Traum von der Relegation endgültig ausgeträumt, der vierte Platz aber mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit noch besetzt – sofern Waldhof Mannheim nicht mit acht (!) Toren Differenz in Wiesbaden gewinnt. Im Falle einer Niederlage heute Nachmittag könnten die Löwen um einen (wenn Mannheim in Wiesbaden gewinnt) oder gar um zwei Plätze zurückfallen. Wenn nämlich der VfL Osnabrück in Havelse so hoch gewinnt, dass die um sieben Tore schlechtere Differenz aufgeholt wird. Dann wären wir nur noch sechster. So richtig spannend – was die Tabelle anbelangt – wird es dann womöglich erst am kommenden Samstag, wenn Dortmund II zum letzten Spieltag nach Giesing kommt.

Rechenspiele II

Kann aber auch passieren, dass es gegen Dortmund nur noch um die berühmte goldene Ananas geht: Wenn wir nämlich heute siegen, gleichzeitig Mannheim nicht in Wiesbaden gewinnt, aber der FCK morgen in Köln den noch fehlenden Punkt holt. Spielen wir heute unentschieden, Mannheim und Osnabrück verlieren ihre Spiele (in Wiedbaden und gegen Havelse), wäre uns der vierte Platz auch nicht mehr zu nehmen. Und wir dürften uns auf neuerliche DFB-Pokalschlachten auf Giesings Höhen in der kommenden Saison freuen.

Torfabrik der Liga

74 Tore in 34 Spielen. Nur ein einziges Mal in der Geschichte der 3. Liga hatte eine Mannschaft zum verlgeichbaren Zeitpunkt schon mehr Tore erzielt: Im Jahr 2018 der SC Paderborn, der ein Jahr zuvor überhaupt nur in der Liga geblieben war, weil ein gewisser TSV 1860 München als Zweitligaabsteiger direkt in der Regionalliga aufschlug. 80 Treffer hatten die Ost-Westfalen damals nach 34 Partien erzielt. Vier Spiele später, am Saisonende waren es sogar nochmal zehn mehr. Meister der Liga wurden sie damit aber nicht. Der Meister hieß vor vier Jahren – und da schließt sich der Kreis – 1. FC Magdeburg  


Wer wird Schützenkönig?

18 der besagten 74 Magdeburger Treffer – knapp ein Viertel – hat Baris Atik erzielt, der damit bis vor kurzem noch als heißester Anwärter auf die Torjägerkanone der Liga galt. Dann kam der Bär – nicht aus dem Wald, sondern aus München. Mit seinen beiden Treffern gegen Havelse hat sich der Löwen-Cello am knapp drei Jahre jüngeren Konkurrenten vorbeigeschoben. Ob Atik in der Saison nochmal in den Kampf um die Nachfolge von Sascha Mölders als Schützenkönig der 3. Liga eingreifen kann, ist unklar: Eine Innenbandverletzung zwang den Deutschtürken zuletzt zum Pausieren. Bei den Scorerpunkten liegt Atik übrigens weit vor Bär: 38:23 lautet hier die Bilanz bis hierher. Kein Wunder: Irgendwer muss die 13 Tore, die Magdeburg mehr als die Löwen geschossen hat, ja aufgelegt haben.

Auswärtsbilanz

Erst zweimal trat ein Team des TSV 1860 beim – wie die Kollegen aus Nürnberg gerne als “Club” titulierten Verein in Magdeburg an. Und die Resultate waren jeweils deutlich: Beim allerersten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten überhaupt unterlagen Daniel Bierofkas Löwen am 24. August 2019 dem Zweitligaabsteiger mit 5:1. Gut 17 Monate später wurde es erneut ein deutliches Ergebnis: Allerdings behielten diesmal mit 3:0 die Löwen die Oberhand. An einem Mittwochabend vor Geisterkulisse.

Rückrundenmeister

Nach der ernüchternden Hinrunde nur auf Platz 11 (das 1:1 gegen Türkgücü schon rausgerechnet) – zwischen Freiburg II und Viktoria Berlin rangierend – griffen die Löwen in der Rückrunde richtig an und könnten mit einem Sieg heute Nachmittag in der Rückrundentabelle auf den Spitzenplatz springen. Im abschließenden Heimspiel gegen Dortmund II würde dann der – freilich irgendwie wertlose – Meistertitel in dieser Kategorie winken.

Trainer der Saison

Schon zwei Spieltage vor Saisonende haben die Trainer der 3. Liga ihren “Trainer der Saison” gewählt. Und nach so einer überragenden Spielzeit ist es wenig überaschend, dass die Wahl auf den Coach unserer heutigen Gastgeber gefallen ist. Der zuvor u.a. in Passau, Homburg, beim HSV und bei Rot-Weiß Essen tätige gebürtige Mannheimer hat in eineinhalb Jahren aus durch die Liga taumelnden Magdeburgern einen souveränen Meister geformt und sich die Nachfolge von Michael Köllner als “Trainer der Saison” redlich verdient.

Das Hinspiel

Samstag, 4. Dezember 2021
TSV 1860 – 1. FC Magdeburg 2:5
3. Liga
18. Spieltag
Sechzgerstadion
Geisterspiel
0:1 Krempicki (5.)
0:2 A. Müller (14. )
0:3 Krempicki (17.)
0:4 Schuler (29.)
0:5 Atik (43., Foulelfmeter)
1:5 Greilinger (71.)
2:5 Biankadi (87.)
Eigentlich war Wiedergutmachung angesagt. Vier Tage zuvor hatten die Löwen das Nachholspiel gegen Waldhof Mannheim mit 1:3 verloren, nun kam der Tabellenführer nach Giesing. Der geduldete sich genau fünf Minuten, ehe er seine 45minütige Demonstration begann. Dass vier Minuten nach der Gästeführung Sechzig schon wieder in einem Heimspiel einen Strafstoß vergab (diesmal der Unglücksrabe: Dennis Dressel) ist  mehr als Chronistenpflicht. Dies geschah nämlich im dritten Heimspiel in Serie!
Die Gäste legten bis zur Pause gegen deströse Löwen vier Treffer nach, die Betrachter an den Bildschirmen zu Hause rieben sich die Augen. Was würde da im Abschnitt zwei noch auf Münchens große Liebe zukommen? Auf dem Feld kam nicht mehr viel. Magdeburg schaltete mindestens einen Gang zurück, 1860 zeigte Moral und erzielte in der Schlußphase noch zwei Tore zur Ergebniskosmetik. In der 76. Minute geschah dann historisches (was zu dem Zeitpunkt aber die wenigsten ahnten oder gar wussten): Sascha Mölders verließ zum letzten Mal das Spielfeld im Sechzgerstadion. Zwei Tage später begann sein im Nachhinein wohl nötiger, aber leider doch irgendwie unrühmlicher Abschied vom TSV 1860.

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