Die Rubrik Der Mann an der Pfeife (oder ggf. auch Die Frau an der Pfeife) stellt unseren Leser*innen den Schiedsrichter (oder die Schiedsrichterin) der jeweils nächsten Partie des TSV 1860 in der 3. Liga vor. Heute geht es an dieser Stelle um Konrad Oldhafer aus Hamburg. Er wurde vom DFB für das Heimspiel der Löwen gegen den FC Energie Cottbus, den aktuellen Tabellenführer der 3. Liga eingeteilt. Ein durchaus erfahrener Referee für das zu erwartende hitzige Duell auf Giesings Höhen.
Mit Oldhafer (mal wieder) Erfahrung auf dem Platz
Der 30jährige Oldhafer ist – gemessen an der Anzahl seiner bislang geleiteten Drittligaspiele – der dritterfahrenste Schiri, der den Löwen in der laufenden Saison zugeteilt wurde. Nur bei den beiden aufeinanderfolgenen Siegen gegen Osnabrück und in Aachen am zweiten und dritten Spieltag waren Schiedsrichter mit mehr geleiteten Spielen in der 3. Liga im Einsatz. Ein gutes Omen? Wenn der für den SC Poppenbüttel pfeifende Referee am Samstag Nachmittag im Sechzgerstadion einläuft, tut er dies zum insgesamt 62. Mal in dieser Spielklasse in den letzten fünf Jahren. Hinzu kommen vier Zweitligaspiele in der vergangenen und der laufenden Saison und zwei DFB-Pokalspiele der ersten Runde, bei denen interessanterweise jeweils der KSC bei unterklassigen Vereinen hoch siegen konnte. Zahlreiche Partien in der Regionalliga Nord und in den A- und B-Junioren-Bundesligen runden das Erfahrungsprofil von Konrad Oldhhafer ab.
Die Verwarnungs- und Elferbilanz
Nach den zuletzt eher strengen Spielleitern begegnet uns an Allerheiligen wieder einmal ein etwas milderer Schiri. Im Schnitt zeigte er in der dritten Liga pro Spiel viermal den gelben Karton und in jedem achten Spiel Gelb-Rot. Bei den glatt roten Karten und den Elfmeterpfiffen ist er ebenfalls leicht unterdurchschnittlich unterwegs. Alle zwölf Partien musste in Oldhafers Drittligaspielen bislang ein Akteur ohne Vorwarnungskarte runter vom Feld und in ungefähr jedem fünften Spiel verhängte er bislang einen Strafstoß. Zweimal auch schon gegen 1860.
Konrad Oldhafer und die Löwen
Auf insgesamt sieben Spiele unter Beteiligung des TSV 1860 in den vergangenen fünf Spielzeiten blickt Oldhafer zurück. Und die Bilanz könnte aus Löwensicht besser sein. Nach drei Remis (in Rostock, gegen Uerdingen und in Lübeck) in der Corona-Saison 2020/21 begegnete er in der nächsten Spielzeit Münchens großer Liebe zunächst gar nicht mehr.
Der einzige Sieg für Sechzig, den er bislang aktiv begleitete, war gleichzeitig der erste Sieg für den damals neuen Löwendompteur Maurizio Jacobacci im März 2023 in Aue (1:3).

Neun Monate später leitete er dann die 0:1-Niederlage bei Waldhof Mannheim. Das Tor des Tages fiel damals durch einen unberechtigten Elfer. Ein vorgezogenes Präsent des Schiris an die Gastgeber – ganz kurz vor dem Weihnachtsfest.

Mit dem gleichen Ergebnis, also einer denkbar knappen Niederlage endete auch die offizielle Saisoneröffnungspartie der 3. Liga auf Giesings Höhen gegen den 1. FC Saarbrücken am 2. August letzten Jahres.

Das letzte bisherige Löwenspiel von Oldhafer war dann wieder ein Unentschieden im Sechzgerstadion. Nämlich das 2:2 vor gut einem Jahr gegen den VfL Osnabrück. Wird mal Zeit für einen Heimsieg auf Giesings Höhen unter der Leitung von Oldhafer, oder?

Das Unparteiischen-Team
Unnterstützt wird das Nordlicht in Schwarz am Samstag von den beiden Studenten Stefan Zielsdorf (36) aus Oldenburg und Asmir Osmanagic (33) aus Stuttgart. Zielsdorf hat reichhaltige Erfahrung in der zweiten und dritten Liga an der Seitenlinie (ingsesamt 129 Spiele) und ist in dieser Rolle auch schon häufiger dem TSV 1860 begegnet. Zuletzt beim 3:1-Sieg in Hannover am 1. März diesen Jahres. Für Kollege Osmanagic gilt ähnliches. Er ist schon seit neun Jahren als Linienrichter unterwegs und blickt dabei auf 169 Spiele in allen drei deutschen Profiligen zurück. Die letzte Partie mit Beteiligung unserer Löwen, bei der er die Fahne hob und senkte, liegt noch gar nicht lange zurück. Am 23. August war’s. Beim durchaus glücklichen 2:0-Sieg auf dem Aachener Tivoli.
Das Unparteiischen-Team komplettiert in Giesing Felix Grund (25) aus dem niederbayerischen Haidlfing. Er hat in der laufenden Saison schon vier Drittligaspiele als Hauptschiedsrichter geleitet. Als vierter Offizieller war er erst vor neun Wochen in Giesing zu Gast. Beim 1:1 gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart.
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Titelbild: Eine Ecke für die Löwen kommt in den Strafraum der Gastgeber im Erzgebirgsstadion in Aue. Der Schiedsrichter beobachtet aus dem Hintergrund das Geschehen.











oldhafer war mein unwort des jahres 2024
Ist das nicht der, der damals im Sechzgerstadion keinen Elfmeter für 1860 gepfiffen, als der Verteidiger von Türkgücü den Ball im eigen Strafraum fast gefangen hat?
Der hat in seiner Karriere nie Türkgücü gepfiffen.
Das kann doch nicht wahr sein, schon wieder so eine Pfeife!
War damals in Mannheim dabei, der 11er für Mannheim war eine bodenlose Frechheit!