Nach dem Spiel in Saarbrücken war die Ernüchterung unter den Löwenfans recht groß. Spielerisch war das mehr als mager und die meisten Spieler wirkten auch nicht gerade so, als wollten sie sich für einen neuen Vertrag empfehlen. Mal sehen wie es heute aussehen wird, nachdem der bevorstehende Abschied einiger Spieler verkündet wurde, man aber ebenfalls verlauten lies, dass man an der aktuellen Stammelf keine größeren Veränderungen vornehmen würde.  Für den Gegner geht es allerdings noch um etwas, obwohl die Chancen auf den Klassenerhalt schon recht gering sind. Die Spatzen werden trotzdem alles daran setzen keinen unwürdigen Abschied aus Liga 3 zu haben. Deshalb sollten wir gewarnt sein, vor dem SSV Ulm 1846 Fußball e. V.!

Aktuelles – die Ausgangssituation

Es schaut düster aus an der Grenze zu Bayern. Der Absteiger aus Ulm, der gerade erst den Durchmarsch von der Regionalliga ins Unterhaus geschafft hatte ist auf dem besten Wege den gleichen Weg retour zu nehmen. Mit 32 Punkten steht man auf dem 17. Tabellenplatz und hat aktuell sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Auch die Tordifferenz ist mit -25 alles andere als berauschend und ergibt eine Bilanz von 9-5-20.

Auswärts ist man aber etwas stärker als daheim und kommt in der entsprechenden Tabelle knapp über dem Strich. Die Rückrunde gestaltet man bisher auch etwas besser als den ersten Saisonabschnitt, ansehnlich ist aber etwas anderes. Die letzten Wochen liefen außerdem recht durchwachsen. Zwar konnte man in der vergangenen Runde gegen Havelse gewinnen, ließ sich aber davor von Rostock an der Ostsee fünf Dinger einschenken. Verl konnte wiederum geschlagen werden, doch schied man im Viertelfinale des Landespokals gegen den Regionalligisten Großaspach aus.

Wintertransfers

Im Winter wollte man mit einigen Anpassungen den Kader besser einstellen, was offensichtlicherweise nicht besonders gut gelungen ist. Die Defensive sollte Niko Vukancic (23) stabilisieren, der letzte Spielzeit für Aue aufgelaufen war. Fürs Mittelfeld holte man aus Magdeburg Abu-Bekir El-Zein (22) und lieh Luca Bazzoli (25) von Rot-Weiss Essen. Aus der Türkei verpflichtete man Streli Mamba (31, ST) und aus der slowenischen Liga Aleksander Kahvic (22), der ebenso für mehr Offensivpower sorgen sollte.

Auf der Abgangsseite verlieh Ulm einige Perspektivspieler in die Regionalliga und verkaufte Max Scholze (20, ZM) nach Portugal zu Estrela Amadora.

Das Hinspiel

Die Partie im Ulmer Donaustadion war eine der seltsamsten Spieltage denen ich selbst beigewohnt habe. Durch den etwas chaotischen Einlass, den Stimmungsboykott zu Beginn und den stellenweise sehr vollen Gästeblock ging der Führungstreffer von Sigurd Haugen mit dem ersten Angriff etwas unter.

Danach kam es zu einigen körperlichen Scharmützeln unter den Gästefans und aufgrund eines Todesfalls auf Ulmer Seite wurde der Support auf beiden Seiten eingestellt. Hierbei wurde auch eine schon vorbereitete und ausgeteilte Choreografie wieder eingepackt. Mit drei Punkten, aber gemischten Gefühlen traten wir den Heimweg an. Immerhin der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt am Ulmer Münster war eine sehr angenehme Angelegenheit.

Der 35. Spieltag im Überblick

Freitag 3:1 Aachener TSV Alemannia – MSV 02 Duisburg
Samstag 14:00 Uhr FC Erzgebirge Aue – SV Wehen 1926
14:00 Uhr VfL 1899 Osnabrück – SC Verl 1924
14:00 Uhr FC Hansa Rostock – SSV Jahn Regensburg
14:00 Uhr TSV 1860 München – SSV Ulm 1846 Fußball
14:00 Uhr TSG Hoffenheim 1899 II – FC Ingolstadt 04
16:30 Uhr SV Waldhof Mannheim 07 – 1. FC Schweinfurt 05
Sonntag 13:30 Uhr FC Viktoria Köln 1904 – FC Energie Cottbus
16:30 Uhr Rot-Weiss Essen – 1. FC Saarbrücken
19:30 Uhr TSV Havelse 1912 – VfB Stuttgart 1893 II

 

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