Am Samstag hätte der TSV 1860 gegen Waldhof Mannheim spielen sollen. Daraus wurde bekanntlich nichts. So blieb das Grünwalder Stadion gestern leer. Ginge es nach einigen Löwenfans, könnte dies zum Dauerzustand werden. Ich kann es ehrlich gesagt in keinster Weise nachvollziehen.

Was kosten Stadien andernorts? 

Ich gebe zu, dass die Überschrift etwas provokant ist. Es liegt auf der Hand, dass aktuell über das Stadion diskutiert wird. Die bisher veranschlagten Kosten für den (erneuten) Umbau des Grünwalder Stadions sind enorm hoch. Wenn man diese mit den Umbaumaßnahmen in Relation setzt, erscheint es sinnvoll, einfach gleich ein neues Stadion zu bauen. Der Zweitligist Erzgebirge Aue etwa hat sein Stadion fast komplett erneuert. Kostenpunkt: etwa 20 Millionen Euro. Regionalligist Jena zahlt hingegen schon ca. 50 Millionen für eine neue Heimat.

Schön und gut. Ein weiteres Projekt, das vor kurzem feierlich eingeweiht wurde, ist das Stadion in Freiburg. Hier wird Bundesliga gespielt, was ja auch das selbsterklärte Ziel der Löwen sein muss. Das zumindest höre und lese ich ständig – und auch das kann ich im Übrigen überhaupt nicht verstehen. Aber kommen wir zurück nach Freiburg. Man darf davon ausgehen, dass ein Neubau beim TSV 1860 München ebenfalls alle Anforderungen für die 1.Bundesliga erfüllen soll. Das neue Stadion in Freiburg bietet Platz für 35.000 Zuschauer – passt auch. Dann werfen wir eben hier einmal einen Blick auf die Kosten. Die abschließenden Zahlen sind noch nicht veröffentlicht, aber man ging zu Baubeginn von einer Summe von 131 (!) Millionen Euro aus. Etwa 80 Millionen davon waren für den Stadionbau veranschlagt, der Rest sind Kosten für notwendige Infrastruktur. Letztere übernahm die Stadt und das Land, zudem wurde dem Verein das Grundstück zur Verfügung gestellt.

Stadion-Neubau für den TSV 1860? Warum eigentlich? 

Gut, nehmen wir einfach mal für die Löwen an, dass die Stadt München und der Freistaat uns ebenso unterstützen. Dann bleiben immernoch (wie in diesem Fall) wahnsinnige 80 Millionen Euro, die es irgendwie zu finanzieren gilt. Wer soll das beim TSV 1860 München denn bitte zahlen? Wer soll sich bereit erklären, diese Summe für einen Stadionneubau bereit zu stellen – und welche Gegenleistungen soll er dafür erhalten? Gleichzeitig wird uns von der Stadt angeboten, dass sie das Stadion für uns mindestens zweitligatauglich ausbaut. Mindestens, weil ich im März bereits einen Blick auf die Anforderungen an Stadien geworfen habe und nicht unbedingt viele Unterschiede gefunden habe. Trotzdem wird bei uns noch diskutiert, ob wir dieses Geschenk annehmen sollen.

Ich bin etwas ratlos, was noch alles passieren muss. Da steht ein Stadion mitten in der Einöde im Münchner Norden, das sich als größter Fehler der Vereinsgeschichte herausgestellt hat. Das sollte mittlerweile jeder verstanden haben. Von den unzähligen Millionen Euro, die dort versenkt wurden, haben wir heute noch etwas. Nämlich Schulden und in der Folge ein unglaublich hohes negatives Eigenkapital. Klasse!

Gut vier Jahre ist nun die Rückkehr nach Giesing her. Schon jetzt gehen die Diskussion wieder los, ob man nicht ein neues Stadion bauen solle. Da fällt mir wirklich nichts mehr zu ein. Dieser Größenwahn bei Sechzig, er nervt mich einfach nur noch. Auch am Donnerstag im Landtag ging es um ein neues Stadion und das die Löwen eigentlich in die 1.Liga gehören. Ja, eigentlich! Uneigentlich sollte man für diese Pläne aber vielleicht erstmal schauen, dass man seine Finanzen endlich in den Griff bekommt. Das machte zumindest zuletzt den Anschein und ich fand, wir waren dort auf einem guten Weg. Zumal es im Sommer wieder sprichwörtlich um die Wurscht geht: es muss eine neue Fortführungsprognose für zwei Jahre erstellt werden. Ich wage zu behaupten, dass dort nicht unbedingt Platz vorgesehen ist für eine Summe von 80 Millionen für ein neues Stadion.

Über andere aufregen, aber selbst keinen Deut besser sein

Nicht lang ist es her, da meldete der 1.FC Kaiserslautern Insolvenz an. Der Prozess wurde erfolgreich beendet und zack – schon wurde unter anderem Tim Rieder verpflichtet. Die Löwenfans waren außer sich, da Lautern dem TSV 1860 den Spieler quasi wegschnappte. Wie könne das sein, dass der 1.FCK das Geld für Rieder habe?

Beim TSV 1860 hingegen sprechen alle Zahlen für eine Konsolidierung – und eben nicht für Größenwahn oder gar einen Stadionneubau. Folgerichtig wurde damals auf die Verpflichtung von Rieder verzichtet. Ich hoffe, dass dieser Weg fortgesetzt wird – notfalls eben auch in der 3.Liga. Am Ende kann es bei diesem Weg meiner Meinung nach auch nur eine einzige Option geben, die sich beim Thema Stadion als realistisch und wirtschaftlich sinnvoll herausstellt: das Grünwalder Stadion in München-Giesing.

Darum hoffe ich, dass der Beschluss der Stadt bald erfolgt und alle Verantwortlichen beim TSV 1860 zufrieden stellt. Denn eines steht schon lange fest und niemals zur Diskussion: Sechzig München gibts nur in Giesing!

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Ist schon sehr verwunderlich, dass Reisinger -anscheinend noch nie was von einer gewerblichen Umsatzmiete gehört hat.

Selten hab ich ein sinnfreieres Geschwurbel gelesen, als hier!
Unter welchem Nick schreiben sie beim Griss, Herr Schrader?

Ich höre immer Konsoledierung in der 3. Liga erklär.mir bitte wie das gehen soll

Was halten Sie von nicht noch mehr Schulden machen und mit solidem wirtschaftlichen Arbeiten in der 3 Liga vielleicht mal irgendwann aufsteigen in die 2. Liga? Mal ganz von der Fortführungsprognose abgesehen, welche uns eh nicht erlaubt, noch mehr Schulden zu machen. Es gibt halt auch gar keine Alternative zu dem, was wir gerade machen. Wann versteht das der letzte?

Für dich hat der Verein vor 2 Jahren schon FAQ veröffentlicht. Siehe: #01: Was bedeutet der Begriff Konsolidierungskurs im Zusammenhang mit der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA eigentlich?

https://tsv1860.org/2019/09/09/haeufig-gestellte-fragen-zum-profifussball/

Schaut Euch doch bitte Mal die Stadien in St. Gallen oder Bern an. Die Stadien haben ganz unten eine Tiefgarage, darüber ein Einkaufscenter und ganz oben das Stadion. Kapazität zwischen 3O und 40 Tausend. In St. Gallen steht dazu daneben ein Ikea. Informiert Euch doch Mal dort und nehmt endlich Hasan Ismaik ernst und richtig mit ins Boot. Zwischendurch sollte das Oly ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Vielleicht ist es möglich direkt an Spielfeldrand mobile Tribünen aufzubauen, die dann auch für Konzerte u.a. verwendet werden könnten. So dürften die Denkmalvorschriften eingehalten werden können und die Zuschauer wären direkt am Spielfeld.

Es ist Herrn Ismaik doch unbenommen solch ein Projekt in Angriff zu nehmen, so wie er 2011 den Löwenfans es versprochen hat. Nur HI möchte dazu von der Stadt ein Grundstück geschenkt haben. Und 1860 soll die Finanzierung und das Risiko übernehmen.

Wie soll 1860 das darstellen da die KGaA hoffnungslos überschuldet ist.

Und nur die Phantasiekalkulationen von OG lassen 1860 im Oly Geld verdienen, da die Kosten weit höher als für das GWS sein werden

15000 -18000 Zuschauer reichen für die 3. Liga vollkommen aus!
Und jeder der behauptet das reicht auch für die 2. Oder gar 1. Liga, sollte sich mal hinterfragen wo er 1860 spielen sehen will. In jeder Zuschauerstatistik die man im Netz abrufen kann, wird das Gegenteil bewiesen. Das große Problem an der ganze Geschichte ist das Geld. Wer aber meint, dass uns die Stadt das GWS für 31 Mio umbauten und eine Miete für eine Hartz4 Wohnung verlangt, wird ein böses Erwachen haben. Die Miete ist weg und bringt uns finanziell gar nix. Als Eigentümer hat man ganz andere Möglichkeiten, wenn man Bedarfsgerecht baut. Das vergessen die allermeisten.
Nicht das ich gegen einen Umbau des GWS wäre, aber mit einer Kapazität von 18000 Zuschauern ist das nur gequiertle Scheisse. Und deswegen rührt die Stadt München keinen Finger mehr.

Ein , es ist sogar immens wichtig und wirtschaftlich ein großer Vorteil, auch bei höherer Stadionpacht. Der bereits genehmigte Vorbescheid zum ligaunabhängigen Umbau GWS auf 18 060 Kapazität ist wegen mehr als 3000 neuer Sitzplätze in der dann neuen Haupttribüne plus 900 B-Seats im neuen Vip-Bereich hinter /oberhalb der sog. Stehhalle bedeutend für Mehreinnahmen von rund 3-4 Mio. Euro pro Saison für die überschuldetete KGaA. Bei einem späteren Aufstieg in die erste Liga kann man dann immer noch 5-7 Spiele im Oly beantragen ( 12+7-Lösung) und so einen höheren Zuschauerbedarf ggf. bedienen.
Kapiert ? Sechzig braucht jetzt ein vollüberdachtes moderneres Sechzger und sonst gar nix !!!

Ach Herr Ostermeier,
wären Sie im VR geblieben, könnten Sie heute an der Gestaltung des TSV aktiv etwas bewirken.

Die Allermeisten vergessen, dass man als Bauherr auch Eigenkapital benötigt. Und das hatte 1860 auch 2004 nicht und deshalb musste der AA-Anteil verkauft werden, weil die Kosten nicht von den Einnahmen gedeckt wurden. Alles andere ist gequierlte Sch…

Wenn Man alles liest und auch versteht, dann braucht es Deine Zeilen hier nicht!
Zitat aus meinem Post: Das große Problem an der ganze Geschichte ist das Geld.

Typische Antwort wie bei DB24, wenn einem ARGE-Anhänger die Argumente ausgehen

Damals als die Schwabl-Pläne auf dem Tisch lagen, gab es auch einen Investor für dieses Projekt. Im übrigen gibt es die Pläne immer noch und es wäre die absolute Ideallösung. Angeblich heute nicht mehr machbar, aufgrund von Bauvorschriften. .

So ändern sich die Zeiten…Das richtige Stadion, zum richtigen Zeitpunkt bei den falschen Verantwortlichen 😉

Leider wahr 🙂

Und mit 38000 ein vollkommen überdiemsioniertes Stadion….ah geh..wer soi des nacha zahla 😃

Es ist ja alles recht und gut, aber ein Stadion für 18000 Zuschauer passt nun mal nicht für einen Bundesligavetein.
Dann sollten halt das Präsidium und alle Mitglieder endlich öffentlich bekunden dass wir weiter in der 3. Liga spielen wollen und alles ist gut. Wenn ich eine Party für 100 Leute feiern möchte reicht halt kein Raum für 50. Für die 3. Liga passen 15000 Zuschauer, dann braucht man auch nicht ausbauen und alles gut.
Nachteil ist nur dass wir dann auf Dauer sehr viele Fans verlieren werden und auch 15000 zu gross ist.
Aber zuerst sollten wir mal schauen dass wir nicht absteigen.

Last edited 1 Monat zuvor by Georg

Warum sollten 18000 Plätze nicht reichen? Die Fanbasis bei 60 ist nicht viel größer, außer bei Derbies. Der Großteil des Geldes in Liga 1 und 2 kommt vom Fernsehen und nicht von den Zuschauern….

Das ist so nicht richtig, in der 2. Liga hatten wir einen Schnitt von ca. 23-25.000 und in der 1. Liga von knapp über 30.000 Zuschauern.

Das ist absoluter Quatsch!! In der 3. Liga gegen Freiburg 2, Verl, Viktoria Berlin und Co wenn man auf Rang 14 steht geht natürlich nix.. In der 1. Und 2. Liga hätten wir einen ganz anderen Schnitt

Ist doch ganz einfach zu beantworten. https://www.transfermarkt.de/tsv-1860-munchen/besucherzahlenentwicklung/verein/72

Denke das man sich gut an der Vergangenheit orientieren kann.

Daran sehe ich, dass die Zahlen auch was mit der Ligazugehörigkeit zu tun haben und ob eine Mannschaft für 60 kämpft oder nicht.. Gibt viele Parameter, die da reinspielen

Richtig, und selbst in den zehn Jahren 1. Bundesliga, haben wir über diesen Zeitraum einen Schnitt von genau 30.601 Zuschauern. Viel mehr Potential ist nicht, wird ganz klar von den Zahlen belegt.

Nein das stimmt nicht, da es ne andere Zeit war.. Schau mal die Zuschauerzahlen von Frankfurt und Stuttgart von damals und vergleiche mit jetzt.

Quatsch sind die Behauptungen, 1860 habe in den letzten Jahren in der 2. BL mehr als 23000 Zuschauer verzeichnet

Dann schau dir mal Mannschaften an wie Fürth, Bielefeld, Bochum. Da bist du mit so wenig Zuschauern in der Bundesliga eine Fahrstuhlmannschafft. Da hast du mit 18K Zuschauern keine Chance.
Was mich aufregt ist das ewige Jammern und der Wunsch nach der 1. Bundesliga, gleichzeitig aber nur Schulden haben, ein viel zu kleines Stadion für die 1. Liga. Da muss man halt mal auch von offizieller Seite sagen dass wir ein 3. Liga Verein sind und bleiben werden.
Selbst die 2. Liga ist für uns eine Nummer zu groß. Schließlich waren wir lange genug oben und standen trotzdem stets vor der Pleite, trotz grossem Stadion und trotz den ach so hohen Fernsehgeldern. Hier wird immer vergessen dass dann auch die Spieler ein Vielfaches von heute verdienen wollen, und das bei 18000 Zuschauern. Das wird nicht funktionieren.
Wenn Bundesliga dann mit 35000 Zuschauern oder wenn nicht möglich dann halt 3. Liga ohne Stadionbau. Wegen 3000 Zuschauern sind das sonst rausgeschmissene Millionen.

Das ist jetzt leider totaler Quatsch, wir stehen wo wir stehen eben wegen “diesem grossen Stadion”. Ich behaupte jetzt einfach mal, hätten wir damals das Grünwalder auf knapp 30.000 Umgebaut, was damals möglich war, wären wir heute ein wirtschaftlich und sportlich deutlich standfesterer Verein. Sechzig hat auf Lange Sicht nie ein größere Zuschauerpotential als 30 – 40.000 Zuschauer, genau diese falsche Einschätzung der damaligen Führung war einer der Entscheidenden Gründe an unserer heutigen Lage.

Ich bin kein “Neubauverfechter”, aus verschiedenen Gründen. Was allerdings totaler Quatsch ist, ist die Behauptung, 60 hätte keine größeres Fanpotential als 30.000 Zuschauer. Mit dem Erfolg, kommen die Zuschauer. Es ist noch nicht lange her, da waren in einem Relegationsspiel zur 2. Liga (!) an einem Wochentag 65000 Zuschauer im Stadion (bei 300 Gästefans).

1860 hat bei sportlichem Erfolg ein grosses Potential… Wenn man in einer Gurkenliga wie momentan kickt und da um die goldene Ananas ist klar, dass viele net kommen

Tut mir leid, lieber Kington, aber sich bei eine Stadionplanung an einen Sondereffekt (Relegationsspiel oder Eröffnungsspiel) zu orientieren ist völliger Schwachsinn.
Unter Fanpotential werden hier diejenigen Sechzig-Fans betrachtet die sich regelmäßig im Stadion einfinden. Und hier liegt Sechzig in 2. und 3. Liga eindeutig unter 20k!

In der 2. Liga niemals

Wie oben schon erwähnt, hatten wir in den zehn Jahren mit Bundesligazugehörigkeit einen Schnitt von genau 30.601 Zuschauern, warum sollte sich das in Zukunft, wenn wir mal wieder 1. Liga spielen sollten, drastisch ändern?

Last edited 1 Monat zuvor by Darock

Wie oft waren denn mehr als 20000 Zuschauer im Olympiastadion oder in der AA? Rechne doch mal das Derby und die Spiele gegen Dortmund oder Nürnberg/Stuttgart raus, dann kommst du auf einen Schnitt von 20000, und das in Liga 1. In der 2. Liga war der Schnitt ohne Derbies oder Dresden selten über 20000, wenn überhaupt…

Ich bin ja Prinzipiell auch der Meinung das 25-30.000 die Idealvorstellung ist und das im Grünwalder. Ich wollte auch eher belegen das der Schnitt von 30.000, eher das Maximum des möglichen ist.

Sehe es genauso… 30.000 ist der Optimalfall

Weil es eine andere Zeit war. Schau dir mal Bundesliga Spiele von 2001 von der Zuschauerauslastung an und vergleiche mit jetzt (Corona ausgenommen)

Das sehe ich etwas anders, ich denke schon das Sechzig das Potential für einen stabilen mittelmäßigen Bundesligaverein hat und ich glaube auch daran, dass es mit einem damals umgebauten Grünwalder auf 30.000, heute der Fall wäre.

Sehe ich genauso. Union Berlin macht es vor

So gesehen kann ich Dir voll zustimmen, aktuell wäre 2. Liga schon eine tolle Sache. Ich bin ebenso der Meinung das wir nicht um jeden Preis versuchen sollten Ziele zu erreichen, die wir dann aufgrund finanzieller Unzulänglichkeit nicht halten können, bzw. es die ganze Situation noch verschlimmert. Hier habe ich mit unserem derzeitigem Geschäftsführer Herrn Pfeiffer ein gutes Gefühl, mir gefällt seine ruhige und unauffällige Art, das habe ich Ihm in einem Telefonat auch mitgeteilt. Ein weiterer Punkt der mir gut gefällt ist auch Michael Köllner, garnicht mal so als Trainer, obwohl er seine Sache gute macht sondern eher seine emphatische Fähigkeit innerhalb des Vereins zu vermitteln. Ich würde mir sogar wünschen, sollte er als Trainer irgendwann seinen Koffer packen, Ihn an anderer Stelle an den Verein zu binden.

Willst du ewig 3. Liga spielen?? Das Ziel sollte halt mal wieder Bundesliga sein und net gemütlich rumeiern

Union Berlin? Vor 2 Jahren über die Relegation hoch und jetzt international. Es geht alles. Kompetentes arbeiten ist das zauberwort. Und die haben ein gutes aber kein riesiges Stadion

Das ist ja alles schön und gut was du hier vorbringst, Dennis. Aber bleiben wir mal bei den Fakten:

1, Wir spielen nicht Bundesliga
2, Wir haben kein Geld für einen Stadionneubau.
3, Es gibt keinen Platz für einen Stadionneubau
4, Wir haben die Möglichkeit, dass uns die Stadt am für uns bestmöglichen Standort ein Stadion hin stellt, in dem wir mindestens in den nächsten 20 Jahren eine Heimat haben, die den Namen auch wirklich verdient.

Ich verstehe überhaupt nicht was es da noch zu überlegen gibt?

Sie verbreiten die Märchen von DB24

In den 58 Jahren seit Bundesligabeginn spielte 1860 München gerade mal 20 Jahre in der ersten Liga mit. Worauf begründet sich denn der Anspruch, dass wir unbedingt ein Stadion für die 1. Bundesliga benötigen?

Seite 12 der Machbarkeitsstudie (siehe obiger Link der Sitzungsvorlage):
Soweit man darüber hinaus der planungsrechtlichen Überlegung folgt, dass aufgrund früherer Baugenehmigungs- und Betriebssituationen zum Grünwalder Stadion eine Erweiterung auf 18.105 Zuschauer noch als Bestandsumbau zu bewerten ist, so ergeben sich durch entsprechende Selektion und zweckoptimierte Zusammenstellung der Planungsansätze nach u.E. folgende realitätsnahe Entwicklungsperspektiven für das Grünwalder Stadion:  Grundansatz: 15.000 Zuschauer (Qualität)  Erweiterungsansatz: 18.060 Zuschauer (Qualität + Quantität) Eine darüber hinaus gehende Erweiterung des Grünwalder Stadions erscheint nach unserer Einschätzung nicht realistisch.

Das würde ich halt gerne mal geprüfte haben. Ich glaub das nicht ganz.
Klar kann man auf alte BGs aufsetzen, allerdings würde ich es wenigstens mal prüfen, ob ein neuer BA überhaupt auf den bestehenden B-Plan passen würde. Die Frage ist ja nicht die alte BG sondern der aktuelle B-Plan, was der her gibt.
Am Ende hat es sowieso die Stadt in der Hand, auch die kann den B-Plan zu “unsereren Gunsten” ändern.
Weißt du ob es zu den paar Zeilen auf Seite 12 weitere Ausführungen gibt?

Weil das Stadion marode und nicht mehr zeitgemäß ist.. 15.000 bringen einen auch nicht weiter, wenn man Ansprüche hat. Das Stadionthema bei 60 ist irgendwie immer ne Zwickmühle. Freiburg Karlsruhe evtl bald Nürnberg und so schaffen es ja auch

Der Unterschied zu einer Stadt wie Freiburg, Karlsruhe und Nürnberg ist auch, das es hier im Vergleich zu München ein Kinderspiel ist geeignete Grundstücke zu bekommen. Es gibt in Deutschland nicht viele Orte die weniger verfügbare Bauflächen haben als München. Nur ein Beispiel, man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Da gebe ich dir Recht… Man sollte das ganze aber aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und auch mal die Schattenseiten sehen

Und sie sind sportlich gesehen das Aushängeschild ihrer Stadt und haben somit auch kommunalpolitisch keine nennenswerte Konkurrenz.

Meines Erachtens wäre bei einer Planung von über 18.000 Zuschauer, der Umbau nicht mehr als Umbau einzuordnen, sondern wie ein Neubau zu betrachten. Dies bedeutet mit einem neunen Genehmigungsverfahren und Einsprüchen von Anwohnern und Sonstigen. Dies würde wohl in der heutigen Zeit nicht mehr genehmigt werden.

Aber der Bestand ist ja bei ca 21.700, also ist für mich ein Umbau im Bestand bei ca. 21700..

Wieso 21.700, kann ich in den Unterlagen nicht finden?

@Darock https://gruenwalder-stadion.com/fassungsvermoegen-und-zuschaueraufteilung/
siehe unter Ausbaumöglichkeiten (leider finde ich nicht mehr, wo ich die 21.700 gelesen hätte).

hmm Google hats übrigens auch irgendwo gelesen 😂

Screenshot_20211018-191254.png

korrigiere mich selbst, statt 21.700 sinds wohl rund 20.000/21.272

Das ist zumindest das was die Machbarkeitsstudie sagt, blind vertrauen würde ich darauf nicht.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Es war und bleibt richtig: Angrenzung in Giasing an Traditionsstätte inmitten der Stadt für Löwenfussball pur , bodenständig , stadtteilverbunden und liebenswert ..unser T S V München von 1860 verdient das modernisierte SECHZGER mit Vollüberdachung und möglichst maximale Kapazität. Im ersten Schritt 18 000 und nach einem Bundesligaaufstieg gern Ausbau bis 28 000.

Warum 18k warum 28k? Warum zweistufig?

Wie will ma das Ding auf 28.000 ausbauen… Mit einer Zukunft gerne GWS, aber nicht als Sackgasse!

Das würde ich auch gerne wissen, wenn wir auf 28.000 kommen könnten wäre das ja wie erwähnt fast das Optimum. Aus den historischen Zuschauerzahlen heraus, dürfte sich das Potential in etwa dieser Größenordnung bewegen.

Warum soll das nicht gehen? Schau mal nach Bielefeld (1. Liga): Stadion mit über 25.000 Plätzen, mitten in der Stadt, ohne Parkplätze. Oder Bochum. Oder viel größer und nicht viel mehr Parkplätze in Dortmund. Das einzige ist halt das, dass da nie sozusagen kapazitätstechnisch abgerüstet und dann wieder aufgestockt wurde wie bei 60 im Zuge des AA Umzugs.

Weil es laut der Machbarkeitsstudie, angeblich Baurechtlich nicht mehr zu machen ist. Die Zeiten ändern sich und was vor zwanzig Jahren bei uns machbar war, geht heute halt nicht mehr so einfach.

Ich glaube mittlerweile, die stadiondiskussion ist auch ein Ergebnis von Falschinformationen einiger weniger. Gutes Beispiel ist doch die milchmädchenrechnung von dingsbums24, die den Leuten weiß machen wollen dass sechzig gegen Schalke unbedingt im Oly gespielt werden muss.

Trotzdem ist klar, dass das GWS eine Modernisierung braucht. Egal ob Liga 3 oder 2. Die Finanzierung durch die Stadt ist die alleinige Möglichkeit. Einen anderen Geldgeber wird es nicht geben – mit oder ohne HAM.

Der größte Kritikpunkt an den umbauplänen ist die Kapazität. Von daher würde ich gerne mal Klarheit über folgendes erfahren :

Was muss getan werden um im ist-Zustand die volle Kapazität auszuschöpfen – das Stadion hat heute eigentlich eine kapa von ca. 20k.
Ist es möglich die lärmschutzauflagen mit einer vollüberdachung o.ä.zu erfüllen
Kann die Stadion Wirtschaft zu einem hochwertigen VIP Bereich ertüchtigt werden?

Tatsächlich haben doch die Entwürfe der Studenten (oder Schwabl) gezeigt, dass es durchaus möglich ist. Mir ist immer noch schleierhaft, wie die Studie auf die Zahl von nur rund 18.000 kommt…

Die Studie wurde soweit ich weiss von der Stadt in Auftrag gegeben und vom Architekturbüro Speer erstellt. Erste Frage bei so einem Vorgehen ist für mich, was für ein Interesse hat hier der Auftraggeber? Ich könnte mir vorstellen, rein hypothetisch, würde ein Gutachten von jemanden in Auftrag gegeben der die finanziellen Mittel und den unbedingten Willen Besitz so ein Projekt zu verwirklichen, dass dieses anders ausfällt. Die Frage ist hier auch was ist finanziell möglich, Lärmschutz bei Abendspielen könnte zb. durch ein komplett schließbares Dach gewährleistet werden, kostet natürlich. Soweit ich es wahrgenommen habe ist der größte Punkt die Infrastruktur, also Parkplätze usw. für An-und-Abreise, mit den nötigen Mitteln sicherlich möglich das zu lösen, aber ich denke dann kommen wir in einen Bereich in dem 100 Millionen bei weitem nicht reichen werden.

Der Umbau zu einem Stadion mit 18000 ist die einzige Möglichkeit den Umbau im Bestand zu verwirklichen. Jedes größere Fassungsvermögen führt jetzt (!!) zu einem Neubau und den ganzen Auflagen die an diesem Standort nicht zu erfüllen sind. Aktuelles Beispiel gefällig
Frag Dich mal warum man automatisch mit dem Kauf einer Eintrittskarte auch den MVV dazu bekommt und auch bezahlt!
Die Antwort erhälts du Automatisch wenn Du mit dem Auto zum GWS fährst. Man umgeht so die nötige Anzahl an Parkplätzen rund ums Stadion nachzuweisen.
Ja Ja…und jetzt Feuer frei…

Das Parkplatzproblem sehe ich gar nicht so, es muss eh mehr für Umwelt und Klima etc gemacht werden, dann macht man halt weiterhin das mit dem MVV, Shuttle-Service von Parkplätzen, ne Tiefgarage im alten UBahnhof unter dem Wettersteinplatz, a bisserl Kreativität findet da eine Lösung…