Während des Trainingslagers in Italien schlug der TSV 1860 München am 13.01.1998 den toskanischen Amateurverein U.S.D. San Vincenzo standesgemäß mit 15:2. Am Saisonende wurde der Abstieg aus der Bundesliga nur knapp vermieden.

Europapokal-Abenteuer mit den Löwen

Es hätte alles so schön sein können: Die Löwen waren als UEFA-Cup-Teilnehmer in die Spielzeit 1997/98 gestartet und strebten (mal wieder) nach Höherem. Die Schwabl-Affäre hatte jedoch einen Keil in die Mannschaft bzw. in das Verhältnis des Teams zu Trainer Lorant und Präsident Wildmoser getrieben. Fast folgerichtig fand man sich zur Winterpause auf Rang 15 der Bundesliga-Tabelle wieder. Auf europäischer Ebene setzte man sich souverän gegen Jazz Pori durch (1:0, 6:1), ehe das Aus gegen Rapid Wien (0:3, 2:1) folgte.

Vorbereitung in Italien

Es konnte also quasi nur besser werden in der Rückrunde und die Basis dafür sollte im Trainingslager in Italien gelegt werden. Heute vor 23 Jahren traf der TSV 1860 dabei auf den italienischen Amateurverein U.S.D. San Vincenzo und deklassierte diesen mit sage und schreibe 15:2 (8:0). Tags darauf folgte ein tatsächlicher Härtetest und prompt unterlag man dem damaligen Erstligisten FC Empoli im Stadio Carlo Castellani mit 1:2.

Aufstellung des TSV 1860

Trainer Werner Lorant ließ gegen San Vincenzo folgende Spieler ran:

Hofmann – Schröder, Hofschneider, Gorges, Greilich – Borimirov, Bender (58. Hasi), Malz, Fröhlich – Agostino, Barlecaj

Tore:
0:1 Agostino (1.), 0:2 Borimirov (14.), 0:3 Bender (20.), 0:4 Fröhlich (22.), 0:5 Borimirov (26.), 0:6 Agostino (35.), 0:7 Borimirov (36.), 0:8 Bender (41.), 0:9 Agostino (56.), 0:10 Borimirov (57.), 0:11 Barlecaj (69.), 1:11 Corsi (71.), 1:12 Barlecaj (74.), 1:13 Agostino (75.), 1:14 Barlecaj (79.), 2:14 Corsi (80.), 2:15 Agostino (81.)

Mühsamer Klassenerhalt

Auch die Rückrunde verlief bei den Löwen äußerst zäh und so sicherte man sich erst am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt. Schlüssel dazu war jedoch der überauswichtige Auswärtssieg beim 1. FC Köln in der 32. Runde. Michael Hofmann, der den Platz von Bernd Meier zwischen den Pfosten übernommen hatte (Stichworte: Fehler gegen Carsten Jancker), machte dort das Spiel seines Lebens und hielt den Sieg fest.

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