Wie grausam kann ein Trainer sein? Ein Testspiel an Neujahr gehört wohl schon zu den härterten Strafen, die ein Übungsleiter seiner Mannschaft auferlegen kann. Albert Sing war diesbezüglich wenig zimperlich und ließ seine Mannschaft am 01.01.1968 auf dem Trainingsgelände des TSV 1860 antanzen, um sich dort mit einem kombinierten Team von Wacker München und Helios München zu messen.

Neujahr an der 114

Die Freude der Spieler über die Spielansetzung dürfte sich arg in Grenzen gehalten haben, denn schon damals war Silvester meist mit ausgelassenen Feiern verbunden. Wie die Skispringer das Jahr für Jahr schaffen, zum Neujahrsspringen in Garmisch fit zu sein, ist mir ein Rätsel. Aber das ist eine andere Geschichte…

Heute vor 53 Jahren jedenfalls gaben sich die Löwen keine Blöße und schlugen mit zahlreichen Spielern, die 1966 deutscher Meister geworden waren, die aus Spielern von Wacker und Helios zusammengewürfelte Mannschaft mit 6:1. Stolze 3.000 Zuschauer fanden den Weg ans Trainingsgelände und sahen zum Jahresauftakt einen Sieg des TSV 1860. Die Saison 1967/68 schloss Sechzig übrigens auf Rang 12 der Bundesliga ab. Die Schale holte sich der 1. FC Nürnberg, dem in der Folgesaison das zweifelhafte Kunststück gelang, als amtierender Meister abzusteigen.

Die Aufstellung des TSV 1860

Trainer Albert Sing schickte folgende Spieler auf den Rasen:

Radenkovic – Wagner (46. Peter), Steiner (46. Kroth) – Patzke, Reich, Perusic – Heiß, Küppers (46. Brunnenmeier), Kohlars (46. Bründl), Schmidt (46. Grosser), Zeiser (46. Rebele)

Tore:
1:0 Kohlars (4.), 2:0 Küppers (34.), 3:0 Kohlars (35.), 3:1 Kalleder (37.), 4:1 Bründl (63.), 5:1 Schmidt* (73.), 6:1 Brunnenmeier (83.)

* Der bereits ausgewechselte Schmidt wurde später für den verletzten Rebele wieder aufs Spielfeld geschickt.

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