Heute Vormittag fand vor dem Landgericht München I am Lenbachplatz eine ungewöhnliche Verhandlung statt. Zumindest was die beiden beteiligten Parteien anbelangt. Geklagt hatte Oliver Griss, Betreiber des reichweitenstärksten, kommerziellen Blogs im Umfeld des TSV 1860 gegen – und da mag der eine oder andere stutzen – den TSV München von 1860 e.V. Richtig gelesen: Der Mann, der Mitglied in diesem Verein ist und mitunter vorzugeben versucht, ein berichterstattender Fußball- und Löwenfan zu sein, hat “seinen” Verein verklagt. Klingt komisch – bei den Löwen ist aber auch so etwas möglich.

Streitgegenstand: Ein Foto von db24
Der Streitgegenstand liegt schon eine Weile zurück. Und ist – eigentlich für beide Streitparteien – kein Ruhmesblatt. Auf der Mitgliederversammlung des TSV 1860 im Jahr 2021 in der Münchner Zenith-Halle hatten die für die Veranstaltung Verantwortlichen beim Tagesordnungspunkt “Ehrung von Mitgliedern” auf der großen Leinwand hinter dem Podium die Fotografie des Löwen-Mitglieds Anton Sontheimer gezeigt, der zum Ehrenmitglied des TSV ernannt werden sollte. Und nach einem einstimmigem Beschluss der anwesenden Mitglieder auch ernannt wurde.
Oliver Griss erhob nach der Versammlung den Anspruch, der Urheber der Fotografie zu sein und sah sich durch die etwa eine Minute lang dauernde Anzeige dieses Fotos von Sontheimer vor rund 200 anderen Mitgliedern des TSV 1860 in seinen Urheberrechten verletzt. Weshalb er im Frühjahr 2022 einen hohen vierstelligen Betrag “Schadensersatz” vom e.V. einforderte und dann später – mit einem anderen Anwalt – mit einer etwas reduzierten Forderung und einer in so einem Fall sehr hoch zu beziffernden Unterlassungklage zu Gericht schritt. Das auf dem streitgegenständlichen Foto abgebildete Mitglied hat übrigens – und das mag den juristischen Laien durchaus überraschen – mit dem ganzen Vorgang nichts zu tun. Unter Umständen ist dem inzwischen 79jährigen Anton Sontheimer nicht einmal bekannt, dass über ein Foto von ihm verhandelt wird.
Sorgfalt bei der Auswahl von Bildern ist dringend nötig
Grundsätzlich ist es das gute Recht eines jeden Journalisten, auch jeder Privatperson auf das Urheberrecht an einer Fotografie zu pochen. Die Verantwortlichen im TSV 1860 e.V. hätten bei der Auswahl der Bilder, die sie in der Versammlung den anwesenden Mitgliedern zeigen würden, mehr Sorgfalt walten lassen sollen und bei jedem Bild die Urheberschaft ermitteln, Kontakt mit dem Urheber aufnehmen und ggf. die Quelle unter die Abbildung schreiben müssen. Klingt innerhalb eines Vereins zwar vielleicht irritierend, ist aber bei den Löwen dringend geboten. Auch wir hier bei sechzger.de kennen die Urheber-Problematik gut und sind bei der Verwendung von Fotos sehr umsichtig. Das macht nicht immer Spaß und kostet oft Zeit, ist aber zur Wahrung des Urheberrechts – insbesondere im Internet – nötig. Und eben auch bei einer öffentlichen Veranstaltung, wie der Mitgliederversammlung eines großen Sportvereins.
Tut man das? Verklagt man seinen eigenen Verein?
Allerdings darf an dieser Stelle natürlich schon sehr deutlich die Frage aufgeworfen werden, ob es wirklich angebracht ist, wegen einer derartigen Nutzung einer Fotografie, den – angeblich – eigenen Herzensverein zu verklagen und vor Gericht zu zerren, wie es in diesem Fall vom Betreiber von db24 praktiziert wurde. Kommerzielle Interessen wurden bei der Verwendung des Fotos auf jeden Fall schon mal keine verfolgt. Der ganze Fall hat – neben der juristischen auch und insbesondere – eine moralische Dimension. Oliver Griss verdient sein täglich Brot mit einer Website, die über den TSV 1860 berichtet, bezeichnet sich gleichzeitig selbst als Anhänger der Löwen und ist auch Mitglied im TSV München von 1860 e.V. Und er verklagt genau diesen Verein. Da darf sich jeder Löwenfan seinen eigenen Reim darauf machen.
Ergebnis der Verhandlung: db24 vs. 1860
Die Tendenz des zu erwartenden Urteils der heute Vormittag um halb zwölf vor dem Landgericht München I durchgeführten Verhandlung ist angesichts der oben beschriebenen moralischen Fragwürdigkeit des ganzen Verfahrens vielleicht gar nicht das Entscheidende. Und doch gehört es natürlich zur ganzen Geschichte dazu. Wie in solchen Zivilverfahren üblich, wurde heute noch kein Urteil gesprochen, sondern die Entscheidung des Gerichts wird erst nach eingehender Beratung verkündet. Dies soll nach Ankündigung der Richterin am 27. Januar 2026 der Fall sein.
Oliver Griss erschien zum Gerichtstermin gegen seinen Verein übrigens nicht persönlich, sondern ließ sich von seinem in diesem Verfahren aktuell beauftragten Anwalt Dr. Bernhard Brunner vertreten. Am Ende der etwa dreißigminütigen Verhandlung zog dieser für die Klägerseite den (kostenintensiven) Unterlassungsantrag zurück. Die Widerklage des e.V. auf Feststellung, dass dem Kläger der Schadensersatz, den er noch im Mahnverfahren in völlig überzögener Höhe beansprucht hatte, nicht zusteht, war insofern erfolgreich. Der Anwalt von Griss erklärte, diese “Anspruchsberühmung ernsthaft und endgültig aufzugeben”, wie es im Juristendeutsch heißt. Es bleibt nun zwar zunächst noch die Forderung von 2.500 EURO des Klägers gegen den Beklagten im Raum stehen, man kann allerdings davon ausgehen, dass Oliver Griss im Urteil höchstens 10-15% dieser Summe zugesprochen werden. Vorstellbar und keineswegs unrealistisch ist, dass der Schadensersatzantrag vom Gericht sogar komplett abgewiesen wird.
Feststehen dürfte aber bereits jetzt: Oliver Griss wird am Ende dieser juristischen Auseinandersetzung mit Sechzig stark draufzahlen. Finanziell – und moralisch.












Ist vielleicht eine Retourkutsche für das Verhalten von Reisinger, schließlich wollte er ihm keine Fragen mehr beantworten.
Es sollte nicht vergessen werden, dass auf dem Blog mindestens acht Jahre gegen den Präsidenten unsachlich vorgegangen wurde. Erstaunlich, dass RR solange die Konfrontation unterlassen hatte
Ja, ich erinnere mich. Es war u.a. wegen der erfolgreichen Konsolidierung.
Das kam später. Angefangen hat alles damit dass der OMG sich für unentbehrlich und unantastbar gehalten hat in der damaligen 3. E.V. Mannschaft und sich dementsprechend gegenüber seinem Trainer und seinen Mitspielern benommen hat. Worauf ihn sein damaliger Trainer Reisinger (später Präsident) konsequenterweise aus der Mannschaft geworfen hat.
Das hat er dem eV bis heute nicht verzeihen.
Seitdem ist alles was eV drauf stehen hat auf seiner persönlichen Abschussliste. Da kann kommen wer will. eV war böse und muss büßen. Außerdem generieren Hasserfüllte Artikel jede Menge Klicks.
Aber sowas wollen manche nicht hören oder lesen, stimmt’s 😉
Reisinger war Abteilungsleiter und nicht Trainer
Stimmt
Du meinst also, dass alles was er über den e.V. geschrieben hat, von ihm erfunden war? Alles nur um sich an Reisinger zu rächen?
viele seiner Berichte entsprechen nicht den Tatsachen, sondern nur seiner subjektiven Ansicht.
Und, v.a. negative Dinge biegt er so hin, dass ausschließlich der eV und/oder die Fanszene dafür verantwortlich ist.
Konsolidierung wird unterschiedlich definiert.
Wer meinte, die KGaA könne die Schulden reduzieren, ist einer Fehlvorstellung nachgelaufen. Das hat der Präsident auch niemals in Aussicht gestellt. Aufgrund der Ausgangslage per 01.07.2017 wäre eine Schuldenreduktion nur möglich gewesen, wenn Ismaik einen Forderungsverzicht ausgesprochen hätte.
Und was häufig vergessen wird, der AR-Vorsitzende Saki hat aufgrund seiner Majorität häufig entgegen den Wünschen des e.V. das Kosten-Budget zulasten steigender Schulden erhöht!
Ein Beispiel:
Vor kurzem hat OG in einem Artikel den Vorsitzenden von Pro1860 in der Luft zerrissen. Aus an sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiß ich aus einer Quelle, dass sich OG nicht die Mühe gemacht hat, im Sinne einer “ausgewogenen, journalistischen Berichterstattung” zu einer Meinung zu befragen. Warum? Möglicherweise hätte eine Antwort das Bild, das er gerne zeichnen wollte, verzerrt.
OG betreibt keine objektive, ausgewogene Berichterstattung. Sondern manipulativ und tendenziös. Seine Arbeit ist kein Journalismus, sondern Beeinflussung. Und der Pro1860-Vorsitzende ist nicht der einzige, den er in der Luft zerrissen hat. Die Liste derer, die er auf dem Gewissen und in teilweise ehrabschneidende Art und Weise diskreditiert hat, ist sehr lange: jeder, der nicht seiner Linie folgt wird von ihm öffentlich an den Pranger gestellt. Mitunter auch ein Grund, warum sich immer weniger Leute für ein Ehrenamt bei 1860 entscheiden. Wer will schon seinen Leumund und seine berufliche Perspektive bei db24 in frage gestellt sehen?
In OG’s handeln also nur eine returkutsche zu sehen, weil jemand seine Fragen nicht mehr beantworten wollte, ist absolut zu kurz gegriffen. OG interessieren keine Antworten auf Fragen. Er will zerstören und verleumden. Und das nur, um ein paar Cent mehr zu verdienen. Ein widerlicher Typ.
Ich hätte volles Verständnis wenn seine Arbeit/Werk kommerziell genutzt worden wäre ohne dafür zu bezahlen.
Aber innerhalb eines – seines Vereins im Rahmen einer Ehrung!
Wirklich armselig! Da er es wohl selbst nicht tut: Ich schäme mich für ihn.
Da muss man schon ein unglaublich frustrierter Mensch sein, damit man sich an so etwas ergötzen kann.
Ollawei Gschiss.
Hat denn nicht Einer von Euch nen Job für diesen Typen? Er kann Mode, Vorkoster, Witzfigur, Parken…gelegentlich, hat nen eigenen Song und irgendwas mit Ibiza. Hauptsache er schadet 60 nicht mehr bzw versucht es.
Parkwächter würde ich ihm empfehlen.
Ein Parasit ist ein Organismus, der sich von anderen Lebewesen (Wirt) ernährt oder diese zu Fortpflanzungszwecken befällt. Er kann den Wirt schädigen, indem er seine Organfunktionen beeinträchtigt, Zellen zerstört und ihm wichtige Nährstoffe entzieht.
Ich kann mir denken worauf du hinaus willst, das ist auch sehr geschickt formuliert, aber ich mag diese Vergleiche zwischen Menschen und anderen Lebewesen nicht.
Stimmt, da kommen unangenehme Fallbeispiele aus der Vergangenheit auf
Mir tut der Typ mittlerweile auch fast ein bisschen leid 🤔 Auf der andern Seite: Gehört alles zu dem seinen speziellen Geschäftsmodell und auf mein Mitleid kann er eh sch…
Bin ihm nie begegnet, deshalb würde mich mal interessieren: Kennt den jemand genauer? Ich mein, wie is der privat so? Ist der völlig in seiner Welt? Hat der (in der realen Welt außerhalb des www) Anhänger und kommt sich wichtig vor? Und meint ihr, da gibt’s wirklich eine Art „Geschäftsbeziehung“ zwischen ihm und dem Investor?
Die Frage halte ich für angebracht: “Gehört alles zu dem seinen speziellen Geschäftsmodell …?”
So aberwitzig die Klage erscheint, sie generiert Aufmerksamkeit für den Blog und damit Klicks und Geld.
Außerdem kann man damit auch noch den Eindruck erwecken, man würde ungerecht behandelt werden. Und zudem dürften seine Anhänger sich bestätigt fühlen in ihrer Meinung gegen RA Walch.
Deinen eigenen Verein verklagen wegen eines Bildes zur Ehrung eines Miglieds?
Da muss man schon viel Phantasie haben um auf sowas zu kommen.
ich bin der Meinung dass man einen Verein sehr hassen muss, wenn man gerichtlich gegen ihn vorgeht. Wann bekennt er endlich Farbe und steht zu seinem Herzensverein, der ein paar Meter weiter all das verkörpert, was er so sehr liebt
Man sollte einen Menschen vielleicht nicht als Deppen bezeichnen, aber bisserl deppert ist die Aktion ja schon
Ist ja nicht das erste Mal, dass er 60 bewusst zu schaden versucht.
Beim Song der Kurve über ihn (irgendwas mit einer Uhr und deren Sohn) hat er ja auch beim DFB Beschwerde eingelegt und 60 musste ca 2000 Euro Strafe zahlen.
Sein Kommentarbereich ist immer noch voll von Hetze und jeder seiner Artikel ist negativ und irgendwie gegen 60 gerichtet und fördert die Hetze.
Hausverbot, Entzug der Akkreditierung und Vereinsausschluß jetzt!
da gabs doch was passendes: Petition
😉
Da hat der Hund mal wieder auf die eigene Kette geschissen. So stellt man sich einen wahren Herzenslöwen vor. Respekt an die Ultras, dass sie das Ganze nur aus der Ferne kommentieren. Bring sowas mal in Dresden oder Frankfurt….
Das war jetzt die dritte juristische Klatsche für den Falschparker in Bezug auf 1860 in diesem Kalenderjahr! Eine lächerliche Strafanzeige, eine üble Denunziation und jetzt das hier. Ich frage mich schon, wann der Ehrenrat gedenkt gegen diesen Herrn vorzugehen? Für mich ist das eindeutig ein Verhalten zum Schaden des Vereins.
Griss raus!
Juristisch wird’s möglicherweise gar keine Klatsche werden, a bisserl was kriegt er vielleicht … aber persönlich-psychologisch tatsächlich nicht mehr nachvollziehbar. Ich dachte auch erst mal, dass er sich ungerecht behandelt fühlte oä, aber so ein Streitgegenstand ist schon bedenklich…
So wie ich den Post von Nicolai Walch, der heute vor Gericht die Interessen des eV vertreten hat, wird OG auch wenn ihm ein paar hundert Euro zugebilligt werden, finanziell nicht als Gewinner aus dieser Farce hervorgehen. Und Geld, protzige Autos , geschmacklose Klamotten(Hauptsache teuer) ist alles was ihn interessiert.
Armes Würschterl Griss. Und dann hat er nicht mal den Mumm persönlich hinzugehen. Er hat nur in seinem Blog eine große Klappe. Diese Aktion könnte einen Ticken zu viel gewesen sein , die er sich geleistet hat Damit hat er sich ins eigene Knie geschossen.
Was mich aber schon interessiert und gleichzeitig irritiert, warum ist es so schwer was gegen seine Hetze und Hasstiraden im Kommentarbereich zu unternehmen? Seit beinahe 8 Jahren geht augenscheinlich nix voran. Warum ist das so?
Mein erster Gedanke als ich von einer Verhandlung erfahren hab war. “Mann darf seine Rechte auch gegen den eigenen Verein durchsetzen. Auch ein Griss muss sich nicht alles gefallen lassen.” Dann hab ich gelesen worums hier eigentlich geht.
Eigentlich fast nur peinlich für OG, dass man da Geld in die Hand nimmt, Zeit investiert um “seinem” Club so ans Bein zu pissen. Wenn man so liest was er schreibt muss ich sowieso zweifeln ob der wirklich noch Fan ist. Klar grantelt jeder mal wenn man wieder enttäuscht wird und noch ein Jahr Stillstand, bei ihm lese ich da aber so viel Gehässigkeit, als würde ers den Leuten nicht mal gönnen erfolgreich zu sein.
Komischerweise ist was ich ihm jetzt unterstelle aber ja das gleiche was er wiederum den Fans, “Ruinenanbetern” etc. anhängt.
Mir tut der Olli richtig leid. Da pöppelt er seit Jahren gegen Verein, aktive Fanszene und das Grünwalder und was hat er erreicht? Nichts!
Außer andauernd schlechte Laune bei den Lesern seines Blogs. Armes Würstchen.