Unterschiedlicher könnten die Ausgangslagen vor dem Dienstagsspiel des TSV 1860 München beim SSV Ulm fast nicht sein. Die Löwen reisen mit zwei Siegen im Gepäck zum Aufsteiger, die Ulmer kassierten zuletzt eine herbe 0:4-Niederlage in Ingolstadt. Die Partie beginnt am Dienstag um 19:00 Uhr in Ulm und ist bereits ausverkauft. Etwa 8.000 Löwen-Fans werden dort im Stadion erwartet.

“Ulm hat eine abgezockte Mannschaft”

Für den Gegner hatte Löwen-Coach Maurizio Jacobacci bei der Löwenrunde, die aufgrund von Parallel-Terminen dieses Mal ohne Vertreter von sechzger.de stattfinden musste, lobende Worte für den Gegner parat: “Das Resultat des letzten Spiels täuscht über die Leistung von Ulm hinweg, denn Ingolstadt war sehr effizient. Ich habe auch andere Spiele von Ulm gesehen. Sie sind vor allem sehr heimstark und haben dort zehn Punkte aus vier Spielen geholt. Es ist eine abgezockte Mannschaft, die noch den Flow des Aufstiegs im Rücken hat.”

Löwen mit Guttau und ohne Schröter, Starke und Glück

Gegen Ulm wird Guttau wieder im Kader stehen, der beim 1:0 gegen Verl noch krankheitsbedingt fehlte. Er konnte das Montagstraining bereits wieder voll absolvieren. Fehlen werden hingegen Starke (gesperrt), Schröter (angeschlagen) und Glück (private Gründe). Eine Prognose bei Schröter sei schwer. Man hoffe, dass der Mittelfeldmann am Mittwoch wieder ins Training einsteigen könne, sagte der Schweizer. In Ulm wird auch Steinhart noch nicht im Kader stehen, am Samstag gegen Dresden könnte er aber bereits wieder eine Option sein. “Die beiden Siege haben uns sehr gut getan. Wir wollen wieder so auftreten wie wir zuletzt gespielt haben”, fordert Jacobacci. Wichtig sei es “nicht wieder Gegentore aus eigenen Fehlern heraus zu bekommen”. Die individuellen Fehler konnten jedenfalls in den letzten beiden Spielen minimiert werden.

Positive Zwischenbilanz nach acht Spielen

“Wir haben spielerisch sehr viele Fortschritte gemacht”, sagte Jacobacci bei seiner Zwischenbilanz nach acht Spielen. Mit zwölf Punkten liegen die Giesinger in Schlagdistanz zur Spitzengruppe und profitierten davon, dass sich bislang keine Mannschaft absetzen konnte. So kassierten erst am vergangenen Wochenende Dresden und Aue unerwartete Niederlage. “Durch die unglücklichen Niederlagen von uns, die durch Eigenverschulden zustande gekommen sind, gab es einen kleinen Knacks. Wir haben gegen Halle und Verl mit dem Ball nicht den besten Fußball fabriziert. Aber das ist verständlich. Entscheidend war es für mich, die defensive Stabilität an den Tag zu legen und zu Null zu spielen“, erklärte Jacobacci. Das spielerische Element komme dann mit wachsendem Selbstvertrauen hinzu.

Wieder mutig agieren und auf das Wesentliche konzentrieren

“Wir wollen wieder mutig agieren, uns auf das Wesentliche konzentrieren und die Punkte einfahren. Wir haben eigentlich vier Punkte zu wenig, um den Schnitt zu haben, den wir gerne haben möchten. Aber wir können das in Ulm mit einem Sieg verbessern. Ein Sieg würde uns weiterbringen in der Entwicklung. Das ist ganz klar unser Ziel”, erklärte Jacobacci. Dennoch warnte er vor den Ulmern, die mit 14 Punkten bislang sehr gut dastehen. Mit einem Dreier könnten die Löwen sogar vorbeiziehen. “Es ist aber nicht so, dass wir als Favorit hinfahren”, sagte der Schweizer weiter.

Vierkette wird in der Offensive zur Dreierkette

“Wir haben immer mit Viererkette gespielt”, erklärte Jacobacci seine Taktik der letzten Spiele. In der Offensive sei Greilinger nach vorne geschoben und die defensive Kette habe dahinter verschoben. Aufgrund der späten Anstoßzeit reisen die Löwen dieses Mal erst am Spieltag nach Ulm und verzichten auf eine Hotel-Übernachtung. “Wir haben einen ganzen Tag und können morgens anreisen. Mittags können wir uns Tageszimmer nehmen und haben noch den ganzen Tag Zeit, um uns auf das Spiel vorzubereiten”, erklärte Jacobacci. So kommen keine Langweile auf und man könne gut vorbereitet ins Spiel gehen.

Gelingt den Löwen der Sprung ins vordere Tabellendrittel?

Am Dienstag wird sich zeigen, ob es den Löwen gelingt, zum dritten Mal in Folge zu Null zu spielen und wieder als Sieger vom Rasen zu gehen. Wir drücken die Daumen und berichten natürlich wieder im Live-Ticker.

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Siggi

München Merkur am 23.09.2023: Löwen-Trainer Jacobacci begeht Kommunikationsfehler: Das Wort „Müssen“ besser vermeiden”
In der PK danach beschwerte sich MJ über diese Kritik und in der PK heute macht er sich genau diese Worte zu eigen. Ein komischer Kauz ist er schon 🙂

Last edited 9 Monate zuvor by Siggi
KaiKiste1860

Er hat sich halt gegen die Aussage vom Münchner Merkur damals und heut morgen in db24 etwas gewehrt. Griss schrieb um 9:19 „ “Ich habe der Mannschaft gesagt: Wir müssen unser Tor so miteinander verteidigen…“ Ein Duden-Experte könnte uns jetzt einen Roman darüber schreiben, wo genau der Unterschied zwischen „müssen“ und „wollen“ liegt, aber alles auf die Goldwaage zu legen im manchmal so hektischen Journalismus? Das der Blogger der Verursacher war, hat er wohl bis jetzt noch nicht gemerkt in einer schon sehr einseitigen Frage-Antwort-Runde!

Anderl

Glückwunsch! Du hast endlich die beste Seite gefunden.

FabM

Liebe Fans, ich kenne diese Löwenseite noch nicht lange – aber Respekt, wie hier berichtet wird. Danke. Beste Grüße