Löwen-Coach Michale Köllner hat anstrengende Tage hinter sich: Nach einer Doppelschicht Training am Donnerstag fuhr er am Abend noch nach Obing, um dort dem Treffen der ARGE Region 6 – ausgerichtet vom TSV 1860 Fan-Club Obing-Kienberg-Waldhausen – beizuwohnen. Das erzählte er Freitag morgen bei der Pressekonferenz im Nissan-Autohaus in der Zamdorfer Straße – dort bekam er seinen Dienstwagen überreicht, wir waren live dabei und berichteten. Ebenfalls in Obing vor Ort: Fanbeauftragter Sebastian Weber – und so viele Löwenfans, dass die Veranstalter kurzfristig improvisieren mussten, so erzählte Köllner: “die haben dort wohl mit um die 50 Löwenfans gerechnet, aber dann kamen doppelt so viele, da musste kurzfristig improvisiert werden. Aber die Löwenfans bekamen das natürlich hin”.

Köllner erzählte auf der rundum gelungenen Veranstaltung von einem kleinen Jungen, der ihn fragte wie alt er werden müsse, um 1860 noch einmal in der Bundesliga zu erleben – er versprach ihm augenzwinkernd, dass das bis zur Rente geschafft werden würde – und berichtete von einem Pfarrer, der wohl bald 90 Jahre alt werden würde, aber immer noch zu jedem Heimspiel der Löwen fährt:

Ein fast 90jähriger Pfarrer, der den Löwen so tief im Herzen trägt – die älteren erinnern sich: Es handelt sich hierbei um Valentin Tremmel, auch als „der Löwenpfarrer aus Obing“ bekannt: Er war es, der seinerzeit der ersten großen Blockfahne (mit Sponsor Metzen-Embleme) im Sechzgerstadion Anfang der 90er-Jahre  vor der Westkurve seinen Segen gab, der nach dem Aufstieg der Löwen die Kirchenglocke läutete – oder auch den Gottesdienst leitete bei der Trauerfeier vom ehemaligen Löwenpräsidenten Karl-Heinz-Wildmoser.

Für uns der bemerkenswerteste Satz der Pressekonferenz war folgender:

Da sieht man, die haben den Löwen in ihrem Herzen, viele Jahre, manche von Geburt an, und das ist für mich dann auch immer Auftrag, das Tag für Tag im Training so hinzubekommen, dass wir der Sache auch gerecht werden und dann Spiele abzuliefern, die dann der Sache auch gerecht werden“.

Starke Worte, Mister Köllner. Er stellte noch einmal heraus, wie sehr ihm solche Abende gefallen würden und wie ihm auch im Trainingslager in La Manga (wir waren live dabei und berichteten) oder beim dortigen Fanabend der Kontakt zu den Fans gefallen hätte.

Für uns zeigte sich einmal mehr, dass Michael Köllner ein äußerst sympathischer Trainer ist der genau weiß wovon er redet – und dass bei der Veranstaltung in Obing doppelt so viele Löwenfans kamen wie erwartet, zeigt einmal mehr dass die Liebe der Löwenfans zu ihrem Verein ungebrochen ist. Aber das wussten wir auch davor schon.

Es wäre besser, sich an diesen Tatsachen zu erfreuen, anstatt über jedes Stöckchen von Boulevard & Blogger zu hüpfen. Der Löwe sieht positiv in die Zukunft, zumindest dann wenn er nicht in einer Filterblase gefangen ist. Aber über die hatten wir ja schon an anderer Stelle berichtet.

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