Start Blog Seite 133

Giesinger Gedanken: Glöckner? – Bitte jetzt handeln, Löwen!

251
Patrick Glöckner Trainer Tsv 1860

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Vorbemerkung: Ich setze auf Kontinuität,…

Ich möchte diesen Giesinger Gedanken etwas vorwegschicken: Ich bin nachweislich (dokumentiert und nachzuhören zum Beispiel in diversen sechzger.de Talks der letzten Jahre auf unserem Youtube-Kanal) kein Freund schneller Trainerwechsel. Ob in der Personalie Michael Köllner, Maurizio Jacobacci oder zuletzt Argirios Giannikis: Ich habe in den letzten Jahren zu Zeitpunkten, als es schon sehr populär war, den Kopf des jeweils amtierenden Übungsleiters zu fordern, immer zu Besonnenheit und Geduld aufgerufen. Weil ich bei Sechzig in den letzten vierzig Jahren einfach viel zu oft erlebt habe, dass ein Trainerwechsel gar nichts ändert. Zumindest nicht langfristig. Wir kehrten eigentlich fast immer – nach kurzer Zeit – in die alte Spur zurück. Ich glaube, dass man auch mal geduldig sein und gemeinsam durch ein Tal der Tränen gehen muss. Ich sehe normalerweise nach einem gespielten Bruchteil der Saison noch überhaupt keine Notwendigkeit, etwas auf der Position des sportlich Verantwortlichen zu ändern. Zu diesem Zeitpunkt ist noch keine Mannschaft abgestiegen. Also setze ich lieber auf Kontinuität und die Erwartung, dass sich doch noch alles zum Guten entwickelt. Mit dieser unpopulären und für viele vielleicht zu langweiligen Einstellung bin ich oft in der Minderheiten und sehe mich massivem Widerspruch gegenüber.

…eigentlich!

Nach dem gestrigen sportlichen Offenbarungseid gegen die TSG Hoffenheim II auf Giesings Höhen sehe ich die Lage allerdings ein bisschen anders. Ich glaube, 1860 sollte sich von Patrick Glöckner trennen. Und zwar sofort! Warum? – Angesichts des von Geschäftsführer Christian Werner in der Sommerpause zusammengestellten Kaders sind die Ziele in der 3. Liga heuer andere, als der Klassenerhalt oder ein Mittelfeldplatz, den man nach nun absolvierten sieben Spielen belegt. Auch wenn die Verantwortlichen das vor der Saison natürlich ein wenig herunter gespielt haben, heuer kann es mit Volland, Niederlechner, Haugen, Pfeifer, Voet, Dähne, & Co. doch nur um den Aufstieg gehen. Mit diesem Kader heißt es: All in. Jetzt oder nie.

Glöckner erreicht die Mannschaft nicht (mehr)

Wir haben also, anders als in den letzten Jahren, wo es sowieso nur gegen den Abstieg ging, heuer keine Zeit zu verlieren. Jede weitere Niederlage vergrößert den Abstand zur Tabellenspitze. Aber es gibt für mich noch ein viel wichtigeres Argument, das gegen eine weitere Zusammenarbeit mit Glöckner spricht. Ich habe jetzt fünf Halbzeiten gesehen, in denen die Mannschaft willen- und lustlos agierte, obwohl uns ihr Trainer dazwischen jeweils mehrfach berichtet hatte, das Team laut und deutlich angesprochen zu haben. “Turbulent” soll es z.B. in der Pause am Mittwoch in Rostock zugegangen sein. Offensichtlich hat Patrick Glöckner die Mannschaft verloren und erreicht sie nicht mehr.

Zweite Halbzeit in Rostock wird schön geredet

Ich bin übrigens auch der Meinung, dass die zweite Halbzeit in Rostock nur deswegen etwas besser aussah, als die erste, weil die Gastgeber nach der 2:0-Führung und einem Klassenunterschied in der ersten Halbzeit zahlreiche Gänge herunterschalten. Die fünf Tore, die uns der Hoffenheimer Nachwuchs ganz entspannt gestern eingeschenkt hat, sind ein alarmierendes Signal, dass die verschiedenen Ansprachen von Glöckner zu seinen Spielern in der letzten Woche offensichtlich überhaupt keinen Adressaten mehr gefunden haben.

Nur die ersten zwei Spiele haben überzeugt

Eigentlich ist die negative Entwicklung in der laufenden Saison schleichend und schon länger zu beobachten. Die Vorbereitung war richtig stark! Ein Gegentor und viele eigene Treffer. Ein gut anzuschauendes System. Das weckte Vorfreude. Auch das Spiel in Essen hat mir persönlich wirklich richtig gut gefallen. Das Heimspiel gegen Osnabrück war bis zur 3:0-Führung, also mehr als eine Halbzeit lang ein richtig geiler Auftritt! Aber dann… Schon in Aachen – und da habe ich mir das noch gar nicht selber eingestanden – agierten die Löwen teilweise ziemlich lustlos und uninspiriert. Das war vor über einem Monat. Danach stimmten zwar punktuell noch die Ergebnisse (ein last minute Punkt gegen Stuttgart II, ein seriöser Sieg im Pokal in Illertissen und ein last minute Sieg gegen Havelse), aber bis auf die erste Halbzeit heute vor einer Woche, stimmten Systematik, Spielweise und Einsatzbereitschaft schon überhaupt nicht mehr.

Keine Spekulation, was vorgefallen sein könnte

Ich spekuliere an dieser Stelle jetzt nicht darüber, ob und was zwischen Mannschaft und Trainer vorgefallen ist. Aber es stimmt nicht (mehr), das sieht man. Die Zeit, zu prüfen, ob man das Verhältnis noch kitten kann, haben wir – wie oben angesprochen – nicht. Deswegen muss man sich jetzt, so leid es mir tut, weil Patrick Glöckner ja wirklich ein sympathischer Zeitgenosse ist, von ihm trennen.

Nachfolger für Glöckner?

Darüber, wer auf die Schnelle den Nachfolger geben könnte, möchte ich hier nicht spekulieren und prognostizieren. Vielleicht machen wir das aber bei der Aufzeichnung des sechzger.de-Talks 230 heute Abend. Die Trainerfindung ist die Aufgabe von Dr. Werner, der nun einen Übungsleiter finden muss, der zu diesem nominell richtig starken Kader passt.

Die Euphorie ist leider weg

Meine ganz persönliche, sehr ausgeprägte Euphorie, die ich zugegebenermaßen vor der Saison in vielleicht etwas übertriebenem Maße verbreitet habe, ist jedenfalls erstmal dahin. Da mag der eine oder andere schmunzeln oder sogar feixen und sich denken: „Ich hab’s ja immer gewusst.” Okay, akzeptiert und angenommen. Ich habe eigentlich noch bis Mittwoch Abend kurz nach sieben gedacht oder vielleicht auch nur noch gehofft, dass das mit Patrick Glöckner und diesen Kader funktionieren kann. Da dies aber nicht der Fall ist, sage ich: Bitte jetzt handeln, Löwen!

Stimmen zum Spiel: TSV 1860 – TSG Hoffenheim II

4

In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten rund um den TSV 1860 München eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute, nach dem gestrigen Desaster gegen die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim ist es den angefragten Teilnehmern an unseren Stimmen zum Spiel sicher nicht ganz leicht gefallen, die richtigen Worte zu finden. Umso mehr danken wir allen, die mitgemacht haben.

Nicolai Walch (Mitglied im VR des TSV 1860 e.V. & im Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH):

Zum Wiesenauftakt war alles angerichtet, Giesing zeigte sich von seiner besten Seite: Traumwetter, Sechzgermusikanten, mega Choreo und beste Stimmung. Im krassen Gegensatz dazu leider das Spiel unserer Mannschaft: Von Anfang an behäbig, mutlos und überfordert vom eigenen System. Spontan gesagt, hat mich kein Spiel in den letzten Jahren mehr enttäuscht. Und das Schlimmste: Es fehlte komplett am Einsatz und Kampfgeist. Ein schwerer Stich ins Herz derjenigen, die alles geben. Das haben die Löwenfans nicht verdient.

Thomas Spiesl (Redakteur sechzger.de):

Mir fehlen nach diesem Auftritt schon fast die Worte. Bei Sechzig hat gegen Hoffenheim gar nichts funktioniert. Das 1:5 gibt schonungslos den aktuellen Leistungsstand wieder. Das hatte sich in den letzten Wochen schon angedeutet und der Auftritt zum Wiesn-Auftakt war dann die Krönung – im negativen Sinne. Jetzt einen Trainerwechsel zu fordern – wie es erste tun – ist natürlich völlig verfrüht und in meinem Augen BLINDER Aktionismus. Aber man sollte auf jeden Fall mal über eine Systemumstellung nachdenken. Mit dem aktuellen Spielermaterial sind die Löwen hinten in dieser Formation zu anfällig. Aber ich bleibe optimistisch, lieber einmal eine Abreibung kassieren, als lauter knappe Niederlagen. Und JETZT kann es wirklich nur noch besser werden… Ich freue mich trotzdem auf den Ausflug nach Aue und sei es nur wegen dem legendären Nudeltopf.

Leonhard (12, gegen Hoffenheim mit der Mama in der Westkurve):

Wir haben leider sehr schlecht gespielt. Irgendwie war keine richtige Strategie zu erkennen und die Abwehr meistens zu weit weg. Das 0:2 zur Halbzeit war schon ein grober Schnitzer von Voet. In der zweiten Halbzeit hatten wir wenigstens eine Torchance und sogar das Ehrentor von Philipp. Die Stimmung war aber für das schlechte Spiel sehr gut

Patrick Glöckner (Trainer TSV 1860, bei MagentaSport):

Ich glaub, schlimmer hätt’s nicht kommen können. Wir haben uns so viel vorgenommen und wollten so viel den Fans auch zurückgeben nach der Rostock-Geschichte in der ersten Halbzeit und wir sind überhaupt nicht in unsere Abläufe reingekommen. Wir haben viel zu ängstlich gespielt, in beide Spielrichtungen, wir waren nicht an den Leuten dran. Man sieht’s auch an den Gegentoren, wie einfach die hergeschenkt wurden. Das hat mit Zweikampfverhalten wenig zu tun. Die Spielidee nach vorne, die wir umsetzen wollten: In die Abläufe sind wir auch überhaupt nicht reingekommen und das war sehr, sehr schwer gegen ‘ne gute Mannschaft heute was mitzunehmen (…) Natürlich ist die Anfangseuphorie verpufft. Ich mein’ von den Punkten ist es immer noch in Ordnung, aber die Art und Weise des Spiels geht halt einfach nicht und da muss man die Fans auch verstehen, wenn sie pfeifen.

Thorsten Ruinys (Autor Löwenkompendium):

Ich Hatte mich mega darauf gefreut, endlich wieder ein Heimspiel auf Giesings Höhen live verfolgen zu können. Vieles deutete auf einen perfekten Tag hin, auch wenn ich sicher war, dass der Gegner schon eine harte Nuss werden wird. Immer diese zweiten Mannschaften, die ich einfach nicht in der dritten Liga sehen möchte. Das Spiel selbst dann eine einzige Enttäuschung. Zum Vergessen. Nichts hat mehr an die engagierten Auftritte bis einschließlich letzten Sonntag erinnert. Ich hatte den Eindruck, dass irgendwas in der Mannschaft plötzlich nicht mehr stimmen könnte. Spielt sie möglicherweise gegen den Trainer? Ist seit dem Sieg gegen Havelse etwas vorgefallen?  Einer spielerisch so guten und jungen Mannschaft wie Hoffenheim II hätte man aus meiner Sicht definitiv mit unbändigem Einsatz und einer gesunden Härte begegnen müssen. Dann wäre auch hier eine Niederlage durchaus vermeidbar gewesen. So aber nicht. Und so ging es für mich mit langem Gesicht wieder aus dem Stadion raus. Die Euphorie ist erstmal komplett gewichen. Solche Auftritte wie gegen Rostock und Hoffenheim legen die Vermutung nahe, dass erneut nicht um den Aufstieg gespielt werden wird. Am Abend jedenfalls folgte noch ein Ausflug auf die Wiesn. Hier sah die Welt wieder etwas anders aus.

Thore Jacobsen (nach dem Spiel bei MagentaSport):

Wir hatten uns vorgenommen, nach dem schwachen Auftritt in Rostock ein anderes Gesicht zu zeigen und auch in der englischen Woche weiter so durchzuziehen, wie wir angefangen haben mit der Saison. Wir haben – wie gesagt – die erste Halbzeit in Rostock schon und heute das ganze Spiel verschlafen. Defensiv unsere Aufgaben nicht gemacht. Offensiv nicht kreativ gewesen. Wir müssen uns auf jeden Fall jetzt deutlich straffen die nächsten Wochen.

21.09.1974: 1860 schlägt Stuttgarter Kickers im leeren Olympiastadion

0
Reihe 60 im Olympiastadion München
Olympiastadion München, Reihe 60

10.000 Zuschauer sind nicht gleich 10.000 Zuschauer. Während diese Kulisse das eine Stadion zum Hexenkassel werden lassen kann, verteilt sie sich in einem anderen Rund so sehr, dass es fast wie ein Geisterspiel wirkt. Als der TSV 1860 am 21.09.1974 die Stuttgarter Kickers mit 4:1 schlug, hatten die wenigen anwesenden Fans immerhin reichlich Grund zur Freude.

Traurige Kulisse im Olympiastadion

Der TSV 1860 war reichlich bescheiden in die Saison 1974/75 gestartet. Bis zum 8. Spieltag standen fünf Niederlagen, ein Remis und nur ein Sieg (1:0 gegen den VfR Heilbronn vor 5.000 Zuschauern im Oly!) zu Buche. Am 21.09.1974, pünktlich zum Wiesn-Auftakt, empfingen die Löwen also die Stuttgarter Kickers vor 10.000 Unentwegten auf dem Oberwiesenfeld und wollten die Trendwende einleiten. Und das gelang vortrefflich!

Jan Nielsen brachte Münchens große Liebe bereits in der 7. Minute in Führung und sorgte für Zuversicht auf Platz und Rängen. Zwar verpasste es die Truppe von Trainer Max Merkel, noch vor der Pause nachzulegen, doch nach dem Seitenwechsel machte 1860 alles klar.

TSV 1860 schlägt die Stuttgarter Kickers

Walter Schuberth sorgte in der 58. Minute für das 2:0 und Top-Torjäger Ferdl Keller (22 Tore in 28 Saisonspielen) ließ nur drei Zeigerumdrehungen später gar den dritten Treffer folgen.

Renner verkürzte zwar nochmal für die Stuttgarter Kickers (71.), doch erneut Keller sorgte für den hochverdienten 4:1-Heimsieg des TSV 1860 (82.).

Es folgten drei weitere Siege gegen Fürth, Bayreuth und Darmstadt, ehe man Mitte Oktober in Schweinfurt wieder eine Niederlage einstecken musste. Am Ende der Saison erreichten die Löwen immerhin den 5. Platz in der 2. Bundesliga Süd. Was wäre da nicht alles möglich gewesen, wenn man den Saisonstart nicht derart verpennt hätte?

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Max Merkel schickte gegen die Stuttgarter Kickers folgende Mannschaft des TSV 1860 aufs Feld:

Hartmann – Kohlhäufl, Luxi, Reich, Nielsen – Lubanski, Kauf (55. Bierofka), Starzak, Schuberth – Keller, Metzger

Tore:
1:0 Nielsen (7.), 2:0 Schubert (58.), 3:0 Keller (61.), 3:1 Renner (71.), 4:1 Keller (82.)

Die statistischen Daten wurden dem Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys entnommen.

Kollektives Versagen – Hoffenheim Bubis führen 1860 vor

47
Kollektives Versagen

Wer nach dem 1:2 bei Hansa Rostock dachte es kann nur besser werden, der wurde zum Wiesn-Auftakt eines Besseren belehrt. Die U23 der TSG Hoffenheim führte die Löwen über 90 Minuten vor. Bei den Sechzgern funktionierte gar nichts – kollektives Versagen. Das Spiel machten nur die Gäste, die zur Pause bereits hochverdient mit 0:2 führten und direkt nach dem Seitenwechsel das 0:3 und wenig später noch das 0:4 kassierten. Das war nicht ernüchternd, das war niederschmetternd! Immerhin gelang noch der Ehrentreffer durch Philipp, am Ende siegte Hoffenheim in dieser Höhe verdient mit 1:5.

Sechzig kommt kaum aus der eigenen Hälfte

Die Stimmung vor dem Spiel war sensationell im Grünwalder Stadion, die Choreo der Fans in der Westkurve ebenfalls. Die Ränge waren passend zum Oktoberfest-Anstich festlich dekoriert und es wurde symbolisch zum “Altbayrischen Schweineschießen” eingeladen. Eingeladen wurden auch die Gäste aus Hoffenheim und zwar zum Tore-Schießen. Das Spiel machten von Anfang an die Hoffenheimer Bubis, Sechzig kam kaum einmal aus der eigenen Hälfte. Immerhin eine knappe halbe Stunde konnten die Hausherren die Null halten, dann fiel das 0:1.

Doppelschlag durch Amaimouni-Echghouyab

Anfangs rettete beim ersten Gegentor noch der Außenpfosten für Dähne, dann zog Ayoube Amaimouni-Echghouyab von der rechten Seite in den Strafraum und schoss unhaltbar zum 0:1 ein. Und es sollte noch schlimmer kommen. Ayoube Amaimouni-Echghouyab, der Pfeifer auf der Außenbahn regelmäßig Knoten in die Beine spielte, bekam den Ball von Voet nach einem unerklärlichen Stolperer am eigenen Strafraum auf dem Silbertablett serviert und bedankte sich mit dem 0:2. Er musste nur noch einschieben.

Schulnote 7-8 oder keine Bewertung möglich?

Auch wenn die Löwen durch die Bank weit von ihrer Leistungsgrenze entfernt waren, so hatten sich einige Kicker im ersten Abschnitt die Schulnote 7-8 verdient. Die Offensivkräfte der Löwen hingegen müssten eigentlich ohne Bewertung bleiben, da Niederlechner und Hobsch vorne völlig in der Luft hingen. Das Publikum begleitete die Hausherren mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabinen und das völlig zurecht, denn der Auftritt war sogar noch schlechter als in Rostock, auch wenn der Spielstand der gleiche war. Mit dem 0:2 waren die Sechzger sogar noch gut bedient.

Glöckner stocksauer – vier Wechsel zur Pause

Trainer Patrick Glöckner war entsprechend stocksauer und wechselte zur Pause vier Mal. Voet, Christiansen, Pfeifer und Hobsch und mussten nach 45 Minuten vom Feld. Philipp, Steinkötter, Deniz und Lippmann kamen in die Partie. Sechzig hatte fortan mehr Spielanteile – ähnlich wie schon in der zweiten Halbzeit in Rostock. Dies lag aber auch daran, dass Hoffenheim tiefer stand und mit der Führung im Rücken weniger nach vorne riskierte – die Konter der Gäste blieben aber brandgefährlich.

Individuelle Fehler am Fließband

Was sich nicht änderte: Die Löwen machten einen individuellen Fehler nach dem nächsten. Kaum einmal kamen drei Pässe am Stück an und wenn sie nur über fünf Meter gespielt wurden oder eher werden sollten. Die Bälle versprangen, die Flanken landeten im Nirvana und Hoffenheim legte nach. Noch keine Stunde war gespielt, als als die Gäste mit ihrem ersten Angriff im zweiten Durchgang auf 0:3 stellten. Die Hausherren ließen den Bubis aus dem Westen viel zu viel Platz, die Abstimmung zwischen den Ketten stimmte überhaupt nicht und die TSG vollendete einen feinen Spielzug mit dem dritten Treffer.

Erster Torschuss nach einer knappen Stunde

Exakt 58 Minuten waren gespielt, als Niederlechner den ersten Torschuss abgab, dann tanzte sich Steinkötter durch die Abwehr, schob das Leder aber am langen Pfosten vorbei. Immerhin ein Hauch von Torgefahr durch die Sechzger. Dann zeigten die Gäste wieder einmal wie einfach Fußball sein kann. Ein Einwurf, eine Ballannahme, ein Pass und es stand 0:4. Mit den Pfui- und Buh-Rufen, sowie lautstarken Pfiffen waren die Löwen noch gut bedient… Durch eine starke Einzelaktion von Philipp, der neben Steinkötter wenigstens ansatzweise ein Lichtblick war, gelang 1860 wenigstens der Ehrentreffer zum 1:4.

Schlussviertelstunde in Überzahl

Die letzte Viertelstunde standen die Löwen sogar mit einem Mann mehr auf dem Platz, da sich ein Hoffenheimer an der Schulter verletzte und das Wechselkontingent der Gäste bereits erschöpft war. Davon war auf dem Platz aber nichts zu erkennen, die Gäste legten nach einem langen Ball und einem Stellungsfehler von Dulic sogar das 1:5 nach. Die Löwen-Anhänger verließen spätestens jetzt fluchtartig das Grünwalder Stadion.

Kollektives Versagen – es fehlt an allen Ecken und Enden

Letztlich musste man froh sein, dass das Spiel nach sieben gefühlt unendlichen Minuten Nachspielzeit zu Ende ging. Die Löwen enttäuschten zum Wiesn-Auftakt an allen Ecken und Ende – jetzt kann es wirklich nicht mehr schlechter werden… Aufzuzählen, woran es mangelte würde hier den Rahmen sprengen. Kürzer ist die Liste woran es an diesem bitteren Samstag-Nachmittag nicht fehlte: an Sonne, an angenehmen Temperaturen, den vielen netten Gesprächen unter Löwen-Fans und an einer schönen Choreo der Fans. Aber das war es dann auch schon. Einfach bitter, das war keine Reaktion auf Rostock, das war ein Desaster, nach dem einem schon fast die Worte fehlen.

 

Liveticker: TSV 1860 München – TSG Hoffenheim II (7. Spieltag)

69
Liveticker TSV 1860 TSG Hoffenheim

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim! Die beiden Mannschaften treffen zum Wiesn-Auftakt am 7. Spieltag der 3. Liga im Grünwalder Stadion aufeinander.

Eine Premiere erleben die Zuschauer heute im ausverkauften Grünwalder Straße, denn noch nie trafen die Profis des TSV 1860 München und die TSG Hoffenheim II aufeinander. Nach der ersten Saisonniederlage in Rostock und vor allem nach der furchtbaren Leistung in den ersten 45 Minuten ist Wiedergutmachung angesagt. Kevin Volland steht den Löwen nach abgesessener Sperre wieder zur Verfügung, Jesper Verlaat hingegen wird verletzungsbedingt bis auf Weiteres fehlen. Um sich in der Tabelle wieder nach oben zu orientieren, sollte die Elf von Patrick Glöckner heute zum Wiesn-Auftakt dringend einen Dreier einfahren. Pack ma’s, Löwen!

1 5 Spielstand Heimspiel TSV 1860 München Liveticker Sechzger.de

Aufstellung:
Dähne – Dulic, Schifferl, Voet (46. Lippmann) – Rittmüller, Christiansen (46. Deniz), Jacobsen, Pfeifer (46. Philipp) – Volland – Hobsch (46. Steinkötter), Niederlechner (74. Haugen)

Bank:
Bachmann (TW), Althaus, Maier, Wolfram

Tore:
0:1 Amaimouni-Echghouyab (39.), 0:2 Amaimouni-Echghouyab (45.+1), 0:3 Hennrich (55.), 0:4 Hennrich (69.), 1:4 Philipp (72.), 1:5 Labes (80.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Kapitän Jesper Verlaat hat sich unter der Woche beim Auswärtsspiel in Rostock am Oberschenkel verletzt und fehlt den Löwen womöglich länger. Morris Schröter wird voraussichtlich über Monate hinweg wegen eines Sehnenrisses am Hüftbeuger nicht zur Verfügung stehen. Des Weiteren fallen Tim Danhof, Max Reinthaler und Kilian Jakob verletzungsbedingt aus.

Ausfälle bei der TSG Hoffenheim II:
Ruben Reisig (Gelb-Rot-Sperre), Kelven Frees, Gianluca Pelzer, Tiago Poller, Alex Honajzer, Leonard Krasniqi, Blessing Makanda (alle verletzt)

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – TSG Hoffenheim II außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Match wird nicht im Free-TV übertragen. Natürlich läuft die Partie jedoch wie gewohnt auf MagentaSport, das die Begegnung sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream überträgt.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Gegnervorstellung 25/26: Turn- und Sportgemeinschaft Hoffenheim 1899 e.V. II

0
Hoffenheim Ball Rahmenspielplan 3. liga

Nun ist es passiert, in Rostock kassieren die Löwen den ersten Dämpfer. Gegen dynamische und bissige Hanseaten verlor man verdient und blieb zu ersten Mal in dieser Spielzeit ohne Punkte. Damit daraus kein Trend wird heißt es heute wachsam sein. Es kommt zwar ein Aufsteiger nach Giesing, dieser hat in dieser Saison aber schon die eingangs erwähnten Rostocker geschlagen. Die Löwen erwarten die Turn- und Sportgemeinschaft Hoffenheim 1899 e.V. II !

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Furios waren die Kraichgauer in die Saison gestartet und holten aus den ersten vier Spielen 10 Punkte. In dieser Phase schlug man Mannschaften wie Cottbus und Rostock was einen Platz am oberen Ende der Tabelle bedeutete. Seit zwei Runden ist aber nun der vielzitierte Wurm drinnen. Die letzten beiden Partien gingen verloren und das jeweils nach einem Platzverweis für die jungen Hoffenheimer. Zuerst verlor man daheim gegen Verl 2:4, dann gab es in Köln ein 2:1. Auch die Zweitvertretung der TSG möchte als einen schlimmeren Abwärtstrend vermeiden und braucht in Giesing eigentlich mal wieder Punkte, will man den Anschluss an die Spitzengruppe nicht verlieren.

Kader & Transfers

Hoffenheim II stellt mit einem Durchschnittsalter von 21,2 Jahren den jüngsten Kader der Liga. Die einzigen zwei Spieler über 22 sind Ruben Reisig (29, DM), der aber heute gesperrt fehlt, und der aus den sozialen Medien bekannte Nader Jindaoui (28, RA). Wertvollster Akteur ist der in Ingolstadt geborene Deniz Zeitler (18, MS, 1,5 Mio. €) der vor der Saison für eine Million für die erste Mannschaft geholt wurde.

In der Transferbilanz für die Amateure stehen sich jeweils 14 Zu- und Abgänge gegenüber. Auf der Abgangsseite stechen besonders die Transfers von Noah König (22, IV) nach Fürth und von Lukas Manag (25, IV) nach Ulm hervor. Außerdem ging es für Milan Rehus (19, LA) nach Kosige in die erste slowakische Liga.

Bei den Zugängen wurden alleine 9 Spieler aus der eigenen U19 hochgezogen. Sonst wurde  sich nur punktuell verstärkt. Yannik Lührs (21, IV) kam für 400 000€ vom BVB II, Nader Jindaoui kehrte aus den USA von Ventura County (3. Liga) zurück nach Deutschland. Sonstige Neuzugänge kamen aus der Regionalliga.

Trainer ist der 37-jährige Stefan Kleineheismann, welcher die Mannschaft zu dieser Saison neu übernommen hat. Der gebürtige Fürther war zuvor als Co-Trainer bei der SpVgg Fürth, Bielefeld und Schweinfurt tätig und ist nun zum ersten Mal Cheftrainer einer Profimannschaft.

Löwenpower: Florian Bähr

Vereinsgeschichte

Die TSG 1899 Hoffenheim entstand ursprünglich als Turnverein im kleinen Ort Hoffenheim, einem Stadtteil von Sinsheim in Baden-Württemberg. Der Verein wurde 1899 gegründet und war lange Zeit ein reiner Amateurverein. Ab den 1990er Jahren begann durch die Unterstützung des SAP-Mitgründers Dietmar Hopp ein rasanter sportlicher und infrastruktureller Aufstieg. Die erste Mannschaft schaffte es innerhalb weniger Jahre von der Kreisliga bis in die Bundesliga (Aufstieg 2008 unter Trainer Ralf Rangnick) und etablierte sich dort trotz anhaltender Kritik als fester Bestandteil.

Seit dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die Landesliga im Jahr 1992 nimmt die zweite Mannschaft regulär am Ligabetrieb teil – zuvor spielte sie im Reserveliga-System des Kreises Sinsheim. Ausgangspunkt war die Kreisliga B, die unterste Liga im Kreis. Zwischen 1998 und 2001 gelang der TSG Hoffenheim II ein bemerkenswerter Durchmarsch: vier Aufstiege in Folge, bis in die Verbandsliga Baden. Dort wurde man sofort Vizemeister, verpasste aber in der Relegation zunächst den Sprung in die Oberliga. Im zweiten Verbandsligajahr gelang dann der Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.

Ab 2003 spielte die Mannschaft durchgehend in der Oberliga. Trotz guter Platzierungen – u. a. ein 5. Platz in 2007/08 und ein 2. Platz in 2008/09 – reichte es zunächst nicht für den Aufstieg in die Regionalliga. Erst in der Saison 2009/10 gelang als Meister der Oberliga der Aufstieg in die Regionalliga Süd.

Verein

Die TSG vereint 11 755 Mitglieder unter den Fragen Blau und Weiß. Als Sportarten werden neben Fußball noch Turnen und Leichtathletik angeboten. Außerdem gibt es 60 Fanclubs mit einer Mitgliederzahl von ca. 4 000. In Hoffenheim ist der Profi-Fußball in eine Spielbetriebs-GmbH ausgegliedert an der Dietmar Hopp 96% hält. Diesem Thema widmen wir uns aber, wenn es mal wieder gegen die Erste aus dem Kraichgau geht.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Mit durchschnittlich 29 mitgereisten Fans ist Hoffenheim II Letzter in der Auswärtsfahrer Tabelle.
  • Fragt man ChatGPT nach Trivia zur TSG II, konstatiert das Programm, dass es keine Ambitionen gäbe in die 3. Liga zu kommen.
  • Mehr gibts nicht, ist schließlich Hoffenheim II.

Der 7. Spieltag im Überblick

Freitag 2:1 1. FC Saarbrücken – 1. FC Schweinfurt 05
Samstag 14:00 Uhr FC Ingolstadt 04 – SV Wehen Wiesbaden
14:00 Uhr VfB Stuttgart II – FC Viktoria Köln 1904
14:00 Uhr VfL 1899 Osnabrück – FC Erzgebirge Aue
14:00 Uhr Aachener TSV Alemannia – SV Waldhof Mannheim
14:00 Uhr Rot-Weiss Essen – FC Hansa Rostock
16:30 Uhr TSV 1860 München – TSG Hoffenheim 1899 II
Sonntag 13:30 Uhr TSV Havelse 1912 – SV Waldhof Mannheim
16:30 Uhr SC Verl 1924 – FC Energie Cottbus
19:00 Uhr SSV Ulm 1846 Fußball – SSV Jahn Regensburg

 

Erste Niederlage: TSV 1860 U21 unterliegt beim SV Erlbach

0
Titelbild Sv Erlbach Tsv 1860 U21

Nach den Profis am Mittwoch hat es nun auch die Amateure erwischt. Die U21 des TSV 1860 unterlag in der Bayernliga Süd beim SV Erlbach mit 1:2. Finn Fuchs sorgte vor 804 Zuschauern für den zwischenzeitlichen Ausgleich.

TSV 1860 U21 unterliegt beim SV Erlbach

In der ersten Viertelstunde wogte das Spitzenspiel der Bayernliga hin und her, wobei die Löwen eine gute Gelegenheit zur frühen Führung ausließen. Die gelang in der 26. Minute den Hausherren, als Fischer nach einer Ecke zum 1:0 einköpfte. Bis zur Pause verteidigte der SV Erlbach den knappen Vorsprung, nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber Glück, dass 1860 nur den Pfosten traf.

In der 65. Minute war es dann aber soweit: Finn Fuchs fasste sich ein Herz und traf aus 23 Metern halblinks zum Ausgleich für die Löwen. Sechzig war jetzt am Drücker und hatte Pech, dass der Schiedsrichter der Elf von Trainer Alper Kayabunar einen an sich klaren Elfmeter verweigerte. Stattdessen setze Erlbach den Lucky Punch, als Thiel in der 88. Minute zum 2:1 traf.

Trotz der Niederlage in Erlbach bleibt die U21 des TSV 1860 vorerst Spitzenreiter der Bayernliga Süd.

Finn Fuchs traf zum zwischenzeitlichen 1:1

Mang trifft Reiter: Neue Bewertung der Maximalkapazität des GWS geplant

12
Gernot Mang mit Dieter Reiter und Verena Dietl

In der aktuellen Woche kam es zum ersten Treffen zwischen 1860-Präsident Gernot Mang und dem Münchner OB Dieter Reiter. Wie es in der aktuellen Rathausumschau #179 heißt, ging es vor Allem um die Zukunft des Grünwalder Stadions. Hier wurde eine vom Verein bezahlte Neubewertung der möglichen Gesamtkapazität vereinbart. Die Stadt wird hierbei mit einem festen Ansprechpartner beratend tätig sein.

Kommission mit klarem Plan

[UPDATE 20. Sep. 8:00 Uhr] In einer Aussendung des e.V. wurde außerdem noch die Gründung einer Stadionkommission unter der Leitung von Walter Lechner bekanntgegeben. Der Unternehmer ist Abteilungsleiter der Golfer bei den Löwen. In Rahmen der Kommission sollen nicht nur Stadt, Verein und Architekten, sondern auch Vertreter von Fanorganisationen mitarbeiten.

Die Stadt und der Verein sind sich einig das eine Kapazität unterhalb der 25 000 für den TSV 1860 wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Die neue Prüfung erfolgt unter Berücksichtigung der Kriterien der DFB, DFL und der UEFA. In Zukunft sollen zum Stadionthema nur noch gemeinsame Stellungnahmen der beiden Parteien herausgegeben werden.

In einem Video auf Social Media hat Dieter Reiter außerdem einen groben Zeitplan verraten. Die Arbeit der Kommission soll 6 Monate dauern und dann im Frühjahr 26 eine Entscheidung getroffen werden.

Das Statement aus dem Rathaus

Im Folgenden geben wir die Verlautbarungen aus dem Rathaus in leicht gekürzter Form wieder:

Oberbürgermeister Reiter: “Ich habe mich gefreut, Herrn Mang diese Woche persönlich kennengelernt zu haben und schätze seine zugängliche und konstruktive Art sehr. Er ist ja noch nicht lange im Amt, hat aber bereits eine sehr konkrete Vorstellung davon, wo es mit dem Verein – vor allem auch in der Stadionfrage – hingehen soll. Sein deutliches Bekenntnis zum Standort Giesing, mit einer realistischen Dimension, was die Zuschauerzahl anbelangt, stimmt mich optimistisch, dass wir hier endlich weiterkommen können.

Um die Frage ein für alle Mal zu klären, wie viele Zuschauer*innen bei dem bestehenden Baurecht denkbar sind, haben wir vereinbart, dass der Verein auf eigene Kosten eine Neubewertung in Auftrag gibt und wir als Stadt – auf Wunsch des Vereins – den Prozess von Anfang an beratend begleiten, neben Bürgermeisterin Dietl auch durch einen festen Vertreter unserer Planungsbehörde. […] Denkbar ist, dass der Verein den Ausbau im Erbbaurecht übernimmt und auch die Kosten für den Ausbau trägt. Auch die Anwohnerinnen und Anwohner sollen frühzeitig in den Prozess eingebunden werden, etwa in Form eines Nachbarschaftsbeirats – eine Idee, die von Herrn Mang positiv aufgegriffen wurde. Ich habe ein gutes Gefühl, dass es nicht nur sportlich, sondern auch stadion-technisch für die Sechzger weiter aufwärts geht!”

Gernot Mang: “Das heutige Gespräch hat gezeigt, dass wir mit der Landeshauptstadt München an einem Strang ziehen. Die neue Stadionkommission und die Neubewertung sind ein starkes Signal dafür, dass wir zusammen die Zukunft der Spielstätte des Vereins am Standort Giesing konstruktiv und nachhaltig gestalten wollen.”

Sportbürgermeisterin Verena Dietl: “Ich danke Präsident Gernot Mang für den Impuls, gemeinsam in der Stadionfrage weiter voranzukommen. Diese Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein ist gut und ein wichtiges Fundament, um eine Stadionlösung für die Löwen zu finden, die sportlich, wirtschaftlich und städtebaurechtlich funktionieren kann. Als Löwin werde ich selbstverständlich auch weiterhin meinen Verein nach allen Kräften unterstützen.”

Ein Schritt in die richtige Richtung

Endlich wird miteinander gesprochen und nicht übereinander – und plötzlich geht es auch konstruktiv weiter. Die Stadt scheint weiter einem Ausbau des GWS zugeneigt und eine Neubewertung der möglichen Gesamtkapazität ist der einzig richtige Schritt. Auch das Thema Erbbaurecht ist nun von städtischer Seite einmal offiziell aufs Tableau gebracht worden. Besonders wertvoll sollte auch das Bekenntnis seitens der Stadt zu einem festen Ansprechpartner in diesem Prozess sein, um nicht weiter an Zuständigkeitsfragen zu verzweifeln. Ein erster Schritt ist getan, hoffen wir, dass auch das weitere Vorgehen von Klarheit in Kommunikation und Handeln geprägt sein wird!

TSG-Trainer Kleineheismann: “Absolutes Highlightspiel”

0
TSG Hoffenheim II

Zu einer Premiere kommt es am Samstagnachmittag auf Giesings Höhen, denn noch nie trafen die Profis des TSV 1860 auf die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim. Entsprechend groß ist auch die Vorfreude bei den Gästen, deren Trainer Stefan Kleineheismann von einem “absoluten Highlightspiel” spricht.

Kleineheismann: “Absolutes Highlightspiel”

Nach zuletzt zwei Niederlagen am Stück will “Hoffe Zwo” am Samstag wieder punkten und ist ganz sicher nicht zu unterschätzen. So hat das Team von Trainer Stefan Kleineheismann beispielsweise bei Hansa Rostock gewonnen, was – wie wir am Mittwoch schmerzlich erfahren mussten – auch nicht so ganz einfach ist. Bei den Kraichgauern, die neben einigen verletzten Spielern auch den gesperrten Reisig ersetzen müssen, freut man sich auf den Auftritt im Grünwalder Stadion, wie der Coach bestätigt:

“Für uns wir das ein absolutes Highlightspiel. Wiesn-Auftakt, ausverkauftes Stadion – das sind die Spiele, die wir wollen und die uns weiterbringen.”

Dennoch sieht er sein Team am Samstag als Außenseiter:

“Man muss sich nur die Namen und die Erstliga-Einsätze einiger Spieler anschauen. Wir werden viel Mut und Robustheit benötigen, wollen aber trotzdem unserem Spielstil treu bleiben. Die Zuschauer erwarten natürlich einen klaren Heimsieg, während wir wieder ein kleines Ausrufezeichen setzen wollen. Sechzig hat einen sehr breiten Kader und wir wissen nicht, wie sie genau gegen uns spiele werden. Wir sind aber auf alles vorbereitet.”

Löwenrunde: Ohne Verlaat gegen Hoffenheim

0
Löwenrunde: Ohne Verlaat gegen Hoffenheim

Der TSV 1860 München muss am Samstag ohne Kapitän Jesper Verlaat ins Heimspiel gegen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim gehen, das um 16:30 Uhr angepfiffen wird. Dies bestätigte Trainer Patrick Glöckner bei der Löwenrunde am Freitagnachmittag, die direkt nach dem Abschlusstraining stattfand. Die Stimmung auf dem Rasen war bei der letzten Einheit jedenfalls trotz der 1:2-Niederlage in Rostock am Mittwochabend bestens. Für das Duell mit dem Aufsteiger forderte Glöckner: “Gegen Hoffenheim brauchen wir Körperlichkeit, Klarheit im Spielaufbau und müssen die Zweikämpfe gewinnen.”.

Löwen ohne Verlaat, Reinthaler, Jakob, Danhof und Schröter

Neben dem verletzten Kapitän Verlaat fehlen den Löwen gegen Hoffenheim auch weiterhin Reinthaler, Jakob, Danhof und Schröter. Voll trainieren konnte hingegen Niederlechner, der gegen Ende der Partie in Rostock nach eigener Aussage einen Schmerz im Knie verspürt hatte. Zudem dürfen sich die 15.000 Zuschauer im natürlich ausverkauften Grünwalder Stadion auf dei Rückkehr von Volland freuen, der seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hat und wieder zur Verfügung steht.

Danhof wieder im Training

Niederlechner wird gegen Hoffenheim spielen können. “Er ist voll belastbar und einsetzbar”, bestätigte Glöckner. Auf die Ausfallzeit von Verlaat wollte er hingegen nicht nähereingehen und sagte auf Rückfrage von sechzger.de: “Da müssen wir die ersten Tage abwarten, man kann noch nichts genaues sagen. Es ist eine Muskelverletzung, die durch eine Überstreckung entstanden ist”. Danhof hingegen hat bereits ein lockeres Individual-Training aufgenommen und sollte nächste Woche wieder ins Team-Training einsteigen können.

Glöckner: “Wir waren sehr ängstlich”

Rückblickend auf das Rostock-Spiel sagte der Löwen-Coach: “Es war nicht schwer aufzuarbeiten. In der ersten Halbzeit hat alles gefehlt, die Einstellung, wir waren sehr ängstlich und haben zu passiv gespielt. Es ist uns nicht gelungen, die Bälle festzumachen. Der Systemwechsel hat in der zweiten Halbzeit gefruchtet, wir waren die bessere Mannschaft und haben die Halbzeit gewonnen. Darauf können wir aufbauen”. Auch generell ist die Umstellung auf Viererkette eine Option, wie Glöckner bestätigte: “Das kann gut sein. Es ist natürlich gegnerabhängig, aber eine Überlegung wert.”.

Volland kehrt in Startelf zurück

Dass Volland von Beginn an auf dem Platz stehen wird, steht scheinbar außer Frage. Spannend bleibt es, wer in der Spitze ran darf. Der eingewechselte Steinkötter, habe es laut Glöckner in Rostock “sehr gut gemacht”. “Wir wollten den Gegner mit hohem Tempo anlaufen, um Räume zu schaffen. Er hat die Geschwindigkeit und eine hohe Intensität im Laufvolumen”, erklärte der Sechzger-Coach.

“Es geht nicht darum Zauberfußball zu spielen”

Mit der bisherigen Punkteausbeute zeigte sich Glöckner zufrieden. “Wir haben die Erwartungshaltung erfüllt, von den Punkten her sind wir voll im Soll. Es geht nicht darum, Zauberfußball zu spielen, sondern effektiv zu sein. Jetzt müssen wir noch mehr Kontinuität reinbekommen.”. In der Defensive waren die Löwen zuletzt anfälliger als in den ersten Spielen. “Da müssen wir noch nachjustieren. Manchmal schleichen sich auch einfach Fehler ein”, erklärte Glöckner.

Spiel gegen Hoffenheim im Live-Ticker

Die Löwen sind also bereit für das Spiel am morgigen Samstag im Grünwalder Stadion, das natürlich ausverkauft ist. Sage und schreibe 70 Zuschauer aus Sinsheim werden die Partie aus dem Sitzplatzblock A verfolgen, der Rest des Stadions ist weiß-blau. Natürlich berichten wir wieder ab den frühen Morgenstunden in unserem Live-Ticker für Euch.