Start Blog Seite 132

Sechzig um sieben: Samuel Althaus im Porträt

0
Sechzig um Sieben: Becketts

Am Samstag beim 3:1-Sieg gegen Schweinfurt 05 feierte ein NLZ-Spieler sein Debüt, den viele Löwenfans gerne schon früher im Dress der Profis gesehen hätten. Nun zählt also auch Samuel Althaus offiziell als Profi des TSV 1860 München. In unserem Porträt findet Ihr Alles, was Ihr über Samuel Althaus wissen müsst.

Hoch gelobt von Markus Kauczinski: Samuel Althaus im Porträt

In der 90. Minute wurde das Eigengewächs eingewechselt und kam zu seinem ersten Kurzeinsatz bei den Profis von 1860. Trainer Kauczinski äußerte sich nach dem Spiel begeistert über den vielseitig einsetzbaren Mittelfeldspieler: “Samu trainiert jetzt schon seit drei, vier Wochen richtig gut. Er ist so ein bißchen Allrounder, er kann alles, mehr im Mittelfeld zu Hause. Aber er hat über letzte starke Trainingswochen sich das verdient, diese Minuten heute.” Althaus kam 2021 vom FC Augsburg ins NLZ an der Grünwalder Straße. Alles Weitere, was Ihr über Samuel Althaus wissen müsst, hat Christian Jung in unserem Porträt über den Nachwuchsspieler mit der Nummer 20 zusammengestellt.

Haugen in der “Elf des Tages”

Sigurd Haugen wurde das Tor zum 1:0 der Löwen, die den nächsten klaren Elfmeter nicht gepfiffen bekamen, gegen die Schnüdel zwar wieder aberkannt, aber wer die Buden macht, ist ja eh egal. Haugen zeigte aber erneut einen starken Auftritt und wurde dafür zum zweiten Mal vom Fachmagazin “kicker” in die “Elf des Tages” berufen. Er ist als einziger Löwe im Aufgebot vertreten.

sechzger.de Talk 240 online

Moderator Jan empfängt im sechzger.de Talk Nummer 240 Peter und Thomas. In kleiner Runde diskutieren die drei den Heimsieg gegen die Schweinfurter und die Erfolgsserie von jetzt drei Spielen in Folge. Außerdem nehmen sie den Gegner aus Ingolstadt unter die Lupe und besprechen die Siegchancen der Münchner Löwen. Natürlich fehlt auch diese Woche die Schnellraterunde nicht. Den Talk findet Ihr wie immer auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen, wie:

News aus der dritten Liga

Härtel auf der Kippe

Erzgebirge Aue konnte gegen Ingolstadt erneut keinen Sieg einfahren und steht weiter südlich des ominösen Striches am Ende der Tabelle. Das Team von Jens Härtel zeigt zwar immer wieder gute Ansätze, kann sich aber für die teilweise guten Leistungen nicht belohnen. Ein Knackpunkt für die Misere ist sicherlich die magere Torausbeute von nur 19 Treffern in 17 Spielen. Heute Abend tagt erneut der Auer Vorstand und wird sicher wieder mit der Personalie Härtel beschäftigen.

Cigerci zu Essen?

Der Cottbusser Mittelfeldspieler Tolgay Cigerci ist wohl einer der Spieler der Hinrunde der dritten Liga. Der Topscorer der Liga (21 Scorerpunkte) soll das Interesse von Rot-Weiss Essen geweckt haben. Dennoch erscheint ein Wechsel auf Grund der Ablösesume, die im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich verortet wird, eher unwahrscheinlich.

Bartnitzki nicht körperlich angegangen

Alemannia Aachen fühlte sich auf Grund zweier Fehlentscheidungen von Schiri Daniel Bartnitzki beim Spiel in Rostock (2:2) benachteiligt. Danach kamen Gerüchte auf, dass Bartnitzki in den Katakomben des Ostseestadions körperlich angegriffen worden sei. DFB-Schiedsrichter-Sprecher Alexander Feuerherdt stellte nun klar: “Nach Rücksprache mit dem Schiedsrichter kann ich Ihnen mitteilen, dass der Unparteiische nach dem Spiel nicht körperlich angegangen wurde.”

Damit geht Ihr wieder rundum informiert in diesen Dienstag!

 

 

Rafati: Erneute Fehlentscheidung gegen den TSV 1860

0
TSV 1860 FC Schweinfurt 05

Was vermutlich jeder der 15.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion gesehen hat, wurde nun auch seitens Babak Rafati bestätigt. Dem TSV 1860 wurde auch gegen den FC Schweinfurt 05 ein Elfmeter verwehrt.

Erneute Fehlentscheidung gegen den TSV 1860

Auch wenn es aufgrund des 3:1-Heimsieges letztendlich unerheblich war, so ist es doch ärgerlich, dass die Löwen auch diesmal in einer potentiell spielentscheidenden Situation benachteiligt wurden. Ex-Schiedsrichter Babak Rafati auf liga3-online.de:

“Bei dieser Aktion ist der Arm von Meißner weit vom Körper entfernt und somit abgespreizt, sodass ein strafbares Handspiel vorliegt. Somit hätte es einen Elfmeter geben müssen. Eine Fehlentscheidung, diesen nicht zu geben.”

Zu diesem Zeitpunkt (19. Minute) stand es noch 0:0, die Führung der Löwen fiel dann in der 33. Minute.

Sigurd Haugen in kicker “Elf des Tages”

0
haugen 1860 spieler des tages

Beim ersten Tor maßgeblich beteiligt, das zweite direkt vorbereitet – Sigurd Haugen drückte dem Spiel der Löwen beim Heimsieg gegen den FC Schweinfurt 05 seinen Stempel auf. Der kicker belohnte den Norweger für seine Leistung und berief Haugen in seine “Elf des Tages”.

Haugen in kicker “Elf des Tages”

Mit der Note 2,0 erhielt der Stürmer vom Fachmagazin die beste Note in Reihen des TSV 1860. Kevin Volland, Max Reinthaler, Philipp Maier und Marvin Rittmüller wurden mit einer 2,5 bedacht. Am schlechtesten kamen diesmal Torwart Thomas Dähne, Siemen Voet und Thore Jacobsen weg, die jeweils eine 3,5 erhielten.

Für Sigurd Haugen war es in der laufenden Spielezeit die zweite Nominierung für die “Elf des Tages”. Mit Merveille Biankadi und Semi Belkahia sind zudem zwei Ex-Löwen vertreten.

Die Spieltagself im Überblick

Ortag (Ulm) – Belkahia (Havelse), Hübner (Wehen Wiesbaden), Klünter (Mannheim) – di Benedetto (VfB II), Biankadi (Cottbus), Okpala (Mannheim), Cigerci (Cottbus) – Haugen (1860), Engelhardt (Cottbus), Boyd (Mannheim)

Drittligadebüt gegen Schweinfurt: Samuel Althaus

4

Samstag Abend, 18.17 Uhr. Es lief die 90. Spielminute in der Partie zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Schweinfurt 05, als Stadionsprecher Sebastian Schäch einen Spielerwechsel mit der Formulierung einer “Premiere hier am Giesinger Berg” vermelden konnte: Für Sigurd Haugen kam Samuel Althaus in die Partie. Der erste Drittligaeinsatz für den noch 19jährigen Junglöwen. Am 10. Januar wird er zwanzig.

Erster Ballkontakt nach wenigen Sekunden

Immerhin eine halbe Minute der regulären Spielzeit und die komplette Nachspielzeit von sechs Minuten durfte Samuel Althaus gegen den Tabellenletzten mitwirken. Nur wenige Sekunden nach der Einwechslung hatte er direkt seinen ersten Ballkontakt und hätte der zeitgleich mit ihm in die Partie gebrachte und in jener Szene von ihm angespielte David Philipp beim Lauf Richtung Schweinfurter Tor Althaus (in der Mitte) direkt wieder angespielt und den Ball nicht auf den weiter links wartenden Flo Niederlechner gepasst, wäre dem Debütanten vielleicht sogar das Kunstück eines Treffers in der ersten Spielminute für die Löwenprofis gelungen. Das wäre ein Einstand gewesen…

Kauczinski mit lobenden Worten für Althaus

Aber auch ohne das unglaubliche Glückgefühl eines sofortigen Treffers dürfte der gebürtige Augsburger mit dem Nikolausabend 2025 zufrieden sein. Sein Trainer Markus Kauczinski sagte nach dem Spiel gegenüber MagentaSport zur Premiere von Althaus:

Samu trainiert jetzt schon seit drei, vier Wochen richtig gut. Er ist so ein bißchen Allrounder, er kann alles, mehr im Mittelfeld zu Hause. Aber er hat über letzte starke Trainingswochen sich das verdient, diese Minuten heute.

Seit 2021 bei den Löwen

Im Sommer 2021 wechselte Samuel Althaus aus der Jugend des FC Augsburg an die Grünwalder Straße. Ein Jahr später gehörte er – inzwischen 16jährig – zur U17-Bundesligamannschaft der Löwen, die damals von Felix Hirschnagl trainert wurde. Seine erste Partie in diesem Team ging am 14.8.22 direkt gegen seinen alten Verein, den FCA und endete mit 2:2. Während Samuel in der Spielzeit 22/23 in der B-Jugend noch ohne Torerfolg blieb, erzielte er in den vergangen beiden Spielzeiten – inzwischen zur U19 aufgerückt – insgesamt sieben Tore für Sechzig. In zurück liegenden Sommer holte ihn Trainer Patrick Glöckner dann – mit der Rückennummer 20 – direkt in den Profikader. Die Premiere im Herrenbereich feierte Althaus aber noch bei der U21 von Alper Kayabunar. Am vierten Spieltag dieser Saison, am 8. August beim 1:0-Heimsieg gegen den FC Gundelfingen, wo er den Siegtreffer von Cristian Leone mit einem klugen Pass auflegte.

Im Totopokal schon dreimal dabei

Beim Sieg der Löwenamateure in Ismaning am 2. November erzielte Samuel Althaus sein erstes Tor für das Team, für das er in dieser Saison bislang achtmal auf dem Platz stand, die Amas. Profiluft schnupperte er im Sommer zunächst im Totopokal, wo er beim 6:0 in der ersten Runde in Reichmannsdorf eine halbe Stunde mitwirken durfte und das finale sechste Tor erzielte. Auch in Geiselbullach und in Aubstadt stand er in diesem Wettbewerb auf dem Platz und half mit Kurzeinsätzen mit, die Löwen ins Halbfinale zu hieven. In der 3. Liga benötigte er insgesamt acht Kadernominierungen (die erste im August in Aachen), ehe es nun am Samstag gegen Schweinfurt mit der Einwechslung und der Drittligapremiere klappte.

Insta-Grüße von Felix Hirschnagl aus Dortmund

Gewürdigt wurde das Ereignis mit einem coolen Gruß vom Rasen des Sechzgerstadions auf dem offiziellen Instagram-Kanal des TSV 1860. Und sein ehemaliger Jugendtrainer Felix Hirschnagl, bekanntermaßen mittlerweile U19-Coach bei Borussia Dortmund hat Althaus’ Entwicklung offensichtlich auch noch fest im Blick: Er kommentierte auf dem sechzger.de-Insta-Kanal mit einen “Mega” unsere Glückwünsche zum Debüt.

– – – – – – –
Titelbild: Gleich ist es so weit. Samuel Althaus wartet – hinter dem vierten Offiziellen stehend – auf seinen ersten Einsatz für die Löwenprofis

Giesinger Gedanken: Das System Kauczinski funktioniert

14
Giesinger Gedanken: Das effektive System Kauczinski

Es ist nicht immer schön – aber es ist effektiv und funktioniert: das System Kauczinski. Sieben Spiele, fünf Siege, 15 Punkte, im Schnitt 2,14 Zähler pro Partie. Die Löwen haben unter ihrem neuen Coach den Tabellenkeller verlassen und schauen nach oben. Trotz zahlreicher Stolpersteine wie dem Ausfall von fünf Stammspielern, trotz einer herben Abreibung in Regensburg, doch dazu später mehr. “Seit der Niederlage in Regensburg sind wir mit dem Pokal- und dem Freundschaftsspiel danach auf einem guten Weg”, sagte der Löwen-Coach und die Zahlen geben ihm Recht.

Zwischen Rumpelstilzchen und Feierlaune

Kauczinski ist ein aktiver Trainer, er coacht am Spielfeldrand lautstark und gestenreich. Er lässt sich nicht reinreden, er lässt sich nicht beruhigen. Wenn er tobt, dann tobt er. So auch am Samstag beim hart erarbeiteten 3:1-Heimsieg gegen den FC Schweinfurt 05. Direkt nach Schlusspfiff feierte er dann ausgelassen mit seinen Spielern, dann kommt der lockere Kauczinski durch, wie auch meistens bei den Gesprächen mit der Presse. Der Mann scheint mit seinen Spielern zu können und sie mit ihm. Das ist sicher nicht immer einfach bei den Namen im Kader. Es wird zusammen hart gearbeitet, dann darf auch mal gefeiert und Spaß gemacht werden. “Unterm Strich verdient. Ich bin froh dass die Mannschaft stabil ist und so Gas gibt”, lautete sein nüchternes Fazit nach dem Schlusspfiff.

Stolperstein eins: die Ausfälle

Was man nicht erwarten darf ist, dass die Löwen in einer sehr ausgeglichenen 3. Liga jede Woche Zauberfußball liefern. Das lässt der Gegner nicht zu und das lässt auch das Niveau der Spielklasse nicht zu. Gegen das vermeintlich namhafteste Team der Liga aus Giesing ist jeder Gegner noch einmal besonders motiviert. Was diese Lage erfordert, sind Kampf, Einsatz und harte Arbeit – und genau das fordert Kauczinski immer wieder. “Jede Aufgabe ist schwer”, sagte er schon mehrmals. Kein Wunder, schließlich fehlen mit Verlaat, Schifferl, Schröter, Deniz und Pfeifer fünf wichtige Spieler. Dies sind fünf absolute Stammkräfte oder Startelfkandidaten.

Einen Deniz muss man ersetzen können

Tunay Deniz war bis zu seiner Verletzung der beständigste Führungs- und Kreativ-Spieler der Löwen. Diesen so zu ersetzen, wie es die Löwen aktuell tun, ist eine Leistung des Kollektivs und des Trainers. Ein Maier spielte zuletzt sehr stabil. Ein Haugen rennt sich die Seele aus dem Leib und trifft, ein Hobsch geht dahin, wo es weh tut. Kauczinski ist kein Mann, der viel auf Namen gibt. Dies bekommt aktuell (leider) Niederlechner zu spüren, aber auch dessen Chance wird wieder kommen, wie der Löwen-Coach fast schon im Wochentakt beschwört. Betrachtet man die Trainerkarriere von Kauczinski, dann sieht man seine Erfahrung. Seine Ruhe in der Tagesarbeit zahlt sich bis jetzt einfach in Punkten aus.

Stolperstein zwei: unzufriedene Spieler

Klar müssen Spieler wie Niederlechner oder auch einige Kicker aus der U21 auf ihre Chance warten, aber Kauczinski scheint sein Team im Griff zu haben und es scheint wenig bis gar keine Stinkstiefel im Team (mehr) zu geben. Dass dann auch junge Spieler ihre Chance kriegen zeigt, dass sich ein Dulic oder ein Lippmann nach den Ausfällen in der Startelf festgespielt haben. Dass Althaus gegen Schweinfurt sein Profi-Debüt gab, ist kein Zufall. “Samu trainiert seit drei oder vier Wochen sehr gut und hat sich diese Minuten über seine Trainingsleistung verdient”, erklärte Kauczinski dessen Einwechslung.

Stolperstein drei: Rückschläge

Rückschläge gehören auch dazu – gerade nach einem Trainerwechsel. Konstanz kann man nicht in zwei oder drei Wochen in eine Mannschaft zaubern. Neben vier Heimsiegen stehen zwei Auswärtspleiten (1:3 in Mannheim und 0:4 in Regensburg), sowie ein Sieg in der Fremde (1:0 in Ulm) zu Buche. Das 1:3 in Mannheim war streckenweise in Ordnung, das 0:4 in Regensburg ein Offenbarungseid. Doch daran können und müssen Mannschaften vom Kaliber von Sechzig wachsen. Und unter Kauczinski scheinen es die Löwen auch zu tun.

Stolperstein vier: Schiedsrichter-Fehlentscheidungen

Die nahezu wöchentlichen und oft haarsträubenden Fehlentscheidungen der Schiedsrichter in der 3. Liga gehören leider inzwischen ebenfalls zum Tagesbild. Solche Fehler können Aufstiege kosten, sie können zu Trainerentlassungen führen und sie entscheiden immer wieder Spiele. Der nicht gegebene Hand-Elfmeter gegen Schweinfurt ist da nur ein Beispiel, auch wenn er sich letztlich nicht groß ausgewirkt hat. Passieren darf so etwas trotzdem nicht und vor allem nicht in dieser Häufigkeit. Vor allem gegen die Löwen, die inzwischen mal wieder die meist-benachteiligte Mannschaft der Liga sind und zwar mit Abstand. Kauczinski schimpft im Spiel, er poltert, er regt sich auf, aber dann ist es auch wieder gut und es wird ruhig weitergearbeitet.

Stolperstein fünf: die Erwartungshaltung

Ganz bewusst nimmt der Löwen-Trainer die Fragen zu den Ambitionen in Richtung 2. Bundesliga bzw. zum Abstand zu den ersten Drei einfach nicht an, auch wenn sie in jeder Löwenrunde mehrfach gestellt werden. “Wir schauen von Woche zu Woche”, hört man da immer wieder. Was eine Floskel zu sein scheint, zeigt sich aber in seiner Umsetzung im ruhigen Tagesgeschäft. Undankbar für die Presse, aber es scheint zu funktionieren. Kauczinski ist einer, der sich nicht reinreden lässt, der sein Ding durchzieht – siehe auch Winter-Trainingslager in der Türkei. Er wollte es und er hat es bekommen. Bisher hat sich der Trainerwechsel gelohnt und das ist in der 3. Liga eher eine Seltenheit.

Ruhe bewahren und Punkte sammeln

Die Löwen nähern sich dem vorderen Tabellendrittel an. Die Siege in Ulm und gegen Schweinfurt waren sicher nicht schön, aber erinnert sich jemand noch daran, wie man gegen Havelse gewonnen hat? Am Ende zählen die Punkte und die holt Kauczinski, sein System funktioniert und man kann nur hoffen, dass das so bleibt. Die Mannschaft scheint jedenfalls deutlich an Stabilität gewonnen zu haben und jetzt auch einen Chef-Anweiser zu haben, der in Sachen Zusammenarbeit und Teamgeist die richtigen Stellschrauben gefunden hat. Zwei Mal müssen die Sechzger noch ran, dann ist es wirklich an der Zeit für eine Halbzeitbilanz – hoffentlich mit weiteren vier bis sechs Punkten gegen Ingolstadt und Verl im Gepäck.

Natürlich nur eine Momentaufnahme

Mir ist klar, dass dies nur eine Momentaufnahme ist, dass mir dieser Text schon in wenigen Monaten um die Ohren fliegen kann. Auch ich kenne Kauczinski nur von den Pressekonferenzen. Was für mich auffällig ist? Das sind seine Ruhe, seine Umgänglichkeit, wie er mit den Spielern spricht…

Und ganz wichtig: Wie er mit dem teilweise fast schon toxischen Medien-Umfeld umgeht. Während so manches Medium schon fast die nächste Pleite herbeisehnt, um auf alles und jeden kräftig draufhauen zu können, bleibt Kauczinski ruhig und macht sein Ding. Denn unter anderem daran sind seine Vorgänger nach einigen Monaten zerbrochen. Kauczinski kennt das mit seiner Erfahrung (beispielsweise als Trainer in Dresden) – zumindest im Ansatz. Und er weiß damit umzugehen, provokante Fragen auch einfach mal wegzulächeln. Hoffentlich bleibt auch das so und hoffentlich funktioniert das System Kauczinski weiterhin, das wäre die Konstanz, die die Löwen auch im nächsten Jahr brauchen.

 


Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wieder.

Sechzig um Sieben: Weiterer Heimsieg gegen Schweinfurt

0
Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Der TSV 1860 München macht in der 3.Liga weiter Boden gut. Gegen Schweinfurt setzten sich die Löwen durch und feierten einen weiteren Heimsieg. Für die U19 gab es dagegen in Ulm eine ordentliche Abreibung und Ski-Löwin Fabiana Dorigo erzielte am Sonntag die ersten Weltcup-Punkte. Zum Start in eine neue Woche gibt es wie gewohnt einen Überblick aller Meldungen des Wochenendes.

TSV 1860 schlägt Schweinfurt und feiert Heimsieg

Die nächsten drei Punkte wanderten am Wochenende auf das Konto der Löwen. Gegen Schweinfurt konnte der TSV 1860 München zusammen mit seinen Fans einen Heimsieg bejubeln. Die Gäste trugen mit zwei Eigentoren kräftig dazu bei, dass die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski den sechsten Sieg im neunten Heimspiel feiern durfte. Außerdem traf Marvin Rittmüller erstmals im Löwen-Trikot.

Giesinger Gedanken: das System Kauczinski

Nachdem sich die Giesinger Gedanken letzte Woche nicht mit einem sportlichen Thema beschäftigten, geht es in dem neuesten Beitrag dieser Serie um den neuen Trainer Markus Kauczinski. Noch ist bei weitem nicht alles Gold, was glänzt, aber Thomas Spiesl zieht nach einigen absolvierten Partien ein positives Zwischenfazit. Die Punkteausbeute geben dem Trainer der Löwen auf jeden Fall recht, soviel kann an dieser Stelle schon einmal verraten werden.

Böse Klatsche für die U19 in Ulm

Es ging zwar um nichts mehr, doch der Plan von Trainer Jonas Schittenhelm dürfte dennoch ein anderer gewesen sein. In Ulm erwischte die U19 des TSV 1860 München einen rabenschwarzen Tag und kam völlig unter die Räder. Sieben Gegentreffer mussten die Löwen nach 90 gespielten Minuten hinnehmen.

Ski-Löwin Fabiana Dorigo holt erste Weltcup-Punkte

Fabiana Dorigo vom TSV 1860 München hat am Wochenende ihre ersten Weltcup-Punkte erzielt. In Mont Tremblant in Kanada qualifizierte sich die 27-Jährige im vierten Anlauf das erste Mal für den zweiten Durchgang und konnte ihre Platzierung auf im zweiten Lauf halten.

Ex-Löwe Mölders verlängert in Wiedenbrück

Sascha Mölders bleibt über die aktuelle Spielzeit hinaus Trainer des SC Wiedenbrück in der Regionalliga West. Der ehemalige Spieler des TSV 1860 und die Verantwortlichen einigten sich auf eine vorzeitige Verlängerung des Vertrags bis zum Sommer 2027. Derzeit steckt Wiedenbrück erneut mittendrin im Abstiegskampf, was für die Vertragsverlängerung allerdings kein Hindernis war.

News aus der 3.Liga

Der 17.Spieltag

Energie Cottbus hat im Spitzenspiel der 3.Liga – Erster gegen Zweiter – gegen den MSV Duisburg die Oberhand behalten und liegt nach dem 17.Spieltag an der Tabellenspitze der 3.Liga. Tolgay Cigerci erzielte kurz vor Schluss den 3:2-Siegtreffer. Havelse kam gegen den Tabellendritten aus Verl zu einem 2:2-Unentschieden. Essen trennte sich am Freitagabend etwas glücklich mit einem 1:1 vom VfB Stuttgart II, Osnabrück unterlag zuhause Wehen Wiesbaden mit 0:1. Ulm holte in Köln wichtige Punkte im Abstiegskampf, Mannheim gewann daheim gegen Saarbrücken. Der nächste Löwen-Gegner Ingolstadt trennte sich mit einem 2:2 von Erzgebirge Aue.

Der TSV 1860 liegt derzeit mit 27 Punkten auf Rang 9 der Tabelle.

Erste Weltcuppunkte für Fabiana Dorigo

0
Ski-Löwen Dorigo unter ferner liefen

Im vierten Riesenslalom der Saison konnte sich Fabiana Dorigo vom TSV 1860 München erstmals in dieser Saison Weltcuppunkte einfahren.

Erste Qualifikation für den zweiten Durchgang

Im vierten Versuch gelang es der Skilöwin erstmals in dieser Saison, sich für den zweiten Durchgang eines Weltcuprennens zu qualifizieren. Im kanadischen Mont Tremblant ging Dorigo mit der Startnummer 33 ins Rennen. Sie konnte den ersten Durchgang mit einem Rückstand von 2,29 Sekunden beenden und lag am Ende auf Rang 23 und stand erstmals unter den Top30, die auch im zweiten Durchgang an den Start gehen dürfen. Außer Dorigo qualifizierte sich auch Lena Dürr aus dem DSV-Team als 11. für den Finaldurchgang.

Erste Weltcuppunkte der Saison für Dorigo

Im zweiten Durchgang unterlief Dorigo im oberen Abschnitt ein schwerer Fehler, als sie ein ganze Torpassage zu spät anfuhr. Immerhin konnte sie den Ausfall vermeiden und blieb im Rennen. Danach fuhr sie nach Devise “Alles oder Nichts” und war schnell unterwegs. Kurz vor dem Ziel baute Dorigo erneut einen Fehler ein, aber sie kam trotzdem ins Ziel und hatte damit erstmals in der Saison 2025/26 Weltcuppunkte sicher. Am Ende belegte die Skilöwin wie nach dem ersten Lauf den 23. Rang mit 3,78 Sekunden Rückstand. Lena Dürr wurde am Ende 10. (+ 2,10 Sekunden). Das Rennen gewann Julia Scheib aus Österreich vor der Schwedin Sara Hector (+ 0,57 Sekunden). Dritte wurde die Neuseeländerin Alice Robinson (+ 0,78 Sekunden), die nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte.

Straßer in Vail ausgeschieden

Linus Straßer dagegen war weniger erfolgreich. Wie schon in Copper Mountain schied Straßer auch beim Riesenslalom in Beaver Creek (Colorado) im ersten Durchgang aus.


Titelbild: Autogrammkarte aus der Sammlung von Oliver Buch

Fotogalerie zu TSV 1860 München – FC Schweinfurt 05

0
Titelbild TSV 1860 FC Schweinfurt 05

Einige bange Momente mussten die Löwen am Samstag gegen die Schnüdel überstehen, am Ende gab es jedoch Grund zum Jubeln. Mit dem 3:1 feierte die Elf von Trainer Markus Kauczinski den dritten Sieg in Folge und machte damit auch einen Sprung in der Tabelle. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Heimspiel des TSV 1860 München gegen den FC Schweinfurt 05.

Fotogalerie zu TSV 1860 – FC Schweinfurt 05

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben.

Stimmen zum Spiel: TSV 1860 – 1. FC Schweinfurt 05

0

In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute geht es um das Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt 05, das die Löwen am späten Samstag Nachmittag mit 3:1 gewinnen konnten.

Urs (Löwenfan aus der Schweiz – gestern endlich mal wieder live dabei):

Zurück auf Giesings Höhen – mit Grünspitz zum Vorglühen.
Der TSV tat sich gegen Tabellenletzten Schweinfurt lange schwer: Mitte dicht, Volland abgemeldet, über die Flügel kam wenig.
Erst ein erzwungenes Eigentor nach der Pause brachte die Wende – sonst wäre sogar eine Gästeführung drin gewesen.
Am Ende zählte nur das Ergebnis.
Und das wurde standesgemäß mit ein, zwei Bieren bis spät in die Nacht gefeiert.

Markus Kauczinski (nach dem Spiel bei MagentaSport):

Mit der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden. Wir haben in der ersten Halbzeit kaum einen zweiten Ball geholt, sie sind nicht kompakt gewesen, haben nicht so gut nachgeschoben, wie ich mir das gewünscht hätte. Wir Haben geführt, kriegen ein Tor – das kann passieren. Aber die zweite Halbzeit war dann besser, da haben wir das Spiel dann wirklich kontrolliert, nichts zugelassen, hatten einmal Glück mit dem Pfosten-Ding, haben aber auch noch andere Möglichkeiten. Unter’m Strich verdient. […] Ich bin froh, dass wir stabil sind, ich bin froh, dass die Mannschaft so Gas gibt. Jedes Spiel – das haben wir auch heute gesehen – ist schwer und jedes Spiel muss erstmal erkämpft und erspielt werden und deswegen: Ruhe bewahren, weiter machen, sich auf’s nächste Spiel freuen und das tun wir, auf Ingolstadt.

Jakob Tranziska (Schweinfurter Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich):

Es ist wieder enorm bitter! Weil ich finde, dass wir ein richtig geiles Auswärtsspiel gemacht haben, eigentlich. Bis zum 3:1, das hat dann ein bisschen den Wind aus den Segeln genommen, aber bis dahin haben wir hier in München ein richtig geiles Auswärtsspiel gemacht und dementsprechend stehen wir hier leider trotzdem wieder mit leeren Händen. Extrem bitter!

Dr. Christian Werner (ehem. Geschäftsführer der Löwen gegenüber sechzger.de):

Nach dem heutigen Spiel möchte ich zuerst mal Schweinfurt ein Kompliment für die gezeigte Leistung machen. Aber natürlich freue ich mich besonders, dass die Mannschaft so konstant punktet. Momentan geht es nicht um Schönheitspreise, eine spielerische Weiterentwicklung wird sicherlich folgen.
Auch freue ich mich für die Spieler, die – aus unterschiedlichen Gründen- etwas weiter weg von der Startelf waren und momentan einen super Job machen. Wenn die Verletzten zurückkommen, wird es verdammt schwer diesen Kader zu schlagen.
Auch möchte ich mich an dieser Stelle bei den Löwenfans für den unfassbaren Zuspruch und die Wertschätzung bedanken, die ich seit Wochen erfahren habe.

FloBu (Redakteur sechzger.de):

Heimspiel gegen Schweinfurt. Manch einer erzählte den ganzen Tag schon von 1990 und behauptete man müsse sich warm anziehen (bei dem Wetter Grundvoraussetzung). Aber als das Spiel begann, sah man souveräne Löwen. Bis auf kleine Turbulenzen rund um die Pause wurde nie am Sieg gezweifelt und nachdem die Schweinfurter selbst von unserer mangelnden Chancenverwertung genervt waren, übernahmen Sie das Toreschießen sogar netterweise für uns. Drei Siege in Folge: Wer soll uns so noch auf dem Weg zum Meistertitel 2028 stoppen?

Marvin Rittmüller (nach seinem ersten Tor für die Löwen):

Schweinfurt muss man sagen, hat das echt richtig gut gemacht. Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass wir mit unserer Art und Weise Fußball zu spielen in jedem Spiel irgendwie ein hartes Stück Arbeit vor uns haben. Und im Moment machen wir es einfach gut, weil wir es annehmen. Und ich glaube, das sieht man. Es ist nicht immer der perfekte schönste Fußball, aber es geht am Ende um Ergebnisse und die erzielen wir mit der Art und Weise, wie wir spielen. Und dementsprechend kann man der Mannschaft für die letzten Wochen finde ich ein Kompliment machen.

Viktor Kleinhenz (Trainer Schweinfurt in der PK):

Glückwunsch an die Löwen! Unter’m Strich meiner Meinung nach ein verdienter Heimsieg. Trotzdem finde ich, dass wir vor allem in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Sind richtig gut reingekommen, haben dann in der einen oder anderen Sequenz dann auch ‘nen dominanten Fußball gespielt, ohne dass wir jetzt wirklich in der Häufigkeit vor’s Tor kommen. […] Ich glaub, was nach der Halbzeit passiert, das passiert immer genau dann, wenn du unten stehst. Wir haben drei Hochkaräter innerhalb von fünf Minuten. […] Relativ schnell dann im Gegenzug passiert das 2:1 nach ‘nem Eigentor. […] Danach muss man ehrlich sagen, dass es uns nicht gelungen ist, nochmal ‘ne Dynamik oder ‘nen Flow zu entwickeln, der das Spiel dann nochmal gefährlich macht. Ganz iM Gegenteil: Haben auch das 3:1 relativ einfach nach ‘nem langen Einwurf hergeschenkt. Und dann war uns Sechzig einfach auch über weite Strecken der zweiten Halbzeit überlegen.

07.12.2002: Als Daniel Bierofka gegen die Löwen traf

0
Daniel Bierofka
Daniel Bierofka, ehemaliger Spieler und Trainer des TSV 1860

Daniel Bierofka gilt bei den Löwen nicht umsonst als Legende. Als Spieler ging er auf dem Platz stets voran und war dank seines Willens und seines Kampfgeistes stets ein Vorbild. Später rettete er den TSV 1860 als Interimscoach vor dem Abstieg und stand dem Klub nach der “4” als Cheftrainer zur Verfügung, als die Löwen ihn am dringendsten benötigten. Als Höhepunkt folgte der Aufstieg in die 3. Liga und dort der Klassenerhalt. Am 07.12.2002, also heute vor 23 Jahren, traf Biero gegen seinen Herzensverein…

Daniel Bierofka trifft gegen die Löwen

Ohne den verletzten Thomas Häßler musste der TSV 1860 am 16. Spieltag der Bundesliga-Spielzeit 2002/03 antreten. Er wurde durch Markus Weißenberger ersetzt, der die beiden Stürmer Markus Schroth und Benjamin Lauth, die zusammen bis dahin schon 16 Saisontore erzielt hatten, füttern sollte. Die Löwen starteten schwungvoll in die Partie: Bereits in den ersten sieben Minuten scheiterten Weissenberger an Torwart Butt und Marco Kurz nach einer Ecke an der Latte.

Doch auch diesmal kam es so, wie es kommen musste: Wer vorne nicht trifft, fängt sich hinten einen Gegentreffer. In diesem Fall war es ausgerechnet Daniel Bierofka, der von den Löwen nach Leverkusen gewechselt war, der die Werkself in der 9. Minute in Führung brachte. Beim TSV 1860 war der Schwung aus der Anfangsphase nach dem 0:1 dahin und so entwickelte sich vor nur 20.000 Zuschauern im Olympiastadion ein Match ohne große Höhepunkte.

Klare Niederlage gegen Bayer Leverkusen

Auch in der Folge zeigten sich die Gäste effizient: Obwohl die Mannschaft von Klaus Toppmöller nicht glänzte, kam sie in der 51. Minute zum zweiten Treffer. Votava leistete sich einen Abwehrfehler, Neuville nutze diesen, bediente Dimitar Berbatov und der sorgte für das 0:2 (51.). Sechzig wollte, konnte aber nicht und vergab die wenigen sich bietenden Möglichkeiten teilweise kläglich. So beispielsweise in der 65. Minute, als erst Lauth in der Mitte verpasste, und dann auch noch Schroth drei Meter vor dem Tor ein Luftloch fabrizierte.

Die Werkself hingegen ließ sich nicht zweimal bitten und setzte in Person von Nationalspieler Oliver Neuville in der 89. Minute den Schlusspunkt zum 0:3.

Statistik

Trainer Peter Pacult setzte am 07.12.2002 auf folgendes Team des TSV 1860:

Jentzsch – Cerny, Ehlers, Votava (71. Agostino), Pürk (59. Borimirov) – Meyer, Stranzl, Kurz, Weissenberger (59. Suker) – Lauth, Schroth

Tore:
0:1 Bierofka (9.), 0:2 Berbatov (51.), 0:3 Neuville (89.)