In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten rund um den TSV 1860 München eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, junge oder ältere Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu dem hinter uns liegenden Auftritt der Löwen einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Hier geht es natürlich um das gestrige 3:1 in Illertissen, mit dem 1860 ins Viertelfinale im bayerischen Landespokal einzog.
Stefan Kranzberg (Redakteur sechzger.de):
Die Löwen haben sicher nicht geglänzt, das Ding aber doch sehr souverän heimgespielt. Das frühe Tor hat dem Pokalschreck Illertissen schon ein bisschen den Zahn gezogen, wobei ich mir – auch für die eigenen Nerven – einen zweiten Treffer vor der Pause gewünscht hätte. Im Endeffekt fielen die Tore aber jeweils zum richtigen Zeitpunkt und es bestand nie die Gefahr, da auszuscheiden. Ich bin auch froh, dass Patrick Glöckner mehr oder weniger die bestmögliche Startelf aufgeboten hat, um klarzustellen, dass man das Spiel und den Wettbewerb ernst nimmt.
Das war heute ein verdienter und souveräner Sieg, allerdings weitgehend glanzlos. Hinten sind wir insgesamt super gestanden und haben ganz wenig zugelassen. Die Szene des Spiels war für mich der Traumpass von Kevin Volland auf David Philipp vor dem 2:0.
Ebenfalls erfreulich: Das sonnige Spätsommerwetter und zahlreiche Löwenspieler, die sich nach dem Spiel noch Zeit für Fotos zusammem mit meinem vierjährigen Sohn genommen haben.
Sieben Pflichtspiele sind wir jetzt ungeschlagen – weiter so, Löwen!
Patrick Glöckner (Cheftrainer des TSV 1860):
Ich bin sehr zufrieden! In diesen Spielen ist es nur wichtig, dass man weiterkommt. Es war die erwartet schwere Aufgabe und wir wussten, was hier abgeht. Man hat es an Nürnberg gesehen, wie stark Illertissen eigentlich ist. Erste Halbzeit haben wir’s extrem souverän runtergespielt, zweite Halbzeit dann bisschen nachgelassen, aber das spielt keine Rolle. Die Mentalität und Einstellung war da gewesen.
Theo (sechsjähriger Löwenfan, in Illertissen mit dem Papa dabei):
Ich freue mich, dass die Löwen schon wieder gewonnen haben. Schade, dass Flo (Niederlechner, Anm. d. Redaktion) kein Tor geschossen hat. Den mag ich am liebsten!
Sascha Königsberg (Vorsitzender des Verwaltungsrats im TSV 1860 e.V.):
An welchen Begriff denkt man, wenn man zum Pokalspiel nach Illertissen fährt? “Vorfreude” – immerhin waren wir in der sehr erfolgreichen Regionalligasaison auch hier siegreich und die Gastfreundschaft war wie bei fast allen Gegnern damals sehr angenehm? Oder doch etwa “Pokalschreck” – gerade erst ist mit Nürnberg ein Zweitligist im DFB-Pokal beim FVI ausgeschieden und vor drei Jahren hatten wir im Toto-Pokal selbst schon das zweifelhafte “Vergnügen”. Für mich war es ein bisschen was von beidem, mit der nicht ganz ernst gemeinten Hoffnung, dass sich der heutige Gegner auf den DFB-Pokal fokussieren könnte. Nach dem Spiel bleibt bei mir aber vor allem ein Begriff hängen: “Europapokal”! Ne ne, damit ist wahrlich nicht die heutige sportliche Leistung von unserem “weißen Ballett” gemeint. Sondern die zum Kult gewordene Quasi-Vereinshymne der Illertissener, die nach dem Erreichen der nächsten DFB-Pokal-Runde wiederbelebt wurde (auch als heute kaufbares T-Shirt). Kein Wunder, für die Gastgeber sind es auch nur noch 5 Siege bis es tatsächlich heißt: “Illertissen spielt international” (für die Löwen sind es noch 9 Siege 😉).
Sommer(ferien)zeit heißt in unserer großen sechzger.de-Redaktion immer, dass viele neue Eindrücke in aller Herren (und Frauen) Länder gesammelt und dann später hier der interessierten Leser*innenschaft präsentiert werden. Erst Ende Mai diesen Jahres war der Kollege Stefan Kranzberg in Albanien unterwegs und ließ uns in seinem Artikel Länderpunkt im Zeichen der Jugend an seinen Erlebnissen teilhaben. Ich habe es ihm nun gleich getan und mich mit meinen beiden Söhnen für eine Woche in das Land auf dem Balkan begeben. Dass dabei auch Fußballspiele besucht wurden, versteht sich von selbst. Am Ende wurden es fünf Stück.
Conference League Playoff in Tirana
Los ging es direkt mit – Achtung, Trommelwirbel – EUROPAPOKAL! Also konkret mit den finalen Playoffs zur Qualifikation für das “richtige” internationale Geschäft. Ich hatte vorab von daheim aus ordentlich mitgezittert mit einem der Hauptstadtklubs, Dinamo City, der in der Runde zuvor das gefühlt Unmögliche möglich gemacht und den – vom Kaderwert fast zehnmal so schweren – Dritten aus der kroatischen HNL, Hajduk Split aus dem Wettbewerb geworfen hatte. So kam es am Donnerstag, den 28. August zum Playoff-Rückspiel gegen den polnischen Vorjahresdritten, Jagiellonia Bialystok. Leider hatte Dinamo City, selbst im Frühsommer 2025 übrigens Verlierer des Spiels um Platz 3 in der im Playoff ausgetragenen albanischen Meisterschaft, das Hinspiel in Polen eine Woche zuvor schon mit 0:3 verloren. Die Chancen auf’s Weiterkommen war also eher gering an diesem Donnerstagabend in Tiranas AirAlbania-Stadion, einem super-modernen Bauwerk, das 2019 eröffnet wurde und drei Jahre später sogar Austragungsort des ersten Conference-League-Endspiels zwischen dem AS Rom und Feyenoord Rotterdam (1:0) war. Für umgerechnet 10,- EURO fanden wir Einlass.
Dinamo City scheitert
Die Geschichte des Spiels in diesem – wie ich finde – sehr gelungenen modernen Stadion ist schnell erzählt. Die 2.200 Einheimischen, die in dem 22.000er-Stadion auf Haupt- und Gegentribüne untergebracht waren, hofften auf ihre Mannschaft, die aufopferungsvoll kämpfte, aber fußballerisch meist zu ungenau und überhastet agierte. Das schnelle Tor, das vielleich eine Aufholjagd einläuten würde, wollte nicht fallen. Erst nach 68 gespielten Minuten fiel es. Und die Gäste wirkten plötzlich nervös. Ging da noch was? Zwei Tore in 20 Minuten? Nicht absolut unmöglich. Doch die Hoffnung währte nur elf Minuten, dann erzielte ein Holländer mit griechischen Wurzeln den Ausgleich für die Polen und sicherte so Bialystok die Quali für die Conference League 25/26. Nach dem Spiel gab es sowohl im mit rund 500 Fans besetzten Gästeblock, als auch auf der Heimseite viel Applaus für die 22 Akteure. Dass es später beim Transport der Fanbusse der polnischen Anhänger auf der Autobahn Richtung Flughafen Tirana zu einem direkten Angriff durch albanische Hools kam, erfuhr man am nächsten Morgen über die Sozialen Medien. Ob die Angreifer zum Spiel selbst im Stadion anwesend waren, entzieht sich meiner Kenntnis.
Spielbesuch mit Löwenfan
Eine nette und wesentlich harmonischere Begebenheit rund um diesen Spielbesuch, sei hier auch noch erwähnt. Da sich schon im Vorfeld unseres Urlaubs herausstellte, dass ein Leser und Freund von sechzger.de an genau diesem Donnerstag den letzten Abend eines Albanien-Aufenthalts verbringen würde, wurde vereinbart, die Partie in Tirana gemeinsam zu besuchen. Gesagt, getan. Wir hatten eine lustige Zeit und erinnerten uns angesichts der sportlichen Ausgangslage (und unseres ähnlichen Alters) natürlich sehr aktiv an das UEFA-Cup-Duell unserer Löwen mit Rapid Wien im Herbst 1997. Grüße gehen an dieser Stelle raus an Anselm!
Vier Löwen beim Europacup in Tirana
Zweite Liga weiter südlich
Nach einem Tag Fußballpause standen dann am Samstag gleich zwei Partien auf dem Programm. Ein Zweit- und ein Erstligakick. Los ging’s in der Stadt Fier etwa 85 Kilometer Luftlinie südlich von Tirana. Ein netter, aber – wie eigentlich die allermeisten Stadien im Land – schon sehr in die Jahre gekommener Ground mit einer Stahlrohrtribüne, auf der sich samstags um vier eine niedrige dreistellige Anzahl an Zuschauern einfand. Viel Emotion auf dem Rasen und am Ende ein schiedlich-friedliches 1:1, das sich die Gastgeber mit einer couragierten Leistung in den Schlußminuten noch wacker und verdientermaßen erkämpften. Sechs Euro hatte uns der Spaß gekostet – und das war er auch Wert. Wir düsten direkt nach dem Abpfiff die 49 Straßenkilometer in Richtung der kleinen Stadt Rrogozinhe, Heimat des amtierenden albanischen Meisters.
Beim albanischen Meister war einiges los
Das atmosphärisch stimmungsvollste und emotionalste Fußballerlebnis dieser Reise durch Albanien bescherte uns – erneut für den Eintritt von umgerechnet 10,- EURO für den Sitzplatz auf Höhe der Mittellinie – am Samstag Abend das Spiel zwischen KF Egnatia und AF Elbasani. Die von Anfang an sehr aufgeheizte Stimmung hat wohl einen historischen Hintergrund, der hier allerdings nicht allzusehr vertieft werden soll. Es geht um einen Spielabbruch in einem Aufstiegsspiel zwischen den beiden Vereinen kurz nach der Jahrtausendwende – wegen einer Rauferei auf dem Rasen! Dass aus den Fanblöcken Albaniens, sofern so etwas wie aktive Fans anwesend sind, ab und an Böller und teilweise wirklich laute Kanonenschläge auf das Spielfeld geworfen werden, gehört dort – anders als “klassische” Pyrotechnik, die in unseren fünf Spielen gar nicht zum Einsatz kam – zum Stadionbesuch offensichtlich dazu. Im konkreten Fall betätigten sich die rund 250 Gästefans aber schon eine halbe Stunde vor dem Anpfiff entsprechend. Auch von den Heimfans, deren “harter Kern” allerdings deutlich weniger Personen zählte, flog immer wieder mal etwas knallendes in den Innenraum. Eine Durchsage, dies doch zu unterlassen, konnten wir nicht ausmachen. Gehört hier wohl einfach dazu.
Das Stadion von Egnatia ist – neben dem oben schon angesprochenen Nationalstadion – die modernste Anlage, die uns bei unserem Aufenthalt, während dem wir uns noch einige Stadien ohne Spielbesuch ansahen, begegnet ist. Sie bietet 7.500 Besuchern Platz, erinnert – rein optisch – an typische Campus-Stadien Deutscher Bundesligisten und die beiden Tribünen waren an jenem Abend zu etwa einem Drittel gefüllt. Den Zuschauern wurde ein durchaus unterhaltsames Match präsentiert, bei dem die Gäste direkt vor dem Pausenpfiff unter großen Jubel mit 1:0 in Führung gingen. Nachdem sie aber im zweiten Abschnitt – ganz ähnlich wie die Gastgeber im Zweitligaspiel am Nachmittag – die knappe Führung nur verwalten wollten und gar nichts mehr für das Spiel taten, fiel folgerichtig in der 83. Minute der Ausgleich. Danach wurde es hektisch und wild. Der Torschütze bejubelte seinen Treffer extrem provokativ vor dem Gästeblock, worauf ihm zahlreiche der oben angesprochenen Böller entgegenflogen, denen er allerdings recht enstpannt auswich. Minutenlange Rudelbildung auf dem Rasen und drei Platzverweise vermittelten einen Eindruck, was wohl in der Vergangenheit bei dieser Partie schon los war.
Drittes Spiel, drittes 1:1
Als Krönung erhielten die Gäste in der neunten Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter, der zunächst verschossen, im Nachschuss aber dann doch zu einem Treffer führte, der wiederum nach minutenlangem frenetischem Jubel im Gästeblock bei gleichzeitig ausführlicher Diskussion unter den Protagonisten auf dem Rasen, zurückgenommen wurde. VAR auf albanisch heißt: Lange Unterbrechungen aber leider keinerlei Informationen an die Zuschauer, was eigentlich los ist. So machten wir uns schließlich leider in Unkenntnis über die Gründe für die Nichtanerkennung des Treffers auf die rund einstündige Fahrt in unser Nachtquartier in der Hafenstadt Vlora.
Fortsetzung folgt…
Über die beiden noch am Sonntag besuchten Spiele wird in einem weiteren Artikel im Laufe der kommenden Woche berichtet. Und ein Fazit zum Groundhopping und -spotting in Albanien gezogen. Dass dies ziemlich positiv ausfallen wird, dürfte wenig überaschen.
Anders als noch vor ziemlich genau drei Jahren hatte der TSV 1860 München am Samstagnachmittag im Toto-Pokal-Achtelfinale vor 3.484 Zuschauern keine großen Probleme mit dem FV Illertissen. Die Löwen hatten alles im Griff, siegten und zogen verdient in die Runde der letzten Acht ein. Nach 90 Minuten auf buckligem Untergrund im Vöhlin-Stadion siegte der TSV 1860 am Ende mit 1:3 und lief dabei keineswegs Gefahr, die frühe Führung noch einmal aus der Hand zu geben.
Reinthaler mit der frühen Führung
Von der ersten Minute zeigten die Münchner, dass sie das Duell an der württembergischen Landesgrenze ernst nehmen. Trainer Patrick Glöckner schickte wie angekündigt fast die komplette A-Elf aufs Feld. Deniz, Niederlechner und Neuzugang Rittmüller saßen erst einmal auf der Bank. Dafür durften Reinthaler, Christiansen, Wolfram und Hobsch von Beginn an ran. Auch auf dem Feld zeigten sich die Löwen dominant. Eine gute Viertelstunde war gespielt, als Voet einen Eckball an den Pfosten köpfte und Reinthaler die frühe Führung für den TSV 1860 markierte. Weitere Möglichkeiten blieben jedoch erst einmal ungenutzt.
Löwen lassen nichts anbrennen
Die Münchner hatten das Spiel im weiteren Verlauf im Griff, Illertissen kam nicht einmal ansatzweise zu einer Torchance. Außer man möchte einen Roller des Ex-Löwen Cocic als solche bezeichnen, als der Ball gerade noch in die Arme von Dähne kullerte. Allerdings war in der letzten Viertelstunde des ersten Durchgangs auch bei den Gästen etwas die Luft raus im Spiel nach vorne. Das Aufbauspiel wurde allerdings auch erschwert durch das holprige Geläuf im Illertissener Vöhlin-Stadion, auf dem das Leder ein ums andere Mal versprang. Der zweite Treffer der Münchner kurz vor der Pause wurde nicht anerkannt, da der Ball vor Pfeifers Flanke bereits die Grundlinie überschritten hatte. So ging es beim Stand von 1:0 für die Münchner in die Kabine. Einen “seriösen Auftritt” nannte ein Löwen-Fan vor Ort sehr treffen den ersten Abschnitt.
Glöckner wechselt zur Pause
Nach dem Pausentee kam Münchens große Liebe verändert aus den Katakomben. Trainer Patrick Glöckner wechselte nach einer dominant geführten ersten Halbzeit aus. Maier kam für Reinthaler aufs Feld und übernahm positionsgetreu. Am müden Kick auf dem Rasen änderte sich wenig. Die Gäste kontrollierten die Partie, ließen hinten nichts zu, waren aber vorne auch nicht wirklich zwingend. So plätscherte das Spiel, wie schon in den letzten 20-25 Minuten des ersten Abschnitts, weitgehend vor sich hin. Nach einer knappen Stunde kam Philipp für Haugen ins Spiel.
Sechzig kontrolliert das Spiel und legt nach
Torgefahr war auch im Anschluss auf beiden Seiten Mangelware. Auch die Standards der Sechzger fanden zu selten einen Abnehmer. Auf der anderen Seite stand die Restverteidigung der Löwen gegen die konterstarken Hausherren bombensicher. Nach einer guten Stunde musste Dähne dann doch in ärgster Not retten, als er gegen Glessing stark parierte. Dann kam Neuzugang Rittmüller zu seinem ersten Einsatz im Trikot von Münchens großer Liebe und schon fiel das 0:2 für die Sechzger. Nach einem starken Steilpass von Volland marschierte Philipp alleine auf den Kasten und vollstreckte eiskalt.
Anschlusstreffer aus dem Nichts
Eine Viertelstunde vor dem Ende passten dann in der Löwen-Defensive die Zuordnung nicht und Illertissen kam nach einem Steckpass auf den abseitsverdächtig stehenden Hausmann zum Anschlusstreffer. Plötzlich stand es nur noch 1:2. Illertissen versuchte mehr nach vorne zu machen, kam aber nicht wirklich durch. Zehn Minuten vor Ende kam dann bei den Gästen Niederlechner für Hobsch aufs Feld. Sechzig stand nun etwas tiefer und setzte auf Konter. Drei Minuten vor Ende wurde Voet im Strafraum geklammert und Jacobsen machte per Elfmeter mit dem 1:3 den Deckel drauf. Insgesamt hatten die Löwen keine Probleme mit Illertissen, siegten verdient und zogen mit einer seriösen Vorstellung souverän ins Viertelfinale des bayrischen Landespokals ein.
Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem FV Illertissen und dem TSV 1860 München! Die beiden Teams treffen im Achtelfinale des Toto Pokals aufeinander.
Bislang lief für den TSV 1860 München im Toto-Pokal gegen niederklassige Gegner alles nach Plan. Gegen Reichmannsdorf und Geiselbullach gab es jeweils ungefährdete Siege. Heute aber steht den Löwen ein wahres Pokal-Schwergewicht gegenüber. Der Gastgeber ist der FV Illertissen, der den Wettbewerb in der letzten Spielzeit gewinnen konnte und der den TSV 1860 bereits im September 2022 bezwang. Gibt es heute eine erneute Überraschung oder setzt sich das Team von Patrick Glöckner gegen den Regionalligisten durch?
Es fehlen: Nicht dabei ist heute Sean Dulic, der für die U20 Nationalmannschaft nominiert wurde. Kilian Jakob hat sich ebenso wie Morris Schröter schwerer verletzt und fällt damit vorerst aus, zudem fehlen die angeschlagenen Danhof und Schifferl. Ansonsten kann Patrick Glöckner aus dem Vollen schöpfen, wobei der ein oder andere nominelle Stammspieler eine Pause erhalten könnte.
Wo könnt ihr das Spiel FV Illertissen – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?
Das Spiel in Illertissen wird live und kostenlos vom Bayerischen Rundfunk im Fernsehen und Online-Stream gezeigt.
Sean Dulic muss in der Vorbereitung U20-Nationaltrainer Hannes Wolf überzeugt haben. Denn Wolf bot Dulic bei seinem U20-Debüt direkt in der Startelf auf. Wolf ließ sein Team im 4-1-4-1 auflaufen. Dulic trug bei seinem Debüt die Nummer 15 und kam in der Innenverteidigung zum Einsatz. Gemeinsam mit Tim Janisch (1. FC Nürnberg), Leopold Wurm (Jahn Regensburg) und Vitalie Becker (Schalke 04) bildete der Löwenspieler die Viererkette. Er zeigte eine starke Leistung in der Defensive und setzte auch den ein oder anderen Akzent im Spiel nach Vorne. Ein ums andere Mal mussten die Schweizer Offensivspieler gar mit Stürmerfouls operieren, um Zweikämpfe gegen Dulic zu gewinnen. Alles in Allem ein starkes Debüt des Eigengewächses aus dem NLZ an der Grünwalder Straße.
Löwenfans aus der Schweiz zeigten Flagge für Sean Dulic und den TSV 1860
Deutschland gewinnt ungefährdet 5:1
Die deutsche U20 kontrollierte das Spiel gegen die Gastgeber über weite Strecken der ersten Halbzeit und ging kurz vor der Pause in Führung. Das 0:1 erzielte Krattenmacher vor 895 Zuschauern im Stadion Niedermatten in Wohlen in der 44. Minute. Das deutsche Team kam dann deutlich wacher aus der Kabine und stellte per Dreierpack bis zur 51. Minute auf 0:4. Zunächst erhöhte Wätjen per Doppelschlag innerhalb einer Minute auf 0:3 (47. und 48. Minute). Nur drei Munten später ließ Brunner in der 50. Minute Treffer Nummer vier folgen. In der 67. Minute gelang Lubach sogar das 0:5. Wie üblich bei Testspielen war die zweite Hälfte von Wechseln geprägt und so wurde auch Dulic nach 77 Minuten ausgewechselt. In der 88. Minute konnten die Schweizer noch den Ehrentreffer zum 1:5 erzielen.
Nächster Test am Dienstag in Reutlingen gegen Italien
Wer Dulic nochmal im Nationaltrikot sehen will, kann das am kommenden Dienstag tun. Dann empfängt das Team von Hannes Wolf Italien in Reutlingen an der Kreuzeiche. Anpfiff ist um 18:30 und nach seiner heutigen Leistung dürfte Dulic wieder in der Startelf zu finden sein.
Ein herzlicher Dank für die Bilder geht an den heiligen Johann.
Die etwas überraschende Farbkombination Schwarz/Gelb/Blau beinhaltet das Wiesntrikot 2025 des TSV 1860 München. Zudem ist neben dem Löwen auch das Münchner Kindl zu sehen.
TSV 1860 präsentiert Wiesntrikot 2025
Zum neuen Wiesntrikot von Joma schreibt der TSV 1860 auf seiner Homepage:
“Eine tiefe Struktur im schwarzen Trikot, sorgt für edle Eleganz und verleiht zusätzliche Dynamik und Hochwertigkeit.
Optisch setzt man auf die Stadtfarben der Stadt München in Schwarz und Gelb – ein kraftvolles Bekenntnis zur Heimatstadt München. Auf der Brust ragt das traditionelle Löwenlogo in Silikon-Sublimation, begleitet vom Stadtwappen dem „Münchner Kindl“ daneben.
Die Silhouette des Shirts wird vom typischen Löwen-Blau eingerahmt und rundet das Gesamtbild stimmig ab. Ein Trikot, das nicht nur auf der Wiesn getragen werden kann, sondern auch sportlich, kulturell und ökologisch überzeugt.”
Erhältlich sind die Trikots ab Samstag um 10 Uhr in den drei Löwenfanshops in München sowie natürlich auch online.
Die Löwenfans sind ob des Designs zwiegespalten. Während die einen auf Instagram bemängeln, dass es “nicht nach Wiesn aussieht” und den “Ukraine-Kragen” hinterfragen, finden es andere “cool” und konstatieren, dass es “super ausschaut”.
Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & CO. KGaA (Bildausschnitt)
Mit 0:4 verloren die B-Jugendlichen der Löwen ihr erstes Saisonspiel an der Grünwalder Straße gegen die TSG Hoffenheim. Bereits am Sonntag bietet sich in der DFB Nachwuchsliga jedoch die nächste Gelegenheit, die ersten Punkte einzufahren. Um 13 Uhr gastiert die U17 des TSV 1860 bei der SpVgg Greuther Fürth und hofft auf etwas mehr Spielglück als zuletzt.
TSV 1860 U17 bei SpVgg Greuther Fürth
Keine Frage: Die Niederlage gegen die TSG Hoffenheim war verdient, fiel aber eventuell um 1-2 Tore zu hoch aus, zumal die Junglöwen zwei Mal am Aluminium scheiterten. Dennoch konstatierte Trainer Peter Ulbricht: “Im Endeffekt war Hoffenheim einfach stärker, deswegen geht der Sieg in Ordnung.”
Diesmal wollen es die Löwen natürlich besser machen, der Gegner am Sonntag (13 Uhr, Julius-Hirsch-Sportzentrum, Fürth) ist womöglich nicht ganz so stark wie Ligafavorit Hoffenheim. Dass die SpVgg Greuther Fürth weiß, wo das Tor steht, haben die Mittelfranken jedoch am ersten Spieltag bereits bewiesen. Bei der SpVgg Bayreuth gewann das Kleeblatt nach Rückstand noch souverän mit 3:1, wobei sich Finn Horgan, Maximilian Noventa und Paul Kusch in die Torschützenliste eintragen konnten.
Beim TSV 1860 gilt es nun, an die ansprechenden Leistungen aus der Vorbereitung anzuknüpfen, als man u.a. Eintracht Frankfurt, den SV Wehen Wiesbaden und die U18 des FC Liverpool besiegen konnte. Ende Juli war es auch bereits zum Duell mit der SpVgg Greuther Fürth gekommen; damals setzten sich die Franken knapp mit 3:2 durch.
Zahlreiche Vereine aus dem deutschen Fußball haben sich in den vergangenen Wochen bereits zusammen getan, um eine Verbesserung der Aufstiegsregelung zur 3.Liga zu ermöglichen. Nun ist auch der TSV 1860 München der Initiative Aufstiegsreform 2025 beigetreten.
Aufstiegsreform 2025: TSV 1860 als Unterstützer gelistet
Bereits Ende Mai berichtete sechzger.de über die Aufstiegsreform 2025, die es sich zur Aufgabe gemacht hat eine verbesserte Regelung für den Aufstieg aus der Regionalliga in die 3. Liga zu finden. Bislang werden in Deutschland bekanntlich fünf Meister ermittelt, von denen allerdings nur vier aufsteigen. Zur aktuellen Saison waren das der 1. FC Schweinfurt, der TSV Havelse, Hoffenheim II und der MSV Duisburg. Lok Leipzig verblieb aufgrund der Niederlage in der Relegation gegen Havelse in der Regionalliga.
Vereine aus der ganzen Republik dabei
Was mit wenigen Vereinen begann, ist mittlerweile auf einen großen Unterstützerkreis angewachsen. Gestartet wurde die Idee von Vereinen aus Ostdeutschland, nach einigen Wochen haben sich nun Vereine quer verteilt über die Bundesrepublik angeschlossen. Aus der 3. Liga sind unter anderem Erzgebirge Aue, Alemannia Aachen und der MSV Duisburg dabei. Nun hat sich auch der TSV 1860 München offiziell angeschlossen. Das gaben die Löwen soeben bekannt.
Arbeitsgruppe erarbeitet Vorschläge zum DFB-Bundestag
Die Initiative freut sich derweil über die Einrichtung einer Arbeitsgruppe. Mitte August wurde darüber deutschlandweit berichtet. Ziel ist es, bis zum DFB-Bundestag Anfang November bereits konkrete Vorschläge zu erarbeiten, über die dann diskutiert werden kann. Im Raum stehen aktuell verschiedene Konzepte. Einerseits könnten die Regionalligen auf vier Staffeln verschlankt werden, andererseits sind auch nur noch zwei Ligen im Gespräch. Fünf Aufsteiger für die 3.Liga lehnt der DFB bislang ab. Thematisiert werden sollen zudem die zweiten Mannschaften der Profivereine.
Das Nichtaufstiegsspiel am Samstag
Eine zusätzliche Bühne – auf dem grünen Rasen – soll den Forderungen der Initiative am morgigen Samstag in Oberhausen gegeben werden. Während die Löwen im Toto-Pokal in Illertissen spielen, tritt der Chemnitzer FC gegen Rot Weiß Oberhausen im selbsternannten „Nicht-Aufstiegsspiel 2025“ an. Es handelt sich dabei um ein Solidaritätsspiel, bei dem es keine Fantrennung geben wird. Für diejenigen, die die Initiative unterstützen wollen ohne das Spiel zu besuchen, gibt es unter dem folgenden Link die Möglichkeit Soli-Tickets zu erwerben: www.lms-ticket.de/rwo.
Die Mitteilung der Löwen zur Aufstiegsreform 2025 im Wortlaut
Der TSV 1860 München hat sich der Initiative „Regionalligareform 2025“ angeschlossen. Ziel des Zusammenschlusses zahlreicher Vereine aus den ersten fünf Spielklassen ist es, eine faire, transparente und zukunftsfähige Wettbewerbsstruktur im deutschen Fußball zu schaffen.
Die Initiative setzt sich dafür ein, die strukturelle Benachteiligung einzelner Regionalligen zu beenden und den Aufstieg in die 3. Liga verlässlich und gleichberechtigt zu gestalten. Bisherige Relegationsspiele sind nicht nur nervenaufreibend und kostenintensiv, sondern stellen auch keine gerechte Lösung dar. Stattdessen fordert die Initiative eine einheitliche Regelung auf Bundesebene, die allen Vereinen dieselben sportlichen Chancen einräumt.
„Wir wollen gemeinsam mit vielen anderen Vereinen Verantwortung übernehmen, um den Fußball gerechter zu gestalten – für die Spieler, die Vereine und vor allem für die Fans. Der knappe und nervenaufreibende Erfolg in der Relegation aus dem Jahr 2018 gegen Saarbrücken hat auch uns vor Augen geführt, dass die beste Saison nichts wert ist, wenn man in den Relegationsspielen einen schlechten Tag erwischt“ erklärt Vizepräsident Peter Schaefer für den TSV 1860 München den Beitritt des Vereins.
Die Entscheidung der Löwen unterstreicht den wachsenden Rückhalt für die Initiative, die bereits zahlreiche Vereine aus der Bundesliga bis hin zur Regionalliga vereint. Auf dem DFB-Bundestag im November 2025 soll das Thema mit Nachdruck auf die Agenda gebracht werden.
Erst am vergangenen Mittwoch Abend haben die Amas am Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 mit einem 2:0 über den SV Schalding-Heining die Tabellenführung in der Bayernliga Süd (zurück) erobert. Nur drei Tage später steht für das Team von Trainer Alper Kayabunar schon die nächste Herausforderung auf dem Spielplan. Am Samstag Nachmittag um 14.00 Uhr geht es – also exakt zeitgleich mit dem Totopokalspiel der Profis beim FV Illertissen – in die Gemeinde Oberhaching, nach Deisenhofen.
Amas seit fünf Spielen ohne Gegentor
Schade, dass es all jenen Löwenfans, die sich am Samstag mit Verlaat & Co. auf den Weg ins Schwäbische machen, nicht möglich ist, den aktuell auf der absoluten Erfolgswelle reitenden Junglöwen bei ihrem fußballerischen Tun in der südöstlichen Vorstadt beizuwohnen. In bislang sieben Saisonspielen noch ungeschlagen, zuletzt fünf Siege ohne Gegentor in Serie. Das ist die beeindruckende Bilanz der Amas. Den letzten Gegentreffer musste das Team übrigens vor mittlerweile über fünf Wochen hinnehmen. Am 30. Juli beim bislang einzigen Punktverlust in Heimstetten, vor insgesamt seitdem 517 absolvierten Spielminuten.
Deisenhofen zuletzt mit zwei unglücklichen Remis
Etwas durchwachsener sieht der bisherige Saisonverlauf auf Seiten des Gegners aus. Mit zwei Siegen und vier Unentschieden aus sieben Spielen steht der FC Deisenhofen im Mittelfeld der Tabelle. Die bislang einzige Niederlage kassierte man Anfangs August beim aktuell schärfsten Löwenverfolger in Kirchanschöring. Zuletzt spielte der FCD zweimal torreich unentschieden. In Ismaning (2:2) und gegen Nördlingen (3:3). Bemerkenswert: In beiden Partien fielen zunächst alle Tore für Deisenhofen und doch musste man sich jeweils mit nur einem Punkt begnügen.
Positive Bilanz für die Amas gegen Deisenhofen
Seit ziemlich genau sechs Jahren messen sich die beiden Kontrahenten vom Samstag Nachmittag in der Bayernliga Süd. In bislang zehn Spielen konnten die Amas genau die Hälfte (drei davon auswärts) erfolgreich gestalten. Dreimal trennte man sich unentschieden, zweimal zogen die Löwen den Kürzeren. Beide Niederlagen passierten in einer Spielzeit. In der Saison 2023/24 unterlag man – damals noch unter Trainer Frank Schmöller – im Herbst in Deisenhofen mit 0:2 und beim Heimspiel in Gilching im Frühjahr mit 1:3. Deutlich besser sieht die Bilanz dagegen für die vergangenen Saison aus. 9:0 lautet die Addition der beiden Spiele, wobei besonders der 6:0-Auswärtssieg am 22. März diesen Jahres für den damaligen Tabellenführer 1860 in Erinnerung geblieben ist.
Deisenhofen statt Illertissen?
Die Löwenfans hätten sicher nichts dagegen, wenn die Amas genau an diesen Triumpf in Deisenhofen am Samstag direkt anknüpfen und ihre Erfolgserie weiter ausbauen könnten. Vielleicht hat sich ja der eine oder andere Anhänger keine Karte für das Pokalspiel in Illertissen besorgt und macht sich stattdessen auf den Weg in die Gemeinde Oberhaching. Die Mannschaft und das Trainer- & Betreuerteam hätten die Aufmerksamkeit auf jeden Fall verdient!
Jeweils einen Sieg und ein Remis erzielten die 3. und 4. Mannschaft der Löwen an den ersten beiden Spieltagen. In der dritten Runde müssen der TSV 1860 III und IV auswärts ran und wollen natürlich unbesiegt bleiben. Besonders auf die Dritte wartet jedoch ein schwerer Brocken.
TSV 1860 III auswärts beim FC Fürstenried
Beim FC Fürstenried soll der Aufstieg durch ambitionierte Neuverpflichtungen realisiert werden. Neben drei Spielern aus der Bezirksliga wurde mit Emre Tunc auch ein Akteur verpflichtet, der in der Vorsaison noch Stammspieler bei Türkgücü in der Regionalliga Bayern war. Bisher trägt die Transferpolitik Früchte: Nach zwei Spieltagen führt der FC Fürstenried das Klassement der Kreisliga mit sechs Punkten und 8:2 Toren an.
Doch auch der TSV 1860 kann mit bislang vier Punkten auf einen gelungenen Saisonstart zurückblicken und fährt mit breiter Brust zum Spitzenreiter. Anpfiff auf der BSA Herterichstraße (Kunstrasen) ist am Sonntag um 11 Uhr.
Vierte beim TSV Milbertshofen
Bereits 24 Stunden vorher, also am Samstag um 11 Uhr, kreuzt die 4. Mannschaft der Löwen auf der BSA Hans-Denzinger-Straße (Kunstrasen) mit dem TSV Milbertshofen die Klingen. Während die Löwen in den ersten beiden Partien vier Punkte sammelten, absolvierten die Milbertshofener erst ein Match und verloren dies mit 3:5 beim SC München.