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Neu aus dem Schacht: Moritz Seiffert wechselt zum TSV 1860

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Zwei Tage nach dem Saisonauftakt in Schweinfurt präsentieren die Löwen einen weiteren Neuzugang: Moritz Seiffert wechselt vom FC Erzgebirge Aue zum TSV 1860 und soll auf der linken Abwehrseite für Stabilität sorgen.

Moritz Seiffert wechselt zum TSV 1860

Mit der Erfahrung von 92 Partien in der 3. Liga und 48 Spielen in der Regionalliga Nord und Nordost soll der gebürtige Bremer die Löwen verstärken. Der 25-Jährige genoss seine fußballerische Ausbildung u.a. beim FC St. Pauli und war später für den SSV Jeddeloh II, Viktoria Berlin und den FC Ingolstadt 04 tätig, ehe er im Sommer 2025 zum FC Erzgebirge Aue wechselte.

Nun fügt Seiffert seiner Karriere an der Grünwalder Straße ein weiteres Kapitel hinzu:

“Die Löwen sind ein Verein, über den in ganz Deutschland und über die Grenzen hinaus gesprochen wird. Ich durfte mit meinen ehemaligen Clubs bereits vor Ort erleben, welche Tradition, welche Wucht dieser Verein hat und welche Begeisterung rund um 1860 München herrscht. Ich bin glücklich, jetzt ein Teil davon zu sein.”

Auch Geschäftsführer Thomas Probst freut sich über den Neuzugang aus dem Schacht, der die Nummer 21 tragen wird:

“Moritz bringt viel Tempo auf der Außenbahn mit. In Aue war er vergangene Saison in der finalen und entscheidenden Phase nahezu in allen Spielen gesetzt. Wir sind sehr froh, dass er sich für uns und den Weg mit Sechzig München entschieden hat, obwohl ihm auch andere Angebote vorlagen.”

Titelbild: TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH

TSV 1860 Cricket gelingt bei Premiere der Aufstieg in die 2. Bundesliga

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cricket tsv 1860 aufstieg

Die Sparte Cricket des TSV 1860 München hat in ihrer ersten Saison den direkten Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse des deutschen Crickets geschafft. Nach sieben Spieltagen und sechs Siegen stehen die Cricket-Löwen auf dem zweiten Platz und sind damit uneinholbar aufgestiegen.

Erfolgserlebnis zum Saisonauftakt

Sportlich startete TSV 1860 stark mit einem 41-Run-Auswärtssieg gegen Moosburg. Syed Bilal Haider Shah legte mit einem souveränen Half-Century die Grundlage, unterstützt von Niamatullah Zazais explosiven 40 Runs. Es folgte ein deutlicher Heimsieg gegen den SV Lohhof, bei dem Mohammed Nizamul Islam und Md Istiaq Mahbub mit einer 173-Run-Partnerschaft den Grundstein für den Erfolg legten.

Der einzige Rückschlag kam in einem engen Spiel gegen den späteren Gruppensieger Hofolding. Trotz 212 Runs und eines schnellen Half-Century von Ahsan Habib Rifat reichte es am Ende knapp nicht. Besonders stark war dabei Niamatullah Zazai, der vier Schlagmänner herauswarf und nur 20 Runs zuließ.

TSV 1860 Cricket gelingt nach Siegesserie der Aufstieg

Diese Niederlage schärfte den Fokus des Teams. Danach gewann TSV 1860 vier Spiele in Folge und zeigte auch in engen Run-Chases gegen Taufkirchen und Göggingen Nervenstärke. Die Saison wurde schließlich mit Siegen gegen den Munich Cricket Club und Attaching als Tabellenzweiter abgeschlossen — und damit mit dem Aufstieg belohnt. Der Münchner Rivale Munich Cricket Club muss sich mit Platz drei begnügen.

Kapitän Sakib Zaman aus Bangladesch zeigt sich stolz:

“Der Aufstieg ist die Erfüllung eines Traums. Als Kapitän ist dies einer der stolzesten Momente meiner Cricket-Reise. Jede Herausforderung hat uns stärker gemacht, und jeder Sieg spiegelt den Einsatz unserer Spieler, Organisatoren und Unterstützer wider. Herzlichen Dank an TSV 1860 München, dass ihr uns eine Plattform gebt, auf der wir wachsen und mit Stolz antreten können.”

Sponsoren und Unterstützer gesucht

Spartenleiter Philipp Bächstädt

Statistisch ragten Nizamul Islam mit 247 Runs, Mohammed Shakibuzzaman mit elf Wickets und Md Istiaq Mahbub als starker Allrounder heraus. Monjur Mir überzeugte zudem als bester Wicketkeeper der Liga.

Ab 2027 steigen die Anforderungen an Team und Kader weiter. Eine Wurfmaschine, ein Trainingslager und eine intensivere Nachwuchsförderung sind geplant. Dafür sucht die Sparte neue Partner, die den Weg Richtung 1. Liga begleiten und den weiteren Aufbau unterstützen. Ab 2028 ist Cricket übrigens olympisch…

Dein Interesse ist geweckt? Dann melde Dich!

Ein besonderer Dank gilt der Sportschule Oberhaching für die exzellenten Trainings- und Spielbedingungen, sowie dem Hauptsponsor, der Seil Real Estate Group, die auch 2027 wieder dabei sind. Wenn auch Du Teil dieser Erfolgsgeschichte werden möchten, dann melde Dich gerne bei der Spartenleitung:

Philipp Bächstädt
Leiter Cricket – TSV 1860 München
cricket@tsv1860.org

Giesinger Gedanken: Renaissance 3.0

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tsv 1860 renaissance präsidium mang schaefer dierl

Die Löwen sind einfach nicht totzukriegen: 1982 nicht, 2017 nicht und auch 2026 steht Münchens große Liebe wieder auf. Und nicht nur das! Die Loslösung von Hasan Ismaik, die Bemühungen der letzten Monate und die Solidarität anderer Fanszenen erzeugen ein mediales Echo, das den TSV München von 1860 in ein Licht rückt, das positiver kaum sein könnte. Was für eine Renaissance!

Unverhoffte Chance auf den Neubeginn

Die europäische Kulturepoche der Renaissance war geprägt durch die Wiederbelebung der kulturellen Leistungen der griechischen und römischen Antike, die zu Maßstäben für daran anknüpfende Renaissance-Werke von Gelehrten und Künstlern wurden. Wegbereiter waren humanistische Gelehrte, die die Erschließung antiker Schriften, Literatur und sonstiger Quellen für ihre Gegenwart betrieben, weil sie darin orientierende Leitbilder sahen, an die es anzuknüpfen galt.

Auch beim TSV 1860 gilt es nun, sich an den Werten zu orientieren, die unseren Verein einst groß machten. Selbstverständlich darf man wirtschaftliche Faktoren nicht außer Acht lassen und natürlich ist gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen, aber endlich hat der TSV 1860 die Möglichkeit, einen Neustart zu wagen – und es besser zu machen! Ohne Größenwahn, ohne externe Einmischung, ohne Spaltung. Dass die “Kameradschaft, ja die Kameradschaft” alleine nicht zum Erfolg führt, ist klar. Dennoch ist es wichtig und unabdingbar, nun zusammenzustehen und den eingeschlagenen Weg zu unterstützen.

Erinnerungen an den Sommer 2017

1982 war ich vier Jahre alt und kann folglich nicht berichten, wie die Löwenfans auf den damaligen Lizenzentzug reagierten. Klar, man kennt die eine oder andere Geschichte, aber ich war halt selber nicht dabei und überlasse die Erzählungen lieber denen, die das miterlebt haben. Vor neun Jahren hingegen, nach der ominösen “4”, entstand eine Euphorie, an die ich mich immer wieder gerne zurückerinnere. Die langersehnte und nicht mehr für möglich gehaltene Rückkehr nach Giesing war 2017 Realität geworden. Kurz vor dem ersten Saisonspiel in Memmingen war mein Sohn auf die Welt gekommen, plötzlich drehte sich alles nur noch um den Nachwuchs – und doch gab es keinerlei Zweifel daran, dass ich zu dem Spiel musste.

Schon Stunden vor Spielbeginn war ich in Memmingen und traf dort auf Menschen, die ich seit Jahren nicht gesehen hatte, weil sie – wie ich – das Millionengrab Arena größtenteils oder komplett boykottiert hatten. Obwohl Ismaik entgegen aller Hoffnungen noch da war, blickte man in Tausende glücklicher und hoffnungsfroher Gesichter. Einer wunderbaren Saison in der Regionalliga folgten etliche – oft wenig glorreiche – Spielzeiten in der 3. Liga. In Giesing zwar, aber nicht frei.

1860 im Jahr 2026: Renaissance 3.0

Im Sommer 2026 überschlugen sich nun die Ereignisse: Darlehenskündigung, Kündigung des Kooperationsvertrages, Lizenzentzug, neue Stadionpläne, Gründung einer neuen Spielbetriebsgesellschaft, Crowdfunding, Schulterschluss. Es weht ein neuer Wind in Giesing. Gut, dass die Scorpions keinen Song dazu geschrieben haben…

Und so standen wir nun also am Samstag im Schweinfurter Sachs-Stadion, rund 4.000 Löwenfans bei einem Auswärtsspiel in der viertklassigen Regionalliga. Nach dem Original und dem Jahr 2017 erlebte man die Renaissance 3.0! Ganz ehrlich: Auch wenn ich mich nicht zuletzt dank meiner Tätigkeit bei sechzger.de sehr viel mit den Geschehnissen rund um den TSV 1860 beschäftige, so habe ich es immer noch nicht ganz verarbeitet, was die Entwicklungen in diesem Sommer für unseren Verein bedeuten. Dennoch (oder genau deswegen) hat es mich am Wochenende ungemein berührt, wie viele Menschen bereit sind, den Weg mitzugehen und noch mehr: wie viele Menschen unglaublich glücklich sind, dass 1860 sich emanzipiert hat und nun selbstbestimmt in die Zukunft blicken darf.

Sechzig ist der geilste Club der Welt – ohne Hasan!

 


Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Fotogalerie zu FC Schweinfurt 05 – TSV 1860 München

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titelbild fotogalerie fc schweinfurt 05 tsv 1860

Mit einem Unentschieden starteten die Löwen am Samstag im Sachs-Stadion in die neue Saison, hätten aber durchaus auch mehr mitnehmen können. An der Chancenverwertung müssen Alper Kayabunar und seine Männer ebenso nachjustieren wie bei der Defensivabstimmung. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Saisonauftakt des TSV 1860 München beim FC Schweinfurt 05.

Fotogalerie zu FC Schweinfurt 05 – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

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DFB Pokal: TSV 1860 U19 setzt sich bei TSG Wieseck durch

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TSG Wieseck TSV 1860 U19

Mit einem ungefährdeten 4:0-Sieg bei der TSG Wieseck startete die U19 des TSV 1860 München am Sonntag in den diesjährigen DFB Pokal. Arda Efe schnürte einen frühen Doppelpack und brachte seine Farben damit auf die Siegesstraße.

Früher Doppelpack ebnet den Weg

Zwar hatten die Gastgeber aus dem Gießener Stadtteil Wieseck die erste Torchance (5.), dann aber legten die Löwen los und gingen früh in Führung. Nach einem Foul an Paul Sturm gab es Freistoß für 1860 und den versenkte Arda Efe aus gut 20 Metern zum 0:1 (7.). Auch der zweite Treffer resultierte aus einem Freistoß und erneut war es Efe, der für die Elf von Jonas Schittenhelm einnetzte (10.). Trotz des Vorsprungs mussten die Löwen in der Folge einige brenzlige Situationen überstehen, entsprechend unzufrieden war der Trainer mit der ersten Halbzeit, zumal auch die eigene Chancenverwertung zu wünschen übrig ließ:

“Wir haben sehr fahrig gespielt, das Balltempo war nicht hoch genug. Insgesamt waren wir zu kompliziert und in der Verteidigung nicht konsequent genug. Wir hätten sicher drei, vier Tore mehr machen können, sogar müssen!”

TSV 1860 U19 siegt souverän bei der TSG Wieseck

Die zweite Hälfte gestalteten die Junglöwen dann recht souverän, brauchten aber bis zur 75. Minute, um den Sack zuzumachen. Loic O’Bryant zog ab, der Wiesecker Elias Kalender fälschte unhaltbar zum 0:3 ab. Nur vier Minuten später sorgte Paul Sturm vor 700 Zuschauern im Stadion am Ried für den 0:4-Endstand und den Einzug in die 2. Runde des DFB Pokals.

Auch Jonas Schittenhelm war angesichts des Weiterkommens versöhnt, wollte sich bezüglich eines Wunschloses nicht in die Karten schauen lassen:

“Die 2. Halbzeit war grundsätzlich besser. Wir hatten mehr Zug mit dem Ball und haben hinten konsequenter verteidigt. (…) Hauptsache was Cooles, aber wir freuen uns, dass wir in der nächsten Runde sind und nehmen alles, was kommt!”

Sechzig um Sieben: Regionalliga Bayern, Wien & Mexiko

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Alles rund um den TSV 1860 München haben wir euch hier zum Wochenstart wie gewohnt bei Sechzig um Sieben zusammengetragen.

TSV 1860 holt zum Auftakt ein Remis in Schweinfurt

Es war ein Fußballfest, das erste Regionalliga-Punktspiel der Spielbetriebs Gmbh des TSV 1860 München beim 1. FC Schweinfurt 05. Trotz der üblichen Probleme bei der Anreise mit der Deutschen Bahn sorgten die gut 4.000 mitgereisten Sechzig-Fans im Sachs-Stadion zu Schweinfurt für prächtige Stimmung. Dem standen auch die Fans der Heimischen in nichts nach und bescherten den Besuchern zum Anpfiff gleich ein Feuerwerk mit kleiner Pyro-Show.

Auf dem Rasen brauchten die Sechzger ein Viertelstunde und den frühen Rückstand, um ins Spiel zu finden. Eberwein traf vor der Pause zum verdienten Ausgleich. Sechzig blieb im zweiten Abschnitt am Drücker und beantwortete ein Elfmetergeschenk an Schweinfurt im zweiten Durchgang mit dem sofortigen Ausgleich von Oritvero Calderon. Am Ende blieb es vor 7.567 Zuschauern auch beim 2:2-Remis. Mehr zum Spiel findet ihr in unserem Spielbericht sowie den Stimmen zum Spiel.

Erste Vorverkaufsphase der Dauerkarten endet

An der mangelnden Nachfrage liegt es nicht, ganz im Gegenteil: Bereits über 8000 Dauerkarten wurden abgerufen. Allerdings gab es in etlichen Fällen Nachfragen und so glühten am Freitag Nachmittag beim TSV die Telefonleitungen und das E-Mail Postfach quoll über. Weil es schlicht und einfach nicht möglich war die ganzen Anfragen zu bewältigen, wurde die Frist zum Kauf der reservierten Dauerkarten auf Montag, 24:00 Uhr, verlängert. Mehr dazu auf der Website der Löwen.

Fans von Rapid Wien sammeln für die Löwen

Die Solidarität und Unterstützung für den eingeschlagenen Weg der Löwen ist ungebrochen. Am gestrigen Sonntag riefen die Gruppen LIONS sowie SAF (beide Rapid Wien) zur Unterstützung des TSV München von 1860 e.V. auf. Neben einem Spruchband mit der Message “Freiheit für Sechzig”, sammelten sie auch Bescher- und Geldspenden welche in unseren Verein fließen sollen. Danke an der Stelle!

Groundhopping Mexiko: Teil 1

Über die WM-Zeit machte sich unser Leser Schnauzer zum Groundhopping auf den Weg nach Mexiko. Neben zwei besuchten WM-Spielen gab es aber auch reichlich Kultur. Den ersten Teil des Berichtes gibt es bereits bei uns zu lesen.

Ergebnisse aus der Regionalliga Bayern

Freitag 1:2 1. FC Nürnberg II – SpVgg Unterhaching 
3:2 FC Augsburg II – TSV Landsberg
0:1 SC Eltersdorf – DJK Vilzing
2:0 SV Wacker Burghausen – Seitenstraße II
5:1 TSV Buchbach – VfB Eichstätt
2:0 FC Illertissen – TSV Schwaben Augsburg
Samstag 2:2 1. FC Schweinfurt 05 – TSV 1860 München 
4:1 FC Memmingen – SpVgg Ansbach
0:2 SpVgg Fürth II – SpVgg Bayreuth
Spielfrei TSV Aubstadt

 

 

Groundhopping Mexiko, Teil 1: Lucha Libre, WM-Eröffnung & Monterrey

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Über die WM-Zeit machte sich unser Leser Schnauzer zum Groundhopping auf den Weg nach Mexiko. Neben zwei besuchten WM-Spielen gab es aber auch reichlich Kultur. Viel Spaß beim lesen von Teil 1!

Ob man WM-Spiele bei horrenden Ticketpreisen, maximaler Vermarktung und dem ganzen Theater um Trump, Infantino und die große FIFA-Inszenierung noch guten Gewissens besuchen kann, ist eine berechtigte Frage, die sich an dieser Stelle vermutlich viele stellen. Ganz ausblenden lässt und ließ sie sich nicht, denn mit jedem Ticket und jedem Stadionbesuch wird ein System mitgetragen, dass sich immer weiter von dem entfernt, was wir alle am Fußball eigentlich lieben. Gleichzeitig bleibt aber auch die Faszination für das Spiel, die Stadien, die Menschen vor Ort und die einmaligen Geschichten, die nur auf solchen Reisen entstehen. Eine einfache Antwort gibt es für mich deshalb nicht – eher den Versuch, den Widerspruch auszuhalten und sich trotzdem bewusst zu machen, wem man am Ende Applaus, Geld und Aufmerksamkeit schenkt.

Am Ende der 18-tägigen Tour konnten je ein Spiel in Monterrey und Mexico City, tausende Kilometer mit Auto, Bus und Flugzeug sowie massig neue Eindrücke und Geschichten verbucht werden. Im nachfolgenden Erlebnisbericht soll es um Fußball, aber überwiegend um erlebtes auf der Reise gehen.

Die ersten Tage in Mexiko

Am 06.06.2026, dem Samstag vor der WM, ging es für mich also endlich über den großen Teich, nach Mexiko. Nach einem knapp über zwölfstündigen Direktflug von München nach Mexico City konnte spätabends die Base für die kommenden Wochen bezogen werden. Dank bester Kontakte in die mexikanische Hauptstadt war diese auch noch kostenfrei. Ein herzliches Vergelt’s Gott noch mal an dieser Stelle für die herausragende Gastfreundschaft, Sophia!

Am ersten Tag nach der Ankunft ging es für uns abends in den „Palacio de los Deportes“, eine große Mehrzweckhalle in Mexico City, zu einem Konzert der venezolanische Band „Rawayana“, die ihren Stil selbst als „Trippy Pop“ bezeichnet und Genres von Reggae über Funk bis Salsa verbindet. Trotz der hohen Bierpreise von 200 Pesos (1 EUR = 20 MXN) lieferte die Band eine dreistündige Party mit verschiedensten lokalen Gastauftritten. Die über 20.000 Mexikanerinnen und Mexikaner feierten eine große Party und so ging quasi jeder nach stundenlangem Tanzen vollgeschwitzt und zufrieden nach Hause.

Mit Beginn der neuen Woche rückte auch das WM-Eröffnungsspiel in der Stadt immer näher, von großer WM-Stimmung war jedoch zunächst noch wenig zu spüren. Vor allem das Centro versprühte durch die seit Anfang Juni anhaltenden Proteste der Lehrergewerkschaft CNTE wenig WM-Atmosphäre. Diese kämpfte für bessere Lohn- und Arbeitsverhältnisse sowie die Rücknahme einer Rentenreform, indem sie in der gesamten historischen Altstadt zelteten. Vereinzelt gab es Meldungen, dass Cops mit Gewerkschaftlern gefüllte Busse auf der Anreise in die Hauptstadt kontrollierte und dabei mehrere Sprengkörper beschlagnahmte. Außerdem wurden ca. fünf Meter hohe Fußballer-Statuen, die wenige Tage vor der WM aufgestellt wurden, zu Boden gerissen und teilweise in Brand gesetzt. Zu potenziellen Störungen der Eröffnungszeremonie und der WM-Spiele in Mexiko kam es am Ende dann aber nicht. Die Streiks waren zunächst nicht erfolgreich und wurden bis 20. Juni aufrechterhalten.

Lucha Libre in der Arena Mexico

Zwei Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel ging es für uns noch zum Lucha Libre, dem mexikanischen Wrestling. Bereits vor den Toren der Arena Mexico, die ausschließlich für Lucha Libre genutzt wird und 16.000 Plätze fasst, war klar erkennbar, dass die WM in den Startlöchern stand. Die berühmten Masken konnten in sämtlichen Varianten gekauft werden, das am meisten angebotene Modell war jedoch im Stil des mexikanischen WM-Trikots gehalten. Außerdem rüsteten auch die restlichen Straßenverkäufer in der Hauptstadt mit Nationalflaggen und „originalen“ Trikots auf.

Eine interessante Erfahrung, aber das ist und wird definitiv keine Randsportart, die ich regelmäßig verfolgen werde und wer mich kennt, der weiß, dass ich ein großes Herz für Randsportarten habe und mir wirklich jede Sportart ansehe, die kompetitiv ausgeübt werden kann. Für umgerechnet drei Euro bot die Veranstaltung aber zwei Stunden beste Unterhaltung. Bei reichlich Bier konnte man Einheimische dabei beobachten, wie sie ihre Luchadoras und Luchadores anfeuern oder ihre Kontrahenten beleidigen. Der Bierpreis variierte während der Veranstaltung, wurde interessanterweise von Runde zu Runde ein wenig günstiger und befand sich umgerechnet irgendwo zwischen sieben und zehn Euro.

WM-Eröffnung

Dann war er also gekommen, der große Tag der WM-Eröffnung. Nach Tagen des Ankommens, Herumstreifens und ersten vorsichtigen WM-Anzeichen rückte der Fußball nun endgültig in den Mittelpunkt. Dass das Eröffnungsspiel für den europäischen TV-Markt auf 21 Uhr (MESZ) terminiert wurde, bedeutete in Mexico City allerdings einen Anstoß um 13 Uhr Ortszeit. Entsprechend früh mussten wir uns also bereits auf die Suche nach einer geeigneten Kneipe machen und zogen durch das von Autos leergefegte Mexico City. Da wir keine Reservierung hatten, gestaltete sich die Suche schwieriger als gedacht. Vorbei an unendlich vielen Mexikotrikots zogen wir von ausreservierter oder bereits um 10:30 Uhr überfüllter Bar durch die Hauptstadt, ehe wir noch einen Platz ergattern konnten. Die Lokalität bot neben dem ein oder anderen Untappd-Bier im Sonderangebot (ein Liter für umgerechnet 5 Euro) auch reichlich Tacos.

Mit der Eröffnungszeremonie und spätestens mit der mexikanischen Hymne war das Knistern überall zu spüren und der Sieg der mexikanischen Nationalmannschaft tat sein Übriges. Wer die Bilder der feiernden Mexikanerinnen und Mexikaner auf der „Reforma“ auf Social Media gesehen hat, kann sich ungefähr vorstellen, was auch noch Stunden nach Abpfiff in der Stadt los gewesen ist und das obwohl unmittelbar nach Abpfiff ein starkes Unwetter über die Stadt gezogen ist, wobei mehrere Bäume umstürzten.

Schweden gegen Tunesien in Monterrey

Am Samstagabend (13.06.2026) ging es für uns weiter nach Monterrey. Dort sollte die WM am Folgetag mit dem Spiel Schweden gegen Tunesien auch für mich endlich beginnen. Nachdem um 11 Uhr morgens das Spiel Deutschland gegen Curaçao in einem Pub verfolgt wurde, ging es über das Fan Fest zum Stadion. Der Weg vom Fan Fest zum Stadion wurde zur großen Verwunderung der örtlichen Securities zu Fuß angetreten. Diese waren aber nicht verwundert, weil die Gegend unsicher ist, sondern weil der Einfluss der USA in Monterrey bereits so stark ist, dass sämtliche Distanzen von mehr als 200 Meter mit dem Auto gefahren werden. Na gut, es waren auch ca. fünf Kilometer, aber schließlich hatten wir auch noch vier Stunden bis zum Anpfiff und im Stadion konnte sich die Zeit nur mit viel zu teuren Fast Food und Getränken um die Ohren geschlagen werden.

Den berühmten 1.820 Meter hohen Berg „Cerro de la Silla“ konnte man bereits tagsüber am Horizont erblicken und auch wenn der Gipfel an jenem Tag immer wieder in Wolken gehüllt war, bot er ein traumhaftes Panorama, fast wie daheim. Im Stadion angekommen, fanden wir uns für umgerechnet 120 Euro in der Kategorie 3 mit bestem Ausblick auf den zuvor erwähnten „Cerro de la Silla“ wieder und konnten diesen Ausblick noch bis kurz vor Anpfiff genießen, ehe die Sonne endgültig untergegangen war. Wenig überraschend hatten es auch deutlich mehr Schweden- als Tunesienfans nach Monterrey ins 51.000 Zuschauer fassende Stadion verschlagen. Trotz des stattlichen Bierpreises von knapp 15 Euro für den halben Liter durfte das Länderpunkt-Bier nicht fehlen, bevor das Spiel endlich angepfiffen wurde.

Die Elf um Gyökeres und Isak startete traumhaft in die WM und ging bereits früh durch Ayari in Führung. Die restliche erste Halbzeit blieb relativ ausgeglichen und so ging es nach einem Patzer von Tunesiens Torwart Chamakh, der den Schuss von Isak quasi passieren ließ und einem schönen Tor durch Tunesiens Rekik mit 2:1 in die Pause. In der zweiten Hälfte war Tunesien dann spätestens nach dem 3:1 durch Gyökeres in der 59. Minute gebrochen. So endete das Spiel nach weiteren Treffern für Schweden durch Svanberg und Ayari mit 5:1.

An dieser Stelle wird es noch mal Zeit für ein weiteres Vergelt’s Gott an die Eltern meiner mexikanischen Arbeitskollegin Brenda, die uns zwei Nächte aufgenommen und bestens verpflegt haben. Die Gastfreundschaft ist ungeschlagen. So wurden wir reichlich bekocht, durch Monterrey kutschiert und am Ende sogar noch mit Geschenken auf die Weiterreise geschickt.

Über Guanajuato und Querétaro zurück in die Hauptstadt

Um die Zeit bis zum zweiten Spiel am Mittwoch (17.06.2026) zu überbrücken, ging es von Monterrey über Guanajuato und Querétaro zurück in die Hauptstadt.

Guanajuato entpuppte sich als wunderschöne Kolonialstadt mit ca. 200.000 Einwohnern, die mit ihren engen Gassen, steilen Treppen und bunten Häuserfassaden sofort Eindruck machte. Besonders überraschend war, wie lebendig die Stadt selbst an einem Montagabend noch war: Bis spät in die Nacht füllten Einheimische die Plätze, Gassen und kleinen Bars, ohne dass es sich wie eine reine Touristenkulisse anfühlte. Genau diese Mischung aus kolonialem Charme, Farben und echtem lokalen Leben machte den Zwischenstopp besonders lohnend. Zwischenzeitlich landeten wir schließlich in der Bar „Consulado“, die von 1864 bis 1867 als ehemaliges preußisches Konsulat in Guanajuato diente, ein historisch etwas skurriler, aber passender Abschluss für diesen Stopp.

Am nächsten Tag fanden wir uns dann ab Mittag in Santiago de Querétaro wieder. Die Stadt zeigte sich deutlich aufgeräumter und ruhiger als Guanajuato, überzeugte aber ebenfalls mit kolonialer Architektur, schönen Plätzen und einem entspannten historischen Zentrum. Kulturprogramm gab es im Museum of Contemporary Art, wo die Andy-Warhol-Ausstellung begutachtet wurde (Wir sind Löwen, kultivierte Löwen, gehen in Museen oder in die Pinakothek!). Am Abend führte der Weg schließlich noch zur Hércules-Brauerei, die mit ihrem Gelände und dem ein oder anderen Untappd-Bier einen passenden Abschluss bot.

In Teil 2 des Groundhoppingberichts könnt ihr euch dann unter anderem auf einen Spielbesuch im legänderen Aztekenstadion, einen Roadtrip durch Baja California Sur sowie Kulinarik freuen.

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Jahren erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand I
Groundhopping Thailand II
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau
Groundhopping Frankreich
Groundhopping Kosovo & Nordmazedonien
Groundhopping Bosnien
Groundhopping Taiwan
Groundhopping Tunesien
Groundhopping Algerien
Groundhopping Türkei
Groundhopping Galicien (Teil I / Teil II)
Groundhopping Madrid (Teil I / Teil II)
Groundhopping Ecuador (Teil I / Teil II)
Groundhopping Albanien I
Groundhopping Albanien II (Teil 1 / Teil 2)
Groundhopping Schweden (Teil I / Teil II)
Groundhopping Finnland
Groundhopping Norwegen
Groundhopping Litauen
Groundhopping Lettland
Groundhopping Kanada
Groundhopping Sri Lanka
Groundhopping Moldawien
Groundhopping Belgien & Luxemburg

Stimmen zum Spiel: 1. FC Schweinfurt 05 – TSV 1860

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Auch in dieser Saison bei uns: Die “Stimmen zum Spiel”. Wir schenken den verschiedensten Protagonisten rund um unseren Lieblingsverein nach den Spielen Gehör. Hier geht es nun um die erste Partie der Löwen in der Regionalliga Bayern, das am 2. Spieltag in Schweinfurt – nach packendem und mitreissendem Verlauf – mit einem 2:2-Unentschieden endete. Und weil es irgendwie ein ganz besonderer Tag war, haben wir auch bei besonders vielen Protagonisten nachgefragt:

Gernot Mang (Präsident des TSV München von 1860 e.V.

Zunächst einmal bin ich froh, dass die Saison auch für uns endlich begonnen hat.
Mit dem Ergebnis und dem Auftritt unserer Mannschaft bin ich insgesamt zufrieden. Man hat gesehen, dass die Abläufe und die Abstimmung innerhalb des Teams noch nicht perfekt funktionieren. Das ist nach der kurzen Vorbereitungszeit aber völlig normal und wird sich in den kommenden Wochen weiter verbessern.
Gleichzeitig konnte man bereits erkennen, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Zweimal nach einem Rückstand zurückzukommen, spricht für den Charakter und die Moral des Teams.
Jetzt freue ich mich auf unser erstes Heimspiel und hoffe, dass wir gemeinsam mit unseren Fans den nächsten Schritt machen können.

Stefan Kranzberg (sechzger.de-Redakteur, schon wieder vom Bodensee angereist):

Ich habe mich am Freitag ganz spontan entschieden, doch nach Schweinfurt zu fahren. Es ging einfach nicht anders. Ich kam aus der Arbeit und sagte zu meiner Frau: “Claudi, ich MUSS da hin. Das ist der Beginn einer neuen Zeitrechnung.” Überraschenderweise gab es sofort grünes Licht und auch ein Ticket war schnell organisiert. Vor Ort in Schweinfurt traf ich gleich auf viele bekannte Gesichter und es war eine unbeschreiblich schöne Aufbruchsstimmung zu spüren. Da kamen viele Erinnerungen an Memmingen vor neun Jahren hoch. Auf dem Platz war sicher mehr als ein Unentschieden drin, für die Euphorie war es aber vor allem wichtig, nicht mit einer Niederlage in die Saison zu starten. Ich freu mich jetzt schon riesig auf das erste Heimspiel am Freitag. Endlich wieder Giesing – ohne Hasan!

Alper Kayabunar (Cheftrainer in der PK nach dem Spiel):

Wir hätten heute natürlich gerne gewonnen. Ich habe es jetzt gerade im Kreis auch nochmal gesagt: Wir hatten so ein bisschen das Gefühl, dass da mehr drin war, dass wir mit dem Dreier hätten nach Hause fahren können. Trotzdem muss man sagen: Wir starten natürlich sehr ungünstig ins Spiel, relativ früh das Gegentor in mit der allerersten Aktion, wo man einfach gemerkt hat, dass wir in der Konstellation noch nie zusammengespielt haben. Da hat die Abstimmung gefehlt und wir haben das Tor natürlich sehr einfach kassiert. Wir haben dann die ersten 20 Minuten gebraucht, bis wir ins Spiel gekommen sind. Danach hatten wir wirklich sehr viel Kontrolle, schießen auch das Tor. Dann verdient, glaube ich, in der in der Phase. In der zweiten Halbzeit hat man gemerkt, dass Schweinfurt dann wieder mehr machen wollte, wir gut dagegengehalten haben und dann kassieren wir das 2:1 durch eine Standardsituation, einen Elfmeter, wo der Vitus sogar noch pariert und der Nachschuss dann verwertet wird. Was man sagen muss: Die Moral der Mannschaft war natürlich sehr gut, dass wir dann relativ schnell den Ausgleich geschossen haben. Im Großen und Ganzen können wir mit dem Punkt leben heute. Wir hatten viele Spieler, die heute das erste Mal gespielt haben. Einige Spieler, die das erste Mal Regionalliga gespielt haben. Dementsprechend können wir zufrieden sein und können auf die Leistung heute aufbauen.

Jan Gernlein (Trainer Schweinfurt nach dem Spiel in der PK):

Ich will vorweg schieben: Alper und ich waren schon mal in dieser Liga, mit anderen Teams in einer anderen Situation, glaube ich. Wir haben damals gemeinsam gegen den Abstieg gekämpft oder um den Klassenerhalt gekämpft. Und ich will einfach sagen: Alper, Respekt, wie du diese Situation mit deiner Ruhe da abmoderierst. Ich glaube, jeder der mal Trainer war – und jetzt bin ich nur in Schweinfurt Trainer – weiß, was da für eine Wucht kommt. Ich glaube, keiner kann das wirklich so einschätzen, was du da einfach Tag für Tag wegsteckst, was von außen auf dich da auf einprallt oder einprasselt. Erstmal Respekt dafür!
Und dann will ich einfach sagen, dass eine Mannschaft, die das erste Spiel 5:1 verliert, die schon überall angezählt wird, wo alles schlecht ist, wo dann auch der Torwart schlecht ist, die Verteidiger alle zu langsam… (…) Und dann kommen wir raus und machen sofort dieses Tor. Dieses Tor hat für unsere Jungs natürlich einen sehr, sehr positiven Effekt gehabt. Wenngleich man dann sieht, dass wir einfach noch nicht so weit sind, dass wir dann sagen: “Okay, wir kommen super in den Zweikampf, können alles wegverteidigen.” Aber ich glaube, dass wir das Spiel gut angenommen haben, dass wir für eine junge Mannschaft schon sehr weit heute auch waren. Auch nachdem wir zweimal diesen Ausgleich schlucken, nicht einzustürzen wie ein Kartenhaus, sondern wir waren in meinen Augen dann trotzdem noch stabil. Hinten raus können beide Teams, glaube ich, das Spiel auch noch gewinnen. Aber in diesem Rahmen, der wirklich auch der Rückkehr der Löwen würdig war, von beiden Fanlagern, dass es ein sehr wichtiger Punkt für uns war.

 Wiggerl (von den Glockenbach-Löwen):

Vor ein paar Wochen war ich richtig angefressen und fertig. Als ein Spezi dann spontan vorgeschlagen hat, nach Schweinfurt zu fahren, war ich aber gleich wieder mit dabei. Es ist unglaublich, was der e.V. in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat. Wenn man dann schon auf dem Weg zum Bahnsteig all die bekannten Gesichter auf Auswärtsfahrt trifft, geht einem gleich das Herz auf. Wir sind (leider) mit der Bahn gefahren und mehr möchte dazu nicht sagen.
Das Spiel war aus meiner Sicht dann gut und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Zweimal unglücklich in Rückstand geraten und zurück gekommen. Den Kopfballtreffer fand ich einfach nur geil. Die Mannschaft braucht noch Zeit, um sich einzuspielen. Ich geh‘ ohne die Erwartung an einen sofortigen Aufstieg in die Saison und wünsche mir einfach eine stetige und stabile Entwicklung. Man hat gesehen, dass die Mannschaft Potential hat. Jetzt gilt es hart zu arbeiten. Freiheit für Sechzig!

 Sascha (organisatorisch engagiertes Mitglied der sechzger.de-Redaktion):

Anfang der Woche, mit den namhaften Verpflichtungen habe ich mich wieder mal beim Träumen erwischt. Vor meinen Augen sah ich Spiele mit vielen Tore und eine euphorische Stimmung unter den Fans, die uns am Ende den Aufstieg bringt. Dann versuchte ich mich wieder zu bremsen und mir die letzte Saison vor Augen zu rufen. Hilft nichts: Also recht spontan noch ein Ticket für Scheinfurt gekauft und eine tolle Auswärtsfahrt gehabt. Auch die unterirdische Nichtleistung der Bahn ändert daran nichts. Im Vergleich zum letzten Spiel in Schweinfurt von vor drei Monaten fand ich unser Spiel, bis auf die ersten Minuten, ansehnlich. Die Schweinfurter hatten bei ihren Toren Glück. Unsere Treffer waren meiner Meinung nach rausgespielt. Die richtige Einstellung und der Kampf waren auf jeden Fall zu sehen. Es läuft noch nicht alles rund, aber ich vertraue da auf mehr Training. Wenn wir es schaffen bis zur Winterpause einigermaßen an der Tabellenspitze dran zu bleiben, können wir nach der langen Winterpause bestimmt noch mal angreifen (woher kommt immer diese Euphorie?). Am Schluss möchte ich dem ganze e.V.-Team noch meinen tiefen Respekt aussprechen. So wenig Zeit, so viel geschafft und so viel richtig gemacht!

Kai Eilts (vom Osnabrück-Podcast Ostkurvenchor. Verfolgt die Löwen in diesem Sommer intensiv): 

Das war er also, Spieltag 1. Der Beginn der Saison und der Beginn von etwas ganz Neuem. Kein anderer Verein – abseits meines Herzensvereins – hat mich diese Sommerpause so beschäftigt wie die Löwen….und wow! Dieser Aufbruch und diese Euphorie haben sogar in Niedersachsen angesteckt – ein Regionalligaspiel im BR zu verfolgen hatte ich Anfang Mai auch nicht auf meiner Bingokarte. Frühes Gegentor, erneuter Rückstand nach einem Elfmeter, dessen Berechtigung wohl nur der Schiedsrichter gesehen hat – spricht alles nicht für einen optimalen Start in die Saison. Doch ich habe in Spiel 1 nach HI eine Löwen-Elf gesehen, die sich auch von Rückschlägen nicht umwerfen lässt, die kämpft, beißt und vor allem mithält. Der Auftritt macht Lust auf mehr und so halte ich es mit Dennis Dressel: „Die Saison ist lang, da kann sich viel entwickeln“. Die Daumen in Osnabrück sind gedrückt, auf gehts Sechzig!

Dennis Dressel (Kapitän und Rückkehrer mit seinem ersten Löwenspiel seit 14. Mai 2022):

Ich hab’s auch vor dem Spiel schon gesagt: Das ist heut schon ein bisschen ‘Wundertüte’, weil man nicht weiß, wo man steht. Aber ich glaub, man hat heute schon ein paar gute Ansätze gesehen. Die Saison ist lang, da kann sich jetzt viel entwickeln. Wir müssen und entwickeln und dann wird man sehen, wo man am Ende rauskommt. (…) Es hätte bessere Starts geben können. War natürlich sehr unglücklich, wenn du so nicht nur in Spiel startest, sondern in die Saison. Aber es zeigt schon auch die Moral der Mannschaft, wie wir uns nach den Gegentoren jedesmal wieder zurück gekämpft haben. Und das stimmt mich schon zuversichtlich für die nächsten Wochen.

 Walter (väterlicher Freund der Redaktion):

“Freiheit für Sechzig” am Trikot! Der Spieltag beginnt wunderbar.
Das Spiel dann allerdings nicht. Nach 15 sehr unsortierten Minuten, in denen wir nicht ins Spiel finden, liegen wir 1:0 zurück, werden dann etwas stärker und kommen dann vor allem über unsere jetzt endlich physischere Spielweise besser zu Geltung, erzielen in der 33. Minute den Ausgleich durch Michael Eberwein und dominieren danach das Spiel eigentlich bis zum Schluss.
Leider passiert uns zwischenzeitlich ein „Kann man, aber muss man nicht geben“ – Elfmeter mit etwas unglücklichem Verhalten beim Nachschuss. Gott sei Dank der Ausgleich durch unseren neuen Goalgetter (?) Arian Ortivero Calderon, der sofort nach seiner Einwechslung trifft.
Insgesamt ein ordentliches Spiel unserer (sehr) neu zusammengestellten Elf, mit einigem Verbesserungspotenzial, wobei mir besonders die jungen Spieler sehr gefallen haben.

Sabine (Gastautorin bei sechzger.de mit der Rubrik Poppular Demand):

Unter den Linden des sommerlich warmen Schweinfurts bescherte uns der Start in die Regionalligasaison 2026/27 ein ebenso unterhaltsames wie verdientes 2:2.
Natürlich wird vielen vor allem der umjubelte Ausgleich durch den neuen Publikumsliebling Ortivero Calderón in Erinnerung bleiben. Doch der eigentliche Traumstart hatte für mich andere Gründe.
Sechzig trat erstmals ohne Investor in Freiheit auf: mit neuem Trikot, neuem Sponsor und dem phänomenalem Schriftzug „Football for the People“ auf dem Rücken.
Getrübt wurde die unbeschwerte Atmosphäre lediglich durch den aus meiner Sicht völlig überzogenen Polizeieinsatz gegen die Schweinfurter Fans, die ihr erstes Heimspiel mit einer Pyroshow eröffneten.
Freiheit für Sechzig. Freiheit für den Fußball.

Christian Jung (sechzger.de Redakteur):

Die „Festwochen der Emotionen“ gehen weiter. Das erste Ligaspiel nach über 25 Jahren ohne KGaA – und dann noch an diesem einzigartigen Standort. Mit so vielen netten und gastfreundlichen Einheimischen. Mehr geht nicht! Im Spiel sah ich uns eigentlich – nachdem der Schock über das frühe Gegentor verdaut war und auch die nächste Großchance der Schnüdel nicht reinging – von den Spielanteilen her klar auf der Siegerstraße. Dann der nächste Rückschlag durch einen zumindest zweifelhaften Elfmeter, der erst im Nachschuss reingeht. Aber die Löwen 26/27 stecken auch sowas weg und schlagen direkt zurück. Am Ende bin ich froh, dass das 3:2 für Schweinfurt zurecht nicht zählte und dass wir diesen Punkt auf den – mal wieder von Zugproblemen und massiven Verspätungen geprägten und dennoch fröhlichen -Heimweg nehmen konnten. Ganz kleiner Wehrmutstropfen an einem ansonsten rundum gelungenen historischen Tag: Weil ich den Kollegen Thomas beim Tickern unterstützte, wurden mir die vielen möglichen Begegnungen im Gästeblock zum Saisonauftakt verwehrt. Das wird aber nachgeholt. Am Freitag in Giesing!

 

Sechzig mit 2:2-Remis beim Auftakt in Schweinfurt

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Es war ein Fußballfest, das erste Regionalliga-Punktspiel der Spielbetriebs Gmbh des TSV 1860 München beim 1. FC Schweinfurt 05. Trotz der üblichen Probleme bei der Anreise mit der Deutschen Bahn sorgten die gut 4.000 mitgereisten Sechzig-Fans im Sachs-Stadion zu Schweinfurt für prächtige Stimmung. Dem standen auch die Fans der Heimischen in nichts nach und bescherten den Besuchern zum Anpfiff gleich ein Feuerwerk mit kleiner Pyro-Show. Auf dem Rasen brauchten die Sechzger ein Viertelstunde und den frühen Rückstand, um ins Spiel zu finden. Eberwein traf vor der Pause zum verdienten Ausgleich. Sechzig blieb im zweiten Abschnitt am Drücker und beantwortete ein Elfmetergeschenk an Schweinfurt im zweiten Durchgang mit dem sofortigen Ausgleich von Oritvero Calderon. Am Ende blieb es vor 7.567 Zuschauern auch beim 2:2-Remis. Alle Details zum Nachlesen gibt es hier im Live-Ticker!

Früher Dämpfer für die Löwen

Keine drei Minuten waren gespielt, als die Hausherren in Führung gingen. Die Zuordnung stimmte auf der linke Abwehrseite der Löwen ganz und gar nicht, eine abgefälschte Flanke landete genau bei Schweinfurts Prodanovic, der freistehend einnickte. Keeper Vitus Eicher musste also früh hinter sich greifen, war beim Gegentor aber chancenlos. Im weiteren Verlauf brauchten die Sechzger, die vom Gästeblock lautstark angefeuert wurden, eine Viertelstunde um sich zu berappeln. Dann fanden die Löwen immer besser ins Spiel und setzten Schweinfurt unter Druck.

Eberwein gleicht vor der Pause aus

Die Offensiv-Bemühungen der Gäste wurden knapp zehn Minuten vor der Pause belohnt. Nach einer Bell-Flanke vom rechten Flügel stand Eberwein in der Box blank, konnte den Ball annehmen und ungestört aus wenigen Metern zum 1:1 abschließend. Letztlich waren es die Hausherren, die angesichts der Überlegenheit von Münchens großer Liebe die Pause herbeisehten. Am Ende war das Remis zur Halbzeit aber verdient, denn die Anfangsphase hatten die Schweinfurter klar beherrscht.

Sechzig kommt unverändert aus der Pause

Im zweiten Wechsel änderte sich nichts an den Kräfteverhältnissen auf dem Rasen. Beide Teams kamen unverändert aus den Katakomben und Sechzig machte weiter Druck auf den Führungstreffer, dieser schien eigentlich nur eine Frage der Zeit zu sein, allerdings fehlte oft das letzte Quäntchen Glück im Abschluss, oder die Schnüdel brachten noch ein Bein dazwischen. Aus dem Nichts fiel der Führungstreffer für Schweinfurt. Ein Elfmetergeschenk des Schiedsrichters, das Dellinger im Nachschuss zum 2:1 verwandelte, brachte die Hausherren erneut in Front.

Calderon köpft ein zum 2:2

Mit Wiederanpfif kam Ortivero Calderon für Niederlechner ins Spiel und traf bei seinem ersten Ballkontakt zum 2:2. Er nickte eine Flanke sicher ein. Das Spiel nahm nun zusehends an Fahrt auf. Beide Seiten wollten sich nicht mit der Punkteteilung zufrieden geben und spielten auf den Siegtreffer. Calderon wurde in letzter Sekunde am Abschluss gehindert, dann musste Eicher alles riskieren, um den Ball bei einem Konter abzugrätschen. Es gab weiter Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die beste hatten die Hausherren bei einem Abseits-Kopfball-Treffer in der Nachspielzeit nach einem Freistoß, doch es blieb beim Unentschieden.

Ein Remis mit dem beide leben können.

Letztlich war das 2:2 im Duell der beiden Drittliga-Absteiger ein Ergebnis mit dem beide Seiten leben können. Die Sechzger waren über 90 Minuten gesehen die tonangebende Mannschaft und der geschenkte Elfmeter für Schweinfurt war sicherlich bitter. Ganz unverdient war die Punkteteilung aber nicht. Es war ein Remis mit dem beide Seiten wohl leben können. Der mutige Auftritt der Sechzger machte jedenfalls Lust auf mehr.

Liveticker: FC Schweinfurt 05 – TSV 1860 München (2. Spieltag)

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Liveticker FC Schweinfurt 05 TSV 1860

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem FC Schweinfurt 05 und dem TSV 1860 München! Die beiden Kontrahenten treffen am 2. Spieltag der Regionalliga Bayern im Sachs-Stadion aufeinander.

Während die Löwen heute ihre erste Partie in der neuen Spielzeit bestreiten, kamen die Schnüdel zum Saisonauftakt beim TSV Aubstadt mit 1:5 unter die Räder und offenbarten gerade in der Defensive eklatante Schwächen. Kann der TSV 1860 die Sorgen der Unterfranken weiter vergrößern? Alper Kayabunar und seine Truppe konnten seit dem Reset in der Sommerpause ordentlich Selbstvertrauen tanken und sind (hoffentlich) bereit für die ersten drei Punkte. Gemma, Löwen!

Statistik

Aufstellung:
30 Eicher – 2 Bell, 33 Faßmann, 4 Weber, 47 Fiedler – 14 Dressel (C), 8 Wach (67. 22 Husic) – 17 Leone (75. 24 Gevorgyan), 13 Eberwein, 19 Erdogan (87. 9 Wagner) – 7 Niederlechner (67. 12 Ortivero Calderon)

Bank:
1 Bachmann (TW), 6 Hoppe, 39 Estermann, 36 Grancay, 18 Pereira de Azambuja

Tore:
1:0 Prodanovic (2.), 1:1 Eberwein (34.), 2:1 Dellinger (65., Nachschuss Elfmeter), 2:2 Ortivero Calderon (69.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
10 Deniz, 25 Dordan, 20 Klose (alle Trainingsrückstand), 44 Althaus (Vertragsgespräche)

Ausfälle beim FC Schweinfurt 05:
Böhnlein (verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Bisher sind natürlich alle Löwen unbelastet.

Wo könnt ihr das Spiel FC Schweinfurt 05 – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Duell der Drittliga-Absteiger im Sachs-Stadion wird bei BR24Sport im Stream und im BR Fernsehen live übertragen.

Vorberichterstattung bei sechzger.de