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Sechzig um Sieben: Niederlage gegen Hansa Rostock

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Drei Spieltage vor der Winterpause ist die Stimmungslage beim TSV 1860 München angespannt. Gegen Hansa Rostock setzte es am Samstagnachmittag nach eigener Führung eine Niederlage. Besser läuft es dagegen für die U21 in der Bayernliga Süd. Jubeln durften auch die Löwinnen.

Fünfte Niederlage daheim gegen Rostock

Gut ging es los gegen den FCH vor 15.000 Zuschauern und Sonnenschein. Frey traf bereits nach sechs Minuten zur Führung. Schlussendlich stand dann aber eine weitere Niederlage zu Buche. Die Gäste siegten mit 2:1 und nahmen alle Punkte gen Norden mit. Argirios Giannikis haderte auf der Pressekonferenz nach der Partie vor allem mit der Elfmeter-Entscheidung vor dem zweiten Gegentreffer.

Giesinger Gedanken nach dem Spiel gegen Hansa

Aus Fansicht ärgerte man sich nicht nur über die nächste Niederlage, sondern auch über die weiterhin eklatante Heimschwäche. Bereits die fünfte Niederlage gab es gegen Rostock vor eigenem Publikum für die Löwen. Entsprechend warf Jan in den Giesinger Gedanken einen Blick auf diese Bilanz und fragte sich, wie die Saison nun eigentlich weitergehen soll.

U21 schlägt Kottern und überwintert an der Spitze

Bereits am Freitagabend empfing der TSV 1860 II am Trainingsgelände den TSV Kottern. Die Löwen konnten sich dabei dank eines Treffers von Noah Klose durchsetzen. Damit bleibt das Team von Felix Hirschnagl in der Winterpause auf dem ersten Platz in der Bayernliga Süd. Die U21 blickt auf eine bislang mehr als gelungene Saison 2024/25 zurück.

TSV 1860 Frauen gewinnen Kreispokal

Ebenfalls Grund zum Jubeln gab es bei den Löwinnen. Sie waren am Samstag parallel mit den Profis im Einsatz und im Kreispokal-Finale gefordert. Gegen den klassenhöheren SV Untermenzing setzten sich die Frauen des TSV 1860 vor 300 Zuschauern durch und durften sich daher über den Titel freuen. Nun steht auch hier die Winterpause an, das nächste Ligaduell steigt im März.

News aus der 3.Liga

Der 16.Spieltag

Energie Cottbus bleibt auch nach dem 16.Spieltag an der Tabellenspitze. Der Aufsteiger setzte sich mit 2:0 gegen Unterhaching durch. Mit einem Punkt Abstand folgen Dynamo Dresden (4:2-Sieg in Sandhausen) sowie Arminia Bielefeld (1:0 am Freitagabend gegen Ingolstadt). Ebenfalls 29 Zähler weist Saarbrücken auf, die sich gegen den nächsten Löwen-Gegner Rot-Weiss Essen mit 1:0 durchsetzten. RWE liegt momentan in der Abstiegszone, da Stuttgart II gegen Mannheim gewann. Auch Hannover II konnte im Duell mit der Dortmunder Zweitvertretung einen wichtigen Sieg einfahren. Schlusslicht Osnabrück trennte sich mit einem Remis von Aachen.

Zwei Trainerentlassungen in der 3.Liga

Es war ein folgereicher Spieltag in der 3.Liga. Marc Unterberger musste nach dem zwölften sieglosen Spiel in Folge seinen Hut in Unterhaching nehmen. Sven Bender übernimmt seine Aufgabe vorerst. Außerdem wurde auch Pavel Dotchev in Aue entlassen. Die Veilchen unterlagen dem SC Verl mit 2:5. Wer seine Nachfolge antritt, steht momentan noch nicht fest.

Giannikis: “Waagschale nicht auf unserer Seite”

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Giannikis: "Waagschale nicht auf unserer Seite"
Giannikis: "Waagschale nicht auf unserer Seite"

Nach der 1:2-Heimniederlage gegen den FC Hansa Rostock, war Löwen-Trainer Argirios Giannikis sichtlich verärgert über die Elfmeterentscheidung vor dem 1:2. “Wir haben heuer sechs Elfmeter gegen uns bekommen, davon waren einige fragwürdig. Das Foul beim Elfmeter letzte Woche war ein Meter außerhalb. Die Elfmeter gegen uns werden momentan sehr leicht gepfiffen und sehr schwer für uns. Die Waagschale ist nicht auf unserer Seite”, sagte Giannikis.

Brinkmann: “Zwei unterschiedliche Halbzeiten”

Gäste-Coach Daniel Brinkmann war hingegen zufrieden und sagte bei der Pressekonferenz nach dem Spiel: “Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten. Sechzig war in der ersten Halbzeit besser und wir zu mutlos. In der Pause haben wir dann einiges angesprochen und umgestellt. Wir waren dann in der zweiten Halbzeit von der ersten Minute an die bessere Mannschaft. Wir hatten in der zweiten Hälfte mehr Torchancen, als Sechzig in der ersten. Es ist ein Sieg, für den wir uns nicht schämen müssen”.

Giannikis: “Gute Energie – schnelles Tor”

Löwen-Coach Giannikis fasste die Begegnung folgendermaßen zusammen: “Wir sind gut ins Spiel gekommen, trotz der vielen Ausfälle. Wir hatten eine gute Energie auf dem Platz und haben ein schnelles Tor gemacht. Wir hätten aus der ersten Halbzeit mehr Kapital schlagen müssen. In der zweiten Halbzeit war Rostock zielstrebiger. Wir haben es nicht geschafft, die ersten zehn Minuten zu überstehen. Ärgerlich war das 1:1, weil wir davor zwei Mal den Ball hatten. Dann war es ein intensives und schweres Spiel. Dann kriegen wir so einen Elfmeter gegen uns. Es war der sechste gegen uns und es gab noch keinen für uns. Ich weiß nicht, was wir anstellen müssen, um einen Strafstoß zu bekommen. Zuvor wurde ein hohes Bein nicht geahndet. Es ist bitter, ein Spiel so zu verlieren.”

Giesinger Gedanken: 2-1-5

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Giesinger Gedanken: 2-1-5
Giesinger Gedanken: 2-1-5

Es hat schon mehr Spaß gemacht auf Giesings Höhen zu gehen. Gegen Hansa Rostock unterlagen die Löwen mit 1:2 und kassierten bereits die fünfte Heimniederlage. Wieder einmal fragt man sich auch am Tag danach noch, was mit der Mannschaft los ist.

Tolle Eckenvariante lässt den TSV 1860 zunächst jubeln

Eigentlich, ja eigentlich ging das Heimspiel gegen Hansa Rostock los wie im Bilderbuch. Blauer Himmel, Sonnenschein und angenehme Temperaturen sorgten für ein freudiges Erscheinen aller 15.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion. Die, die es mit den Löwen hielten, durften bereits früh jubeln. Bei einer offensichtlich einstudierten Eckenvariante – wann gab es das zuletzt bei Sechzig? – flankte Deniz auf seinen neuen Partner Frey auf der Doppelsechs, der völlig allein gelassen zum 1:0 traf. Da war die Löwenwelt noch schwer in Ordnung.

Hansa reißt das Spiel an sich

Doch nach den ersten 15 oder 20 Minuten drehte sich die Partie. Hansa riss sie an sich und hatte fortan mehr Ballbesitz, die Löwen wurden in die Zuschauerrolle gedrängt. Das war zu dem Zeitpunkt aus mehreren Gründen noch erträglich. Die Löwen lagen in Führung, sie ließen in der Defensive nichts zu und dass sich die Mannschaft im zweiten Durchgang steigern kann, hatte man in den letzten Wochen öfter erlebt.

Pech bei der Elfmeterentscheidung

Naja, nur war von dieser Steigerung dann nichts zu spüren. Nicht lange dauerte es, ehe die Gäste ausgleichen konnten und auch fortan blieben sie klar spielbestimmend. Der TSV 1860 war – in einem Heimspiel – weiterhin in der Zuschauerrolle gefangen. Vielleicht wollten sie, aber das war für ein Auftritt vor den eigenen Fans einfach zu wenig. Ideenlos, lethargisch, ohne eine zündende Idee und schlussendlich auch noch mit Pech bei der Elfmeter-Entstehung vor dem 1:2.

Trotzdem die nächste Niederlage – Heimbilanz nun 2-1-5

Ja, man kann den Rostocker Sieg als glücklich einstufen. Aber die Mannschaft von Trainer Argirios Giannikis tat schlicht und ergreifend zu wenig, um sich einen oder drei Zähler im Duell mit der Kogge zu verdienen. Kurz war nach der Einwechslung von Kozuki in der Offensive noch einmal etwas mehr Spritzigkeit zu sehen. Die Löwen liefen die Gäste deutlich früher an, ohne dabei allerdings etwas zu erreichen. Die späten Wechsel von Ott und vor allem von Schubert verpufften nahezu komplett. Statt einem TSV 1860, der in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne wirft sah man Hansa Rostock, die die letzten Zeigerumdrehungen fast schon gemütlich runterspielten. Wieder einmal ideen- und konzeptlos hatte man fast schon das Gefühl die Löwen würden sich ihrem Schicksal ergeben.

Wie geht es weiter?

Wie geht es nun weiter? Grundsätzlich abschreiben muss man die Saison 2024/25 auf keinen Fall. Ich glaube auch, dass die Mannschaft besser als Platz 12 ist. Die fehlende Konstanz verhindert aber eine bessere Platzierung. Irgendwie habe ich auch die Hoffnung aufgegeben, dass es in der aktuellen Konstellation besser wird. Mittlerweile sind 16 Spieltage vorüber – eine lange Zeit und viele Partien, in denen zuletzt keine klare Entwicklung zu sehen ist. Ob man nun doch auf der Trainerposition handeln sollte – ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass eine Heimbilanz von 2-1-5 nicht hinnehmbar ist.

Stimmung passt sich der Leistung auf dem Platz an

Was man auch noch erwähnen sollte: die Fans als berühmter zwölfter Mann scheinen auch genug zu haben. Gefühlt wird es von Heimspiel zu Heimspiel immer leiser. In den Stimmungsblöcken G und H ist die Mitmachquote und folglich auch die Lautstärke meist noch in Ordnung. Aber in den Blöcken daneben und in der Stehhalle ist erschreckend wenig Beteiligung. Das Team schreit man so zumindest nicht zu einer Höchstleistung, auch wenn das alles mit der Darbietung auf dem Platz irgendwie verständlich ist. Auswärts hingegen sieht das Ganze anders aus. Woche für Woche begleiten tausende Löwenfans den TSV 1860 in die Fremde und sorgen in den Gästeblöcken für guten Support. Oft werden sie dabei auch mit ein oder drei Punkten belohnt. Vielleicht muss also der ein oder andere doch über seinen Schatten springen, um Giesing wieder zu einer Festung zu machen – neben und hoffentlich auch auf dem Platz.

Durch fragwürdigen Elfmeter: 1860 verliert gegen Rostock

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Löwen werden gegen Rostock mal wieder beschissen...
Löwen werden gegen Rostock mal wieder beschissen...

Ein Drittliga-Spiel der besseren Sorte bekamen die 15.000 Zuschauer am Samstagnachmittag auf Giesings Höhen zu sehen. Am Ende gab es einen unverdienten 1:2-Sieg der Gäste zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Hansa Rostock. Frey hatte die Münchner nach wenigen Minuten in Front geschossen, kurz nach Wiederanpfiff glichen die Hanseaten durch einen Distanzschuss aus. Das 1:2 für die Gäste war dann wieder einmal eine fragwürdige Elfmeter-Entscheidung gegen die Löwen. Der bis dahin ordentlich pfeifende Schiedsrichter hatte ein Handspiel gesehen. Es ist wie verhext, was die Schiedsrichter in dieser Saison in Sachen Elfmetern pfeifen. Mit den Regeln, die in Sachen Handspiel ohnehin wenig Sinn machen,  hat es jedenfalls wenig zu tun…

Guter Start von Sechzig

Die Löwen fanden gut ins Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock, obwohl mit Verlaat und Jacobsen wichtige Akteure in der Defensive fehlten. Schifferl machte seine Sache hinten sehr gut. Der erste Angriff der Löwen führte auch direkt zum Erfolg. Frey nahm eine Ecke von der linken Seite volley und schoss Sechzig nach noch nicht einmal zehn Minuten in Führung. Doch auch Rostock spielte munter mit. Chancen gab es im ersten Durchgang auf beiden Seiten, die Hausherren kämpften und kontrollierten die Begegnung über weite Strecken. So ging es letztlich mit der nicht unverdienten Führung in die Katakomben.

Rostock egalisiert früh

Der Ausgleich ließ im zweiten Durchgang aber nicht lange auf sich warten. Nach etwa zehn Minuten im zweiten Abschnitt zog ein Rostocker aus etwa 20 Metern ab und versenkte das Leder zum Ausgleich in den Maschen. Fortan war Kampf angesagt: Auf dem Rasen und auf der Tribüne. Die Westkurve versuchte die Löwen nach vorne zu schreien, die etwa 1.500 mitgereisten Rostocker im Gästeblock hielten dagegen. Es ging hin und her, die beiden Seiten egalisierten sich weitgehend.

Löwen kämpfen bis zum Ende

Letztlich zeigten die Münchner aber genau das, was so mancher Fan am vergangenen Wochenende vermisst hatte, sie kämpften gegen einen starken Gegner bis zur Schlussminute und waren dem Siegtreffer vielleicht sogar einen Tick näher, während sich die Hanseaten mit zunehmener Spieldauer mit dem einen Zähler zufrieden zu geben schienen. Allerdings blieb es lange beim 1:1-Unentschieden, das am Ende auch die Kräfteverhältnisse widergespielt hätte. Wenn, ja wenn nicht wieder die Schiedsrichter eingegriffen hätten.

Handelfmeter – mal wieder eine fragwürdige Entscheidung

Nach einer Ecke sahen die Schiris ein Handspiel – eine recht exklusive Meinung. Es gab Elfmeter und Rostock traf zum 1:2. Verdient war das nach dem Spielverlauf nicht. Einen Punkt hätten sich die Sechzger auf jeden Fall verdient gehabt nach einer engagierten Vorstellung, doch die Schiedsrichter hatten etwas dagegen. Da kann man kämpfen was man will. Schade…

Liveticker: TSV 1860 München – Hansa Rostock (16.Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker am 16.Spieltag der Saison 2024/25 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und Hansa Rostock!

Die Löwen wollen ihre Heimbilanz dringend verbessern. Gegen Waldhof Mannheim gelang das in der Liga zuletzt, Unterhaching konnte dann allerdings im Grünwalder Stadion den TSV 1860 aus dem Pokal werfen. Nun ist heute das formstarke Hansa Rostock in Giesing zu Gast. Begleitet werden sie dabei von zahlreichen Auswärtsfahrern, sodass die Löwenfans eine gute Leistung brauchen, um das Heimspiel würdig zu gestalten. Das gilt auch für das Team von Argirios Giannikis, dass möglichst die nächsten drei Punkte einfahren möchte. Wer gewinnt heute im Grünwalder Stadion – der TSV 1860 München oder Hansa Rostock?

Aufstellung:
Hiller (TW) – Reich, Reinthaler, Schifferl, Bähr – Frey, Deniz – Schröter, Guttau, Wolfram – Hobsch

Bank:
Vollath (TW), Schubert, Kozuki, Kloss, Kwadwo, Gevorgyan, Dulic, Ott, Muteba

Tore:
1:0 (6.) Frey, 1:1 (52.) Rossipal

Die Personalsituation

Es fehlen:
Jacobsen (Gelbsperre), Verlaat, Bangerter, Danhof, Philipp (alle verletzt), Avdija (U21)

Ausfälle bei Hansa Rostock:
Harenbrock (Trainingsrückstand), Lanius (verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Maximilian Wolfram muss aufpassen – er hat bereits vier gelbe Karten gesehen und wäre bei einer weiteren Verwarnung für eine Partie gesperrt. Raphael Schifferl und Patrick Hobsch haben darüber hinaus bereits drei gelbe Karten gesehen.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Hansa Rostock außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Grünwalder Stadion ist seit längerem ausverkauft. Über den offiziellen Zweitmarkt können Mitglieder allerdings bis kurz vor Anpfiff noch Karten in den Heimblöcken kaufen.

Das Match wird vom BR live im Free-TV übertragen. Außerdem ist MagentaSport natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Premiere: Mike Gevorgyan gegen Rostock im Profikader

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Gevorgyan Mike Tsv 1860 U21

Sieben Tore, sechs Vorlagen, Spitzenreiter, Führungsspieler – für Mike Gevorgyan verlief die bisherige Saison mit der U21 nahezu ideal. Als Lohn für seine Leistungen wird Gevorgyan am Samstag gegen Hansa Rostock erstmals im Profikader stehen.

Mike Gevorgyan gegen Rostock im Profikader

Nach 45 Minuten war am Freitag beim U21-Heimsieg gegen den TSV Kottern Schluss für den 19-jährigen Mittelfeldspieler. Doch nicht etwa, weil er enttäuscht hatte oder verletzt war, ganz im Gegenteil! Wie Trainer Felix Hirschnagl im Interview verriet, wird Mike Gevorgyan am Samstag im Aufgebot der Profis gegen Hansa Rostock stehen und erstmals in der 3. Liga auf der Bank Platz nehmen.

Wir gratulieren recht herzlich und freuen uns riesig, dass der nächste Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Weg in den Profikader gefunden hat. Der gebürtige Rosenheimer kam über den TSV 1860 Rosenheim, RB Salzburg und den FC Liefering im Jahr 2021 an die Grünwalder Straße. Im März steuerte er einen Doppelpack zum Sieg im U19-Derby bei und auch in der U21 faßte er auf Anhieb Fuß und wurde zum Leistungsträger.

Fun Fact: Sein Zwillingsbruder Mark steht in der 3. Liga bei Hannover 96 II unter Vertrag!

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA

Bayernliga: TSV 1860 U21 besiegt TSV Kottern

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Tsv 1860 U21 Tsv Kottern

Mit einem Heimsieg gegen den TSV Kottern verabschiedete sich die U21 des TSV 1860 am Freitagabend in die Winterpause. Auf dem Kunstrasen an der Grünwalder Straße sorgte Noah Klose für das Tor des Tages.

TSV 1860 U21 besiegt TSV Kottern

Ohne Eliot Muteba und Sean Dulic, die am Samstag womöglich im Profikader stehen werden, musste Felix Hirschnagl gegen den Tabellenfünften aus dem Allgäu auskommen. Mike Gevorgyan stand zudem nur 45 Minuten auf dem Platz, da auch er morgen zum Aufgebot von Argirios Giannikis gehören wird. Zudem fehlten der U21 zahlreiche verletzte Spieler, doch auch diesmal gelang es der Mannschaft, die Ausfälle zu kompensieren.

Nachdem die erste Viertelstunde mehr oder weniger ausgeglichen verlief, sorgte die U21 in der 19. Minute für das erste Highlight. Nach einem Einwurf liefen die Löwen plötzlich in Überzahl auf das Tor der Gäste zu. Den ersten Abschluss konnte Kottern-Torwart Mormone noch parieren, beim Nachschuss von Noah Klose war er dann jedoch machtlos. 1:0 für 1860 (19.)! Wenig später konnte Gilbert Diep nochmals mit einem Freistoß aus gut 20 Metern für Gefahr sorgen.

In der Folge wogte die Partie hin und her, wobei Sechzig das Geschehen zumeist unter Kontrolle zu haben schien. Die Gäste versuchten es oft über hohe Bälle, was die Defensive der Löwen um Routinier Alexander Benede Aquayo vor der Pause eher selten in die Bredouille brachte. Dennoch benötigten die Löwen nach dem Seitenwechsel in einigen Situationen das Glück des Tüchtigen, um die Führung zu behaupten. Nachdem die jungen 60er spätestens ab der Halbzeit wenig Spielkultur  zeigten, gab es in der 75. Minute einen Elfmeter für Kottern nach einem vermeidbaren Foul an der Strafraumkante. Die Allgäuer brachten aber das Kunststück zu Stande erst den Strafstoß an den rechten und dann den Nachschuss an den linken Pfosten zu zimmern.

Auch danach bettelten die Amateure um den Ausgleich, spielten Konter unsauber aus und hatten mehr als einmal mehr Glück als Verstand. Torwart, Rettungsaktionen in höchster Not und gegnerisches Unvermögen halfen tüchtig mit den knappen Vorsprung zu halten. Am Ende standen jedoch drei Punkte für die U21 des TSV 1860 zu Buche, mit denen sie ihre Tabellenführung ausbaute.

Aufstellung der Löwen

Felix Hirschnagl setzte gegen den TSV Kottern auf folgendes Team:

Avdijai – Rem, Benede Aquayo, Thönig, Samey – Karl, Gevorgyan, Wach – Diep, Klose, Leone

Bank:
Bachmann (Tor), Fuchs, Garza, Grancay, Husic, Jägerbauer, Kuhn

Gegner PK: Hansa Rostock zu Sechzigs Kapitän-Frage

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TSV 1860 Hansa Rostock

Vor dem Heimspiel des TSV 1860 gegen den Absteiger Hansa Rostock steht wie immer eine Pressekonferenz des Gegners an. 1500 Fans werden aus dem Norden Deutschlands anreisen, um die Mannschaft des Cheftrainers Daniel Brinkmann anzufeuern. Zuvor stellt sich der relativ neue Coach aber noch den Fragen der Medienvertreter.

Brinkmann von Hansa Rostock über…

… den Kapitän-Ausfall beim TSV 1860: “Ich finde es immer schwer da zu interpretieren, ob das [für uns] positiv oder negativ ist. Es ist auch wieder eine Chance für jemand anderen. Ich glaube, sie [die Sechzger] können gut nachschieben. Ich glaube, dass Schifferl reinkommen wird. Grundsätzlich, wenn ein Kapitän ausfällt, ist das schon etwas, was für eine Mannschaft nicht gut ist. Aber das nehmen wir so wie es ist.”

… die fehlende Leistungskonstanz der Mannschaft bei Auswärtsspielen: “Grundsätzlich haben wir keine großartig anderen Ansätze wenn wir auswärts spielen. Wir wollen da stabiler und besser werden, definitiv. Ich glaube, wer unser Spiel gegen Bielefeld gesehen hat, der hat schon gesehen , dass wir mit einer höheren Intensität gespielt haben. Ich glaube, dass das schon ein Schlüssel ist, um auswärts besser zu performen und Punkte zu holen.”

… seine Planung mit einer festen Stamm-Elf: “Ich glaube ein grobes Gerüst haben wir schon. Auch weil ich finde, dass es bei einer Hierachie auch dazugehört, dass es gewisse Spieler gibt, die wissen, dass sie spielen. Aber es kann sich auch etwas ändern. Mein Motto ist definitiv nicht “Never change a winning team”, weil jeder Gegner einen irgendwo auch andere Möglichkeiten gibt. Vielleicht stellt man Nuancen, Teile, um, also, ja. Wir gucken da von Woche zu Woche. Aber es kann durchaus auch mal zu zwei, drei, vier oder auch mal fünf Wechseln kommen.”

… ein mögliches Punkte-Ziel bis zur Winterpause: “Puh, das jetzt an Punkten fest zu machen… Wir wollen eine gute Ausgangssituation schaffen. Wenn wir irgendwo im Bereich von sieben bis zehn Punkten landen würden, dann ist das schon recht ordentlich. Sechs Punkte wären jetzt kein Untergang, aber wir wollen schon nach dem Maximum streben. Damit wollen wir gerne Samstag anfangen.”

… seine Einschätzung der Münchner Löwen: “Ich glaube, dass 1860 zwei sehr spielstarke Sechser hat. Wobei Jacobsen gesperrt ist und nicht spielen wird. Mit dem auch ein Spieler, der da sehr gute Bälle spielt, auch gute Verlagerungen spielt. Dann mit Hobsch ein guter Stürmer, der Bälle gut festmachen kann, der Tor-gefährlich ist. Ich glaube aber, wenn wir das Tempo hochhalten und wenn wir an die Leistungen von Bielefeld anknüpfen können, wenn wir wieder ähnlich spielen, dass wir Sechzig vor große Aufgaben stellen werden.”

… seine Erwartungen an die Mannschaft des TSV 1860: “Ich habe mir ehrlich gesagt zu Anfang der Saison, als ich noch in der Regionalliga war, gedacht wer in der dritten Liga oben oder unten landen wird.”

… schlechte Heimbilanz des TSv 1860: “Also mir ist das bewusst. Wir haben uns mit jedem Detail des Gegners beschäftigt. Aber am Ende des Tages ist es entscheidend, was wir für eine Leistung erbringen. Wenn wir so performen wie wir das in Bielefeld gemacht haben, dann müssen wir uns keine Sorgen um einen Gegner machen. Dann können wir jeden Gegner schlagen. Aber in der Liga kann eben auch gegen jeden Gegner verlieren.”

Die Wunschaufstellung zum morgigen Spiel ist hier zu finden. Außerdem hat der Designer des Jubiläumstrikots Julian Niedermayr, alias “Biermo”, bereits einen Ergebnistip abgegeben.

Gegnervorstellung: Fußballclub Hansa Rostock e. V.

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FC Bayern II FC Hansa Rostock

Nach dem glücklichen 1:1 beim Aufsteiger aus Aachen bekommen die Löwen es gleich mit einem weiteren Neuling in Liga 3 zu tun. Nachdem unserer Mannschaft in den letzten Spielen kampfstarke Gegner große Probleme bereitet haben, kann man nur hoffen, dass mittlerweile Lösungen gefunden wurden, um aggressives und körperliches Spiel adäquat zu erwidern. Sowohl auf den Rängen als auch auf dem Feld erwartet uns eine kampfstarke Truppe. Es geht gegen den Absteiger aus dem hohen Norden, nach Giesing kommt der Fußballclub Hansa Rostock e. V..

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Nach einem sehr schwachen Saisonstart – über den unser Rostocker Gast im letzten Talk berichtete – hat sich die Kogge mittlerweile gefangen. Zu Beginn wartete man bis zum 7. Spieltag auf einen Sieg und wurde von der Hertha mit 1:5 aus dem DFB-Pokal geschossen. Nach dem ersten vollen Erfolg gegen die Vorstadt wurden noch 4 weitere Siege errungen, womit man aktuell auf Platz 13 steht. Die Bilanz ist aktuell 5-4-6 und man steht mit 19 Punkten und einem besseren Torverhältnis in Lauerstellung hinter dem TSV. Es steht also, wie in der dritten Liga fast immer, ein “6-Punkte-Spiel” an. Selbstvertrauen haben die Rostocker auch getankt, konnten sie doch am letzte Wochenende die favorisierte Arminia aus Bielefeld mit 2:1 bezwingen. Auch im Landespokal ist man noch dabei, wobei die großen Gegner noch auf sich warten lassen. Die SpVgg Torgelow-Ueckermünde wurde im Achtelfinale mit 2:0 besiegt.

Gesicht des Umschwungs ist der neue Trainer Daniel Brinkmann, der Anfang November auf Bernd Hollerbach folgte und aktuell bei 6 Punkten aus 3 Spielen hält. Der 38-Jährige wurde von der zweiten Mannschaft des SC Paderborn verpflichtet, wo er die Position erst im Sommer angetreten hatte. Davor trainierte er 4 Jahre lang den SC Wiedenbrück in der Regionalliga West. Der A-Lizenz Inhaber besucht neben dem Ligaalltag aktuell den 70. Pro-Lizenz-Lehrgang des DFB, zusammen mit u.a. Marc Unterberger (Haching) und Heiner Backhaus (Aachen).

Kader & Transfers

Abstieg heißt Umbruch und den gab es auch an der Ostseeküste. 20 Zugänge und 22 Abgänge gab beim FCH, es endeten unter anderem 5 Leihen und 4 Spieler wurden aus dem Nachwuchs hochgezogen.

Abgänge

Auf der Abgangsseite finden sich einige prominente Namen. Stammtorhüter Markus Kolke wechselte zum Karriereende hin zu Werder Bremen, welche dafür 75 000€ hinlegten. Dennis Dressel zog es zum GAK in die österreichische Bundesliga und Janik Bachmann (28, ZM) zu Schalke 04. Weitere interessante Abgänge waren Svante Ingelsson (26, OM) zu Sheffield Wednesday, Sarpreet Singh (OM, 25) in die zweite portugiesische Liga zu UD Leira und John-Patrick Strauß (28, DM) zu Muangthong United nach Thailand. Mit dem nach Aachen gewechselten Patrick Nkoa haben unsere Stürmer schon letzte Woche Bekanntschaft gemacht.

Zugänge

Ersetzt wurden diese Abgänge mit spannenden Spielern, für welche sogar einiges an Ablöse geflossen ist. Teuerste Neuerwerbung ist Ryan Naderi (ST, 21) für den 200 000€ an Gladbach II flossen. Albin Berisha (ST, 23) kostete 175 000€ und wurde von Petrolul Ploiesti aus der rumänischen SuperLiga geholt, kommt aber aktuell noch selten zum Zug. Für Defensivallrounder Marco Schuster (28) überwies man 100 000€ nach Paderborn und Innenverteidiger Dario Gebuhr (21) war den Rostocker 75 000€ an Eintracht Frankfurt wert. Weiters kam Benjamin Uphoff als neue Nummer 1 aus Freiburg und Innenverteidiger Ahmet Gürleyen aus Nürnberg. Letztere hat bisher alle Spiele bestritten. Neuer Kapitän ist der aus Dortmund bekannte Franz Pfanne, der nun leider an der Ostsee im Mittelfeld abräumt. Den Mann hätte ich gerne in Giesing gesehen. Vielleicht wichtigster Transfer in der neu formierten Abteilung Attacke ist die Leihe des 27-jährigen Sigurd Haugen von Aarhus GF, der mit 4 Treffern aktuell Toptorschütze der Hansa ist. Auch auf Adrien Lebeau werden unsere Löwen achtgeben müssen, der Franzose kommt von Stade Brest, kennt die dritte Liga aus Mannheim und hat schon 6 Scorerpunkte auf seinem Konto.

Vom Stamm der letzten Saison sollte man auch auf einige Akteure schauen. Eigengewächs Felix Ruschke beackert die linke Abwehrseite und konnte in 7 Spielen 3 Tore erzielen. Im Mittelfeld zieht Nils Fröling die Fäden, der 24-jährige Schwede hat bisher jedes Ligaspiel bestritten. Für Routine sorgen Nico Neidhart (30) und Damian Roßbach (31).

Löwenpower: –

Vereinsgeschichte

Die Geschichte von Hans Rostock beginnt eigentlich schon vor der Vereinsgründung 1965. Vor der Ausgliederung der Fußballabteilung in den FC Hansa war man Teil des SC Empor Rostock. Dieser Club wurde 1954 gegründet, Trägerbetrieb war das Fischkombinat Rostock und nachdem die Oberligamannschaft von Empor Lauter aus dem Erzgebirge nach Rostock delegiert wurde, spielte man auch in der Oberliga. In den kommenden Jahren konnte man einige Erfolge einfahren, so wurde man mehrmals Vizemeister und stand im Finale des FDBG-Pokals.

Ausgliederung

Um bessere Leistungsförderung für den Fußballsport zu gewährleisten wurde am 28. Dezember 1965 die Ausgliederung der Fußballabteilung vorgenommen und der Fußballclub Hansa Rostock gegründet. Trägerbetrieb dieses neuen Leistungszentrums war das Kombinat Seeverkehr und Hafenwirtschaft. In der ersten Saison gelang gleich wieder der Einzug ins Pokalfinale. Zwei Jahre später wurde man wieder Vizemeister und durfte in der Folge im Messepokal antreten. Auch in der folgenden Saison 68/69 war Hansa wieder international vertreten, musste aber gegen Inter Mailand ausscheiden. Danach schwankten die Leistungen und man rutschte in den nächsten Jahren ins Tabellenmittelfeld ab.

Dies gipfelte im Abstieg im Jahre 1975, dem zweiten in der erweiterten Vereinsgeschichte. In der Folge wurde Rostock zur Fahrstuhlmannschaft. Die DDR-Liga erwies sich als zu schwach, die Oberliga als hartes Pflaster. In der Saison 1980/81 schaffte man endlich wieder den Klassenerhalt im Oberhaus und konnte sich in der Folge im unteren Tabellenfeld halten. 1986 folgte aber der erneute Abstieg, gefolgt vom Wiederaufstieg und dem fünften Einzug ins Pokalfinale. Gestärkt von diesen Erfolgen errang Hansa 1988/89 den vierten Platz und qualifizierte sich für den UEFA-Pokal. Unter Mithilfe von Werder Bremen und einer Ablösezahlung für Axel Schulz von Hertha Berlin musste Rostock im Zuge der Vermarktwirtschaftlichung des Vereins weniger Federn lassen als andere Ostvereine.

Nach 1989

In der letzten Saison der DDR-Oberliga 90/91 konnte der FC Hansa seinen ersten (und den letzten) DDR Meistertitel und auch den FDGB-Pokal gewinnen. Damit qualifizierte man sich für die gesamtdeutsche Bundesliga und den Europapokal der Landesmeister. Nach einem guten Start in die erste Bundesliga-Saison wurde der FCH aber durchgereicht und stieg direkt ab. Zumindest die Roten konnten am 2. Spieltag aber geschlagen werden! In der ersten Europacuprunde scheiterte man am FC Barcelona, konnte das Heimspiel aber mit 1:0 gewinnen. Der direkte Wiederaufstieg gelang 92/93 nicht und man musste einige Jahre im Unterhaus bleiben. Unter Trainer Frank Pagelsdorf konnte zwei Jahre später der Aufstieg realisiert werden und Rostock tauschte mit Dresden den Platz in Liga 1.

Damit brach eine neue Erfolgsära an. Im ersten Jahr konnte man sofort den 6. Platz erringen, verzichtete aber auf den UI-Cup. Der erste gesamtdeutsche Titel wurde dann der DFB-Hallen-Pokal in der Saison 1997/98. Die Leistungen in der Liga pendelten sich in den nächsten Jahren auf eher niedrigem Niveau ein, man erreichte aber 98/99 das Halbfinale des DFB-Pokals. Nach einem kurzen Aufbäumen und Platz 9 in 2003/04 musste der FCH schließlich 2005 nach einer Dekade im Oberhaus die Segel streichen.

Erstes Mal in Liga 3

Nach zwei Jahren gelang der Wiederaufstieg, abermals unter Frank Pagelsdorf. Der Klassenerhalt konnte nicht realisiert werden und man spielte forthin mäßig erfolgreich in Liga 2. In der Spielzeit 09/10 musste die Kogge in die Relegation gegen Ingolstadt und stieg zum ersten Mal in die dritte Leistungsstufe ab. Es gelang postwendend die Rückkehr ins Unterhaus, man musste aber sofort wieder runter. Dies war auch der sehr angespannten Finanzsituation zuzuschreiben, es drohte 2012 die Insolvenz.

Hansa musste sich als in der dritten Liga konsolidieren, verpasste aber stattdessen zum ersten Mal in der Geschichte die Teilnahme am nationalen Pokalwettbewerb. Unter vielen Trainern wurde der Aufstieg in Angriff genommen, wirklich gelingen wollte aber nichts. Der Tiefpunkt war 2015 mit Platz 17 (damals kein Abstiegsrang) die schlechteste Platzierung des Vereinsgeschichte. Die Rückkehr in die 2. Bundesliga erreichte man dann in der Pandemie-Saison 20/21. Getragen von großer Euphorie hielt man sich zwei Spielzeiten im Unterhaus, musste aber in der letzten Saison als Vorletzter absteigen.

Hansa Rostock vereint 28 240 Mitglieder auf die Sparten Fußball, Frauenfußball und Inklusionsmannschaft. Außerdem gibt es wie bei den Löwen auch eine Traditionself. Der Profifußball ist ausgegliedert und ein Minderheitenanteil an Immobilienmillionär Rolf Elgeti verkauft worden. Trotz der Kontroverse um dessen Kandidatur zum Aufsichtsrat scheint das Verhältnis recht harmonisch.

Fanszene

Die aktiven Fans der Kogge stehen zuhause auf der Südtribüne und sind für ihre verrückten Aktionen und Gewaltexzesse bekannt. Diese reichen von Tapezieraktionen in Gästeblöcken, über das Klauen eines Vorsängerpodests bis zu Attacken auf Gästeblöcke und den kürzlich erfolgten Angriff auf den Sonderzug aus Essen. Die “Hansakrieger” sind bekannt für ihre Schlagkräftigkeit, das Faible für fremdes Vereinsklamotten und die umgedrehten Bomberjacken. Auch die Provokationen gegen v.a. St. Pauli (Stichwort Lichtenhagen) sorgten schon für einige Skandale. Gefühlt ist in Rostock alles ein bisschen drüber, im Positiven wie im Negativen.

Verantwortlich für das Alles sind vornehmlich die Gruppen der aktiven Szene. Hauptgruppe sind die 2001 gegründete “Suptras Rostock”. Daneben gibt es noch die “Hansafans Schwerin”, “BOYZ”, “Revolte Rostock 2005”, “Action Connection”, “Plattenbau”, “WOLGASTÄ” (Gruppe aus Wolgast”) und die 2000 gegründeten “Vier Tore Power Neubrandenburg” (VTPNB).

Aktionen

Eine große karitative Aktion der Szene zusammen mit dem Verein ist “Hansa für MV“. Hierbei wird mittels Spenden, Merchandise Verkauf, etc. für die Tafeln in Mecklenburg- Vorpommern gesammelt. Unterstützt wird Spendenaktion u.a. auch vom Dachverband “Südtribüne Rostock” und “Fanszene Rostock”, federführend sind laut Plakat “Suptras” und “Revolte”.

Eine weitere große Kampagne der Szene ist das Crowdfunding zum Erhalt der alten Flutlichtmasten des Ostseestadions. Dies ist notwendig geworden, da die Betriebserlaubnis der Masten im Jahr 2025 erlischt. Eigentlich waren originalgetreue Nachbauten angedacht, doch die Originale sollen jetzt doch stehenbleiben. Zu diesem Zwecke werden und wurden mehrere Aktionen während des ganzen Saison durchgeführt.

Eine Art Umfeldorganisation stellt der Verein “Fanszene Rostock e.V.” dar in dem jedermann gegen Zahlung eines Jahresbeitrags Mitglied werden kann und so die Kurvenarbeit unterstützt. Desweitern ergeben sich daraus Vorteile beim Einkauf von Fanartikeln und Sonderzugfahrten. Auch bei der Aktion zur Erhaltung der Flutlichtmasten war der Verein eingebunden.

Frei nach dem Motto: “Hansa hasst alle, alle hassen Hansa”, sind mir keine Freundschaften der Hanseaten bekannt. Feindschaften gibt es natürlich mit alles und jedem der die Hansazone entern möchte. Besonders aber mit St. Pauli, Hertha Berlin und eigentlich allen Ostvereinen wie z.B. Dresden oder Cottbus.

Auf der Website sind 113 registrierte Fanclubs eingetragen, einer davon sogar in Tansania!

Trivia – Unnützes Wissen

  • Hansas Zuschauerrekord von 58 492 stammt aus einem “Heimspiel” im Berliner Olympiastadion, nach einer Platzsperre in Folge von Ausschreitungen.
  • Das Hansamaskottchen “Rollo” existiert für kurze Zeit, wurde nach dem vorzeitigen Ableben der beiden Kostümträger aber wieder abgeschafft.
  • Eine “Kogge” war einer der wichtigsten Schiffstypen der Hanse. Die Einmaster konnten für ihre Größe bzw. Mannschaftsstärke sehr viel Fracht transportieren.
  • Der Klebstoffhersteller “UHU” war der erste Sponsor des Vereins.

Der 16. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr DSC Arminia Bielefeld – FC Ingolstadt 04
Samstag 14:00 Uhr FC Energie Cottbus – SpVgg Unterhaching
14:00 Uhr SV Sandhausen – SG Dynamo Dresden
14:00 Uhr Hannover 96 II – BV Borussia Dortmund II
14:00 Uhr TSV 1860 München – FC Hansa Rostock
14:00 Uhr FC Erzgebirge Aue – SC Verl
16:30 Uhr VfB Stuttgart II – SV Waldhof Mannheim
Sonntag 13:30 Uhr VfL Osnabrück – Aachener TSV Alemannia 1900
16:30 Uhr 1. FC Saarbrücken – Rot-Weiss Essen
19:30 Uhr SV Wehen Wiesbaden – FC Viktoria Köln

 

Löwenrunde: Rätselraten um den Kapitän

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Giannikis: "Spiel schnell abhaken"
Giannikis: "Spiel schnell abhaken"

Am Samstag um 14:03 Uhr empfangen die Münchner Löwen den FC Hansa Rostock auf Giesings Höhen. Wie berichtet fehlen dabei Jesper Verlaat, der sich im Training verletzt hat, und Thore Jacobsen, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Bei der Löwenrunde eröffnete Trainer Giannikis das Rätselraten um den Kapitän. “Es wird ein Feldspieler sein”, verriet der Coach des TSV 1860

Rätselraten um den Kapitän mit vier Optionen

Einen Torhüter hatte Giannikis bereits vor der Saison als Kapitän ausgeschlossen und zwar aufgrund der neuen Sprachregelung gegenüber dem Schiedsrichter. Nun fehlen mit Verlaat und Jacobsen der erste und der zweite Kapitän. In Frage kommen als die Kicker aus dem Mannschaftsrat. Marco Hiller fällt als Keeper weg, bleiben also Kloss, Schröter, Reinthaler oder Hobsch. Wer die Löwen also am Samstag mit der Binde auf den Rasen führen wird, bleibt offen.

Verlaat “ein herber Verlust”

Der Ausfall von Verlaat sei für seine Mannschaft “ein herber Verlust”, sagte Giannikis. Im Bezug auf Jacobsen erklärte er: “Gelb-Sperren gehören dazu. Wir müssen unsere Aufgaben erfüllen und haben mit Frey und Kloss zwei sehr gute Spieler auf dieser Position”. Für Verlaat wird wohl Schifferl beginnen. “Er bringt die Größe und Intensität mit”, sagte der Löwen-Coach. Größere taktische Umstellungen habe er nicht geplant, erläuterte der Franke auf Rückfrage von sechzger.de: “Wir kommen aus drei Spielen mit sieben Punkten. Wir passen von Woche zu Woche Dinge an, aber es wird keine großen Umstellungen geben.”. Ob Hobsch (“Er ist ein wichtiger Spieler”) von Beginn an oder wie in Aachen von der Bank kommen wird, ließ Giannikis offen. Fehlen werden zudem Bangerter, Danhof und Philipp.

Ein Auge auf dem Nachwuchs

Über gute Leistungen in der U21 hatte sich zuletzt Muteba empfohlen. “Er hat auf seiner Position große Konkurrenz. […] Für junge Spieler wie ihn ist es wichtig, dass sie Spielzeit (in der U21) bekommen.”, erklärte der Sechzger-Chefanweiser. In den letzten Wochen nutzten die Löwen aktuell immer wieder die Möglichkeit, Spieler aus der U19 und der U21 im Training zu den Profis hochzuziehen. “Wir haben talentierte Jungs und wollen sie heranführen. Deshalb bauen wir sie zu Beginn der Woche mit ein. Wir wollen uns ein Bild machen und sind offen für diese Spieler”, erklärte Giannikis.

Inhaltlich auf Rostock vorbereitet

Man habe sich inhaltlich auf das Traditionsduell mit Rostock vorbereitet. “Das Spiel wird hochintensiv sein”, sagte Giannikis und fügte an: “Der Gegner hat eine höhere Qualität, als es er Tabellenplatz aussagt. Bei Rostock geht die Tendenz, wie bei uns, nach oben”. Ob man zu Hause oder auswärts spiele, mache in der engen Liga keinen großen Unterschied. “Es ist alles so eng beisammen, das gleich sich aus”, sagte Giannikis. Dennoch freuen sich die Löwen auf den Support ihrer Fans im ausverkauften Grünwalder Stadion und auch der Gästeblock wird mit Anhängern aus dem hohen Norden ausverkauft sein.

“Das ist ein Männersport”

Von sechzger.de angesprochen auf die Verwarnung gegen Wolfram, der bereits zum dritten Mal nach einem harten Einsteigen in der Schlussphase Gelb sah und kurz vor einer Sperre steht, erklärte der Trainer: “Es war ein hitziges Spiel in Aachen, das ist ein Männersport. Wir sind in der Liga bei den Gelben Karten nicht ganz vorne und müssen uns auch wehren.”.

Giannikis verspürt keine fehlende Euphorie

Auf die Frage von sechzger.de, ob ihm nach sieben Punkten aus drei Ligaspielen die Euphorie fehle, verneinte Giannikis. “Ich bin fokussiert auf die Arbeit mit dem Team. Wir haben viele Themen und haben zuletzt eine Stabilisierung durchlaufen. Es ist eine Entwicklung, die wir uns in den letzten zwölf Spielen erarbeitet haben. Wir können Rückstände aufholen, können Tore schießen und sind auf einem guten Weg”, sagte der Übungsleiter des TSV 1860 weiter.

Keine Probleme mit physischen Mannschaften

Angesprochen darauf, dass sein Team zuletzt immer wieder Probleme mit physisch agierenden Teams hatte erklärte Giannikis: “Aachen ist mit viel Euphorie in das Spiel gegangen, wir waren früh 0:1 zurück. Da braucht es etwas Zeit, um ins Spiel reinzufinden. In Sandhausen war das ähnlich. Wir sind in der Lage, uns aus solchen Drucksituationen zu befreien und haben die Körner, um dann noch zuzulegen”.

Rostock kommt mit robustem Kader

Über den morgigen Gegner erklärte der Franke, Rostock habe “einen robusten Kader”. “Sie haben Körperlichkeit im Kader und sie hatten einen Trainer-Wechsel. Wir haben ihre Spielweise analysiert”, ergänzte Giannikis. Sein Kollege Daniel Brinkmann, der bei der Kogge an der Seitenlinie stand, sei ihm bis dato unbekannt.

Spiel bei uns im Live-Ticker verfolgen

Damit seid ihr bestens vorbereitet auf das morgige Match. Alle Infos zur Rostocker Pressrunde vor dem Spiel folgen am späten Nachmittag. Verfolgen könnt ihr das Match natürlich wieder bei uns im Live-Ticker. Zudem übertragen das Bayrische Fernsehen und MagentaSport live.