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Fragwürdige Polizeidatenbank: Fast jeder fünfte “Gewalttäter Sport” ist gar kein Gewalttäter

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Gewalttäter Sport

Fußballfans in Deutschland stehen oft unter Generalverdacht – das ist für Löwen-Fans vor allem bei Auswärtsfahrten keine neue Erkenntnis. Eine exklusive Recherche des Tagesspiegels untermauert nun mit erschreckenden Zahlen, wie fehlerhaft die berüchtigte Datei “Gewalttäter Sport” (DGS) wirklich ist. Das Ergebnis: Viele Fans landen in der Kartei, ohne jemals eine Straftat begangen zu haben.

Die nackten Zahlen: Prävention statt Straftat

Die Debatte um die Sicherheit in deutschen Stadien kocht regelmäßig hoch. Ob Pyro-Einsatz oder Fan-Konflikte – die Politik reagiert schnell mit Rufen nach härteren Maßnahmen. Doch die Grundlage für diese Repressionen, die Datei “Gewalttäter Sport”, steht nun massiv in der Kritik. Wie eine Anfrage der Linksfraktion an das Bundesinnenministerium ergab, waren mit Stand März 2026 bundesweit 6.429 Personen in der Datei gespeichert. Die meisten Speicherungen entfallen auf Nordrhein-Westfalen (2.575), gefolgt von der Bundespolizei (978).

Das Problem: Der häufigste Grund für einen Eintrag ist zwar Landfriedensbruch, doch direkt danach folgen bereits Speicherungen, die keinerlei Straftat zugeordnet sind. Fast jeder fünfte Eingetragene landete in der Liste, weil lediglich eine “Identitätsfeststellung zur Verhinderung anlassbezogener Straftaten” stattfand.

“Gewalttäter Sport”: Ohne Verurteilung in die Kartei

Jan Köstering, Innenexperte der Linken, kritisiert gegenüber dem Tagesspiegel deutlich: “Wer in Deutschland Fußball schaut, kann in einer Polizeidatei landen, ohne überhaupt etwas Strafbares getan zu haben.” Oft reicht eine bloße Anzeige oder gar die Anwesenheit bei einer politischen Demonstration aus, um als “Gewalttäter Sport” abgestempelt zu werden.

Dabei hat ein Eintrag gravierende Folgen für den Alltag der Fans – auch abseits des Spieltags. Betroffene müssen bei Auslandsreisen mit intensiven Kontrollen und Schikanen an den Grenzen rechnen, selbst wenn sie nie von einem Gericht verurteilt wurden.

Paradoxe Sicherheitspolitik: Weniger Verletzte, mehr Repression

Besonders brisant: Die offiziellen Zahlen des Innenministeriums belegen, dass die Zahl der Verletzten in den ersten drei Ligen im vergangenen Jahr um etwa 17 Prozent zurückgegangen ist. Trotz dieser positiven Entwicklung drängen die Innenminister der Länder auf der kommenden Konferenz in Hamburg auf weitere Verschärfungen. Diskutiert werden unter anderem:

  • Personalisierte Eintrittskarten
  • Biometrische Identifikationssysteme (Gesichtserkennung)

Köstering warnt davor, die Stadien als “Versuchslabore für immer neue repressive Maßnahmen” zu missbrauchen. Während die Gewalt faktisch abnimmt, wird die Überwachung der Kurven massiv ausgebaut.

Was bedeutet das für uns?

Für die aktive Fanszene von 1860 München und alle Stadionbesucher zeigt dieser Bericht einmal mehr, wie willkürlich die Erfassung in Polizeidatenbanken erfolgen kann. Die Datei “Gewalttäter Sport” bleibt ein intransparentes Instrument, das den Rechtsstaat oft umgeht und Fans kriminalisiert, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen.

sechzger.de Talk 259: 0:0 in Saarbrücken, vor Ulm

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sechzger.de Talk Folge 259 Unentschieden gegen den 1.FC Saarbrücken und Vorschau TSV 1860 München - SSV Ulm

Gott sei Dank haben wir für den sechzger.de Talk 259 zwei externe Teilnehmer gefunden, die sich am Wochenende auf den Weg ins Saarland gemacht haben und somit ihre unterschiedlichen Eindrücke vom Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken hier schildern. Marco – schon häufiger zu Gast bei uns – und Lukas – bei seiner Premiere – unterstützen die beiden Nicht-Auswärtsfahrer Thomas Spiesl und Christian. Aber natürlich nicht nur bei der Behandlung des torlosen Remis der Löwen, sondern auch bei allen anderen Themen, die besprochen werden.

0:0 in Saabrücken

Mit Bus und Bahn haben sich unsere beiden heutigen Gäste auf den Weg nach Saarbrücken gemacht und rein sportlich hat sich der Aufwand ja leider weniger gelohnt. Nur wenige Tormöglichkeiten für 1860, keine Tore, … Das war nach dem Lichtblick gegen Regensburg – den allerdings auch nicht jeder der in der heutigen Runde versammelten als solchen wahrgenommen hat – schon etwas ernüchternd. Wenigstens gibt es den akustisch sehr stimmungsvollen Auftritt des Gästeblocks, eine schöne Schal-Choreo zu Beginn (mit einem tollen positiven Signal für einen erkrankten Löwenfan) und die Kulinarik als positive Aspekte der Auswärtsfahrt zu besprechen. So beschäftigt sich die Runde doch wieder ganz schön lang mit dem letzten Auswärtsspiel.

Schnellraterunde

Umso schneller wird dafür heute die obligatorische Schnellraterunde absolviert, die auch Fragen zu den derzeit so erfolgreichen Amas des TSV 1860 enthält. Thomas Spiesl hat sich wieder einmal Gedanken gemacht, wurde dabei – wie er verrät – vom Kollegen FloBu unterstützt und verlangt den drei anderen Teilnehmern am sechzger.de Talk 259 einiges ab.

Vorschau Ulm

Gegen den designierten Absteiger treten die Löwen am kommenden Samstag Nachmittag auf Giesings Höhen an. Der SSV Ulm ist mit aktuell sechs Punkten Rückstand auf den 1. FC Saarbrücken wohl nicht mehr zu retten. Dass der eine oder andere Teilnehmer am Talk 259 eigentlich andere Clubs aus dem Tabellenkeller als Absteiger bevorzugen würde, und auch welche, behandelt die Runde ebenso, wie die Statistik des Duells zwischen Spatzen und Löwen. Auf Ergebnisprognosen wurde verzichtet. Geht ja nur noch um die goldene Ananas. Oder doch um Kohlrabi?

Der sechzger.de Talk 259 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Vor dem Spiel durch Giesing spazieren

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Vor dem Spiel durch Giesing spazieren

Vor dem Spiel durch Giesing spazieren und dann ab auf die Tribüne: möglich macht das der Stadtteilspaziergang.
Zwei Heimspiele gegen Ulm (25. April) und Ingolstadt (9. Mai) stehen für die Löwen in der aktuellen Saison noch aus, dann geht es in die Sommerpause. Die Freunde des Sechzgerstadion laden jeweils davor wieder zum Stadtteilspaziergang ein. Anmelden kann man sich unter spaziergang@gruenwalder-stadion.com!

Stadionführung im Grünwalder ist inklusive

Die Führung beginnt wie üblich um 9 Uhr am alten Vereinsheim der Löwen in der Auenstraße 19. Sie beinhaltet eine kurze Führung durch die Haupttribüne des Grünwalder Stadions. Die Route führt von der Auenstraße über den Schyrenplatz, Birkenau, den Hans-Mielich-Platz, die Lederfabrik, das Stadion, den Grünspitz, die Giesinger Kirche, die Feldmüllersiedling und den Alpenplatz. Der Höhepunkt ist dabei sicherlich eine Stadionführung durch das leere Grünwalder. Gegen 12:30 Uhr endet der Spaziergang, man ist also pünktlich zum jeweiligen Heimspiel auf dem Platz..

Begrenzte Teilnehmerzahl – Schnell sein lohnt sich

Schnell sein lohnt sich, denn die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Es wird keine Teilnahme-Gebühr verlangt, jeder kann geben, so viel es ihm wert ist. Diese Spenden gehen komplett an die Abteilung Vereinsgeschichte oder das NLZ. Freut Euch auf einen spannenden Vormittag im schönsten Stadtteil Münchens.

 

Freunde des Sechz’ger Stadions e.V. – https://gruenwalder-stadion.com

Gelungenes Heimdebüt: Cricket Löwen stürmen an Tabellenspitze

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Die im Januar neu gegründete Cricket-Sparte des TSV 1860 München setzt ihren Erfolgskurs fort. Nach dem knappen Auftaktsieg gegen Moosburg in der Vorwoche feierten die Cricket Löwen am vergangenen Wochenende ein erfolgreiches Heimdebüt auf dem Gelände der Sportschule Oberhaching. Gegen den SV Lohhof setzten sich die Sechzger deutlich durch.

Cricket Löwen mit dominanter Offensive

Bereits in der ersten Spielhälfte legten die Löwen mit dem Schläger den Grundstein für den Erfolg. Das Team erarbeitete sich beeindruckende 290 Runs. Maßgeblichen Anteil an diesem Ergebnis hatten Nizamul und Istiaq, die jeweils 91 Runs erzielten. Istiaq wurde für seine Leistung im Anschluss als “Most Valuable Player” (MVP) der Partie ausgezeichnet.

Defensivstärke sichert den Kantersieg

Auch in der Defensive (Fielding und Bowling) präsentierte sich der TSV 1860 konzentriert. Es gelang, den SV Lohhof konstant unter Druck zu setzen und bei lediglich 129 Runs zu halten. Mit einem Vorsprung von 161 Runs verbuchten die Löwen damit einen souveränen Sieg, der die taktische Geschlossenheit der neu formierten Mannschaft unterstrich.

Aufstiegskurs nach zwei Spieltagen

Mit zwei Siegen aus zwei Partien übernimmt der TSV 1860 München vorerst die Tabellenführung. Damit unterstreicht die Sparte bereits früh in ihrer Premierensaison die Ambition, um den Aufstieg mitzuspielen. Das nächste Kapitel der noch jungen Spartengeschichte verspricht nach diesem Saisonauftakt bereits jetzt viel Spannung für die kommenden Wochen.

Mit zwei Siegen starteten die Cricket Löwen in die Saison

Sechzig um sieben: Haugen zu Dresden?

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Sechzig um Sieben von sechzger.de für den TSV 1860 München

Die Saison 25/26 befindet sich auf der Zielgeraden. Damit nehmen wie üblich die Spekulationen über mögliche Transfers an Fahrt auf. Mittendrin der TSV 1860 München, dessen Top-Stümer Sigurd Haugen aktuell wohl von Dynamo Dresden umworben ist.

Haugen bei Dresden auf der Liste?

Mit bislang 14 Toren machte Sigurd Haugen viel Werbung in eigener Sache in der laufenden Saison. Seine guten Leistungen machen den Norweger natürlich für andere – sogar höherklassige Vereine interessant. So soll Haugen aktuell von Holstein Kiel und Dynamo Dreesden umworben sein. Ob der Maskenmann auch nächste Saison in Giesing auf Torejagd gehen wird?

Schifferls solide Abwehrleistung belohnt

Thomas Dähne und Raphael Schifferl waren nach einhelliger Meinung beim 0:0 in Saarbrücken die besten Löwen. Das sah auch das Fachmagazin kicker so und berief Schifferl in die “Elf des Tages”. Schifferl wurde erstmals in dieser Saison in den illsutren Kreis aufgenommen.

Kartenverkauf für Toto-Pokalfinale ab heutre Mittag

Die Karten für das Toto-Pokal-Finale bei Kickers Würzburg am 23.05. gehen heute in den Verkauf. Die Karten werden über eine Gästefanshop auf der Website der Gastgeber verkauft. Wann es losgeht, ist ein wenig unklar. Während 1860 auf der Homepage kommunizierte, dass es um 12:00h los geht, bekommt man nach Log-In im Ticketshop 13:00h als Vorverkaufsbeginn angezeigt. Mal schauen, wann es dann wirklich los geht…

sechzger.de Talk 259 geht online

Moderator Christian bespricht mit seinen Gästen Lukas, Marco und Thomas das schmucklose Spiel der Löwen in Saarbrücken. Wie immer hat Thomas die beliebte Schnellraterunde zum Thema SSV Ulm vorbereitet und der Blick voraus auf das Spiel gegen die Spatzen darf natürlich auch nicht fehlen. Den Talk findet Ihr wie gewohnt auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen, wie:

News aus der dritten Liga

Alle Drittlisten erhalten Zweitliga-Lizenz

Neben 1860 beantragten 12 Vereine aus der dritten Liga die Lizenz für die zweite Liga. Keinem der Bewerber wurde von der DFL eine Absage erteilt, wobei einige (bisher nicht bekannte) Bewerber nur unter Auflagen und Nachbesserungen die Lizenz erhalten werden. Die Geschäftsführung von 1860 muss sich mit den Nachbesserungen bekanntermaßen nicht beschäftigen und kann sich stattdessen mit der Zusammenstellung eines Drittligakders für die Saison 26/27 beschäftigen.

Wollitz boykottiert Medien

Rund um den spektakulären 5:3-Sieg von Energie Cottbus gegen Rot-Weiss Essen boykottierte Cottbus-Trainer Pele Wollitz die Medien. Auslöser war eine alltägliche Frage nach der Cottbusser Niderlage in Osnabrück, die Wollitz offenbar derart in Rage brachte, dass er weder MagentaSport die üblichen Interviews vor und nach dem Spiel gab noch sinnvolle Antworten auf der Pressekonferenz gab.

Männel will nach Abstieg in Aue bleiben

Rechnherisch ist Erzgebirge Aue noch nicht abgestiegen, aber realistische Chancen auf den Klassenerhalt haben die Schachter nicht mehr. Da müssen die Weichen für die kommende Saison in der Regionalliga gestellt werden. Torwart Martin Männel stellte nun klar, dass er auch eine Klasse tiefer gerne das Trikot der Auer tragen würde.

Damit geht Ihr gut informeirt in diesen Dienstag! Viel Glück beim Kartenlotto für das Toto-Pokal-Finale nachher!

Sigurd Haugen ein Kandidat bei Dynamo Dresden?

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sigurd haugen 1860

14 Tore hat Sigurd Haugen in der laufenden Spielzeit in der 3. Liga für den TSV 1860 erzielt und entpuppte sich damit als offensive Lebensversicherung der Löwen. Durch seine Leistungen hat Haugen nun offenbar das Interesse von Zweitligist Dynamo Dresden auf sich gelenkt.

Dynamo Dresden mit Interesse an Sigurd Haugen?

Während die Löwen auch in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen werden, haben die Sachsen gute Chancen, der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zu schaffen. Im Hinblick auf die kommende Spielzeit hat Dynamo wohl ein Auge auf den norwegischen Stürmer des TSV 1860 geworfen. Geschäftsführer Manfred Paula verwies auf den Haugens laufenden Vertrag, es sei aber “klar, dass ein Stürmer mit dieser Quote Begehrlichkeiten weckt”.

Neben Dynamo Dresden soll auch Holstein Kiel ein Auge auf den 29-jährigen Angreifer geworfen haben, der kürzlich jedoch zu Protokoll gab:

“Ich habe Vertrag und bin sehr motiviert, mit dem Club etwas aufzubauen.”

Dass dies angesichts der finanziellen Situation des TSV 1860 schnell zur Makulatur werden kann, dürfte klar sein. Als Ablöse stünde wohl ein Betrag im mittleren sechsstelligen Bereich im Raum.

Titelbild: CR-Fotos

Nach 0:0 in Saarbrücken: Schifferl in kicker “Elf des Tages”

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schifferl 1860

Er war der Turm in der Schlacht beim 0:0 in Saarbrücken: Abwehrchef Raphael Schifferl wurde vom kicker in die “Elf des Tages” berufen. Für den Österreicher war es die erste Nominierung in der laufenden Saison.

Raphael Schifferl in kicker “Elf des Tages”

Durch den Ausfall von Max Reinthaler rückte Raphael Schifferl mal wieder ins Abwehrzentrum und zeigte eine herausragende Leistung. Wann immer es gefährlich zu werden drohte, warf sich der 26-Jährige dazwischen und betrieb Eigenwerbung in Sachen Vertragsverlängerung. Die Note 1,5 durch den kicker verdiente sich der Österreicher jedenfalls redlich.

Thomas Dähne wurde vom Sportmagazin mit einer 2,0 bedacht, alle anderen bewerteten Spieler kamen mit Noten zwischen 3,0 und 5,0 (Haugen) davon.

Die Spieltagself im Überblick

Stahl (Schweinfurt) – Kölle (Ulm), Bichsel (Saarbrücken), Lührs (Hoffenheim II), Schifferl (1860) – Bulic (Duisburg), Kother (Duisburg), Cigerci (Cottbus), Gindorf (Aachen) – Arweiler (Verl), Lobinger (Duisburg)

Giesinger Gedanken: Anspruch und Wirklichkeit

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Stuhl 60 Sitzreihe Grünwalder Stadion TSV 1860 München

Vier Spieltage vor dem Saisonende steht der TSV 1860 München neun Punkte hinter dem Relegationsplatz. Angesichts dieser Tabellensituation von einer existenziellen Krise zu sprechen, wäre verfehlt. Es ist vielmehr eine tiefgreifende sportliche Ernüchterung – insbesondere vor dem Hintergrund, dass weite Teile des Umfelds und der medialen Begleitung die Löwen vor der Saison als automatischen Aufsteiger gehandelt hatten. Die Diskrepanz zwischen der sommerlichen Euphorie und der tabellarischen Realität im Frühjahr ist eklatant. Anspruch und Wirklichkeit liegen mal wieder meilenweit auseinander.

Euphorie des Sommers: Anspruch und Wirklichkeit

Rückblickend war der Sommer 2025 von einer enormen Erwartungshaltung geprägt. Die Rückholaktionen namhafter Akteure wie Kevin Volland und Florian Niederlechner sorgten für Aufbruchstimmung. Im Zentrum der medialen Berichterstattung stand dabei der damalige Sportgeschäftsführer Dr. Christian Werner, der sich für die Zusammenstellung “seines” Kaders feiern ließ.

Dass eine Ansammlung prominenter Namen jedoch nicht automatisch ein funktionierendes Kollektiv ergibt, war bereits frühzeitig absehbar. Am 2. September 2025 – der TSV 1860 stand nach vier Spieltagen mit zwei Siegen und zwei Unentschieden auf dem dritten Tabellenplatz – äußerte ich in Folge 182 des Podcasts “Giesinger Bergfest” deutliche Kritik an der Kaderstruktur. Die Reaktion des Hosts Alexander Augustin dokumentiert, wie sehr diese Skepsis damals im Kontrast zur allgemeinen Stimmung stand:

“Harte Meinung, ich hab es am Anfang für Sarkasmus gehalten, aber der Bene meint das wirklich bierernst. Die Kritik, dass der Kader falsch zusammengestellt ist, würde ich auf keinen Fall teilen.”

Aus heutiger, nüchterner Perspektive betrachtet, haben sich die damals formulierten Bedenken jedoch als die zentralen Problemfelder der Saison erwiesen.

Strukturelle Defizite in der Kaderplanung

Die mangelnde sportliche Durchschlagskraft lässt sich auf klare, handwerkliche Fehler in der Kaderzusammenstellung zurückführen:

  • Mangelnde Balance der Mannschaftsteile: Einem deutlichen Überangebot im defensiven Mittelfeld und auf den Innenverteidigerpositionen stand eine eklatante Unterbesetzung auf den offensiven Außenbahnen sowie in der kreativen Zentrale gegenüber.
  • Fehlende Zuarbeit: Mit Volland und Niederlechner sowie zwei weiteren Angreifern verfügte man zwar über vier Topstürmer, jedoch fehlte das Personal, um diese Spieler mit der nötigen Schnelligkeit und Kreativität adäquat zu bedienen. Dynamik wurde im Sommer abgegeben und nicht nachbesetzt. Volland muss sich im Mittelfeld aufarbeiten und fehlt auf der Position, auf der seine große Stärke liegt.
  • Hohes Risikoprofil: Es wurden Spieler mit beeindruckenden Lebensläufen verpflichtet, deren Verletzungshistorie jedoch Fragen aufwarf. Retrospektiv drängt sich der Verdacht auf, dass München für einige Akteure nur deshalb eine Option war, weil andere Vereine aufgrund der gesundheitlichen Prognosen abgewunken hatten.

Die Altlasten der Ära Werner

Dass Dr. Werner am 28. September 2025 freigestellt wurde, war die logische Konsequenz. Ihm wurde laut diversen Medienberichten nicht nur die unrunde Kaderplanung angelastet, sondern auch die Vorgabe einer taktischen Ausrichtung mit Dreierkette, die sich für die 3. Liga als wenig tauglich erwies.

Erschwerend kam hinzu, dass der Kader mit 33 Spielern weit über dem Ligadurchschnitt lag. Diese quantitative Überladung war der Hauptgrund dafür, dass die neue sportliche Führung um Manfred Paula und Trainer Markus Kauczinski im Wintertransferfenster nicht tätig werden konnte. Die finanziellen und strukturellen Kapazitäten waren schlichtweg blockiert.

Trainer Markus Kauczinski ist in dieser Analyse ausdrücklich von Vorwürfen auszunehmen. Unter den gegebenen Umständen hat er punktemäßig das Optimum aus einem Kader herausgeholt, dem es grundlegend an Spielstruktur fehlt.

Perspektive: Das NLZ als Fundament für die Zukunft

Ihre eigentliche Bewährungsprobe müssen Kauczinski und Paula nun in der kommenden Sommertransferperiode ablegen. Die vorgegebene strategische Ausrichtung bietet dabei Grund für einen vorsichtigen Optimismus.

Das Konzept, den Kader merklich zu verjüngen und verstärkt auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) zu setzen, ist der richtige Schritt. Die Mannschaft muss flexibler, schneller, kreativer und mit einer gewissen Unbekümmertheit agieren, um weniger ausrechenbar zu sein. Wenn Sean Dulic nach seiner Verletzung wieder vollständig fit ist, bildet er gemeinsam mit Talenten wie Fassmann und Althaus sowie dem erfahrenen Volland einen Kern aus dem eigenen Nachwuchs. Diese Achse hat das Potenzial, im kommenden Jahr zu den zentralen Leistungsträgern zu avancieren.

Mit Steffen Winter als neuem NLZ-Leiter und Stefan Lex in der wichtigen Funktion als Bindeglied zwischen der Jugend und den Profis ist der Verein administrativ professionell aufgestellt. Diese klare Fokussierung auf nachhaltige Werte und die eigene Identität lässt mich deutlich positiver in die kommende Saison blicken, als es die mediale Euphorie des vergangenen Sommers jemals konnte.



Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

20.04.1985: TSV 1860 siegt in der Bayernliga knapp in Bamberg

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Saison 84/85 Schmitz Karl Löbmann TSV 1860

Platz 11 in der Bayernliga – hinter Vereinen wie dem TSV Ampfing, dem VfL Frohnlach, der SpVgg Landshut oder dem ESV Ingolstadt. Die Saison 1984/85 war nun wirklich ein Glanzpunkt in der Historie der Löwen. Trotz namhafter Spieler wir Löbmann, Korus, Hillringhaus, Schönwetter und Beer blamierte sich Sechzig regelmäßig und war im grauen Mittelfeld des Amateurfußballs angelangt. Immerhin gelang dem TSV 1860 heute vor 41 Jahren ein Arbeitssieg in Bamberg.

Fußball in Bamberg

Der 1. FC 01 Bamberg existiert bereits seit 2006 in der Form nicht mehr, sondern fusionierte 2006 mit dem TSV Eintracht zum 1. FC Eintracht Bamberg. Diesem Konstrukt war jedoch nur eine kurze Lebensdauer beschieden. Bereits vier Jahre nach seiner Gründung stellte der Verein wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung im Mai 2010 einen Antrag auf Insolvenz. Zur Sicherung des Sportbetriebes wurde als Nachfolgeverein der FC Eintracht Bamberg gegründet, der den Platz in der Bayernliga übernahm.

Doch zurück ins Jahr 1985: Damals spielte der 1. FC 01 Bamberg noch drittklassig und empfing heute vor 40 Jahren den TSV 1860 im Städtischen Stadion. Zwar befanden sich die Oberfranken schon damals aufgrund der Errichtung des neuen Klubhauses in finanzieller Schieflage, sportlich lief es jedoch noch einigermaßen. Die Spielzeit 1984/85 schloss man auf Platz 14 ab, erst ein Jahr später folgte der Abstieg. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass viele Spieler aufgrund der wirtschaftlichen Situation den Verein verlassen hatten und Bamberg mit einer halben Jugendmannschaft antrat.

1860 und Bamberg treffen per Elfmeter

Am 20.04.1985 erwischte der TSV 1860 in Bamberg einen Traumstart. Bereits in der 3. Minute brachte Helmut Schmitz, als Libero bester Torschütze der Löwen, seine Farben per Elfmeter in Führung. Das beruhigte die Nerven zunächst einmal und das war auch dringend nötig, denn nach der 1:3-Heimniederlage gegen den ESV Ingolstadt in der Woche zuvor musste man sich in Giesing realistisch mit dem Abstieg in die Landesliga beschäftigen.

Nach einer guten halben Stunde kehrte die Nervosität jedoch zurück, denn Geier glich – ebenfalls per Elfmeter – für die Oberfranken aus. Die 2.400 Zuschauer witterten, sofern sie es mit dem Gastgeber hielten, Morgenluft und hofften auf die große Überraschung.

Leitl mit dem Siegtor für Sechzig

Die Löwen taten sich schwer, agierten alles andere als souverän und gingen doch wieder in Führung. Reiner Leitl traf in der 65. Minute für den TSV 1860 und sorgte letztendlich für den wichtigen Auswärtssieg der Mannschaft von Wenzel Halama. Zwar bekam Goldstein in der 89. Minute noch eine Zeitstrafe aufgebrummt, doch die Oberfranken konnten die kurzzeitige Überzahl nicht mehr zum neuerlichen Ausgleich nutzen.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Wenzel Halama, nach Bernd Patzke, Octavian Popescu und Erich Beer übrigens schon der vierte Übungsleiter in der Spielzeit 84/85, setzte in Bamberg auf folgende Elf des TSV 1860.

Hillringhaus – Goldstein, Seidel, Schmitz, Gebele – Seider, Karl (60. Kalchschmid), Bauer, Adrion, Leitl – Löbmann (83. Brauer)

Tore:
0:1 Schmitz (3., Elfmeter), 1:1 Geier (32., Elfmeter), 1:2 Leitl (65.)

Zeitstrafe:
Goldstein (89.)

Die statistischen Daten wurden dem Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys entnommen.

Fotogalerie zu 1. FC Saarbrücken – TSV 1860 München

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fotogalerie 1 fc saarbrücken

Spielerische Magerkost gab es am Samstagnachmittag im Ludwigsparkstadion zu sehen. Mit dem 0:0 im Saarland konnten die Löwen zwar immerhin einen Punkt ergattern, schön anzusehen war das jedoch nicht. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die besten Impressionen vom Auswärtsspiel des TSV 1860 München in Saarbrücken.

Fotogalerie zu 1. FC Saarbrücken – TSV 1860 München

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben. Darüber hinaus könnt Ihr uns auch auf Instagram oder mittels der sechzger.de App (Android & iOS) folgen!