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Sechzig@18:60 – Taktiktafel + kicker-Elf des Tages + eSports

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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und so bereiten sich Michael Köllner und seine Mannschaft bereits auf den bevorstehenden Auftritt bei Hansa Rostock vor. Nach dem heutigen trainingsfreien Tag gehts morgen wieder richtig los, um die lange Reise an die Ostsee am Samstag mit drei Punkten krönen zu können.

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Heute haben wir jedoch nochmal zurück geblickt auf den deutlichen 4:1-Heimsieg gegen den VfB Lübeck. In unserer beliebten Rubrik TAKTIKTAFEL könnt Ihr nachlesen, wie die Löwen und die Gäste taktisch agiert haben und wieso der Löwensieg zwar verdient war, aber eventuell doch etwas zu hoch ausfiel.

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Auch Lübeck-Trainer Rolf Landerl haderte nach der Partie ob der vermeintlich vorentscheidenden Situation. Statt 1:2 stand es plötzlich 2:1 für die Löwen und das Match nahm einen für den VfB unheilvollen Verlauf. Uns soll es natürlich recht sein…

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Dem kicker blieb die alles in allem doch beeindruckende Leistung des TSV 1860 München nicht verborgen und so wurden mit Stefan Lex, Richard Neudecker und Marius Willsch gleich drei Löwen in die Elf des Tages berufen. Letzterer sahnte gar die Auszeichnung zum Spieler des Spieltags ab. Wir gratulieren recht herzlich!

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Doch nicht nur auf dem Rasen gibt es bei den Löwen derzeit ordentlich Grund zum Jubeln, sondern auch an der Konsole: Das eSports-Team PENTA1860 feierte mit dem 1:0 gegen Cowana Gaming den elften Sieg in Folge und grüßt ebenfalls von der Tabellenspitze. Weiter so!

[dt_gap height=”10″ /]Screenshot: https://www.instagram.com/stories/tsv1860muenchenev/2418261709910674628/

kicker-Elf des Tages mit drei Löwen

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Gleich drei aktuelle Löwenspieler finden sich in der kicker-Elf des Tages der vierten Spielrunde der 3. Liga wieder: Neben Richard Neudecker und Stefan Lex wurde auch Marius Willsch nominiert, der sogar zum “Spieler des Tages” gekürt wurde. Herzlichen Glückwunsch – eine verdiente Auszeichnung für die herausragenden Leistungen, wobei man eigentlich der kompletten Truppe samt Trainerstab ein großes Lob zollen muss.

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Mit Aaron Berzel (Türkgücü München) und Yannick Stark (Dynamo Dresden) sind zwei weitere Ex-Löwen in der Top-Mannschaft des Spieltages vertreten. Sercan Sararer (TGM), der bisher an allen Spieltagen zum besten Akteur der Runde benannt worden war, ging diesmal komplett leer aus.

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VfB Lübeck unter Wert geschlagen

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Versprochen, das ist nun wirklich der letzte ausführliche Artikel zum 4:1-Sieg der Löwen am Wochenende gegen den VfB Lübeck. In unserer Taktiktafel analysiert Bernd Winninger einmal mehr professionell den Spielverlauf und gibt auch statistische Einblicke zum Heimsieg des TSV 1860 gegen die Gäste aus Norddeutschland. Deren Trainer Rolf Landerl hat sich nun bei liga3-online ebenfalls zu Wort gemeldet und hadert immer noch über den für den VfB so unglücklichen Spielverlauf.

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Insbesondere das 2:1 durch Mölders gilt für den Österreicher als Knackpunkt. Für die Lübecker war dieser Nackenschlag alles andere als leicht zu verkraften, wie Landerl auf der Pressekonferenz nach Spielende befand. Immerhin sei “die halbe Mannschaft noch im Jubeln” gewesen, während unser Routinier auf der Gegenseite die Weichen auf Löwensieg stellte.

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Insgesamt hinterließen die Gäste einen sehr positiven und sympathischen Eindruck in Giesing und wurden unter Wert geschlagen. Wir wünschen dem VfB für die restliche Saison (mit Ausnahme des Rückspiels natürlich) alles Gute und viel Erfolg und möchten an dieser Stelle noch deren Busfahrer grüßen, der sich sogar kurz im Löwenstüberl blicken ließ und sich mit den anwesenden Fans unterhielt.

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TAKTIKTAFEL – Die Analyse vom Heimsieg gegen Lübeck

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Wie erwartet spielte der VfB Lübeck am Samstag ein 3-5-2 offensiv-System. Entgegen meiner Erwartungen traten sie aber auch so auf. 3-5-2 offensiv mit hohem Gegenpressing ab der ersten Minute des Spiels. So konnte der TSV 1860, der im vertrauten, variabel angelegten 4-1-4-1-System antrat, zu Beginn nie – wie gewohnt – beruhigt aus der Defensive heraus mit kurzen Pässen agieren. Heranarbeiten an den Strafraum des Gegners war für Sechzig zu Beginn des Spiels ein schwer verdientes Brot. Lange Pässe und hohes Laufpensum – vor allem für die immer wieder aufrückenden, ihren Mittelfeldkollegen hinterlaufenden Außenverteidiger Willsch und Steinhart, aber auch für alle anderen Akteure – bestimmten das Bild bei Löwenangriffen zu Spielbeginn.

So war auch das konsequente Gegenpressing der Lübecker der Grund für das 0:1. Zuerst fand Hiller keine kurze Anspielstation, musste also eine lange Variante wählen. Der Abschlag landete bei einem Gegenspieler. Der folgende Angriff der Lübecker konnte zwar durch Steinhart nach wenigen Pässen unterbunden werden, das konsequente Pressing des VfB ließ für die Löwen aber keinen Spielaufbau zu und so verlor wenige Sekunden nach dem Ballbesitzwechsel Lex das Leder wieder durch ein konsequent geführtes Doppeltackling von Deters und Riedel, das Deichmann in Ballbesitz brachte. Deichmann konnte Hobsch, der die Abseitsfalle der Viererkette geschickt umging, mit einem Traumpass in den Sechzehner bedienen. Hobsch legte sich den Ball kurz selbst vor und schloss ab. Die Gäste hatten ganz offensichtlich einen guten Matchplan für das Auswärtsspiel an der Grünwalder Straße gefunden.

Kurz nach dem Führungstor jedoch ließen die Hanseaten – für mich unverständlicherweise – von diesem Matchplan ab. Sie störten nicht mehr aggressiv das Aufbauspiel des TSV 1860 in dessen Hälfte. So konnten die Sechzger ab diesem Zeitpunkt – für fast den kompletten Rest der Partie – den Spielaufbau von Hinten mehr oder weniger nach Belieben steuern und das Spiel verschleppen oder schnell machen.

Die Tempowechsel im Löwenspiel bekamen die Lübecker überhaupt nicht in den Griff. Standen die Gäste nah am Mann, wurde das Spiel von Sechzig plötzlich schnell. Dadurch öffneten sich Räume nach vorn. Standen die Gäste eher weiter von den Münchner Spielern entfernt und stellten die Räume zu, sorgten also für wenig Raum zum Passen, verschleppten die Löwen das Spiel kurzzeitig mit Rückpässen auf die fast bis zur Mittellinie aufgerückten Verteidiger. Von dort wiederum öffneten vor allem Steinharts Steilpässe auf Tallig oder Lex das Spiel der Löwen in Richtung Grundlinie und sorgten für unbeschreiblichen Dynamikgewinn im Angriff. Diese Dynamik im Angriff ermöglichte jetzt auch wieder hohes Gegenpressing für den TSV 1860, wenn der Ball im letzten Drittel der gegnerischen Spielfeldhälfte verloren wurde, da die bis auf Salger und Moll alle in des Gegners Hälfte versammelten Münchner sowohl die Lübecker Passwege zustellen, als auch deren ballführenden Spieler attackieren konnten. Die beiden verdienten Tore der Löwen in Halbzeit eins fielen genau wegen dieser plötzlichen Dynamik.

Wenn man sich vor allem die Situationen ansieht, die zum 1:1 führten, sieht man, dass die Gäste nur reagieren konnten, aber kein Mittel fanden, die permanenten Angriffe der Löwen effektiv zu unterbinden. Ich zähle in den 45 Spielsekunden, die dem Ausgleichstreffer vorangehen, dessen Entstehung mit einem Einwurf für den TSV 1860 beginnt, genau fünf Ballkontakte für die Hanseaten, die alle nur die Angriffswelle abschwächen, aber nie klärend sind. Die Löwen können hier für permanenten Druck auf den Sechzehner des VfB Lübeck sorgen. Siebzehn Ballkontakte stehen in diesen 45 Sekunden beim TSV 1860 zu Buche, bei denen die Spieler der Gäste mehr oder weniger zum Zuschauen oder allerhöchstens zum Reagieren verdammt sind, weil die weiß-blauen Ballstafetten in der Breite und Tiefe sehr sicher ausgeführt werden. Sieben der erwähnten 17 Ballkontakte haben die Löwen während der letzten 15 Sekunden vor dem Treffer. Steinhart, von dem die ausgeht, leitet den Teilangriff über die linke Seite mit einem Diagonalpass ins Zentrum auf Neudecker ein, kommt nach zwei Querpässen über Dressel und Tallig durch einen Steilpass des Achters der Löwen erneut in Ballbesitz und kann eine Traumflanke ins Zentrum schlagen, die Neudecker mit dem Knie und wohl eher unabsichtlich auf den zum Torerfolg abschließenden Willsch verlängert. In Summe zähle ich in diesen 45 Sekunden drei Angriffe, die alle zur selben Angriffswelle gehören, welche die Abwehr der Hansestädter nie in den Griff bekommen. An allen drei Angriffen sind Neudecker und Steinhart entscheidend beteiligt. In dieser Form sind beide nicht mehr aus der ersten Elf des TSV 1860 wegzudenken. Allerhöchsten Respekt, meine Herren!

Knappe neun Minuten später erhöhte Mölders für die Löwen auf 2:1. Vorangegangen war ein schnell ausgeführter, aus dem eigenen Strafraum lang gespielter Freistoß von Dressel auf den Torschützen, der sowohl die beiden Verteidiger, die ihn in den Strafraum begleiten, als auch den Torwart mit seiner Schnelligkeit und einem schlitzohrigen Lupfer – bei dem zwischen Ball und Torlatte wohl kein Papier mehr gepasst hätte – grandios übertölpelt. Auch dieses Tor zeigt, wie der VfB Lübeck in den entscheidenden Momenten durch schnelles intelligentes Spiel der Löwen mehr zum Zuschauen und Hinterherlaufen, als zum Agieren und aktiv Verteidigen gezwungen wurde.

Wie sehen die statistischen Zahlen für die erste Hälfte aus? In der ersten Viertelstunde verzeichnen wir einen Ballbesitz von 60:40 zugunsten des TSV 1860 und eine immens hohe Passgenauigkeit bei beiden Mannschaften – rund 85%. Den Unterschied machten in dieser Phase des Spiels die gewonnenen Zweikämpfe, denn hier war Lübeck zunächst noch überlegen: 75% aller Defensivduelle konnten die Gäste bis zur 15. Minute für sich entscheiden. dem stehen nur 44% gewonnene Defensivzweikämpfe der Löwen gegenüber. Zwei Schüsse, die aber für den Kasten vor der leeren Westkurve keinerlei Gefahr bedeuteten konnte der TSV anbringen, vier hingegen stehen für Lübeck zu Buche, davon zwei aufs Tor. Einer davon ging bekanntermaßen auch rein. Interessant ist, dass die Löwen bei der von mir immer gern genutzten Statistik der PPDA (Zugelassene Pässe pro Defensivaktion) hier mit 10,3 einen verhältnismäßig niedrigen Wert erreichen, Lübeck hingegen mit 16,1 viel mehr Pässe zuließ, bevor gestört wurde. Leider kann ich diese Statistik nicht ganz konkret für die Spielzeit vom Anpfiff bis zum 0:1 einsehen. Da würde sie vermutlich eher andersherum aussehen.

Die restliche halbe Stunde des ersten Abschnitts sieht dann die Löwen in allen Statistiken überlegen, was sich auch im Halbzeitstand widerspiegelt: PPDA 10,3 beim TSV, 32 beim VfB; Ballbesitz 57% zugunsten des TSV; Schüsse 6:1, davon aufs Tor 3:1. Die Zweikampfbilanz bei den defensiven Zweikämpfen dominierten nun die Spieler in weiß-blau mit 75% und auch offensiv konnten immerhin 47% aller Duelle gewonnen werden. Bemerkenswert ist, dass die Münchner in allen Defensivduellen auf den Beinen blieben, also keine Grätschen nötig waren um den Gegner vom Ball zu trennen. Wenn Spieler im Zweikampf stets auf den Beinen bleiben, wirkt sich das natürlich gewaltig auf die Dynamik im Spiel aus, wenn es nach Ballgewinn in die andere Richtung geht. Des Weiteren vermeidet man so auch Fouls und entgeht somit gefährlichen Standardsituationen. Die Passgenauigkeit beim TSV 1860 war absolut überragend. Abgesehen von der Zahl für lange Bälle, die mit 47% trotzdem noch in Ordnung geht, liegt 1860 hier in fast allen Kategorien bei ca. 80% oder höher. Einzig die immer schwer zu spielenden Pässe ins letzte Drittel fallen mit 66,7% etwas ab. Lübeck weist eine ähnliche Gesamtgenauigkeit auf, spielte aber knapp ein Drittel weniger Pässe insgesamt, und etwa 50% der Pässe zur Seite oder zurück.

Die erste Viertelstunde nach der Pause ist bekanntlich eine Achillesferse im Spiel des TSV 1860 München. Auch diesmal gab es zu Beginn der zweiten Hälfte Druck des Gegners auf die Löwen. Der Lübecker Deters vergab eine tausendprozentige Chance, Marius Willsch rettete zweimal in höchster Not. Diesmal dauerte es knappe acht Minuten bis sich das Team von Michael Köllner aus der Pausenlethargie befreite und das Heft wieder selbst in die Hand nahm. Ab Minute 55 folgte eine Belagerung des Strafraums der ganz in grün gekleideten Hanseaten, die – nur durch kurze Befreiungsversuche unterbrochen – in der 63. Minute zum Torerfolg führte. Hierzu gibt es aus taktischer Sicht nicht viel anzumerken, außer dass Willsch, als er – nach Kopfballabwehr einer Steinhart-Flanke durch einen Lübecker – an den Ball kommt, um das Tor durch Neudecker vorzubereiten, von den Lübeckern sträflich allein auf weiter Flur gelassen, einige Meter vor dem Sechzehner der Gäste lauerte. Diese Unachtsamkeit kostete Lübeck möglicherweise einen Punkt, der bei einem knappen Spielstand ja immer möglich ist. Aber nach dem 3:1 war für die Gäste dann aber nichts mehr zu retten, zu zerfahren war deren Spiel. Lex netzte drei Minuten nach dem 3:1, nach Gewinn eines sogenannten zweiten Balles an der Mittellinie durch Dressel, dessen Pass in die Spitze ein Lübecker im Abwehrversuch ungeschickt auf Sechzigs Nummer 7 verlängerte, ein. Im weiteren Verlauf gab es hüben wie drüben einige weitere Szenen, diese bedürfen aber keiner weiteren genauen Betrachtung, denn sowohl an der Überlegenheit des TSV 1860, als auch an der Unfähigkeit der Gäste, diese unter Kontrolle zu bekommen, änderte sich nichts. Das Spiel wurde offener, denn Lübeck rannte einem Drei-Tore-Rückstand hinterher. Die Konter und die Positionsangriffe, die der VfB Lübeck noch fahren konnte, endeten entweder durch Abseitspositionen, wurden konsequent vom TSV 1860 unterbunden oder die Akteure aus dem hohen Norden schossen überhastet aus Reihe zwei ab und machten den Löwen das Verteidigen somit äußerst leicht.

In den Zahlen zur zweiten Spielhälfte spiegelt sich das auch deutlich wider: In fast allen entscheidenden Kategorien weisen die Löwen ein Plus auf. Besonders hervorzuheben ist wieder die Passgenauigkeit. 82% alle Pässe kamen beim Adressaten an. Da die Lübecker – um überhaupt noch eine Chance auf zumindest einen Punkt zu haben – etwas offener wurden, kamen auch mehr lange Pässe der Löwen an. Im Vergleich zur ersten Halbzeit stieg der Wert hier um 24 Prozentpunkte auf 71%. Der Ballbesitz lag bei 55%. Die Pässe ins letzte Drittel wurden allerdings nun besser von Lübeck verteidigt. Der einfache Grund hierfür ist: Lübeck musste mehr nach vorne tun, weshalb die Sechzger auch öfter mit Verteidigen beschäftigt waren und bei hohem Tempo im Vorwärtsgang auf oft nur eine Anspielstation im letzten Drittel passen konnten, da der Rest der Mannschaft nicht so schnell nachrückte. Dadurch waren diese Pässe für Lübeck meist leicht abzufangen. Das Schussverhältnis lag bei 7:10, sieht also Lübeck ein wenig im Vorteil, was allerdings dadurch relativiert wird, dass der TSV 1860 vier seiner sieben Schüsse aufs Gehäuse des Gegners brachte, der VfB Lübeck dagegen gerade einmal zwei. Mit mehr Ruhe im Spiel vor dem gegnerischen Sechzehner hätte der Aufsteiger das Spiel möglicherweise noch einmal spannend machen können. Aber für abgezockte Löwen waren die Hanseaten einfach zu grün hinter den Ohren. Die PPDA hat sich beim TSV 1860 im Vergleich zum Auswärtsspiel in Zwickau sowohl insgesamt, als auch in der zweiten Hälfte wieder erhöht, also verschlechtert. Aber in den entscheidenden Spielphasen waren die Defensivaktionen gegen das Passspiel des Gegners von erstaunlich hoher Anzahl und Konsequenz – und das bei nur zwei Zweikampfgrätschen in den gesamten neunzig Minuten.

Bitte so weitermachen liebe Löwen! Es macht sowohl von der Spielanlage als auch in den taktischen Feinheiten brutal Spaß, Euch in dieser Form zuzusehen.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Sechzig um Sieben: Löwen haben heute frei + Corona-Wert in München über 50 + in eigener Sache

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Löwen Sechzig um Sieben

Die Mannschaft des TSV 1860 hat nach dem 4:1 Heimspielsieg gegen den VfB Lübeck auch am heutigen Tag noch trainingsfrei.

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Sensationelle Geschichte: Gestern feierte der älteste noch lebende Löwenspieler seinen 100. Geburtstag – und bekam aus diesem Anlass den Anruf  von einem Löwenfan, der ihn für sein Buch ausfindig gemacht hatte:

https://sechzger.de/100-jahre-der-aelteste-loewenspieler-feiert-heute-geburtstag/

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Der Corona-Wert in München ist trotz den üblicherweise niedrigeren Zahlen vom Wochenende auf über 50 gestiegen – was das für Fußballspiele bedeutet, kann sich jeder selber ausrechnen. Abgesehen davon dass beim Auswärtsspiel in Rostock am Samstag ohnehin keine Auswärtsfans zugelassen sind, darf man als Münchner mit diesen Werten nicht einmal in Mecklenburg-Vorpommern einreisen.

In Rostock selber gab es am Freitag im übrigen zwei (!) positive Corona-Ergebnisse, in ganz MV waren es dreißig. Das ist auch der Grund, warum dort derzeit Fußballspiele mit Zuschauern stattfinden können.

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Die Löwen-Amas verloren gestern ein Testspiel gegen die Zweitvertretung von Jahn Regensburg mit 0:1.

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In eigener Sache: Unser Vergleich “Fußballstadion – Oper” ist von euch auf  Facebook über 180 mal geteilt worden und hat über 26 000 Leute erreicht. Dementsprechend haben wir am Wochenende wieder einige Abonnenten dazu gewonnen und auch unser Ticker live aus dem Stadion kam bei euch wieder sehr gut an.

Leider gab es erneut einige Aussetzer: unsere Seite war – wieder einmal – am Spieltag massiven DNS-Attacken ausgesetzt. Technische Details folgen nach der Auswertung  durch unseren Webmaster. Was klar ist: Das mag zwar unseren Server kurzfristig in die Knie zwingen, unsere Motivation macht es hingegen nur um so größer.

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Die Speisekarte vom Löwenstüberl liegt uns leider noch nicht vor.

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Last but not least: um 12 Uhr kommt dann unsere Taktiktafel – die Nachschau zum Lübeck-Spiel

100 Jahre – der älteste Spieler des TSV 1860 feiert heute Geburtstag!

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1860 Wassilew Nikolov Gancho Vasilev Thorsten Ruinys

Mit seinem Löwen Kompendium veröffentlichte Thorsten Ruinys vor einigen Jahren DAS Standardwerk, wenn es um historische Begegnungen des TSV 1860 München geht. Wie wir Euch bereits vor einigen Wochen mitteilten, folgt demnächst eine Neuauflage des Buches – wir halten Euch selbstverständlich auf dem Laufenden. Der Autor selber lebt in Norddeutschland, ist jedoch glühender Löwenfan und diese Liebe geht weit über das aktuelle Geschehen in Giesing hinaus. Heute erhielten wir eine Nachricht von Thorsten, dass er soeben mit Gantcho Wassilew, dem vermutlich ältesten noch lebenden Löwenspieler, telefoniert habe, der heute seinen 100. Geburtstag feiert. Über den Bulgaren ist hierzulande kaum etwas bekannt, deswegen gibt Euch (und uns!) Thorsten einen kurzen Abriss über das Leben des ehemaligen Löwen-Spielers.

Im Jahr 2012 bin ich in Sofia auf einen Historiker gestoßen, der mir bei meiner Suche nach weiteren persönlichen Daten von insgesamt 5 bulgarischen Fußballspielern, die Anfang bis Mitte der 40er Jahre für den TSV 1860 gespielt haben, behilflich gewesen ist. Mit Hilfe der Tochter von Herrn Wassilew, Nadia Wassilewa, und dem bulgarischen Fußball-Historiker, Silvestăr Milčev, konnte ich die Karrieren der bulgarischen Spieler von 1860 zumindest in groben Zügen nachvollziehen.

Es handelte sich um Studenten, die Anfang der 40er Jahre nach München kamen, um zu studieren und nebenher bei 1860 Fußball gespielt haben. München schien für bulgarische Studenten, die in ihrem Heimatland schon höherklassig Fußball gespielt haben, ein beliebter Ort für das Studium gewesen zu sein.

Im Herbst 1941 kam Gantcho Wassilew schließlich nach München. Vorher war er als Spieler des bulgarischen Vereins Napredăk Ruse aktiv. Mit diesem Verein erreichte er einmal das Finale um den bulgarischen Königspokal. In München habe er die bei 1860 spielenden Landsleute, Nikola Nikolow (Rechtaußen der bulgarischen Nationalmannschaft) und Raitscho Bogoslowow (zuvor Meister mit Slawia Sofia), kennengelernt. Die beiden hätten ihn dann zu 1860 gelotst. Er sei über die Bedingungen in Deutschland erstaunt gewesen. Hier habe es Rasenplätze und Massageräume gegeben. Das habe es in Bulgarien nicht gegeben. Er sei als Reservespieler aufgenommen worden und dann zum Einsatz gekommen, wenn die Stammspieler an Front gemusst hätten.

Letztlich hätten ihn die furchtbaren Luftangriffe aus Deutschland vertrieben. Er sei nach 1943 nach Prag gegangen, um dort sein Studium fortzusetzen. Allerdings habe er noch für 1860 gespielt. Der Verein habe dann die Reisekosten für die Fahrten nach München übernommen.

Insgesamt können für Gantcho Wassilew in der Saison 1943/44 6 Einsätze in Punktspielen der ersten Mannschaften sowie zwei Einsätze in Freundschaftsspielen (1 Tor) belegt werden.

Nach dem Krieg spielte er zunächst einige Zeit für für den Prager Verein Bržrenov, bevor er anschließend lange Jahre bei CSKA Sofia, mit dem er 1951 bulgarischer Meister wurde, aktiv gewesen ist.

Heute lebt er mit seiner Frau in Sofia und spricht immer noch etwas Deutsch.

Die Bilder zeigen Gantcho Wassilew gemeinsam mit Nikola Nikolow vor einem Spiel im Dantestadion, sowie das Geburtstagskind im Jahr 2020 in Sofia.

Wir danken Thorsten Ruinys für diesen wunderbaren Artikel samt Fotos und wünschen Gantcho Wassilew alles Gute zum 100. Geburtstag!

 

Sechzig um Sieben: Rückblick auf das 4:1 gegen Lübeck

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Guten Morgen, liebe Löwen! Als Tabellenführer hat euch euer sonntägliches Frühstücksei heute sicher besonders gut geschmeckt oder es wird euch noch besonders gut munden, falls ihr diese Zeilen vor dem Frühstück lest. Damit ihr den 4:1-Sieg der Löwen nochmal vor Augen habt, werfen wir noch ein mal ein Blick auf das gestrige Spiel.

Sechzig begann wieder im mittlerweile gewohnten 4-1-4-1 mit Wein im defensiven Mittelfeld an Stelle von Erdmann. Lübeck startete mit drei Änderungen in der Startelf. Deters, Hobsch und der neu zum Team gestoßene Zehir ersetzten Ramaj, Mende und Rösler.

Wie schon in Meppen und Zwickau legten die Löwen gleich voll los. Diesmal hatte Mölders die erste dicke Chance nach 49 Sekunden. Leider traf er nicht. Danach übernahmen die Gäste von der Ostsee die Kontrolle und erarbeiteten sich durch schnell vorgetragene Angriffe gleich zwei gute Chancen. Dabei taten sich vor allem Deichmann, Riedel und Hobsch hervor.

Aus einem eigentlich schon unterbundenen Angriff resultierte dann das 0:1. Lex wurde im Spielaufbau von zwei Mann angegriffen, verlor den Ball, es folgte ein wunderbarer Steilpass von Deichmann auf Patrick Hobsch, der an seinem Geburtstag cool einnetzte (7. Minute). Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm dachte sich wohl das ein oder andere ältere Semester unter den Löwenfans vorm TV, denn sein Vater Bernd ging Ende der 90er für uns auf Torejagd.

Die Löwen sammelten sich und konnten das Spiel nun ausgeglichener gestalten. Ab der 20. Minute bekamen sie die Lübecker dann in den Griff und kamen per Fernschuss von Tallig in der 21. Minute zum nächsten nennenswerten Abschluss. Danach nahm Neudecker zunächst per Freistoß das Tor der Norddeutschen ins Visier und zielte nur knapp rechts vorbei (26. Minute).

In der 29. Minute leitete erneut Neudecker per Fernschuss den Ausgleich ein. Sein Schuss konnte zwar noch geklärt werden, aber die Lübecker brachten den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Schließlich kam Steinhart nach feinem Spielzug über Tallig zur Flanke von links. Nach einem Gewusel im Strafraum landete der Ball bei Willsch der per abgefälschtem Gewaltschuss aus etwa 11 Metern den Ausgleich erzielte.

In der Folge ging es munter hin und her. In der 36. Minute ereignete sich dann die spielentscheidene Szene: zunächst erzielte Hobsch aus hauchdünner Abseitsposition das vermeintliche 1:2. Den fälligen Freistoß führten die Löwen schnell aus, Dressel schlug einen perfekt getimten 60-Meter-Pass auf Sascha Mölders, der mit einem sehenswerten, butterweichen Lupfer über den Lübecker Torwart auf 2:1 stellte.

Nach der Halbzeit kam erneut Lübeck besser ins Spiel und erarbeitete sich eine riesige Doppelchance, die Willsch zwei Mal sensationell klärte. Durch die Chance geweckt übernahm der TSV wieder das Heft des Handelns und kam in der 58. Minute durch Lex auf halblinker Position zu einem guten Abschluss.

Wenig später konnte die grün-weiße Abwehr den Ball wieder nicht aus der Gefahrenzone bringen. Dies ermöglichte Willsch einen Flankenlauf zur Grundlinie, von wo er Neudecker genau bediente, der den Ball mit der Hacke an einem Lübecker Abwehrspieler und seinem Torwart vorbei denkbar clever ins Tor lenkte. Damit stellten die beiden stärksten Löwen des Tages in der 62. Minute die Weichen endgültig auf Sieg.

Den Schlusspunkt setzte Lex in der 66. Minute mit dem 4:1. Wein fing einen Pass kurz vor der Mittellinie ab, wollte Lex direkt steil schicken. Der Pass wurde von Boland noch entscheidend abgefälscht, so dass Lex zentral alleine auf Raeder zulief und eiskalt in rechte Eck einschob.

Danach verflachte das Spiel und die Löwen fuhren den ersten Heimsieg der Saison ungefährdet ein. Trotz des hohen Sieges darf man nicht vergessen, dass Lübeck lange Zeit ein ebenbürtiger Gegner war. In der Schlüsselszene in der 36. Minute agierten Dressel und Möders auf höchstem Niveau und drehten das Spiel zu Gunsten der Giesinger. Aus einer konstant guten Mannschaft stachen Willsch (1 Tor, 1 Assist und 2 Rettungstaten vor dem leeren Tor) und Neudecker (1 Tor, immer anspielbar, hohes Laufpensum, kaum Fehlpässe) heraus. Generell ist es eine Augenweide, das sichere Passspiel, das Spiel ohne Ball und die Laufbereitschaft der Spieler zu sehen.

Wenn ihr weiter so auftretet, könnt Ihr auch aus Rostock was mitbringen, Löwen!

Der einzig bittere Beigeschmack bleibt das wirklich nicht mehr nachvollziehbare Hin und Her der Stadt München im Vorfeld des Spiels zur Zulassung von Zuschauern.

Hier noch ein paar Impressionen vom gestrigen Tag – zum Vergrößern einfach aufs Bild klicken!

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TSV 1860 München schlägt VfB Lübeck 4:1 und ist damit Tabellenführer

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Der TSV 1860 München hat am heutigen Spieltag den VfB Lübeck nach einem 0:1-Rückstand noch mit 4:1 geschlagen. Willsch und Mölders trafen noch vor der Halbzeit zum 2:1, Neudecker und Lex sorgten mit  ihren Toren in der zweiten Halbzeit für den Endstand.

Nachzulesen ist das Spiel in unserem Liveticker aus dem Grünwalder Stadion. Leider ist der Ticker dieses mal nicht so ausführlich wie die letzten Male geworden, weil unsere Seite bzw. Server während dem Spiel pausenlos attackiert wurde.

https://sechzger.de/tsv-1860-muenchen-vfb-luebeck-sechzger-de-liveticker-aus-dem-sechzgerstadion/

Ein ausführlicher Nachbericht zum Spiel folgt morgen oder am Montag; wir widmen uns jetzt erst einmal der Server-Absicherung.

Sechzig um Sieben: Lübeck in Giesing beim TSV 1860!

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Die emotionale Achterbahnfahrt der letzten Tage im Hinblick auf einen Stadionbesuch heute Nachmittag war für viele Löwenfans wahrscheinlich beispiellos und wenn das anstehende Spiel der Löwen gegen Lübeck auch nur annähernd eine vergleichbare Dramaturgie bereithält, dann dürfen wir uns – leider wieder nur vor den TV-Geräten und/oder dem sechzger.de-Liveticker – auf einiges gefasst machen…

Dieser Vorbericht sollte eigentlich an das epische 4:3 gegen Chemnitz am 29. Februar erinnern, bei dem zuletzt Fans auf Giesings Höhen feiern durften. Als Einstimmung auf ein Comeback von zumindest 1.500 Löwenfans. Satz mit X… So kommt es also heute zum insgesamt zehnten Geisterspiel in der Heimat in Folge.

Als historisch hätte ich das Ereignis hier bezeichnet, wenn nach sieben Monaten wieder Zuschauer Einlass gefunden hätten. Dem hat die Stadt München kurzfristig dann doch noch einen kompletten Riegel vorgeschoben. Historisch ist es aber dann dennoch – und zwar in dem Sinne, dass der VfB Lübeck heute zum allerersten Mal seine Visitenkarte auf Giesings Höhen abgibt. In der langen Geschichte der beiden Traditionsvereine gab es überhaupt erst zwei Duelle – beide im DFB-Pokal. Ende Januar 1968 siegten die Löwen vor 17.000 Zuschauern an der Lohmühle in der 1. Hauptrunde mit 1:0. Fast 39 Jahre später, im September 2006 unterlag die Zweitligatruppe von Walter Schachner dem Nord-Regionalligisten (damals trainiert von Bernd Hollerbach) vor 7.400 Zuschauern ebenfalls in der 1. Hauptrunde mit einem peinlichen 1:0. Mehr war bisher nicht zwischen den Lübeckern und unseren Löwen.

Der „Verein für Bewegungsspiele von 1919“  ist im aktuellen Tabellenbild der 3. Liga nach drei Runden der schwächste Aufsteiger. Aus drei Spielen konnten die Hanseaten erst zwei Punkte holen. Einen davon gleich zum Auftakt daheim gegen den derzeitigen Tabellenführer und Mitaufsteiger Saarbrücken. Nachdem Verl den zweiten Platz belegt und Türk Gücü Sechster ist, haben sich die Nordlichter mit dem 16. Tabellenplatz erstmal bei den Hinterbänklern eingereiht, liegen aber damit immerhin noch vor den ambitionierten Schwergewichten aus Duisburg, Krefeld-Uerdingen, Lautern und Magdeburg.

Dem Aufstieg unserer heutigen Gäste gingen eineinhalb Jahrzehnte voraus, die man fast konstant in der Regionalliga Nord verbrachte, was bis 2008 immerhin noch die Drittklassigkeit bedeutete. In der Regel gelangen in diesen langen Jahren einstellige Tabellenplätze, ohne dass man aber wirklich ernsthaft von einer Rückkehr in den Profifußball träumen durfte. Diesen hatte man im Sommer 2004 mit einem 15. Platz der 2. Liga verlassen. Eine gewisse Parallele zu unseren Löwen, die sich in jener Saison ja aus der 1. Liga verabschieden mussten: Sieben sieglose Spiele zum Ende der Spielzeit sorgten dafür, dass die Lübecker, die noch im Frühjahr auf dem sechsten Platz gelegen hatten, durchgereicht wurden. Und auch wirtschaftliche Probleme kennt man – wie in München Giesing – an der Lohmühle gut: Im April 2008 musste man einen Insolvenzantrag stellen, der allerdings nicht zur zunächst befürchteten Verbannung in die Verbandsliga führte. Man blieb Regionalligist. Gut vier Jahre später stand der nächste Insolvenzantrag auf dem Programm und dieser hatte dann zur Folge, dass alle Lübecker Regionalligaspiele der Saison 2012/13 aus der Wertung genommen wurden und man in die Schleswig-Holstein-Liga zurückgestuft wurde. Ähnlich unseren Löwen 2018 gelang dem VfB aber 2014, nur ein Jahr nach dem tiefen Fall, die Meisterschaft  und per Aufstiegsrunde der sofortige Wiederaufstieg in die Regionalliga.

Dies als kurzer Ausflug in die Geschichte unserer heutigen Gäste. Normalerweise blicken wir an dieser Stelle dann wieder nur auf das aktuelle Spiel und nicht zu weit in die Zukunft, machen heute aber eine Ausnahme davon. Das Rückspiel in Lübeck, das für viele Löwenfans einen Pflichttermin darstellt, findet am Wochenende um den 6. Februar 2021 statt. Wir hoffen inständig, dass dieses Spiel im altehrwürdigen Stadion an der Lohmühle dann mindestens so viele von uns besuchen können, die auch für heute Nachmittag ein print@home-Ticket auf ihren Rechnern gespeichert hatten – ehe es sich die Stadt München nochmal anders überlegte.

Für die VfB-Fans hätte es sich – natürlich auch nur ohne Corona – übrigens durchaus gelohnt, diesen Herbst vorrübergehend ein Quartier in unserer Landeshauptstadt zu beziehen: Nach dem 0:1 in Unterhaching vor zwei Wochen und dem heutigen Aufritt bei unseren Löwen schließt das Team von Trainer Landerl in zehn Tagen mit einem erneuten Spiel auf auf Giesings Höhen – bei Türk Gücü – seine „München-Wochen“ ab. Mal sehen, wie erfolgreich diese dann waren.