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Europacup-Historie: FC Kaucuk Opava – TSV 1860 München 0:2, 13.07.1996 (UI-Cup)

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Drei Wochen nach dem sündhaft teuren Trip mit 1860 nach Varna war der Geldbeutel mehr als leer und so war mit Opava ein Gegner in “nur” 750 Kilometer Entfernung ein klarer Fall für “da fahren wir mit dem Auto”.

Wigald Boning unterstützt Football for the People

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football for the people spendenziel

Über 310.000 Euro wurden für die Kampagne Football for the People mittlerweile gespendet und noch immer rollt die Welle. Nun hat auch der ehemalige Vizepräsident Otto Steiner seine Kontakte spielen lassen, sodass auch Wigald Boning das Crowdfunding zugunsten des TSV 1860 München unterstützt.

Wigald Boning unterstützt Football for the People

Auf Instagram ruft der Moderator, Komiker und Sänger zu Spenden für die Löwen auf, nachdem bereits Otto Steiner in den sozialen Medien auf die Aktion aufmerksam gemacht hatte. Zur Einordnung der Posts sei festgehalten, dass Boning bei Instagram über 370.000 Follower hat, also durchaus eine beachtliche Reichweite.

Neben dem ehemaligen Mitglied des RTL Samstag Nacht-Ensembles hat auch TV-Richter Ulrich Wetzel ein Video-Statement auf Instagram gepostet und wirbt um Spenden für den TSV 1860 München. Auch Schauspieler und Regisseur Kida Khodr Ramadan hat sich inzwischen angeschlossen und ein Statement für Football for the People eingesprochen.

Wir bedanken uns für die Unterstützung für unsere Löwen und wünschen Football for the People weiterhin viel Erfolg!

Gernot Mang: “Sind bereits ein großes Stück voran gekommen”

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Gernot Mang Präsident 1860 Abrüsten

In den letzten Tagen wurden in verschiedensten Medien und auf Social Media immer wieder Horrorszenarien über die aktuelle Situation beim TSV 1860 verbreitet. Auch unter einem auf sechzger.de veröffentlichten Artikel zur Berichterstattung in den Münchner Boulevard-Medien war der Diskussionsbedarf groß. Da auch wir als Redaktion bei vielen Sachverhalten nur mutmaßen können, haben wir Gernot Mang ein Statement zur aktuellen Lage angefragt.

Gernot Mang: “Von Kollaps kann keine Rede sein”

Am Samstagnachmittag hat uns Löwen-Präsident Gernot Mang geantwortet und geht in seiner Stellungnahme umfassend auf die Behauptungen und Mutmaßungen des Boulevards ein.

“Wir arbeiten mit Hochdruck und höchster Professionalität daran, alle notwendigen Themen Schritt für Schritt abzuarbeiten und den Spielbetrieb über die neue Spielbetriebs-GmbH aufzubauen. Ein solcher Prozess lässt sich nicht von heute auf morgen umsetzen – dafür braucht es zahlreiche Verhandlungen, Verträge mit Dienstleistern und den Aufbau der erforderlichen Strukturen. 

Wir sind bei null gestartet. Gemessen an der kurzen Zeit, die uns zur Verfügung stand, sind wir bereits ein großes Stück vorangekommen. Von einem „Kollaps” kann daher keine Rede sein – im Gegenteil: Wir arbeiten eng, vertrauensvoll und konstruktiv mit Herrn Dr. Liebig und seinem Team zusammen.”

Ober-Löwe verspricht zeitnah weitere Informationen

Für die zahlreichen Fragen der Löwen-Fans hat Mang natürlich Verständnis und verspricht in Kürze weitere wegweisende Bekanntmachungen. So schreibt der schreibt der Ober-Löwe in seinem Statement weiter:

“In einer solchen Situation steht nicht der tägliche Gang an die Öffentlichkeit im Vordergrund. Zunächst gilt es, tragfähige Entscheidungen zu treffen. Transparenz ist uns wichtig – sie muss aber auf belastbaren Ergebnissen basieren. Bereits in der nächsten Woche werden mehrere grundlegende Entscheidungen getroffen, die den eingeschlagenen Weg festigen. Darüber werden wir zeitnah und transparent informieren.”

Großer Dank gilt den Fans für die Unterstützung!

Auch zu den kürzlich veröffentlichten Behauptungen von Hasan Ismaik, man hätte beim DFB keine Fristverlängerung beantragt, stellt Präsident Gernot Mang einiges klar und dankt den Fans. Er schreibt:

“Zu den Aussagen von Herrn Ismaik möchte ich klarstellen: Es gab Gespräche mit dem DFB über eine Fristverlängerung, die vom DFB abgelehnt wurde. Bei diesem Gespräch waren auch Vertreter von Herrn Ismaik anwesend. Hätte Herr Ismaik seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, befänden wir uns gar nicht erst in dieser Situation.

Ein besonderer Dank gilt an meine Kollegen für ihr außergewöhnliches Engagement in dieser herausfordernden Phase. Ebenso danken wir unseren Fans: Die Unterstützung ist überwältigend – mittlerweile sind über 300.000 Euro zusammengekommen. Ein starkes Zeichen der Verbundenheit. Gemeinsam werden wir diesen Weg erfolgreich gehen.“

Kühlen Kopf bewahren liebe Löwen-Fans!

Wenn diese Entscheidungen getroffen und kommuniziert wurden, werden wir euch zeitnah informieren. Auch wir als Redaktion bedanken uns bei den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Dennoch bitten Euch – genau wie das Präsidium – in dieser Phase weiterhin einen kühlen Kopf zu bewahren. Und das nicht nur aufgrund der sommerlichen Temperaturen. Heute geht es erst einmal noch um das Sportliche, denn es steht der erste richtige Härtetest beim FC Deisenhofen an, über den wir natürlich wieder ausführlich für Euch berichten werden.

13. Juli 2017: FC Memmingen – TSV 1860 1:4

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13.7.2017 FC Memmingen - TSV 1860
13.7.2017 FC Memmingen-TSV 1860, Begrüßung der Teams

Die Geschichte wiederholt sich. Am Ende der Zweitligasaison 2016/17, die mit dem Abstieg der Löwen aus der 2. Bundesliga endete, sendete Hasan Ismaik eine “4” per SMS an die Süddeutsche Zeitung und besiegelte damit den Doppelabstieg. Heuer beendete man die Spielzeit mit einem achten Platz in der dritten Liga. Und dennoch geht es schon wieder runter in die Regionalliga Bayern. An das damals erste Spiel nach dem Zwangsabstieg erinnert dieser Artikel, der bereits vor ein paar Jahren hier veröffentlicht wurde. Als noch kein Mensch ahnen konnte, dass sich Geschichte bei 1860 wiederholen wird…

Neustart? Wiederauferstehung? Wie auch immer: Ein denkwürdiger Abend!

Neun Jahre sind vergangen, seit jenem sommerlichen Donnerstag Abend Mitte Juli 2017, den viele Löwenfans niemals vergessen werden. Aufregende Zeiten hatte die Löwenfamilie wieder einmal hinter sich gebracht. Nach der sportlichen Bankrotterklärung in der Relegation gegen Jahn Regensburg und dem verdienten Abstieg aus der 2. Bundesliga und einer dann sehr berühmt gewordenen SMS, die nur die Zahl “4” enthielt, hieß es für den TSV 1860: Neustart in der viertklassigen Regionalliga Bayern. Da die Löwen natürlich das große Zugpferd der Liga darstellten, entschied der Bayerische Fußballverband den feierlichen Ligaauftakt bei deren erster Partie zu begehen. Und diese legten die Terminplaner nach Memmingen.

Run auf die Tickets

Die 5.000 Tickets, die für das Spiel angeboten werden konnten, waren natürlich in kürzester Zeit vergriffen. Und gleichwohl auch die Anhänger des gastgebenden FCM der Partie entgegenfieberten, drückte der überwiegende Teil der glücklichen, die letztlich eine Karte ergattert hatten, den Löwen die Daumen. Zu den vielen rührenden Geschichten und Anekdoten dieser ganzen Regionalligaspielzeit gehört auch jene von Memmingens Zeugwart Aggi Schmidbauer, für den der 13. Juli 2017 ein ganz besonderer Tag war: Als glühender Löwenfan musste er an diesem Abend seinem Vereinspräsidenten gestehen, der gegnerischen Mannschaft die Daumen zu drücken.

Fest in weiß-blauer Hand: Die Gegengerade in der Memminger Fußball-Arena

Fanszene mit Plakataktion & Choreo

Aufbruchstimmung ist das Wort, dass die Gefühlslage rund um das Spiel in Memmingen bei den allermeisten Löwenfans am besten beschreibt. Der Ärger über den Doppelabstieg und seine Begleiterscheinungen sechs Wochen zuvor war der Neugier darauf gewichen, was da auf Sechzig zukommen sollte. Ganz vergessen war die jüngste Vergangenheit aber natürlich nicht: Mit einer Plakataktion unter dem Motto “EV STÄRKEN” trat die organisierte Fanszene in Erscheinung und mobilisierte die Mitglieder für die genau zehn Tage später angesetzte Mitgliederversammlung. Außerdem wurde zur Choreo im Gästeblock hinter dem Tor erstmalig ein sehr wichtiger Satz aus dem Sechzgermarsch als Zaunfahne präsentiert, der seither die Aktivitäten der Fanszene begleitet: MEIN VEREIN FÜR ALLE ZEIT…

Eines der Plakate, mit welchen die aktive Fanszene für die Mitgliederversammlung mobilisierte

FC Memmingen hilft unfreiwillig bei der perfekten Inszenierung

Der Spielverlauf passte an diesem Abend zur ganzen Inszenierung: In der 11. Minute erzielte Christian Köppel das sehenswerte 1:0 – erstmals herrschte Extase in weiß und blau. Den Köppi, der damit das erste von insgesamt 87 Regionalligatoren für 1860 erzielte, kann man guten Gewissens als eine der Symbolfiguren dieser Saison der Rückbesinnung auf alte Löwentugenden bezeichnen. Fünf Minuten nach der Pause erhöhte Nico Karger auf 2:0. Weitere 22 Minuten später durfte sich Rückkehrer Timo Gebhart in die Torschützenliste eintragen. Für den gebürtigen Memminger garantiert ein unvergesslicher Moment. Den Schlusspunkt setzte – nach dem Ehrentreffer des FCM – in der Nachspielzeit Nico Helmbrecht. Auf der Anzeigetafel stand ein souveränes 1:4 bei einem Gegner, der eigentlich nicht zur Laufkundschaft dieser Regionalligasaison gehören sollte – am Ende dann aber doch nur ganz knapp dem Abstieg in die Bayernliga entrann.

Schlussphase: Eckball für die Löwen direkt vor dem harten Kern der Anhänger

Vor Augen: Rückkehr ins Sechzgerstadion

Schon am Tag vor dem Ligaauftakt in Memmingen hatte der TSV 1860 bereits vermelden können, seine Heimspiele zukünftig nie mehr in der ungeliebten Arena in Frötmanning austragen zu müssen, sondern ins Stadion an der Grünwalder Straße zurückzukehren. So freuten sich die Besucher des Spiels in Memmingen direkt nach Abpfiff schon auf das nächste anstehende Highlight: Das weiß-blaue Comeback in Giesing nur acht Tage später. Alle an diesem Abend Beteiligten wussten: Sechzig lebt! Und Sechzig wird immer leben!

Gemeinsame ausgelassene Freude: Der Saisonauftakt ist gelungen!

Die Aufstellung der Löwen am 13. Juli 2017:
1 Hiller – 26 Jacob (70. 2 Weeger), 4 Weber (C), 6 Mauersberger, 11 Köppel – 17 Wein, 5 Andermatt, 10 Gebhart (83. 22 Berzel) – 16 Kindsvater (73. 23 Helmbrecht), 9 Mölders, 18 Karger
Trainer: Bierofka

Fotogalerie zu FC Deisenhofen – TSV 1860 München (Testspiel)

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fotogalerie fc deisenhofen tsv 1860

Durch zwei späte Tore setzten sich die Löwen am Samstagnachmittag beim Testspiel vor den Toren Münchens durch. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Sieg des TSV 1860 beim Bayernligisten FC Deisenhofen.

Fotogalerie zu FC Deisenhofen – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben. Darüber hinaus könnt Ihr uns auch auf Instagram oder mittels der sechzger.de App (Android & iOS) folgen!

Noten für’s Präsidium des TSV 1860. Vergleich zweier Umfragen

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Es ist mal wieder so weit. Wir vergleichen am heutigen Sonntag die Ergebnisse zweier identisch formulierter Umfragen, die bei uns und auf dem Blog dieblaue24 geschaltet wurden. Und wir – das sei vorweg genommen – bleiben staunend zurück. Wie kann eine Frage von Personen, die sich jeweils mehrheitlich gewiss als “Löwenfans” bezeichnen, auch in der Aggregation so diametral beantwortet werden? Der Begriff der Reliabilität in der Umfrageforschung (gerne mal googeln) bleibt hier – gleichwohl der Verfasser dieser Zeilen auch in diesem Bereich (Achtung, beliebter running gag in diesen Tagen) sein Handwerk gelernt hat – mal außen vor. Es sind wohl keine methodisch-handwerklichen Fehler, die so eine unglaubliche Abweichung zu Tage fördern.

Präsidium fällt durch…

Zum einjährigen Jubiläum des aktuell amtierenden Präsidiums unseres geliebten TSV München von 1860 e.V. schaltete der Blog dieblaue24 eine Umfrage, in der man diesem Präsidium eine Schulnote für die bisher geleistete Arbeit geben durfte. Das Ergebnis für Gernot Mang, Peter Schaefer, Christian Dierl und Heinz Schmidt fiel dort so eindeutig, wie verheerend aus. Nicht weniger als 58% (!) der Unfrageteilnehmer vergaben eine Sechs, weitere 14% die nur wenig bessere Note Fünf. Bei insgesamt fast drei Viertel (72%) der User auf db24 haben die auf der Mitgliederversammlung vom 6. Juli 2025 mit einer riesigen Mehrheit ins Amt gewählten ehrenamtlichen Funktionäre ihr Klassenziel also nicht erreicht und fallen durch. Eine wirklich bemerkenswerte Zahl!

…aber hat auch Befürworter auf db24

Immerhin 13% der db24-Leser vergeben die Zensur vom anderen Ende der Skala: Sehr gut. Und das ist damit immerhin die dritthäufigste Nennung bei der Abfrage auf dem vom Journalisten Oliver Griss betriebenen Medium, der sein Handwerk dereinst in der Sportredaktion der Abendzeitung erlernt hat. Für die Durchschnittsnoten Zwei, Drei und Vier, die für eine kritische, aber differenzierte Bewertung sprechen würden, entscheiden sich nur jeweils 6% bzw. 5%. Vernachlässigbar. Im Durchschnitt ergibt sich demnach für Mang und Kollegen die Note 4,8 auf dieblaue24.

Bei uns über die Hälfte mit einer 1 oder 2 für’s Präsidium

Und wie sehen die Ergebnisse der gleichen Befragung bei sechzger.de aus, die mit nur einigen wenigen Tagen Verzögerung auch auch unserer Startseite durchgeführt wurde? Quasi umgekehrt, aber weit weniger extrem: 29% vergeben die Bestnote Eins. Weitere 27% sind sind mit der Arbeit des Präsidiums bei 1860 durchaus zufrieden, sehen aber noch geringfügig Luft nach oben und sagen: “Gut gemacht – Note Zwei”. Damit ist es aber auch bei uns deutlich mehr als die Hälfte aller User, die eine der beiden Bewertungen vom Ende der Notenskala vergibt. Nur halt vom anderen Ende…

Aber auch auf sechzger.de gibt es Sechser

Und auch bei uns landet die Note, die beim anderen Medium die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte, auf dem Mittelplatz drei. Für ein gutes Fünftel der auf sechzger.de Befragten (21%) hat das eine Jahr Amtszeit des Präsidiums Mang, Schaefer, Dierl und Schmidt offensichtlich gar nichts Gutes bewirkt und erhält die Quittung in Form der Zensur ungenügend. Ein bisschen differenzierter, als die, anscheinend von einer gewissen Wut – womöglich durch die Beiträge auf db24 – befeuerten Ergebnisse bei der Konkurrenz, fallen die weiteren Ergebnisse bei uns aus. Jeder Zehnte vergibt die Note 3, ist also befriedigt vom bisherigen Tun des Präsidiums, sieht aber noch Luft nach oben. Die Vier und die Fünf vergeben hier 5% bzw. 8%. Die errechnete Durchschnittsnote aller Bewertungen ergibt bei sechzger.de eine gerundete Drei (2,98).

Erkenntnis? – Bekannter Befund

Zum Abschluss dieser Betrachtungen muss noch etwas wichtiges festgehalten werden, was aufmerksame Leser*innen natürlich längst im Kopf haben. Der hier besprochene Befund ist nichts Neues! Erst vor knapp einem Jahr verglichen wir zum Beispiel die Ergebnisse mehrerer Umfragen zur Bedeutung einer Faninitiative, die vor allem aus dem Raum Olching heraus agiert. Hier nachzulesen. Auch bei dieser Umfrage ergab ein Vergleich der Ergebnisse zwischen db24 und sechzger.de ein entgegengesetztes Bild. Wir nehmen aus diesen wiederkehrenden, so unterschiedlichen Resultaten der gleichen Befragung eine zugegebenermaßen relativ triviale Erkenntnis mit in den Alltag, die ganz offensichtlich besonders auf das aufgeregte, emotional aufgeladenen Umfeld bei Sechzig zutriftt: Es kommt selten darauf an, was, sondern viel mehr wen man fragt.

Gastbeitrag vom Tobi: Zwei Löwenfans – Zwei Meinungen – Eine Realität

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Unser Leser und inzwischen regelmäßiger Gastautor Tobi, der sich im Juni hier mehrmals mit Texten zu Wort gemeldet hat (nämlich hier zum ersten, hier zum zweiten und hier zum dritten Mal), hat sich wieder mal Gedanken gemacht und diese dann zu Papier (oder vielleicht besser: zu WORD) gebracht. Herausgekommen ist ein etwas längerer und durchaus anspruchsvoller Gastbeitrag. Er beginnt mit einem Dialog zwischen zwei Löwenfans. Und er zeigt analytisch grundlegende Mechanismen bei inhaltlichen Konflikten auf. Und wie man diese vielleicht überwinden kann. 

Ein Dialog an der Tanke in Giesing

“Du glabst a jed’n Dreck, den ma’ da’ verzählt!”
Der Satz trifft mich völlig unvorbereitet. Eben standen wir noch nebeneinander an der Tanke. Zwei Löwen. Zwei Bier. Ein ganz normales Gespräch nach einem schönen Heimspieltag in Giesing. Jetzt schauen wir uns an, als stünde uns ein Roter gegenüber.
Ich schüttle den Kopf. “Nein!” antworte ich. “Ich glaube eben nicht einfach alles, im Gegensatz zu dir.”
Er lacht. Dieses kurze Lachen, bei dem man sofort merkt, dass es hier nicht mehr um eine Diskussion geht.
“Genau das meine ich. Ihr seid alle so verblendet!”

Gesprächsabbruch

Irgendwann drehe ich mich einfach um. Sogar mein Bier lasse ich einfach am Boden stehen, weil er mich so nervt. Ich gehe nicht, weil ich keine Argumente mehr habe – auch, wenn er das jetzt denken mag – sondern weil ich merke, dass wir längst nicht mehr über Argumente reden.
Doch das Gespräch will mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Ich gehe jede Antwort durch. Jeden Satz. Ärgere mich, dass ich nicht etwas anderes gesagt habe. Hätte ich ruhiger bleiben sollen? Hätte ich es anders erklären können? Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger wird mir klar, wie er das nicht sehen kann. Es ist doch so offensichtlich.

Bestätigung im Web

Zuhause angekommen öffne ich meinen Browser. “Das passt ja gut”, lache ich. In einem neuen Artikel geht es um Leute, wie den Löwenfan, mit dem ich mich eben noch gestritten habe. Ich lese Satz für Satz und nicke dabei immer wieder. Genauso ist es. Der Autor weiß, wie ich mich fühle. Die Kommentierer drunter wissen es auch. Nach dem Lesen fühle ich mich direkt besser. Nicht, weil sich etwas verändert hat, sondern weil ich mich nicht alleine mit meiner Meinung fühle.

Wer erkennt sich wieder?

Vielleicht hast du auch gerade beim Lesen innerlich genickt.
Vielleicht hast du gedacht: “Ja, genau so laufen diese Diskussionen inzwischen.”
Vielleicht hast du dich selbst gefragt, wie man so verblendet sein kann.
Vielleicht hast du eine Person aus diesem Streit instinktiv einer Personengruppe zugeordnet. Nicht, weil du voreingenommen bist. Sondern, weil unser Gehirn Informationslücken nur sehr ungern offenlässt. Es ergänzt sie mithilfe von Erfahrungen, Erinnerungen oder einfach mit dem, was sich für uns plausibel anfühlt. Und genau deswegen könnten diesen Einstieg vermutlich zwei Menschen lesen, die sich fünf Minuten vorher an der Tanke angeschrien haben und würden sich beide bestätigt fühlen. Beide würden glauben, der Autor habe genau ihre Sicht beschrieben. Und beide wären sich sicher, dass sie wiedermal Recht hatten.

Ich muss beichten: Ich habe euch gerade angelogen. Zumindest ein kleines bisschen.
Der Artikel, den unser Fan zuhause gelesen hat, erschien nicht hier, sondern auf einem kommerziellen Blog, betrieben von einem Liebhaber von Stecksemmeln. Plötzlich fühlt sich der Streit anders an. Vielleicht sogar etwas unangenehm. Eben haben wir den Löwenfan noch alle verstanden. Mit dieser einen Information ändert sich das fundamental.

Meinung als Teil der Identität

Genau hier beginnt Psychologie wirklich spannend zu werden. Menschen ändern ihre Meinung erstaunlich selten. Nicht, weil sie dumm sind. Irgendwann werden Meinungen Teil unserer Identität. Ab diesem Moment fühlt sich ein Widerspruch nicht mehr wie ein Widerspruch an, sondern wie ein Angriff auf die eigene Wirklichkeit.
Das Faszinierende daran ist: Genau dasselbe wäre auch passiert, wenn ich den Streit andersherum erzählt hätte.
Beide Seiten hätten genickt. Beide hätten gedacht, dass die anderen genauso sind.
Und genau deshalb bringt es so wenig, sich gegenseitig Dummheit vorzuwerfen. Menschen glauben nicht an Dinge, weil sie möglichst irrational sein wollen. Sie glauben sie, weil die Dinge in ihrem Weltbild Sinn ergeben. Weil sie zu den Erfahrungen passen, die sie gemacht haben. Weil andere Menschen, Journalisten oder (Ex-)Funktionäre, denen sie vertrauen, dieselben Geschichten erzählen. Und weil es sich einfach gut anfühlt, wenn plötzlich alles zusammenpasst.

Die schweigende Mehrheit

Und deswegen müssen wir jetzt über einen Begriff sprechen, der bei Sechzig in den letzten Jahren sehr oft gefallen ist:
Die schweigende Mehrheit.
Es ist eine sehr interessante Beschreibung, weil sie nicht nur eine Gruppe beschreibt, sondern vor allem ein Gefühl. Das Gefühl, dass viele Menschen – ja, sogar eine Mehrheit der Menschen – genau so denken, wie man selbst, aber aus irgendeinem Grund nicht gehört werden. Dieses Gefühl kann unglaublich stark sein. Wer möchte nicht glauben, dass die eigene Meinung nicht nur eine Meinung ist, sondern die Meinung vieler? Das Problem beginnt dort, wo wir unsere eigene Wahrnehmung mit der gesamten Realität verwechseln. Wir sprechen mit Menschen aus unserem Umfeld. Wir lesen die Kommentare unter den Beiträgen, die wir lesen. Wir bewegen uns in Gruppen, in denen bestimmte Meinungen gehäuft vorkommen. Und irgendwann entsteht daraus der Eindruck: “Alle sehen das so”.
Nur bedeutet ein Echo nicht automatisch, dass die Stimme dahinter größer geworden ist. Es bedeutet nur, dass sie zurückkommt.

Bei einer Analogie mit David und Goliath zeigt sich dann aber der Widerspruch in der Selbstwahrnehmung der “schweigenden Mehrheit”. Jeder möchte gerne David sein. Er steht nicht nur für den Kleineren. Er steht für jemanden, der trotz scheinbar unüberwindbarer Widerstände auf der richtigen Seite steht. Derjenige, dessen Stimme eigentlich überhört wird.
Ein Problem entsteht dabei aber, wenn gleichzeitig zwei Rollen beansprucht werden. Wenn man der unterschätzte Einzelne sein möchte, der aber gleichzeitig die Mehrheit hinter sich hat. Wenn man gegen eine scheinbar übermächtige Mehrheit kämpft und gleichzeitig glaubt, selbst die Mehrheit hinter sich zu versammeln.
Irgendwann passt diese Geschichte nicht mehr zur Realität. Eine Realität, in der Verwaltungsratswahlen, Abstimmungen über neue Gesellschaften oder der allgemeine Tenor im Stadion eine Sprache sprechen, die nicht mehr mit dieser Selbstwahrnehmung vereinbar ist.

Bestätigung gibt Sicherheit

Aber auch, wenn einzelne Erlebnisse dieser Wahrnehmung widersprechen, können Menschen sie erstaunlich gut in ihr bestehendes Weltbild einordnen.
Menschen suchen nicht nur Informationen. Sie suchen Bestätigung. Nicht bewusst. Nicht um die Wahrheit zu vermeiden. Sondern weil unser Gehirn darauf ausgelegt ist, Widersprüche zu vermeiden. Wird unser Weltbild von einer Information bestätigt, gibt sie uns Sicherheit. Wird unser Weltbild infrage gestellt, werden wir gezwungen, uns infrage zu stellen.
Und genau deshalb entstehen Echokammern. Nicht, weil Menschen absichtlich nur mit Gleichgesinnten sprechen wollen. Sondern weil es angenehm ist, wenn die eigene Sicht immer wieder bestätigt wird.
Ein Kommentar, der die eigene Meinung trifft. Ein Artikel, der die eigenen Emotionen in Worte fasst. Menschen, die dieselben Erlebnisse genauso bewerten, wie man selbst es tut. Und irgendwann fühlt es sich nicht mehr so an, als ginge es um die eigene Meinung, sondern um die Realität.

Narrative zur Reduzierung der Komplexität

Diese Verstärkung entsteht nicht nur dadurch, dass Menschen dieselben Meinungen teilen. Sie entsteht dadurch, dass bestimmte Geschichten immer wieder erzählt werden. Und Menschen denken gerne in solchen Narrativen. Oft sind sie greifbarer, als einzelne Daten oder Fakten. Sie erklären nicht nur, was passiert ist, sondern auch warum. Sie geben den Ereignissen einen Zusammenhang. Das Problem mit den Geschichten ist: Wer sie erzählt, der hat die Deutungshoheit. Und werden sie von jemandem erzählt, der ein kommerzielles Interesse am Streit hat, wird sich das in der erzählten Geschichte widerspiegeln.
Genau deshalb sind Narrative so mächtig. Sie reduzieren die Komplexität und machen aus vielen einzelnen Ereignissen eine klare Linie. Je öfter eine solche Geschichte erzählt wird, desto schwerer wird es auch, einzelne Teile davon infrage zu stellen. Und genau hier hört man auf, eine Meinung zu verteidigen. Man verteidigt die Geschichte, die man sich selbst über die letzten Jahre erzählt hat.

Subjektive Wahrheiten

Und genau deshalb scheitern diese Diskussionen so oft. Wir glauben alle, dass wir über Fakten sprechen. In Wirklichkeit sprechen wir aber über völlig unterschiedliche Geschichten.
Wenn zwei Menschen dieselbe Information lesen, sie aber in zwei verschiedene Erzählungen einordnen, entstehen auch zwei verschiedene – subjektive – Wahrheiten. Wer mit Fakten angreift, wird damit also auch keine Geschichte verändern. Häufig passiert genau das Gegenteil. Je stärker Menschen das Gefühl haben, ihre Geschichte verteidigen zu müssen, desto vehementer verteidigen Sie diese.
Diese theoretische Basis lässt sich als Ansatz verwenden, um die verhärteten Fronten bei Sechzig zu erklären. Es wurde diskutiert, argumentiert, Beweise wurden gesammelt. Und trotzdem hatten viele am Ende nur noch das Gefühl, dass die jeweils andere Seite endgültig den Verstand verloren haben muss.

Und damit kommen wir zur wichtigsten Frage: Wie verändert man eine Geschichte, wenn es nicht klappt, jemandem zu erklären, dass sie falsch ist?
Ich glaube nicht, dass wir Menschen mit noch mehr Diskussionen “zurückholen” werden.
Die humanistische Psychotherapie kennt einen einfachen Grundsatz: Veränderung entsteht selten durch Konfrontation, sondern dann, wenn Menschen sich sicher genug fühlen, ihre eigene Geschichte zu hinterfragen.
Wer sich angegriffen fühlt, verteidigt sich. Wer sich verstanden fühlt, beginnt manchmal zuzuhören.

Falschbehauptungen nicht hinnehmen

Das bedeutet bei Weitem nicht, dass wir alle Aussagen stehen lassen sollten. Offensichtliche Falschbehauptungen müssen wir nicht unwidersprochen hinnehmen. Wer von Brunnenvergiftern spricht, oder Frauen lieber nicht in Führungspositionen sieht – einfach aus Prinzip – der sollte dafür seine Quittung bekommen. Aber vielleicht müssen wir akzeptieren, dass wir Menschen nicht aus einer Geschichte herausdiskutieren können, in die sie sich jahrelang hineinerzählt haben.

Sterbende Narrative

Narrative sterben nicht daran, dass sie widerlegt werden. Sie sterben dann, wenn sie irgendwann niemand mehr weitererzählt. Das kann passieren, wenn treibenden Kräften hinter den Narrativen die Stimme genommen wird, oder wenn die Wirklichkeit beginnt, eine andere Geschichte zu erzählen.
Momentan beginnt genau so eine Zeit, in der manche Geschichten immer schwerer aufrechtzuerhalten sind. Nicht, weil sie widerlegt wurden, sondern weil die Realität immer weniger zu ihnen passt. Und genau in diesem Moment entscheidet sich auch, wie wir als Fans vom selben Verein miteinander umgehen wollen.
Empfinden wir Schadenfreude, weil andere ihre Geschichte langsam infrage stellen? Oder erinnern wir uns daran, dass wir alle irgendwann Geschichten geglaubt haben, die für uns Sinn ergeben haben? Wer jetzt lacht und nachtritt, bestätigt nur das nächste Narrativ. Wer zuhört, gibt Menschen vielleicht die Möglichkeit, ihre Geschichte selbst zu verlassen. Denn selbst in einer Kammer wird ein Echo mit jedem Mal ein bisschen leiser.

Zurück an die Tanke

Vielleicht treffen sich die beiden Löwenfans irgendwann wieder an der Tanke. Sie trinken Bier. Sie reden über Sechzig. Vielleicht sind sie sich wieder uneinig. Vielleicht ändert keiner von ihnen seine Meinung.
Aber vielleicht schaffen sie es diesmal trotz zwei verschiedener Geschichten gemeinsam dieselbe Wirklichkeit auszuhalten.
Und vielleicht lässt diesmal keiner sein Bier stehen.

 

12.07.1994: Pacult und Winkler treffen doppelt in Raubling

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Peter Pacult Bernhard Winkler 1860

Pacult 18 Tore, Winkler 16 Tore – das neuformierte Sturmduo der Löwen hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Löwen in der Spielzeit 1993/94 den Durchmarsch in die Bundesliga schafften. In der Vorbereitung auf die Erstligasaison trat der TSV 1860 am 12.07.1994 beim TuS Raubling an und sowohl der Österreicher als auch der Franke knüpften nahtlos dort an, wo sie in der Aufstiegssaison aufgehört hatten.

Pacult und Winkler treffen doppelt in Raubling

Nachdem sie die Löwen zwei Tage zuvor beim 4:1 bei der SpVgg Weiden noch schwer getan hatte, lief es in Raubling im Landkreis Rosenheim schon deutlich runder. Bereits nach sechs Minuten führte Münchens große Liebe durch ein Eigentor und den ersten Treffer von Bernhard Winkler mit 2:0. Die Gastgeber verkürzten zwar zwischenzeitlich per Elfmeter, doch erneut Winkler und ein Doppelpack von Peter Pacult sorgten früh für klare Verhältnisse. Thomas Seeliger erhöhte nach einer guten halben Stunde zum 1:6-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel ging es munter weiter: Guido Erhard, Micky Stevic und Peter Knäbel bauten den Vorsprung bis zur 67. Minute auf 1:9 aus, eher der TuS Raubling zum zweiten Ehrentreffer kam und zumindest eine zweistellige Niederlage verhindern konnte.

Abschied unter Tränen

Die Saison 94/95 verlief für die beiden Stürmer dann jedoch gänzlich verschieden. Während Winkler seine Klasse in der Bundesliga entfaltete und sich in den folgenden Jahren zu einem der besten Torjäger der höchsten deutschen Spielklasse entwickelte, konnte sich Pacult im Herbst seiner Karriere nur noch selten in Szene setzen.

Als der Österreicher beim letzten Heimspiel der Saison gegen Kaiserslautern im Grünwalder Stadion verabschiedet wurde, lagen ihm die Löwenfans jedoch noch einmal zu Füßen und rührten Pacult zu Tränen. Nach einer Saison bei der Austria kehrte der Wiener nach Giesing zurück. Dort übernahm er als Trainer die Amateure und fungierte gleichzeitig als Co von Werner Lorant.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Werner Lorant setzte heute vor 32 Jahren auf folgende Elf der Löwen.

Berg – Braun, Schlotterbeck, Wolf (46. Maurer) – Dowe (46. Imhof), Keller (46. Hartig), Knäbel, Seeliger (56. Burghartswieser), Stevic (65. Yanyali) – Pacult (46. Lilienberg), Winkler (46. Erhard)

Tore:
0:1 Busch (4., Eigentor), 0:2 Winkler (6.), 1:2 Kellerer (22., Elfmeter), 1:3 Winkler (26.), 1:4 Pacult (28.), 1:5 Pacult (29.), 1:6 Seeliger (33.), 1:7 Erhard (58.), 1:9 Stevic (64., Elfmeter), 1:9 Knäbel (67.), 2:9 Kula (73.)

Stimmen zum Härtetest: “Wollten unbedingt gewinnen”

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Stimmen zum Härtetest

Die Löwen haben am Samstag auch ihr nächstes Testspiel gewonnen. Sie setzten sich dank zweier später Tore von Rron Gosalci und Ortivero Calderon mit 2:0 beim FC Deisenhofen durch. Wir haben nach dem Härtetest für Euch mit beiden Trainern gesprochen und fassen die Stimmungslage in beiden Lagern zusammen.

Die Stimmen zum Härtetest

Die Stimmen zum Härtetest kommen von Löwen-Coach Alper Kayabunar, sowie Deisenhofens Trainer Andreas Pummer und Redaktionsmitglied Peter Gratz, der für sechzger.de als Redakteur vor Ort war.

Alper Kayabunar (Trainer TSV 1860 München e.V.): “Der Sieg zählt!”

“Wir haben uns am Anfang schwer getan mit dem Ball, beziehungsweise  damit, Tempo ins Spiel zu bekommen. Das müssen wir besser machen. In den letzten 20 Minuten haben wir es besser gemacht und uns die Torchancen erarbeitet. Was mir gefällt, dass die Jungs unbedingt gewinnen wollten, den Ehrgeiz gezeigt haben und dann auch alles wegverteidigt haben. Klar gab es ein oder zwei kritische Situationen in denen wir auch etwas Glück hatten. Trotzdem – am Ende zählt für uns der Sieg, wir haben zu Null gewonnen. Wir sind eine extrem junge Mannschaft, wenn das Spiel gerade nicht so läuft, wie man sich das vorstellt, dann fehlt vielleicht im Mittelfeld ein erfahrener Spieler, der das Spiel übernimmt. Ich denke dass es eine Entwicklung gibt, mit und gegen den Ball, aber es fehlt noch der eine oder andere Spieler, der gerade verletzt ist. wir brauchen schon noch etwas Zeit. Rron war sehr lange verletzt. Er hat seine Qualität mit der Dynamik, die vielleicht in der ersten Halbzeit etwas gefehlt hat. Er hat ein starkes Spiel gemacht.”

Andreas Pummer (Trainer FC Deisenhofen): “Klassisches 0:0-Spiel!”

“Gerade in der ersten Halbzeit sind wir diszipliniert und gut gestanden und hatten bis auf einen Schuss aus spitzem Winkel die Partie gegen den Ball gut im Griff. Im Umschaltspiel haben wir uns mit dem Pfostenschuss eine hundertprozentige Chance erarbeitet. Was mich gestört hat an der ersten Halbzeit, dass unsere Ballbesitzphasen sehr wenig waren. Das haben wir in der Pause angesprochen und in der zweiten Halbzeit besser hinbekommen. Es war bis zum Schluss eine ausgeglichene Partie. Eigentlich ein klassisches 0:0-Spiel. Wir sind dann am Schluss nicht in die Zweikämpfe hineingekommen und haben unglücklich mit 0:2 verloren. Aber das ist kein Beinbruch. Wir haben uns als Verein nach außen gut präsentiert und es war etwas ganz anderes, vor so einer Kulisse zu spielen, wenn so tolle Fans von Sechzig da sind.”

Peter Gratz (sechzger.de): “Das bisher zäheste Testspiel!”

“Das war das bisher zäheste Testspiel. Die Löwen haben dominiert aber sich nicht leicht getan. Man kam mehrmals gefährlich vors Tor, aber Deisenhofen war gemeinsam mit Schwaig der bisher höchste Gradmesser. Die Bayernligisten sind natürlich in der Vorbereitung auch schon weiter, da geht es nächste Woche los. Bei den Löwen haben sich die Jungen hervorgetan, vor allem Rron Gosalci, der hat in der zweiten Halbzeit nochmal Schwung reingebracht. Schön war auch die Stimmung der jungen Gruppe an Deisenhofen-Fans, die für Bayernliga-Verhältnisse einen Top-Support abgeliefert haben.”

TSV 1860 gewinnt Härtetest bei Bayernligist FC Deisenhofen

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härtetest fc deisenhofen tsv 1860 münchen

Hochsommer in Oberbayern – und die Vorbereitung der Löwen nimmt weiter Fahrt auf! Den Härtetest bei Bayernligist FC Deisenhofen gewann der TSV 1860 München am Samstagnachmittag mit 2:0.

Löwen noch ohne Tunay Deniz

Isar, Badesee oder doch die Sportanlage in Deisenhofen? Diese Frage stellte sich vielen Löwenfans am heutigen Tag und natürlich gab es diverse Kombinationsmöglichkeiten. Die Partie des TSV 1860 beim Bayernligisten wollten sich rund 700 Zuschauer dann aber doch nicht entgehen lassen und so kam eine ordentliche Kulisse zustande.

Noch ohne Tunay Deniz, der am Vormittag zwar individuell an der Grünwalder Straße 114 trainierte, aber noch keinen Vertrag unterschrieben hat, trat die Elf von Alper Kayabunar beim Ligagegner der U21 an. Da die 1. Mannschaft der Löwen jedoch zu weiten Teilen aus der U21 der Vorsaison besteht, war es ein Aufeinandertreffen mit alten Bekannten.

Überlegene Löwen – Pfosten klärt für Bachmann

In den ersten 25 Minuten bestimmten die Löwen eindeutig das Geschehen, standen in der Defensive sattelfest und wussten auch durch einige gefällige Kombinationen im Mittelfeld zu überzeugen. Trotz der hohen Temperaturen legte der TSV 1860 ein erstaunliches Tempo vor, der letzte Pass wollte jedoch nicht gelingen und so ging es torlos in die Trinkpause.

Direkt nach der kurzen Unterbrechung erarbeitete sich die Elf von Alper Kayabunar einige gute Torchancen, scheiterte jedoch wiederholt am Keeper des FC Deisenhofen. Quasi mit der ersten Möglichkeit hätte es dann fast auf der Gegenseite gescheppert, doch der Pfosten rettete für Paul Bachmann im Kasten der Löwen. In den Schlussminuten der ersten Hälfte drückte dann nochmal der TSV 1860, der auch diesmal ohne den angeschlagenen Samuel Althaus auskommen musste, und doch ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

TSV 1860 gewinnt Härtetest in Deisenhofen

Zur Pause kamen Musa und Ortivero Calderon für Bachmann und Pereira de Azambuja ins Spiel, an der Ausrichtung änderte sich indes nichts. Die Löwen blieben spielbestimmend, konnten ihre Überlegenheit jedoch nicht in Zählbares ummünzen. In der 63. Minute dann ein Fünffachwechsel beim TSV 1860, sodass von der Startelf nur noch das Innenverteidiger-Duo Faßmann/Hoppe sowie Loris Husic übrig blieben.

Die Zeit rannte den Löwen langsam davon, einen Kopfball von Ortivero Calderon kratzten die Gastgeber gerade noch so von der Linie (76.), doch darüber hinaus agierte Sechzig meist zu umständlich, um wirklich gefährlich zu werden. In der 82. Minute platzte der Knoten dann aber doch noch: Rron Gosalci stand nach einer unübersichtlichen Situation goldrichtig und staubte zur Führung für die Löwen ab. Auch beim zweiten Treffer war Gosalci beteiligt und legte die Kugel mustergültig für Ortivero Calderon auf, der im Stile eines Mittelstürmers zum 0:2 vollendete (86.).