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TSV 1860 – TSV Landsberg: Ergebnistipp Nico Karger

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Am Rande des Landesliga-Südost-Spiels zwischen dem SV Nord Lerchenau und dem FC Wacker München am vergangenen Sonntag, in dem Nico Karger mit fünf Toren fast alleine den 6:2-Heimsieg seines neuen Vereins realisierte, ergab sich für sechzger.de die Gelegenheit, den Ex-Löwen kurz zur aktuellen Lage bei den Löwen zu befragen. Und natürlich baten wir ihn um einen Ergebnistipp für die nächste Regionalligapartie des TSV 1860 gegen seinen Ex-Verein TSV 1882 Landsberg.

Ergebnistipp: Nico Karger glaubt an einen hohen Sieg

Vielleicht beflügelt vom eigenen deutlichen sportlichen Erfolg unmittelbar vor dem Gespräch tippt Nico für kommenden Sonntag ein optimistisches 4:0 gegen die Lechstädter. Befragt nach den Torschützen kam ihm sofort Lasse Fassmann “mit einem Kopfball” in den Sinn. Außerdem erwartet Karger:

Eberwein macht zwei und Niederlechner auch noch eins.

Ohne Hasan – ohne Löwe auf der Brust

Zur aktuellen vereinspolitischen Situation und den Entwicklungen der letzten Monate beim TSV 1860 und speziell zur Personalie Hasan Ismaik sagte der Aufstiegsheld von 2018 “ganz ehrlich,” er sei “froh, dass der da jetzt weg ist.” Erwähnenswert war Karger auch noch, dass aktuell der Löwe nicht auf der Brust der Akteure zu sehen ist: “Geile Trikots, aber das sieht ein bisschen komisch aus!”. Aus dem aktuellen Kader hat Karger noch zusammen mit seinem “langjährigen besten Freund” Felix Weber für die Löwen gespielt. Mit ihm steht Nico auch noch im Kontakt und man will demnächst zusammen mal “ein Bier trinken gehen”. Da wird sicher die eine oder andere Anekdote aus gemeinsamen Löwentagen aufgewärmt.

Aus Kronach nach München…

Der gebürtige Oberfranke kam nach ersten fußballerischen Versuchen in seinem Geburtsort Kronach und bei der SpVgg Bayreuth im Alter von 16 Jahren ins NLZ des TSV 1860 nach München. Hier durchlief er U17, U19 und U21, ehe er zu Jahresbeginn 2016 in den Zweitligakader von Trainer Benno Möhlmann aufgenommen wurde. Sein Profidebüt für die Löwen hatte er bereits einen Monat zuvor gegeben, als er bei einem 0:1 gegen den FSV Frankfurt in der mit 14.000 Zuschauern spärlich besetzten Allianz Arena in der 64. Minute für Daylon Claasen in die Partie kam. Es folgten sechs weitere Einwechslungen und dann eine turbulente Saison 16/17, die für die Löwen bekanntermaßen mit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga und der ersten “4” endete. In dieser Spielzeit kam er im Herbst 2016 noch fünfmal im Unterhaus zum Einsatz, ehe ihn eine Sprunggelenksverletzung außer Gefecht setzte.

In den folgenden Jahren gehörte Karger zu den Säulen der Mannschaft unter Daniel Bierofka. Mit 32 Einsätzen in der Regionalliga Bayern und einem Tor und einer Torvorlage in den Aufstiegsspielen gegen den 1. FC Saarbrücken war er als Linksaußen einer der wichtigsten Aufstiegshelden 2018.

Nico Karger Tsv 1860
29. Februar 2020: Nico Karger im Einsatz gegen den Chemnitzer FC (4:3). Das letzte Heimspiel in Giesing vor dem Corona-Lockdown.

..nach Elversberg und zurück

Nach insgesamt 39 Spielen in den ersten beiden Drittligaspielzeiten für Sechzig veränderte sich Nico Karger im Corona-Sommer 2020, Trainer der Löwen war inzwischen Michael Köllner, zur SV Elversberg in die Regionalliga Südwest und stieg mit dieser zwei Jahre später ebenfalls in die 3. Liga auf. Danach kehrte er – aus beruflichen Gründen – in den Großraum München zurück und trat je eine Saison beim FC Deisenhofen und beim TSV Landsberg in der Bayernliga Süd gegen den Ball, ehe er zuletzt zwei Jahre beim FC Pipinsried aktiv war. Den Löwengegner vom kommenden Sonntag aus Landberg kennt er also auch aus seiner persönlichen Karriere. Und seit diesem Sommer bereichert Nico Karger nun also die Landesliga Südost mit seiner Offensivpower.

Jubel im Kreis mit den neuen Mannschaftskollegen: Nico Karger

 

Sechzig um Sieben: Die Löwen blicken auf Landsberg

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Sechzig um Sieben: Regionalliga-Match in Vilzing

Eine fast schon ungewohnte Pause liegt hinter den Kickern des TSV 1860 München, die unter der Woche nicht in einem Pflichtspiel gefordert waren und sich auf die nächsten beiden Heim-Aufgaben am Sonntag gegen den TSV Landsberg und am Dienstag im Pokal gegen den TSV Buchbach konzentrieren können. Wir blicken in Sechzig um Sieben natürlich schon einmal voraus auf die nächste Aufgabe gegen den Aufsteiger aus dem bayrischen Teil von Schwaben (nicht aus dem Allgäu!) in der Regionalliga Bayern.

Landsberg bringt 650 Fans mit

Mit 650 Fans im Rücken wird der TSV Landsberg am Sonntag im Grünwalder Stadion auflaufen. Dies ist durchaus eine beachtliche Anzahl, wenn man bedenkt, dass die Lechstädter bei den bisherigen drei Heimspielen (u.a. gegen den nahen FC Memmingen) “nur” 935 Zuschauer im Schnitt begrüßen durften. Entsprechend gehört die Ostkurve den Gästen, es gibt aber zusätzliche Tickets für Löwenfans in der Westkurve, die aktuell noch im Ticketshop verfügbar sind.

Wunschaufstellungen für Landsberg

Viele Ideen haben die sechzger.de-Redakteure, wie die Aufstellung der Löwen beim Heimspiel gegen den TSV Landsberg aussehen könnte. In der Spitze sind Ortivero Calderon, Niederlechner und Wagner mögliche Varianten. Wie sehen die Wunschaufstellungen der Redaktion für das Duell des TSV 1860 München mit dem TSV Landsberg aus? Hier gibt’s die Auflösung!

Zeitreise ins Jahr 1992

Überraschende Parallelen hat unser Redakteur Christian zwischen der aktuellen Saison und dem Jahr 1992 entdeckt – auf Hinweis eines aufmerksamen Lesers. Wir begeben uns also auf eine Zeitreise: Wir reisen zurück ins Jahr 1992. Die Löwen sind im Frühsommer zuvor nach nur einem Jahr Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga wieder in die damals drittklassige Bayernliga abgestiegen… Wie es weitergeht lest ihr hier!

Sechzig im Podcast der Hartplatzhelden

Seit knapp eineinhalb Jahren gibt es den Hartplatzhelden-Podcast. Die „Hartplatzhelden“ sind Michael Franke, Vorsitzender der FT Gern und Gerd Thomas, Ehrenvorsitzender des FC Internationale Berlin. In der aktuellen Folge (Nummer 26 vom 26.08.2026) geht es auch um Sechzig. Hier findet ihr den Link und ein paar Informationen, warum die aktuelle Folge durchaus hörenswert ist!

Löwen bereiten sich auf Landsberg vor

Das wars auch schon mit Sechzig um Sieben, damit geht ihr wie immer bestens vorbereitet in den Freitag. Heute wartet unter anderem der Expertentipp und unser Bericht aus der Löwenrunde auf Euch, zudem sind die Amas in Wasserburg im Einsatz! Schaut einfach wieder rein, bei uns verpasst ihr nichts!

TSV Landsberg kommt mit 650 Fans nach Giesing

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tsv landsberg tsv 1860 ii bayernliga

Mit 650 Fans im Rücken wird der TSV Landsberg am Sonntag im Grünwalder Stadion auflaufen. Dies ist durchaus eine beachtliche Anzahl, wenn man bedenkt, dass die Lechstädter bei den bisherigen drei Heimspielen (u.a. gegen den nahen FC Memmingen) “nur” 935 Zuschauer im Schnitt begrüßen durften.

TSV Landsberg mit 650 Fans nach Giesing

Entsprechend begeistert zeigt sich Werner Seemüller, Abteilungsleiter Fußball des TSV Landsberg, über den regen Zuspruch:

“Die Nachfrage und der Support sind überwältigend. Fast 650 Landsberger im Grünwalder — das ist ein Auftritt, den unsere Mannschaft im Rücken spüren wird. Dafür kann man diesem Verein und seinen Fans nur danken.”

Die Lechstädter waren zuletzt gut in Form und setzten sich unter der Woche im Achtelfinale des Toto Pokals gegen den Ligakonkurrenten TSV Schwaben Augsburg mit 3:1 durch.

Chancenauswertung als Manko

Dass die Landsberger dabei gleich drei Treffer erzielten, dürfte vor allem Trainer René Schröder freuen, der nach dem 0:0 im letzten Ligaspiel gegen den VfB Eichstätt zu Protkoll gab:

“Täglich grüßt das Murmeltier! Auch heute haben wir uns wieder eine Vielzahl an Möglichkeiten herausgearbeitet, konnten aber leider keine einzige davon nutzen. Deshalb müssen wir uns wieder mit einem 0:0 zufriedengeben. Gerade in der ersten Halbzeit waren wir richtig gut im Spiel. Die zweite Halbzeit war dann wesentlich ausgeglichener und wir müssen uns mit dem 0:0 begnügen.”

Die Löwen sollten also gewarnt sein und dem TSV Landsberg (sowie den mitgereisten Fans) möglichst schnell zeigen, wer der Herr im Haus ist. sechzger.de berichtet am Sonntag natürlich wieder live aus dem Grünwalder Stadion.

Historische Parallelen: Ein Blick ins Jahr 1992

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Zugegeben: Der Verfasser dieser Zeilen und Betrachtungen wurde von einem aufmerksamen Leser auf die Tatsache hingewiesen, die hier besprochen wird. Und wir sollten den Parallelen vielleicht auch nicht zu viel Bedeutung beimessen. Oder doch? Am Ende steht in der Geschichte auf jeden Fall ein Happy End. Das würden wir in der Gegenwart auch so nehmen. Mit Handkuss.

Werner Lorant übernimmt nach dem Abstieg

Wir reisen zurück ins Jahr 1992. Die Löwen sind im Frühsommer zuvor nach nur einem Jahr Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga wieder in die damals drittklassige Bayernliga abgestiegen, in der man – nach dem Linzenzentzug von 1982 – zuvor schon neun lange Jahre ein trauriges Dasein gefrist hatte, das zwar von der unerschütterlichen Treue der Löwenfans, aber auch von vielen, vielen sportlichen Enttäuschungen und nur wenigen Höhepunkten geprägt war. Zum Neustart im Sommer ’92 kam ein neuer Trainer an die Grünwalder Straße, der sich in den Folgejahren einen großen Namen beim TSV 1860 München machen sollte: Werner Lorant.

Mauer Start mit zwei Unentschieden

Vor der Spielzeit wusste keiner so recht, wo man als Zweitligaabsteiger eigentlich stand, der sofortige Wiederaufstieg war aber logischerweise das klare Ziel. Doch der Saisonauftakt war wenig vielversprechend. Die beiden ersten Spiele gegen den SC 08 Bamberg (2:2) und bei der SpVgg Fürth (1:1 vor 7.000 Zuschauen am altehrwürdigen, noch kein bisschen ausgebauten Ronhof) endeten nur Unentschieden. Die Parallele zu dieser Saison 2026/27 schon erkannt? Klar, damals war die Enttäuschung über die beiden Remis zum Start deutlich größer, als Anfang August 2026 – die Punktausbeute war aber identisch.

Erster Sieg im dritten Spiel…

Weiter ging es vor 34 Jahren dann mit einem knappen 2:1 Sieg (im “Glutofen Sechzgerstadion” wie die Abendzeitung am Montag danach titelte) über den TSV Verstenbergsgreuth. Dieser Verein trat damals noch mit einem eigenen Team im ambitionierten Amateurfußball an und war noch nicht – wie später dann – mit dem Löwengegner des vorangegangenen zweiten Spieltags dieser Saison fusioniert worden. Diesem ersten Saisonsieg im dritten Spiel (wie heuer in Memmingen) folgte damals ein weiterer Erfolg: Ein 1:0 beim TSV Eching. Zwei Unentschieden und zwei Siege zum Auftakt. Das kennt wir aus den letzten Wochen.

…Pokal-Aus nach dem zweiten Liga-Sieg

Und damit nicht genug: Nach den ersten vier Ligaspielen folgte die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal. Mit Dynamo Dresden schaute am 18. August 1992 ein zwei Ligen höher beheimatetes Team vorbei, dem der Außenseiter TSV 1860 auf dem Rasen lange Paroli bot, sich aber letztlich – ein wenig unglücklich – mit zwei Gegentoren geschlagen geben musste (1:2). Rund 15.000 Zuschauer waren damals – wie heute – beim Pokalspiel auf Giesings Höhen zugegen. Freilich war das Stadion damals nur etwa halbvoll. Nicht alles lief im Sommer 1992 wie heuer.

1992 folgten fünf Siege

Damit endet die belegbare Parallele – zunächst. Und wie ging es dann 1992 weiter? Nun, die Löwen spielten selten gut, eilten aber von Sieg zu Sieg. Fünfmal in Folge gingen Roland Kneißl & Co. vom Platz, ohne auch nur ein Gegentor kassiert zu haben. Gegen die SpVgg Weiden (3:0 vor nur 4.500 Zuschauern im Sechzgerstadion an einem Mittwochabend Ende September), im Auswärtsspiel gegen die kleinen Roten (1:0 vor immerhin 6.200 im Grünwalder Stadion), gegen Jahn Regensburg mit Trainer Karsten Wettberg (1:0, 10.000 Zuschauer) in Memmingen (1:0) und gegen den 1. FC Passau (4:0, 7.500) hielt die Serie von damit sieben Siegen am Stück. Just, als mit dem überzeugenden Sieg über die Niederbayern der Knoten geplatzt schien, kam der FC Starnberg daher. Am 10. Spieltag setzte es in Unterhaching (wo die Starnberger das Heimspiel gegen die großen Löwen austragen mussten) gegen den Aufsteiger die erste, sehr bittere Niederlage der Saison (2:3).

Aussichten auf diesen Spätsommer

Übertragen in die Gegenwart würde das bedeuten, dass wir uns nun auf Siege gegen Landsberg, in Vilzing, gegen Schwaben Augsburg, in Fürth und gegen den 1. FC Nürnberg II freuen dürften. Die nächste Niederlage würde im zehnten Ligaspiel der Saison in Burghausen drohen. Andererseits: So kleinteilig müssen die Parallelen zu 1992 ja nicht unbedingt weitergehen.

Zwei Aufstiege hintereinander

Uns würde eine Analogie des Großen und Ganzen schon genügen.
Wer erinnert sich?
Am Ende der Spielzeit 1992/93 stand – nach einer Aufstiegsrunde mit u.a. dem SC Norderstedt, also einem Verein aus dem hohen Norden der Republik – die direkte Rückkehr in den Profifußball. Und nur ein weiteres Jahr später war dann der Bundesligaauftstieg in Meppen zu bejubeln. Die Löwen waren völlig sensationell durch die nächsthöhere Liga durchmarschiert.
Entsprechend in der Gegenwart gedacht steht also schon im Frühsommer 2028 die Rückkehr des TSV 1860 in die 2. Bundesliga auf dem Spielplan.
Nehmen wir, oder?

Nur vier analoge Gegner

Noch ein Nachsatz: Für die wirklich historisch interessierten Leser*innen ist die Betrachtung der – rein bayerischen – Ligagegner aus der Saison 1992/93 im Vergleich zu 2026/27 vielleicht noch von Belang. Eigentlich sind es nur vier Vereine, die damals wie heute gegen 1860 antraten: Die kleinen Roten, der FC Memmingen, der 1. FC Schweinfurt und die SpVgg Bayreuth. Hinzu kamen damals noch der FC Augsburg und die SpVgg Fürth, die jeweils mit ihren ersten Mannschaften in der “Amateuroberliga Bayern”, wie sie offiziell hieß, mitspielten.

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Titelbild: Aufstiegs-Platzsturm in Giesing am 13. Juni 1993: Die Löwen sind nach nur einem – erneuten – Jahr in der Bayernliga zurück im bezahlten Fußball.

Hartplatzhelden: Sechzig München als Vorreiter?

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hartplatzhelden

Seit knapp eineinhalb Jahren gibt es den Hartplatzhelden Podcast. Die „Hartplatzhelden“ sind Michael Franke, Vorsitzender der FT Gern und Gerd Thomas, Ehrenvorsitzender des FC Internationale Berlin. In der aktuellen Folge (Nummer 26 vom 26.08.2026) geht es auch um Sechzig, Grund für uns die Folge zu bewerben und kurz zu beleuchten (wir wollen natürlich nicht spoilern).

Hartplatzhelden: Sorgen und Nöte des Amateurfußballs

Selbst beschreiben sich die beiden in ihrem Spotify-Profil wie folgt:

„Wir sind die Stimme des Amateurfußballs. Hier kommen Menschen zu Wort, die sich seit Jahren im Verein engagieren. In Kolumnen oder Podcasts stellen sie Ideen vor, wie der Sportverein der Zukunft aussehen kann, und erklären die Bedeutung des Ehrenamts für die Gesellschaft.”

Weltmeisterkapitän Philipp Lahm, der selbst bei der FT Gern begann, sagt:

„Die Hartplatzhelden diskutieren die Sorgen und Nöte des Amateurfußballs, aber sie entwickeln auch Lösungen. Sie packen an, und das ehrenamtlich – deswegen unterstütze ich sie gerne.”

„Der Breitensport verdient einen höheren Stellenwert in der Politik“

Entsprechend geht es in den Gesprächen in der Länge eines Fußballspiels um Dinge wie „Was sind uns Werte wert?“ (Folge 25), „Mehr Wertschätzung im Ehrenamt“ (Folge 22), „Finanzen im Verein“ (Folge 16), „Rettet die Amateure” (Folge 9) oder „Gewaltprävention und Fairness“ (Folge 8). Thema bzw. Titel der aktuellen Folge 26 ist „Der Breitensport verdient einen höheren Stellenwert in der Politik“. Diskutiert wird dies mit einem sehr prominenten Gast aus der Fußballbranche: („Zettel“-)Ewald Lienen.

Football for the people als Beispiel für „Reclaim the game“?

Der TSV 1860 spielt in dieser Episode quasi dreifach eine Rolle, wenn auch nur eine kurze: Zum einen ist Michael Franke bekennender Löwenfan, zum Zweiten ist Ewald Lienen kein Unbekannter bei Münchens großer Liebe (Trainer vom 13.05.2009 bis 17.06.2010) und drittens ging die „Blutgrätsche der Woche“ an unsere Löwen bzw. Ex-„Kreditgeber“ Hasan Ismaik, der mit seiner „Blutgrätsche“ sein eigenes „Investment“ mal so richtig umgesäbelt hat.

Knapp wird hierfür nochmals der Frühsommer bei unseren Löwen umrissen, um anschließend zu zeigen, wie aus dieser Krise die enorme Energie, wie sie im Löwenkosmos aktuell zu spüren ist, entstand. Für Franke kann Sechzig zu einem Vorreiter werden, wie ein anderer Fußball – nicht nur, aber vor allem frei von Investoren – möglich ist, auch wenn Geld natürlich weiterhin benötigt wird. Exemplarisch wird vor allem auf „Football for the people“ eingegangen, was bei Ewald Lienen offene Türen eintritt. Für ihn liegt die Zukunft in genossenschaftlichen, kooperativen Ansätzen – wie sie er auch zum Beispiel mit der Genossenschaft beim FC St. Pauli mitetabliert hat – da seiner Meinung nach alle aktuellen Probleme – von Exzessen im Fußball bis zur Klimakatastrophe – daraus entstehen, dass einige wenige auf Kosten anderer „verdienen bis der Arzt kommt“, woraus Kollateralschäden entstehen, die dann wieder von der Gesellschaft aufgefangen werden müssen. Dementsprechend findet er es wichtig, generell die „Gesellschaft neu zu denken“ und in diesem Sinne könnte unser Verein eine Vorreiterrolle einnehmen, wie man Fußball wirklich nachhaltig gestalten kann.

Die heilende Wirkung des (Breiten-)Sports und der fehlende Mut der Verbände

Die restliche Folge beschäftigt sich dann, wie der Titel schon verrät, mit Aspekten, in denen der (Breiten-)Sport gesellschaftliche Beiträge leistet, die aber leider von der Politik und der Wirtschaft zu wenig Wertschätzung erfahren. Dabei wird unter anderem auf die Punkte körperliche und psychische Gesundheit, Prävention, Wertevermittlung und gesellschaftlicher Zusammenhalt eingegangen und diskutiert, inwiefern der Breitensport dazu beiträgt und der Frage nachgegangen, warum er dennoch nicht stärker unterstützt wird.

Insgesamt sehr unterhaltsame knapp 90 Minuten, die wichtige gesellschaftliche Fragen aufwerfen und teilweise auch umsetzbare Lösungen präsentieren, für die es allerdings politischen Willen und den Mut, auch einmal etwas zu verändern, braucht – und dieser fehlt leider sowohl in den Verbänden als auch in der Politik viel zu häufig.

Wunschaufstellungen zu TSV 1860 – TSV Landsberg

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Wunschaufstellungen Trikot Tsv 1860

In der Vorsaison lieferte sich die U21 der Löwen mit den Lechstädtern in der Bayernliga Süd ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel in der Bayernliga Süd – mit dem besseren Ende für Münchens große Liebe! Dieses Jahr trifft Alper Kayabunar im Grünwalder Stadion mit der 1. Mannschaft in der Regionalliga Bayern auf den Aufsteiger. Wie sehen die Wunschaufstellungen der Redaktion für das Duell des TSV 1860 München mit dem TSV Landsberg aus?

Wunschaufstellungen zu TSV 1860 – TSV Landsberg

Thomas Spiesl

Leichte personelle Anpassungen nimmt Thomas vor und gönnt Julian Bell und Florian Niederlechner eine Pause. Für den Routinier rückt Fabio Wagner nach seinem Premierentor in Aubstadt in die Spitze. In der Abwehrreihe kehrt Felix Weber in die Startelf zurück, zudem darf Raphael Wach hinten rechts verteidigen. Vor ihm soll Cristian Leone auf dem rechten Flügel für Druck sorgen.

Peter Gratz

Auch Peter sieht Raphael Wach in der Startformation, setzt ihn jedoch im defensiven Mittelfeld neben Kapitän Dennis Dressel ein. Rechts hinten kommt Mark Gevorgyan von Beginn an zum Einsatz, im rechten Mittelfeld darf sich Cristian Leone zeigen. Arian Ortivero Calderon soll im Sturmzentrum mit Flanken gefüttert werden, um die Gäste aus Landsberg mit seinen Toren zu besiegen.

Stefan Kranzberg

Aufrgund der bevorstehenden englischen Woche nimmt auch Stefan Änderungen an der Startelf vor und lässt Lance Fiedler, Emre Erdogan und Tunay Deniz erstmal draußen. Links hinten darf folglich Moritz Seiffert verteidigen, auf dem linken Flügel soll Fabio Wagner für Betrieb sorgen. Während Raphael Wach im defensiven Mittelfeld aufläuft, soll Mark Gevorgyan seine Giftigkeit auf dem rechten Flügel ausspielen.

Max Brunner

Raphael Ott steht bei Max nur wenige Tage nach seinem Wechsel zurück zum TSV 1860 direkt in der Startelf. Für ihn muss Michael Eberwein weichen, der sich für den Toto Pokal gegen Buchbach schonen darf. Auch Florian Niederlechner bekommt eine Pause und wird durch den jungen Arian Ortivero Calderon ersetzt.

Tobias Taprogge

Auch Tobi beordert Raphael Ott direkt in die erste Elf, allerdings auf den rechten Flügel. Im offensiven 4-1-4-1 soll Tunay Deniz den Kollegen Michael Eberwein in der Spielgestaltung unterstützen, in der Spitze Routinier Florian Niederlechner für die Tore sorgen.

Deine Meinung ist gefragt!

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt deiner Wunschelf am nächsten? Oder hast du ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf deinen Vorschlag!

Grafiken: meineaufstellung.de
Titelbild: Societas

Sechzig um Sieben: Raphael Ott kehrt zurück

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Alle haben einen eher ereignisarmen Dienstag im Löwenkosmos erwartet, doch die Verantwortlichen überraschten die Fans mit einem Neuzugang. Abgesehen davon haben wir heute schon unsere Vorberichterstattung fürs Wochenende gestartet. Alles Informationen findet ihr wie gewohnt in Sechzig um Sieben:

Amateure am Freitag in Wasserburg

Nach einer wenig erfolgreichen Woche versucht die U21 wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren:

Amas, bitte wieder siegen! Am besten gleich am Freitag in Wasserburg am Inn.

Eigengewächs Ott kehrt zurück an die Grünwalder Straße 114

Etwas aus dem nichts kündigte der TSV 1860 gestern in den sozialen Medien einen weiteren Neuzugang an. Es stellte sich heraus, dass es ein alter Bekannter ist:

Rückkehr: Raphael Ott wechselt zum TSV 1860 München

Wie geht es mit den anderen Talenten weiter?

Hat sich einer unserer Redakteure gefragt. Seine Gedanken dazu lest ihr hier:

Erdogan, Fiedler, Faßmann & Co.: Wie gehts weiter?

Der Mann an der Pfeife

Wissenswertes rund um den Unparteiischen der Partie gegen Landsberg hat wie immer Christian für euch zusammengetragen:

Der Mann an der Pfeife (gegen Landsberg): Christian Dietz

Der Mann an der Pfeife (gegen Landsberg): Christian Dietz

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Neue Liga – alte Rubrik. Trotz Zwangsabstiegs in die Regionalliga Bayern wollen wir an der Tradition festhalten und unsere geneigten Leser*innen vor den Spielen des TSV 1860 ein wenig über die Vita des oder der im folgenden Spiel eingeteilten Unparteiischen informieren. Und auch über die ihm/ihr an die Seite gestellten Unterstützer. Hier geht es nun um Christian Dietz, der am Sonntag im Sechzgerstadion im Einsatz ist, wenn der TSV Landsberg bei den Löwen zu Gast ist. Er wurde vor 42 Jahren im oberfränkischen Kronach geboren und lebt heute in Altdorf bei Nürnberg

Zuletzt vor acht Jahren die Löwen gepfiffen

Die letzte Begegnung von Christian Dietz als Hauptschiedsrichter mit dem TSV 1860 liegt schon fast acht Jahre zurück. Am 10. Oktober 2018 war’s, als die Löwen in der 2. Runde des Totopokals mit 2:0 in Buchbach gewinnen konnten. Knapp zwei Monate und eine Landespokalrunde zuvor hatte er uns auch schon in die nächste Runde begleitet. Bei einem 5:1-Sieg in Dornach. Aus der letzten Regionalliga-Spielzeit 17/18 für Münchens Große Liebe sind ebenfalls zwei Partien mit Christian Dietz verzeichnet. Die 0:1-Heimniederlage gegen die kleinen Roten im Oktober und das gleiche – unerfreuliche – Ergebnis im Regen vom Buchbach am 3. Spieltag. Im Frühjahr 2013 pfiff er außerdem ein 1:1 der Zweitligalöwen gegen den FC Ingolstadt in der Allianz Arena.

Ein WM-Teilnehmer auf Giesings Höhen

Obwohl Dietz zwischen 2010 und 2019 insgesamt 57 Spiele in der 2. Bundesliga und 54 Partien eine Liga tiefer gepfiffen hat, kam es auf diesen Ebenen – aufgrund seiner bayerischen Herkunft – zu keinen Einsätzen, wenn 1860 am Ball war. Seit rund sieben Jahren liegt Dietz’ Fokus inzwischen in höheren Ligen und dort auf der Tätigkeit als Linienrichter. Hier blickt er auf 203 Spiele in der 1. Bundesliga und zahlreiche internationale Partien zurück. Einen Karrierehöhepunkt dürften dabei die beiden Einsätze bei der jüngsten FIFA-WM  dargetellt haben, als er im Team von Hauptschiri Felix Zwayer bei den Spielen des Gastgebers USA gegen Australien (2:0) und der Demokratischen Republik Kongo gegen Usbekistan (3:1) das Fähnchen winken durfte. Man kann also festhalten, dass ein durchaus erfahrener Unparteiischer am Sonntag Nachmittag in Giesing aufschlagen wird.

Verwarnungsstatistik von Dietz

In Sachen Verwarnungen sind für 297 Spiele auf höherem Leistungsniveau, die für Dietz auf transfermarkt.de verzeichnet sind, 1.347 Gelbe Karten verzeichnet. Viereinhalb pro Spiel, was dem Durchschnitt der Schiri-Gilde im Allgemeinen entspricht. Alle sechs Partien zückt er Gelb-Rot, alle fünf glatt Rot, was etwas häufiger ist, als bei den meisten seiner Kollegen. Mit 118 Elfmetern (alle zweieinhalb Spiele einer) ist er ebenfalls eher ein Freund dieser Sanktionsmöglichkeit, als andere Kolleg*innen in schwarz.

Linienrichter gegen Landsberg

Unterstützt wird der gebürtige Kronacher (übrigens nicht der einzige Mann aus der oberfränkischen Kreisstadt, der in der Vorberichterstattung zum Landsberg-Spiel noch eine Rolle auf sechzger.de spielen wird – am Freitag mal die Augen offen halten!) an den Seitenlinien von Tobias Schultes (35) aus Betzigau im Oberallgäu und Luca Fritsch (26) aus Hersbruck im Nünberger Land.

Tobias Schultes

Schultes hat als Hauptschiedsrichter in fast 170 Spielen in der 3., der Regional- und der Bayernliga schon viel Erfahrung sammeln können. Viermal pfiff er in seiner Karriere auch schon die Löwen: 2017/18 in der Regionalliga und dann noch zweimal im Totopokal. Als Assistent war er schon in allen drei höchsten deutschen Profiligen im Einsatz. Den Löwen ist er in dieser Rolle genau einmal begegnet. Beim legendären 4:3-Sieg nach Elfmeterschießen im Landespokal gegen Haching im Oktober 2019.

Luca Fritsch

Der noch junge Fritsch hat seit seiner Premiere als Schiedsrichter im letzten Sommer einige Partien der Landesliga als höchste Spielklasse geleitet. Als Linienrichter ist er seit etwas über zwei Jahren immerhin in der Regionalliga Bayern am Start. Und dabei auch schon bei den Löwen dabei gewesen: Im heurigen ersten Saisonspiel in Schweinfurt. Also noch gar nicht so lange her.

Hinweis zum Vierten Offiziellen

An dieser Stelle folgt nun ein wichtiger Hinweis aus unserer Leser*innenschaft, der uns kürzlich erreichte und den wir Euch an dieser Stelle  nicht vorenthalten wollen. Yannick, als langjähriger Schiedsrichter besonders interessierter Leser unserer Rubrik Der Mann/Die Frau an der Pfeife hat uns über die konkrete Rolle des Vierten Offiziellen in der Regionalliga Bayern informiert:

Der ist nämlich hier der “Spiel- und Medienbeauftragte”, dessen vorrangige Aufgabe die Dokumentation der Rahmenbedingungen (insbesondere jener mit Sicherheitsrelevanz) und das Erstellen Livetickers für bfv.de ist. “Er ist daher nicht regulärer Teil des Schiedsrichterteams (auch wenn den Job hauptsächlich ausgebildete Schiedsrichter aus dem Amateurbereich machen), und sitzt auch nur auf der Tribüne. Damit ist er nicht vergleichbar mit dem bekannten ‘Mann zwischen den Bänken’, der in der Dritten Liga noch normal war. In der Regionalliga Bayern gibt es einen ‘echten’ 4. Offiziellen nur in Ausnahmefällen wie Livespielen des BR, die Ansetzung ist dann allerdings aus technischen Gründen gut versteckt,” führt Yannick in seiner Email aus. Vielen Dank für den Hinweis. Solche Leser*innen kann man sich nur wünschen!

Seltsame Besetzung durch den BFV

Ausgestattet mit diesem (neuen) Wissen über die Rolle des Vierten Offiziellen, wollen wir der Tatsache, dass dieser am kommenden Sonntag auf Giesings Höhen ausgerechnet der Leiter der Schiedsrichterabteilung beim von uns nicht wirklich geschätzten Verein aus der Seitenstraße ist, vielleicht nicht zu viel Bedeutung beimessen. Mit der Vita dieses “roten Schiris”, der auf den Namen Georgios Kechagias hört und schon seit über 30 Jahren das zweifelhafte Vergnügen hat, Mitglied in diesem Verein zu sein, beschäftigen wir uns an dieser Stelle aber auf jeden Fall nicht. Das wäre dann doch zu viel der Ehre und Aufmerksamkeit.

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Titelbild: Klein in der Mitte der Hälfte der Löwen zu sehen: Christian Dietz bei seinem bislang einzigen Einsatz als Schiedsrichter im Sechzgerstadion bei einem Spiel der Löwen. Am 22. Oktober 2017 beim Derby gegen die kleinen Roten.

 

Amas, bitte wieder siegen! Am besten gleich am Freitag in Wasserburg am Inn.

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Nach erfolgreichem Saisonstart mit zwei deutlichen 5:1-Siegen gegen Geretsried und in Schwabmünchen – allerdings zugegebenermaßen noch mit jeweils aus dem Gesamtkader zusammengestellten Teams – ist der Motor der Amas des TSV 1860 zuletzt ein wenig ins Stocken geraten. Aus den letzten fünf Spielen konnten – bei zwei Niederlagen – nur drei weitere Zähler eingefahren werden. Am kommenden Freitag (18.60 Uhr, Stadion an der Landwehrstraße) geht es zum Aufsteiger nach Wasserburg am Inn, der in der Tabelle der Bayernliga Süd aktuell drei Plätze vor den kleinen Löwen (10.) rangiert. Es ist also an der Zeit, nach über einem Monat, wieder einmal einen Dreier einzufahren.

Aufstieg im Sommer gegen Hauzenberg

Nach vier durchaus erfolgreichen Spielzeiten in der Landesliga Südost, an deren Ende aber jeweils kein Aufstieg in die Bayernliga stand, sind die Innstädter in diesem Sommer (endlich) wieder in die Fünftklassigkeit zurück gekehrt. Zwei Relegationsspiele gegen den FC Sturm Hauzenberg (der wiederum den Meisterlöwen zwei der nur sechs Saisonniederlagen der vergangenen Saison beigebracht hatte) wurden jeweils mit 2:0 gewonnen und besiegelten die Rückkehr in die Bayernliga Süd.

Schwacher Saisonstart

Der Start in die neue Spielzeit verlief holprig. Nach drei Niederlagen gegen Gundelfingen, in Schwaig und Kirchanschöring und dem zwischenzeitlichen Aus in der 2. Runde des Totopokals (1:6 gegen den Regionalligisten Buchbach) gelang erst vor knapp drei Wochen der erste Punktgewinn (2:2 gegen Erlbach). Doch inzwischen sind die Wasserburger in der Spur: In Ismaning, gegen Rosenheim und in Kottern gelangen drei Siege in Folge. Diese Serie will man nun natürlich gegen 1860 fortsetzen.

Nur ein Sieg gegen 1860

Und damit den überhaupt erst zweiten Erfolg über Münchens Große Liebe realisieren. In der Vergangenheit traf man bislang dreimal aufeinander. In der dann wegen Corona unter- und abgebrochenen sogenannten Spielzeit “2019/21” empfing man 1860 Ende September 2019 und besiegte das Team von Frank Schmöller mit 2:0. In der Saison 21/22 siegten dann Schmöllers junge Löwen im August an der Landwehrstraße mit 2:0 und im Rückspiel im März in Gilching gar mit 3:0. Als Torschützen konnten sich in diesem letzten Aufeinandertreffen übrigens Tim Linsbichler und Lorenz Knöferl eintragen, deren Namen den Löwenfans auch aus Profi-Einsätzen noch in Erinnerung sein sollten.

Fragen an den Trainer in Wasserburg

Der Trainer des TSV Wasserburg, Florian Heller (44), der – nach Stationen als Coach in Unterhaching und zuletzt Rosenheim – schon seit Mitte Januar 2023 am Inn das Zepter schwingt, beantwortete uns im Vorfeld der Partie dankenswerter Weise ein paar Fragen.

Im Hinblick auf den oben angesprochenen verpatzten Saisonstart stimmt er zu, dass sein Team (der Kader ist im Mittel 24 Jahre alt, was dem Ligaschnitt entspricht) erst in der neuen Liga ankommen musste: “Ja, das mussten wir und die Gegner waren jetzt auch nicht so schlecht, aber dass wir es so klar und grenzenlos aufgezeigt bekommen, war sehr unangenehm. Aber wichtig!” Als Saisonziel gibt er den direkten Klassenerhalt in der Bayernliga Süd an. Spiele gegen den TSV 1860 München hat er – als aktiver Akteur – noch dunkel in Erinnerung. “Aber das ist zu lange her.” Tatsächlich stand Heller zwischen 2005 und 2013 insgesamt siebenmal bei seinen Stationen in Aue, Mainz und Ingolstadt in Zweitligapartien gegen die Löwen auf dem Feld und erzielte dabei sogar zwei Treffer.

Neues Trainerduo noch ohne Sieg

Das neue Trainerduo an der Seitenlinie bei 1860, Wolfgang Sonnenhauser und Christoph Rech hatte in seinen ersten fünf Spielen mit der neuen Mannschaft bislang noch wenig Grund zum Jubeln. Am vergangenen Freitag konnte man bekanntlich eine 1:0-Führung gegen den FC Deisenhofen – trotz mehr als einer Halbzeit in numerischer Überzahl – nicht über die Ziellinie bringen, sondern kassierte nach einer guten Stunde den Ausgleich, bei dem es dann auch blieb. “Erneut stehen wir nach dem Spiel da und wissen nicht, warum wir nur 1:1 gespielt haben,” sagte Jungcoach Rech nach dem Spiel gegenüber 1860muenchen.com. Dienstags zuvor war das Resultat noch frustrierender, als die Löwen beim Aufsteiger SpVgg Landshut mit 2:6 unter die Räder gekommen waren. Bleibt zu wünschen, dass es zum Start ins Wochenende, das die erste Mannschaft dann am Sonntag Nachmittag gegen Landsberg abschließt, endlich der erste Sieg für Rech & Sonnenhauser gelingt.

Weiter geht es dann für die Amas übrigens genau eine Woche später, wenn – erneut am Freitagabend um 18.60 Uhr – der FC Gundelfingen an der Grünwalder Straße 114 vorbeischaut.

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Titelbild: Stadion an der Landwehrstraße in Wasserburg. Danke für die Zurverfügungstellung an Leo Bauer.

 

 

Rückkehr: Raphael Ott wechselt zum TSV 1860 München

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Nach Zwischenstationen bei Viktoria Köln und dem FC Schalke 04 II kehrt Raphael Ott zum TSV 1860 München zurück. Der Offensivspieler unterschrieb einen Vertrag bei der neuen Spielbetriebsgesellschaft.

Von Giesing nach Köln und Gelsenkirchen

Raphael Ott war im Sommer 2016 vom TSV Murnau zu den Löwen gewechselt, hatte seitdem sämtliche Juniorenmannschaften durchlaufen und war im vergangenen Sommer in den Profikader aufgenommen worden. Im Toto Pokal brillierte er mit acht Toren in vier Partien und auch in der 3. Liga sorgte er für ein sportliches Highlight. Bei der 1:3-Heimniederlage gegen – natürlich – Viktoria Köln traf Ott per Fallrückzieher und erzielte eins der schönsten Tore der Saison.

Nach 14 Drittliga-Spielen verließ Ott den TSV 1860 München und wechselte ligaintern von der Isar an der Rhein zu Viktoria Köln. Auch dort konnte sich der Offensivspieler nicht durchsetzen und kam nur zu vier Einsätzen in der 3. Liga. Etwas besser verlief seine Leihe zum FC Schalke 04 II, wo er in der Regionalliga West 15 Spiele absolvierte und dabei zwei Treffer erzielte sowie sieben weitere Tore vorbereitete. Nachdem in Köln weiterhin nicht mit dem gebürtigen Weilheimer geplant wird, folgt er nun dem Ruf aus der Heimat und kehrt an die Grünwalder Straße zurück.

Raphael Ott wechselt zurück zum TSV 1860 München

Dass es mit dem Wechsel zurück zu seinem Ausbildungsverein geklappt hat, freut den 20-Jährigen sehr:

“Ich bin sehr glücklich, wieder an der Grünwalder Straße zu sein und das Trikot des TSV 1860 München tragen zu dürfen. Als mein Vertrag zum Ende der Saison 2024/25 nicht verlängert wurde, habe ich die Chance genutzt, mir in einer neuen Stadt andere Eindrücke zu holen. Auch auf Schalke habe ich bei einem großen Traditionsverein einiges dazugelernt. Nun kehre ich mit mehr Erfahrung zurück und werde diese für meine persönliche Entwicklung nutzen.”

Auch Geschaftsführer Thomas Probst hält große Stücke auf den Offensivspieler, der die 27 tragen wird, und freut sich über die Rückkehr:

“Raphael wurde viele Jahre in unserem Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet. Bei uns hat er seine technischen Qualitäten verfeinert, sein Spiel entwickelt und schlussendlich seinen ersten Einsatz in der 3. Liga gefeiert. Schön, dass er seinen weiteren sportlichen Weg nun wieder mit uns geht.”

Foto: TSV 1860