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Das Ismaik-Interview im Faktencheck

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Hasan Ismaik TSV 1860
Bild: Anne Wild

Hasan Ismaik hat sich wieder zu Wort gemeldet, in einem Interview mit den investorennahen Blog “dieblaue24” äußerte sich Ismaik zur Stadionthematik und seinen Wohnungsplänen in München – sechzger.de unterzieht seine Aussagen einem Faktencheck mit persönlicher Bewertung.

Ismaik: “Wir verlieren jedes Jahr knapp 6 Millionen Euro garantierten Gewinn”

Ismaik: “Wir müssen mit Oberbürgermeister Dieter Reiter reden, um eine Lösung für ein Grundstück zu bekommen. Unsere Löwen verlieren jedes Jahr knapp sechs Millionen Euro garantierten Gewinn. Das nennt man im Umkehrschluss Verluste. Geld, das uns fehlt, um eine gute Mannschaft aufzubauen und in den Nachwuchs zu investieren. Und das alles nur, um im Grünwalder Stadion zu bleiben und weiterhin in Nostalgie zu schwelgen? Daher brauchen wir eine Kampagne, um endlich neue Wege für ein Stadion-Projekt zu gehen. In ganz Deutschland werden neue Stadion-Lösungen – von der Bundesliga bis in die Regionalliga runter – angestrebt. Nur Sechzig soll auf der Strecke bleiben. Warum?”

sechzger.de Faktencheck: Zum Stadion: Gespräche mit Dieter Reiter gab es in der Vergangenheit bereits mehrfach – auch Hasan Ismaik war öfters im Rathaus vorstellig. Einem von der Stadt angebotenen Grundstück in Riem erteilte Ismaik jedoch eine Absage: denn für das von ihm geplante Stadion mit 50.000+ Plätzen war das Grundstück zu klein, wie er der Stadt selbst schrieb. Jetzt steht das Grundstück nicht mehr zur Verfügung. Was Ismaik mit einer “Kampagne” für ein Stadionprojekt meint, führte er nicht näher aus.

“Auf der Strecke bleiben” sollen die Löwen im Übrigen nicht: 1860-Präsident Robert Reisinger hatte betont, eine zukunftsfähige, wirtschaftlich tragfähige Lösung für die Stadionsituation der Löwen zu wollen. Hauptaugenmerk läge dabei auf dem Standort Giesing, nicht nur mangels realistischer alternativer Stadien oder gar Grundstücke, sondern auch aufgrund des identitätsstiftenden Charakters des Viertels. Eine Festlegung auf das Grünwalder Stadion um jeden Preis, wie Ismaik es darstellt, ist das freilich nicht.

Was ist “garantierter Gewinn”?

Was ein “garantierter Gewinn” sein soll, erklärt Ismaik nicht. Ebenso wenig, wie er auf die Zahl von “knapp 6 Millionen Euro” kommt. Wenn man im Profifußball eines weiß: Garantierte Gewinne gibt es nicht, ebensowenig wie Parkhäuser, welche die Raten für überdimensionierte Stadien finanzieren. Die Geschäftsführung des TSV 1860 ist sicherlich in der Lage, Herrn Ismaik die Gewinn- und Verlustrechnungen aus den Jahren in der Allianz Arena, als diese dem TSV 1860 München noch zu 50% gehörte, vorzulegen.

Hierzu hatte der Blog, der nun das Ismaik-Interview führte, bereits 2015 herausgefunden:

“Die Löwen und die Allianz Arena – eine innige, herzliche Beziehung wird das wohl nicht mehr: Hohe Kosten, leere Zuschauerränge und keine Punkte, das zeichnet das Fröttmaninger WM-Stadion aus, wenn der TSV 1860 im Wohnzimmer des FC Bayern seine “Heimspiele” austrägt (…) Macht summasumarum  4,8 Millionen Euro per anno. Ein Verlustgeschäft, auch weil die Löwen als Mieter keine zusätzlichen Erlöse aus Namensrechten, Catering und Logen generieren können. Nicht mal am Bier-Umsatz profitiert der Löwe.” (Auszug aus: “Unrentable Arena: Nicht mal fürs Bier bekommt 1860 Geld” auf “dieblaue24” vom 24.03.2015)

“Starke Marke 1860 nur mit einmaligem Stadionprojekt”

Ismaik: “Eine starke Marke 1860 gibt es nur mit einem einmaligen Stadion-Projekt. Das Grünwalder Stadion, so viel Geschichte auch drin steckt, wird uns keine Zukunft schenken können, mit der alle einverstanden sind. Mir wurde von der Stadt vor Jahren versichert, dass in Giesing kein Bundesliga-Fußball gespielt werden kann, zumindest nicht in der Ersten Liga. Deswegen ist das vergebene Liebesmühe. Wir sollten vor der Stadt geschlossen auftreten – und sagen: “Wie und wo könnt ihr uns helfen?”

sechzger.de-Faktencheck: Was ein “einmaliges” Stadionprojekt sein soll, lässt Ismaik offen. Eigentlich sollte der TSV 1860, der in seiner Historie schon diverse Stadionprojekte durchlaufen hat, von denen einige sicher als “einmalig” (in wörtlicher wie metaphorischer Hinsicht) zu bezeichnen sein dürften, hier schon vollkommen zufriedengestellt sein.

Aber Spaß beiseite und zur Markenthematik: Die “Marke 1860” ist mit der Rückkehr ins Grünwalder Stadion wiedererstarkt. Dies spiegelt sich in den deutlich gestiegenen Mitgliederzahlen seit 2017, darunter eine stark gestiegene Anzahl an Kindern und Jugendlichen, jedoch auch der internationalen Anerkennung (siehe hierzu den Gastbeitrag auf sechzger.de: “A night in Giesing“) des Standorts und dem TSV 1860 als eigenes, bodenständiges und in der Stadt verwurzeltes Original, wieder.

Hier zitieren wir gerne unseren eigenen Artikel von vor knapp zwei Jahren: Betrachtet man den Punkt Identifikationspotential, muss klar gesagt werden: 1860 in Giesing ist eine Marke. Gerade in Zeiten, in denen Weltmeisterschaften nach Katar und Asiatische Winterspiele nach Saudi-Arabien (kein Witz!) vergeben werden, in denen im großen Stil Sportwashing betrieben wird und Menschenrechte in Austragungsländern oder beim Großsponsoren höchstens zweitrangig behandelt oder durch hübsche Plakate pro forma angesprochen werden, ist ein Fußball-Original wie der TSV 1860, der seine Wurzeln und Spielstätte in Giesing hat und für Bodenständigkeit, Verrücktheit und unbrechbare Treue steht, eine echte Alternative für Sponsoren gleich welcher Größe, die ihren Kunden die Identifizierung mit dem Echten, dem Bodenständigen, dem „Sauberen“ nahebringen wollen, von unschätzbarem Wert.

“Wir sollten vor der Stadt geschlossen auftreten” – über diesen Satz muss man freilich schmunzeln. Ist es doch Hasan Ismaik mit dem hier zitierten Interview höchstselbst, welcher der vom Verein dargelegten Haltung zur Stadiondiskussion mit seinen utopischen Neubauträumen (mehr dazu weiter unten) widerspricht und somit ganz allein dafür sorgt, dass der TSV 1860 München dieser Tage nicht geschlossen vor der Stadt auftritt. Ein klassisches Eigentor?

“Wir kennen die Zahlen. Wir dürfen nicht weniger als 37.000 Plätze anbieten”

Ismaik:Wir kennen die Zahlen, die 1860 früher im Olympiastadion oder in der Allianz Arena aktivieren konnte, wenn große Spiele angestanden sind. Ich sage: Wir dürfen nicht weniger als 37.000 Plätze anbieten.”

sechzger.de-Faktencheck: Wir alle kennen die Zahlen, das ist korrekt. In der Bundesliga, also zwei Spielklassen höher als der Status quo, boten sich folgende Zuschauerzahlen:

Saison   Wettbewerb                       Zuschauerschnitt Prozentuale Auslastung

03/04     Bundesliga                          28.203                   40,87%

02/03     Bundesliga                          26.547                   38,47%

01/02     Bundesliga                          26.424                   38,26%

00/01     Bundesliga                          27.982                   40,55%

99/00     Bundesliga                          32.671                   47,35%

98/99     Bundesliga                          32.476                   47,07%

97/98     Bundesliga                          33.624                   48,73%

96/97     Bundesliga                          38.794                   56,22%

95/96     Bundesliga                          35.512                   51,47%

Quelle: transfermarkt.de

Nur ein einziges Mal in neun Saisons schafften es die Löwen, im Schnitt Ismaiks präferierte Zahl von 37.000 Zuschauern zu erreichen bzw. zu überbieten. In der erfolgreichsten Saison der jüngeren Geschichte, 1999/2000, als die Löwen mit Icke Häßler und Martin Max die Champions League Qualifikation erreichten und zweimal im Derby gegen die Seitenstraße erfolgreich waren, hatte der TSV 1860 lediglich einen Zuschauerschnitt von 32.671.

Ja, Herr Ismaik, wir alle kennen die Zahlen. Wer natürlich möchte, dass alle Eventfans, die es mehr oder weniger mit dem TSV 1860 München halten, für die Spitzenspiele gegen den FC Bayern und Borussia Dortmund eine garantierte Eintrittskarte erhalten (nicht gleichzusetzen mit garantiertem Gewinn), und dafür in Kauf nimmt, dass das Stadion in der restlichen Saison zu 1/3 bis zur Hälfte gefüllt ist (und das scheint Ismaik im Sinn zu haben, da er ja nur von den “großen Spielen” spricht), findet sich in Ismaiks Größen(wahn?)ordnungen wieder.

“Wichtig ist, dass uns das Stadion zu 100 Prozent gehört”

Ismaik: Wichtig ist aber auch, dass uns das Stadion zu 100 Prozent gehört und wir nicht der Mieter sind. Wie soll sich denn 1860 überhaupt finanzieren? Das ist seit Jahrzehnten das Kernproblem in diesem Verein.

sechzger.de-Faktencheck: Der TSV 1860 München konnte sich bereits ein halbes Stadion nicht leisten, und dies wohlgemerkt in der 2. Liga, in welcher ein Vielfaches an Fernsehgeldern eingenommen wird, mit Parkhaus, eigener Vermarktung, VIP-Logen, etc. Die Allianz Arena war seit dem Abstieg aus der 1. Bundesliga das große Sorgenkind des TSV 1860, welches die Kassen Jahr für Jahr erdrückte und somit mittelbar auch den sportlichen Erfolg bzw. Nichterfolg verantwortlich war.

Zudem: wenn der TSV 1860 Alleineigentümer eines Stadions – wie Ismaik es vorsieht – sein sollte, wie wäre nach Ismaiks Ansicht ein solcher Neubau zu finanzieren? Wir haben kurz auf das Festgeldkonto der KGaA geschaut. Ganz reichen dürften die Reserven für einen Stadionneubau samt Infrastruktur drumherum nicht. Es wäre also in jedem Falle eine Fremdfinanzierung nötig. Eine hohe Verschuldung für kühne Stadionträume? Da klingelt irgendwie was…

Zum Glück hatte Hasan Ismaik im Gespräch mit Pro1860 vor der Mitgliederversammlung 2024 bereits mehr oder weniger konkrete Ideen hinsichtlich einer Stadionfinanzierung verlautbaren lassen.

Von den 100 Millionen Euro für das neue Stadion sollen ca. 80 bis 90 Millionen Euro als Kredit durch eine Bank (die Hasan Ismaik kennt) durch die KGaA finanziert werden und die benötigten 10 bis 20 Millionen Euro Eigenkapital sollen, ebenso wie die 100 Millionen Euro für sportliche Belange, (die laut Hasan Ismaik auch nicht sofort, sondern je nach Liga-Zugehörigkeit in Teilen jedes Jahr benötigt werden) entweder durch eine Kapitalerhöhung in der KGaA (auch mit neuen Gesellschaftern) oder frei-käufliche Aktien der KGaA oder auch durch weitere Kredite aufgebracht werden.

Heißt: maßgeblich (verzinstes) Fremdkapital. Die Bonität der Löwen dürfte den Zinssatz hier nicht gerade in den Keller drücken, auch wenn Ismaik die “Bank kennt”.

“Grünwalder Stadion, Grünwalder Stadion, Grünwalder Stadion”

Ismaik: “Die Leute, die die Kontrolle über 1860 haben, haben drei Prioritäten: Grünwalder Stadion, Grünwalder Stadion, Grünwalder Stadion – egal, was ist. Das ist wichtiger als alles andere. Sie wissen aber nicht, dass sie ihrem Verein dadurch schaden und ihn kleinmachen.”

sechzger.de-Faktencheck: diese Aussage – ganz im Narrativ des interviewenden Mediums – ist belegbar falsch: Erst vor wenigen Tagen äußerte sich Präsident Robert Reisinger in der AZ wie folgt: “Was wir wollen ist glasklar: Eine längerfristig wirtschaftlich tragfähige Lösung für den Spielbetrieb der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA im Profifußball. Ob das Grünwalder Stadion eine solche Lösung sein kann, wissen wir nicht”.

“Zukunft funktioniert nur in einem neuen Stadion”

Ismaik: “1860 braucht eine Zukunft und die funktioniert nur in einem neuen Stadion. Ich kann ihm (OB Dieter Reiter, d.Red.) versprechen: Die Stadt wird davon auch profitieren. Es wird eine Arena sein, auf die alle Fans und alle Menschen der Stadt stolz sein werden. Sie wird moderner als die Allianz Arena.”

sechzger.de-Faktencheck: wie gut 1860 in einem neuen Stadion “funktioniert” hat, zeigt erneut das Beispiel Allianz Arena (frei nach Klaus Lutz: siehe oben!). Der Unterschied zwischen der Allianz Arena und Ismaiks Neubauphantasien ist, dass es seinerzeit ein Grundstück sowie eine erhebliche Beteiligung von Stadt und Freistaat Bayern in der Bereitstellung der benötigten Infrastruktur gab (“Darüber hinaus hat die öffentliche Hand rund 210 Millionen Euro für Arealerschließung und Infrastruktur gezahlt.”). Eine solche Förderung/Beteiligung durch die öffentliche Gelder für nur einen Fußballcub wäre rechtlich gar nicht zulässig (deshalb wurde der TSV 1860 damals in das Projekt Allianz Arena, auch im Hinblick auf die WM 2006, willig hineingedrängt) und zudem aufgrund der begrenzten Mittel, gestiegenen Baukosten und benötigten Planungszeiten völlig unrealistisch.

Hasan Ismaik: Alles wiederholt sich

Wenn man bei Hasan Ismaik eine Konstante in seinem Verhalten erkennen will, so ist es diese: Phantasierereien über einen Stadionneubau auf der grünen Wiese, höher, größer, moderner, haben beim Jordanier Tradition. Bereits 2016 schrieb die “Süddeutsche Zeitung” darüber, bereits damals waren seine diesbezüglichen Aussagen Teil eines “fixen Programms”:

“Wenn Hasan Ismaik seinen TSV 1860 besucht, scheint er mittlerweile ein fixes Programm zu haben. Das läuft gefühlt so ab: Einmal geht er ins Stadion, wo seine Mannschaft mit Sicherheit verliert. Dann sagt er was über Champions-League-Perspektiven, was mal seine Anhänger euphorisiert und mal die traditionalistischen Investorenverweigerer nervt. Und am Ende fährt er zum Marienplatz und besucht Oberbürgermeister Dieter Reiter in dessen Büro.

Dort sprechen die beiden etwa eine halbe Stunde über ein neues Löwenstadion. Der Standort in Riem hat sich als Konstante herauskristallisiert, das Wildgehege mit echten Löwen, die Namen von Vereinshelden tragen, eher nicht. Und das Stadion selbst wächst und wächst. Anfangs war von 25 000 bis 30 000 Zuschauern die Rede, nun von mehr als 50 000. Die Münchner staunen nur, weil keiner weiß, wie solch eine Arena regelmäßig gefüllt und damit wirtschaftlich betrieben werden soll. Man darf annehmen, dass es den 1860-Verantwortlichen nicht anders geht.”

(Süddeutsche Zeitung, “Der Stadion-Neubau ist eine Posse, und alle spielen mit” vom 30.09.2016)

Hausmiete in München: “leider etwas dazwischengekommen”

Ismaik: “Ja, ich hatte ein Haus zur Miete in Thalkirchen gefunden. Aber dann ist aus privaten Gründen leider etwas dazwischen gekommen und so musste ich das stornieren. Ich überlege jetzt, ob es nicht sinnvoller ist, mir gleich ein Haus zu kaufen, anstatt nur zu mieten.”

sechzger.de-Faktencheck: nach 2011 und 2016 nun der dritte, noch nicht von Erfolg gekrönte Anlauf. sechzger.de weiß: Der Immobilienmarkt in München ist ein hartes Pflaster. Der Immobilienmarkt für Stadiongrundstücke ist noch härter. Wir wünschen eine glückliche Hand und gutes Durchhaltevermögen!

Fazit und Meinung: Kein Grundstück, keine Finanzierung, kein Plan, und die wie gewohnt ausgemachten Schuldigen.

Ismaiks Interview wartet nur mit Schuldzuweisungen und populistischen Aussagen auf. Es existiert in keiner Silbe ein konkreter Plan, wie er seine anvisierten Ziele mit dem TSV 1860 München erreichen könnte. Dank ihm spricht der TSV 1860 in der Stadionfrage nun tatsächlich auch öffentlichkeits- und medienwirksam nicht mehr mit einer Stimme. Hasan Ismaik hat mit diesem Interview seinem Invest einmal mehr einen Bärendienst erwiesen.

Zum Glück sind all seine unwahren Behauptungen durch Quellen widerlegbar, wenn man sich die Mühe macht.

Titelbild: (c) Anne Wild

 

 

sechzger.de Talk 180: Biermo zu Gast & Vorschau Unterhaching

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Sechzger Talk 63 Mitgliederversammlung Heimtrikot Gladbach

Nach der Länderspielpause und vor der Auswärtspartie gegen die SpVgg Unterhaching gibt es Ausgabe 180 vom sechzger.de Talk auf die Ohren. Jan empfängt dazu Peter und Thomas aus der Redaktion. Vervollständigt wird die Runde von Julian, der vielen Löwenfans als Biermo ein Begriff sein dürfte. Er hat das Design für das blaue Sondertrikot des TSV München von 1860 e.V. erstellt.

Biermo berichtet über seine Arbeit als Designer

Nicht nur eins, sondern gleich zwei Sondertrikots des e.V. gab es in dieser Saison bereits. Den Anfang machte ein Shirt in grün-gold gehalten, zum Jubiläum der Fußballabteilung (125 Jahre) folgte ein Trikot in einem dunklen Blau. In beiden Fällen bildeten sich lange Schlangen mit Löwenfans, die sich ein Sammlerstück sichern wollten. Das Jubiläumstrikot ist mittlerweile online erhältlich, allerdings sind viele Größen bereits vergriffen.

Im Talk Nummer 180 ist mit Julian der Designer des in dunkelblau gehaltenen Trikots als Gast dabei. Nach einer kurzen Vorstellung wird er zu allen Details rund um das Jersey befragt. Die sechzger.de Zuschauerfrage gibt es bei dieser Gelegenheit gleich in mehrfacher Ausführung, da sich viele Zuhörer auf den Aufruf bei Instagram gemeldet hatten. Julian berichtet nicht nur von den insgesamt sage und schreibe 450 Arbeitsstunden, die in er in das Trikot investiert hat, sondern auch von weiteren Aspekten seiner Arbeit.

Vorschau SpVgg Unterhaching

Im zweiten Teil dreht sich dann alles rund um das nächste Spiel des TSV 1860 München. Die Löwen haben nur wenige Kilometer zu absolvieren, um beim Auswärtsspiel im Hachinger Sportpark anzutreten. Blickt man auf die Tabelle, geht der TSV 1860 vermeintlich als Favorit in das Duell. Doch die Kontrahenten trennen lediglich drei Punkte – mit einem hohen Sieg könnte die Spielvereinigung daher sogar an den Löwen vorbeiziehen. Ein schweres Spiel erwarten daher auch die Teilnehmer im Talk Nummer 180. Allerdings fordern sie auch Wiedergutmachung für den letzten Auftritt in der Vorstadt, als die Löwen mit 0:2 den Kürzeren zogen. Was es sonst alles zum kommenden Gegner zu sagen gibt und wieso das Duell knusprig werden könnte, wird gegen Ende der aktuellen Folge verraten.

Der sechzger.de Talk 180 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Verleihung des Julius-Hirsch-Preises in München

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Verleihung des Julius Hirsch Preises

Am gestrigen Sonntag fand die Verleihung des Julius-Hirsch-Preises in München, genauer im Hubert-Burda-Saal des Gemeindezentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, statt.

Der Julius Hirsch Preis zeichnet Vereine, Institutionen und Einzelpersonen aus, die sich mit den Mitteln des Fußballs für Demokratie und Menschenwürde sowie gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form der Diskriminierung einsetzen. Benannt ist der Preis nach Julius Hirsch, einem aus Karlsruhe stammenden, deutschen Nationalspieler, sowie zweimaliger Deutscher Meister. Dieser wurde nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten aus dem Fußball ausgeschlossen, verfolgt, deportiert und schließlich im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Der Preis wird seit 2005 vom DFB in Dialog mit der Familie Hirsch verliehen.

Auch die Löwenfans gegen Rechts wurden bereits mit dem Julius Hirsch Preis geehrt, im Jahr 2009 als einer der ersten Preisträger aufgrund ihres Engagements gegen Diskriminierung, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie rund um den Fußball.

Die Preisträger des Julius-Hirsch-Preises im Jahr 2024

Die diesjährigen Preisträger kommen aus Leipzig, Karlsruhe und Bonn. Die Initiativen werden vom DFB beschrieben wie folgt:

Der erste Platz geht zum dritten Mal in Folge an einen Preisträger aus dem Nordostdeutschen Fußball-Verband

Mit dem ersten Preis in diesem Jahr wird die im sächsischen Fußball aktive “Initiative für mehr gesellschaftliche Verantwortung im Breitensport-Fußball”, ein Projekt der AG Bildung e. V., gewürdigt. Der Fokus der IVF liegt darauf, Ehrenamtliche und Spieler*innen in Amateurvereinen für Diskriminierungsformen und Vorurteile zu sensibilisieren und eine offene und vielfältige Vereinskultur zu stärken. Dazu dienen unter anderem Workshops wie “Diversitätsbewusstes Ehrenamt” und “Kein Platz für rechte Ideologien”. Gedenkstättenfahrten und Zeitzeugen-Gespräche ergänzen das umfangreiche Programm, das die Initiative seit mehr als zehn Jahren anbietet.”

Der zweite Platz geht nach Karlsruhe

Den zweiten Preis vergibt die Jury, der auch DFL-Geschäftsführer Marc Lenz angehört, an den Verein “Blau-Weiss statt Braun”, einen Fanclub des Karlsruher SC, der nächstes Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. KSC-Anhänger gründeten den Verein im Jahr 2000 als Reaktion auf den Abstieg in die Regionalliga und das Aufkommen rechter Fangruppierungen in der Kurve des damaligen Wildparkstadions. “Wir wollen, dass der Fußball bunt oder in unserem Falle blau-weiß bleibt – und nicht von braunen Kameraden übernommen wird”, heißt es in der Bewerbung. Dazu gehört auch die Erinnerung an das Leben und Wirken der jüdischen Karlsruher Fußballpioniere Julius Hirsch, Gottfried Fuchs und Walther Bensemann.

Der dritte Preis geht nach Bonn

Mehr als zwei Drittel der insgesamt 134 Bewerbungen für den Julius Hirsch Preis gingen aus Amateurfußballvereinen ein. Aus diesem Kreis wird der F.C. Hertha Bonn 1918 mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Der Verein aus dem Bonner Stadtteil Dottendorf initiierte im Mai 2022 eine Fußball-AG für geflüchtete Kinder in der Erstaufnahmeeinrichtung der Bonner Ermekeilkaserne. Ein beeindruckendes Beispiel von Selbstlosigkeit, denn künftige Vereinsmitglieder gewinnt man dadurch nicht: Alle Kinder verlassen schon nach wenigen Tagen oder Wochen die Bonner Einrichtung. Unter Federführung ihres FSJlers Salim Mehdaoui entwickelte und veröffentlichte der Verein einen Leitfaden, Trainingsvideos und spezielle Bildkarten, um über Sprachbrücken hinweg den von Krieg, Flucht und Vertreibung traumatisierten Kindern Ablenkung und ein Stück Heimat durch den Fußball in der fremden Umgebung zu schenken.

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 Futsal verliert deutlich in Neuried

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Sechzig am Wochenende TSV 1860 Futsal

Die Profis waren abgesehen vom Testspiel am Donnerstag ebenso spielfrei wie die Dritte, die Löwinnen I und – zumindest was Punktspiele betrifft – die U19. Während die U21 und die Vierte Niederlagen einstecken mussten, konnte die U17 in der DFB Nachwuchsliga einen Sieg feiern. Das Futsal Team des TSV 1860 bekam beim TSV Neuried hingegen deutlich seine Grenzen aufgezeigt.

TSV 1860 Futsal verliert deutlich in Neuried

Das erste Saisonspiel in Nürnberg hatten die Löwen noch für sich entscheiden können, beim TSV Neuried Futsal setzte es nun jedoch bereits die dritte Niederlage am Stück. Nach einem 2:5 gegen YB Balkan Pfarrkirchen und einem 3:8 beim Kalsruher SC, erwiesen sich nun auch die Münchner Vorstädter als zu stark.

Bis zur Pause konnten die Löwen noch mithalten und lagen nur mit 1:2 in Rückstand (Tor: Adi Vrebac), danach brachen jedoch alle Dämme und Neuried zog auf 7:1 davon. Der Treffer zum 7:2-Endstand durch Stipe Pandzic war nur mehr Ergebniskosmetik. In der Tabelle der Regionalliga liegen die Löwen nach der neuerlichen Niederlage auf Abstiegsplatz 9.

Alle Spiele im Überblick

Freitag, 11.10.

18.00 Uhr: SV Ried U18/U21 – U19 2:7
19.00 Uhr: FC Bayern – Senioren C 2:2

Samstag, 12.10.

10.00 Uhr: U10 – SV Aubing U11 9:3
10.30 Uhr: SV Wacker Burghausen U13 – U12 0:9
12.00 Uhr: Senioren A – FC Alte Haide/DSC München 1:1, 3:5 i.E. (Finale Kreispokal)
12.30 Uhr: U17 – 1. FC Heidenheim 1:0
13.00 Uhr: TSV Grünwald U13 – U11 1:2
13.30 Uhr: Löwinnen U17 – SG Dachauer Land 6:0
15.00 Uhr: U15 – Jahn Regensburg 2:0
15.00 Uhr: Löwinnen II – SV DJK Taufkirchen 4:1
15.00 Uhr: SV Kirchanschöring – U21 1:0

Zudem nahm die U9 am Samstag und Sonntag an einem Turnier der SpVgg 05 Oberrad (Frankfurt) teil und erreichte die Champions Runde.

Sonntag, 13.10.

09.15 Uhr: U11 – FC Unterföhring U12 5:3
10.30 Uhr: SV Waldeck Obermenzing Herren – U19 1:4
10.45 Uhr: FC Hertha München – Vierte 3:1
11.30 Uhr: 1. FC Nürnberg – U16 1:0
12.00 Uhr: U13 – Jahn Regensburg 5:6
14.30 Uhr: U14 – Jahn Regensburg 6:2
15.30 Uhr: TSV Neuried – Futsal 7:2

Sechzig um Sieben: Termin für Adventssingen bekannt gegeben

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Bis zum Weihnachtsfest sind es noch gute zwei Monate, doch mit dem Adventssingen rückt die besinnliche Jahreszeit ganz langsam in die Köpfe der Löwenfans. Aktuell wird aber noch Fußball auf vielen Plätzen gespielt und so waren wieder viele Mannscahften des TSV 1860 im Einsatz. Zum Start in eine neue Woche gibt es einen Blick auf die Partien und auch auf die Konkurrenz in der 3.Liga.

TSV 1860 U21 unterliegt in Kirchanschöring

Ohne Punkte musste die U21 des TSV 1860 München am Samstag die Heimreise antreten. Vor knapp 1000 Zuschauern erzielte der SV Kirchanschöring kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer des Tages. Zuvor hatten sich die Löwen lange Zeit in Unterzahl hervorragend geschlagen. Nach dem Abpfiff stand Trainer Felix Hirschnagl sechzger.de für ein kurzes Interview zur Verfügung. Bereits am Dienstagabend steht die nächste Begegnung auf dem Plan.

B-Jugend schlägt den 1.FC Heidenheim

Mehr zu feiern gab es dagegen bei der U17 der Löwen. Sie setzte sich gegen den Bundesliga-Nachwuchs des 1.FC Heidenheim durch. Den Treffer des Tages erzielte ausgerechnet ein Spieler aus der U16, der nur aufgrund zahlreicher Ausfälle zum Einsatz kam.

Vierte unterliegt bei Hertha München

Wechselbad der Gefühle – mit einem Blick auf den TSV 1860 IV gibt es von der nächsten Niederlage zu berichten. Die Vierte war am Sonntagvormittag beim FC Hertha München zu Gast und unterlag schlussendlich mit 1:3. In der aktuellen Spielzeit läuft es einfach nicht so recht, derzeit liegen die Löwen auf Rang 12 in der Kreisklasse.

Löwinnen blicken auf erfolgreiches Wochenende zurück

Weiter geht es mit einem munteren hin und her: bei den Löwinnen gab es die nächsten Siege zu bejubeln. Im Einsatz war sowohl die zweite Mannschaft als auch die neuformierte U17, die ihren ersten Saisonsieg feiern konnte. In beiden Partien zusammengerechnet trafen insgesamt drei Spielerinnen mindestens zwei Mal in den gegnerischen Kasten.

Kalender zücken: der Termin für das Adventssingen

Außerdem steht seit kurzem der Termin für das nächste Adventssingen fest. Es findet am ersten Dezemberwochenende statt. Möglich ist eine Überschneidung mit der Auswärtsfahrt nach Essen, die Partie ist allerdings noch nicht fix terminiert.

News aus der 3.Liga

Dresden fliegt aus dem Landespokal

Eine schmerzhafte Niederlage hat Dynamo Dresden kassiert. Nach Führung unterlag die SGD gegen den Chemnitzer FC und schied nach Verlängerung aus dem Wettbewerb aus. Der Haussegen in Dresden hängt entsprechend schief. Etwas mehr Glück hatten Hansa Rostock und Rot-Weiss Essen, die sich ebenfalls schwer taten, aber dennoch in die nächste Runde einzogen. Unspektakulär, aber effektiv präsentierte sich zudem Erzgebirge Aue gegen den Landesklassisten Annaberg.

 

Kreisklasse: TSV 1860 IV verliert bei Hertha München

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Fc Hertha München Tsv 1860 Iv Vierte

Kalt und nass wars und am Schluss gabs noch nicht mal Punkte für die Löwen. Der TSV 1860 IV unterlag am Sonntag beim FC Hertha München mit 1:3.

TSV 1860 IV verliert bei Hertha München

Nach dem grandiosen 3:2 in Unterzahl gegen den FC Hellas in der vergangenen Woche wollten die Löwen natürlich nachlegen. Der FC Hertha München hatte naturgemäß etwas dagegen und machte es dem TSV 1860 bei ekelhaften äußeren Bedingungen von Beginn an schwer. Dominik Dabic brachte die Gastgeber in der 13. Minute in Führung, Valentin Zerr doppelte in der 41. Minute zum 2:0-Pausenstand auf.

Nach dem Seitenwechsel keimte Hoffnung bei der Vierten auf, als Alexander Petö in der 53. Minute der Anschlusstreffer gelang. Valentin Zerr stellte mit seinem zweiten Tor den alten Vorsprung wieder für die Hertha her und sorgte für den 3:1-Endstand. In der Tabelle der Kreisklasse belegen die Löwen derzeit Platz 12 und haben vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Zwei Siege: Löwinnen II & U17 gewinnen ihre Spiele

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die Bayerische TSV 1860 Frauen - Löwinnen
TSV 1860 München Frauen beim Training

Zwei Spiele, zwei Siege – so die Bilanz der Löwinnen am Samstag! Während sich die 2. Mannschaft mit 4:1 gegen den SV DJK Taufkirchen durchsetzte, schenkte die U17 der Löwinnen der SG Dachauer Land gar ein halbes Dutzend Tore ein.

Zwei Siege: Löwinnen II & U17 gewinnen ihre Spiele

Zoe Raabe war eindeutig die Spielerin des Tages beim 4:1 der Löwinnen II gegen den SV DJK Taufkirchen. Sie erzielte alle vier Treffer (7./20./29./33.) für den TSV 1860 und sorgte damit für eine beruhigende Pausenführung. Die Gäste kamen nach dem Seitenwechsel zwar zum Ehrentreffer, die Punkte blieben jedoch am Sechser-Platz. Durch den Heimsieg verbesserten sich die Löwinnen in der Kreisklasse vorerst auf Platz 2.

Noch deutlicher machte es die U17 der Löwinnen, die gegen die SG Dachauer Land mit 6:0 gewann und damit ihren ersten Saisonsieg feierte. Lauresa Uka und Maria Stefanidou trafen doppelt, die weiteren Tore für 1860 erzielten Malak Najjar und Veronika Bachmaier. In der Tabelle machten die B-Juniorinnen durch den Heimsieg einige Plätze gut und rangieren in der Bezirksoberliga nun auf Platz 5.

DFB Nachwuchsliga: TSV 1860 U17 besiegt Heidenheim

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TSV 1860 U17

Trotz großer personeller Sorgen besiegte die U17 des TSV 1860 in der DFB Nachwuchsliga die Gäste aus Heidenheim mit 1:0.

Nachwuchsliga: TSV 1860 U17 besiegt Heidenheim

Den Junglöwen fehlten gegen den Nachwuchs des Bundesligisten nicht nur die Juniorennationalspieler Edon Krasniqi (Kosovo), Loris Husic (Österreich), Oliver Arnits (Ungarn) und Bruno Mühl (Deutschland), sondern fast eine komplette Elf. Folglich musste der Kader mit Jungs aus der U16 aufgefüllt werden, um sich einige Optionen offenzuhalten. Nicht die schlechteste Idee, wie sich herausstellen sollte.

Mit Florian Eckl war es schließlich auch ein Spieler des Jungjahrgangs, der normalerweise in der Bayernliga zum Einsatz kommt, der in der 42. Minute den entscheidenden Treffer erzielte. Nach dem Seitenwechsel musste sich Löwen-Keeper Luca Scholl mehrfach auszeichnen und sicherte seinen Farben den wichtigen Dreier.

In der Tabelle verbesserte sich die Elf von Trainer Christian Stegmaier vorerst auf Rang 3, hat jedoch bereits eine Partie mehr absolviert als der punktgleiche Zweite FC Ingolstadt 04. Der FC Augsburg auf Platz 4 hat bei drei Punkten Rückstand gar noch zwei Spiele in der Hinterhand. Nur die ersten drei Teams qualifizieren sich für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft.

Senioren A verlieren Pokalfinale im 11m-Schießen

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Es sollte einfach nicht sein! Trotz beherzter Leistung und zwischenzeitlicher Führung mussten sich die Senioren A im Pokalfinale der SG FC Alte Haide/DSC München im 11m-Schießen geschlagen geben. Die Senioren C erkämpften sich am Freitag im Derby an der Säbener Straße ein beachtliches Remis.

Senioren A verlieren Pokalfinale im 11m-Schießen

Lange durften die Senioren A des TSV 1860 am Samstag in Lohhof vom Sieg im Kreispokal träumen, standen am Ende jedoch mit leeren Hände da. Nachdem die Löwen in der 1. Runde ein Freilos hatten, setzten sie sich gegen den FC Olympia Moosach (9:0), die SpVgg Thalkirchen (kampflos), den FC Teutonia München (5:3) und die SG Neuhadern (3:1) durch. Ins Finale gegen die SG FC Alte Haide/DSC München startete die Ü32 des TSV 1860 als Außenseiter, ging jedoch in der 9. Minute durch Shahram Rezazadeh in Führung.

Dieser knappe Vorsprung hielt bis zur 64. Minute, ehe Daniel Neumeier für den Favorit ausglich. In der restlichen Spielzeit fiel kein weiterer Treffer, im anschließenden 11m-Schießen zogen die Senioren A des TSV 1860 leider den Kürzeren und unterlagen mit 3:5.

Unentschieden im Derby für die Senioren C

Einen Achtungserfolg erzielten die Senioren C der Löwen am Freitagabend. Beim bereits feststehenden Meister FC Bayern erkämpfte sich die Ü45 des TSV 1860 ein 2:2-Unentschieden. Rene Gomis hatte gar für die Pausenführung der Löwen gesorgt (39.), bevor die Roten die Partie nach dem Seitenwechsel drehten.

Durch zwei Tore von Florian Hartmann (48./51.) stand es plötzlich 2:1 für die Gastgeber, doch das letzte Wort hatten die Löwen. Benjamin Caja verwandelte in der 68. Minute einen Foulelfmeter zum 2:2 und sicherte Sechzig einen Punkt an der Säbener Straße.

Die Senioren C erkämpften sich einen Punkt im Derby

Lucky Punch: SV Kirchanschöring schlägt die U21 des TSV 1860

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SV Kirchanschöring TSV 1860 München II Bayernliga Süd 16 Spieltag 12 10 2024

Der TSV 1860 München II hat beim SV Kirchanschöring die dritte Saisonniederlage kassiert. Gegen den Achten der Bayernliga Süd mussten die Löwen lange Zeit in Unterzahl agieren und kassierten kurz vor Abpfiff den einzigen Treffer des Tages.

Ausgeglichener erster Durchgang

Als frischgebackener Tabellenführer reiste die U21 des TSV 1860 München am Länderspielwochenende in den Landkreis Traunstein zum SV Kirchanschöring. Den als Werbeaktion kostenlos verteilten Regenschirm brauchten die Zuschauer am heutigen Nachmittag nicht. Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen sorgten für insgesamt 985 verkaufte Karten. Während die Gastgeber ihre Serie von neun ungeschlagenen Spielen in Serie verteidigen wollten, galt es für die Löwen an den klaren 3:0-Heimsieg gegen den FC Pipinsried anzuknüpfen und direkt die nächsten drei Punkte zu erzielen.

Die Geschichte der ersten Halbzeit erzählt sich schnell. Die Gastgeber legten ihr Spiel eher auf Konter aus und überließen den Löwen das Spiel, viele Chancen gab es auf beiden Seiten nicht. Die Gastgeber kamen nach fünf Minuten erstmalig gefährlich vor das Tor von Erion Avdija, bei der U21 dauerte es bis 22.Minute. Mike Gevorgyan kam nach einem Abwehrfehler zum Abschluss, der Keeper der Gastgeber konnte allerdings zur Ecke klären.

Den größten Aufreger gab es im ersten Durchgang nach rund einer halben Stunde. Avdija kam gegen den auffälligsten Kirschanschöringer Jauk knapp zu spät. Der Schiedsrichter zeigte ihm wegen Notbremse die rote Karte. Noah Klose ging vorzeitig vom Platz und machte Platz für Paul Bachmann, der fortan im Tor stand.
Kurz vor der Pause konnte er sich auch direkt beweisen und parierte einen Kopfball stark. Aber auch der TSV 1860 II blieb in Kirchanschöring in der Offensive gefährlich. Einmal mehr war es Cristian Leone, der um ein Haar einen Treffer erzielt hätte. Seinen Schuss kurz vor der Halbzeit konnte der Torwart der Gastgeber allerdings gerade noch an den Pfosten lenken. Mit einem torlosen Unentschieden ging es in die Kabinen.

Kirchanschöring trifft kurz vor Schluss gegen den TSV 1860 II

Zur 2.Halbzeit reagierte Trainer Felix Hirschnagl erneut und brachte Raphael Wach für Ivan Martinovic in die Partie. Auf dem Platz änderte sich wenig, die Zuschauer sahen weiterhin eine ausgeglichene Partie. Dass die Löwen einen Großteil der Partie in Unterzahl bestritten, war nahezu nie zu bemerken. Bis zur ersten gefährlichen Offensivaktion dauerte es eine Weile, dann aber fiel um ein Haar die Führung für die Löwen. Leone tankte sich stark durch die Hälfte der Gastgeber und kam schlussendlich im Strafraum zu Fall. Der Schiedsrichter entschied kurz vor der Strafraumgrenze auf Freistoß – über einen Strafstoß hätte sich Kirchanschöring nicht beschweren dürfen.

Den fälligen Freistoß brachte Gevorgyan auf das Tor. Der Keeper ließ den Ball abprallen, beim Nachschuss aus wenigen Metern behinderten sich zwei Löwen gegenseitig, sodass Justin Thönig das Kunststück fertig brachte und die riesige Gelegenheit zur Führung ausließ. Wenig später musste dann Bachmann erneut eingreifen und bewahrte die Hirschnagl-Elf vor einem Rückstand (80.). Wiederum sechs Minuten war der 19-Jährige, der ein starkes Spiel machte, dann allerdings machtlos. Nach einem Freistoß erzielte der SVK das 1:0 und fügte den Löwen nach großem Kampf die dritte Niederlage in der aktuellen Spielzeit zu.

Weiter geht es für die Sechzig Amateure bereits am kommenden Dienstag. Im Nachholspiel vom 11.Spieltag gastiert der SV Schalding-Heining in Gilching. Anpfiff zu der Partie ist um 18:60 Uhr.