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Giesinger Gedanken: Enttäuschung auf der ganzen Linie

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Unser Leser Flexi60 fasste gestern Nachmittag in einem Kommentar unter unserem – übrigens extrem stark besuchten (das vielleicht einzig Erfreuliche an diesem gebrauchten Tag) – Liveticker vom Totopokalspiel gegen die SpVgg Unterhaching seine Gefühlslage so zusammen:

Noch nie empfand ich Vereinspolitik, Fanszene und Mannschaft zur gleichen zeit so armselig und enttäuschend.

So geht es wohl vielen Löwenfans gerade. Ich greife die Enttäuschung unseres Lesers auf und formuliere meine subjektiven Giesinger Gedanken zu den drei Punkten.

Zermürbende Vereinspolitik

Was soll man zu den Ereignissen der letzten zwei Wochen noch sagen? Gestern hörte man rund um das Spiel eigentlich überall, dass kein Löwenfan mehr darüber reden will. Sondern dass die an den aktuellen Konflikten Beteiligten miteinander reden müssen. Kommunikation löst nicht alles, aber vieles. Am wenigsten können leider die im Prinzip machtlosen Fans etwas an der offensichtlich völlig festgefahrenen Situation lösen. Es ist ermüdend und zermürbend. Passend zu der ganzen Gemengelage möchte ich Euch auch nicht vorenthalten, dass sich Hasan Ismaik gestern Vormittag mal wieder bei uns gemeldet hat. Er schickte uns per WhatsApp einen Ausschnitt aus unserer letzten sechzger.de Talk Sendung, in der der Verfasser dieser Zeilen, nachdem man sich zuvor mit den diversen Stellungnahmen von Verwaltungsrat und Präsidium beschäftigt hat, in einem Anflug von Selbstironie, Fatalismus und Ratlosigkeit sagt: “Der Hasan ist an allem Schuld.” Zwei Teilnehmer der Sendung stimmen scherzhaft ein. Dass diese Aussagen natürlich keineswegs ernst gemeint waren (so einfach ist die Welt dann leider nicht), dass ich selbst auch in Talk-Sendungen schon sehr häufig geäußert habe, dass für mich der ursprüngliche Quell aller Probleme, die wir heute haben, der Größenwahn rund um die Jahrtausendwende, die Beteiligung an der Arena und auch einige unglückliche sportliche Umstände waren, ging im Zuge der Übersetzung ins Arabische wohl leider verloren. Schade, aber passt irgendwie zur desaströsen Kommunikation bei und unter den Löwen.

Kritik an der aktiven Fanszene… und den anderen Fans

Nächstes Thema. Die aktive Fanszene, die aus den Blöcken G & H bei den Heimspielen die Stimmung im Sechzgerstadion anheizt, wird – speziell von älteren Anhängern, die aus einer Zeit kommen, in der Atmosphäre im Stadion spontan entstand – häufig kritisiert. Zu viel Lalala-Gesänge, zu wenig Spielbezug. Gestern gab es in dieser Hinsicht nichts zu kritisieren. Die Ultras verzichteten nämlich gänzlich auf aktiven und koordinierten Support. Nicht wirklich erschließt sich, warum man sich bei den aktiven Gruppen offensichtlich an eine selbst auferlegte Regel gebunden fühlt, im Totopokal erst ab dem Halbfinale für organisierte Unterstützung zu sorgen? Hätte man gestern gegen einen Ligakonkurrenten, der sehr wohl seine aktiven Fans dabei hatte, in einem für den TSV 1860 sehr wichtigen Spiel davon keine Ausnahme machen können und der Mannschaft die nötige Unterstüzung zukommen lassen? Berechtigte Frage. Allerdings müssen sich auch die “normalen” Fans (die die Ultras ja so gerne kritisieren) mal hinterfragen. Wäre gerade gestern nicht die Chance gewesen, einmal zu beweisen, dass es auch im Jahr 2024 möglich ist, wie in den 1990ern spontan und spielbezogen ein Feuerwerk auf den Rängen zu entfachen, das sich auf die teilweise lethargisch wirkende Mannschaft überträgt? Oder sind die Menschen inzwischen einfach gewohnt, dass ihnen im Stadion ein Vorturner vorgibt, wann was zu singen und zu schreien ist? Schade, da haben viele Kritiker eine Gelegenheit verpasst, einmal zu zeigen, dass es auch ohne die aktive Szene bedingungslose Unterstützung von den Rängen für das Team geben kann. Wobei man natürlich zugeben muss, dass auch die Leistung der weißblauen Elf nicht gerade dazu animiert hat, ihr zuzujubeln.

Ganz schwache Leistung auf dem Rasen

Apropos Leistung der Mannschaft: Was war denn das? Zum nun vierten Mal hintereinander scheitert eine Löwenelf gegen einen als schwächer eingestuften Gegner auf dem wohl einfachsten Weg, sich für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal zu qualifizieren, frühzeitig. Und zwar jeweils nicht unglücklich, sondern weil einfach der letzte Biss, dieses k.o-Spiel zu gewinnen, nicht zu erkennen war. Dachte man nach den beiden Siegen in Sandhausen und gegen den Waldhof, nun sei man endlich auf dem richtigen Weg und sportlich stabil, war das gestern ein Rückschlag, wie ich ihn persönlich die ganze Saison noch nicht gesehen habe. Ich habe auch in schwierigen Phasen dieser Saison auf Kontinuität auf der Trainerbank gesetzt und mich immer hinter Argirios Giannikis gestellt, aber ich muss mich schon fragen, ob seine Reaktion in der LÖWENRUNDE am Freitag Mittag auf mehrere Nachfragen der Journalisten, ob seinen Spielern die Bedeutung dieses Viertelfinals klar sei, symptomatisch für das Auftreten seiner Akteure auf dem Platz war. Es reicht nicht, die Qualifikation für den DFB-Pokal als “wünschenswert” zu bezeichnen. Und darauf zu verweisen, dass Profis jedes Spiel gewinnen wollen sollen. Da müssen sich alle Verantwortlichen mal hinterfragen!

Nach jeder Entäuschung geht es wieder aufwärts

Um nicht vollends in den Löwenblues im November zu verfallen, lässt sich vielleicht an dieser Stelle festhalten, dass es in den kommenden Tagen und Wochen eigentlich fast nicht mehr schlimmer werden kann. Vom Punkt der tiefsten Enttäuschung hoffen wir auf eine Woche ohne Stellungnahmen und Presseerklärungen, die die Vereinspolitik betreffen. Die Mannschaft hat offensichtlich verstanden, dass so eine Leistung nicht akzeptabel ist. Und am Samstag reisen wieder tausende Löwenfans nach Aachen in einen ausverkauften stimmungsvollen Gästeblock am Tivoli und hoffen auf drei Punkte. Schönen Sonntag allerseits!

 

Straßer in Levi auf Platz 7

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Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Nachdem Linus Straßer beim Weltcup-Auftakt in Sölden mit einem 22. Platz im Riesenslalom aufhorchen ließ, ging er heute beim ersten Slalom des Welcup-Winters in Levi an den Start.

Straßer Vierter nach dem ersten Durchgang in Levi

Der Skilöwe ging mit Startnummer 2 ins Rennen und zeigte einen Lauf ohne erkennbare Fehler. Dafür wurde er mit dem vierten Platz nach dem ersten Durchgang belohnt. Straßer hatte einen Rückstand von 0,30 Sekunden auf den Führenden Clement Noel aus Frankreich. Noel hatte einen hauchdünnen Vorsprung von 0,02 Sekunden auf den Schweizer Loic Meillard. Auf Rang 3 folgte Steven Amiez (FRA) mit 0,21 Sekunden Rückstand auf Noel. Die ersten 10 lagen im Klassement innrhalb einer Sekunde, so dass große Spannung für den zweiten Lauf zu erwarten war. Rückkehrer Marcel Hirscher konnte sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren.

Straßer am Ende 7.

Leider gelangt Straßer im zweiten Durchgang nicht mehr so eine fehlerlose Fahrt wie im ersten. Der Skilöwe hatte einige Unsauberkeiten eingebaut und fiel im Gesamtklassement auf den 7. Rang zurück. Das Rennen gewann der Franzose Clement Noel, der seine Halbzeitführung nicht mehr aus der Hand gab. Der Norweger Henrik Kristoffersen konnte sich von Platz 11 nach dem ersten Lauf noch bis auf Rang 2 verbessern (+ 0,80 Sekunden). Das Stockerl komplettierte Loic Meillard mit 0,95 Sekunden Rükstand auf den Sieger.

Nächste Rennen in Gurgl

Skilöwin Fabiana Dorigo war am Samstag beim Frauen-Slalom auf der gleichen Piste nicht am Start Dennoch gelang den Damen ein respektables Ergebnis. Lena Dürr aus Germering wurde Dritte, Emma Aicher Neunte. Mikaela Shiffrin aus den USA feierte ihren 98. Weltcup-Sieg. Am Nächsten Wochenede geht es in Gurgl weiter. Die Damen und Herren Herren bestreiten jeweils einen Slalom im Ötztal.

Fotogalerie zu TSV 1860 – SpVgg Unterhaching

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Titelbild Fotogalerie 1860 Unterhaching

Was für ein furchtbarer Auftritt, den die Löwen gestern hingelegt haben! Nach zwei überzeugenden 3:0-Siegen in der Liga, schied die Elf von Argirios Giannikis sang- und klanglos aus dem Toto Pokal aus. Wir präsentieren Euch in unserer Fotogalerie einige Impressionen von der Niederlage des TSV 1860 gegen die SpVgg Unterhaching.

Fotogalerie zu TSV 1860 – SpVgg Unterhaching

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

René Vollath – Plädoyer für einen fairen Umgang

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Rene Vollath 1860 kicker

René Vollath hatte gestern Nachmittag im Sechzgerstadion vermutlich einen der schwärzesten Tage in seiner Karriere als Profifußballer. Unbestritten war der Fehler beim 0:1 haarsträubend und brachte die Löwen auf die Verliererstraße. Verloren hat aber nicht René Vollath alleine, die Mannschaft schaffte es die anschließenden 60 Minuten nicht, die Gäste aus Haching ernsthaft in Gefahr zu bringen.

René Vollath – verhöhnt und beleidigt

Dass es in einem Fußballstadion manchmal derber zugeht, ist völlig in Ordnung, gefällt uns so und gehört irgendwie auch dazu. Gestern Nachmittag wurden aber Grenzen überschritten. René Vollath wurde nach dem Gegentor von beiden Fanlagern beleidigt und verhöhnt.

Kurz vor dem Anpfiff zur zweiten Hälfte musste René Vollath in das Tor vor der Ostkurve. Die Hachinger Anhänger warfen mit Bechern nach ihm, bezeichneten René Vollath als “Wichser” und sangen anschließend höhnisch “René Vollath, du bist der beste Mann”. Viel mehr drauftreten, wenn einer am Boden liegt, geht eigentlich kaum. Wir reden da von einem Menschen!

Die Hachinger sind übrigens die vermeintlich “netten” Fans, der Verein wirbt mit dem Slogan “UNSschreibtmanWIR”, eine ähnlich sinn-, inhalts- und seelenlose Metapher der Marketingabteilung wie bei unserem zerstrittenen Haufen das “zamhoidn”.

Plädoyer für einen fairen Umgang

Die Gesänge der Löwenfans nach Marco Hiller sowie der höhnische Applaus nach jeder Ballberührung rundeten das Bild perfekt ab. Zu diesem Zeitpunkt hätten wir uns eine Durchsage des Stadionsprechers gewünscht, um die Fans beider Lager zum Nachdenken zu bewegen, diese blieb aber aus. Wir geben zu: Auch wir haben nach dem 0:1 geschimpft, irgendwann ist aber auch mal gut und das Hirn darf wieder eingeschaltet werden.

Ja, wir hätten gestern lieber Marco Hiller im Tor gesehen, um den Schwung der letzten Spiele mitzunehmen. Und nein, auch uns gefällt das Auftreten von René Vollath auf dem Platz (Gestik, Aggressivität, Unruhe etc.) oftmals nicht. Trotzdem hat auch er ein Recht auf einen halbwegs fairen Umgang, zumal er sich beim TSV 1860 bislang nichts zu Schulden hat kommen lassen, Marco Hiller einen fairen Konkurrenzkampf liefert und seine Degradierung klaglos hinnahm.

Aus dem tragischen Tod von Robert Enke und der daraufhin folgenden Diskussion um Respekt und Fairness gegenüber einem einzelnen Spieler haben wir Fans leider nichts, aber auch gar nichts gelernt. Die Menschlichkeit blieb gestern erneut auf der Strecke.

Einfach ein komplett gebrauchter Nachmittag.

sechzger.de & Groundhoppers 1860

Auch der TSV 1860 III verliert – Vierte verspielt 2:0-Führung

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Dritte Tsv 1860 Iii Tsv Solln

Als wenn die Niederlagen der Profis und der U21 nicht schon reichen würden, verlor auch die 3. Mannschaft des TSV 1860 ihr Spiel gegen den TSV Solln. Die Vierte trotzte dem FC Espanol zwar ein Remis ab, verspielte dabei jedoch eine 2:0-Führung.

Vierte verspielt 2:0-Führung

Bis kurz vor der Pause hatte der TSV 1860 IV den FC Espanol, der mit einem Sieg die Tabellenspitze der Kreisklasse hätte übernehmen können, völlig unter Kontrolle. Mehr noch: Alexander Petö (25.) und Andre Orbegozo Araujo hatten Sechzig mit 2:0 in Führung gebracht, ehe das Eigentor von Joachim Reichenauer die Gäste wieder ins Spiel brachte (41.).

Beka Kebadze glich für den FC Espanol aus (55.) und die Partie drohte ganz zu kippen. Am Ende stand es jedoch 2:2 und der bleibt damit auf Platz 10 der Tabelle.

TSV 1860 III verliert erneut

Nach dem 2:8 in Pasing setzte es die nächste Niederlage für die Dritte. Gegen den bisherigen Tabellenletzten TSV Solln verloren die Löwen auf dem Sechser-Platz vor 170 Zuschauern mit 3:4. Sebastian Henrici hatte die Gäste früh in Führung gebracht (5.), Peter Lettenbauer ausgeglichen (27.) und Tristan Römpp (44.) für die 1:2-Pausenführung für Solln gesorgt.

Nach dem Seitenwechsel war es erneut Lettenbauer, der mit dem Ausgleich die Hoffnung auf einen Heimsieg der Löwen nährte (71.), doch in den Schlussminuten kam es ganz anders. Stefan Gerhard traf per Elfmeter zum 2:3 (89.), Luis Stephan machte per Konter den Deckel drauf (90.+1) und der Anschlusstreffer durch Jeffrey Ebert (90.+3, Elfmeter) kam zu spät.

Die Dritte liegt auf Platz 11 der Kreisliga und nur drei Zähler vor den Abstiegsplätzen.

Bayernliga: TSV 1860 U21 verliert beim TSV Landsberg

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Tsv 1882 Landsberg Tsv 1860 U21

Es war heute nicht der Tag der Torhüter bei den Löwen. Während Rene Vollath bei der Niederlage der Profis ein böser Patzer unterlief, gehen bei der Niederlage der U21 des TSV 1860 in Landsberg gleich zwei Gegentreffer auf Keeper Paul Bachmann. Am Ende verlor die Elf von Felix Hirschnagl mit 1:4.

TSV 1860 U21 verliert beim TSV Landsberg

40 Minuten lang sah es wirklich gut aus für die Löwen, die trotz eines verschossenen Elfmeters von Mike Gevorgyan durch ein Tor von Eliot Muteba (23.) mit 1:0 führten und mit ein wenig mehr Konsequenz auch einen zweiten oder gar dritten Treffer hätten folgen lassen können. Stattdessen aber kam der von Ex-Löwe Alexander Schmidt trainierte TSV Landsberg durch Haist zum Ausgleich (40.) und legten nur drei Zeugerumdrehungen später durch Bazdrigiannis nach. So gingen die Löwen mit einem knappen Rückstand in die Kabine, wollten die Partie nach dem Seitenwechsel jedoch wieder drehen.

Leider kam es jedoch anders und daran hatten auch Löwentorwart Paul Bachmann seinen Anteil, der in Abwesenheit von Erion Avdija, der bei U21-Nationalmannschaft des Kosovo weilt, zwischen den Pfosten stand. Sowohl beim dritten als auch beim vierten Gegentreffer machte der 19-Jährige keine glückliche Figur. Mulas (52.) und Sgodzaj (77.) war es egal und so stand es plötzlich 4:1. Zu allem Überfluss sah Arin Garza in der 71. Minute auch noch glatt Rot und so war es ein gebrauchter Tag für 1860.

Amateure bleiben Tabellenführer

Kleiner Trost: Trotz der Niederlage bleiben die kleinen Löwen Tabellenführer der Bayernliga Süd. Trainer Felix Hirschnagl hakte die Partie schnell ab und richtet den Blick bereits nauf die nächsten Aufgaben:

“Für mich am Ende eine vermeidbare Niederlage, die wir uns größtenteils selbst zuschreiben müssen – aber – gegen einen sehr guten Gegner. Blicke gehen nach vorne.”

Katastrophaler Vollath-Patzer leitet Toto-Pokal-Aus ein

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Katastrophaler Vollath-Patzer kostet den Toto-Pokal
Katastrophaler Vollath-Patzer kostet den Toto-Pokal

Mitte November, Viertelfinale im Toto-Pokal, doch keine Spur von Tristesse im Grünwalder Stadion – wenigstens vor dem Spiel. Bei gut zehn Grad und strahlendem Sonnenschein kamen fast schon Frühlingsgefühle auf, als der TSV 1860 München die SpVgg Unterhaching empfing. Wie angekündigt stand bei den Löwen Vollath statt Hiller zwischen den Pfosten, ansonsten begann die gleiche Elf, die gegen Mannheim mit 3:0 gewonnen hatte. Und Vollath sollte später eine Schlüsselrolle einnehmen, denn er verschuldete mit einem katastrophalen Patzer das 0:1 nach einer halben Stunde. Am Ende unterlagen die Löwen mit 1:3 und schieden erneut im Viertelfinale aus dem Landespokal aus.

Mäßiger Beginn auf Rasen und Tribüne

Es dauerte seine Zeit, bis die Teams in Schwung kamen. In der ersten halben Stunde war Abtasten abgesagt auf dem Rasen und auf der Tribüne. Wie angekündigt gab es keinen organisierten Support aus der Westkurve, dennoch wurden die Löwenfans von Minute zu Minute ein bisschen lauter. Die Gästekurve war nur gut zur Hälfte gefüllt. Insgesamt waren knapp 13.000 Zuschauer im schönsten Stadion der Welt. Torchancen gab es in den ersten 25 Minuten hüben wir drüben keine.

Peinlicher Vollath-Patzer gegen Ex-Club

Dann machten sich die ersten fünf Ersatzspieler der Löwen warm. Ob es daran lag, dass Giannikis frühe Wechsel geplant hatte, oder dass er mit der Leistung der Startelf unzufrieden war, ist schwer zu sagen. Es sollte noch schlimmer kommen. Ein vollkommen harmloser Freistoß von Geis von kurz über der Mittellinie führte zum 0:1. Vollath warf sich die Kugel in katastrophaler Manier ins eigene Netz, ohne dabei gegen die Sonne zu schauen. “Rene Vollath” skandierten die Fans der Bobfahrer schadenfroh – “Hiller, Hiller, Hiller” schallte es aus der Westkurve. Die erste Chance der Löwen hatte wenig später Guttau der den Kasten aus zwölf Metern knapp verfehlte. Das war es dann auch im ersten Durchgang, es ging mit dem 0:1 in die Katakomben.

Schifferl kommt zur Pause für Reinthaler

Zur zweiten Halbzeit brachte Trainer Giannikis dann Schifferl für Reinthaler, der eine ordentliche erste Halbzeit gespielt hatte. Die Löwen agierten weiterhin ideenlos und fingen sich nach einer Stunde das zweite Gegentor. Flanke von rechts, Kopfball von Kügel und drin war er. Vollath war dieses Mal schuldlos. Nach drei weiteren Wechsel wachten die Löwen wenigstens ein bisschen auf und versuchten mehr Schwung ins eigene Spiel zu bekommen. Haching zog sich in Anbetracht der Zwei-Tore-Führung verständlicherweise weiter zurück.

Bis auf einen Lattenschuss wenig Produktives

Die Löwen fanden aber nicht mehr zurück ins Spiel. Die gefährlichste Aktion war eine verunglückte Flanke von der rechten Seite von Schröter die an der Querlatte landete. Sechzig war zwar für eine Viertelstunde bemüht, doch Haching stand hinten sicher und verteidigte seine Führung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Durch einen Fernschuss von Lamby, den Schifferl ins eigene Tor abfälschte, machten die Gäste eine Viertelstunde vor Schluss endgültig den Sack zu und nahmen die Hausherren den letzten Funken Hoffnung. In der Nachspielzeit betrieb Verlaat mit einem Kopfballtreffer noch etwas Ergebniskosmetik zum 1:3-Endstand.

Blutleerer Auftritt führt zum Pokalaus

Bitter aber wahr, nach einer blutleeren Vorstellung fliegen die Löwen wie in der letzten Saison im Viertelfinale aus dem Toto-Pokal, das 1:3 war am Ende auch verdient. Eingeleitet wurde die Niederlage durch einen katastrophalen Patzer von Vollath, ohne den Haching wohl eher nicht so leicht zu einer Führung gekommen wäre. Seis drum, die Leistung war durch die Bank schwach, Mund abwischen, am Samstag geht es in Aachen in der Liga weiter – dann sicherlich wieder mit Hiller zwischen den Pfosten.

Liveticker: TSV 1860 München – SpVgg Unterhaching (Toto Pokal)

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Herzlich willkommen zum Liveticker vom Viertelfinale im Toto Pokal zwischen dem TSV 1860 München und der SpVgg Unterhaching!

Erst vor wenigen Wochen kreuzten die Löwen und der Verein aus dem Vorort im Hachinger Sportpark und teilten sich damals in der 3. Liga die Punkte. Diesmal muss es einen Sieger geben und sei es im Elfmeterschießen, das bei einem Remis nach 90 Minuten unmittelbar folgen würde. Können die Löwen ihre Serie nach zuletzt zwei überzeugenden Siegen fortsetzen und der Qualifikation zum DFB Pokal einen Schritt näher kommen?

Aufstellung:
Vollath – Reich (63. Danhof), Verlaat (C), Reinthaler (46. Schifferl), Bähr – Jacobsen, Deniz – Schröter (74. Ott), Guttau (63. Wolfram), Kozuki – Hobsch (63. Philipp)

Bank:
Hiller (TW), Kloss, Kwadwo, Frey

Tore:
0:1 Vollath (31., Eigentor), 0:2 Kügel (61.), 0:3 Lamby (78.), 1:3 Verlaat (90.+2)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Schubert (Gelb-Rot-Sperre), Avdija (U21 Nationalmannschaft), Bangerter (verletzt)

Ausfälle bei der SpVgg Unterhaching:
Heide (U19 Nationalmannschaft), Obermeier (Aufbautraining), Ihorst (verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Im Toto Pokal droht derzeit keinem Löwen eine Gelb-Sperre. Fabian Schubert sah beim 2:1 in Memmingen Gelb-Rot und muss diesmal pausieren.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – SpVgg Unterhaching außer im Liveticker noch verfolgen?

Für das Pokalspiel der Löwen gibt es noch reichlich Tickets, die Tageskassen am Grünwalder Stadion werden ab 12 Uhr werden geöffnet sein. Über den offiziellen Zweitmarkt können Mitglieder zudem bis kurz vor Anpfiff noch Karten in den Heimblöcken kaufen.

Das Match wird vom BR live im Free-TV übertragen.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Markus Schwabl: “Freu’ mich auf das ekelhafte Spiel”

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Gut gelaunt und optimistisch präsentierten sich Trainer Marc Unterberger und Kapitän Markus Schwabl am Donnerstag den Medienvertretern bei der Pressekonferenz der SpVgg Unterhaching vor dem Totopokal-Viertelfinale beim TSV 1860 (Samstag, 14 Uhr – im sechzger.de-Liveticker). Die positive und zuversichtliche Grundstimmung ist angesichts der Situation der Hachinger in der 3. Liga durchaus bemerkenswert. Seit dem 1. September und zehn Spielen wartet man auf den nächsten, erst dritten Sieg, in der Tabelle steht man mit zwölf Punkten auf dem vorletzten Platz. Die Löwen dagegen haben sich zuletzt – nach holprigem Beginn – in der Liga stabilisiert und zweimal mit 3:0 gewinnen können.

Schwabl zur Stimmung in der Hachinger Mannschaft

Entsprechend dieser sportlichen Bilanz ist Hachings Übungsleiter, als der die letzten Wochen  der beiden Kontrahenten Revue passieren lässt, “froh, dass es am Samstag nicht um Punkte geht, sondern ein k.o-Spiel ist, wo nur ein Spiel entscheidend ist, wer ins Halbfinale einzieht.” Markus Schwabl beschreibt die Stimmung in der Mannschaft im Training als gut und “griffig”. Zwar sei die Vorfreude auf das Spiel nicht so zu spüren, wie vor dem Ligaspiel vor knapp vier Wochen, weil man sich innerhalb der Mannschaft aktuell mehr mit sich selbst beschäftige, aber für ihn handelt es sich bei dem Duell am Samstag um ein “50:50-Spiel”:

“Dass Sechig jetzt davor zweimal gewinnt, gibt dem Ganzen keinen entscheidenden Impuls. (…) Ich erwarte ein hitziges Spiel, ein ekeliges Spiel, ein aggressives Spiel. Es wurde Schneeregen angesagt und ein Grad. Ich glaub, das kam uns schon mal zu Gute, letztes Jahr. (…) Ich freu’ mich auf das ekelhafte Spiel. Ich liebe solche Alles-oder-Nichts-Spiele.”

Unterberger über die Löwen

Angesprochen auf die Aufstellung des TSV 1860 und ob Unterberger mit einer Rotation in der zuletzt erfolgreichen Mannschaft der Löwen rechne, gibt er sich gelassen: “Das ist mir fast egal.” Später schildert er, auf die veränderte Statik des Gegners seit dem letzten Duell am 20. Oktober angesprochen, seine Beobachtungen:

Sie haben in meinen Augen ein Änderung vorgenommen: Sie bringen Tunay Deniz viel mehr ins Spiel, als sie es zum damaligen Zeitpunkt gemacht haben. (…) Sie haben mit Guttau jemanden drinnen, der auch situativ in die Spitze reinstößt. Ich finde, dass sie ihren Weg gefunden haben, wo sie vielleicht auch ein bisschen auf der Suche waren. Aber so, wie es gerade im Moment wirkt, wirkt es gefestigt. Sie schaffen es, aus Situationen, wo du vielleicht kein Tor erwartest, Tore zu schießen. Das ist das, was uns gerade nicht gelingt.

Das mögliche Elfmeterschießen

Auch ein mögliches Elfmeterschießen, das – nochmal zur Erinnerung – im Totopokal nicht erst nach einer Verlängerung, sondern direkt nach 90 Minuten ansteht, beschäftigt die in der Presserunde versammelten Protagonisten. Nicht zuletzt deshalb, weil am Samstag bei Sechzig aller Voraussicht nach der Ex-Hachinger Rene Vollath wieder im Tor stehen wird, der im Ligabetrieb ja nach dem Spiel in Cottbus (1:5) seinen Platz als Stammkeeper zu Gunsten Marco Hillers räumen musste. Die Frage, ob die nicht allzulange zurückliegende Vergangenheit  Vollaths in die Vorstadt nun eher ein Vorteil für ihn oder die potenziellen Hachinger Schützen sei, gibt Marc Unterberger direkt an seinen Kapitän weiter: “Kann der Elfmeter halten?”. Lachend erinnert darauf Schwabl direkt an das letzte Ligaspiel zwischen den beiden Teams auf Giesings Höhen im November 2023, als Rene Vollath im Trikot der Gäste einen Elfer von Moritz Schröter entschärfte und den Vorstädtern den 1:0-Sieg sicherte. Dies sei aber der einzige gehaltene Elfer Vollaths, an den sich Schwabl erinnern könne.

Titelbild: Youtube-Kanal der SpVgg Unterhaching

Löwenrunde: “Wir wollen den Pokal gewinnen”

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Löwenrunde: "Wir wollen den Pokal gewinnen"
Löwenrunde: "Wir wollen den Pokal gewinnen"

Am Samstag um 14:03 Uhr empfängt der TSV 1860 München im Viertelfinale des Toto-Pokals die SpVgg Unterhaching. Eines steht bereits fest: Es wird einen neuen Zuschauer-Rekord im Landespokal geben, denn 11.300 Tickets sind verkauft. Es gibt aber noch Karten über die Ticket-Webseite der Löwen und auch an der Tageskasse. Bei der Löwenrunde vor dem Spiel sagte Löwentrainer Argirios Giannikis: “Wir wollen den Pokal gewinnen”.

Löwenrunde: “Wir wollen den Pokal gewinnen”

Gut besucht war die Löwenrunde am Freitagnachmittag, nicht nur die Journalisten, sondern auch die Fans freuen sich nach dem 3:0-Heimsieg gegen Mannheim auf das nächste Match auf Giesings Höhen. “Wir wollen den Pokal gewinnen. Es gibt sportliche und finanzielle Aspekte”, sagte Trainer Giannikis. Nicht mit dabei sein wird am Samstag Bangerter, der nach wie vor Hüft-Probleme hat. “Wir sind im normalen Wochen-Rhythmus. Daher kommt jeder Spieler von der Belastung her in Frage. Wir werden die bestmöglichen Entscheidungen für das Spiel treffen”, erklärte der Löwen-Coach zur personellen Situation und der Zusammenstellung des Kaders.

Vollath (wohl) statt Hiller im Tor

Auch wenn es Giannikis nicht ausdrücklich bestätigen wollte, so wird gegen die Bobfahrer wieder Rene Vollath statt Marco Hiller im Tor stehen. Damit setzen die Löwen die Rotation der ersten Pokal-Runden auf der Torhüter-Position fort. “Wir haben zwei sehr gute Torhüter. In den letzten Runden haben wir das so gehandhabt, dass im Pokal der Torwart spielt, der in der Liga nicht gespielt hat”, bestätigte Giannikis.

“Liga nicht als Maßstab nehmen”

Trotz der Unterhachinger-Sieglos-Serie von inzwischen zehn Spielen und der jüngsten 2:3-Niederlage der Vorstädter beim VfB Stuttgart II warnte Giannikis davor, die Gäste zu unterschätzen: “Es ist ein anderer Wettbewerb, man darf die Liga nicht als Maßstab nehmen. Beide Teams sind sicher maximal motiviert und für beide ist es ein wichtiges Spiel. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Wir wollen die Leistung des Spiels gegen Mannheim bestätigen und die Erfahrungswerte aus dem Ligaspiel mit ins Spiel nehmen”. Man wisse, welche Räume man gegen Unterhaching bespielen müsse, fügte der Franke später an.

“Kein Pokalspiel ist einfach…”

Giannikis erinnerte, dass im Landespokal bereits Landesliga-Teams Drittligisten geschlagen hatten. “Kein Pokalspiel ist einfach. Wir nehmen jeden Gegner ernst. Wer den Pokal gewinnen möchte, muss jeden Gegner schlagen”, sagte Giannikis – eigentlich wären also mindestens fünf Euro ins Phrasenschwein fällig. “Wir sind ein Riesen-Club, jedes Spiel hat eine Bedeutung. Den Jungs ist bewusst, dass es der Anspruch ist, den Pokal zu gewinnen”, erklärte der Löwen-Coach auf Nachfrage von sechzger.de.

Erfahrungswerte sind wichtig für das Team

Ebenfalls auf Nachfrage unseres Vertreters ging Giannikis näher darauf ein, warum die Mannschaft zehn Spiele gebraucht habe, um sich zu finden: “Wir hätten es natürlich auch gerne früher gehabt, aber das sind normale Prozesse nach so einem großen Umbruch. Die Abläufe in Offensive und Defensive müssen sich entwickeln, je nach Gegner und Spielsystem. Dabei gibt es verschiedene Einflussfaktoren und die Mannschaft muss diese Erfahrungswerte sammeln. Die Spieler müssen sich kennenlernen. Jetzt haben wir nach 14 Spielen die Option, eine ordentliche Hinrunde zu spielen. Aber wir müssen uns alles erarbeiten und dürfen kein Prozent nachlassen. Wir müssen die Konstanz in Offensive und Defensive beibehalten. Ein Entwicklungsprozess ist nicht linear und er ist nie abgeschlossen”, erklärte Giannikis.

“Wir haben tolle Fans und sie haben eine wichtige Rolle”

Über 10.000 Löwen-Fans werden auch am Samstag wieder hinter ihrem Team stehen. Dazu sagte der Löwen-Coach: “Wir haben tolle Fans, in jedem Spiel. Sie haben eine wichtige Rolle und wir konnten letzte Woche mit einem sehr guten Spiel etwas zurückgeben. Die Mannschaft wird alles dafür tun, dass das am Samstag wieder der Fall sein wird”, sagte Giannikis weiter.

Qual der Wahl: Stadion, BR oder Live-Ticker?

Diese Frage müssen sich die Fans selbst beantworten. Tickets gibt es am Samstag auch noch an der Tageskasse. Zudem wird die Partie auch im Bayrischen Fernsehen live übertragen. Natürlich berichten wir auch wieder ausführlich ab dem frühen Vormittag in unserem Live-Ticker vom Toto-Pokal-Viertelfinale gegen die Vorstädter.