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Gegnervorstellung: Fußballclub Memmingen 1907 e.V.

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Fahnenschwenker FC Memmingen

Es geht wieder aufwärts! Die gute Stimmung und bessere Form der Mannschaft sollte möglichst über die Länderspielpause hin konserviert werden. Vor der Pause steht noch die nächste Runde im aktuellen Lieblingsbewerb der Löwen an. Im Toto-Pokal geht es gegen den Fußballclub Memmingen 1907 e.V..

Wo spielen wir da eigentlich?

Memmingen ist eine recht bekannte Stadt und für die Löwen auch kein Neuland. Sowohl Profis als auch Amateure hatten schon des Öfteren mit den Allgäuern zu tun. Die kreisfreie Stadt ist umgeben vom Landkreis Unterallgäu, direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg und hat gut 46 000 Einwohner.

Die Ursprünge der Stadt gehen bis in die Römerzeit zurück, auch die Alemannen und Franken spielten ab dem 5. Jhdt., wie im gesamten Allgäu, eine Rolle. Erstmals unter dem heutigen Namen erwähnt wurde sie allerdings im Jahre 1128 und durch die Lage an der Salzstraße nach Lindau gewann der Ort an Bedeutung. Eine Hochzeit erlebte die damalige Reichsstadt in ihrer wechselhaften Geschichte in der Renaissance und gelangte zu Bedeutung und Reichtum. Heute ist das Oberzentrum besonders durch den von vielen Billig-Fluglinien genutzten Flughafen bekannt.

Sportlich kennt man Memmingen besonders für seinen Eishockeyclub den “ECDC Memmingen”, dessen Frauenteam sogar in der Bundesliga antritt und 2023 den Meistertitel feiern konnte. Sehenswürdigkeiten sind die gut erhaltene Altstadt, besonders die St.-Martins-Kirche, sowie zahlreiche Museen. Das Stadttheater wird durch das Landestheater Schwaben bespielt.

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Nach dem Abstieg starteten die Memminger gut in die Bayernliga Süd. Im Spitzenspiel gegen die Amateure des TSV kamen sie aber über ein 2:2 Unentschieden nicht hinaus. Nachdem auch gegen Erlbach remisiert wurde und das Allgäu-Duell mit Kottern verloren ging, findet sich der FCM zwischenzeitlich auf Rang 5 wieder. Gegen die Kontrahenten aus dem oberen Tabellenbereich tut man sich sichtlich schwer.

Im Toto-Pokal wurde in der ersten Runde der Bezirksligist Ziemetshausen mit 2:0 besiegt, danach gab es gegen TSV Aindling einen 3:0 Sieg. Zittern mussten die Allgäuer also nicht, so souverän wie die Löwen pflügen sie aber nicht durchs Feld.

Kader & Transfers

Laut fupa.net gab es bei Memmingen doch große Kaderveränderungen, wie es im Abstiegsfall oft vorkommt. Besonders im Angriff scheinen 5 neue Spieler auf. Der Kader scheint auch sehr jung zu sein, kein Spieler ist über 30 Jahre alt. Besonders interessant ist David Spizert, der letztes Jahr für Wertingen die Bezirksliga zerschossen hat und nun nach 8 Spielen bei 3 Toren hält. Auch aus der österreichischen Regionalliga West wurden Verstärkungen geholt. Auf der Abgangsseite findet sich mehr als eine ganze Startelf. Hier gab es viele Abgänge in die Regionalliga, auch das Karriereende von Dominik Stroh-Engel sollte Erwähnung finden. Trainer des FCM ist seit Ende der letzten Saison Matthias Günes, der seine gesamte Trainer- und Spielerkarriere im Allgäu zugebracht hat und auch schon den Lokalrivalen Kottern in der Bayernliga trainiert hat.

Vereinsgeschichte

Zum Start im Jahre 1907 war der FCM eine Abteilung im Memminger Turnverein. Eigenständigkeit erreichten die Fußballer nach einer Ausgliederung im Jahre 1924. Bis zum Ende des Krieges 1945 war man in verschiedensten Ligen erfolgreich, danach verschwand man in der Versenkung. Höhepunkte ereigneten sich erst wieder ab 1970, als man in die Bayernliga aufstieg. Beachtliche 17 Jahre hielt man sich auf der höchsten Ebene Bayerns, ehe man wieder in die Landesliga musste.

Nach zwei Jahren gelang die Rückkehr und man konnte öfter in Richtung Regionalliga schielen. In der Saison 02/03 kam es zu einem kurzen Intermezzo in der Landesliga, seit dem Wiederaufstieg war man immer mindestens in der Bayernliga anzutreffen. Einer der größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte gelang dann 2009/10 mit dem erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga Süd. Danach waren die Memminger Gründungsmitglied der Regionalliga Bayern, mussten aber 2022 zum ersten Mal absteigen. Seitdem sind die Allgäuer etwas zur Fahrstuhlmannschaft geworden.

Der Verein hat knapp 900 Mitglieder und die Vereinsfarben rot und weiß. Neben der Fußballabteilung wird auch noch Tischtennis angeboten, deren Herren treten in der Bezirksoberliga an. Im Fußball ist Memmingen DFB-Stützpunkt und BFV-Nachwuchsleistungszentrum.

Stadion

Das Spiel findet in der “Arena Memmingen” statt, hier ist diese unsägliche Bezeichnung wenigstens halbwegs gerechtfertigt. Das Stadion besteht an dieser Stelle seit 1929 und ist seit 2006/2007 von einer Laufbahn befreit. Das Fassungsvermögen beträgt 5 000 Zusehende und ist laut Eigenbeschreibung “[eines der] ansprechendsten Amateur-Stadien in Schwaben”. Der Sportplatz ist in ein größeres Sportzentrum eingebettet. Seit dem letzten Jahr gibt es auch einen, vom Verein selbst gebauten, VIP-Bereich, der besonders für Bayernligaverhältnisse außerirdisch wirkt. Das Funktionsgebäude dient als Eventlocation und Business- bzw. VIP-Bereich. Die 240 Karten werden gut angenommen, letztes Jahr 200 Dauerkarten. Alles ist eigentlich auf Profifußball ausgerichtet…

Trivia – Unnützes Wissen

  • Letztes Jahr waren oft bis zu  25% der Zusehenden VIPs.
  • Die Aufstiegsrelegation zur Regionalliga 1996/97 wurde durch einen Flutlichtausfall mit Spielabbruch zu Ungunsten des FCM beeinflusst.
  • Der FC Memmingen ist ewiger Tabellenführer der eingleisigen Bayernliga.

FC Ingolstadt – TSV 1860 München (1:2), die Taktiktafelanalyse.

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafel Analyse des 2:1 Auswärtssiegs unseres TSV 1860 beim FC Ingolstadt 04. In einem rassigen Fußballspiel, in dem beide Teams gute Phasen hatten, belohnten sich die Löwen für großen Kampf mit drei Punkten.

Die Partie FC Ingolstadt 04 – TSV 1860 München entschied der Gast verdient, aber nicht problemlos am Ende für sich. Ingolstadts Trainerin Sabrina Wittmann schickte ihre Mannschaft im 4-4-2 (4-1-3-2) aufs Feld. Der 19-jährige Plath gab dabei im System den Box to Box Spieler. Gegen den Ball kippte Plath ab, um neben Fröde das defensive Zentrum zu verstärken.

Löwendompteur Argirios Giannikis schickte sein Rudel im Gegensatz zum vergangenen Wochenende wieder mit Viererkette ins Match. Auf der Doppelsechs durfte diesmal neben Jacobsen Marlon Frey sein Können demonstrieren. Der vergangene Saison viel kritisierte Defensivspieler setzte ein Statement, das seinen Einsatz definitiv rechtfertigte. Das sehr flexibel agierende Löwenteam, laut Aussage des Trainers systematisch im 4-2-2-2 agierend, verschob die Grundordnung im letzten Drittel allerdings in beide Richtungen teilweise extrem, sodass man gegen den Ball im eigenen letzten Drittel eine konservative 4-4-2 bzw. 4-5-1 Formation gesehen hat.

Im gegnerischen letzten Drittel überluden die Sechzger die Offensive teilweise stark. Mit bis zu fünf Akteuren in der unmittelbaren Angriffslinie in den vordersten Reihe – ballfern meist asymmetrisch formiert – stressten die Löwen während ihrer offensiven Ballbesitzphasen die Ingolstädter Defensive.

Die Tatsache, dass Schubert als alleiniger zentraler Spieler anlief und dabei aus dem Rückraum immer wieder situativ und von den horizontalen Zonen, in denen sich der Ball befand, abhängig durch Wolfram, Philipp und Deniz unterstützt wurde, mag den Eindruck erweckt haben, dass die Sechzger im 4-2-3-1 angetreten wären.

Linien FCI

Zuerst ohne Zugriff und somit erst relativ spät den offensichtlich angesagten Matchplan verfolgend, stand Ingolstadt während der ersten Viertelstunde gegen den Ball auf beiden Linien tief.

Mit fortlaufender Spieldauer fanden die Ingolstädter wieder die nötigen Hebel, um sporadisch Druck aufs Aufbauspiel der Löwen auszuüben. Gute Raumaufteilung bei Ballbesitz seitens der Löwen half gegen die in der Rückwärtsbewegung träge und auch passiv wirkenden Schanzer. So kamen die Sechzger immer wieder zügig ins letzte Drittel hinein.

Mit zwei Stürmern, die situativ auf den Außenbahnen im Pressing unterstützt wurden, legten die Hausherren das Pressingverhalten konservativer aber kräfteraubender an. Die Linienwahl dabei und die Aktionsdichte normalisierten sich nach der ersten Viertelstunde auf hohem Niveau.

Linien TSV

Ähnlich war es bei den Löwen, nur mit gänzlich anderen Vorzeichen. Nach dem ersten nachhaltigen Ballgewinn tief in der eigenen Spielfeldhälfte waren seitens unserer Sechzger kaum Pressingaktionen nötig, da sich die Löwen zunächst minutenlang mit viel Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte festsetzten. Trotzdem schafften es die Gastgeber, auch in der von den Löwen dominierten ersten Viertelstunde ihre offensiven Nadelstiche zu setzen und ebenso viele Schüsse abzufeuern wie der TSV.

Die Löwen mit der frühen und bis zum Ende konservierten Führung im Rücken und vermutlich auch den Temperaturen geschuldet, dosierten ihre Aktionen im Pressing und wählten nur selten die Option, das Positionsspiel wirklich aggressiv und hoch anzulaufen. Anders verhielt sich das im Gegenpressing. Kaum ein Ball wurde nach einer missglückten Aktion verloren gegeben. Alle Spieler versuchten meist sofort, ihre Fehler wieder auszubügeln. Die Pressinglinie und die Defensivlinie der Löwen formierten sich auf mittlerem bis tiefem Niveau gegen die Positionsangriffe der Gastgeber.

Vor der genaueren Analyse zunächst, wie immer, die wichtigsten statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte FC Ingolstadt – TSV 1860

  • Ballbesitz: FCI 53% – TSV 47%
  • Passgenauigkeit: FCI 80% – TSV 76%
  • Defensive Zweikampfquote: FCI 62% – TSV 66%
  • Schüsse/aufs Tor: FCI 16/7 – TSV 8/6
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): FCI 8,94 – TSV 14,84

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (53%:47%)

Beim Ballbesitz waren die Gastgeber abgesehen von der ersten Viertelstunde der ersten Spielhälfte durchaus tonangebend, mit einem Maximum von 70% Ballbesitz in der Mitte der ersten Halbzeit. Die Ingolstädter wussten mit dem Plus an Ballbesitz über das gesamte Spiel hinweg gesehen auch durchaus etwas anzufangen. So spielte sich der FCI insgesamt dreimal häufiger als die Sechzger bis ins letzte Drittel des Gegners hinein.

Die Anzahl der mit Schüssen beendeten Positionsangriffe ist bei den Löwen allerdings höher gewesen als bei den Gastgebern. Ein interessanter statistischer Wert gemessen an der Schussverteilung beider Teams. Das sehen wir uns dann weiter unten genauer an.

Effektiver waren am Ende die Sechzger, mit der Ballbesitzverteilung hatte das allerdings nicht viel zu tun. Die Gründe waren definitiv andere.

Sehen wir mal, ob wir nach dem Betrachten der nächsten Statistik schlauer sind.

Passgenauigkeit FCI 80% – TSV 76%

Die gute Passgenauigkeit der Schanzer täuscht ein wenig über die Tatsache hinweg, dass Ingolstadt wenig Mittel fand, schnell nach vorn zu spielen. Die gute Tiefenstaffelung der Löwen im Positionsspiel gegen den Ball und der Einsatzwille der Spieler des TSV 1860, die ballführenden Gegenspieler schnell unter Druck zu setzen, zwangen Ingolstadt zu langen Passstafetten, bevor sie einen effektiven Angriff auslösen konnten.

Etwas anders gestaltete sich das bei den Löwen, die oft schnell den Weg in die Offensive fanden und zügig mit Ball bis ins letzte Drittel der Gastgeber vorrückten.

Genau das drückt sich dann am Ende in der Passgenauigkeitsstatistik aus. Vorsichtige und kontrollierte Ingolstädter spielen mit viel Ballbesitz und hoher Passgenauigkeit kaum produktiver ins letzte Drittel als die Sechzger, die zwar insgesamt drei Angriffe weniger als die Gastgeber über die 90 Minuten hinweg verzeichnen; das ist aber denke ich vernachlässigbar.

Dass das direkter spielende Team immer ein wenig mehr Risiko geht und darum auch nicht so genau spielen kann. spiegelt sich am Ende in den Statistiken wieder.

Weder die Ingolstädter noch unsere Löwen haben hier Grund, sich über die eigene Performance großartig zu beschweren.

Auch die Passgenauigkeit entschied dieses Spiel am Ende nicht.

Defensive Zweikampfquote FCI 62% – TSV 66%

An der defensiven Zweikampfquote allein kann man selten die Leistung gegen den Ball ablesen, aber sie gibt einen Hinweis. Zusammen mit den Indikatoren Zweikampfintensität, also wie viele defensive Zweikämpfe man pro Minute gegnerischem Ballbesitzes führt, und dem, was die Statistiken über Kopfball und Stellungsspiel verraten, kann man hier einen guten Eindruck gewinnen, wer gegen den Ball im Spiel fleißiger und effektiver war.

Vergleichen wir die beiden Teams hier, hat unser TSV 1860 München gegenüber dem FC Ingolstadt deutlich die Nase vorn. In allen defensiven Statistiken liegt der Vorteil auf Seiten der Sechzger – und genau das hat dieses Spiel entschieden.

Die Spieler der Löwen waren gegen den Ball einfach heißer darauf, die Duelle für sich zu entscheiden. Das beste Beispiel dafür war zweimal Julian Guttau, der tief in der gegnerischen Hälfte die Grätsche gegen seinen Kontrahenten auspackte.

Schüsse/aufs Tor FCI 16/7 – TSV 8/6

Mehr Schüsse insgesamt und mehr Schüsse auf den gegnerischen Kasten seitens des FCI und trotzdem sind die Löwen verdient Sieger? Passt das zusammen? Etwas glücklich mag der Sieg möglicherweise gewesen sein, aber trotzdem war er verdient.

Die Sechzger haben nur einen ihrer Schüsse nicht so auf den Kasten gebracht, dass der gegnerische Keeper keine Arbeit gehabt hätte. Das ergibt mit 75% einen neuen Bestwert bei der Schussgenauigkeit in einem Spiel seit es die sechzger.de Taktiktafel gibt.

Zäumt man dieses Pferd von hinten auf, könnte man auch sagen, Sechzig hat nur einmal daneben geschossen, Ingolstadt hingegen neunmal.

Auf der anderen Seite muss man auch sagen, dass René Vollath im Tor der Löwen in einigen Situationen das Unvermögen des Schützen half. Wenn der Keeper aber vom Schützen angeschossen wird, hat er eben auch irgendwas richtig gemacht, denn das Glück hilft bekanntlich den Tüchtigen. Man muss allerdings beiden Torhütern eine sehr gute Leistung attestieren.

Chancenplus durch Standards

Nun kommen wir noch zu den oben angesprochenen mit Schüssen abgeschlossenen Angriffen, da die Statistik hier etwas verwirrend sein kann. Der TSV 1860 München hat insgesamt drei Positionsangriffe weniger als Ingolstadt zu Buche stehen, aber einmal häufiger einen Angriff mit einem Schuss abgeschlossen als der FCI. Wie passt zusammen?

Zunächst werden bei dieser Statistik ruhende Bälle, aus denen ein Schuss wird, nicht aufgeführt. Mit sechs Schüssen aus vierzehn strafraumnahen Standards und einem Elfmeter bleiben weitere neun Schüsse übrig, die sich auf die fünf angesprochenen Positionsangriffe verteilen. Es haben die Ingolstädter also bei mindestens einem Angriff mehr als einmal versucht, aufs Gehäuse der Löwen zu schießen.

Keine der beiden Mannschaften hat es verdient, für die Anzahl der Chancen aus dem Spiel heraus kritisiert zu werden. Dass bei den Gastgebern viele Torschussversuche aus Standards entstehen, ist ebenfalls nicht überraschend, auch diesmal hat mit einem Elfer ein Standard ein Tor für den FCI gebracht. Vier Spiele, vier Standardtore für den FCI.

PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) FCI 8,94 – TSV 14,84

Ich hab weiter oben bei der Positionierung schon ein wenig über das Pressingverhalten der Teams geschrieben. Bis auf die etwas sehr wilde Anfangsviertelstunde diesbezüglich, als beide Teams aus unterschiedlichen Gründen Werte weit über 30 erreichten, war es während der restlichen Partie alles in allem das Anlaufverhalten sowie die Linienwahl, die einerseits erwartet war und andererseits dem Spielverlauf nach weder in die eine noch in die andere Richtung kritikwürdig ist.

Nach dem frühen Führungstreffer der Löwen ist die passivere Herangehensweise der Sechzger ebenso logisch wie die aktivere beim FCI.

Allerdings ist es auch so – und ich wiederhole mich an dieser Stelle -dass man immer wieder darauf hinweisen muss, dass eine in der PPDA Statistik gewertete Aktion nie gleichzeitig eine erfolgreiche Aktion ist. Dieser Wert zeigt uns nur die Aktivität einer Mannschaft in den pressingrelevanten Räumen gegen den Ball, nie den Erfolg der Aktivitäten.

Ziehen wir heran, wer häufiger in diesen Zonen den Ballbesitz erobern konnte, sehen wir wieder den TSV 1860 klar im Vorteil. Mit 38:20 Balleroberungen in den pressingrelevanten Zonen sehen wir, dass der indirekt proportional zu lesende PPDA Wert und erfolgreiche Balleroberung in den dafür relevanten Zonen nicht zwingend miteinander zu tun haben.

Die Tore

Hier könnt ihr die Tore und weitere Highlights der Partie noch einmal Revue passieren lassen. Der entscheidende Treffer in dieser Partie war das 2:0 durch Julian Guttau nach einem sehenswerten Umschaltmoment. Dieser Treffer war nicht ganz unumstritten, da die Ingolstädter ein Foul von Tunay Deniz an einem der Schanzer gehen haben wollten. Ich tu mir schwer, da ein Foul und Absicht zu erkennen, warten wir also auf Rafatis wöchentliche Analyse.

Einen Angriff der Ingolstädter wehrte Verlaat per Kopf zentral in die Mitte vor die Box ab. Deniz kam dort an den Ball und wurde sofort von Keidel, der den Zweikampf dann verlor und zu Boden ging, als hätte ihn der Blitz getroffen. Der Schiedsrichter, der in beide Richtungen seltsame Entscheidungen getroffen hatte, ließ das Spiel weiterlaufen. Nun lief Frey aus dem Hintergrund an Deniz vorbei, nahm die Kugel mit und leitete einen schnellen Gegenangriff ein.

Zunächst passte Frey das Leder nach vorn zu Guttau, der Frey mit einem Diagonalpass in den linken Halbraum sofort wieder auf die Reise Richtung gegnerische Hälfte schickte.

Frey überquerte mit dem Ball am Fuß und nur von einem Gegenspieler begleitet zügig die Mittellinie, nahm das Tempo kurz raus und spielte dann wiederum auf den mittlerweile nachgerückten Guttau, der postwendend den auf der linken Seite durchstartenden Wolfram in Szene setzte.

Wolfram hatte viel Platz und viel Zeit, lief fast bis zur Grundlinie, bevor er den Weg nach innen suchte, um mit einen Pass den aus dem Hintergrund halblinks auf Pfostenhöhe in den Strafraum einlaufenden Guttau zu bedienen, der nur noch einschieben musste.

Nach dem vermeintlichen Foul lief die gesamte Abwehr des FCI dem Geschehen nur noch hinterher. Funk im Tor des FC Ingolstadt war hier, wie auch beim 1:0 für den TSV 1860, machtlos.

Das fiel auf

Großer Kampfeswille bei allen Sechzgern auf dem Platz. Dafür ein großes Lob und auch Dank an die Mannschaft. Genau so will, denke ich, jeder Fan die Löwen sehen. Aggressiv, giftig und in manchen Situationen kompromisslos.

René Vollath hat sich vermutlich zumindest etwas Respekt bei den Kritikern erspielen können. Ich sehe seine Leistung sehr positiv, auch wenn da zwei, drei glückliche Saves dabei waren. „Wia is wurscht, hauptsach dass.“ (Zitat: Oma Winninger)

Marlon Frey, auch wenn viele ihn immer und immer wieder kritisieren, war die Garantie für die Stabilität in der Defensive. Dabei sind gar nicht so sehr seine aktiven Defensivaktionen im Fokus, sondern eher seine Fähigkeit, durch Präsenz und und gutes Stellungsspiel Räume unbespielbar für den Gegner zu machen.

Fazit

Die Steine fielen gebirgeweise von den Löwenherzen, als Schiedsrichter Felix Bickel die Partie zwischen dem FC Ingolstadt 04 und dem TSV 1860 München am Samstag abpfiff.

Warum fielen sie? Weil endlich eine Mannschaft auf dem Platz stand, in der jeder für den anderen bereit war, einen extra Meter zu laufen.

Ich kann hier viel über Statistiken und Werte und taktische Kniffe fabulieren, am Samstag hatte das alles natürlich einen Anteil am Sieg, aber den größten Anteil an diesem wichtigen Erfolg hatte der Teamgeist.

Ich hoffe, dass die Mannschaft es schafft, das durch die Länderspielpause zu konservieren und wir gegen Dresden eine ähnliche Leidenschaft, Laufbereitschaft, Kampfeswille und Mut auf dem Platz sehen.

Datenquelle: Wyscout

Sechzig am Wochenende: U16 mit zwei Tests gegen Union Berlin

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TSV 1860 U16

Sechzig am Wochenende: Die Profis gewannen in Ingolstadt, die U17 spielte torlos gegen die Schanzer, die U21 setzte ihre tolle Serie fort und die Amateurlöwen mussten bittere Heimniederlagen einstecken. Die U16 des TSV 1860 weilte derweilen in Berlin und absolvierte zwei Testspiele gegen Union.

TSV 1860 U16 mit zwei Tests gegen Union Berlin

Gleich zweimal trafen die jüngeren B-Junioren-Jahrgänge des TSV 1860 und von Union Berlin am Wochenende aufeinander. Am Samstag setzten sich die Junglöwen am Trainingszentrum Oberspree vor rund 50 Zuschauern mit 4:1 gegen die Köpenicker durch. Am Sonntag revanchierten sich die Eisernen und gewannen ihrerseits mit 1:0.

Die Spiele im Überblick

Samstag, 31.08.

11.00 Uhr: U17 – FC Ingolstadt 04 0:0
11.00 Uhr: Union Berlin – U16 1:4
12.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U19 2:2
13.00 Uhr: Löwinnen II – SG Farchant/Garmisch 0:5
14.00 Uhr: FC Ingolstadt 04 – Profis 1:2
14.00 Uhr: U21 – FC Deisenhofen 3:0
14.00 Uhr: U15 – FC Stätzling U16 7:1
15.00 Uhr: Vierte – TSV Milbertshofen 2:6
17.30 Uhr: Dritte – TSV Großhadern 2:3

Zudem trat die U9 am Samstag (1. Platz) und Sonntag (2. Platz) bei Turnieren des SV Olympiadorf München an und traf dabei auf den Gastgeber, RB Leipzig, RB Salzburg und den FC Augsburg.

Sonntag, 01.09.

10.00 Uhr: ASV Cham U13 – U11 4:2
10.00 Uhr: U12 – Jahn Regensburg 3:3 (in Ruhmannsfelden)
10.30 Uhr: Union Berlin – U16 1:0

Die U10 siegte am Sonntag bei einem Leistungsvergleich bei RB Salzburg.

Video- & Fotogalerie vom Sieg des TSV 1860 in Ingolstadt

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Titelbild FC Ingolstadt 04 TSV 1860 Fotogalerie

Endlich mal wieder ein Festtag für die Löwen! Bei den Schanzern zeigte sich Sechzig von seiner besten Seite – auf dem Feld und auch auf den Rängen. Rund 6000 Fans begleiteten Münchens große Liebe zum oberbayerischen Duell und hatten Grund zum Feiern. Wir präsentieren Euch in unserer Video- und Fotogalerie die schönsten Impressionen vom Auswärtssieg des TSV 1860 beim FC Ingolstadt 04.

Videos aus dem Audi-Sportpark

Löwenfans, Ihr wart der Wahnsinn und habt die Mannschaft von Anfang an getragen! Ganz stark, weiter so! Noch mehr Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Fotogalerie zu FC Ingolstadt 04 – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Sechzig um Sieben: Wichtiger Sieg beim FC Ingolstadt

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Es ist endlich geschafft: die ersten drei Punkte sind dank dem Sieg beim FC Ingolstadt auf dem Konto des TSV 1860 München. Ebenfalls über ein erfolgreiches Spiel durfte sich die U21 freuen. Dritte und Vierte verloren ihre Duelle hingegen. Zum Start in eine neue Woche gibt es den Überblick aller Meldungen rund um die Löwen vom Wochenende.

TSV 1860 feiert wichtigen Sieg in Ingolstadt

Rund 6.000 Löwenfans folgten dem TSV 1860 München trotz der aktuellen sportlichen Situation nach Ingolstadt – und sie sollten entgegen manch einer Erwartung nicht enttäuscht werden. Die Mannschaft von Trainer Argirios Giannikis präsentierte sich deutlich besser als in den vergangenen Wochen und gewann durch Tore von Maximilian Wolfram sowie Julian Guttau. Durch den Sieg haben die Löwen den letzten Tabellenplatz verlassen und sind nun auf Rang 18.

Giesinger Gedanken nach der Partie beim FCI

Entsprechend gut gelaunt zeigt sich auch Peter in seinen Giesinger Gedanken nach den ersten drei Punkten in der aktuellen Saison. Er fasst nicht nur die Stimmung vor Anpfiff, sondern auch während und nach dem Spiel zusammen. Ob die vielbesprochene Wende nun wirklich gelungen ist, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

U21 siegt auch gegen den FC Deisenhofen

Ebenfalls einen Sieg bejubeln durfte die U21 des TSV 1860 München in der Bayernliga Süd. Gegen den FC Deisenhofen siegte die Mannschaft von Trainer Felix Hirschnagl klar mit 3:0. Da die Sechzig Amateure am vergangenen Wochenende spielfrei hatten, sind sie nicht mehr an der Tabellenspitze zu finden. In der Spitzengruppe haben sie sich mit acht ungeschlagenen Partien aber mittlerweile festgesetzt. Am Wochenende sind die Löwen in Nördlingen zu Gast.

Dritte und Vierte müssen Niederlagen hinnehmen

Nicht so erfreulich verlief dagegen das Wochenende aus Sicht der e.V.-Herrenmannschaften. Beide Teams beendeten ihre Duelle ohne Erfolgserlebnis. Die Dritte unterlag unglücklich gegen den TSV Großhadern, bei der Vierten setzte sich der TSV Milbertshofen klar durch. Am kommenden Wochenende trifft die Dritte auswärts auf den MTV München, die Vierte ist am Sonntag beim BSC Sendling zu Gast.

News aus der 3.Liga

Der 4.Spieltag

Erzgebirge Aue bleibt das Non plus ultra in der 3.Liga. Auch am 4.Spieltag fuhren die Veilchen einen Sieg ein. Matchwinner war dabei Ex-Löwe Marcel Bär, der die Partie auswärts bei Alemannia Aachen mit seinen beiden Treffern drehte. Auf Platz 2 folgt Viktoria Köln, die bereits am Freitagabend einen klaren Heimsieg gegen Hansa Rostock einfuhren konnten. Die Kogge liegt ebenso wie Mannheim nun hinter den Löwen. Der Waldhof verlor zuhause gegen Saarbrücken. Weiterhin ungeschlagen sind neben Aue auch Wehen Wiesbaden, Arminia Bielefeld und der SC Verl.

Auslosung der 2.Runde im DFB-Pokal

Zwei Drittligisten sind noch im Rennen um den DFB-Pokal dabei. Die 2.Runde findet Ende Oktober statt und wurde am gestrigen Sonntag ausgelost. Dynamo Dresden empfängt demnach den SV Darmstadt, Arminia Bielefeld trifft zuhause auf Union Berlin. Die genaue Terminierung der Partien erfolgt noch, gespielt wird am 29. und 30.10.

Erneuter Zaunfahnenstreit in Unterhaching

Nicht nur im Gästeblock des Hachinger Sportparks gibt es Probleme mit der Polizei in Sachen Zaunfahnen. Die Thematik hat nun auch die Heimkurve erreicht, die am gestrigen Sonntag beim Heimsieg gegen Rot-Weiss Essen einen Stimmungsboykott einlegte. Nach dem Einsatz von Pyrotechnik bei der Partie gegen Ingolstadt wollte die Polizei das Aufhängen von Zaunfahnen regulieren – eine Maßnahme, die in der Vergangenheit offenbar bereits mehrfach angedroht wurde. “Diese Machtspiele der Unterhachinger Polizei unterstützen wir nicht” so die Anhänger der Hachinger in ihrer Stellungnahme.

TSV 1860 U21 weiter ungeschlagen – Sieg gegen FC Deisenhofen

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TSV 1860 München U21Teamfoto 24 25

Nach dem spielfreien Wochenende war die U21 des TSV 1860 München am gestrigen Samstag gegen den bis dato punktgleichen FC Deisenhofen gefordert. Die beeindruckende Serie der Mannschaft von Felix Hirschnagl hat auch nach acht gespielten Partien weiter Bestand. Den Löwen gelang ein klarer Heimsieg.

Klose bringt Löwen in Führung

Parallel zu den Profis in Ingolstadt – und damit ohne Besuch eines sechzger.de Redakteurs – war die U21 des TSV 1860 München gestern gegen den FC Deisenhofen im Einsatz. Nach dem Unentschieden gegen den FC Memmingen, auf den die Profis am kommenden Dienstag im Toto-Pokal treffen, hatten die Löwen am vergangenen Wochenende spielfrei. Der nächste Konkurrent, der FC Deisenhofen, gewann gegen den FC Ismaning mit 2:0 und holte den fünften Saisonsieg. Vor dem Duell gegen den TSV 1860 II lagen beide Teams in der Bayernliga Süd also nach Punkten gleich auf. 15 Zähler hatten die beiden Mannschaften jeweils gesammelt.

Gegen die Gäste aus Deisenhofen präsentierte sich die U21 des TSV 1860 von Beginn an spielbestimmend. Gute Torchancen und damit die Möglichkeit in Führung zu gehen gab es zunächst jedoch nicht. Nach 35 Minuten war es dann soweit: Cristian Leone tankte sich über rechts durch und legte für Noah Klose auf. Aus drei Metern hatte dieser keine Mühe zum 1:0 einzuschieben. Kurz darauf hätten die Gäste jedoch um ein Haar direkt den Ausgleich erzielt. Die Hintermannschaft der Löwen präsentierte sich etwas unkonzentriert und hatte bei einem Lupfer Glück, dass dieser am Tor vorbei ging (37.). Mit der knappen Führung ging der TSV 1860 II in die Halbzeitpause.

TSV 1860 U21 schlägt FC Deisenhofen mit 3:0

Nach dem Seitenwechsel drückten die Gäste auf den Ausgleich. Erion Avdija konnte diesen zehn Minuten nach Wiederanpfiff gerade noch verhindern. Stattdessen erhöhten die Löwen dann auf 2:0. Nach einem Foul an der Strafraumgrenze brachte Brahim Moumou den fälligen Freistoß in den Strafraum, wo Sean Dulic am zweiten Pfosten einlief und verwandelte. In der Folge blieben beide Teams aktiv und hatten gute Chancen auf weitere Treffer. Deisenhofen scheiterte am Pfosten (67.), die U21 des TSV 1860 traf in Person von Raphael Wach den Außenpfosten (80.). In der Schlussphase boten sich den Löwen zahlreiche weitere Möglichkeiten zum 3:0. Arin Garza war es schließlich, der in der 90.Minute den Endstand erzielte. Damit blieb das Team von Felix Hirschnagl zum achten Mal ungeschlagen und bereits zum fünften Mal ohne Gegentreffer.

Entsprechend zufrieden zeigte sich der Coach auch nach Abpfiff wie auf der Homepage des TSV 1860 nachzulesen ist. Insbesondere Avdija verdiente sich mit seiner Leistung ein Sonderlob. “Dass wir erneut zu Null gespielt haben, ist der Verdienst unseres Torhüters” so Hirschnagl. Weiter geht es für die U21 am kommenden Wochenende beim TSV 1861 Nördlingen. Da die Profis aufgrund des Länderspielwochenendes spielfrei haben, könnte sich der ein oder andere Löwenfan auf den Weg zum Auswärtsspiel am Samstagnachmittag machen.

Bittere Heimniederlagen für TSV 1860 III & IV

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Spvgg 1906 Haidhausen Tsv 1860 Iii Dritte

Während die Vierte ihr erstes Spiel auswärts mit 9:5 (!) gewonnen hatte, startete die Dritte bereits mit einer 3:6-Niederlage im Gepäck in den 2. Spieltag. Dieser hatte leider wenig Gutes für die Amateur-Löwen in petto. Für den TSV 1860 III und IV setzte es am Samstag bittere Heimniederlagen.

Heimniederlagen für TSV 1860 III & IV

Super gekämpft und dann doch noch verloren – so lässt sich der Auftritt der Dritten zusammenfassen. Bereits nach einer guten Viertelstunde lag der TSV 1860 III mit 0:2 gegen den TSV Großhadern zurück, rappelte sich dann jedoch auf und schaffte das Comeback. Salif Boubacar (54.) und Julian Schleich (58.) glichen für Sechzig aus, doch tief in der Nachspielzeit gelang Jeffrey Addae noch der Lucky Punch noch der Lucky Punch für die Gäste zum 2:3-Auswärtssieg.

Die Vierte lieferte das nächste Eishockeyergebnis an und steht nach zwei Spieltagen beim sensationellen Torverhältnis von 11:11. Gegen den TSV Milbertshofen setzte es eine 2:6-Heimniederlage, wobei vor allem das 0:2 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das Team ins Mark traf. Die Tore für den TSV 1860 IV erzielten Alexander Petö (65., Elfmeter) und Seymen Celik (90.+2).

Giesinger Gedanken: Bremsmanöver erfolgreich – Jetzt bitte wenden!

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Mannschaft und Fans nach dem Spiel

Die Stimmung war an einem Tiefpunkt angekommen, gefühlt hatten viele keine Lust mehr. In meinem Dunstkreis wurden einige Karten kurzfristig angeboten, zum Beispiel das Dantestadion erschien manchen als angenehmere Alternative. Und dann die Meldung: Es sind mehr Auswärtskarten als letztes Jahr verkauft! Rund 6000 Löwenfans werden in Ingolstadt erwartet! Von (Ab)wenden also keine Spur!

Der leidensfähige Löwe lebt

Als wäre nichts gewesen, machten sich viele Löwenfans mit der Bahn auf den Weg. Auch ich konnte einen Sitzplatz im gesteckt vollen Regionalexpress 1 Richtung Ingolstadt ergattern. Die Stimmung im Zug war durchaus optimistisch. Ob Hoffnung oder Galgenhumor vermag ich nicht zu sagen, den Spaß lassen wir uns aber doch nicht nehmen und das in rauen Mengen mitgeführte Bier tat sein Übriges. Die Sonne knallte auf dem Weg ins Industriegebiet, ich war bereit, wieder enttäuscht zu werden. Als ich dann etwas länger vor dem Block auf meine Karte warten musste, ließ die Geräuschkulisse meine Vorfreude wieder steigen. Bitte wenden? Nein, danke!

Das Trikot bringt die Wende

Dann kam die Mannschaft aufs Feld, und das im blütenweißen Trikot. Das Ausweichtrikot, das einzige, dass noch nicht vom bisherigen Ligaalltag belastet war. “Das Trikot bringt die Wende” teilte ich den Redaktionskolleg*innen siegessicher mit. Ein gewisser Aberglaube gehört ja dann doch zum Fußball… Als dann noch wirkliche offensive Außen auf dem Feld erkennbar waren – auch der KICKER erkannte ein 4-2-3-1 – konnte ja nichts mehr schief gehen.

Trainerfrage? – Mir egal

Anfangs wollte ich das mit dem geänderten System nicht glauben. Es wirkt ein bisschen wie ein Eingeständnis des Trainers, dass seine Ideen nicht fruchten. Andererseits beweist er Anpassungsfähigkeit und wenig Eitelkeit. Heute alles scheißegal. 3 Punkte. Endlich. Eine Diskussion können wir aber wirklich begraben. Die Mannschaft spielt FÜR den Trainer! Es ist nicht plötzlich alles perfekt, Baustellen bleiben offen, aber der Kampf ist endlich da. Die Grätsche von Guttau in der Nachspielzeit, symptomatisch für den plötzlichen Wandel.

Kehrtwende – Aber auf welches Kommando?

Sind es die viel beschworenen Nuancen? Ist es der Druck, den die Mannschaft braucht, der sogenannte “Ernst der Lage”? Oder mussten die Löwen wirklich nur endlich mal in Führung gehen, wie der Trainer auf der PK nach dem Spiel meinte? Egal woran es lag, hoffen wir, dass es kein Strohfeuer war. Wir wissen jetzt, die Mannschaft will und die Mannschaft kann. Besonders gefallen hat mir auch das Feuer der Ersatzspieler zum Ende. Trotz Auswechslung war keinem Wurscht, was auf dem Platz passierte. Das wollen wir sehen, dieses Feuer, dann verkraftet der Löwenfan auch Stockfehler und ungenaue Pässe auf fünf Meter.

60 und die Schiris – Das Blatt wendet sich nie

Zum Glück waren die “What the fuck ist this now?“-Momente heute auf den Schiedsrichter beschränkt. Eigentlich kein schlechtes Spiel vom Mann in Gelb. Dass er gefühlt keinem Ingolstädter eine Karte geben wollte, mag eher Stadionillusion gewesen sein. Der Scheiß-Elfer hätte uns aber auch die ganze Partie kosten können! Das zweite Unparteiischen-Ei in Folge. Die Zunft mag uns irgendwie nicht. Sagt aber wahrscheinlich jeder Fan der Welt. Naja.

Ein bisschen Frieden, ein bisschen Freude – Ausruhen verboten!

Die Freude in den Gesichtern der Sechzger*innen neben mir nach den Toren. Die Erleichterung nach Abpfiff. Mit den ganzen Steinen, die da von Herzen fielen, könnten wir das Grünwalder locker ausbauen. Nach diesem Spiel sehe ich, als erklärter Hiller-Fan, wirklich keinen Grund mehr für einen Tormanntausch. Ein Redaktionsmitglied meinte gestern, Vollath sei wie ein Stiefvater: erst will man ihn nicht und dann beweist er sich doch immer mehr…

Schlussendlich lässt sich konstatieren: Darauf kann man aufbauen. Das macht Spaß. Jetzt heißt es weitermachen, das Feuer weiter anfachen. Höre ich jemanden was von “Serie” sagen? Das Bremsmanöver ist geglückt. Jetzt bitte weiter dem Navi folgen: Gegen Dresden, bitte wenden!

Giannikis: “Freue mich für die Mannschaft”

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Giannikis: "Freue mich für die Mannschaft"
Giannikis: "Freue mich für die Mannschaft"

Die Erleichterung im Lager der Löwen war groß nach dem ersten Saisonsieg durch das 2:1 beim FC Ingolstadt. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Trainer Giannikis bei der Pressekonferenz nach dem Spiel und sagte: “Ich freue mich für die Mannschaft, dass sie sich belohnt hat”.

“Es gibt leichtere Aufgaben”

Vor knapp 13.000 Zuschauern lieferten die Münchner von Beginn an ab. “Es gibt wahrlich leichterte Aufgaben, als nach diesem Start nach Ingolstadt zu kommen”, erklärte Giannikis und sagte weiter: “Ingolstadt war erwartet schwer zu verteidigen. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben aktiv gewirkt und das Tor gemacht. Die Führung gibt dann natürlich Sicherheit. Dann haben wir bei einem Konter das schöne 2:0 gemacht und am Ende alles reingeworfen, um den Sieg über die Zeit zu bringen”.

Giannikis: “Freue mich für die Mannschaft”

Weiter erklärte Giannikis: “Ich freue mich für die Mannschaft, dass sie sich belohnt hat. Wir mussten hin und da auch leiden. Aber ich habe einige gute Phasen von uns gesehen und wir haben unsere Chancen gemacht.”
Weniger zufrieden war erwartungsgemäß Ingolstadts Trainerin Sandra Wittmann. “Wir sind auf viel Wucht gestoßen in den ersten 15 Minuten und sind verdient in Rückstand gegangen. Dann hatten wir ein, zwei Chancen und hätten auch mit einem Unentschieden die Seiten wechseln können. Nach der Pause sind wir zu vielen Chancen gekommen und das 1:1 lag auf dem Fuß. Vor dem 2:0 gab es ein klares Foul, aber wir dürfen nicht aufhören Fußball zu spielen”, erklärte Wittmann.

Wittmann: “Unglückliche Niederlage”

“Nach dem 2:0 war es ein Spiel auf ein Tor und das 2:1 war verdient. Es tut weh, dass wir verloren haben, bis auf die zwei Momente war es offensiv ein gutes Spiel für uns und eine unglückliche Niederlage”, sagte Wittmann weiter. Die Punkte nahmen aber dennoch die Löwen mit nach Giesing.

 

Die Wende kommt in Ingolstadt – 1860 siegt 2:1

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Die Wende kommt in Ingolstadt
Die Wende kommt in Ingolstadt

Irgendwie war es schon auf der Anreise ein komisches Gefühl… Irgendwie waren alle Löwenfans im Zug so optimistisch… Irgendwie klappte die Anreise zu gut… Komischerweise fuhren sogar die Shuttle-Busse (wenn auch auf der anderen Seite des Bahnhofs). Irgendwas war anders in Ingolstadt, als in den letzten Jahren…
Und das Gefühl sollte nicht trügen. Nach drei Niederlagen zum Auftakt punkteten die Löwen ausgerechnet in der Audi-Stadt beim FC Ingolstadt zum ersten Mal in dieser Saison und das dank des 2:1-Erfolgs gleich dreifach. Gerade in Ingolstadt, wo man sich in den letzten Jahren besonders schwer getan hatte. Hier könnt ihr die Partie im Detail in unserem Live-Ticker nachlesen.

Löwen beginnen spielbestimmend

Die Löwen begannen mutig und gingen mit einer offensiven Grundausrichtung und einigen Halbchancen in die Partie. Anders als in den ersten drei Spielen konnten sich die Münchner dieses Mal für ihre sehr aktive Spielweise auch mit einem Treffer belohnen. Nach einem mehrfach abgewehrten Ball traf Maximilian Wolfram vom langen Strafraumeck sehenswert in die Maschen. Im Anschluss hatte auch Ingolstadt Torchancen, doch die Sechzger standen gut und hatten bei einem Kopfball auch Glück, dass Malone Keeper Vollath genau auf die Brust köpfte. 1860 spielte auch nach der Führung munter nach vorne. Wirklich gefährlich wurde man in der ersten halben Stunde aber nicht mehr.

Szenenapplaus aus der Fankurve

Die Löwen kämpften um jeden Fall und wurden dafür mit Szenenapplaus aus der Fankurve bedacht. Auch in der Offensive waren die Gäste weiterhin die aktivere Mannschaft. Von den Zuschauern der Hausherren war wenig zu hören und auch nach vorne agierten die Gastgeber nur selten zwingend. Auf dem Feld wirkten die Ingolstädter streckenweise überrascht von der Aktivität der Münchner. So gingen die Löwen mit einer durchaus überraschenden aber verdienten 0:1-Führung in die Katakomben.

Hellwach in die zweite Halbzeit

Auch nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Löwen hellwach. Während die Hausherren wechselten, spielen die Münchner wie zuvor weiter und ließen den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren. Schifferl klärte bei der ersten nennenswerten Chance der Hausherren nach 56 Minuten stark. Dann war Schubert durch, es dauerte aber zu lange bis er Unterstützung erhielt. Anschließend hatten die Löwen riesengroßes Glück, dass die Hausherren völlig frei über das Tor schossen, ehe Hobsch für Schubert ins Spiel kam und Guttau  zugleich Philipp ersetzte.

Guttau versetzt die Löwen in Extase

Nach einer Stunde reckten die etwa 6.000 mitgereisten Löwen-Fans die Schals in die Höhe und sangen aus voller Kehle. Nur vier Minuten später folgte grenzenloser Jubel. Die Münchner konterten stark, Wolfram legte überlegt zurück und der soeben eingewechselte Guttau schob ein zum 0:2. Man konnte nicht nur den Fans, sondern auch den Verantwortlichen auf der Bank die Steine förmlich vom Herzen plumpsen sehen. Was folgte war erst einmal eine weiß-blaue Party, bei der Ingolstadt nur Zuschauer war.

Sechzig bleibt weiter am Drücker

Die Gäste blieben auch weiter das spielbestimmende Team und “verschanzten” sich keineswegs nur in der Defensive. So waren die Sechzger dem 0:3 bis zur Trinkpause näher, als die verdutzen Schanzer dem Anschlusstreffer. Ingolstadt versuchte es im Anschluss noch einmal heranzukommen. Daran änderte sich auch in der Schlussphase nichts mehr. An diesem sonnigen Samstag waren es die Löwen, die nicht mehr viel zuließen und am Ende auch das eine oder andere Mal das Glück des Tüchtigen hatten. Mit viel Einsatz und Kampfgeist war man sich in jeden Zweikampf und bot den Ingolstädtern Paroli. Hinten fing ein starker Vollath herunter, was zu in die Box segelte.

Clevere Löwen bringen Führung über die Zeit

In Ballbesitz ließen die Münchner den Ball laufen und kamen auch bei den Angriffen der Heimischen nicht mehr in große Bedrängnis. Aus dem Nichts gab es fünf Minuten vor Ende plötzlich Elfmeter für die Hausherren – Marke “Kann man geben – muss man aber nicht”. Testroet trat an und verwandelte zum 1:2. Es wurde also noch einmal spannend. Die Löwen spielten weiter nach vorne und ließen nur wirklich nichts mehr zu. So war es mit dem Schlusspfiff ein ohrenbetäubender Jubel der Mannschaft, der Verantwortlichen und vor allem der Fans. Der Bann ist gebrochen und der erste Saisonsieg in trockenen Tüchern! Geht doch Löwen, alles richtig gemacht und am Trainer festgehalten. Die Mannschaft hat eindeutig gezeigt, dass sie hinter dem Coach und dem System steht. Nun geht es mit einer ganz breiten Brust in die Länderspielpause! Dem Fußball-Gott sei Dank…