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Nach zweitem Zwangsabstieg: “Die Bayerische” kündigt Sponsorenvertrag mit dem TSV 1860 München

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TSV-1860-Trikot-Wunschaufstellungen (9)

Der heutige zweite Zwangsabstieg des TSV 1860 München zieht weitere Konsequenzen nach sich: der Hauptsponsor “Die Bayerische” kündigt mit sofortiger Wirkung seinen Vertrag.

Die Bayerische geht nicht erneut mit in die Regionalliga

Wie der Vorstand “Der Bayerischen” Martin Gräfer auf seinem linked-Profil mitteilte, wird die Versicherung aus Neuperlach den Weg in die Regionalliga nicht mitgehen und schreibt: “Nach zweitem Zwangsabstieg: “Die Bayerische” kündigt Sponsorenvertrag mit dem TSV 1860 München.”
Als Gründe führt Gräfer an, dass der “Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit die Interessen seiner Kunden, Mitglieder, Mitarbeitenden und Vertriebspartner wahren müsse.” Deshalb zieht “Die Bayerische” ihr vertraglich vereinbartes Sonderkündigungsrecht und beendet damit mit sofortiger Wirkung ihr Engagement bei der TSV 1860 München KGaA.

“Die Bayerische” kündigt 1860 nach zehn Jahren Sponsoring

“Die Bayerische” sponsorte den TSV 1860 seit zehn Jahren. Sie war noch zu Zweitliga-Zeiten der Hauptsponsor der Löwen. Nach dem ersten Zwangsabstieg verstärkte die Versicherung sogar noch ihr Engagement und half dem TSV 1860 so nach dem Doppelabstieg 2017 ungemein. Zwischenzeitlich war sie sogar noch Namenssponsor des NLZ der Löwen und erweiterte ihr Engagement auch auf Teile des e.V., wie zum Beispiel den Frauenfußball. Ob diese Unterstützung bestehen bleibt, ist derzeit unklar. Gräfer betont, dass “unsere Wertschätzung für den TSV 1860 München unverändert bleibt. Für die Menschen im Verein. Für die vielen Ehrenamtlichen. Und ganz besonders für die Fans, die ihren Löwen auch in schweren Zeiten die Treue halten.” Gräfer schließt seine Mitteilung mit den vielsagenden Worten: “Ob dies das Ende eines gemeinsamen Weges ist oder der Beginn eines echten Neuanfangs, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.”

KGaA geht wichtigste Geldquelle verloren

Damit geht der KGaA natürlich ihre wichtigste Geldquelle verloren und es bleibt abzuwarten, ob die wegfallenden Beträge der “Bayerischen” von einem Hauptsponsor in der werblich deutlich unattraktiveren Regionalliga Bayern adäquat ersetzt werden können. Da kommt auch auf 1860-Vermarkter Infront eine Herkulesaufgabe zu. Denn die Regionalliga-Saison 26/27 startet schon am 25.07.! Man fragt sich, ob Hasan Ismaik diese Konsequenzen bei seiner Entscheidung, der KGaA die benötigten Finanzmittel nicht zur Verfügung zu stellen, mit einkalkuliert hat.

 

Die zweite “4” – TSV 1860 München muss in die Regionalliga

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Regen an der 114, dank Ismaik?

Nun ist es also doch passiert… Der TSV 1860 München kann die fehlenden 2,7 Millionen Euro nicht nachweisen, dies wird aller Voraussicht nach zum Lizenz-Entzug und zum Zwangsabstieg in die Regionalliga führen. Noch am Vormittag hatte Investor Hasan Ismaik die “3” an den BR gesendet, auf die Frage, ob die Löwen noch zu retten seien. Doch dann schien der Jordanier seine Meinung im Laufe des Tages (mal wieder) geändert zu haben. Die für die Schließung der Etat-Lücke nötige Zahlung blieb bis zur Deadline um 17:00 Uhr aus und nun müssen sich die Löwen wohl oder übel auf eine Saison in der Regionalliga einstellen. Welche Folgen dies für den Kader, die bestellten Dauerkarten, die Mitarbeiter und alle Löwen-Fans hat, ist aktuell noch nicht einmal im Ansatz abzusehen.

Kein Geldeingang – 1860 muss in die Regionalliga

Auch wenn Ismaik heute keine “4” sendete steht damit wohl fest, dass Sechzig in der Saison 2026/27 in der Regionalliga Bayern antreten muss. Der zweite Absturz binnen neun Jahren, den der Investor durch die Kündigung von zwei Darlehen verschuldete… Um 17:25h herrschte Gewissheit: aus sicherer Quelle erfuhr sechzger.de, dass Hasan Ismaik bis zum Fristablauf um 17:00h keine Zahlung geleistet hatte. Das wars! Sechzig spielt nicht mehr 3. Liga. Mittlerweile ließ der Bayerische Fußballverband über seinen Geschäftsführer Jürgen Igelspacher verlauten, dass die Löwen kommende Saison in der Regionalliga Bayern an den Start gehen dürfen. Der BFV gab außerdem bekannt, dass die Regionalliga Bayern mit 19 Teams in die kommende Saison geht.

Das sagen die Beteiligten

Die KGaA gab kurz nach dem Statement von Präsident Gernot Mang eine Pressemitteilung zum zweiten Zwangsabstieg in neun Jahren heraus. Darin stellt die KGaA klar, dass sie den Geschäftsbetrieb weiterhin aufrecht erhalten will und bedauert die Entwicklungen des heutigen Tages. Außerdem veröffentlichte sie eine FAQ-Seite, auf der sie versucht, die drängendsten Fragen rund um den Zwangsabstieg zu beantworten. Am Abend wurde eine weitere Konsequenz des Zwangsasbtiegs bekannt: Hauptsponsor “die Bayerische” zog eine Sonderkündigungsklausel und beendet per sofortiger Wirkung sein Engagement bei 1860.

Alle Details bei uns im Live-Ticker

Wir berichten seit heute Morgen für Euch im Live-Ticker. Wir aktualisieren den Ticker weiter mit den aktuellsten Infos rund um den zweiten von Ismaik verursachten Zwangsabstieg.

 

Live-Ticker: TSV 1860 München e.V. vs. HAM International Ltd.

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Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München e.V. und der HAM International Limited! Die beiden Mannschaften treffen am letzten Spieltag der Lizenzvergabe aufeinander.

Ein Finale und es geht für beide Seiten um alles. Beide Teams stehen mit dem Rücken zur Wand. Es geht um die Lizenz für die 3. Liga der Saison 2026/27! Aktuell fehlen 2,7 Millionen Euro und diese müssen bis heute 17:00 Uhr gegenüber dem DFB auf dem Konto der KGaA nachgewiesen werden.

Es stehen aktuell folgende Szenarien im Raum:

  • HAM bezahlt, das Geld geht rechtzeitig auf dem Konto ein und die Löwen spielen weiter in der 3. Liga.
  • HAM bezahlt mit Unterstützung Dritter. Das Geld geht rechtzeitig auf dem Konto ein. Die Löwen spielen weiter in der 3. Liga.
  • HAM bezahlt nicht und die Löwen bekommen keine Lizenz. In der Folge könnte Sechzig möglicherweise Insolvenz anmelden und in der Regionalliga antreten müssen. Dies könnte wiederum zu einer Aufhebung des Kooperationsvertrags oder gar zu einer Trennung von HAM führen.
  • HAM bezahlt nicht, die Löwen bekommen keine Lizenz und müssen in der Regionalliga antreten. HAM hält die KGaA aber mit eine Geldspritze von weniger als 2,7 Millionen am Leben und bleibt Anteilseigner.

Hier geht es zum kompletten Vorbericht und der Gegnervorstellung.

Statistik

Die Aufstellungen des TSV 1860 München e.V.:
2 Dierl, 6 Königsberg, 9 Kreuzhuber, 11 Mayer, 3 Schäfer, 60 Mang, 66 Schmidt, 7 Seeböck, 10 Walch, 4 von Bennigsen, 5 Zurek

Die Aufstellungen der HAM International Limited:
4 Shohi-Dal Choudary, 10 Hasan Ismaik, 30 Yahya Ismaik, 13 Abdelrahman Ismaik, 26 Valentin Pusnava, 60 Mister Herbert Bergmaier, 2 Biel Ballester Relat, 815 Marc von Sicherer

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München e.V. vs. HAM International Limited außer im Liveticker noch verfolgen?

Direkt an der Grünwalder Straße 114 könnt ihr live dabei sein und im Löwenstüberl sind bereits erste Tische reserviert. Die Fans wollen live dabei sein, und aus erster Hand erfahren wie es weitergeht mit den Sechzgern. Wir sind natürlich live für Euch vor Ort. Und natürlich ist der Ticker heute auch mit einer gewissen Portion Selbstironie zu verstehen, anders hält man das ja momentan fast nicht aus…

Ab 16:55 Uhr berichtet zudem BR24-Sport im Live-Stream!

Verbliebene Forderungen und 50+1: DFB erteilt keine Freigabe

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TSV 1860 Forderungen 50+1

Viel wird aktuell im Löwenkosmos über die aktuellen Verhandlungen zwischen den Gesellschaftern gemutmaßt. Bezogen auf den in der Öffentlichkeit bekannten Forderungskatalog der HAM war man sich aber einig. Nur die letzte Forderung – Verzicht auf das Vorkaufsrecht – stellt ein größeres Problem dar. Nachdem Ismaik diese aber zurückzog, fragte man sich, woran es weiter hakt.

Auch weitere Forderungen problematisch

In der der genaueren Ausarbeitung entpuppen sich aber anscheinend auch die Vorgaben zum Thema Controlling und Finanzdisziplin als problematisch. Wie die Süddeutsche Zeitung heute schreibt, wäre hier die Installation eines mächtigen Controllers auf Geschäftsführerebene bis zum 30.06. vorgesehen: “Der Kreditnehmer soll mit Unterstützung des e.V. bis zum 30.06. einen externen Experten mit fundierten Kenntnissen im Bereich Finanzen/Controlling beauftragen, der die erforderlichen Entscheidungsbefugnisse erhält. Dieser soll als “Gatekeeper” für alle Ausgaben des Kreditnehmers fungieren und die Befugnis (d.h. als zusätzlicher Geschäftsführer) haben, Maßnahmen zur finanziellen Restrukturierung vorzuschlagen und zu genehmigen.”

Dies würde höchstwahrscheinlich auch ein Veto-Recht für Entscheidungen des Geschäftsführers beinhalten, was dessen Handlungsmöglichkeiten massiv einschränken würde. Ein externer Aufpasser für den GF, der diesem übergeordnet ist? Der zudem nicht von Verein kontrolliert wird und mit einem Veto auch Entscheidungen, welche nach Weisungen mittels 50+1 getroffen wurden, stoppen kann? Das klingt auch für den Laien zumindest problematisch!

DFB erteilt keine Freigabe

Weiter schreibt die SZ, dass die HAM-Forderungen wurden von den Löwen beim DFB zur Prüfung eingereicht, um klarzustellen, ob man diese überhaupt erfüllten dürfte. Der Verband teilte dem TSV 1860 mit, dass er für die Forderungen in ihrer aktuellen Ausprägung keine Freigabe erteilen kann. Damit sind den Vereins- und KGaA-Verantwortlichen die Hände gebunden. Sie dürfen HAM hier gar nicht weiter entgegenkommen, ob sie wollten oder nicht!

Saisonrückblick 2025/26: Peter Gratz

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Choreo in Ingolstadt Saisonrückblick 25/26

Saisonrückblick 2025/26: Peter Gratz

Welches war Dein Löwenspiel der Saison?

Ganz klar der Auswärtssieg in Ingolstadt! Das Spiel gedreht, gekämpft wie Löwen und dann den Sieg errungen. Außerdem war es fantastisch mit so vielen Sechzgern auswärts im Stadion zu sein, es gab eine leiwande Choreo und die Spieler haben auch noch direkt vor uns, ja schon mit uns, gejubelt. Solche Emotionen wie bei den beiden Toren habe ich nur ganz selten erlebt und werden mir in Erinnerung bleiben.

Wer war Dein Spieler der Saison?

Ganz klar Max Reinthaler! TSV 1860 16 Reinthaler MaxEr hat auf seinen Moment gewartet, diesen genutzt und dann die gesamte Abwehr stabilisiert. Er war einer der wenigen, die immer gekämpft und sich voll reingehauen haben. Sieben Mal Team der Runde beim Kicker spricht eigentlich für sich. Zudem haben seine guten Diagonalpässe einer spielerisch limitieren Mannschaft sehr oft wichtige Impulse im Offensivspiel gegeben.

Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?

Positiv hat mich Phillip Maier überrascht. Obwohl er auf dem Abstellgleis stand, hat er sich nie beklagt und immer weiter gut trainiert. Als dann die Chance kam, hat er sie genutzt und ist zu einem integralen Bestandteil der Mannschaft geworden.

Wirklich enttäuscht hat mich leider Florian Niederlechner. Ich dachte, er ist nicht mehr der schnellste, aber das es für die dritte Liga gefühlt gar nicht mehr reicht, hat mich schon überrascht. Außerdem sind er und auch Kevin Volland mit viel zu vielen Undiszipliniertheiten und übermotiviertem Einsteigen auf dem Platz aufgefallen, womit sie sich oft sinnlose gelbe Karten abgeholt haben. Da hätte ich mir mehr Ruhe und Führung für die jungen Spieler erwartet.

Was war für Dich das schönste Tor der Saison?

Viele Tore sind mir nicht in Erinnerung geblieben nach dieser Spielzeit. Schön war zum Beispiel das 2:0 von Haugen gegen Ulm zuhause. Besonders gefreut – und ich finde es auch recht schön – hat mich aber das 1:0 gegen Ingolstadt im Rückspiel. Nachdem es in den Spielen davor einfach nicht klappen wollte, durfte Samuel Althaus endlich sein erste Liga-Profi-Tor bejubeln!

Am Ende steht Platz 8. Bist Du zufrieden mit dieser Saison?

Nach den Erwartungen am Anfang natürlich nicht, aber zumindest hatten wir nie wirklich etwas mit dem Abstieg zu tun. Es haben sich einfach alle verschätzt und auch ich habe mich von großen Namen blenden lassen. Das ärgert  noch immer. Das Endergebnis ist ok, aber die Art und Weise wie das Saisonende hergeschenkt wurde, ist sehr ernüchternd.

Wie schätzt Du die Arbeit von Markus Kauczinski und seinem Trainerteam ein?

Seit Markus Kauczinki bei den Löwen ist habe ich es leider noch nicht auf ein Training geschafft. Über die echte Arbeit an der 114 kann ich deshalb leider überhaupt nichts sagen. Sonst ist es natürlich Schade, dass auch er es nicht geschafft hat im Saisonendspurt die Energie hoch zu halten. Auch hat er an einigen Spielern fest gehalten, von denen ich überhaupt nichts halte.

Alles in allem, mache ich ihm aber keinen großen Vorwurf und würde ihm gerne eine komplette Spielzeit mit einer auf ihn zugeschnittenen Mannschaft geben. Ich halte ihn für einen Fachmann, der weiß wie man aufsteigt und außerdem ein Händchen für junge Spieler hat. Dass unter ihm (natürlich auch verletzungsbedingt) so viele Talente ihr Debüt gefeiert haben, hat mich sehr gefreut. Welchen Anteil die Co-Trainer an dem Ganzen haben kann ich gar nicht beurteilen, bei meinen Besuchen im Pressebereich war Markus Brenzska aber sehr engagiert vor dem Bildschirm tätig.

Was wird Dir von der Saison 2025/26 besonders in Erinnerung bleiben?

Viele schöne Auswärtsfahrten und viele neue liebe Leute, die ich rund um Sechzig kennengelernt habe. Außerdem die Live-Podcasts im Bamboleo, die dank der zahlreichen Gäste immer ein großer Spaß waren.

Sportlich gesehen bleibt das schon genannte Auswärtsspiel in Ingolstadt positiv in Erinnerung. Negativ die Nicht-Leistung gegen Hoffenheim und der gesamte “Saisonausklang” nach der Niederlage in Cottbus. Dass die Mannschaft uns nicht einmal den Toto-Pokal geschenkt hat, nehme ich ihr tief drinnen noch immer übel.

Was rechnest Du Dir in der kommenden Saison aus?

Hoffen kann man immer und ich gehe natürlich mit der leichten Hoffnung auf die große Überraschung in die nächste Spielzeit. Nüchtern betrachtet glaube ich aber, dass wir uns auf jedem Fall im oberen Mittelfeld einfinden können, egal in welcher Spielklasse wir antreten. Ein einstelliger Tabellenplatz sollte immer das Mindestziel sein.

Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2026/27 besonders viel?

Falls wir in Liga 3 verbleiben: Wenn Sean Dulic die ganze Saison fit bleibt, erwarte ich mir, dass er in der kommenden Saison von Max Reinthaler nach und nach die Chefrolle in der Kette übernimmt und aus seinem Talentstatus entwächst.

Falls wir in die Regionalliga gehen: Dann erwarte ich mir, dass sowohl Lasse Fassmann hinten, als auch Damjan Dordan, Samuel Althaus und Xaver Kiefersauer sich schnell zu Stammspielern und Leistungsträgern entwickeln. Um sie herum möchte ich eine neue Mannschaft sehen. Für die vierte Liga haben die genannten auf jeden Fall das Zeug.

Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?

Da halte ich es wie mein Kollege Leon: Die Unabhängigkeit von sämtlichen Investoren!

Alle Saisonrückblicke 25/26 

In diesem Frühsommer 2026 erschienen bereits folgende Saisonrückblicke unserer Redaktion:

Saisonrückblick 2025/26: Stefan Kranzberg
Saisonrückblick 2025/26: FloBu
Saisonrückblick 2025/26: Thomas Spiesl
Saisonrückblick 2025/26: Thomas Enn  
Saisonrückblick 2025/26: Christian Jung
Saisonrückblick 2025/26: Leon Kleemann

2. Juni 1993: Ein Schritt Richtung 2. Bundesliga – im hohen Norden

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Am 3. Juni 1993, also heute vor 33 Jahren musste des TSV 1860 München beim 1. SC Norderstedt antreten. In der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. Und nach einem durchaus aufregenden Spiel stand ein 2:2 auf der Anzeigentafel. Ein weiterer wichtiger Punkt für den Aufstieg. Zwei Spiele später knallten in Giesing die Sektkorken. Die Rückkehr in die 2. Liga unter Trainer Werner Lorant – nach nur einem Jahr Bayernliga – war gelungen. Dass nur gut ein Jahr später dann gar die Rückkehr ins deutsche Fußballoberhaus bejubelt werden durfte, konnte im Juni 1993 natürlich noch keiner ahnen.

Aufstiegsrunde mit Favorit Ulm…

“Einer aus vier” lautete damals die Formel zum Aufstiegsglück. Die Meister bzw. auch einige Vizemeister der Amateur-Oberligen (dem Unterbau unter der 2. Bundesliga) mussten sich in Aufstiegsrunden mit Hin- und Rückspielen duellieren und nur der am Ende die Vierergruppe mit den meisten Punkten anführende Verein qualifizierte sich für die 2. Liga. Zwei Jahre zuvor war dies den Löwen unter Trainer Karsten Wettberg und großem Jubel gelungen. Nun musste man also erneut durch dieses Nadelöhr, um in den Proffußball zurück zu kehren. Und die Chancen wurden vorher als nicht allzu rosig angesehen. Der SSV Ulm galt als großer Favorit. Allerdings hatte 1860 direkt im ersten Spiel ein triumphales 2:0 im Donaustadion erzielt. Das Heimspiel gegen die Spatzen war erst für den letzten Spieltag der Aufstiegsrunde angesetzt.

…Kickers Offenbach und dem 1. SC Norderstedt

Dazwischen war Sechzig daheim über ein 1:1 gegen Kickers Offenbach nicht hinausgekommen und hatte den Vizemeister der Oberliga Nord, den SC Norderstedt in Giesing mit 1:0 besiegt. Nun hatte man noch die Auswärtsspiele in Norderstedt und Offenbach vor der Brust. Ehe es zum möglichen Showdown gegen Ulm kommen würde. Verlieren war auf jeden Fall verboten. Zur Partie im Norden von Hamburg machten sich rund 2.000 Löwenfans an einem Mittwoch auf den Weg. Der Verfasser dieser Zeilen kam in den außergewöhnlichen Genuss, mit zahlreichen anderen Fans die Lufthansa-Manschine zu besteigen, in der auch die Mannschaft reiste. Den Tripp hatte der damalige Geschäftsführer Werner Brugger organisiert. Ein unvergessliches Erlebnis, von dem zahlreiche fotografische Impressionen Zeugnis geben.

Löwenfans freuen sich schon frühmorgens am Münchner Airport auf den Fug nach Hamburg…
…während Stürmer Albert Gröber noch mit der Lektüre der tz beschäftigt ist.
Mit einem Nickerchen tankten beim Hinflug Thomas Ziemer und Michael Kroninger Kraft für die am Abend anstehende Partie.

St. Pauli-Fans unterstützen 1860!

Unter den 7.000 Zuschauern im Edmund-Plambeck-Stadion befanden sich damals sehr viele Anhänger des Hamburger SV und des FC St. Pauli. Erstere waren den Gästen aus München gegenüber merklich feindselig eingestellt, wohingegen sich die braun-weißen Fans – heute fast undenkbar – selbstvertständlich zu den Sechzgern gesellten und die Löwen mit unterstützten. Die Fanfreundschaft, die in den frühen 1990ern, insbesondere auch am Rande von Spielen der Kiezkicker im Olympiastadion gegen die Roten, ihren Anfang genommen hatte, wurde an jenem Mittwochabend im Juni 1993 weiter vertieft. Lang ist’s her…

Norderstedt offensiv – und die Löwen treffen

Auf dem Rasen zeigte der dort beheimatete Underdog, der zu diesem Zeitpunkt schon keine realistische Chance mehr auf den Aufstieg hatte, dass er die Gäste aus München auf jeden Fall mindestens ärgern wollte. Überraschend offensiv und aggressiv ging das Team von Trainerlegende Willi Reimann in die Partie. Kneißl & Co. mussten sich darauf erstmal einstellen. Was dann auch gelang. Norderstedt hatte die Chancen und 1860 ging in Führung. Fünf Minuten vor der Pause spielte sich Horst Schmidbauer nach einem eher unbeabsichtigten Pass von Jens Keller im Strafraum frei und schoss das Spielgerät aus 13 Metern rechts unten ins Gehäuse der Gastgeber. Großer Jubel beim weiß-blauen Anhang zur Pause.

Zwei Standards führen zum Rückstand

Im zweiten Abschnitt wollten die Löwen das Ganze locker herunterspielen und wohl schon die Kräfte für die am folgenden Sonntag anstehende Partie auf dem Bieberer Berg schonen. Lange sah es so aus, als ob dies auch gelingen könnte. Dann schlugen die Nordlichter zu. In der 63. und 83. Minute konnten sie jeweils per Kopf nach Eckbällen die Partie drehen. Die entsetzten Löwenfans versuchten sich in der Schlußphase bereits damit abzufinden, dass nun wohl zwei Siege in den zwei abschließenden Spielen dieser Aufstiegsrunde nötig seien. Doch die Ängste quälten den Anhang nicht lange. Kurz vor dem Abpfiff erlöste Bernhard Trares alle im Stadion, die Sechzig die Daumen drückten und hielt aus rund zwanzig Metern einfach mal drauf. Ein Spieler der Gastgeber fälschte den Ball unhaltbar für den eigenen Torhüter ab – 2:2. Gott sei Dank!

Löwenfans bejubeln den Ausgleich. In der Bildmitte gut zu erkennen: Der kurzfristig im Stadion errichtete Bauzaun…

Kleiner Platzsturm trotz provisorisch errichteter Bauzäune

Die Gastgeber hatten auf Anraten der Sicherheitsorgane in der Nacht vor der Partie noch provisorische, etwa zwei Meter hohe mobile Bauzäune (!) um das Spielfeld aufgestellt. Diese hinderte jedoch einen Teil der Löwenfans nicht daran, ihrer Erleichterung mit einer kurzen Platzbegehung Luft zu machen. Und abgesehen von ein paar Freundlichkeiten, die zwischen Löwen und den oben angesprochenen HSV-Fans ausgetauscht wurden, blieb im Stadion zum Glück auch alles friedlich.

…der die Löwenfans aber nicht an einem kleinen Platzsturm hindert…
…um dann in Ruhe der Analyse von Trainer Werner Lorant zu lauschen.

Party auf der Reeperbahn

Der wichtige Punkt auf dem Weg Richtung 2. Bundesliga wurde von der fliegenden Reisegruppe in dieser Nacht auf der Reeperbahn ausgiebig gefeiert. Morgens gegen 7.00 Uhr machte man sich wieder auf den Weg Richtung Flughafen Fuhlsbüttel und bestieg, zusammen mit den – Dank einer Hotelübernachtung – ausgeschlafenen Spielern, das Flugzeug Richtung München. Die Abendzeitung titelte an diesem Tag: “Glück im Norden: Löwen weiter Kurs 2. Liga”
Drei Tage später gelang bei den Offenbacher Kickers ein 1:1. Und so reichte dann das selbe Ergebnis im abschließenden Heimspiel gegen den SSV Ulm ebenfalls, um nach einem Jahr Abstinenz wieder direkt in die 2. Liga zurück zu kehren. Der Rest ist Geschichte.

1. SC wird später zum FC Eintracht

Den Gegner von jenem 2. Juni 1993, den 1. SC Norderstedt sucht man in heutigen Tabellen übrigens vergebens. Zehn Jahre nach der hier besprochenen Partie gründeten die Fußballer des SCN den FC Eintracht Norderstedt, in dem bis heute ausschließlich Fußball gespielt wird. Die erste Herrenmannschaft des neu gegründeten Klubs gehört seit 13 Jahren kontinuierlich der viertklassigen Regionalliga Nord an und belegt in der Regel jeweils gesicherte solide Mittelfeldplätze ohne große Ambitionen auf höhere sportliche Ziele.

Die Aufstellung des TSV 1860

Trainer Werner Lorant schickte am 2. Juni 1993 folgende Mannschaft aufs Feld:

R. Berg – Ossen – Strogies, Mauerer – Keller, Miller, Störzenhofecker, Trares, Ziemer (65. Kroninger), Kneißl (78. Gröber) – Schmidbauer

Tore: 0:1 Schmidbauer (40.), 1:1 Bachmann (63.), 2:1 Jeschke (83.), 2:2 Trares (86.)

 

 

Lizenz-Showdown: Wie geht es bei den Löwen weiter?

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Die Uhr tickt unerbittlich: Morgen, am 3. Juni um 17:00 Uhr, läuft die Nachweisfrist beim DFB ab. Dem TSV 1860 München fehlen 2,7 Millionen Euro, um die Lizenz und damit den Verbleib in der 3. Liga zu sichern. Gerissen wurde diese Liquiditätslücke durch die HAM International, die zugesagte Darlehen extrem kurzfristig kündigte und weitere finanzielle Mittel an einen Forderungskatalog knüpfte.

Der Rückzieher beim Vorkaufsrecht

Wie wir hier auf sechzger.de bereits vor einigen Tagen berichtet haben, hat Hasan Ismaik laut eigener Aussage die weitreichendste seiner Forderungen mittlerweile fallengelassen: Der e.V. muss nicht auf sein Vorkaufsrecht verzichten (ursprünglich Punkt 7, die sogenannte “Exit-Unterstützung”). Dass dieser Punkt von der Liste gestrichen wurde, ist bezeichnend. Offenbar hat die Investorenseite im letzten Moment erkannt, dass diese plumpe Einmischung in die Gesellschafterrechte des Stammvereins rechtlich kaum haltbar und in der Öffentlichkeit als reine Erpressung demaskiert war.

Die verbleibenden Nebelkerzen und das selbst gebuddelte Loch

Was von der ursprünglichen Liste bleibt, sind angebliche Sorgen um Compliance, Controlling und Ausgabendisziplin. Diese Argumentation muss nüchtern betrachtet als Nebelkerze eingestuft werden. Die Investorenseite stellt seit Jahren den Aufsichtsratsvorsitzenden; strukturelle Mängel hätten von den Kontrollgremien jederzeit behoben werden können. Die KGaA wird zudem jährlich von unabhängigen Wirtschaftsprüfern testiert.

Noch paradoxer wird es beim beklagten Finanzbedarf: Die 2,7 Millionen Euro resultieren maßgeblich aus einer Etat-Erhöhung, die die Vertreter der HAM im Aufsichtsrat kraft ihrer Stimmenmehrheit und gegen das ausdrückliche Votum der e.V.-Vertreter durchgedrückt hatten. Erst das Millionenloch buddeln, das eigene Budget verabschieden und sich im Nachgang über fehlende Ausgabendisziplin beschweren – das entbehrt jeder kaufmännischen Logik.

Das juristische Bumerang-Szenario: Liquiditätskollaps und Millionenklage

Sollte die HAM bis morgen kein Geld fließen lassen und der TSV 1860 infolgedessen die Drittliga-Lizenz verlieren, droht dem Investor ein handfestes juristisches Nachspiel mit einem doppelten finanziellen Bumerang-Effekt. KGaA-Geschäftsführer Manfred Paula hat die Darlehenskündigung mangels ordnungsgemäßer Abmahnung und Fristsetzung (§ 314 Abs. 2 BGB) bereits formal als rechtsunwirksam zurückgewiesen. Das löst eine folgenschwere Kettenreaktion aus:

Erstens: Die KGaA hat bereits einen Großteil der Dauerkarten für die kommende Saison verkauft – explizit für Profifußball in der 3. Liga. Ein Zwangsabstieg in den Amateurbereich stellt eine klare Leistungsstörung dar. Wenn in der Folge massenhaft Fans das schon bezahlte Geld für ihre Dauerkarten zurückfordern, gerät die KGaA sofort in einen massiven, zusätzlichen Liquiditätsengpass. Um die KGaA dann vor der sofortigen Insolvenz zu bewahren – was für Ismaik den Totalverlust seiner Anteile bedeuten würde –, müsste er genau dieses Loch notgedrungen auslegen und ausgleichen.

Zweitens: Nach deutschem Recht macht sich die Seite, die einen Darlehensvertrag unberechtigt kündigt und Auszahlungen verweigert, voll schadensersatzpflichtig. Wenn die KGaA nachweisen kann, dass die vertragswidrige Kündigung kausal zum Lizenzentzug geführt hat, könnte sie Ismaik im Nachgang für den gesamten wirtschaftlichen Schaden (TV-Gelder, Sponsorenausfälle, Regressansprüche) in Regress nehmen. Die aktuelle Blockadehaltung birgt also potentiell ein enormes Haftungsrisiko für den Investor selbst.

Bei Abstieg: Geld zurück?

Es ist das gute Recht eines jeden Einzelnen, im Falle eines Zwangsabstiegs die Dauerkarte zurückzufordern. Wir alle haben für teures Geld ein Produkt gekauft, das explizit “3. Liga” heißt. Wird uns dieses Produkt verweigert, steht uns unser Geld rechtlich zu. Ich persönlich – und viele, mit denen ich in den letzten Tagen gesprochen habe – werden von diesem Recht definitiv Gebrauch machen. Jeder zurückgeforderte Euro erhöht den unmittelbaren Druck auf die Verursacher dieser Krise und zwingt sie, die finanzielle Suppe, die sie der KGaA eingebrockt haben, selbst auszulöffeln.

Es gibt kein “2017 2.0” !

Man darf sich auf der Investorenseite keinen Illusionen hingeben: 2017 wurde der brutale Fall noch durch die hochemotionale Rückkehr in das Grünwalder Stadion abgefedert werden. Das hat damals unglaublicherweise eine ganz neue Euphorie entfacht und die Löwen-Familie zusammengeschweißt. Aber diese Karte ist ausgespielt. Einen solchen emotionalen Rettungsanker gibt es nicht mehr.

Startfeld für die 3. Liga 26/27 komplett. Aber wo spielen die Löwen?

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DFB Nachwuchsfördertopf

Durch ein 2:1 gegen Lok Leipzig am gestrigen Montag Abend auf dem heimischen Dallenberg haben sich die Würzburger Kickers als zwanzigster und letzter Verein die Teilnahme an der Drittligasaison 2026/27 gesichert. Ob sie in der kommenden Spielzeit auch auf die Münchner Löwen treffen oder stattdessen der TSV Havelse doch in der 3. Liga verbleibt, entscheidet sich voraussichtlich endgültig am morgigen Mittwoch Nachmittag.

Würzburg zuletzt im Frühjahr 2022 in der 3. Liga

Die Unterfranken kehren nach vier Spielzeiten Abstinenz zurück in die 3. Liga. Im Mai 2022 waren sie zusammen mit dem TSV Havelse, Viktoria Berlin und Türkgücü München zuletzt in die Regionalliga Bayern abgestiegen. Bemerkenswert: Während der TSV Havelse bekanntlich ganz aktuell auf eine neuerliche Drittligasaison zurückblickt (die allerdings erst vor ein paar Wochen wieder mit dem direkten Abstieg endete), sind die Berliner und die Neuperlacher in der soeben beendeten Spielzeit beide als abgeschlagene Tabellenletzte ihrer Ligen (mit jeweils nur 13 geholten Punkten) in die Sechstklassigkeit (!) abgestiegen.

Würzburg gibt sich keine Blöße

Zweifel an einem Aufstieg des bayerischen Landespokalsiegers und offiziellen Amateurmeisters kamen am Montag abend eigentlich nie auf. Mit einem 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel vom vergangenen Donnerstag in Leipzig ging das Team von Trainer Michael Schiele in die Partie. Der uns in mehrfacher Hinsicht gut bekannte Tarsis Bonga erhöhte nach einer halben Stunde den Gesamtscore aus beiden Spielen auf 2:0. Nach 71 gepielten Minuten keimte bei den aus der Messestadt mitgereisten Fans unter den insgesamt 10.017 Zuschauern noch einmal Hoffnung auf. Djamal Ziane erzielte den Ausgleich. Nun fehlte Lok nur noch ein Tor zur Verlängerung. Doch diese Hoffnung währte nur rund 70 Sekunden. Dann traf Cherif Cisse zum 2:1 für die Gastgeber. Dabei blieb es.

Bis Mittwoch Nachmittag ist noch Zeit

Nun ist Würzburg also zurück und freut sich auf die insgesamt sechste Saison in der 3. Liga. Ob zu den Gästen am Dalle dann auch wieder der TSV 1860 München gehören wird, ist aktuell noch offen. Bis Mittwoch Nachmittag dieser Woche muss die gesicherte Finanzierung der kommenden Saison der Löweprofis beim DFB nachgewiesen werden. Hierzu sind als Sicherheit 2,7 Millionen Euro nötig, die eigentlich über zwei Darlehen durch den Gesellschafter HAM bereitgestellt werden sollten. Wie berichtet waren diese Darlehen Ende der vorletzten Woche kurzfristig und überraschend gekündigt worden, wodurch eine Liquiditätslücke entsteht, die wiederum den DFB dazu veranlassen würde, dem TSV 1860 die Lizenz für eine Teilnahme am Spielbetrieb der 3. Liga zu verweigern. Wir bleiben natürlich dran und berichten sofort, wenn sich etwas in der Sache bewegt.

Mögliche Löwengegner der kommenden Saison

Einstweilen beschäftigt sich die Leser*innenschaft am besten mit dem aktuell gültigen Starterfeld der 3. Liga für die kommende Saison. Betrachtet man die Zahlen in den Klammern, so stellt man fest: Da sind ein paar Drittliga-Dinos dabei. Aber auch zwei Vereine, die jeweils erst eine Saison in dieser Spielklasse absolviert haben.

Die 3. Liga 2026/27 – nach aktuellem Stand
(in Klammern: Die Anzahl der bisher absolvierten Spielzeiten in Liga 3)

Wehen Wiedbaden (15)
Hansa Rostock (12)
1. FC Saarbrücken (10)
Preußen Münster (10)
VfB Stuttgart II (10)
MSV Duisburg (9)
Jahn Regensburg (9)
TSV 1860 München (8)
Waldhof Mannheim (7)
Viktoria Köln (7)
FC Ingolstadt 04 (7)
SC Verl (6)
SV Meppen (6)
Sonnenhof Großaspach (6)
Würzburger Kickers (5)
Fortuna Köln (5)
Rot-Weiss Essen (4)
Alemannia Aachen (3)
Fortuna Düsseldorf (1)
TSG Hoffenheim II (1)

02.06.2007: Die Amateure des TSV 1860 retten sich bei Hessen Kassel

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Vor dem letzten Spieltag der Saison 2006/07 standen die Amateure der Löwen in der Regionalliga Süd auf einem Abstiegsplatz. Der bittere Gang in die Bayernliga drohte – es musste dringend ein Sieg her! Allerdings musste die U23 des TSV 1860 auswärts bei Hessen Kassel ran. Was dann jedoch am 02.06.2007 im Auestadion passierte, bleibt unvergessen…

Amateure-Boom in Giesing

7.000 Zuschauer strömten bei der Aktion X-Tausend gegen den SV Wehen (2:2) ins Grünwalder Straße. Nochmal 6.500 Fans unterstützten die Löwen eine Woche später gegen den FC Bayern II (1:1). Dabei setzte die Truppe von Trainer Klaus Koschlick auch auf prominente Unterstützung durch die Profis, z.B. Berkant Göktan oder Roman Tyce.

Die Amateure boomten und das, obwohl es sportlich gar nicht so rosig aussah für die Amas. Vor dem Saisonfinale bei Hessen Kassel stand die U23 des TSV 1860 gar auf einem Abstiegsplatz.

Die Ausgangsposition:


11. FC Bayern II – 43 Punkte – +2
12. 1. FC Saarbrücken – 42 Punkte – +4
13. Karlsruher SC II – 42 Punkte – 0
14. Sportfreunde Siegen – 41 Punkte – +2

15. TSV 1860 II – 40 Punkte – +2
16. SV Darmstadt 98 – 39 Punkte – -10

Die Löwen hatten es also nicht in der eigenen Hand, die Klasse zu erhalten, sondern waren auf fremde Hilfe angewiesen. Voraussetzung war aber so oder so, dass man etwas Zählbares aus Kassel mitbrachte.

1860 II: Klassenerhalt in Kassel

5.554 Zuschauer fanden sich am 02.06.2007 im Auestadion zu Kassel ein, darunter auch gut 300 Fans des TSV 1860. Der Glaube war noch da, aber es würde verdammt schwer werden. Was dann passierte, war jedoch der pure Wahnsinn…

In der 13. Minute brachte Manuel Duhnke die Amas zwar in Führung, doch nur drei Minuten später glich Julio Cesar für die Hessen aus. Wie gewonnen, so zerronnen. Aber die Amas waren heiß und Ralf Schmitt per Elfmeter und Christoph Burkhard stellten innerhalb von vier Minuten auf 1:3. Kassel-Legende Thorsten Bauer machte es wieder spannend, doch Manuel Duhnke stellte mit seinem 2:4 in der 45. Minute die Weichen für das Schützenfest in Kassel.

Scheibenschießen nach der Pause

Vor den Augen von Profi-Trainer Marco Kurz geschah nach dem Seitenwechsel Sensationelles. Die Amateure des TSV 1860 dominierten Hessen Kassel nach Belieben und trafen nach Belieben. Schmitt, Ziegenbein, Holebas und Szukala erhöhten bis zur 69. Minute gar auf 2:8 (!), ehe Bauer nochmal Ergebniskosmetik betrieb. Den Hausherren war durchaus anzumerken, dass sie die Woche davor nach dem eigenen Klassenerhalt auf Mallorca verbracht hatten…

Platz 13 dank Schützenhilfe

Den Löwen um NLZ-Leiter Ernst Tanner konnte es egal sein, denn sie feierten nach 90 denkwürdigen Minuten den Klassenerhalt. Auch die Konkurrenz hatte für die Löwen gespielt und so mussten neben den bereits feststehenden Absteigern 1. FC Kaiserslautern II und FK Pirmasens auch der SV Darmstadt 98 und der 1. FC Saarbrücken (mit einem positiven Torverhältnis!) den Weg in die Viertklassigkeit antreten.

Das Schlussklassement:


11. SSV Reutlingen 05 – 45 Punkte – -6
12. Sportfreunde Siegen – 44 Punkte – +4
13. TSV 1860 II – 43 Punkte – +7
14. Karlsruher SC II – 43 Punkte – 0

15. 1. FC Saarbrücken – 42 Punkte – +2
16. SV Darmstadt 98 – 39 Punkte – -12

Der FC Bayern II erstattete nach Ablauf der Frist übrigens noch Selbstanzeige, da er während der gesamten Saison den nicht spielberechtigten Louis Ngwat-Mahop eingesetzt hatte. Der folgende Protest des 1. FC Saarbrücken mit Antrag auf Verbleib in der Regionalliga wurde abgelehnt. Manche sind halt doch a bisserl gleicher…

Die Aufstellung der Amateure

Trainer Klaus Koschlick schickte am 02.06.2007 in Kassel folgende U23-Mannschaft (wieder mit Profi-Unterstützung) des TSV 1860 in Kassel aufs Feld:

Tschauner – Burkhard, Polak, Szukala, Schwarz – S. Bender (71. Gebhart), Eberlein (66. Baumgartlinger), Ziegenbein, Duhnke, Holebas (85. Fink) – Schmitt

Tore:
0:1 Duhnke (13.), 1:1 Julio Cesar (16.), 1:2 Schmitt (27., Elfmeter), 1:3 Burkhard (31.), 2:3 Bauer (43.), 2:4 Duhnke (45.), 2:5 Schmitt (54.), 2:6 Ziegenbein (61.), 2:7 Holebas (66.), 2:8 Szukala (69.), 3:8 Bauer (77. Elfmeter)

Das Video zur Tororgie

Selbstverständlich gibt es diese Perle auch bei Youtube. Viel Spaß!

Bewegtbilder zur Meisterschaft 1966 im Bamboleo

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Zahlreiche Veranstaltungen zum sechzigjährigen Jubiläum der Meisterschaft des TSV 1860 München haben in den vergangenen Tagen stattgefunden. Unter anderem eine Veranstaltung der aktiven Fanszene und der Fußballabteilung am Samstag im Augustinerkeller, ein Pubquiz-Spezial Mitte letzter Woche und natürlich unser dritter sechzger.de Livetalk im Bamboleo am Dienstag der vergangenen Woche. So eine Meisterschaft für den Lieblingsverein hat schon Aufmerksamkeit verdient. Noch dazu, wenn es die einzige war.

Morgen im Bamboleo

Etwas besonderes hält die Filmvorführung am morgigen Dienstag, den 2. Juni um 18.60 Uhr im Bamboleo bereit. Die Abteilung Vereinsgeschichte zeigt eine Reihe von Filmclips aus der Meisterschaftssaison 1965/66. Zu sehen sind dabei sowohl Spielszenen wie auch Bilder von den Feierlichkeiten.

Einzige Veranstaltung mit Bewegtbildern

Wir haben  auf diese Veranstaltung schon Ende der vorletzten Woche hingewiesen. Nun teilen wir auf diesem Weg nochmal die Einladung der Abteilung Vereinsgeschichte an alle Löwenfans mit dem inzwischen gewonnenen Wissen, dass dies wohl die einzige öffentliche Veranstaltung zur Meisterschaft sein wird, auf der exklusive Bewegtbilder aus dem Jahr 1966 zu sehen sein werden.