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Bewegtbilder zur Meisterschaft 1966 im Bamboleo

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Zahlreiche Veranstaltungen zum sechzigjährigen Jubiläum der Meisterschaft des TSV 1860 München haben in den vergangenen Tagen stattgefunden. Unter anderem eine Veranstaltung der aktiven Fanszene und der Fußballabteilung am Samstag im Augustinerkeller, ein Pubquiz-Spezial Mitte letzter Woche und natürlich unser dritter sechzger.de Livetalk im Bamboleo am Dienstag der vergangenen Woche. So eine Meisterschaft für den Lieblingsverein hat schon Aufmerksamkeit verdient. Noch dazu, wenn es die einzige war.

Morgen im Bamboleo

Etwas besonderes hält die Filmvorführung am morgigen Dienstag, den 2. Juni um 18.60 Uhr im Bamboleo bereit. Die Abteilung Vereinsgeschichte zeigt eine Reihe von Filmclips aus der Meisterschaftssaison 1965/66. Zu sehen sind dabei sowohl Spielszenen wie auch Bilder von den Feierlichkeiten.

Einzige Veranstaltung mit Bewegtbildern

Wir haben  auf diese Veranstaltung schon Ende der vorletzten Woche hingewiesen. Nun teilen wir auf diesem Weg nochmal die Einladung der Abteilung Vereinsgeschichte an alle Löwenfans mit dem inzwischen gewonnenen Wissen, dass dies wohl die einzige öffentliche Veranstaltung zur Meisterschaft sein wird, auf der exklusive Bewegtbilder aus dem Jahr 1966 zu sehen sein werden.

Saisonrückblick 2025/26: Leon Kleemann

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Obwohl seit den Meldungen vom Dienstag letzter Woche völlig unklar ist, wie es beim TSV 1860 weiter geht und gleichwohl sogar die Ligazugehörigkeit in der kommenden Spielzeit 26/27 noch nicht feststeht, wollen wir sechzger.de-Redakteure – wie traditionell nach jedern Saison – auf die abgelaufene Spielzeit zurückblicken und unsere Highlights und Enttäuschungen mit der geneigten Leser*innenschaft teilen.
Da diese Beiträge teilweise schon direkt nach den letzten Spielen in Verl bzw. Würzburg ausformuliert wurden, berücksichtigen sie (insbesondere bei der Frage nach den Wünschen und Erwartungen für die kommende Saison und die Zukunft) die aktuellen Entwicklungen nicht unbedingt.

Saisonrückblick 2025/26: Leon Kleemann

Welches war Dein Löwenspiel der Saison?

Erste Frage, und ich tue mir schon schwer. Generell möchte ich keinen Spieltag missen, vor allem keine der Auswärtsfahrten. Wenn ich mich aber auf ein Spiel festlegen muss und nur das Spiel an sich betrachte, dann sage ich: auswärts in Ingolstadt. Ein wahnsinniger Support und eine derart leidenschaftliche Stimmung bei meinen Freund*innen um mich herum, gepaart mit einer Mannschaft, die endlich einmal um den Sieg und jeden einzelnen Ball gekämpft hat, als gäbe es kein Morgen. The cherry on top war dann tatsächlich der Jubel zum 2:1 von Patrick Hobsch, als die versammelte Mannschaft auf einmal direkt vor uns stand und sich Spieler und Fans vor Freude gegenseitig anschrien.

Wer war Dein Spieler der Saison?

Boahhh. Thomas Dähne hat sich nichts zu schulden kommen lassen und konstant gute Leistungen gezeigt.

TSV 1860 21 Dähne Thomas Rosenheim

Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?

Positiv überrascht hat mich niemand. Die Negativüberraschung der Saison waren sicherlich die magere Bilanz der Rückkehrer Volland und Niederlechner sowie die nicht enden wollende Verletzungsmisere in der ersten Mannschaft.

Was war für Dich das schönste Tor der Saison?

Sigurd Haugens Gewaltschuss unter den Querbalken gegen die mächtig nervende Zweitvertretung des VfB Stuttgart. So ein brutaler Jubel!

Am Ende steht Platz 8. Bist Du zufrieden mit dieser Saison?

Unzufrieden bin ich per se nicht, zufrieden aber ganz bestimmt auch nicht. Vielleicht wäre das Stimmungsbild ein anderes, wenn die Mannschaft sich zum Saisonende nicht so gleichgültig präsentiert, und nicht im Pokalfinale versagt hätte. Letzteres hat mich am stärksten enttäuscht.

Wie schätzt Du die Arbeit von Markus Kauczinski und seinem Trainerteam ein?

Wer meine Beiträge hier liest, wird schon gemerkt haben, dass ich zum Sportlichen ziemlich wenig zu sagen habe – und auch wenig dazu sagen will. Es reicht für mich aus, wenn da unten auf dem Platz jederzeit für den Sieg geackert wird. In diesem Sinne war ich am Ende der Saison doch vom Trainerteam enttäuscht, weil es ihnen – wie schon ihren Vorgängern – nicht gelungen ist, die Spannung hochzuhalten. Im Gegenteil: Es war kein Funken Mentalität auszumachen.

Was wird Dir von der Saison 2025/26 besonders in Erinnerung bleiben?

Ein Tagestrip ins Sommertrainingslager inklusive allerlei Klamauk sowie diverse Auswärtsfahrten, schlaflose Nächte und Hopping-Wochenenden mit Freund*innen. Und natürlich der Start meiner “Arbeit” bei sechzger.de.

Was rechnest Du Dir in der kommenden Saison aus?

Warten wir erst einmal den Mittwoch ab. Aus der 3. Liga werden wir wohl eher nicht aufsteigen. Ansonsten freue ich mich persönlich einfach wieder auf diverse lustige Fahrten und grause mich vor den unausweichlichen Streitigkeiten in der Fanlandschaft sowie neuen Ankündigungen von Hasan Ismaik.

Und auch wenn ich nicht damit rechne: Im DFB-Pokal wünsche ich mir eine Siegesserie bis tief in den Turnierbaum hinein.

Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2026/27 besonders viel?

Am meisten erwarte ich mir von den aufstrebenden Talenten aus der U21. Von ihnen wird man in der Regel auch am wenigsten enttäuscht.

Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?

Die Unabhängigkeit von sämtlichen Investoren.

Alle Saisonrückblicke 25/26 

In diesem Frühsommer 2026 erschienen bereits folgende Saisonrückblicke unserer Redaktion:

Saisonrückblick 2025/26: Stefan Kranzberg
Saisonrückblick 2025/26: FloBu
Saisonrückblick 2025/26: Thomas Spiesl
Saisonrückblick 2025/26: Thomas Enn  
Saisonrückblick 2025/26: Christian Jung

Welches DFB-Pokal Los ziehen die Löwen am Samstag Abend?

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Erst am gestrigen Sonntag Nachmittag qualifizierte sich der SV Westfalia Rhynern als Meister der Oberliga Westfalen als letztes  Team für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal 2026/27. Damit stehen die insgesamt 64 Teilnehmer fest, die nun auf zwei Lostöpfe verteilt werden, aus welchen am kommenden Samstag, den 6. Juni um 18.00 Uhr im Rahmen der ARD-SPORTSCHAU die Partien der ersten Runde gezogen werden. Der TSV 1860 ist – erstmals nach vier Jahren – endlich auch wieder an der Auslosung beteiligt.

Der “Amateur-Topf” im DFB-Pokal

Da sich bekanntermaßen die Würzburger Kickers als Vizemeister der Regionalliga Bayern, als offizieller “Bayerischer Amateurmeister” für die 1. Runde im DFB-Pokal qualifizieren konnten, sind auch die Löwen als Verlierer des bayerischen Landespokalfinales im bundesweiten Cup mit dabei. Sie liegen zusammen mit den vier schlechtesten Zweitligisten (Eintracht Braunschweig, Greuther Fürth, Fortuna Düsseldorf und Preußen Münster) und den vier besten Drittligisten (VfL Osnabrück, Energie Cottbus, Rot-Weiss Essen und MSV Duisburg) der gerade abgelaufenen Saison im Lostopf. Hinzu kommen die 21 weiteren Sieger der Landespokalwettbewerbe in den Landesverbänden (zwei aus Niedersachsen) sowie der eingangs schon erwähnte Meister der Oberliga Westfalen und Würzburg als bayerischer Amateurmeister.

Löwen-Gegner aus dem Profi-Topf

Wichtiger für Sechzig und seine Fans ist aber natürlich der Profi-Topf, aus dem unser Gegner in der 1. Hauptrunde gezogen wird, die dann am Wochenende des 21. – 24. August stattfindet. Neben den 18 Bundesligisten der Spielzeit 2025/26 sind die 14 besten Zweitligisten die Kandidaten für einen heißen Pokalfight auf Giesings Höhen. Bei der letzten Pokalteilnahme unserer Löwen waren im August 2022 die Profis von Borussia Dortmund zu Gast auf Giesings Höhen und ließ 1860 beim 0:3 keine Chance. In der Saison zuvor konnten Stefan Lex & Co. für mehr Furore im DFB-Pokal sorgen und zunächst im August Darmstadt 98 (im Elfmeterschießen) und dann – vor vollen Rängen – im Herbst den FC Schalke 04 (1:0) eliminieren. Im Achtelfinale war dann – wieder im Corona-bedingt komplett leeren Stadion – gegen den Karlsruher SC Endstation.

Umfrage zum Löwen-Wunschlos im DFB-Pokal

Wen würden wir am liebsten heuer in der 1. Runde begrüßen? Wir wollen – in Vorbereitung auf die Auslosung am Sonntag – im Laufe dieser Woche noch herausfinden, welchen Gegner sich unsere Leser*innen wünschen. Dazu werden in den kommenden Tagen in drei Runden jeweils die beliebtesten drei Gegner abgefragt. Diese vorab ausgewählten neun Vereine werden dann in einer abschließenden Abstimmung nochmal vorgelegt, um den Löwen-Wunschgegner zu ermitteln. Mal sehen, ob sich die Losfee am Sonntag Abend im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund dann an unseren Wunsch gebunden fühlt…

sechzger.de Talk 264: Sechzig Jahre Deutscher Meister – live im Bamboleo

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Der dritte sechzger.de Livetalk, gleichzeitig schon die Ausgabe 264 unseres Podcast-Formats beschäftigte sich ausschließlich mit der Deutschen Meisterschaft, die die Löwenfußballer im Jahr 1966 erringen konnten. Die Moderatoren Peter und Christian führten – erneut im Bamboleo – durch die Sendung, in der vor allem Zeitzeugen, die dem Titelgewinn vor sechzig Jahren auf den Rängen des Sechzgerstadions beiwohnen durften, zu Wort kamen. Die aktuellen Entwicklungen beim TSV 1860, was die Lizenz für die kommende Saison anbelangt, aber auch das erst am Wochenende zuvor verlorene Finale um den bayerischen Landespokal in Würzburg wurden für diesen Themenabend ganz bewusst komplett ausgeklammert. Alle, die am Dienstag Abend im Bamboleo nicht dabei waren, können die Aufzeichnung anhören und -sehen.

Buchvorstellung und Anekdoten

Zum Auftakt begrüßten die Moderatoren mit Roman Beer und Claus Melchior zwei Löwen auf der Bühne, die die Deutsche Meisterschaft für unsere Löwen zwar nicht live vor Ort miterlebt haben, aber aufgrund ihrer Autorenschaft für die beiden wohl wichtigsten Bücher über den Titelgewinn von 1966, in der Lage sind mit viel Fach- und Sachkenntnis über die Bundesliga-Saison 1965/66 zu berichten. Anekdoten aus jener Zeit, die natürlich auch den beiden Druckwerken zu entnehmen sind, gaben Claus und Roman zum Besten. Beide Bücher fanden auch im Bamboleo vor, während und nach der Sendung reissenden Absatz. Wie schon vor gut drei Wochen in einem Artikel zur Vorstellung des zweiten Buches, das sich ausschließlich mit dem Tag des Titelgewinns beschäftigt machen wir gerne auch hier nochmal Werbung und empfehlen allen Interessierten, direkt beim Verlag fussballbuecher-beer.de zu bestellen, da dort die Lieferzeiten deutlich kürzer sind, als bei anderen Händlern.

Mit 14 zum ersten Mal im Stadion: Zeitzeugin Monika

Nach dem ersten Block kam dann eine Zeitzeugin auf’s Podium, die das letzte Heimspiel der Meistersaison gegen den Hamburger SV am 28. Mai 1966 live im Stadion miterleben durfte. Monika Reims erster Stadionbesuch, dem in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche folgen sollten, war gleichzeitig der, der mit dem größten sportlichen Erfolg der Vereinsgeschichte endete. Monika schilderte ihre Erlebnisse dieses Tages aus der Perspektive einer 14jährigen und zog auch interessante Vergleiche zum Stadionbesuch damals und heute. Danach war im Bamboleo Halbzeit.

Die Zeitzeugen Willi und Andi

Unserem Aufruf von vor ein paar Wochen an Zeitzeugen der Meisterschaft von 1966, sich bei sechzger.de zu melden, folgte auch Andi Gut, der vor sechzig Jahren als 12jähriger in der Stehhalle live dabei war. Und er brachte zur Sendung auch noch seinen alten Freund Willi Holubek mit ins Bamboleo. Der war – nochmal zwei Jahre jünger – 65/66 nicht nur im Sechzgerstadion regelmäßig live dabei, sondern kann auch von einer Auswärtsfahrt nach Nürnberg in der Meistersaison berichten. Außerdem war Willi später auch noch als kaufmännischer Geschäftsführer bei 1860 tätig. Und zwar unter anderem im Jahr 1996, als das dreißigjährige Jubiläum der einzigen Meisterschaft für Münchens Große Liebe begangen wurde. Auch diese beiden Löwen ließen die Gäste im Bamboleo eintauchen in eine Zeit, in der 1860 die größten Erfolge seiner Vereinsgeschichte feiern durfte.

Schnellraterunde: Meisterschafts-Special

Für die Ausgabe 264 vom sechzger.de Talk hatte sich unser Quizmaster Thomas Spiesl ein paar besondere Fragen ausgedacht. Natürlich ging es um die Meisterschaft für die Löwen vor sechzig Jahren. Und damit auf dem Podium nicht nur ein Duell zwischen Peter und Christian abgehalten werden musste, durfte sich – ganz spontan – ein Gast aus dem Publikum ebenfalls der vorbereiteten Schnellraterunde stellen. Auch er beantwortete – das sei hier schon verraten – mit Bravour die durchaus kniffligen Fragen, die Thomas ausgearbeitet hatte.

Was bedeutet der Titelgewinn von 1966 heute?

Zum Abschluss dieses stimmungsvollen Abends im – ziemlich warmen – Bamboleo, ordneten die drei sechzger.de-Redakteure, die diesen Abend vorbereitet und organisiert hatten, noch die Bedeutung des Titelgewinns für 1860 aus der Perspektive der später geborenen Anhänger ein. Fluch oder Segen? Stolz oder Bürde? Die Einschätzungen von Thomas, Peter und Christian zu diesen Fragestellungen schlossen die Veranstaltung ab.

Danke an alle Beteiligten

Auf diesem Weg danken wir abschließend sowohl dem Bamboleo, uns für den dritten sechzger.de Livetalk die Räumlichkeiten wieder zur Verfügung gestellt zu haben und uns bei der Durchführung maximal unterstützt zu haben. Außerdem danken wir natürlich allen Protagonisten, die sich zu uns auf das Podium gewagt und so das Ganze erst mit Leben und Inhalten gefüllt haben. Und natürlich geht auch noch ein herzliches Dankeschön an alle Gäste, die live dabei waren!

Der sechzger.de Talk 264 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Saisonrückblick 2025/26: Christian Jung

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Obwohl seit den Meldungen vom Dienstag dieser Woche völlig unklar ist, wie es beim TSV 1860 weiter geht und gleichwohl sogar die Ligazugehörigkeit in der kommenden Spielzeit 26/27 anscheinend noch nicht feststeht, wollen wir sechzger.de-Redakteure – wie traditionell nach jeder Saison – auf die abgelaufene Spielzeit zurückblicken und unsere Highlights und Enttäuschungen mit der geneigten Leser*innenschaft teilen.
Da diese Beiträge teilweise schon direkt nach den letzten Spielen in Verl bzw. Würzburg ausformuliert wurden, berücksichtigen sie (insbesondere bei der Frage nach den Wünschen und Erwartungen für die kommende Saison und die Zukunft) die aktuellen Entwicklungen noch nicht.
Hier ist nun Christian Jung an der Reihe und lässt Euch an seinen Erinnerungen an die abgelaufene Saison teilhaben:

Saisonrückblick 2025/26: Christian Jung

Welches war Dein Löwenspiel der Saison?

Ich glaube, das war tatsächlich gleich das Erste. Der offizielle Ligaauftakt in Essen am 1. August. Freitag Abend, Hafenstraße, zwei hoch motivierte Fanlager. Traumhafte Voraussetzungen. Nach der langen Vorbereitung mit starken Vorstellungen ging es mit riesigen Erwartungen endlich los und nach einer teilweise wirklich mitreißenden Partie stand ein 1:1 zwischen meinen – zu diesem Zeitpunkt – allergrößten Favoriten auf den Aufstieg auf der Anzeigentafel. Volland und Niederlechner zeigten nach meiner persönlichen Wahrnehmung eine durchaus vielversprechende Premierenvorstellung. Das machte richtig Laune auf die Saison…

Ein Viererteam als “Spieler der Saison”

Wer war Dein Spieler der Saison?

Das finde ich heuer richtig schwierig! Ich nominiere einfach ein Paket aus Lasse Faßmann, Samuel Althaus, Damjan Dordan und Xaver Kiefersauer. Vier Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, die alle in dieser Saison – in der genannten Reihenfolge – ihre Löwenpremiere im Trikot der Profis gefeiert haben. Meist sah das richtig vielversprechend aus!

Dordan Damjan

Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?

Dass die großen Hoffnungen, die mit diesem Kader verbunden waren, eigentlich schon im Spätsommer komplett in sich zusammenfielen und bei mir persönlich – trotz der zwischenzeitlichen Siegesserien am Jahresende und zu Beginn des neuen Jahres – auch nicht mehr aufflammten. Das war meine negative Überraschung!
Positiv überrascht haben mich die Amas, die vom 4:1-Auftaktsieg in Kottern bis zum 5:1 am letzten Spieltag gegen Ismaning ganz viele, begeisternde torreiche Siege herausspielten, stets mit Leidenschaft und Kampfeswillen in die Partien gingen und am Saisonende – trotz fehlender Aufstiegsoption – den verdienten Meistertitel in der Bayernliga Süd holten.

Was war für Dich das schönste Tor der Saison?

Nachdem ich beim Jahresrückblick schon das Last-Minute-3:2 gegen Havelse (aufgrund der Emotionalität) benannt habe (wie jetzt am Saisonende der Kollege Thomas Spiesl), wird es beim Saisonrückblick nun einfach das allererste Tor dieser Spielzeit. Als Flo Niederlechner nach feinem Zuspiel von Sean Dulic erst spät den Ausgleich an der Hafenstraße besorgte und ich davon ausging, dass noch viele viele Niederlechner-Tore folgen würden. Am Ende waren es insgesamt nur drei.

Am Ende steht Platz 8. Bist Du zufrieden mit dieser Saison?

Mit diesem Platz kann ich angesichts der vorherigen Erwartungen, die ich ja nicht exklusiv und für mich allein hatte, nicht zufrieden sein! Was mich dagegen zufrieden gestellt hat, ist die Tatsache, dass heuer der Landespokal endlich ernst genommen wurde. Zumindest bis zur letzten halben Stunde des Endspiels in Würzburg. Und damit reiht sich dann auch das allerletzte Spiel dieser Spielzeit perfekt ein. Am Ende bleibt Ernüchterung und Enttäuschung und Unverständnis gegenüber der häufigen Einstellung dieser Mannschaft auf dem Platz.

Noch kein finales Kauczinski-Urteil

Wie schätzt Du die Arbeit von Markus Kauczinski und seinem Trainerteam ein?

Ich finde Kauczinskis besonnene und ruhige Art, aber auch seinen mitunter eingestreuten Humor gut. Er strahlt im traditionell aufgeregten Umfeld rund um die Grünwalder Straße eine gewisse Ruhe aus. Über das, was er und sein Team der Mannschaft konkret auf den Fußballplatz mitgeben, habe ich mir noch kein finales Urteil gebildet. Wobei man da insbesondere im Saisonfinale, als es halt nur noch um die berühmte goldene Ananas ging, schon ins Grübeln kommen konnte. Stichwort: Einstellung. In der Antwort auf die vorherige Frage.
Ich hoffe aber, dass die Ankündigungen für die neue Saison (schnell und direkt nach vorne spielen zu wollen) bald sichtbar umgesetzt werden. Dann wird meine Einschätzung positiv ausfallen. Durchaus auch unabhängig von den damit erzielten Resultaten.

Was wird Dir von der Saison 2025/26 besonders in Erinnerung bleiben?

Die riesige Euphorie im Vorfeld der Saison, inklusive des angeblichen Verkaufs der Anteile von Hasan Ismaik. Und die schon sehr bald folgende Ernüchterung angesichts der Leistungen und Ergebnisse der Profis, von der ich persönlich mich auch nicht mehr erholt habe. Und außerdem die Amas, die durch die Bayernliga Süd marschierten, denen ich so oft zuschauen konnte, wie schon seit Jahren nicht mehr. Das hat wirklich richtig viel Spaß gemacht und am Ende konnte ein verdienter Meistertitel gefeiert werden.

Stadionwünsche und zurückhaltende sportliche Erwartungen

Was rechnest Du Dir in der kommenden Saison aus?

Es ist im Moment noch sehr früh für eine Einschätzung, nachdem der Kader ja noch nicht final zusammengestellt ist und völlig unklar ist, was auf dem Transfermarkt noch passieren könnte. Ich hoffe aber auf eine junge, wilde und leidenschaftliche Löwenmannschaft, die ihr Herz in jedem Spiel auf den Platz bringt. Wenn das gelingt, dann sind die Resultate tatsächlich gar nicht das alles Entscheidende.

Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2026/27 besonders viel?

Da nenne ich dann wieder die vier Kräfte aus dem eigenen Nachwuchs von oben. Althaus, Dordan, Kiefersauer, Faßmann. Die gehen mit so viel Enthusiasmus an die Sache heran, dass man ihnen auch den einen oder anderen Fehler verzeiht, der natürlich auf dem Platz passieren wird.

Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?

Dass die verheißungsvollen Pläne für den Ausbau das Sechzgerstadions weiter vorangetrieben werden können und dass wir in der ersten Pokalrunde ein möglichst attraktives Los kriegen. Wie wär’s mit einem namhaften Zweitligist, der aber nicht als Übermannschaft daherkommt. Hertha BSC, der VfL Bochum oder vielleicht sogar der Club?

Überblick Saisonrückblicke von Christian Jung

In den vergangenen Jahren erschienen alljährlich Saisonrückblicke der sechzger.de-Redakteure.
Auf Wunsch zahlreicher Leser*innen verlinken wir unter den aktuellen Artikeln des jeweiligen Autors dessen Rückblicke aus den vergangenen Jahren:

Christians’ Blick auf die Saison 2020/21

Christians’ Blick auf die Saison 2022/23
Christians’ Blick auf die Saison 2023/24
Christians’ Blick auf die Saison 2024/25

Alle Saisonrückblicke 25/26 

In diesem Frühsommer 2026 erschienen bereits folgende Saisonrückblicke unserer Redaktion:

Saisonrückblick 2025/26: Stefan Kranzberg
Saisonrückblick 2025/26: FloBu
Saisonrückblick 2025/26: Thomas Spiesl
Saisonrückblick 2025/26: Thomas Enn

 

Saisonrückblick 2025/26: Thomas Spiesl

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Giesing Bier billiger Erinnerungstag 1860
Giesing Bier billiger Erinnerungstag

Obwohl seit den Meldungen vom gestrigen Dienstag völlig unklar ist, wie es beim TSV 1860 weiter geht und gleichwohl sogar die Ligazugehörigkeit in der kommenden Spielzeit 26/27 anscheinend noch nicht feststeht, wollen wir sechzger.de-Redakteure – wie traditionell nach jeder Saison – auf die abgelaufene Spielzeit zurückblicken und unsere Highlights und Enttäuschungen mit der geneigten Leser*innenschaft teilen.
Da diese Beiträge teilweise schon direkt nach den letzten Spielen in Verl bzw. Würzburg ausformuliert wurden, berücksichtigen sie (insbesondere bei der Frage nach den Wünschen und Erwartungen für die kommende Saison und die Zukunft) die aktuellen Entwicklungen nicht.
Nachfolgend ist Thomas Spiesl an der Reihe und lässt Euch an seinen Erinnerungen an die abgelaufene Saison teilhaben:

Saisonrückblick 2025/26: Thomas Spiesl

Welches war Dein Löwenspiel der Saison?

Es ist tatsächlich schon lange her, aber für mich war das der 3:2-Heimsieg gegen Havelse, als Patrick Hobsch nach dem bitteren Ausgleich kurz vor Schluss in der letzten Minute der Nachspielzeit zum 3:2 traf. Sensationell was damals im Grünwalder Stadion los war. Nicht zu vergessen natürlich das Testspiel der Löwen in der Saisonvorbereitung bei meinem Heimatverein TSV Weyarn. Ach was war das für eine Euphorie damals unter den Löwen-Fans. Aber wer nach den Sternen greift kann bekanntlich auch tief fallen…

Wer war Dein Spieler der Saison?

TSV 1860 21 Dähne Thomas Rosenheim

Die Wahl fällt mir nicht wirklich leicht. Leider konnten die Hoffnungsträger nicht überzeugen, auch wenn ein Kevin Volland in der Rückrunde immer besser in Fahrt kam, wenigstens bis zum verhängnisvollen 1:2 in Duisburg – aber dazu später mehr. Von den jungen Eigengewächsen kann man nicht erwarten, dass sie die ganze Verantwortung übernehmen. Sigurd Haugen werden sicherlich die meisten Kollegen wählen, deshalb habe ich mich für Keeper Thomas Dähne entschieden, einen der wenigen Spieler der Löwen, die heuer konstante Leistungen gezeigt hatten.

Seltene spielerische Highlights

Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?

Spielerisch gibt es für mich keine positive Überraschung, da überwiegt ganz klar die Enttäuschung über ein weiteres vermurkstes Jahr. Positiv waren für mich rund um die Löwen aber die Meisterschaft der Amas, die erfrischenden Fußball gespielt haben, und die Fortschritte in Sachen Stadion-Neubau.

Negativ war für mich fast die komplette Rückrunde. Was die Mannschaft nach der 1:2-Niederlage in Duisburg, die für mich der Knackpunkt im Kampf um die Aufstiegsplätze war, abgeliefert hat, war lustlos und zumeist unterirdisch. Schwer zu ertragen trifft es ganz gut. Mit solchen Auftritten kann ich mich nicht identifizieren, auch wenn es seit vielen Wochen nur noch um die Goldene Ananas ging. Daher – das könnte man jetzt wieder positiv sehen – befürworte ich es, den Kader jetzt einmal deutlich zu überdenken.

Was war für Dich das schönste Tor der Saison?

Da komme ich wieder zurück auf das Heimspiel gegen Havelse. Es war zwar kein Traumtor, das Patrick Hobsch in der Nachspielzeit zum 3:2 erzielte, aber eines das für mich mit vielen Emotionen und einer Stimmungsexplosion am Giesinger Berg verbunden ist.

Am Ende steht Platz 8. Bist Du zufrieden mit dieser Saison?

Das einzig Positive ist, dass wir uns wieder einmal für den DFB-Pokal qualifizieren konnten, wenn auch nur dank der Würzburger Kickers – aber das ist mir nach dieser Saison der Enttäuschungen auch schon egal. Ansonsten war es niederschmetternd, was dieser vermeintlich bärenstark besetzte Kader abgeliefert hat. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr muss ich mich wieder ärgern, deshalb unterlasse ich weitere Ausführungen lieber…

Verflogene Euphorie um Volland & Co.

Wie schätzt Du die Arbeit von Markus Kauczinski und seinem Trainerteam ein?

Ich denke das kann man erst in der nächsten Saison wirklich beurteilen. Der Kader der abgelaufenen Spielzeit war leider bei Weitem nicht so gut, wie man gehofft hatte. Es fehlte unter anderem an den Außenspielern mit Tempo und der Fähigkeit auch mal eine Flanke in die Box zu bringen, statt den Ball ins Tor- oder Seiten-Aus zu dreschen. Immerhin ist es dem Coach – der in den Löwenrunden und rund um die Spiele angenehm sachlich auftritt – gelungen, das Team zu stabilisieren und nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Bitter – aber das muss man fast schon als Erfolg werten. Ob die Dreierkette in dieser Form weiter Sinn macht, hängt davon ab, wie der Kader verstärkt wird. Aber angesichts der finanziellen Lage darf man sich da wohl auch keine zu großen Hoffnungen machen.

Was wird Dir von der Saison 2025/26 besonders in Erinnerung bleiben?

Die Euphorie bei der Verkaufs-Ankündigung von Ismaik, gebündelt mit der Euphorie nach den namhaften Neuverpflichtungen. da hat es richtig geknistert in Giesing. Und dann die folgende Enttäuschung, die natürlich überwiegt. Aber ich fange auch jetzt nicht damit an… Ach ja: Die zahlreichen Diskussionen mit Christian und den Kollegen, ob es in den letzten Spielen noch um etwas geht, außer die Goldene Ananas. Die Spieler haben mir jedenfalls mit ihren unmotivierten Auftritten Recht gegeben, da war leider null Zug drin…

Mein Wunsch: Ausbau des Grünwalder Stadions

Was rechnest Du Dir in der kommenden Saison aus?

Ich gehe davon aus, dass der Kader deutlich abgespeckt wird und man mit dem Ziel im gesicherten Mittelfeld zu landen, in die Spielzeit gehen wird/muss. Damit kann ich leben, wenn dann zahlreiche Eigengewächse zum Einsatz kommen. Persönlich freue ich mich auf viele lustige Gespräche und Tage im und rund um das schönste Stadion der Welt, witzige Auswärtsfahrten (auf Düsseldorf freue ich mich besonders) und hoffentlich wieder mehr Einsatz und Löwen-Kampfgeist auf dem grünen Rasen.

Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2026/27 besonders viel?

Ich freue mich unter anderem auf Xaver Kiefersauer als Stammspieler bei den Profis, der mir bei den Amas schon immer sehr gut gefallen hat. Ihm traue ich den Durchbruch absolut zu!

Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?

Dass endlich alles besser wird…
Spaß beiseite: Ich hoffe, dass Ismaik endlich einen kurzen Moment der Eingebung hat und seine Anteile verkauft, dass der Ausbau des Sechzger-Stadions vorangetrieben wird und dass die Fans weiterhin so geschlossen hinter dem Team stehen wie in den letzten Wochen, denn das muss man den Löwenfans nämlich hoch anrechnen, angesichts der desaströsen Leistungen ihrer “Helden” auf dem Spielfeld.

Überblick Saisonrückblicke von Thomas Spiesl

In den vergangenen Jahren erschienen alljährlich Saisonrückblicke der sechzger.de-Redakteure.
Auf Wunsch zahlreicher Leser*innen verlinken wir unter den aktuellen Artikeln des jeweiligen Autors dessen Rückblicke aus den vergangenen Jahren:

Thomas’ Blick auf die Saison 2022/23
Thomas’ Blick auf die Saison 2023/24
Thomas’ Blick auf die Saison 2024/25

Alle Saisonrückblicke 25/26 

In diesem Frühsommer 2026 erschienen bereits folgende Saisonrückblicke unserer Redaktion:

Saisonrückblick 2025/26: Stefan Kranzberg
Saisonrückblick 2025/26: FloBu
Saisonrückblick 2025/26: Christian Jung
Saisonrückblick 2025/26: Thomas Enn

 

Aqua Ultras: Mottofahrt der Amateure zum SC Pfullendorf (31.05.2008)

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Auch wenn zwei der Redaktionsmitglieder von sechzger.de damals an der Gründung des Ama-Lion beteiligt waren, kommen die Amateure hier bislang deutlich zu kurz. Das wollen wir jedoch ändern und werfen heute einen Blick zurück auf das letzte Saisonspiel der Amas in der Spielzeit 2007/2008. Damals fand eine Mottofahrt unter der Überschrift AQUA ULTRAS in die badische Provinz nach Pfullendorf statt. Nach einem Besuch im benachbarten Freibad wurde natürlich auch das Match besucht und ein 1:0-Sieg der Truppe von Uwe Wolf bejubelt.

Amateure sorgen für Freude bei den Aqua Ultras

Trainer Uwe Wolf konnte damals auf einige Spieler zurückgreifen, die später auch im Profibereich Fuß fassten. Mit dem Auswärtssieg sorgten sie für eine ausgelassene Stimmung bei den AQUA ULTRAS.

Rodríguez – Jungwirth, Tausendpfund, Wittek, Ratei – Stahl, Schittenhelm, Leicht, Duhnke (59. Schäffler) – Fink, Bukowski

Tor:
0:1 Leicht (90.)

Zur Vergrößerung das jeweilige Bild anklicken!

 

Dritte verliert zum Saisonabschluss – Torfestival für Vierte

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1860 Dritte

Die Luft war raus am letzten Spieltag für die 3. Mannschaft des TSV 1860 München. Zum Saisonabschluss verlor die Dritte beim TSV Großhadern, während die Vierte beim SV Laim nochmal für ein Spektakel sorgte.

Dritte verliert zum Saisonabschluss

Dass der TSV 1860 III die Kreisliga-Saison als Tabellendritter abschließen würde, war bereits vor der letzten Spielrunde klar. Es ging also um nichts mehr und so tat auch die 1:3-Niederlage beim TSV Großhadern nicht wirklich weh.

Nach torloser erster Halbzeit brachte Zlatan Salihagic die Gastgeber in der 65. Minute in Führung. Maximilian Baumelt erhöhte auf 2:0 (72.), ehe Josef Tohmaz für die Löwen verkürzte (83.). In der Nachspielzeit traf Jeremy Stubhan zum 3:1-Endstand.

Torfestival beim TSV 1860 IV

Für ein Spektakel sorgte die Vierte der Löwen und Gegner SV Laim am letzten Spieltag der Kreisklasse. Am Ende setzte sich der TSV 1860 IV auswärts mit 5:4 durch und verbesserte sich in der Tabelle noch auf Rang 7.

Bereits nach wenigen Sekunden ging der SV Laim durch Jannes Presch in Führung, doch Alexander Petö (6.) und Paul Henning (19.) drehten die Partie zugunsten der Löwen. In der 24. Minute glich Adi Muhadzic wieder für die Gastgeber aus und sorgte für den Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel ging es weiter munter hin und her: Andre Orbegozo Araujo traf für 1860 (52.), Juan Meija Sierra für Laim (59.), dann wieder Alexander Petö für die Löwen (81.) und Malik Hussein für die Hausherren (82.). Den Lucky Punch setzte schließlich erneut Andre Orbegozo Araujo, der dem TSV 1860 IV in der 90. Minute den 5:4-Auswärtssieg bescherte.

Löwinnen I mühen sich beim SV Dornach zum Sieg

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sv dornach löwinnen I

Ein hartes Stück Arbeit hatten die Löwinnen I am Samstagnachmittag beim SV Dornach zu verrichten. Zur Pause lagen die feststehenden Meisterinnen gar noch zurück, drehten die Partie in den zweiten 45 Minuten jedoch noch zu ihren Gunsten.

Löwinnen I siegen auch beim SV Dornach

Einen Blitzstart legten die Gastgberinnen hin, denn bereits in der 3. Minute brachte Elena Kurz den SV Dornach in Führung. Die Löwinnen behielten jedoch die Ruhe und glichen in der 12. Minuten durch Luisa Rehschütz aus. Als Kira Winter den TSV 1860 in der 41. Minute per Elfmeter in Führung brachte, dachte man, dass der Express ins Rollen käme, doch weit gefehlt. Marina Kelova (43.) und Maxine Hausler (45.) sorgten per Doppelscglag für die überraschende Halbzeitführung des Tabellensechsten.

Gerade mal vierzig Sekunden waren nach dem Seitenwechsel gespielt, als Luisa Rehschütz erneut für die Löwinnen ausglich und ab dann war der TSV 1860 am Drücker. Paula Höfler (57.) und erneut Luisa Rehschütz (63.) brachten Sechzig auf die Siegerstraße, ehe Kira Winter mit ihrem zweiten Treffer den 3:6-Endstand erzielte (67.).

In der Tabelle der Kreisliga steht der TSV 1860 mit 66 Punkten aus 22 Spielen und einem Torverhältnis von 108:10 bereits als Meister und Aufsteiger fest.

Trotz KGaA-Krise: e.V. treibt Pläne für Grünwalder Stadion voran

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TSV 1860 Grünwalder Stadion Restkarten Zuschauerkapazität

Der TSV 1860 München befindet sich gegenwärtig in einer bemerkenswerten Extremsituation, die von einem scharfen Kontrast geprägt ist: Während den Profifußballern auf dem Rasen der wirtschaftliche und sportliche Absturz in die viertklassige Regionalliga droht, treibt die Vereinsführung hinter den Kulissen ambitionierte und zukunftsweisende Pläne für den Ausbau und die Modernisierung der Heimspielstätte an der Grünwalder Straße voran.

Die Pläne für das Grünwalder Stadion und die Neuausrichtung

Der konkrete Anlass für die aktuelle Diskussion ist die für den 21. Juni terminierte Mitgliederversammlung des Vereins. Unter dem Tagesordnungspunkt 13 bittet das amtierende Präsidium die Mitglieder um die formelle Zustimmung zur Gründung einer neuen Betreibergesellschaft, der “Betriebsgesellschaft Sechzgerstadion mbH”. In dieser Rechtsform sollen künftig sämtliche Aufgaben rund um das Stadion – namentlich die detaillierte Planung, die Finanzierung, der anstehende Umbau sowie der spätere laufende Betrieb – zentral gebündelt werden.

Das Stadion befindet sich gegenwärtig im Eigentum der Landeshauptstadt München und bedarf ohnehin einer zeitnahen und grundlegenden Sanierung. Ein entsprechender Bauvorbescheid aus dem Jahr 2020 liegt bereits vor. Dieser sieht vor, die Zuschauerkapazität der Arena von den aktuellen 15.000 Plätzen auf 18.105 Plätze zu erweitern. Das im Sommer 2025 neu gewählte Präsidium unter der Führung von Gernot Mang hat sich nach Jahren des Zögerns jedoch zu einem noch mutigeren Kurs entschlossen. Mang bekennt sich klar zum traditionsreichen Standort im Stadtteil Giesing und hat sogar ein Erbpachtmodell ins Gespräch gebracht, bei dem der Verein das Stadion selbst übernimmt. Darüber hinaus lässt die Vereinsführung im Rahmen einer Machbarkeitsstudie prüfen, ob die Kapazität sogar auf 25.000 Plätze ausgebaut werden kann, womit die Arena die Kriterien für die Fußball-Bundesliga erfüllen würde.

Die sportlich-finanzielle Krise und die Rolle des Investors

Diese weitreichenden Infrastrukturpläne stehen in starkem Kontrast zur akuten Existenzkrise der Profimannschaft. Die Fußballer müssen bis zum 3. Juni eine Summe von 2,7 Millionen Euro beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) hinterlegen, um die Lizenz für die Dritte Liga zu erhalten. Gelingt dies nicht, droht der automatische Zwangsabstieg in die Viertklassigkeit. Die Frage bleibt: Stellt Hasan Ismaik die benötigte Summe rechtzeitig zur Vefügung oder muss die Lücke gegebenfalls über Dritte geschlossen werden?

Die geplante Stadion-GmbH soll von diesen Streitigkeiten explizit unberührt bleiben. In dieser neuen Gesellschaft wäre der Verein der alleinige Gesellschafter, was eine vollständige Unabhängigkeit von den Launen und Forderungen des Investors garantieren soll.

Breiter Rückhalt aus der Münchner Kommunalpolitik

Trotz der akuten Turbulenzen und der drohenden Viertklassigkeit der Profis signalisiert die Münchner Stadtpolitik parteiübergreifend Gelassenheit und langfristige Unterstützung für das Stadionprojekt. Die Verantwortlichen betonen unisono, dass die Infrastrukturfrage unabhängig von einer einzelnen sportlichen Saison bewertet werden muss.

Verena Dietl, die für Sport zuständige Dritte Bürgermeisterin der Stadt München erklärte in der SZ, dass man sich im ständigen und konstruktiven Austausch mit dem TSV 1860 befinde. Nach ihren Informationen mache die Machbarkeitsstudie gute Fortschritte. Sie geht fest davon aus, dass die Sanierung beginnen kann, sobald die Ergebnisse der Studie vorliegen und der Stadtrat eine entsprechende Entscheidung getroffen hat.

Grün und Schwarz sind sich ausnahmsweise einig

Auch Beppo Brem, der sportpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Stadtrat, sieht in der aktuellen sportlichen Misere kein Hindernis. Er betont den langfristigen Charakter des Projekts, da Stadien für Jahrzehnte gebaut werden, und drückt sein Vertrauen in die Zukunft des Vereins aus. Gleichwohl räumt er ein, dass aufgrund der Finanzkraft der Löwen und des vorgeschlagenen Erbpachtmodells noch intensive Verhandlungen und Gespräche notwendig sein werden. Die Notwendigkeit der Sanierung an sich stehe jedoch außer Frage.

Selbst Manuel Pretzl, der Fraktionschef der CSU im Stadtrat, plädiert dafür, die Sanierung völlig losgelöst von der kommenden Spielzeit zu planen. Er bringt zudem eine weitere strategische Dimension ein: Das Grünwalder Stadion ist nicht nur als Spielstätte für den TSV 1860 von Bedeutung, sondern ist auch fester Bestandteil des Münchner Bewerbungskonzepts für zukünftige Olympische Spiele. Im Falle eines Zuschlags für München könnten dadurch erhebliche neue Fördermittel für den Umbau fließen.

Ausblick und zeitliche Dimensionen

Während die Entscheidung über die sportliche Zukunft und die Drittliga-Lizenz bereits Anfang Juni fallen muss, bewegen sich die anderen Prozesse auf einer deutlich langfristigeren Zeitschiene. Die Olympia-Unterlagen der Stadt München werden am 4. Juni beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eingereicht. Die Entscheidung darüber, ob und für welches Jahr (2036, 2040 oder 2044) München ins internationale Rennen geschickt wird, fällt erst Ende September.

Zu diesem Zeitpunkt wird der Ball im Grünwalder Stadion längst wieder rollen – unabhängig davon, ob der TSV 1860 München dann in der Dritten Liga oder in der Regionalliga antritt.

Titelbild: CR-Fotos