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Sechzig und der FCK: Teuflische Löwen für Erhalt der Freundschaft

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Gründungsversammlung Teuflische Löwen Freundeskreis TSV 1860 München 1.FC Kaiserslautern

Immer wieder finden sich quer über ganz Deutschland verteilt Fans des TSV 1860 München zusammen und gründen Fanclubs oder vergleichbare Vereinigungen. Vor kurzem passierte genau das in der Pfalz. Teuflische Löwen nennt sich ein Freundeskreis, der am vergangenen Wochenende das erste Mal gemeinsam ein Spiel der Löwen besuchte. Darüber berichtet in einem Gastbeitrag Kersten Beyer für sechzger.de.

Teuflische Löwen mit erstem gemeinsamen Besuch gegen Stuttgart II

Einige Autonummernschilder (SÜW, GER, SP) auf der Wiese vor der WirmachenDruck-Arena in Großaspach verdeutlichten: Der TSV 1860 München hat in der Pfalz nach wie vor zahlreiche Anhänger. Für acht Männer und Frauen der “Teuflischen Löwen” war es die erste gemeinsame Auswärtsfahrt seit der Gründung im vergangenen Oktober in Schweigen-Rechtenbach am Deutschen Weintor an der deutsch-französischen Grenze. Die gleiche Anzahl war zuletzt in Giesing beim Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen.

Der 59-jährige Vorsitzende Ernst Achim Harsch ist seit Kindesbeinen Löwenfan, gehörte viele Jahre dem Fanclub “Wasgau-Löwen” im westpfälzischen Busenberg an. Er sagt: “Wir sind mit dem Bus zu ganz vielen Heimspielen gefahren, waren oft auswärts dabei. Der Verein existiert noch, aber die jetzigen Mitglieder haben ganz andere Schwerpunkte als Fußball. Wir wollten den Löwen wieder ein Gesicht in der Region geben.” Auf der Homepage der “Wasgau-Löwen” findet man tatsächlich Angebote zu Fahrten an den Gardasee oder nach Kroatien, aber keinen aktuellen Bezug zum Fußball.

Die Strahlkraft des TSV 1860 ist immer noch groß im äußersten Südwesten. Elf Fußballverrückte waren bei der Gründung dabei, die Zahl hat sich mittlerweile verdoppelt. Die Struktur ist sehr heterogen, doch eins vereint sie alle: Die lange Verbundenheit zu den Löwen. “Alterspräsident” Manfred Foos ist 78 und seit 48 Jahren Vereinsmitglied des TSV 1860. Sein Idol war Rudi Brunnenmeier, deshalb nannten ihn seine Freunde “Brunne”. Er hat alle Höhen und Tiefen der letzten Jahrzehnte im Stadion oder am Bildschirm miterlebt, vor Spielen hisst er die riesige Vereinsfahne vor seinem Anwesen. Als “absoluten Höhepunkt meines Fanlebens” bezeichnet er das Heimspiel gegen RWE. “Brunne” hatte sich beim Hauptsponsor die Bayerische beworben und hatte Glück. Er durfte seinen Enkel Jakob als Einlaufopa aufs Feld führen.

Jung und alt im Freundeskreis vereint

Das jüngste Mitglied heißt Oliver Frey und war zugleich treibende Kraft. Der 23-jährige aktive Bezirksliga-Schiedsrichter hat seit vielen Jahren eine Dauerkarte beim 1.FC Kaiserslautern. Er meint lachend: “Mein Vater hat mir schon als kleines Kind beigebracht: Als Pfälzer ist man Anhänger des FCK und der Münchner Löwen.” Vater Christian Frey und weitere Mitglieder gehören zu den Fans, die in den 1990er und 2000er Jahren die intensive und leidenschaftliche Verbindung der Anhänger beider Vereine mitgeprägt hat. Sie erlebten gegenseitige Unterstützung in den Stadien, emotionale Kuttenweihen und lautstarke Siegesfeiern in Himmelblau-Chilirot auf dem Gelände des Olympiaparks. Das hohe Standing bei den Fans von Spielern wie Bernhard Winkler oder Thomas Riedl trug auch viel zu dieser Freundschaft bei.

Die jüngere Generation lebt diese Verbindung nur noch vereinzelt, Kontakte zu Anhängern anderer Vereinen wurden geknüpft. Oliver Frey sagt: “Wir akzeptieren diese Entwicklung natürlich. Doch bei vielen älteren FCK-Anhängern bestehen seit Jahrzehnten enge Freundschaften nach München, die teilweise von den Kindern weitergelebt werden. Diese Bande wollen wir pflegen und nicht aussterben lassen.” Bei zahlreichen Besuchen im Grünwalder Stadion suchte er im Stadion und in den Kneipen das Gespräch mit unterschiedlichen Löwenfans. Er fasst das Ergebnis zusammen.

Die bedingungslose Identifikation mit einem Traditionsverein und das Flair des Stadions mit den alten Flutlichtmasten und den Wellenbrechern haben mich als erklärten Gegner von zu viel Kommerz einfach fasziniert. Ganz viele finden es zudem schade, dass diese Verbindung etwas eingeschlafen ist.

Ex-Profi Michael Sommer leitete Gründungsversammlung

Er fährt so oft wie möglich die insgesamt 650 km von der Pfalz an die Isar, sein Auto ist immer voll. Jetzt steht das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim II auf der Agenda, zehn “Teuflische Löwen” unterstützen die Kauczinski-Truppe im Kraichgau. Dabei ist auch Ex-FCK-Profi Michael Sommer, Pokalsieger von 1990. Er leitete die Gründungsversammlung und ist gleich eingetreten (“ich finde das einfach richtig geil, was die Jungs auf die Beine gestellt haben“). Für viel Motivation sorgte im Vorfeld die gemeinsame Videobotschaft von Vizepräsident Christian Dierl und dem Fanbeauftragten Jamie Jesse mit Retro-Fanfreundschaftsschal, Christian Poschet meldete sich extra aus Mallorca.

Mitglied ist auch Christian Liginger, der “Local Hero” des südpfälzischen Amateurfußballs. Der 38-jährige geniale Mittelfeldregisseur ist Spielertrainer des FC Bienwald Kandel. Mit 27 Toren sicherte er sich die Torjägerkanone der Landesliga und führte seine Farben zum Aufstieg in die Verbandsliga. Dort hat “Ligi” schon wieder 12 Treffer erzielt, seine “Löwen” stehen als Aufsteiger auf dem dritten Platz. Kandels Fußballer werden tatsächlich überall so genannt, weil sie das gleiche Wappentier wie die Sechzger haben. Liginger sagt: “Ich hatte nur ganz wenige Vereine in meiner Laufbahn. Identifikation hatte bei mir immer oberste Priorität, genau das wird von den Fans des TSV 1860 und des 1.FC Kaiserslautern mit ganz viel Herzblut gelebt.” Die Aktivitäten der “Teufischen Löwen” sind vielfältig: Nach dem Neujahrsempfang ist ein Grillfest und eine gemeinsame, mehrtägige Fahrt aller Mitglieder zu einem Heimspiel der Löwen im Frühjahr in der Planung.

Text und Foto: Kersten Beyer

Die Frau an der Pfeife (in Hannover gegen Havelse): Fabienne Michel

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Fabienne Michel pfeift am Samstag Nachmittag das Spiel des TSV 1860 beim TSV Havelse, das im Eilenriedestadion in Hannover ausgetragen wird (14.00 Uhr – im sechzger.de Liveticker). Ihr letzter Einsatz bei einem Spiel der Löwen ist noch gar nicht so lange her. Am 20. Dezember bei der 0:2 Heimniederlage gegen den SC Verl war’s. Und trotz der Niederlage für Sechzig fiel die Bewertung der Schiedsrichterin nach dieser Partie gut aus. Was ja in dieser Saison bislang eher selten der Fall war.

Erste und einzige Gelb-Rote Karte gegen Jacobsen

Eine interessante Tatsache, die wir in der Vorstellung von Fabienne Michel hier bei uns auf sechzger.de vor der Partie gegen die Ostwestfalen noch thematisiert hatten, änderte die Frau an der Pfeife dann in jenem Spiel auf Giesings Höhen. Sie zeigte – erstmals in der 3. Liga – eine Gelb-Rote Karte! Thore Jacobsen war – hier leider völlig zurecht – nach einem ziemlich unnötigen Frustfoul in der 55. Minute ihr erstes – und bislang auch einziges – Ampelkarten-Opfer. Hinzu kamen in jenem Spiel je drei Gelbe Karten für Verl und für 1860. Ebenfalls sechs Verwarnungen sprach die Unparteiische aus dem rheinhessischen Landkreis Alzey-Worms dann in ihrer nächsten und bislang letzten Drittligapartie zwischen Viktoria Köln und dem 1. FC Saarbrücken (2:0) am 23. Januar aus. Für diese Spielleitung erhielt sie vom kicker die gute Note 2,5 – für das besagte Spiel zwischen den Löwen und Verl immerhin eine 3,0.

Vier Spiele mit den Löwen

Zum insgesamt fünften Mal leitet Michel am Samstag ein Spiel des TSV 1860. Einem 2:0-Sieg über Freiburg II im Oktober 2023 folgte im Frühjahr 2024 ein Remis daheim gegen Saarbrücken. Beim 3:0-Auswärtssieg in Sandhausen ein gutes halbes Jahr später, war sie erstmal bei den Löwen auswärts im Einsatz. Das oben schon angesprochene 0:2 gegen Verl, gleichzeitig das letzte Spiel im Kalenderjahr 2025, bedeutete die erste Niederlage für 1860 unter der Schiedsrichterin Michel. Am Samstag in Hannover darf es gern wieder laufen, wie zuvor.

Die Linienrichter am Samstag

Die beiden Linienrichter für das Spiel gegen Havelse haben in dieser Saison auch schon Erfahrungen mit dem TSV 1860 gesammelt. Der 25jährige Johannes Wagner aus Ingolstadt gehörte gegen Verl im Dezember – wie in sechs anderen Drittligapartien in dieser Saison – zum Team von Fabienne Michel. Das Spiel auf Giesing Höhen war sein bislang einziger Berührungspunkt mit den Löwen.

Der in Hannover im Unparteiischengespann erfahrenste Aktive, Stefan Zielsdorf (36) aus Oldenburg ist  zum ersten Mal in dieser Saison mit Michel im Einsatz. Als Assistent blickt er auf insgesamt 78 Zweitliga- und 58 Drittligaspiele in den vergangenen zehn Jahren zurück.
Seine beiden letzten Partien unter Beteiligung des TSV 1860 verliefen – aus Löwensicht – sehr erfreulich. Ein 3:0-Heimsieg gegen Cottbus am 1. November 2025 und ein 3:1-Auswärtserfolg gegen Hannover 96 II auf den Tag genau acht Monate zuvor, stehen zu Buche. Und wo fand das Spiel gegen die kleinen 96er statt? – Richtig, im Stadion Eilenriede, wo es auch am Samstag zur Sache geht. Kein schlechtes Omen, oder?

Vierter Offizieller erstmals bei den Löwen

Komplettiert wird das Team um Fabienne Michel am Samstag vom vierten Offiziellen Tim Kohnert. Er ist 35 Jahre alt, kommt aus Ballenstedt im Harz. In der Rolle an der Seitenlinie zwischen den Trainerbänken begegnet er den Löwen in seinem elften Drittligaspiel nun zum ersten Mal. Als Linienrichter war er allerdings zwischen 2019 und 2023 bei insgesamt acht Partien unter Beteiligung des TSV 1860 – sowohl in Giesing als auch auswärts – dabei und erlebte dabei jeweils alle drei denkbaren Spielausgänge.

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Titelbild:  Gleich geht’s los zwischen den Löwen und Verl. Thore Jacobsen und Niko Kijewski begrüßen sich unter den Augen von Schiedsrichterin Fabienne Michel.

 

Wunschaufstellungen zu TSV Havelse – TSV 1860 München

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Tsv 1860 Trikot Wunschaufstellungen

Die beiden Routiniers Kevin Volland und Florian Niederlechner sahen bei der 1:2-Niederlage beim VfB Stuttgart II jeweils ihre fünfte gelbe Karte und sind diesmal folglich gesperrt. Morris Schröter, der am vergangegen Wochenende für die U21 auf dem Platz stand, könnte erstmals wieder zum Spieltagskader gehören. Wie sehen die Aufstellungen der Redaktion für das Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim TSV Havelse aus?

Wunschaufstellungen zu TSV Havelse – TSV 1860

Thomas Spiesl

Raphael Schifferl kehrt im Abwehrverbund zurück in die Mannschaft, zudem dürfen sich im Offensivbereich auch Maximilian Wolfram (links), David Philipp (zentral) und Tim Danhof (rechts) beweisen.

Florian Buch

Auch bei Flo steht Raphael Schifferl wieder in der Startelf und bildet zusammen mit Max Reinthaler und Siemen Voet die Abwehrkette. Die beiden Flügel werden durch Kilian Jakob und Clemens Lippmann bekleidet, während David Philipp auf der 10er-Position für Kreativität sorgen soll.

 

Peter Gratz

Peter gönnt Siemen Voet mal eine Pause und verhilft Lasse Faßmann neben Max Reinthaler und Raphael Schifferl zu seinem Startelfdebüt. Im defensiven Mittelfeld agiert Damjan Dordan neben Philipp Maier, da Thore Jacobsen auf die Spielmacher-Position vorgezogen wird. Über die Flügel sollen Jakob und Lippmann die beiden Stürmer füttern.

 

Thomas Enn

Für Thomas Enn gilt diese Woche das “Wunsch” in Wunschaufstellung ganz besonders. 3-5-2 ist für ihn mangels geeigneter Außenspieler gescheitert. Außerdem fehlen aufgrund der Gelbsperren Volland und Niederlechner in der Offensive. Wann also auf 4-4-2 oder 4-2-3-1 umstellen, wenn nicht jetzt?

Stefan Kranzberg

Auch Stefan setzt auf 4-2-3-1 und opfert Patrick Hobsch in der Sturmspitze. Maximilian Wolfram soll über links Dampf machen, sein Pendant auf rechts ist Tim Danhof. David Philipp ersetzt Kevin Volland als Spielmacher und kann hoffentlich endlich mal sein Potenzial von Beginn an ausschöpfen.

Deine Meinung ist gefragt!

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt deiner Wunschelf am nächsten? Oder hast du ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf deinen Vorschlag!

Grafiken: meineaufstellung.de

Sechzig um Sieben: Dulic zurück im Training

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Löwen Sechzig um Sieben

Die Stimmung an der Grünwalder Straße könnte nach der Niederlage gegen den VfB Stuttgart II natürlich besser sein, aber immerhin bahnt sich das nächste Comeback an. Sean Dulic ist zurück im Training und könnte in 1-2 Wochen wieder zur Verfügung stehen.

Sean Dulic zurück im Training

Beim Testspiel gegen den FC Winterthur in Belek erlitt Sean Dulic einen Muskelfaserriss, nun steht der U20-Nationalspieler wieder auf dem Platz. Bis zur Rückkehr ins Mannschaftstraining wird es zwar wohl noch ein paar Tage dauern, erste Laufeinheiten waren jedoch bereits möglich.

Pessimistische Löwenfans

Schon im November (nach dem 0:4 in Regensburg) war von der sommerlichen Euphorie und Aufbruchstimmung, die dafür gesorgt hatte, dass Anfang August sage und schreibe drei Viertel aller Umfrageteilnehmer*innen die Option “Wir steigen auf” angeklickt hatten, nichts mehr zu spüren. Nur noch 13% setzten vor drei Monaten auf den Aufstieg. Nach dem 1:2 gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart ist diese Erwartung jetzt auf ein Allzeittief gefallen. Inzwischen glaubt nur noch jeder Zehnte an die Wende und den großen Wurf im Mai.

OB-Kandidaten zum Grünwalder Stadion

Beim Wahlforum des Ippen Verlags kam auch das Thema Sechzgerstadion zur Sprache. In den letzten Minuten stellte ein Zuschauer die direkte Frage, ob sich die OB-Kandidaten zu einem Ausbau des Grünwalder Stadions auf 30.000 Plätze in Giesing bekennen.

Traumstadion am Standort Giesing?

Was früher nur mit viel Zeit, Know-how und teurer Software ging, ist mittlerweile für fast alle zugänglich: Mit KI-Tools und Bildbearbeitungsprogrammen lassen sich Ideen in wenigen Schritten visualisieren – vom “modernisierten Sechzger” bis zum komplett neu gedachten Stadion-Kessel, der sich trotzdem in die Umgebung einfügt. Wir freuen uns auf Eure Ideen und Vorschläge!

Neues aus der 3. Liga

Mannheimer Hoffmann zwei Spiele gesperrt

Nachdem Niklas Hoffmann seinen Ulmer Gegenspieler Streli Mamba beleidigt haben soll, ist wurde der Verteidiger des SV Waldhof Mannheim vom DFB-Sportgericht für zwei Spiele gesperrt. Er fehlt damit gegen Energie Cottbus und den VfB Stuttgart II.

Ulmer Felix Vater fehlt verletzt

In der laufenden Saison stand der 18-Jährige bislang viermal in der 3. Liga sowie einmal im Landespokal auf dem Platz. Nun fällt der Innenverteidiger aufgrund einer Verletzung am Innenband im Knie erstmal aus.

Saisonprognose im Februar: Erneute Ernüchterung

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Auch im Februar haben wir unsere Leser*innen – zum bereits achten Mal in dieser Saison – mit unserem Stimmungsbarometer nach den Einschätzungen für den Zielleinlauf des TSV 1860 in der 3. Liga in nun nur noch gut drei Monaten befragt. Und das Ergebnis repräsentiert die allgemeine und sehr weit verbreitete Ernüchterung, die inzwischen im Löwenlager herrscht.

Aufstiegswerwartung auf Allzeit-Tief

Schon im November (nach dem 0:4 in Regensburg) war von der sommerlichen Euphorie und Aufbruchstimmung, die dafür gesorgt hatte, dass Anfang August sage und schreibe drei Viertel aller Umfrageteilnehmer*innen die Option “Wir steigen auf” angeklickt hatten, nichts mehr zu spüren. Nur noch 13% setzten vor drei Monaten auf den Aufstieg. Nach dem 1:2 gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart ist diese Erwartung jetzt auf ein Allzeittief gefallen. Inzwischen nur noch jeder Zehnte glaubt an die Wende und den großen Wurf im Mai.

Mittelmaß bekommt Mehrheit

Im Juli, August und auch noch im September erwartete jeweils deutlich mehr als die Hälfte der Löwenfans den baldigen Abschied aus der 3. Liga in Richtung 2. Bundesliga. Keine andere Platzierung konnte danach nochmal so viele Stimmen auf sich vereinigen. Im Februar ist es nun die Antwort “Auf den Plätzen 9-12” die von knapp über 50% ausgewählt wird. Tristes, graues Mittelmaß!

Zumindest nochmal ins Aufstiegsrennen eingreifen?

Immerhin noch ein knappes Viertel glaubt daran, dass sich das Team von Markus Kauczinski noch einmal den vorderen Plätzen annähern und am Ende dann einen Rang zwischen vier und acht einnehmen wird. Dies ist damit die im Februar am zweithäufigsten angeklickte Antwort.

Abstieg aber weiterhin nicht erwartet

Absolute Pessimisten in weiß und blau bleiben weiterhin eine kleine Minderheit. Den Abstieg befürchten nur drei von 100 Befragungsteilnehmer*innen. Im Oktober und November letzten Jahres waren das zwischenzeitlich ein paar mehr, zuerst 10% bzw. dann sogar 17%.

Fünf Partien bis zur nächsten Umfrage

Nun stehen erstmal fünf Spiele (in Havelse, gegen Rostock, in Hoffenheim, gegen Aue und in Köln) auf dem Spielplan, ehe wir die nächste entsprechende Abfrage Anfang März starten. Bei der wir uns dann erneut über rege Teilnahme freuen!

 

OB-Kandidaten positionieren sich zum Ausbau des Grünwalder Stadions

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Beim Wahlforum des Ippen Verlags am 10. Februar 2026 kam auch das Thema Sechzgerstadion zur Sprache. In den letzten Minuten stellte ein Zuschauer die direkte Frage, ob sich die OB-Kandidaten zu einem Ausbau des Grünwalder Stadions auf 30.000 Plätze in Giesing bekennen.

OB-Kandidaten antworten zum Grünwalder Stadion: Zustimmung ja, Substanz unterschiedlich

Dieter Reiter: „Auf gutem Weg“ – aber weiter viele offene Punkte

Der amtierende Oberbürgermeister Reiter blieb im Wesentlichen bei seiner bekannten Linie: Der Draht zwischen Stadt und TSV 1860 sei aktuell sehr eng, außerdem gebe es erstmals eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Stadt und Verein. Ein Gutachten solle im Juli vorliegen und naturgemäß vor allem abklopfen, was genehmigungsrechtlich überhaupt möglich ist.

Zur Finanzierung wurde Reiter konkret in der Richtung, aber nicht in Zahlen: Entscheidend sei, wer zahlt. Er kündigte an, sich für möglichst günstige Konditionen einzusetzen, falls 1860 das Stadion in Erbpacht übernehme – etwa durch eine weitgehende Absenkung der Erbpacht sowie Modelle, bei denen städtisch vermiedener Sanierungsaufwand dem Klub wieder „gutgeschrieben“ werden könnte.

Auffällig war seine Bemerkung zum Freistaat: Reiter sagte, 1860 sei bei Markus Söder vorstellig gewesen; Söder habe dabei „20 Millionen oder so“ in den Raum gestellt. Das klang aber eher nach einer saloppen Wiedergabe eines Gesprächs als nach einer belastbaren Zusage oder abgestimmten Finanzierungszusage.

Clemens Baumgartner: wohlwollend, aber sichtbar nicht im Detail

CSU-Kandidat Baumgärtner signalisierte grundsätzlich Offenheit und betonte Sympathie für 1860. Inhaltlich wirkte er jedoch nicht sattelfest: Er nannte 18.600 Zuschauer als Kapazität, die er aktuell kenne, und bezeichnete die Zahl 30.000 als „sportlich“ – eine Einordnung, die eher Distanz zum Thema als konkrete Unterstützung für die Löwenträume transportierte.

Dominik Krause: klares Standort-Plädoyer

Der Grünen-Vertreter auf dem Podium, Krause sprach weniger über Eurobeträge oder Zuschauerzahlen als über den Ort: Als Giesinger Nachbar sei das Stadion Teil seines Viertels. Ja, an Spieltagen gebe es viel Verkehr und auc Einschränkungen – aber eben auch Atmosphäre, Leben im Quartier und die typische Geräuschkulisse. Er wünschte sich, dass das Stadion dort langfristig bleibt und bekam dafür den deutlichsten Applaus.

Mang-Interview: konkreter Zeitplan, klare Finanzierungslogik

Parallel zur politischen Debatte lieferte Löwen-Präsident Gernot Mang am selben Tag in einem Interview eine zusätzliche Einordnung – vor allem mit Blick auf Zeitplan und Finanzierung für das Sechzgerstadion. Für die Machbarkeitsstudie rechnet Mang mit einem Abschluss bis Anfang Juni, erste belastbare Tendenzen erwartet er bereits im April oder Mai.

Wichtig ist dabei Mangs Einschätzung zur politischen Rückendeckung: Er sagt, er spüre fraktionsübergreifend Unterstützung für den Ausbau – ausdrücklich auch über den Wahltermin hinaus. Damit setzt Mang große Zuversicht dem oft geäußerten Verdacht entgegen, das Thema werde im Wahlkampf nur kurzfristig „mitgenommen“ – und danach sicher wieder vergessen.

Am deutlichsten wird Mang im Interview beim Punkt Finanzierung. Er zählt mehrere denkbare Bausteine auf – Investoren, Stadt, Land, Namensrechte, Genossenschaften, Banken – und formuliert die Grundannahme in einem Satz, der die Debatte gut zusammenfasst: „So etwas wird immer finanziert – aber Schritt für Schritt.“ Das ist nüchtern gelesen kein Versprechen, dass das Geld „einfach da“ ist – sondern die Ansage, dass ein Projekt dieser Größenordnung typischerweise über mehrere Quellen und Etappen strukturiert wird.

Auch zur praktischen Umsetzung äußert sich Mang: Einen Umbau im Bestand hält er grundsätzlich für „sehr realistisch“, will aber die Studie abwarten. Und er koppelt das Stadionprojekt an eine klare mittelfristige Zieldefinition: Sportlich 2. Liga, wirtschaftlich schwarze Zahlen, strukturell „das Stadion auf den Weg bringen“.

Traumstadion am Standort Giesing: Schickt uns eure (KI-)Entwürfe!

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Mit der jüngsten Pressemeldung ist in Giesing wieder spürbar Bewegung in die Stadionfrage gekommen: Der TSV München von 1860 e.V. hat eine Machbarkeitsstudie für den Umbau des Grünwalder Stadion in Auftrag gegeben. Ziel ist ein zeitgemäßes Stadion mit mindestens 25.000 Plätzen – inklusive Überdachung aller Tribünen, geschlossenen Ecken und einer Ausstattung, die die Anforderungen für DFL-Wettbewerbe erfüllen soll (bundesligatauglich). Erste Ergebnisse werden im Frühsommer 2026 erwartet. Genau in solchen Momenten geht bei vielen Löwen die Fantasie erst so richtig los: Wie könnte unser Traumstadion am Standort Giesing aussehen, wenn man die aktuellen Möglichkeiten kreativ (und gern auch ein bisschen mutig) weiterdenkt?

KI macht Stadionträume plötzlich ziemlich einfach

Was früher nur mit viel Zeit, Know-how und teurer Software ging, ist mittlerweile für fast alle zugänglich: Mit KI-Tools und Bildbearbeitungsprogrammen lassen sich Ideen in wenigen Schritten visualisieren – vom „modernisierten Sechzger“ bis zum komplett neu gedachten Stadion-Kessel, der sich trotzdem in die Umgebung einfügt.

Egal ob grobe Skizze, Fotomontage, Render-Optik, „KI-Fanfiction als Bild“ oder Zeichnung: Wir wollen eure Entwürfe sehen! Die Ideen eines Bachelor-Kurses der TU München sehen z.B. folgendermaßen aus: https://www.arc.ed.tum.de/lek/entwerfen/archiv/gruenwalder-stadion/!

Damit ihr ein Gefühl bekommt, in welche Richtungen es gehen kann, hat unsere Redaktion schon mal ein paar Ansätze vorgelegt:

Variante “Grüner Beton”
GWS Le Corbusier
Variante “Le Corbusier”
GWS Backstein
Variante “Backstein”

Die Beispiele sollen als Inspiration dienen – euer Entwurf darf und soll ganz anders sein!

Mitmachen: Schickt uns euren Entwurf!

Schickt euren Entwurf dann bitte als Bilddatei (gern JPG/PNG; bei großen Dateien notfalls als Download-Link) an peter.gratz@sechzger.de.

Bitte fügt in der eMail eine Kurzbeschreibung (2–5 Sätze: Was ist die Idee? Was ist euch wichtig?) an, gebt an wie wir euch nennen sollen (Name/Signatur oder “anonym”) und ob KI verwendet wurde (Tool muss nicht genannt werden, kann aber).

Wichtig: Bitte sendet nur Motive, an denen ihr die Rechte habt bzw. die ihr selbst erstellt habt – und gebt uns mit dem Versand das “Okay”, dass wir euren Entwurf auf sechzger.de veröffentlichen dürfen!

Wir sind gespannt, wie euer Traumstadion in Giesing aussieht. Lasst die Löwen-Fantasie los!

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Titelbild: Variante “Oscar Niemeyer”

Sechzig um Sieben: Weitere Spiele des TSV 1860 terminiert

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Am gestrigen Dienstag hat der DFB die nächsten drei Termine für Spiele des TSV 1860 München bekannt gegeben – und damit bei den Auswärtsfahrern für Frust gesorgt. Außerdem ist eine neue Folge des sechzger.de Talks online und Martin Gräfer (die Bayerische) kann sich gut mit einem ausgebauten Grünwalder Stadion anfreunden.

sechzger.de Talk Folge 249 online

Nach der Niederlage gegen den VfB Stuttgart II ist Frust angesagt und das hört man in der aktuellen Ausgabe des sechzger.de Talks auch durchaus heraus. Jan empfängt dazu mit Thomas Spiesl und Thomas Enn zwei Redaktionsmitglieder. Sie sprechen ausführlich über die Partie in Großaspach. Nach einer Schnellraterunde widmet sich die Runde dann noch dem bevorstehenden Auswärtsspiel beim TSV Havelse.

Ausgebautes Grünwalder Stadion für Gräfer die “Königslösung”

Noch vor kurzem ließ Martin Gräfer von Hauptsponsor die Bayerische durchblicken, dass er kein allzu großer Fan von einer möglichen Lösung der Stadiondiskussion mit dem Ausbau des Sechzgerstadions sei. Nun hört bzw. vielmehr liest man von ihm ganz andere Töne. Sollte der Ausbau wie in den Giesinger Gedanken geschildert funktionieren und auch der Hospitality Bereich mit berücksichtigt werden, dann sei das für ihn die “Königslösung“. Man müsse Präsident Gernot Mang und die weiteren Beteiligten daher “bestmöglich […] unterstützen“.

DFB terminiert drei weitere Spiele des TSV 1860

Außerdem wurden gestern drei genaue Ansetzungen für Spiele des TSV 1860 München in der 3.Liga bekannt gegeben. Davon betroffen ist das Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden sowie die Auswärtspartien gegen Viktoria Köln und den MSV Duisburg. Insbesondere die Terminierungen für die letzten beiden Duelle sorgen für ordentlich Frust bei den Auswärtsfahrern der Löwen. Außerdem ist damit auch eine Free-TV Übertragung für die Partien in Köln und Duisburg ausgeschlossen.

News aus der 3.Liga

Giannikis soll neuer Trainer in Saarbrücken werden

Im April könnte es im Ludwigsparkstadion ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten geben. Medienberichten zufolge haben sich die Verantwortlichen beim 1.FC Saarbrücken dazu entschieden, Trainer Jürgen Luginger freizustellen. Als Nachfolger steht anscheinend Ex-Löwen-Trainer Argirios Giannikis bereit.

 Arslan verlässt Rot-Weiss Essen

Nach eineinhalb Jahren ist das Kapitel Mehmet Arslan in Essen bereits wieder beendet. Die Wege des Vereins und des 31-Jährigen trennen sich vorzeitig, nachdem der Mittelfeldspieler zuletzt nur noch auf der Bank Platz nehmen durfte. In der vergangenen Spielzeit wurde er noch als Topsocrer gefeiert. Anscheinend steht Arslan kurz vor einer Unterschrift beim Sydney FC.

Stadt Osnabrück übernimmt das Stadion komplett

In Sachen Umbau der Bremer Brücke in Osnabrück gab es am gestrigen Dienstag eine kleine Planänderung, die den Start der Baumaßnahmen möglicherweise früher zulässt als bislang gedacht. Die Stadt Osnabrück übernimmt das Stadion direkt komplett und nicht schrittweise wie zunächst angedacht. Das neue Modell bringt für beide Seiten – also Stadt und Verein – Vorteile mit sich. So wäre beispielsweise mit der bisherigen Vorgehensweise die Gemeinnützigkeit des VfL zeitweise gefährdet gewesen.

Erneut souveräner Testspielsieg für U21

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sv untermenzing tsv 1860 u21 testspielsieg

Nach dem 8:2 beim SC Grüne Heide und dem 5:0 gegen den TuS Geretsried feierte die U21 des TSV 1860 am Dienstagabend den nächsten souveränen Testspielsieg. Beim Bezirksligisten SV Untermenzing setzte sich die Elf von Alper Kayabunar mit 5:1 durch.

Souveräner Testspielsieg für U21

Luis Pereira de Azambuja eröffnete in der 12. Minute den Torreigen, Cristian Leone ließ acht Minuten später den zweiten Treffer folgen. Noch vor der Pause verkürzten die Gastgeber durch Maximilian Heigl auf 1:2 (37.). Nach dem Seitenwechsel gaben die Löwen dann aber wieder Gas und legten durch Lucas Grancay nach (67.).

In der Schlussphase machte es die U21 dann noch deutlich: Zuerst traf Rron Golasci zum 1:4 (86.), ehe Luis Pereira de Azambuja den Treffer zum 1:5-Endstand folgen ließ (90.).

Bereits am Samstag steht gegen den Regionalligisten SV Wacker Burghausen das nächste Testspiel auf dem Programm. Anpfiff ist um 12 Uhr auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße.

Martin Gräfer: Ausgebautes Grünwalder Stadion als “Königslösung”

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Gräfer träumt von einem neuen Stadion Hauptsponsor Vereinspolitik

Nachdem der TSV München von 1860 e.V. kürzlich eine Machbarkeitsstudie hinsichtlich der Kapazitätserweiterung des Grünwalder Stadions in Auftrag gegeben hatte, erläuterten wir auf sechzger.de in den Giesinger Gedanken, warum diese Lösung am Standort Giesing ideal für die Löwen sein könnte. Auf LinkedIn stimmte Martin Gräfer (die Bayerische) dem zu und bezeichnete das ausgebaute Sechzgerstadion gar als “Königslösung”.

Ausgebautes Grünwalder Stadion als “Königslösung”

Nicht immer hatte sich der Vorstand des 1860-Hauptsponsors die Bayerische so wohlwollend gegenüber der traditionellen Heimspielstätte der Löwen geäußert. Nach Lektüre der Giesinger Gedanken auf sechzger.de antwortete er auf LinkedIn jedoch:

“Wenn das gelingt, gemeinsam mit dem Ausbau des Hospitality Bereichs, wäre das die Königslösung. Darin gilt es alle Beteiligten und Gernot Mang & Team bestmöglich zu unterstützen.”

Klar ist: Mit umso weniger verschiedenen Stimmen der TSV 1860 in der Stadionfrage auftritt, desto stärker positioniert man sich. Insofern ist diese Äußerung Martin Gräfers natürlich sehr positiv zu bewerten.