Justin Hasmann ist der Mann an der Pfeife für das die Englische Woche abschließende Spiel des TSV 1860 bei Viktoria Köln am Freitag Abend (18.60 Uhr – im sechzger.de Liveticker). Zum dritten Mal hintereinander ist das Aufeinandertreffen zwischen den Löwen und dem Mann an der Pfeife eine Premiere in der laufenden Saison. In der vergangenen Saison 2024/25 leitete Hasmann aber schon einmal ein Spiel des TSV 1860 in der 3. Liga. Die bislang einzige Begegnung zwischen dem 26jährigen Saarländer und den Löwen.
Ein eher strenger Regelhüter
Auf 22 Partien in dieser Spielklasse blickt Justin Hasmann, der aus der ehemaligen Bundsligastadt Neunkirchen stammt, seit seiner Drittligapremiere im August 2024 zurück. 56 Mal war er schon in der Regionalliga Südwest im Einsatz. In besagten 22 Drittligapartien zeigte er 122 Mal die Gelbe und sechsmal die Gelb-Rote Karte, womit er deutlich über den Zahlen seiner Ligakollegen liegt. Mit nur einer einzigen glatt Roten Karte hingegen, die er im September in Rostock beim Spiel gegen Havelse nach neun Minuten wegen einer Notbremse dem Rostocker Ahmet Gürleyen unter die Nase hielt, liegt er deutlich unter dem Ligaschnitt. Die sechs von Hasmann verhängten Strafstöße entsprechen in den 22 Partien genau dem Mittelwert in der 3. Liga.
Eine Begegnung als Schiri mit den Löwen
Auf keine der scharfen Sanktionen musste der Schiedsrichter der morgigen Partie am Höhenberg bei seiner bislang einzigen Begegnung mit dem TSV 1860 zurückgreifen. Vor ziemlich genau einem Jahr, am Mittwoch, den 12. März 2025 kam er beim öden 0:0 der Löwen in Wiesbaden mit ingsgesamt drei gelben Karten (zwei davon für Deniz und Dulic) aus. Als Linienrichter war Hasmann in den Spielzeiten 22/23 und 23/24 in 24 Spielen in der 3. Liga aktiv und begegnete dabei viermal den Löwen. Zum ersten Mal übrigens im August 2022 beim 1:1 bei Viktoria Köln im Sportpark Höhenberg, wo es ja auch morgen zur Sache gehen wird. Und der aufmerksame Leser dieser Rubrik erinnert sich nun vielleicht: Hauptschiedsrichter war damals in Köln ein gewisser Tom Bauer. Jener Mann, der erst am Dienstag dieser Woche das 2:1 gegen Aue pfeifen durfte und trotz Nebels weitgehend den Durchblick behielt.
Das Unparteiischenteam in Köln
An der Seitenlinie erhält Justin Hasmann morgen Unterstützung von den sehr jungen Linienrichtern Lukas Jungfleisch, ebenfalls aus dem Saarland stammend und Niklas Diehm aus dem badischen Langenalb. Jungfleisch pfeift seit zweieinhalb Jahren als Hauptschiedsrichter Partien bis hinauf in die Regionalliga Südwest, ist als Assistent seit dieser Saison in der 3. Liga dabei und blickt hier auf sieben Einsätze zurück – ohne eine Begegnung mit dem TSV 1860. Diehm ist erst seit dieser Saison Spielleiter in der höchsten Amateurspielklasse im Südwesten, aber genauso lange Assistent in der 3. Liga. Auch er blickt auf sieben Einsätze in der Drittklassigkeit (ohne Berührungspunkte mit 1860) zurück, fast alle unter Schiri Hasmann und zusammen mit Lukas Jungfleisch. Der Begriff “eingespieltes Team” bringt es wohl gut auf den Punkt.
Der Vierte Offizielle der Erfahrenste
Mit 30 Jahren ist Mario Hildenbrand, der Vierte Offizielle, das älteste Mitglied im Unparteiischen-Team für das Spiel am Höhenberg. Der Wertheimer war bis in der vergangenen Saison vier Spielzeiten lang als Hauptschiri in der 3. Liga im Einsatz. Unter seinen 41 Partien war auch eine des TSV 1860 dabei. Ein 1:3 gegen Viktoria Köln auf Giesings Höhen am 23. August 2024. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht an das Traumtor von Raphael Ott in diesem Spiel, das zum zwischenzeitlichen 1:2 führte. 60 Einsätze als Drittligalinienrichter sind für Hildenbrand seit August 2017 verzeichnet – auch einige in dieser Saison. Als Vierter Offizieller kommt Hildenbrand morgen erst zum fünften Mal in der 3. Liga zum Einsatz, eine Klasse höher hat er genau diesen Job immerhin schon 32 Mal erledigt.
Titelbild: Verwarnung für Tunay Deniz. In der elften Minute der Partie zwischen Wiesbaden und 1860 Mitte März 2025 zeigt Schiedsrichter Justin Hasmann dem Löwen den gelben Karton.













Wie das Foto vom Giesinger Berg zeigt, war es schon vor Spielbeginn diesig, also leicht neblig. Eine Wetterlage, die man unter anderem von den Frühlingsmonaten am Gardasee kennt. Dabei ist jedoch nur die Fernsicht beeinträchtigt. Das Spiel konnte ohne Probleme angepfiffen werden.
Erst als die Spieler bereits in der Kabine waren, kam in der Westkurve Pyrotechnik zum Einsatz. Über die Sinnhaftigkeit kann man sicherlich streiten. Im Worst-Case hätte dies auch in einem Spielabbruch gipfeln können. Denn die Sicht wurde durch den entstehenden Rauch natürlich nicht besser, wie dieses Foto dokumentiert. Das Bild wurde von der Haupttribüne aus aufgenommen.
Doch die künstlich erzeugten Nebelschwaden verzogen sich relativ schnell wieder und so konnte die Partie nach exakt 16,5 Minuten Unterbrechung wieder aufgenommen und ordnungsgemäß zu Ende gebracht werden. Diese Entscheidung traf das Team der Schiedsrichter. Auch wenn die Kritik von Aues Marcel Bär nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Der Ex-Löwe sagte im Interview bei MagentaSport, die Sicht sei beim Abbruch besser gewesen, als bei Wiederaufnahme. Wie die Sichtverhältnisse waren, als die Schiedsrichter wieder anpfiffen, zeigt dieses Bild.
Festzuhalten bleibt, auch wenn der Pyro-Einsatz wie schon erwähnt durchaus die Gefahr eines Spielabbruchs beim Stand von 2:1 für Sechzig mit sich brachte, die Spielunterbrechung erfolgte einzig und alleine wegen natürlich entstandenem Nebel, der vom Auer Mühlbach her ins Stadion zog! Pyrotechnik kam vor der Unterbrechung nicht zum Einsatz und auch nach dem Spiel war es noch mehr als nur neblig rund um das schönste Stadion der Welt und da zündete längst niemand mehr Pyro-Technik. Manchmal würde es also nicht schaden, selbst im Stadion zu sein, wenn man berichten möchte…




