Traditionsduell in Bayreuth

Große Vorfreude auf ein klangvolles Duell zweier Traditionsvereine herrscht in Bayreuth – trotz des bislang eher ernüchternden Saisonverlaufs – vor dem Spiel der 14. Runde in der 3. Liga zwischen der SpVgg und unserem TSV 1860 (morgen, 14 Uhr im sechzger.de-Liveticker). Von einem “zweifach ausverkauften Haus” war in der Pressekonferenz am Donnerstag Nachmittag die Rede, nachdem man in dieser Woche die zulässige Kapazität von ursprünglich 10.001 Zuschauern im Hans-Walter Wild-Stadion – in Absprache mit den Behörden – um 2.000 Plätze erhöhen konnte. Thomas Kleine, seit Beginn dieser Saison Trainer der Oldschdod, sprach von einem “ganz besonderen Spiel”, auf das man sich sehr freue.

Lob für die Löwen

Nach den Stärken des aktuellen Drittligazweiten aus München befragt, meinte der Bayreuther Coach folgendes:

Mit Sicherheit haben sie insgesamt eine sehr sehr gute Mischung in ihrer Mannschaft, mit einem sehr erfahrenen Trainer. Mit einem Trainerteam, in dem mit Stefan Reisinger auch einer mit Vergangenheit dabei ist. Sie haben in den letzten beiden Jahren schon um den Aufstieg mitgespielt, haben sich punktuell wirklich auch nochmal gut verstärkt. Sie haben qualitativ sehr gute Spieler, haben ein paar junge Spieler in ihren Reihen, haben individuell eine gute Stärke, haben viele Spieler, die auch Tore schießen können. Von daher ist das einfach eine sehr sehr gute Mannschaft, die mit Ball einen sehr guten Plan hat, die Defensiv aber auch sehr gut arbeitet.

Bayreuth vom Kollektiv beeindruckt

Bei der Nachfrage, ob es im Team der Löwen einen Spieler gäbe, der Thomas Kleine in der bisherigen Saison besonders aufgefallen sei, antwortete er zunächst ganz allgemein, dass er keinen einzelnen Spieler hervorheben wolle…

Die spielen insgesamt – und das zeichnet sie ja aus – sehr kompakt. Als Mannschaft treten sie richtig gut auf.

…um sich dann doch noch zwei Namen entlocken zu lassen:

Sie haben natürlich mit Verlaat einen, der das hinten defensiv sehr gut zusammenhält, der aber auch vorneweg geht. Das muss man einfach sagen. Sehr positiv, der auch bei Standards sehr stark ist. Mit Lakenmacher vorne einen sehr robusten Stürmer. Das sind schon sehr sehr gute Spieler für die 3. Liga .

Schwache Offensive in Bayreuth

Die eigene Schwäche der Bayreuther liegt bislang eindeutig in deren Offensivspiel. Drei Spieler erzielten bislang in 13 Partien nur magere acht Tore. Darunter eines auch Markus Ziereis, der Ex-Löwe. In keinem Spiel konnte die SpVgg mehr als ein Tor erzielen. Ohne den bislang fünffachen Torschützen Alexander Nollenberger sähe es noch düsterer aus. Als “Kernproblem” hat man in Oberfranken entsprechend die Chancenverwertung ausgemacht.

Wir müssen es erzwingen. Wenn man das Spiel am Montag sieht: Ich glaub, es hatten wirklich vier, fünf Spieler Riesenchancen. Sei es die Spieler, die reingekommen sind, sei es Erol oder Nolle, der Chancen hatte, sei es mit Zier, der reingekommen ist, der Chancen hatte. Es war fast jeder auf dem Platz in der Offensive, der die Chance hatte, ein Tor zu machen. Daran werden wir arbeiten. Das habe ich so auch sofort nach dem Spiel gesagt. Wir müssen diese Tore erzwingen. Das gute ist: Wir haben Chancen, ganz klar. Aber es ist natürlich der Zeitpunkt da – und das wissen wir alle – wir können nur auch weiter punkten, wenn wir Tore schießen.

 

5 2 votes
Artikelbewertung
Vorheriger ArtikelSpVgg Bayreuth – TSV 1860 München, die Taktiktafel vor dem Spiel
Nächster ArtikelWinningers Wirtshaus Weisheiten vor SpVgg Bayreuth – TSV 1860
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments