Das war heute kein Tag wie jeder andere im Leben so manchen Löwenfans…Dass alle wichtigen Ereignisse des Tages nur indirekt mit dem Geschehen auf dem grünen Rasen und dem kleinen Lederball zu tun hatten, ist überaschend, aber für die Anhänger in weiß und blau durchaus nichts völlig Ungewohntes. Dass der Tag für den einen oder anderen eine emotionale Achterbahnfahrt bedeutete… Geschenkt – das kennt der Löwenfan ebenfalls zur Genüge. Und das wiederum nicht selten dann doch wieder vom Geschehen auf dem grünen Rasen.

Aber der Reihe nach:

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Keine Einwände gegen den Ausbau des Sechzgerstadions
Der Tag begann mit der überaus erfreulichen Meldung der Abendzeitung und einem dazu passenden Kommentar von Lokalchef Felix Müller, dass gegen den Bauvorbescheid bezüglich des Umbaus des Sechzgerstadions in der festgesetzten Frist kein einziger Einwand vorgebracht worden ist. Ein wichtiger und erfreulicher Schritt hin zu einer dauerhaften Löwenheimat in Giesing, der kurz nach dem Erscheinen des Artikels in der AZ auch gleich von uns aufegriffen und mit unseren eigenen Überlegungen zum Thema ergänzt wurde. Z.B. mit der Erinnerung an die Szenarien, die ein Blog im Löwenumfeld, aber auch die allseits geschätze Boulevardzeitung mit den vier Buchstaben in der Vergangenheit immer wieder an die Wand gemalt hatten. Von Anwohnerprotesten und Klagewellen war da die Rede, davon dass das städtische Vorhaben schon am Widerstand der Giesinger Bürger scheitern würde. Errare humanum est! Uns soll’s Recht sein!

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Ticketverkauf gegen Lübeck läuft mit Hindernissen an…
Nur gut zwei Stunden später begann dann – pünktlich um 9.00 Uhr – der Onlineregistrierungsprozess für die rund 10.000 Dauerkartenbesitzer für das Spiel der Löwen am kommenden Samstag gegen den VfB Lübeck. Oder zumindest für jene Fans unter den 10.000, die ein Löwenspiel im kleinen Kreis und unter den aktuellen Bedingungen (Maskenpflicht auf den Stehplätzen, Besuch nur in Rudeln zu drei oder vier Personen und Abstand zu allen anderen Rudeln, …) für erlebenswert erachten. Unter dem großen Ansturm zeigte das Online-Ticketsystem erwartungsgemäß die bekannten Schwächen, raubte dem einen oder anderen Fan durchaus den einen oder anderen Nerv, wenn einkopierte Kundennummern nicht akzeptiert wurden und der Abschluss der Kartenbestellung einfach nicht zielführend erreicht werden konnte…

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…aber die Mitarbeiter im Hintergrund tun, was sie können
Nach unserem Eindruck wurden im Laufe des Tages sehr viele Löwenfans, die eine Rückkehr in den Giesinger Fußballtempel herbeisehnen, (zunächst – dazu unten mehr) zufrieden gestellt. Dies ist nicht zuletzt dem Engagement der verantwortlich Handelnden zu verdanken. Stellvertretend hervorheben möchten wir an dieser Stelle gerne drei Personen, die – nach unserer Beobachtungen – heute wirklich Übermenschliches geleistet haben: Angelika Frisch und ihr Team vom Kartenvorverkauf, die im Hintergrund wichtige administrative Arbeit leistete, um einen möglichst reibungslosen Ablauf des ganzen Projekts zu gewährleisten. Basti Weber, der rund um die Uhr als Fanbeauftragter (telefonischer) Ansprechpartner für die Fans war und seine “rechte Hand”, den ehrenamtlich aktiven Christian Poschet, der bereits seit gestern auf facebook die vielen Fragen und Kritikpunkte der Fans am Konzept des Vereins beantwortet(e). Vielen Dank für Euren Einsatz!

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Pressemeldung der Stadt: Doch nur 1.500 Fans am Samstag im Stadion
Die kalte Dusche erfolgte dann am Nachmittag, als die Stadt München in ihrer Pressemeldung zu den aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus’ eine Zahl ins Spiel brachte, die nicht wirklich mit den beschrieben Ereignissen vom Vormittag bei 1860 harmonierte: Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter habe beschlossen, – so hieß es in der Meldung – dass die Spiel des TSV 1860 und von Türk Gücü am Samstag mit Zuschauern stattfinden dürften, “…allerdings nur mit maximal zehn Prozent der jeweiligen Stadionkapazität.” Nach Adam Riese sind das in unserem Fall 1.500 anstatt der angedachten 3.000 Fans. Die anfängliche Hoffnung, dass hier lediglich ein Fehler in der kommunizierten Zahl liegen könnte, zerschlug sich um kurz vor halb fünf, als der TSV 1860 in einer Pressemeldung sein Unverständnis über die willkürliche Festlegung von 1.500 zugelassenen Zuschauern zum Ausdruck brachte. Wie es nun weitergeht, mit dem Problem, dass von 3.000 Löwenfans, die eigentlich ein Anrecht auf einen Stadionbesuch am Samstag erworben haben, nach Meinung der Behörde nur die Hälfte rein darf ins Stadion, ist zur Stunde – keine 70 Stunden vor dem Kickoff gegen Lübeck – völlig unklar.
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Wir bleiben für Euch am Ball! Spätestens morgen früh um Sieben.

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