Vorbericht, 21. Spieltag

TSV 1860 München – Eintracht Braunschweig

„Löwe gegen Löwe“

Es ist endlich soweit! Am kommenden Sonntag um 13:00 Uhr läuten unsere Weiß-Blauen den Pflichtspielauftakt 2020 ein: der TSV 1860 empfängt die Eintracht aus Braunschweig!

Tradition verbindet

Bevor wir den Blick nach vorne richten lohnt jedoch ein kurzer Blick in die Vergangenheit der Kontrahenten, denn ihre Geschichte ist von vielen Parallelen geprägt.

Die beiden Turn- und Sportvereine teilen sich nämlich nicht nur das Wappentier sondern auch eine ähnliche Geschichte: Gründungsmitglieder der Bundesliga, die jeweils einmalige Meisterschaft in den 1960er-Jahren, tiefe Abstürze, positive 90er und 2000er bzw. 2010er Jahre, denen letztlich der erneute Absturz in die Dritt- oder gar Viertklassigkeit folgte. Es sind wohl genau diese Geschichten, die Anhängern so viel abverlangen und letztlich das Prädikat „Traditionsverein“ legitimieren. Also freuen wir uns auf dieses bevorstehende Duell, auch in Liga 3!

Kaltstart für 1860?

Bei unseren Löwen kann man über die Form direkt nach dem Trainingslager (Bericht hier) nicht wirklich viel sagen:  Das einzige Testspiel wurde zwar mit 5:1 gewonnen, jedoch war der Gegner halt auch keine wirklich eingespielte Mannschaft, sondern eine Auswahl derzeit arbeitsloser Fußballer ihrer spanischen Gewerkschaft.

Die Elf von der Hamburger Straße aus Braunschweig bekam mehr Gelegenheit zum „Aufwärmen“, lieferte aber durchwachsene Ergebnisse: einem 2:1 gegen den FC Vaduz aus der zweiten Schweizer Liga stehen ein 0:2 gegen den rumänischen Erstligisten Craiova und ein torloses Unentschieden gegen den 1. FC Magdeburg (übrigens unter Ausschluss der Öffentlichkeit…) gegenüber.

Alte Bekannte

Nun wissen wir alle, was Testspielergebnisse wert sind. Was ist also noch zu beachten? Während 1860 sich über die Winterpause aus dem Lazarett heraus verstärkt (insbesondere Karger, Moll und evtl. auch Lex) hat die Eintracht kurzfristig den 29-jährigen Stürmer Marvin Pourié vom Karlsruher SC auf Leihbasis verpflichtet, der vor rund zehn Jahren übrigens auch kurzzeitig bei 1860 aktiv war. Die Köllner-Elf darf vorgewarnt sein: Pourié gelangen in der letzten Saison zwei Scorer-Punkte gegen 1860 – am Ende standen gar 22 Treffer auf seinem Konto, die maßgeblich zum Aufstieg des KSC beigetragen haben.

Welcher Löwe wird am Sonntag lauter brüllen?

Angst müssen die Sechzger allerdings keine haben. Sieben Spiele ungeschlagen und dabei den Aufstiegsaspiranten aus Haching und Ingolstadt die Grenzen aufgezeigt: so einen Lauf hatten die Löwen in einer Bundesliga schon lange nicht mehr! Braunschweig kann dem nur die zuletzt drei sieglosen Partien gegen Magdeburg, Meppen und Mannheim etngegensetzen. Das Hinspiel entschied der BTSV zwar mit einem 2:1 knapp für sich – die Fans werden sich aber noch  erinnern, wie glücklich dieses Ergebnis für die Norddeutschen damals war.

Vier Aspekte, die für 1860 sprechen dürften

Seither hat sich einiges getan. Spätestens seit dem Trainerwechsel zeigt die Formnadel der Sechzger stark nach oben. Auch wenn es in dieser Zeit teils noch an Kontinuität fehlte: Trainer Köllner dürfte im Trainingslager seine Philosophie vom Löwenrudel mit dem Team vertieft haben.

Trotz der Tabellensituation (Braunschweig als Tabellenvierter punktgleich mit dem Relegationsplatz, 1860 derzeit auf dem zehnten Rang) trennen die beiden Teams nur ganze vier Punkte. Bereits ein etwas glücklicherer Verlauf des Hinspiels hätte dies also nahezu egalisiert – oder eben ein Heimsieg am Sonntag! Die Wettbüros sehen dies wohl ähnlich, denn die Quoten sprechen für unsere Löwen.

Wichtig auch: erstmals seit langer Zeit blieb es zwischen den Jahren (nahezu) ruhig im Verein und die Spieler wirkten im Trainingslager auf anwesende Fans wie eine verschworene und sehr gut gelaunte Einheit.

Ruhig, das wird es am Sonntag allerdings gewiss nicht bleiben! Es ist bekannt, wie sehr die Stimmbänder nach einer Sommer- oder Winterpause glühen im altehrwürdigen Sechzgerstadion. Die Löwenanhänger werden ihre Sechzger also sicherlich mächtig nach vorne peitschen und auch die Eintracht dürfte sicherlich mit über 1.000 Mann vor Ort sein. Resttickets sind übrigens noch verfügbar!

Dran bleiben!

Wie es am Ende ausgeht und was es zu berichten gab, das erfahrt ihr natürlich ebenfalls bei uns – allerdings gibt es auf dieser Seite keinen Ticker, sondern lediglich nach dem Spiel einen Spielbericht.

Florian K.

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