Schafft Bayer Leverkusen es in dieser Saison tatsächlich, die Serie der Seitenstraßler zu durchbrechen und erstmals Deutscher Meister zu werden? Zehn Punkte Vorsprung hat die Werkself neun Spieltag vor dem Saisonende – reicht das? Auch vor 27 Jahren mischte Leverkusen ganz oben mit, ein Doppelpack von Bernhard Winkler versetzte den Titelambitionen der Elf von Christoph Daum jedoch einen gehörigen Dämpfer.

Löwen empfangen Spitzenteam aus Leverkusen

Nach 21 Spieltagen lag Bayer Leverkusen nur zwei Zähler hinter Tabellenführer Borussia Dortmund und dem FC Bayern, während der TSV 1860 im Mittelfeld der Tabelle einen soliden 10. Platz einnahm. Die Favoritenrolle war also eindeutig an die Rheinländer vergeben, doch es sollte ganz anders kommen.

29.000 Zuschauer hatten sich an diesem Mittwochabend im Olympiastadion eingefunden und wurden Zeuge einer Partie, in der die Löwen vor allem defensiv überzeugten und dem namhaften Angriff der Gäste um Paulo Sergio, Erik Meijer und Ulf Kirsten kaum einen Stich ließ.

Beim TSV 1860 ersetzte Jens Jeremies übernahm den gelbgesperrten Bernhard Trares als Libero. Thomas Miller kam als Manndecker ins Team und bildete mit Miroslav Stevic und Marco Walker eine effektive Dreier-Abwehrreihe. In der Offensive gab Trainer Werner Lorant dem Ghanaer Abedi Pelé den Vorzug vor Daniel Borimirov, während Bernhard Winkler als einzige Spitze agieren sollte.

Winkler schnürt den Doppelpack

Schon früh wurde deutlich, dass der Abwehrverbund der Löwen die Gäste bestens im Griff hatte und so schickte sich die Lorant-Elf an, den Gegner, der immerhin am Spieltag zuvor den FC Bayern mit 5:2 abgefertigt hatte, selber offensiv zu agieren.

In der 21. Minute war es Harald Cerny, der nach Vorarbeit des starken Peter Nowak zum 1:0 einnetzte. Noch vor der Pause ließ Bernhard Winkler den zweiten Treffer folgen (41.) und die Löwenfans jubeln.

Obwohl Bayer Leverkusen nach dem Seitenwechsel noch offensiver agierte, gab es für die Werkself an diesem Tag nichts zu holen. Stattdessen schnürte Bernhard Winkler nach einem bösen Patzer von Nationalspieler Nowotny gar noch den Doppelpack (54.) zum 3:0-Endstand. Torwart Rainer Berg parierte in der 89. Minute zudem einen Elfmeter von Christian Wörns und hielt die Null fest.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Werner Lorant setzte am 12.03.1997 auf folgendes Team des TSV 1860:

Berg – Stevic, Jeremies, Miller, Walker – Schwabl, Cerny (78. Heldt), Pele, Nowak (66. Borimirov), Bender (81. Greilich) – Winkler

Tore:
1:0 Cerny (21.), 2:0 Winkler (41.), 3:0 Winkler (54.)

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Kraiburger

War das das Spiel mit dem Wichser?

Magic

Wenn Du des im E-Block meinst, des war ganz sicher später, ich schätze Herbst 1999, Freitag Abend.

Kraiburger

Ich war mir relativ sicher, dass es ein Mittwoch-Spiel gegen Leverkusen war. Wüsste aber nicht mehr, wie ich das verifizieren könnte.

Thomas Enn

Ich bilde mir ein, dass das ein Abend-Spiel gegen Freiburg war. Aber die Erinnerungen sind verschwommen…