(Bild: Merveille Biankadi vs Efkan Bekiroglu &. Marius Willsch vom TSV 1860. Bildcopyright: Imago Images – MIS)

Da ist also der ersehnte Neuzugang beim TSV 1860 München: Merveille Biankadi, aktuell beim FC Heidenheim unter Vertrag, wird vorerst bis für 1,5 Jahre – bis zum Saisonende 2021/22 – ausgeliehen. “Merveille” bedeutet soviel wie “Wunder” bzw. “wunderbar” – der Name passt unserer Meinung nach hervorragend zu dieser Nachricht. Da wir ausreichend Zeit hatten diesen Artikel vorzubereiten, haben wir uns den Mann schon gestern Nachmittag näher angesehen:

Er wurde am 09. Mai 1995 geboren – und zwar im schönen München, wo es ihn jetzt wieder hinzieht. Somit ist er aktuell 25 Jahre alt. Er spielt als linker Flügelspieler mit Nebenposition in der gesamten Offensive. Der beidfüßige Spieler dürfte wunderbar in das Konzept von Michael Köllner passen.

Seine bisherigen Stationen

Das erste Mal bei einem Fußballverein auf dem Rasen stand Biankadi beim FC Phönix München. Von dort ging es zu einem Lokalrivalen der Sechzger ein paar hundert Meter vom Löwen-Trainingsgelände entfernt (2010-12), im Anschluss zog es ihn weiter zum FC Augsburg (2012-15). Über die Stationen Elversberg (2015-17), Erfurt (2017-18) und Rostock (2018-19) landete er schließlich beim FC Heidenheim, der ihn vor eineinhalb Jahren vom FC Hansa für eine kolportierte Ablösesumme von 750.000 € verpflichtete.

Witziger Funfact: Bevor ihn Heidenheim im Januar diesen Jahres dann verlieh, fuhr er mit dem Verein noch ins Trainingslager. Beim dortigen Spiel des FCH gegen Lugano nahmen ihn einige Löwen-Fans schon einmal etwas genauer in Augenschein – dabei wollten sie doch eigentlich nur Vitus Eicher besuchen (Bericht hier). Dass Merveille Biankadi ein knappes Jahr später ein Löwe sein würde, konnte damals noch niemand ahnen. Dass es erst über “andere Löwen” gehen sollte erst recht nicht:

Kurz nach dem Trainingslager verlieh Heidenheim den schnellen, ballsicheren Spieler zu den Löwen nach Braunschweig, wo er im ersten Einsatz für die Gelb-Blauen am 26.01.2020 gleich einen 4:1 Triumph seines neuesten Arbeitgebers, dem TSV 1860 München, miterleben durfte. Er spielte in 17 von 18 möglichen Spielen, zumeist von Anfang an und den Großteil der Spielzeit – rund 1300 Einsatzminuten unterstreichen dies. In diesen schoss er für die Eintracht drei Tore und gab fünf Torvorlagen – am Ende der Saison stieg er mit den Löwen aus Braunschweig auf. Ein gutes Zeichen?

Bei der Eintracht stellte er sich im Übrigen mit folgendem Video vor (eingebettet vom Youtube-Kanal von Eintracht Braunschweig):

Der Neuzugang aus taktischer Sicht

Der Offensivallrounder, dessen wichtigste statistische Werte absolut solide sind, wird meiner Meinung nach gut ins Konzept von Köllner passen. Da er aufgrund seiner Beidfüßigkeit nicht auf eine einzige Position festgelegt ist und im gesamten Offensivbereich eingesetzt werden kann, wird er das flexible System des Löwencoaches sicherlich bereichern.

Gegen den TSV 1860 München hat Biankadi schon dreimal gespielt – und in den Spielen, die er für Hansa Rostock gegen den TSV absolviert hatte war er alles andere als angenehm für die Löwenabwehr. Neun Mal wurde Biankadi in diesen Spielen von seinen Gegenspielern regelwidrig vom Ball getrennt, weil sich die Abwehr der Sechzger nicht anders gegen den technisch begabten Deutschkongolesen zu helfen wusste.

Im Spiel TSV 1860 München gegen Eintracht Braunschweig war er bei den Gästen, die in diesem Aufeinandertreffen mit 4:1 den Kürzeren zogen, einer der besseren Spieler. Er war im Aufstiegskader des BTSV unumstrittener Stammspieler. Hoffen wir auf ähnlich erfolgreiche Zeiten beim TSV 1860 München.

Seine wichtigsten statistischen Werte in der Dritten Liga folgen hier: zur Bewertungshilfe habe ich die Durchschnittswerte eines beliebten Stammspielers von 1860 mit ähnlichem Anforderungsprofil in Klammern gesetzt:

  • Erfolgreiche Aktionen 54,2% (40,3%)
  • Passgenauigkeit 75% (62,3%)
  • Passgenauigkeit ins letzte Drittel 65,8% (49,2%)
  • Erfolgreiche Dribblings 49,6% (48,9%)
  • Gewonnene Offensivduelle 43,8% (43,6%)
  • Spiele pro Tor 5 (4)

Herzlich willkommen zurück in der Münchner Heimat!

Anmerkung: In einer früheren Version war nur “bis zum Saisonende” angegeben – das wurde auf “Saisonende 2021/22” korrigiert. 

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