Am Samstag konnte unser Neuzugang seinen ersten Auftritt mit einem Tor in der Nachspielzeit gegen den ungeliebten Nachbarn von der Säbener Straße gleich vergolden. Zusätzlich zu unserer Taktiktafel Analyse haben wir Merveille Biankadis Einstand unter der Lupe angeschaut. Wie hat er sich sonst ins Spiel eingebracht?

Die statistischen Werte

Hier ein kleiner statistischer Überblick: Insgesamt hatte er 44% erfolgreiche Aktionen im Spiel. Das klingt zunächst nicht sonderlich erfolgreich. Allerdings muss man beachten, dass Biankadi ein Offensivspieler ist und generell bei fast jeder Aktion mit einer Störung durch einen Gegenspieler rechnen muss. Zum Vergleich: Sascha Mölders hatte nur 37% erfolgreiche Aktionen.

Je weiter vorne ein Spieler also agiert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er seine Aktionen nicht erfolgreich gestalten kann. Biankadi hat sich also zumindest im relativen Wert ganz ordentlich geschlagen.

Weitere statistische Werte:

  • 15 Pässe seiner Mitspieler kamen bei ihm an.
  • 5 Mal konnte er den Ball selbst vom Gegenspieler erobern, davon 2 Mal in der eigenen Hälfte, 3 Mal im gegnerischem Territorium.
  • Er konnte 6 Pässe der Roten abfangen.
  • 3 Ballkontakte im Strafraum, die allesamt gefährlich
    waren: Er gab eine Schussvorlage für Willsch in der 62. Minute (Hoffmann klärte per Fußabwehr), er gewann ein Luftduell gegen Feldhahn an der gegnerischen Fünfmeterraumgrenze in der 79. Minute, leider brachte er den Kopfball nicht auf den Kasten, sondern nur knapp daneben.
  • 75% seiner Pässe brachte er zum Mitspieler
  • 2 Mal flankte er erfolglos.
  • Eines seiner Offensivduelle konnte er gewinnen
    und mit dem Tor in der 92. Minute abschließen.
  • In der 59. Minute sah er für
    Ballwegschlagen die gelbe Karte, das war zugegebenermaßen eine unnötige
    Aktion.

Weitere Eindrücke

An seinen Laufwegen konnte man außerdem erkennen, dass Biankadi ein sehr gutes Spielverständnis hat. Oft war er in Positionen anspielbar, in denen er für große
Gefahr sorgen hätte können. Allerdings wurde er dazu noch zu selten angespielt oder die Pässe seiner Mitspieler kamen nicht an.

Das erste Fazit

Merveille Biankadis Einstand unter der Lupe zeigt summa summarum einen überaus starken Auftritt beim Debüt. Besonders, da er erst seit einigen Tagen mittrainiert und offensichtlich nur ein Trainingsspiel elf gegen elf mit seinen Mitspielern bestreiten konnte. Mich stimmt besonders positiv, dass er als Offensivspieler auf insgesamt elf Balleroberungen durch Zweikampf und Einlaufen in den Passweg des Gegners kam. Genau solche Spielertypen, die sich nicht zu schade sind, auch gegen den Ball hart zu arbeiten, braucht man in dieser ausgeglichenen, kampfbetonten Liga. Er wird sich mit mehr Trainingseinheiten sicher noch besser in das System von Michael Köllner integrieren. Damit ist der bis Sommer 2022 ausgeliehene Biankadi genau die Verstärkung, die der TSV 1860 München gebraucht hat, um vorne noch effektiver zu werden.

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