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1860 gewinnt in Aubstadt und zieht ins Halbfinale des Toto-Pokals ein

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Nach der ernüchternden Pleite bei Jahn Regensburg am Sonntag waren die Münchner Löwen heute schon wieder gefordert. Für den TSV 1860 München stand das Toto-Pokal Viertelfinale beim TSV Aubstadt auf dem Programm.

 Sechzig geht durch glückliches Tor in Führung

Markus Kauczinski brachte nach dem Spiel in Regensburg insgesamt vier neue Spieler. Für Dähne (Vaterschaftsurlaub), Dulic (U20-Nationalmannschaft), Lippmann und Christiansen (beide Ersatzbank), begannen Vollath, Maier, Pfeifer und Hobsch. Kauczinki ließ 1860 in Aubstadt in einem 3-1-4-2-System auflaufen. Volland gab den 10er, Pfeifer spielte links, Hobsch stand im Sturmzentrum und Maier in defensiven Mittelfeld. In den ersten 45 Minuten entwickelte sich vor 2431 Zuschauern ein nicht gerade dynamisches Spiel. Sechzig agierte natürlich gegen den unterklassigen Gegner mit leichten Feldvorteilen und leichtem Chancenübergewicht. Die Zuschauer mussten bis zur 35. Minute auf das erste Tor waren. Ein Schuss von Volland wurde vom Aubstädter Behr unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht. Ansonsten hatten 1860 genauso wie Aubstadt jeweils zwei, drei gefährliche Aktionen. Aber beide Keeper konnten ihren Kasten sauber halten. Der Spielaufbau von 1860 wirkte insgesamt etwas statisch. Dennoch war die Pausenführung für die Giesinger verdient.

Doppelschlag zu Beginn der zweiten Halbzeit

1860-Trainer Kauczinski brachte zur Pause Niederlechner für Haugen. Die erste nennenswerte Aktion des zweiten Durchgangs hatte es direkt in sich. Nach einem Handspiel eines Aubstädter Verteidigers gab es einen Elfmeter für 1860. Thore Jacobsen zeigte sich vom Punkt gewohnt sicher und chippte den Ball souverän zum 2:0 ins Netz (48. Minute). Sechzig spielte nun konsequent weiter und bereits vier Minuten später stellte Philipp Maier auf 3:0 für 1860. Nach einer Ecke von Volland stand er genau richtig und musste den Ball nur noch über die Linie drücken. Danach schien der Widerstand der Gastgeber gebrochen und 1860 kontrollierte das Spiel.

Sechzig bringt Sieg locker nach Hause

Sechzig schaltete dann aber einen Gang zurück und die Aubstädter waren sichtlich bemüht, ein Debakel zu vermeiden. So beruhigte sich das Spiel ein wenig und Kauczinski nutzte den sicheren Vorsprung, um einige Wechsel vorzunehmen. In der 68. Minute gingen Volland und Rittmüller vorzeitig duschen, es kamen Wolfram und Danhof. Die nächste Großchance bot sich 1860 in der 74. Minute. Niederlechner ließ einen Gegner aussteigen und, steckte sehenswert zu Philipp durch. Dieser setzte Hobsch ein, der den Ball jedoch am Tor der Aubstädter vorbei schoss. Am Ende zog nochmal dichter Nebel auf, aber anders als in Regensburg ließen sich die Löwen davon nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende kamen noch Althaus für Philipp und Steinkötter für Hobsch. In den Schlussminuten besorgte Maxi Wolfram nach einem Konter der Löwen das 4:0. Danach war Schluss.

Damit steht 1860 im Halbfinale, das die Würzburger Kickers durch ein 4:0 gegen Viktoria Aschaffenburg bereits erreichten. Die weiteren Viertelfinals lauten Ingolstadt – Regensburg (Freitag) und Unterhaching – Burghausen (Dienstag).

Liveticker: TSV Aubstadt – TSV 1860 München (Toto Pokal)

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Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem TSV Aubstadt und dem TSV 1860 München! Die beiden Teams treffen im Viertelfinale des Toto Pokals aufeinander.

Bislang lief für den TSV 1860 München im Toto-Pokal gegen niederklassige Gegner alles nach Plan. Gegen Reichmannsdorf, Geiselbullach und Titelverteidiger Illertissen gab es jeweils ungefährdete Siege. Nach der desaströsen Leistung zuletzt in der Liga bei Jahn Regensburg sollten sich die Löwen heute Abend ordentlich strecken, um nicht den nächsten Rückschlag einstecken zu müssen. An den TSV Aubstadt hat Münchens große Liebe ohnhin nicht die besten Erfahrungen, schied man gegen diesen Gegner bereits im Jahr 2022 aus dem bayerischen Landespokal aus. Heute hoffen wir jedoch auf bissige Löwen und den Einzug in die Vorschlussrunde.

Statistik

Aufstellung:
Vollath – Rittmüller (68. Danhof), Reinthaler, Voet, Pfeifer – Maier – Jacobsen, Philipp (82. Althaus)- Volland (68. Wolfram) – Hobsch (82. Steinkötter), Haugen (46. Niederlechner)

Bank:
Bachmann (TW), Danhof, Niederlechner, Steinkötter, Christiansen, Althaus, Wolfram, Faßmann, Lippmann

Tore: 0:1 Volland (35. Minute), 0:2 Jacobsen (48. Minute, Handelfmeter), 0:3 Maier (52. Minute), 0:4 Wolfram (89. Minute)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Wie schon zuletzt muss Trainer Markus Kauczinski auf die Langzeitverletzten Morris Schröter, Jesper Verlaat, Raphael Schifferl, Kilian Jakob und Tunay Deniz verzichten. Zudem fehlt Sean Dulic, der bei der U20-Nationalmannschaft weilt. Auch Torwart Thomas Dähne fällt kurzfristig aus; er wird durch René Vollath ersetzt.

Wo könnt ihr das Spiel TSV Aubstadt – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Spiel in der NGN-Arena wird weder im BR noch im Löwen-TV live übertragen. Euch bleibt also nur ein Liveticker – und da kommt natürlich ausschließlich der von sechzger.de in Frage, oder?

DFB terminiert Spieltage 17 bis 21

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Nur häppchenweise versorgt der DFB – leider wie gewohnt – die Auswärtsfahrer in der 3. Liga mit den konkreten Terminierungen für die in gar nicht allzulanger Zeit anstehenden Spiele ihrer Teams. Diesmal wurden fünf Partien terminiert. Konkret die letzten drei im Jahr 2025, gleichzeitig die letzten Spiele der Hinrunde, sowie die beiden Auftaktpartien der Rückrunde und für das neue Jahr 2026 ab Mitte Januar. Für die Löwen geht es dabei um drei Heimspiele und die beiden Auswärtsfahrten mit der kürzesten Entfernung (in Ingolstadt, einfach 86 Straßenkilometer aus Giesing) und der drittlängsten Anreise (in Osnabrück, 649 km). Insgesamt vier Mal samstags und ein Mal sonntags muss das Team von Markus Kauczinski ran.

Heimspiele gegen Schweinfurt, Verl und Essen

Der Aufsteiger aus Mainfranken kommt am Nikolauswochenende, konkret am 06.12. um 16:30 Uhr als im Moment Letzter der Auswärtstabelle der 3. Liga mit bis heute nur einem Sieg (in Ingolstadt) und sechs Niederlagen im Gepäck nach Giesing. Aber sicherlich hoch motiviert, die Löwen auf Giesings Höhen zu ärgern. Und vielleicht verbessern die Schnüdel die sportliche Bilanz ja bis dahin noch ein wenig.
Das fußballerische Kalenderjahr beschließt einen Tag vor dem vierten Advent das Heimspiel gegen den SC Verl. Nur äußerst ungern erinnern wir uns an das letzten Heimspiel im vergangenen Jahr. Gegen den selben Gegner ging das Team von Argirios Giannikis mit 0:4 unter. Nach einer 1:3-Pleite in Aue kurz vor dem Weihnachtsfest und einem weiteren 0:4 (in Saarbrücken) zum Rückrundenauftakt Mitte Januar war dann bekanntlich Feierabend für ihn.

In Ingolstadt am Samstag, den 13.12.

Ein Spiel das in der Vergangenheit – insbesondere zu seligen Zweitligazeiten – regelmäßig nicht am Samstag ausgetragen wurde, ist das Duell zwischen dem FC Ingolstadt und unseren Löwen. Von den – historisch betrachtet – elf Auswärtsspielen des TSV 1860 beim FC Ingolstadt fanden nur drei samstags statt. Genausoviele am Montag, je zwei am Sonntag und Freitag und eines an einem Mittwoch. Dank kurzer Anreise durften sich die Schanzer dennoch regelmäßig über das dort extrem ungewöhnliche Ereignis einer richtig vollen Hütte freuen. Dass der Anhang in weiß-blau das Spiel jeweils zum Auswärtsspiel für den FCI macht(e), stört bei klingelnder Kasse keinen Verantwortlichen am nördlichen Ende Oberbayerns. Heuer kommt es am 13.12. um 14:00 Uhr zum Aufmarsch der Löwengemeinde im Audi-Sportpark.

Osnabrück – immer eine Reise wert! Eigentlich…

Nachdem der Rat der Stadt Osnabrück erst Mitte der vergangenen Woche beschlossen hat, die Bremer Brücke umfassend zu renovieren (hier ein Video-Gespräch zu den nächsten Schritten), ist (oder wäre) das Spiel der Löwen dort eine gute Gelegenheit für die Löwenfans (gewesen), nochmal die typische Atmosphäre eines “Brückentags” im alten Stadion aufzusaugen – und diese aus dem prall gefüllten Gästeblock mit zu gestalten. Dass der DFB diese Partie, das erste Auswärtsspiel der Löwen nach sechs Wochen Pause und – hinter Rostock und Essen – die drittweiteste Auswärtsfahrt dieser Saison, nun ausgerechnet auf den extrem fanunfreundlichen Termin am späten Sonntag Nachmittag gelegt hat, ist extrem ärgerlich!

Warten, wann der DFB weiter terminiert

Die Mär, dass aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und zur Vermeidung des Aufeinandertreffens von Fangruppen rivalisierender Vereine der DFB immer die genauen Ansetzungen der 1. und 2. Bundesliga abwarten muss, eher er die Spiele der 3. Liga terminiert, wurde zuletzt in anschaulicher Weise ins Reich der Fabeln verwiesen. Wie sonst konnten beispielsweise am selben Tag (1. November) in Berlin Union und die Hertha (gegen Dresden!) antreten und in München die Löwen gegen Cottbus und der Verein aus der Seitenstraße (gegen Leverkusen)? Diese Erkenntnis ändert aber nichts an der Tatsache, dass die reisefreudigen Fußballfans auf die Festlegung genauer Termine für die Spiele ihrer Mannschaften weiterhin lange warten müssen und die Reiseplanung dadurch deutlich erschwert wird. Im konkreten Fall geht es für die Löwenfans im Februar kommenden Jahres um Fahrten nach Großaspach, Hannover und Sinsheim. Für die Spiele bei Stuttgarts Zweitvertretung, Havelse und den Nachwuchs der TSG Hoffenheim.

Hier findet Ihr den Überblick über alle Spieltage der Saison 2025/26 mit konkreten Terminen:

1. Spieltag, Freitag, 1. August, 18.60 Uhr, Rot-Weiss Essen – 1860
2. Spieltag, Samstag, 9. August, 14.00 Uhr, 1860 – VfL Osnabrück
3. Spieltag, Samstag, 23. August, 14.00 Uhr, Alemannia Aachen – 1860 

4. Spieltag, Samstag, 30. August, 14.00 Uhr, 1860 – VfB Stuttgart II
5. Spieltag, Sonntag, 14. September, 19.30 Uhr 1860 – TSV Havelse
6. Spieltag, Mittwoch, 17. September, 18.60 Uhr, Hansa Rostock – 1860
7. Spieltag, Samstag, 20. September, 16.30 Uhr, 1860 – TSG Hoffenheim II
8. Spieltag, Samstag, 27. September, 14.00 Uhr, Erzgebirge Aue – 1860
9. Spieltag, Mittwoch, 1. Oktober, 18.60 Uhr, 1860 – Viktoria Köln
10. Spieltag, Sonntag, 5. Oktober, 16.30 Uhr, Wehen Wiesbaden – 1860

11. Spieltag, Sonntag, 19. Oktober, 16.30 Uhr, 1860 – MSV Duisburg
12. Spieltag, Samstag, 25. Oktober, 14.00 Uhr, Waldhof Mannheim – 1860
13. Spieltag, Samstag, 1. November, 14.00 Uhr, 1860 – Energie Cottbus
14. Spieltag, Sonntag, 9. November, 16.30 Uhr, Jahn Regensburg – 1860
15. Spieltag, Sonntag, 23. November, 13.30 Uhr, 1860 – 1. FC Saarbrücken
16. Spieltag, Samstag, 29. November, 14.00 Uhr, SSV Ulm 1846 – 1860
17. Spieltag, Samstag, 6. Dezember 16:30 Uhr, 1860 – 1. FC Schweinfurt
18. Spieltag, Samstag, 13. Dezember 14:00 Uhr, FC Ingolstadt – 1860
19. Spieltag, Samstag, 20. Dezember 16:30 Uhr, 1860 – SC Verl

20. Spieltag, Samstag, 17. Januar, 14:00 Uhr, 1860 – Rot-Weiss Essen
21. Spieltag, Sonntag, 25. Januar, 16.30 Uhr, VfL Osnabrück – 1860 

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Titelbild: Auch ohne überdachte Heimkurve immer eine Reise wert: Die Bremer Brücke in Osnabrück. Nächste Gelegenheit dazu gibt es am Sonntag, den 25. Januar 2026.

12.11.2004: 1860 überrollt RW Oberhausen – Kolomaznik mit Dreierpack

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TSV 1860 - RW Oberhausen 12.11.2004

Heute vor 21 Jahren empfing der TSV 1860 Rot-Weiß Oberhausen in der 2. Bundesliga im Grünwalder Stadion. Münchens große Liebe war nach dem Abstieg äußerst mittelmäßig in die Saison gestartet und rangierte vor dem 13. Spieltag auf Platz 10 der Tabelle. Gegen die Rot-Weißen schoss sich vor allem Michal Kolomaznik den Frust von der Seele.

Mäßiger Saisonstart der Löwen

Nach dem 1:4 in der Woche davor stand die Truppe von Rudi Bommer bereits ein wenig unter Druck. Noch schlimmer sah es bei den Gästen aus: Die hatten bereits einen Trainerwechsel hinter sich und hatten sich zuletzt beim Debüt von Neo-Coach Eugen Hach ein 1:1 gegen RW Essen erkämpft.

Die Löwen legten los wie die Feuerwehr und es brannte lichterloh im Strafraum von RWO. Lepointe und Tyce vergaben bereits in der Anfangsphase gute Chancen für Sechzig. So dauerte es bis zur 21. Minute, ehe der “Taferlmo” im Sechzgerstadion zum ersten Mal aktiv werden durfte. Baier spielte einen Steilpass auf Kolomaznik, der umkurvte RWO-Keeper Adler und schob den Ball zum 1:0 in die Maschen.

TSV 1860 überrollt RW Oberhausen

Der Knoten war geplatzt und nur sechs Minuten später stand es 2:0. Wieder setzte Baier den Kollegen Kolomaznik in Szene und erneut netzte der Tscheche überlegt ein. Doch damit nicht genug, denn in der 33. Minute klingelte es schon wieder. Diesmal schickte Costa Roman Tyce steil und dieser blieb frei vor Adler eiskalt – 3:0!

Schon zur Pause war das Ding also durch, die Löwen ließen jedoch nicht locker. Der TSV 1860 überrollte RW Oberhausen und kam in der 58. Minute zum vierten Treffer. Tyce legte für seinen Landsmann Kolomaznik auf und der vollstreckte zum 4:0. Zumindest an diesem Abend keine Spur von “Kolo machts nich”, wie der Tscheche aufgrund seiner vielen vergebenen Chancen im Saisonverlauf des Öfteren tituliert wurde.

TSV 1860 - RW Oberhausen
Am 12.11.2004 schlug der TSV 1860 RW Oberhausen im Grünwalder Stadion mit 5:1.

Auch Daniel Baier trifft für Sechzig

In der 63. Minute durfte sich dann auch Daniel Baier in die Torschützenliste eintragen. Dabei profitierte der Mittelfeldspieler von einem katastrophalen Pass von Oberhausens Torwart Adler und hatte dann leichtes Spiel, die Kugel zum 5:0 im RWO-Tor unterzubringen. Ein Fußballfest vor 13.860 Zuschauern im Grünwalder Stadion!

Für den Schlusspunkt sorgten dann jedoch die Gäste in Person von Tokody, der nach einer Unachtsamkeit von Tyce für den Ehrentreffer sorgte (72.). Nichtsdestotrotz dominierte der TSV 1860 Rot-Weiß Oberhausen an diesem Abend nach Belieben und hätte durchaus auch höher gewinnen können.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Rudi Bommer schickte am 12.11.2004 folgende Elf der Löwen aufs Feld:

Aufstellung:
Hofmann – Lanzaat (77. Cerny), Komljenovic, Costa, Bulut (69. Schäfer) – Baier, Tyce, Lehmann, Shao (59. Gebhardt) – Kolomaznik, Lepoint

Bank:
Ochs, Frühbeis, Pflipsen, Davids

Tore:
1:0 Kolomaznik (21.), 2:0 Kolomaznik (27.), 3:0 Tyce (33.), 4:0 Kolomaznik (58.), 5:0 Baier (63.), 5:1 Tokody (72.)

Aubstadt? Nicht “Wiedergutmachung”, aber “Charaktertest”

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Wenn die Löwen heute Abend im Totopokal beim Tabellenfünften der Regionalliga Bayern antreten, dann erwarten viele – nicht nur der mitreisenden – Löwenfans eine Wiedergutmachung nach der Liga-Schmach von Regensburg am Sonntag Abend. Aber kann die bittere 0:4-Pleite und Nicht-Leistung so leicht wieder gut gemacht werden? “Nein!” findet unser Redakteur Christian Jung. Aber einen Charaktertest können Volland & Co. in Aubstadt bestehen. Und eine ebenfalls ganz bittere Pleite von vor gut dreieinhalb Jahren, die viele noch sehr präsent haben, zumindest ein wenig aus dem Löwen-Gedächtnis verdrängen.

Volksfeststimmung in Aubstadt – vorher

Der Ausflug im März 2022 war – im sportlichen Ergebnis – so richtig bitter. Fast vier Stunden Autofahrt bis an die nordbayerische-thüringische Landesgrenze, deutlich über 300 Kilometer tief in die fränkische Provinz. Für ein Totopokalspiel gegen einen Regionalligisten… Freilich herrschte dort Volksfeststimmung und ein erster recht warmer und heiterer Frühlingstag tat dem Gemüt richtig gut. Freunde des Landespokalwettbewerbs kamen voll auf ihre Kosten. Vor dem Spiel. Den sportlichen Vergleich mit den Gastgebern sollte der ambitionierte Drittligist aus München (damals auf Platz sechs mit Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen) dann bitte nicht spannend gestalten, sondern möglichst klar und frühzeitig entscheiden. Um ins Finale einzuziehen und dann rund eineinhalb Monate später die Quali für den DFB-Pokal – ganz unabhängig von der Abschlussplatzierung in der Liga – zu fixieren. Und ein Titelgewinn für die Löwen (wie zwei Jahre zuvor leider vor Corona-bedingt leeren Rängen) wäre ja auch mal wieder was zum Feiern gewesen. Wäre…

Bitteres Aus im Pokal im März 2022

Denn die Löwen wären nicht die Löwen, wenn sie ihre zahlreich und unter großem Einsatz angereiste Anhängerschar nicht wieder mal komplett enttäuscht hätten. Lustloses Gekicke vom Start weg, der logische Rückstand in der 69. Minute, den Marcel Bär zwar fünf Minuten später noch ausgleichen konnte. Aber im anschließenden Elfmeterschießen zeigten die Schützen auf Gästeseite, dass sie keinerlei Interesse an einer möglichen Verlängerung der Saison um eine Woche hatten. Das bayerische Landespokalfinale war – am “Finaltag der Amateure” – für Samstag den 21. Mai angesetzt, das letzte Ligaspiel gegen Borussia Dortmund II stand am 14. Mai auf dem Programm. Da wollte das Team wahrscheinlich schon auf Malle oder sonstwo weilen. Die Enttäuschung über dieses Aus kann in einem Atemzug mit den frühen Pokal-Niederlagen in den folgenden Jahren (ich kann und will es Euch nicht ersparen: im Herbst ’22 in Illertissen, im Herbst ’23 in Pipinsried, im Herbst ’24 gegen Haching) genannt werden.

Löwenfans wollen Einsatz sehen!

Und wo wir schon bei Enttäuschungen sind. Auch aktuell verarbeitet die Löwengemeinde gerade eine sportliche Enttäuschung. Mit einem saft- und lustlosen 0:4 in Regensburg verabschiedete sich das Team vom neuen Löwendompteur Markus Kauczinski, der angesichts der Leistung selbst fassungslos war, für zwei Wochen aus dem Ligabetrieb in die Länderspielpause. Kommt da das Pokalspiel in Aubstadt nicht gerade recht? Da kann die Mannschaft ja direkt Wiedergutmachung betreiben, oder? Nun, so einfach ist es leider nicht. Die Nicht-Leistung gegen den Jahn war zu erschreckend, als dass nach einem Sieg heute Abend wieder alles im Reinen wäre. Da gehört erstmal kämpferische Kontinuität dazu. In mehreren Spielen hintereinander wohlgemerkt. Für den typischen Anhänger von Münchens Großer Liebe ist gar nicht unbedingt das Ergebnis entscheidend, das nach dem Spiel auf der Anzeigetafel steht. Sondern der Einsatz. Nach bedingungslosem Kampf darf ein Spiel verloren gehen, wir sind nicht in der erfolgsverwöhnten Seitenstraße! Aber dieser Kampf und erkennbarer Siegeswille muss eben deutlich sichtbar werden. Anders, als das in Regensburg der Fall war.

Schwierige Bedingungen annehmen!

In Aubstadt steht also keinesfalls die vollständige Wiedergutmachung und Versöhnung mit der Anhängerschaft auf dem Programm, sondern viel mehr ein Charaktertest. Schaffen es die “Löwen 2025”, auf tiefem Geläuf auf einem durchaus ländlich anmutenden Fußballplatz in der fränkischen Provinz vor 3.000 Zuschauern, die in großer Mehrheit die Superstars aus der Landeshauptstadt stolpern sehen wollen, um dann zu feixen, diese körperliche und emotionale Herausforderung anzunehmen und das unterklassige Team in die Schranken zu weisen? Dann ist zumindest ein erster, sehr kleiner Schritt auf dem Weg in Richtung Wiedergutmachung gelungen. Wiedergutmachung – nicht für die Pleite in Regensburg, aber zumindest mal für die Schmach vom März 2022. Bei der keiner der aktuellen Spieler bereits im Löwenkader stand. So seltsam ist manchmal der Fußball.

Auf geht’s Löwen! Zeigt die Krallen – und Charakter!

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Titelbild: Elfmeterschießen anno 2022 in Aubstadt. Kläglich vergaben die Löwen die Chance auf den Einzug ins Pokalfinale.

 

sechzger.de Talk 236: Schmach in Regensburg, Vorschau Aubstadt

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sechzger.de Talk Folge 236 Deutliche Niederlage gegen SSV Jahn Regensburg und Vorschau Toto-Pokal Viertelfinale TSV Aubstadt - TSV 1860 München

Nach der Niederlage in Regensburg trifft sich Jan im virtuellen Sinne mit vier weiteren Redakteuren von sechzger.de im Talk Nummer 236 und bespricht mit ihnen alle Einzelheiten rund um das Duell mit dem Jahn. Außerdem gibt es auch eine Vorschau auf das Toto Pokal-Duell gegen den TSV Aubstadt.

Niederlage in Regensburg

Von einer Niederlage zu sprechen ist angesichts des Spielverlaufs in Regensburg fast schon ein Euphemismus. Mit 0:4 unterlag der TSV 1860 München gegen den SSV Jahn Regensburg und sorgte bei den Löwenfans mit der eigenen Darbietung für Entsetzen. Auch Trainer Markus Kauczinski wurde nach Abpfiff ungewöhnlich deutlich. “Fassungslos” sei er angesichts der vorangegangenen 90 Minuten.

Wieder einmal kehrten die Löwen also nach einem Heimsieg gegen den amtierenden Tabellenführer der 3.Liga – im aktuellen Fall war das Energie Cottbus – ohne Punkte zurück nach Giesing. Jan bespricht mit seinen Gästen alles rund um die Partie vom vergangenen Wochenende. Insbesondere die Akteure auf dem Platz sind in der aktuellen Ausgabe im Fokus.

Vorschau TSV Aubstadt

Abschließend widmet sich die Runde im sechzger.de Talk Nummer 236 dem anstehenden Toto-Pokal Spiel am heutigen Mittwoch. Zwar geht die 3.Liga in eine Länderspielpause, zuvor ist der TSV 1860 allerdings in einem weiteren Pflichtspiel gefordert. Gegner im Viertelfinale ist der TSV Aubstadt – und da schrillen bei dem ein oder anderen Löwenfan schon wieder die Alarmglocken. Denn beim letzten und bislang einzigen Aufeinandertreffen im März 2022 hatten die Gastgeber die Nase vorne und setzten sich im Elfmeterschießen gegen den TSV 1860 München durch. Bei der Neuauflage soll das möglichst verhindert werden, die Löwen wollen in die nächste Runde einziehen. Dafür ist aber mit Sicherheit ein anderes Auftreten als in Regensburg erforderlich. Die Gastgeber werden wiederum vor einer großen Kulisse (bis zu 3.000 Zuschauer werden am heutigen Mittwochabend erwartet) alles geben, um die nächste Sensation zu schaffen und in das Halbfinale einzuziehen.

Der sechzger.de Talk 236 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Sechzig um Sieben: Heute Charaktertest in Aubstadt

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Löwen Sechzig um Sieben

Nach dem Debakel von Regensburg steht heute beim Pokalspiel in Aubstadt ein echter Charaktertest auf dem Programm. sechzger.de berichtet live aus den NGN-Arena. Bereits gestern Abend war auch die U19 im Pokal im Einsatz – allerdings nicht über 90 Minuten…

Heute Charaktertest in Aubstadt

Nachdem der TSV 1860 am Sonntag im Jahnstadion sang- und klanglos unter die Räder kam, steht heute bereits die nächste Partie an. Beim Regionalligisten TSV Aubstadt möchten die Löwen ins Halbfinale des Toto Pokals einziehen. Angesichts des derzeitigen Tabellenstandes in der 3. Liga wäre der Cupsieg sicher der bequemere Weg in den DFB Pokal. Wie es bei anderen Drittligisten im jeweiligen Landespokal aussieht, hat Christian für Euch zusammengefasst.

AG Regionalliga-Reform hat Arbeit aufgenommen

Die Ligenstruktur am Übergang zwischen Profigeschäft und Amateurfußball, also zwischen 3. Liga und Regionalliga, ist seit Jahren ein zentrales Streitthema. Nun hat die AG Regionalliga-Reform des DFB ihre Arbeit aufgenommen und favorisiert eine zweigleise vierte Profiliga als Lösung.

Pokalspiel der U19 abgebrochen

The Fog – Nebel des Grauens heißt ein Klassiker aus dem Genre des Horrorfilms, der im Jahr 1980 veröffentlicht wurde. Ganz so schlimm wars dann aber gestern in Burghausen doch nicht, als die U19 des TSV 1860 zum Pokalspiel beim SV Wacker antreten musste. Obwohl die Sicht von Beginn an eingeschränkt war, wurde das Spiel angepfiffen und die Löwen wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Kawele sorgte für Führung der Elf von Jonas Schittenhelm, ehe der Nebel noch dichter wurde und der Schiedsrichter die Partie abbrach. Voraussichtlich wird das Match Mitte Dezember nachgeholt.

Das Pokalspiel der U19 in Burghausen wurde wegen Nebel abgebrochen

Neues aus der 3. Liga

RWE: Potocnik verletzt

Am Wochenende durfte Stürmer Jaka Cuber Potocnik erstmals von Beginn an ran und traf prompt gegen den FC Ingolstadt 04. Leider verletzte sich der 20-jährige Slowene bei seinem Startelf-Debüt am Oberschenkel und fehlt RWE nun bis auf Weiteres.

SV Wehen Wiesbaden: Aufstieg bleibt das Ziel

Nach seiner Vorstellung am Montag nahm Daniel Scherning gestern das Training beim SV Wehen Wiesbaden auf. Aktuell belegen die Hessen in der Tabelle zwar nur Platz 13, an der Zielsetzung hat sich jedoch nichts geändert. Das weiß auch der Trainer: “Der Verein will zurück in die 2. Liga. Ich möchte in die 2. Liga.” Allerdings räumt der 40-Jährige auch ein, man tue gut daran, sich “in der aktuellen Situation zurechtzufinden, jetzt erstmal kennenzulernen, miteinander zu arbeiten, Ärmel hochzukrempeln und dann leidenschaftlichen, intensiven Fußball auf den Platz zu bekommen, der dann dazu berechtigt, dass wir wieder in andere Regionen kommen.”

Beetz stellt Waldhof 6 Millionen Euro zur Verfügung

Laut Mannheimer Morgen wurde am Montagabend im Rahmen der Mitgliederversammlung bekannt, dass beim SV Waldhof Mannheim für die Saison 2024/25 ein Gewinn in niedriger sechsstelliger Höhe zu Buche. Dies war allerdings nur möglich, da Präsident und Mäzen Bernd Beetz knapp sechs Millionen Euro zur Verfügung stellte. Bereits in der Vergangenheit musste der 75-Jährige immer wieder mit Millionen-Summen aushelfen. So sprang er beispielsweise in der Spielzeit 2023/24 mit 4,3 Millionen Euro in die Bresche.

Drittligisten im Landespokal: Ein Überblick

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Während die Löwen am Mittwoch Abend (18.30 Uhr im sechzger.de Liveticker) im fernen Aubstadt ins Halbfinale des Totopokals einziehen wollen, um sich dann mit zwei weiteren Siegen in diesem Wettberwerb – erstmals nach vier Jahren – endlich wieder sicher für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 26/27 zu qualifizieren, sind einige Ligakonkurrenten des TSV 1860 im jeweiligen Landespokal im Einsatz. Auch in dieser Woche. Hier kommt unser deutschlandweiter Überblick über den laufenden Wettbewerb 2025/26.

Landespokal: Fünf Drittligisten schon ausgeschieden

Nur drei der 18 Drittligisten (Stuttgart II und Hoffenheim II sind als Zweitvertretungen im Landespokal nicht startberechtigt) sind in dieser Saison bereits aus ihrem regionalen Pokalwettbewerb ausgeschieden. Dies betrifft sowohl die Spitzenteams aus Osnabrück und Essen, als auch Kellerkind Schweinfurt. Diese können sich in der Länderspielpause also ganz auf die Vorbereitung auf den 15. Ligaspieltag am übernächsten Wochenende konzentrieren. Von den verbliebenen 15 Ligakonkurrenten des TSV 1860, die noch in ihrem Landespokal dabei sind, muss in den kommenden Tagen definitiv mindestens einer ebenfalls die Segel streichen.

Überblick: Totopokal in Bayern

Im bayerischen Totopokal nämlich, in dem noch drei Drittligavertreter am Start sind, kommt es am Freitag Abend zum Duell zwischen dem FC Ingolstadt und dem jüngsten Löwenbezwinger, Jahn Regensburg. Einer von beiden ist danach ausgeschieden. In der Liga endete dieses Duell am ersten Spieltag Anfang August übrigens mit 1:1. Das letzte ausgespielte Viertelfinalspiel im bayerischen Landespokal ist ebenfalls die Neuauflage eines – erst kürzlich ausgetragenen – Ligaduells. Am Dienstag der kommenden Woche empfängt die SpVgg Unterhaching Wacker Burghausen. Das Duell mit den beiden Bender-Brüdern an der Seitenlinie endete in der Regionalliga am vergangenen Freitag mit einem 3:1-Auswärtssieg der Münchner Vorstädter. Bereits im Halbfinale stehen in Bayern die Würzburger Kickers, die im fränkischen Ligaduell am Dienstag der letzten Woche Viktoria Aschaffenburg mit 4:0 ausschalten konnten.

Keine Drittligisten in elf Landewettbewerben

Gänzlich ohne Beteiligung von Drittligisten finden die Achtel- und Viertelfinals (teilweise auch in dieser Woche) in insgesamt neun Landesverbänden statt. Ob im Südwesten, in Südbaden, im Osten in Berlin, Sachsen-Anhalt oder Thüringen, im Norden in Schleswig-Holstein, Bremen oder Hamburg oder im Westen der Republik im Verband Rheinland – hier sind die Amateurvereine gänzlich unter sich. Umgekehrt bleiben zwölf Fußballverbände übrig, in welchen Drittligisten noch um einen Cupsieg und die besagte DFB-Pokal-Qualifikation kämpfen.

Drei Drittligisten im Nordosten aktiv

In den eigentlich gar nicht mehr so neuen Bundesländern sind drei Vertreter der 3. Liga gefordert. Jeweils am frühen Samstag Nachmittag. Hansa Rostock muss zum Verbandsligisten Penzliner SV. Erzgebirge Aue reist auch im Achtelfinale zum Regionalliga Nordost-Tabellenführer Lok Leipzig, während Energie Cottbus – ebenfalls bei einem Regionalligsten, aber bereits im Viertelfinale – zum stets sehr hitzigen Duell bei Babelsberg 03 in Potsdam antritt.

Waldhof im heimischen Stadion im Einsatz

Fast zeitgleich mit dem TSV 1860, nämlich am Mittwoch Abend um 18.60 Uhr geht es für Waldhof Mannheim im badischen Pokal im Carl-Benz-Stadion gegen Astoria Walldorf aus der Regionalliga Südwest um den Einzug ins Halbfinale, wo bereits unter anderem der Drittligaabsteiger der Vorsaison, der SV Sandhausen wartet. Die Gäste aus Walldorf waren bereits dreimal im DFB-Pokal dabei. Im Frühjahr 2017 scheiterten sie äußerst unglücklich im Achtelfinale erst im Elfmeterschießen an Arminia Bielefeld.

Noch 32 Teams im Saarland im Rennen

Einen Tag nach unseren Löwen greift der 1. FC Saarbrücken – nach einer Pokalreform in diesem Sommer für den an der Saar Sparkassen-Pokal genannten Wettbewerb  – erstmals in dieser Saison ins Landespokal-Geschehen ein. In der Runde der letzten 32 Teams wartet am Donnerstag Abend der SV Bliesmengen-Bolchen auf den in der Liga kriselnden FCS. So viele Teams, wie im kleinen Saarland sind übrigens deutschlandweit in keinem Wettbewerb mehr vertreten.

Niederrhein und Mittelrhein noch mit drei Drittligisten

Tief im Westen der Republik geht es am Wochenende für den MSV Duisburg beim Niederrhein-Oberligisten SV Sonsbeck bereits um den Einzug ins Halbfinale. Gleiches gilt für den SC Verl in Westfalen, der beim 1. FC Gievenbeck die Runde der letzten vier erreichen will. Soweit ist man am Mittelrhein hingegen noch nicht. Dort ist am Dienstag kommender Woche Alemannia Aachen beim Landesligisten FV Bonn-Endenich und am nächsten Tag dann Viktoria Köln beim Bezriksligaverein Wahlscheider SV – jeweils im Achtelfinale – gefordert.

Wiesbaden, Ulm & Havelse überwintern im Landespokal

Bereits die Gewissheit einer Überwinterung im Landespokal haben sowohl der hessische Vertreter aus der Landeshaupstadt Wiesbaden, der Mitte Februar im Viertelfinale beim FSV Fernwald antreten wird, als auch der TSV Havelse aus Niedersachsen, der sich erst im April, dann allerdings schon im Halbfinale mit SSV Jeddeloh II messen darf. Der Nord-Regionalligist, bei dem es sich – trotz des Namens – keineswegs um eine Zweitvertretung handelt, hatte in der Runde zuvor Anfang September per Elfmeterschießen für das frühzeitige Aus des VfL Osnabrück gesorgt. Auch der SSV Ulm steht schon im Viertelfinale in Württemberg, kennt allerdings seinen Gegner noch nicht. die Auslosung findet “Anfang 2026” statt, wie es – etwas unkonkret – im Südwesten der Republik heißt.

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Titelbild: In Aubstadt wollen die Löwen am Mittwoch Abend die nächste Runde im bayerischen Landespokal erreichen. Weitere zwölf andere Vereine aus der 3. Liga sind noch im Wettberwerb vertreten.

AG Regionalliga Reform hat Arbeit aufgenommen

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Hoffenheim Ball Rahmenspielplan 3. liga

Es ist – neben der Einführung des VAR zur Saison 2017/18 in der ersten und zwei Jahre später in der zweiten Bundesliga – wohl eines der umstrittensten Themen im deutschen Fußball in den letzten zehn Jahren. Die Ligenstruktur am Übergang zwischen Profigeschäft und Amateurfußball, also zwischen 3. Liga und Regionalliga. Der Ärger betrifft vor allem die Aufstiegsfrage aus den vierten Ligen in die Drittklassigkeit, bei der aktuell stets einer (von fünf) Regionalliga-Meistern auf der Strecke bleibt. Nachdem sich in den letzten Jahren sehr viele, insgesamt bis zuletzt 54 Vereine der Initiative Aufstiegsreform 2025 angeschlossen hatten (im September auch der TSV 1860), kam Bewegung in die Sache und der DFB gündete eine AG Regionalliga-Reform. Und diese hat, wie der DFB am gestrigen Montag vermeldete, nun ihre Arbeit aufgenommen.

Aktuelle Aufstiegsregelung in die 3. Liga seit 18/19

Derzeit gibt es in Deutschland fünf Regionalligen (Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern), aber jeden Sommer nur vier freie Plätze in der 3. Liga. Diesem Problem bei der Aufstiegsfrage aus der Regionalliga begegnet man seit der Saison 2018/19 mit einem  Verfahren, bei dem die Meister der Nord-, der Nordost- und der bayerischen Staffel jeweils rollierend einen sicheren Aufsteiger stellen und die beiden verbliebenen Meister in zwei Relegationsspielen den vierten Platz für die Folgesaison in der 3. Liga ausspielen. Die Meister aus dem Westen und Südwesten steigen stets automatisch auf. So bleibt wenigstens nur ein einziger Regionalligameister pro Saison auf der Strecke.

Bis Sommer 2018 (die Löwenfans erinnern sich noch zu gut an den Aufstiegskrimi gegen Saarbrücken) hatte der Südwesten zwei Vertreter in die Relegation geschickt, sodass aus drei Relegationspartien drei Aufsteiger resultierten und bis zu drei Meister nicht aufsteigen durften. Die aktuelle Lösung, für die die 3. Liga jedoch einen vierten Absteiger akzeptieren musste, war eine Übergangslösung als Kompromiss. Der viele nicht zufrieden stellte.

Arbeitsgruppe Regionalliga Reform legt los

Der Arbeitsgruppe, die nun eine neue Lösung entwickeln soll, welche aber nur einen Entscheidungsvorschlag darstellen wird, über den dann die zuständigen Beschlussgremien entscheiden, gehören 13 Vereins- und Verbandsvertreter aus den fünf Regionalligen sowie der DFB-Geschäftsführer Spielbetrieb, Manuel Hartmann und der DFL-Direktor Spielbetrieb & Fans, Ansgar Schwenken an. Ihren Vorsitz hat der 73jährige Grünen-Politiker Michael Vesper inne, der bis Ende 2017 Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war. Das erste Treffen, dem laut eines Berichts des mdr schon zahlreiche sondierende Vorgespräche vorangegangen waren, fand am Montag Nachmittag in digitaler Form statt und diente zunächst einem Austausch über die gewünschten Rahmenbediungen und die grundsätzlichen Erwartungshaltungen der Beteiligten. Die Fußballfans in Deutschland, so viel steht fest, erwarten eine Menge von dieser AG.

Zweigleisige vierte Profiliga als favorisierte Lösung

Wie aus dem Umfeld der Arbeitsgruppe zu hören ist, werden der Einführung einer zweigleisigen vierten Profiliga, wie sie zum Beispiel von Steffen Schneekloth, seines Zeichens Präsident des Zweitligisten Holstein Kiel und DFB-Vizepräsident, unterstützt wird, aktuell die meisten Realisierungschancen eingeräumt. Die schwierige Zusammenlegung und Verkleinerung der aktuell fünf auf vier Regionalligen unterhalb der 3. Liga, die in der Diskussion unter Fußballfans in den letzten Jahren so gerne als “ganz einfach” bezeichnet wurde, in Wahrheit aber seit jeher das quasi unlösbare Kernproblem der ganzen Thematik darstellt, wäre damit vom Tisch. Die fünf Regionalligen könnten als fünfte Ligenebene weiter bestehen. Und auch alle Ligen darunter würden genauso weiter spielen, wie aktuell.

Reform von Regionalliga zu neuer vierter Liga

Zur Einführung dieser vierten Liga würden dann wohl die jeweils besten acht Teams der Regionalligen der vorherigen Saison, also insgesamt 40 Vereine, nach regionaler Zugehörigkeit in zwei Staffeln (Nord und Süd) zu je 20 Teams aufgeteilt. Zu dieser einfach klingenden Lösung bleiben aber Fragen:

Finden sich in den fünf Regionalligen überhaupt genügend Vereine, die diesen Weg mitgehen können und wollen? Auf den Aufstieg in die 3. Liga hätten in den letzten Jahren jeweils Spitzenteams – speziell aus den Regionalligen Bayern und Nord – von vornherein verzichtet. Wie stellt sich das Thema bei einer zweigleisigen vierten Liga dar?

Und was passiert mit den bei den Fans so unbeliebten zweiten Mannschaften? Stand heute würden sich sechs Zweitvertretungen (vier aus dem Westen und je eine aus dem Südwesten und Bayern) direkt für die neue vierte Liga qualifizieren. Das tatsächliche Potenzial dieser Mannschaften in den Regionalligen ist aber viel größer. Derzeit tummeln sich (rechnet man den VfB Stuttgart und die TSG Hoffenheim aus der 3. Liga mit) 19 zweite Mannschaften von Profivereinen in den beiden höchsten Ligen, denen sie angehören können. In den Oberligen wartet nochmal ein ganzer Schwung solcher U-Teams (u.a. ja auch unsere Amas als Tabellenführer der Bayernliga Süd). Im Extremfall wäre also rund die Hälfte der neuen zweigleisigen Profiligen mit Zweitvertretungen besetzt. In der Nordstaffel wohl deutlich mehr, als im Süden. Ist das dann die Lösung, die allen gefällt?

Nächstes Treffen Ende November

Schon allein die zwei hier aufgeworfenen Fragen zeigen: Die AG Regionalliga Reform hat eine schwierige Aufgabe vor sich. Die nächsten Treffen auf dem Weg zu Lösungen, mit denen dann alle leben können, sollen Ende November und Mitte Januar stattfinden. Dann in persönlicher Präsenz am DFB-Campus in Frankfurt. Wir auf sechzger.de werden das Thema natürlich weiter verfolgen und Euch über die Entwicklungen informieren. Gleichwohl wir weiterhin optimistisch sind, dass für unsere Profis das Geschehen unterhalb der 3. Liga in den kommenden Jahren nicht allzu relevant sein wird.

Löwen-Fans verunstalten Regional-Express

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Löwen-Fans verunstalten Regional-Express

Als wäre die 0:4-Niederlage beim SSV Jahn Regensburg nicht schlimm genug gewesen… Auf der Rückfahrt aus der Domstadt hinterließ eine Gruppe von Löwen-Fans eine Spur der Verwüstung in einem Regionalexpress. Dies gab die zuständige Bundespolizei gestern bekannt. Die Sachbeschädigung wird nach Auswertung der Video-Aufzeichnungen nun strafrechtlich verfolgt.

Löwen-Fans verunstalten Regional-Express

Betroffen war der RE25, der um 22:20 Uhr aus Regensburg in der Landeshauptstadt eintraf. An Bord: Etwa 450 Anhänger von Münchens großer Liebe. Insgesamt drei Abteile wurden mit blauer Farbe beschmiert. Es wurden Aufkleber an den Wänden und Sitzen großflächig verteilt. Zudem wurde eine Türe aufgebrochen. Die Abteile hinterließen die Mitreisenden vermüllt zurück, ähnliches zeigt unser Symbolbild aus einem ICE zu Beginn des Jahres, der von Fußballfans eines anderen Clubs verdreckt zurückgelassen wurde. Die Bilder der Bundespolizei aus dem RE25 vom Sonntag Abend veröffentliche die TZ in einem Artikel am gestrigen Montag.

Sachbeschädigungen nicht der aktiven Fanszene zuzuordnen

Betrachtet man die angebrachten Sticker und Tags genauer, so ist für Kenner der Szene unverkennbar, dass diese Sachbeschädigungen im RE25 nicht der aktiven Fanszene zuzuordnen sind, die unter anderem die letzten Choreographien im Stadion plante und gestaltete. Die Aufkleber mit dem alten Löwenlogo und dem Bundesadler werden von der aktiven Fanszene der Löwen definitiv nicht verklebt, zudem ist auf den Bildern auch der Schriftzug einer anderen Fangruppierung angebracht, wie bei auf den von der Abendzeitung veröffentlichen Bildern klar zu erkennen ist.

Keinerlei Rechtfertigung für Beschädigungen im RE

Natürlich ist dies keinerlei Rechtfertigung für die vollkommen unnötigen Beschädigungen am Eigentum der Deutschen Bahn, die wir absolut verurteilen! Leider hat sich diese Verunstaltung von Zügen im deutschen Fußball schon fast zum Volkssport entwickelt. Bleibt zu hoffen, dass die Videoauswertungen zur Ergreifung der Täter führen.

Foto: Symbol-Bild aus einem verdreckt zurückgelassenen ICE zu Beginn dieses Jahres