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6. Spieltag – Teil 1

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Heute fanden die ersten fünf Spiele des 6. Spieltags der dritten Liga statt. Der Spieltag wurde von den beteiligten Mannschaften sehr torreich eröffnet.

Waldhof – Rostock 1:2

Der SV Waldhof musste die erste Niederlage der laufenden Saison hinnehmen. Unser letzter Gegner Hansa Rostock zeigte sich vom Kampfspiel am Samstag gut erholt und ging in der 42. Minute mit 0:1 in Führung, noch vor der Pause glich Martinovic für Waldhof aus. Das Siegtor erzielte Verhoek bereits in der 48. Minute. Die Hanseaten konnten Waldhof in der zweiten Hälfte weitgehend von ihrem Kasten fernhalten und brachten den Sieg routiniert über die Zeit.

Türk Gücu – VB Lübeck 4:3

Im Sechzgerstadion traf Türkgücü auf den VfB Lübeck. Das spektakuläre Spiel endete mit 4:3. Es gab drei Elfmeter, darunter einen verschossenen von Röser für Lübeck. Dafür steuerte Türkgücü zwei Eigentore bei. Türkgücü ging durch einen Elfer von Boere 1:0 in Führung, Sorge glich per Eigentor in der 26. Minute aus. Kurz drauf stellte Erhard auf 2:1 (28. Minute). In der 50. Minute erhöhte Sliskovic auf 3:1. Durch einen Doppelschlag konnte Lübeck ausgleichen (54. Minute Velagic, Eigentor und 56. Röser). Am Ende entscheid ein fragwürdiger Handelfmeter für das Team von Alexander Schmidt (67. Minute Gabriele).

Uerdingen – Wehen 0:4

Der KFC Uerdingen ging in Düsseldorf mit 0:4 gegen den SV Wehen unter. Wurtz trug sich zweifach in die Schützenliste ein (12. und 30. Minute), noch vor der Pause sorgte Malone mit dem 0:3 für die Vorentscheidung, den Endstand besorgte Korte in der 63. Minute.

Dresden – Zwickau 1:2

Aufstiegsfavorit Dynamo Dresden verlor zu Hause im Sachsenderby mit 1:2 gegen die Schwäne aus Zwickau. Ex-Löwe Hosiner sorgte in der 2. Minute für einen Blitzstart für die Dynamos, doch Zwickau konnte postwendend durch Schikora ausgleichen (4. Minute). In der 30. Minute gelang den Gästen der verdiente Führungstreffer durch einen schön vorgetragenen Angriff über rechts, den Jensen per Fernschuss zum 2:1 abschloss. In der zweiten Hälfte drückte Dresden auf den Ausgleich, aber Zwickau konnte die Führung verteidigen. Dabei hatten die Westsachsen Glück als Mai in der Nachspielzeit mit einem Freistoß nur den Pfosten traf.

Verl – Magdeburg 3:1

Der SC Verl spielte in Paderborn und fand nach zwei Niederlagen gegen Magdeburg zum Siegen zurück. Verl begann offensiv und setzte Magdeburg unter Druck. So gelang Janjic bereits in der 7. Minute durch einen Kopfball das 1:0. Die Verler bauten die Führung auf 3:0 aus (Janjic 51. Minute und Taz 53. Minute), ehe die Ostdeutschen durch Müller in der 67. Minute zum Anschlusstreffer kamen. Mehr wollte den harmlosen Gästen aber nicht mehr gelingen.

Morgen wird‘s ernst!

Durch diese Ergebnisse bleibt 1860 Spitzenreiter! Wir fiebern natürlich alle dem Spitzenspiel morgen Abend entgegen. Die taktischen Varianten hat unser Experte Bernd Winninger wie immer für Euch im Rahmen unserer Taktiktafel akribisch untersucht. Morgen früh folgt die Vorstellung unseres Gegners aus dem Saarland. Und ab dem frühen Abend tickern wir dann wie immer für Euch live aus dem Stadion! Wir sind gespannt, wie Michael Köllner den gesperrten Philipp Steinhart ersetzt, ob der angeschlagene Daniel Wein auflaufen kann und ob Martin Pusic eventuell sein Startelfdebüt feiert.

Taktiktafel: Unser nächster Gegner: 1. FC Saarbrücken

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

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Willkommen zur Taktiktafel für unser Heimspiel in der englischen Woche gegen den 1.FC Saarbrücken. Der Aufsteiger aus dem Saarland hat bisher mit äußerst positiven Ergebnissen und vor allem mit dem spielerischem Ansatz, den die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok auf den Platz bringt, viele überrascht.

Nach einer Woche Zwangserholungspause wegen des abgesagten Spiels gegen den MSV Duisburg konnten die Saarländer am Sonntag im Heimspiel gegen Unterhaching in letzter Sekunde den dritten Sieg im vierten Spiel einfahren.

 

Womit müssen wir am Mittwoch rechnen, was macht den Liganeuling so stark, dass er Halle, Rostock und auch die Münchner Vorstädter aus Unterhaching in die Schranken weisen konnte?

 

Hat Trainer Kwasniok die Saarländer in der vergangenen Saison in der Regionalliga Südwest noch meist mit einem laufintensiven 3-5-2 auf den Platz geschickt, so spielte Saarbrücken in den bisherigen Spielen in Liga drei immer mit Viererkette. Im bisher einzigen Auswärtsspiel gegen den Mitaufsteiger VFB Lübeck (Endstand 1:1) kam ein 4-1-4-1, wie es auch vom TSV 1860 München praktiziert wird, zum Einsatz.

Zuhause wurde bis dato jeweils auf ein 4-3-3 offensiv zurückgegriffen. 4-1-4-1, 4-3-3? Wird Kwasniok versuchen dem Spiel den Saarbrücker Stempel aufzudrücken oder reagiert man mit der taktischen Grundaufstellung lieber auf das, was man vom TSV 1860 München erwartet?

 

Feine Klinge oder Kettensäge? Fragen über Fragen.

 

Kwasniok – der die Prüfung zum Fußballlehrer mit 1,0 bestand – wird bestimmt in der Feinabstimmung auf die von ihm erwartete Taktik des Löwendompteurs eingehen, aber im großen und ganzen wird er meiner Meinung nach wohl seine Mannschaft darauf trimmen das Heft in die Hand zu nehmen um das Spiel an sich zu reißen.

Der 1.FC Saarbrücken versucht immer spielerisch ins Match zu kommen. Die mit äußerst präzisem Passspiel (86% Quote) agierende Offensive der Saarländer hat auch in den Zweikämpfen mit Ball (Dribblings/Laufduelle) oft die Oberhand gegen die bisherigen Gegner behalten, fast die Hälfte aller Offensivzweikämpfe gewinnt der 1.FCS – so erspielte man sich an der Saar bereits mannigfaltige Torgelegenheiten.

Bereits fünfzig mal kamen die Saarländer in den vier bisherigen Spielen zum Abschluss. Fünfundzwanzig dieser Schüsse (50%) gingen auf den Kasten und sage und schreibe neun mal klingelte es bereits beim Gegner. Es ist also absolute Vorsicht geboten und höchste Konzentration vonnöten um den 1.FC Saarbrücken in Schach zu halten.

 

Wo kann man die Saarbrücker Defensive knacken?

Ganz klar über hohe Flanken von Außen in den Strafraum. Das Kopfballspiel der Saarbrücker ist in allen Mannschaftsteilen als eher schwach einzuordnen. Auch Angriffe über die Halbpositionen führen gegen den FCS bisweilen zu guten Chancen. Das liegt am bevorzugten 4-3-3 System, dazu aber weiter unten mehr.

 

Nachdem Saarbrücken nur im ersten Saisonspiel auf das 4-1-4-1 zurückgegriffen hat beleuchte ich hier nun das 4-3-3 mit dessen Verwendung bereits drei Siege für Saarbrücken zu Buche stehen.

Die Stärken des 4-3-3:

Im Offensivspiel kann eine Mannschaft die ein 4-3-3 praktiziert sehr variabel auftreten, durch die drei Stürmer wird Stress für die Abwehr des Gegners ausgelöst. Das rührt daher, dass durch die Variabilität dem Wechselspiel beider Varianten die Angreifer schwer ausrechenbar sind, somit können in jedem Spielzug andere Laufwege zum Tragen kommen. Dadurch überlagern sich manchmal die im Raum zu verteidigenden Schnittstellen, wodurch eine Überzahl für die Angreifer bei kreuzenden Stürmern entstehen kann.

Wenn die Mannschaft die 4-3-3 spielt obendrein auf Ballbesitzfußball mit hohem Pressing gegen den Ball setzt, ist die Chance für sie andauernden Druck auf den Strafraum bzw. das Tor des Gegners auszuüben sehr hoch.

Dadurch, dass die beiden Außenstürmer mit relativ wenig Energieleistung zwischen Sturm und Mittelfeld pendeln können, ist auch eine gute Anpassung an das Spielsystem des Gegners möglich. Es kann gegen den Ball leicht eine Überzahl generiert werden, die für den Gegner wenn die Räume gut verteidigt werden zu Ballverlusten führen kann. Dafür müssen beide Außenstürmer gegen den Ball konsequent nach hinten mitarbeiten.

Mit drei Stürmern geht vom 4-3-3 obendrein eine hohe Gefahr für Kontergegenstöße nach Ballgewinn aus. Es kann schnell umgeschaltet werden und die Sturmreihe wird, auch wenn sich die Außenstürmer in der Rückwärtsbewegung ins Mittelfeld haben fallen lassen, schnell wieder besetzt sein, da der Außenstürmer vom Anforderungsprofil ein sehr schneller Spieler ist.

 

Die Schwächen des 4-3-3:

Wenn der Gegner schnell spielt entstehen Lücken im Raum die dann durch entstehende Überzahl ausgenutzt werden können. Schnelle Spieler im Mittelfeld gepaart mit vertikalem Spiel helfen den Gegnern diese Räume gegen ein 4-3-3 zu schaffen. Man erinnere sich an das Pokalfinale vor einigen Jahren. „Bruder… Spiel den Ball lang…“ war die Devise der Frankfurter gegen den Gegner aus der Säbener Straße, der damals dieses System auf den Platz brachte – und siehe da: Frankfurt gewann damit 3:1. Das ist zwar nicht gerade attraktiv, aber höchst effizient.

Im Defensivspiel gegen Positionsangriffe sind die Halbräume und/oder Außenbahnen eine Schwäche des 4-3-3, da diese mit nur drei Mittelfeldspielern und ohne Unterstützung der Außenstürmer nie vollständig zugestellt werden können.

Auch gegen diagonales Spiel (Seitenwechsel) ist das System wenn die Defensivunterstützung durch die Außenstürmer nicht konsequent geboten wird anfällig, weil in diesem Fall im Mittelfeld um beide Flanken abzudecken ein Spieler abgeht.

 

Die Schlüsselspieler des 1.FCS:

Der defensive Mittelfeldmann und Kapitän Manuel Zeitz (#8) ist der absolute Herrscher im Mittelfeld. Er ist der Spieler mit den meisten erfolgreichen Aktionen pro Spiel bei Saarbrücken. 88.7% Passquote in den bisherigen Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Er leitet die meisten Angriffe ein und auch in der Balleroberung übertrumpft Zeitz jeden seiner Mitspieler. 75 % gewonnene Defensivduelle hat er in der laufenden Saison zu Buche stehen. Bereits 52 mal eroberte er den Ball schon in des Gegners Hälfte.

Der junge Nicklas Shipnoski (#7) ist sowohl Antreiber als auch Vollstrecker auf der Außenbahn. Zwei Tore konnte der Flügelflitzer in den Spielen bisher beisteuern, und bei über 60% seiner Dribblings ist sein Gegenspieler nur Statist.

Mittelstürmer Sebastian Jacob (#24) glänzt bisher sowohl durch Vorlagen als durch Tore, von diesem Mann geht höchste Gefahr aus. Zwei Treffer und zwei Assists hat er auf seinem Konto.

Im Abwehrdrittel der Saarbrücker stechen die Innenverteidiger Steven Zellner (#5) und Marin Sverko (#3) mit den meisten gewonnenen Defensivzweikämpfen heraus. Woraus wir drei Schlüsse ziehen können:

1.) Dass in der Innenverteidigung sehr gut gearbeitet wird – und Saarbrücken hier wenig bis nichts anbrennen lässt.

2.) Dass entweder die Außenverteidiger oft Angriffe der gegnerischen Mannschaft nicht in den Griff bekommen.

3.) Dass Saarbrücken es nicht schafft, den Gegner vor erreichen der „roten Zone“ zum Spiel durch das Zentrum zu zwingen. Nichtsdestotrotz sind die beiden Gegentreffer die Saarbrücken bisher hinnehmen musste aus Angriffen auf das Abwehrzentrum entstanden.

Der reaktionsschnelle und bisher schwer zu überwindende Torhüter Daniel Batz (#1) der bisher 86% aller Schüsse auf sein Tor halten konnte ist ein sicherer Rückhalt für die Saarländer, dem die Abwehr auch bei hohen Bällen und im Eins gegen Eins, falls mal ein Spieler der Gegner durch die Viererkette bricht, vertrauen kann.

 

Damit sind wir für heute aber noch nicht am Ende angekommen, denn beim TSV 1860 wird wegen einer gelb-rot Sperre aus dem Rostock Spiel mit Phillip Steinhart ein Schlüsselspieler, wenn nicht sogar der diese Saison wichtigste Spieler überhaupt, fehlen.

Welche Möglichkeiten hat Trainer Michael Köllner ihn zu ersetzen? Es könnte Stephan Salger, der während seiner Zeit bei Arminia Bielefeld schon als linker Verteidiger Erfahrung gesammelt hat auf Steinharts Position rausrutschen. Der würde die Position wohl eher als Außenverteidiger und nicht wie Steinhart als Flügelverteidiger interpretieren, damit wäre die offensive auf der linken Außenbahn stark geschwächt. Klassen und Gresler wären weitere Alternativen für diese Position.

Die für mich logischte Variante: Salger spielt auf der linken Außenverteidigerposition, Erdmann rutscht zwischen Moll und Salger als Innenverteidiger in die Viererkette und Wein bekommt den Part im defensiven Mittelfeld.

Falls die Taktik geändert werden sollte, sehe ich die Möglichkeit gegen den Ball mit 5-4-1 flach auf den Platz zu kommen. Erdmann käme dann als dritter IV und Klassen in die Position des LV, dafür würde Wein vermutlich auf der Bank Platz nehmen. Das gäbe die Möglichkeit bei Ballgewinn zwischen den Boxen, wenn Moll und Erdmann aus der Abwehr aufrücken, zu einem 3-2-4-1 zu verschieben und sobald die gegnerische rote Zone erreicht ist, mit Lex und Tallig die dann nach vorne schieben um mit Mölders als Dreiersturm, wie es ja auch im gewohnten 4-1-4-1 oft der Fall ist, im 3-2-1-3 für Unruhe beim Gegner zu sorgen.

Damit würde allerdings Willsch (2 Vorlagen 1 Tor) zu einem defensiveren Verhalten als sonst gezwungen. Allerdings ist auch asymmetrisches Verschieben nach vorne (IV-DM / RV-RA) denkbar wenn Situationsbedingt über die Flügel gespielt wird und die Spieler das taktisch verinnerlichen können. Das wäre die defensive Variante. Mit 3er Kette gegen einen 3er Sturm anzutreten halte ich persönlich für Harakiri, bleibt als offensive Variante ein 4-1-3-2 bei dem vermutlich Tallig für Pusic weichen müsste. Auf die Auflösung dieses Rätsels bin ich schon sehr gespannt.

Es wird – egal welche Mannschaft Michael Köllner mit egal welchem System auf den Patz schickt – ein heißer Tanz am Mittwoch Abend unter Flutlicht auf Giesings Höhen. Ich bin mir jedoch sicher er wird einen Plan haben und trotz der widrigen Umstände die das Spiel aus Löwensicht begleiten eine gut eingestellte Mannschaft auf den Platz schicken, die dem Gegner alles abverlangt und hoffentlich die drei Punkte an der Grünwalderstraße behält.

Liveticker: sechzger.de tickert wieder live aus dem Sechzgerstadion – hier kommt ihr zum Liveticker TSV 1860 München – 1. FC Saarbrücken

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

TSV 1874 Kottern vs TSV 1860 München II – Tickets erhältlich

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Am Samstag den 24. Oktober spielen die 1860 Amateure um 14:30 Uhr beim TSV 1874 Kottern vor Zuschauern – Tickets gibt es online hier:

https://billetto.eu/e/bayernliga-sud-tsv-1874-kottern-tsv-1860-munchen-ii-Tickets-484126

Expertentipps: TSV 1860 – FCS

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Aufstieg in die 3. Liga

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In den vergangenen Wochen lagen die Experten mit ihren Tipps hinsichtlich der Spiele der Löwen des Öfteren gar nicht so falsch: Richy Neudecker hatte ein 3:1 gegen den VfB Lübeck getippt (Endstand: 4:1) und Uwe Koschinat (Trainer SV Sandhausen) traf mit seiner 1:1-Prognose beim Auswärtsspiel in Rostock komplett ins Schwarze.

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Auch für den 6. Spieltag wurden einige bekannte Persönlichkeiten nach ihren Tipps gefragt und diesmal ist das besonders interessant für uns, da sowohl Gino Lettieri als auch Sebastian Jacob einen direkten Bezug zu den Löwen haben. Lettieri war als Spieler in den 80er Jahren bei den Amateuren des TSV 1860 München aktiv (zusammen mit seinem Bruder Gianni) und kehrte in den 90ern als Co-Trainer an die Grünwalder Straße zurück. In seiner Trainerlaufbahn war u.a. beim FC Augsburg, dem SV Darmstadt 98, dem SV Wehen Wiesbaden, dem FSV Frankfurt, dem MSV Dusiburg und zuletzt beim polnischen Erstligisten Koronia Kielce unter Vertrag. Für das morgige Spitzenspiel der 3. Liga sagt der Experte auf liga-drei.de ein 1:1-Remis voraus.

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Mit Sebastian Jacob kommt bei liga3-online.de ein Spieler zu Wort, der morgen sehr wahrscheinlich auch im Grünwalder Stadion auf dem Platz stehen wird. Seit seiner Rückkehr aus Kaiserslautern im Jahr 2018 erzielte der gebürtige Saarbrücker in 62 Spielen satte 44 Tore und bereitete weitere 13 vor. Wollen wir hoffen, dass sich daran morgen nichts ändert. Trotz einiger gewagter Tipps (u.a. einem torlosen Remis bei Dresden – Zwickau) konnte sich der 27-jährige Stürmer nicht zu einer Prognose bezüglich des Spitzenspiels 1860 – FCS durchringen. Er wird schon wissen warum…

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SECHZIG – Stadionzeitung online verfügbar

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Beim letzten Heimspiel gegen den VfB Lübeck, das ja quasi in letzter Sekunde zum Geisterspiel wurde, gab es noch eine Printausgabe (Sammlerstück), diesmal müssen sich die Löwenfans wieder mit der Online-Variante der Stadionzeitung zufrieden geben. Zugegebenermaßen dennoch ein toller Service, der vor allem auch die Sponsoren freuen dürfte.

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Diesmal im Heft:

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Servus | Vorwort von Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer
Sechzge |  Alle Löwen-Spieler mit Rückennummern
De Andern | 1. FC Saarbrücken: Rückkehr gleich doppelt
Wissenswert | Leader Daniel Batz | Der Trainer & Kurioses
Teamcheck | 1. FC Saarbrücken | Zu- und Abgänge
So schaugt‘s aus | Tabellen und Spielschemata
Zahlen & Fakten | Löwen-Statistik
Spielplan | Alle fix terminierten Partien im Überblick
Spielervorstellung | Richard Neudecker: „Ich wollte einfach zurück!“
Poster zum Herausnehmen | Marius Willsch
Neues aus Giesing | Marcel Schäfer besucht die Löwen | Dank für IT-Unterstützung
Statistik | Tabellen & Spielplan der U-Teams
U21 | Desolat & ohne Inspiration
U19 | Glücklich & zielstrebig
1860-Partner | Alle im Überblick
Löwenfreunde | Übersicht
SECHZGER Alm | Business Partner
Löwen spielen für Löwen | Minigolfturnier zu Gunsten des NLZs
Alte Liebe rostet nicht | Magische Momente – 1960: Löwenfans feiern FC Santos
Teamhistorie | Saison 1965/1966

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Hinsichtlich des letzten Punktes verweisen wir gerne auch nochmal auf unser Statistik-Tool. Zur angesprochenen Saison sind bereits alle Matches der Löwen hinterlegt!

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Sechzig um Sieben: Saarbrücken vor Augen + Training + Löwenstüberl

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

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Englische Woche und schön langsam kribbelt es auch schon wieder, zumal die Löwen als Tabellenführer morgen Abend um 18:60 Uhr den Verfolger 1. FC Saarbrücken empfangen werden. Für Spannung wird also auch in der Frühphase der Saison bereits gesorgt sein und wir werden wieder live für Euch tickern. Doch bis dahin wird noch einiges Wasser die Isar runterfließen und für Schlagzeilen sind wir Löwen ja immer gut.

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Auf das gestrige Statement seitens des TSV 1860, in dem innerhalb weniger Zeilen drei aktuelle Themen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben (Erdmann, Rassismus, Scheichlied bei München Mord), miteinander verwoben und in Zusammenhang gebracht wurden, wollen wir als sechzger.de am frühen Morgen nicht eingehen, verweisen jedoch gerne auf den gelungenen Kommentar der Kollegen vom Löwenmagazin.

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Doch zurück zum Sportlichen: Aufgrund seiner gelb-roten Karte in Rostock wird Philipp Steinhart morgen fehlen und eine große Lücke auf der linken Seite der Abwehrkette hinterlassen. Gab es in der Vorsaison doch des Öfteren berechtigte Kritik an der Defensivleistung unserer Nummer 36, so wirkt er in der neuen Spielzeit wie ausgewechselt und legte bislang herausragende Auftritte hin. Dass sein erster Stellvertreter Leon Klassen die Reise an die Ostsee aufgrund einer Mandelentzündung ausfallen lassen musste und somit wohl auch für Mittwoch Abend fraglich erscheint, stellt Trainer MIchael Köllner vor eine knifflige Herausforderung. Wir sind gespannt, wie der Taktikfuchs Köllner diese Situation meistern wird.

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Trainiert wird heute an der Grünwalder Straße natürlich auch, wobei Kiebitze wie gewohnt nicht zugelassen sind. Das Trainerteam empfängt die Mannschaft um 11.00 Uhr auf dem Rasen, um sie bestens auf den kommenden Gegner vorzubereiten.

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Selbstverständlich kann man sich zur Mittagszeit im Löwenstüberl stärken und zwischen folgenden beiden Gerichten wählen:

Spinatknödel in Sellerie-Karottenrahmgemüse mit Parmesanflocken (8,10 €)
Braumeistergulasch vom Schwein mit hausgemachten Breznknödeln (8,90 €)

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Sechzig@18:60 – Taktiktafel + Historie + Boulevard + Christmette

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Kaum ist das schwierige Auswärtsspiel bei Hansa Rostock überstanden, steht am Mittwoch bereits das nächste Spitzenspiel auf dem Programm, wenn der Tabellenführer den ersten Verfolger empfängt. Auch gegen den 1. FC Saarbrücken erwartet die Truppe von Michael Köllner eine anspruchsvolle Aufgabe, aber auch diesmal sind wir wieder zuversichtlich, dass die Löwen trotz der Sperre von Philipp Steinhart und des möglichen krankheitsbedingten Ausfalls seines Vertreters Leon Klassen die Punkte in Giesing behalten werden.

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Natürlich müssen wir heute aber nochmal zurückblicken auf die Ereignisse vom Samstag: In unserer Taktiktafel beleuchten wir diesmal nicht nur die taktischen Finessen der Mannschaften, sondern kommen nicht umhin, auch dem Schiedsrichter ein eigenes Kapitel zu widmen. Zwar sind die Gazetten nicht umsonst voll von Berichten über die Glanzparade von Stefan Salger, der sich beeindruckend als Ersatz von Marco Hiller ins Gespräch gebracht hat, doch gerade vor der Pause hatte auch Hansa einige Male Glück, nicht in  Unterzahl weiterspielen zu müssen. Zudem war die erste gelbe Karte von Philipp Steinhart schon sehr fraglich, da man im TV doch recht deutlich erkennt, dass er den Ball vor dem Pfiff des Schiedsrichter wegschoss, die Verwarnung wegen dieses Vergehens also unangebracht war, wie es auch Ex-Schiedsrichter Babak Rafati in seiner Kolumne andeutet. Vielleicht sollte man sich seitens der Löwen um eine Streichung des Verwarnung (und somit auch der Sperre am Mittwoch, weil es so ja nicht zum Platzverweis gekommen wäre?) vor dem Schiedsgericht bemühen – so ganz chancenlos wäre man da sicher nicht!

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Der zweite große Aufreger vom Samstag ist – na klar – die doch sehr unglückliche Geste von Dennis Erdmann, die er für einen möglichen Torerfolg als Einspieler wählte. Man kann jetzt natürlich argumentieren, dass er nicht zwingend damit rechnen konnte, tatsächlich mal zu treffen, aber nun war es nun mal so weit und schon ging das Ganze medial nach hinten los. Für manch tatsächlichen Brandstifter ein “Skandal”, für uns immerhin Anlass für einen Kommentar in Richtung Boulevard.

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Während die Zeitung mit vier großen Buchstaben ihrem Ruf also mal wieder gerecht wurde, berichtete die tz über einen möglichen Gottesdienst im Grünwalder Stadion am Heiligen Abend. Sollten die Inzidenzwerte auf dem aktuellen Niveau bleiben (aktuell: 72,43), dürften diese Überlegungen bald ad acta gelegt werden.

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So, zum Abschluss kommen wir nochmal zurück zum Thema “Saarbrücken”, denn genau heute vor 29 Jahren empfing der TSV 1860 die Gäste aus dem Saarland an der Grünwalder Straße. Bei strömendem Regen schickte Trainer Karsten Wettberg folgende Elf auf den Rasen:

Berg – Maurer, Hainer, Miller – Hinterberger, Motzke, Zeiler (Gröber), Störzenhofecker, Kneißl (Koutsoliakos) – Schmidbauer, Pingel

Vor 14.000 Zuschauern trennte man sich damals in der 2. Bundesliga Süd mit einem unbefriedigenden 0:0. Gegen einen Löwensieg hätten wir übermorgen sicher nichts einzuwenden…

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TAKTIKTAFEL – Der Punkt in Rostock in der Analyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Für die hochkarätige Partie gegen Hansa Rostock setzte Löwentrainer Michael Köllner auf die gleiche Startaufstellung wie beim 4:1-Sieg gegen Lübeck. Hansa Rostock musste gegenüber dem Spiel in Verl aufgrund von Verletzungen und einer Rotsperre auf zwei Positionen umstellen, wie ich bereits in der TAKTIKTAFEL vom Freitag angekündigt hatte: Für Lukas Scherff kam Luca Horn  im Mittelfeld zum Einsatz. Der rot-gesperrte Damian Roßbach wurde von Max Reinthaler, der schon gegen Verl nach dem Platzverweis eingewechselt worden war, um die Defensive zu verstärken, ersetzt.

 

Die Schiri-Leistung

Bevor es in die für Euch Leser gewohnte Nachbetrachtung geht, ein paar Worte zum Herrn in Schwarz: Ich komme hier leider nicht umhin, die Schiedsrichterleistung von Konrad Oldhafer genauer zu beleuchten – und viel Positives habe ich nicht zu berichten. Dieses ab der 15. Minute total zerfahrene Spiel, welches durch taktische Fouls auf beiden Seiten geprägt war und am Ende einen für die Löwen schmeichelhaften Punktgewinn einbrachte, dürfte in beiden Fanlagern, vor allem wegen fragwürdiger und inkonsequenter Schiedsrichterentscheidungen, so schnell nicht in Vergessenheit geraten. Dass die Hanseaten im Zweifel auf taktische Fouls setzen, um den Gegner nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, habe ich ja schon in der Taktiktafel vor dem Spiel am Freitag angekündigt. Dass der Unparteiische Konrad Oldhafer aus Hamburg diese dann auch so konsequent pfiff, wie er es getan hat, jedoch oft die im Regelwerk für diese Vergehen vorgesehene gelbe Karte in der Hemdtasche ließ, sorgte für viel Zerfahrenheit. Ein mit gelb vorbelasteter Spieler überlegt zweimal, bevor er ein weiteres Foul begeht. Bei regelgerechter Auslegung hätten bereits zum Ende der ersten Halbzeit zwei Rostocker Spieler (John Verhoek und Jan Löhmannsröben) nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen. Drei weitere hätten mit dem gelben Karton vorbelastet sein müssen, was bei gleicher harter Gangart im zweiten Durchgang im Verlauf des Spiels eine wahre Flut von Platzverweisen nach sich gezogen hätte. Auch für die Münchner Löwen hätte es in der ersten Halbzeit zusätzlich zu den zwei zurecht gezeigten gelben Karten noch weitere drei Verwarnungen geben müssen. Ich kann die Linie des Schiedsrichters, einerseits die taktischen Fouls zu pfeifen, sie aber andererseits nicht regelkonform zu ahnden, nicht nachvollziehen. Das konsequente Pfeifen dieser Vergehen bringt ja nichts für den Spielfluß, wenn die Karten dann stecken bleiben. Die betreffende Regel (Regel 12-3 “Disziplinarmaßnahmen”) lautet folgendermaßen: Ein Spieler ist zu verwarnen, wenn er (…) ein Foulspiel begeht, um einen aussichtsreichen Angriff zu verhindern oder zu unterbinden, es sei denn der Schiedsrichter entscheidet auf Strafstoß für ein Vergehen, das bei dem Versuch begangen wurde, den Ball zu spielen (…). Zu deutsch: Wenn es ein taktisches Foul gibt, ist die gelbe Karte zu zeigen, es sei denn, es gäbe wegen dieses taktischen Fouls einen Elfmeter. Der Schiedsrichter hätte also durch konsequentes Zeigen gelber Karten schon vor dem Halbzeitpfiff für ein besonneneres Herangehen der jeweils verteidigenden Mannschaft an Zweikämpfe sorgen können. Dieses Versäumnis von Konrad Oldhafer sorgte meines Erachtens nach dafür, dass das Spiel den Lauf genommen hat, den es dann genommen hat. Es war leider auch kein klassisches Kampfspiel, denn dafür hätten die Situationen durch Oldhafer wiederum großzügiger ausgelegt werden müssen. Es war – abgesehen von der ersten Viertelstunde – leider eine Aneinanderreihung kurzer Spielsequenzen und Standardsituationen. Wir wollen diesen Umstand mal entschuldigend darauf schieben, dass der erst 25jährige Oldhafer noch nicht über die Erfahrung manch anderer Kollegen verfügt. Dies auch aufgrund der Tatsache, dass er erst seit dieser Saison in die 3. Liga aufgestiegen ist. Bis zur letzten Saison leitete der Hamburger insgesamt 35 Partien in der Regionalliga Nord, in welcher er seit der Saison 2016/17 tätig war.

 

Die Spielanalyse

Kommen wir nun zum Spiel an sich: Bei eigenem Ballbesitz spielte die Rostocker Kogge ein 3-4-3 mit Löhmannsröben als defensivem und Bahn als offensivem Mittelfeldspieler. Sozusagen eine Flache Raute im Mittelfeld. Gegen den Ball verschob sich das 3-4-3 zu einem 5-3-2 oder 5-4-1. Die Rostocker verschieben taktisch wirklich sehr flexibel. Die Münchner Löwen traten im gewohnten, variabel interpretierten 4-1-4-1 an. Sowohl Lex als auch Tallig schoben aus dem Mittelfeld immer wieder in die vorderste Front mit hinein, wenn es für die Löwen in die rote Zone der Hanseaten ging.

Während der ersten 15 Minuten des Spiels schien der Matchplan diesbezüglich auch wunderbar aufzugehen. Dass eine starke Mannschaft, wie die Hausherren es sind, von Beginn an mehr Ballbesitz hat, verwundert nicht wirklich. Es hat wohl keiner wirklich damit gerechnet, dass der TSV 1860 nach Rostock fahren und das Spiel von Grund auf dominieren würde – dafür sind die Hanseaten alles in allem zu kompakt und auch von der Spielintelligenz zu clever. Dennoch war es in der ersten Viertelstunde, wenn man die Zahlen betrachtet, ein offenes Spiel mit leichten statistischen Vorteilen für die Sechzger. Beide Mannschaften hatten je eine Szene, die zum Torerfolg hätte führen können: Die Heimelf, als Löhmannsröben nach einem schlecht zu Ende gespielten Positionsangriff in Minute acht den nicht entscheidend geklärten Ball Hiller in die Arme schoss. Die Löwen, nachdem Steinhart in der zwölften Minute einen langen Ball auf Lex spielte, der diesen im Sechzehner auf halblinker Position unnachahmlich mit dem Fuß aus der Luft pflückte und mit seinem Abschluss nur noch am Verteidiger der Hanseaten scheiterte. Die Hanseaten also mit mehr Ballbesitz, die Sechzger mit der höheren Passgenauigkeit und dem besseren defensiven Stellungsspiel in der ersten Viertelstunde. In nackten Zahlen sieht das so aus: Ballbesitz 55:45 zugunsten der Rostocker. Passgenauigeit bei den Löwen knapp 80%, bei Rostock 74%. PPDA (zugelassene Pässe pro defensiv Aktion) 5.2 bei Sechzig 13.5 bei den Hanseaten. Auch die Quote bei den Flanken sieht den TSV 1860 im Vorteil zwei von drei geschlagenen Flanken kamen an, die dritte wurde von Hasas Abwehr zum Eckball, wovon die Löwen in der Anfangsviertelstunde insgesamt zwei auf ihrem Konto verbuchen konnten geklärt. Rostocks Ausbeute hier Null.

Der höhere Ballbesitz in der ersten Viertelstunde liegt, wie man das auch bei anderen Gegnern des TSV schon gesehen hatte, an der hohen Anzahl von Rückpässen und der Querspielerei in der eigenen Hälfte, was dem guten Pressing der Münchner geschuldet war. Ganze Elf mal gab es in der Anfangsviertelstunde einen Pass nach hinten bei den Rostockern. Dem stehen nur fünf solche Aktionen des TSV 1860 gegenüber. Auch bei den Querpässen erspielte sich in dieser Phase die Kogge im Ostseestadion einen klaren Vorteil. Die Verteidiger Sonnenberg, Riedel, Reinthaler waren Absender und Adressat der meisten Querpässe bei Rostock in den ersten 15 Minuten.

 

Der übrige Spielverlauf der ersten Halbzeit

Offensiv kamen die Löwen immer wieder über Richard Neudecker, der im Mittelfeld immer mehr zum Regisseur avanciert und Phillipp Steinhart, der als genialer Passgeber und Vorbereiter auf dem linken Flügel operiert, an den Sechzehner der Hanseaten heran. Leider sprang außer wenigen Standardsituationen nichts weiter Zählbares für den TSV dabei heraus. Man darf also getrost sagen, dass die Sechzger auf einem guten Weg waren, sich in das Spiel hineinzubeißen. Mit 4:2 Fouls ging Michael Köllners Elf zu Beginn auch eindeutig bissiger zu Werke. Marius Willsch sah bereits in Minute 14 den Gelben Karton. Ab etwa diesem Zeitpunkt begann das Spiel dem Unparteiischen – wie schon einleitend erwähnt – zu entgleiten.

Für beide Teams war die restliche halbe Stunde bis zum Pausenpfiff ein vom Schiedsrichter durch Inkonsequenz verursachtes Desaster, was den Rostockern, die mit einem zerfahrenen Spiel gegen die fußballerisch eindeutig stärkere Münchner Mannschaft mehr anfangen konnten, voll in die Karten spielte. Sage und schreibe zehn Mal foulten die Rostocker Spieler in dieser Zeit. Viermal allein John Verhoek, der wegen taktischer Fouls und wiederholtem Foulspiel, wenn man nach den geschriebenen Regeln pfeifen würde, schon in Halbzeit eins des Feldes verwiesen gehört. Das gleiche gilt für Jan Löhmannsröben, der im ersten Spielabschnitt zweimal ein sogenanntes taktisches Foul beging, aber nur einmal dafür verwarnt wurde. Lichtblick war allein Dennis Erdmanns Tor nach einem Eckstoß kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit. Der Ex-Rostocker kam nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Daniel Wein herein. Ansonsten gab es keine wirklichen Torchancen, außer nach je einem Schussversuch aus dem Spiel heraus.

 

Die Entstehung des Ausgleichs

Halbzeit zwei begann eigentlich ganz vielversprechend und es sah für wenige Minuten so aus, als ginge es diesmal ohne das fast schon obligatorische Gegentor. Aber wie man unsere Löwen kennt und es als Fan fast schon erwartet, kam der Treffer der Gastgeber prompt in Minute 50: Nach einem langen Ball von Dressel für Mölders kommt Hansa Rostock in Ballbesitz und baut den Angriff zielstrebig über das Zentrum und die halbrechte Seite auf. Dabei ist zu beachten, dass Salger in der Rückwärtsbewegung seine angestammte Position nicht hält und nahe der Mittellinie ein Kopfballduell gegen Verhoek klar verliert. Flügelverteidiger Steinhart wird wegen Salgers Fehlen in der Abwehr auf die Halbposition gezwungen, Erdmann muss in die Abwehrkette rutschen. Dressel versucht die Außenbahn zu decken. Auf der Halbposition vor dem Sechzehner verliert Steinhart dann einen Zweikampf, den er nicht hätte führen müssen, wäre Salger nicht irgendwo am Mittelkreis rumgeturnt. Daraufhin bekommt Rostocks Neidhart auf dem rechten Flügel den Ball, den er quer und damit für die in der Rückwärtsbewegung befindliche Abwehr der Löwen sehr schwer zu verteidigen, nach innen passt. Bentley Baxter Bahn, für den Erdmann, der in die Kette abkippen musste, zuständig ist, kann daher aus ca. 18 Metern unhaltbar für Marco Hiller ins Tor abschließen. Als Bahn schießt, sieht man noch, wie Salger aus dem Mittelfeld zurückkommt und versucht zu verhindern, was leider wegen seiner taktischen Undiszipliniertheit nicht mehr zu verhindern ist.

 

Der weitere Verlauf der zweiten Halbzeit

Ab diesem Zeitpunkt spielten nur noch die Rostocker. Die wenigen Entlastungsangriffe des TSV 1860, der nach wie vor versuchte, über kurzes Abspiel des Torwarts aus der Defensive heraus kontrolliert aufzubauen, wurden von Hansas konsequentem hohen Pressing fast jedes Mal im Keim erstickt. Die absolute Lufthoheit der Gastgeber machte aber auch langes Spiel weit in des Gegners Hälfte hinein zu keiner wirklichen taktischen Option für die Löwen im Aufbau nach Ballgewinn. Nur drei Kopfballduelle gewannen die Löwen in der gegnerischen hälfte während Halbzeit zwei. So kämpften sich tapfere, zum Schluss auch noch um Steinhart dezimierte Löwen nach dem Gegentor durch weitere 40 Minuten reguläre Spielzeit (plus fünf Minuten Nachspielzeit), in die der Schiedsrichter unzählige weitere Fehlentscheidungen einbaute.

 

Die zweite Halbzeit in Zahlen

Für die zweite Halbzeit sehen die Zahlen für Sechzig absolut grausam aus: Null Schüssen auf des Gegners Tor stehen sieben für Rostock gegenüber. Die Löwen konnten nur 36% Ballbesitz verzeichnen. Nur die PPDA konnte  im Rahmen gehalten werden und sieht mit 10.65 bei so wenig Ballbesitz gar nicht mal schlecht aus. Dafür sank die Präzision im eigenen Passspiel auf den mit rund 63% schlechtesten Saisonwert in einer Halbzeit. All diese Zahlen sind ein Indikator für den großen Druck, den Hansa aufbaute. Von den Schüssen der Kogge gingen in der zweiten Halbzeit knapp 71,5% auf den Kasten von Hiller, und nur durch Glück, Wille und der Mithilfe dreier Unparteiischer konnte das 1:1 von den Löwen verteidigt werden. Allerdings – und das ist entscheidend – auch so einen Punkt zu retten, muss eine Mannschaft erst einmal schaffen. Von daher ist für mich nach wie vor alles im Lot und es gibt keinen Grund zur Panik. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt, gekämpft bis zum Umfallen und wird das meiner Meinung nach auch weiterhin bedingungslos tun. Individuelle Fehler, die zu Toren führen, können immer mal passieren. Ich bin mir sicher, Michael Köllner wird in der Analyse die richtigen Worte finden und dem Spieler Salger nicht den Kopf abreißen. Ich bin ausgesprochen zuversichtlich, dass der bisher überzeugende Innenverteidiger im nächsten Spiel beweisen wird, dass sein „faux pas“ ein einmaliger Ausrutscher war.

 

Das Fazit

Mein Fazit führt mich nochmal weg vom eigentlichen Spiel und hin zum Unparteiischen: Ein konsequent pfeifender Schiedsrichter hätte bei insgesamt 40 Fouls sicher öfter als sieben Mal den gelben Karton gezogen. Mit der Schiedsrichterleistung steht und fällt das gesamte Spiel. Und hier hat er beiden Mannschaften durch die Art und Weise der Spielleitung leider einen Bärendienst erwiesen. Ich gehöre normalerweise zu den Menschen, die einen Schiri gern in Schutz nehmen und hervorheben, dass Fehler menschlich sind. Das geht hier aber leider nur bedingt. Diesen Unparteiischen sollte man – aufgrund seiner mangelnden Erfahrung – nicht in Spielen der dritten Liga, bei denen man im Vorfeld weiß, dass es ruppig werden könnte, an die Pfeife lassen. Der Fehler liegt hier also eher beim DFB, den armen Teufel an der Ostsee in so ein kaltes Wasser zu werfen. Hoffen wir für ihn, dass er bei künftigen Partien mehr Glück hat. Ansonsten sollte man eventuell darüber nachdenken, ihm doch noch für ein paar Spielzeiten Erfahrung in der Regionalliga sammeln zu lassen. Sein junges Alter macht dies ohne Weiteres möglich.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Christmette im Sechzgerstadion?

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Bekanntermaßen sind derzeit im Münchner Profifußball keinerlei Zuschauer zugelassen und die Plätze im Grünwalder Stadion und in der Arena vor den Toren der Stadt bleiben leer – kein Wunder bei einem aktuellen Inzidenzwert von 72,43 (siehe Corona-Ampel auf sechzger.de)! Umso überraschender kommt nun der Vorstoß von CSU-Politiker Manuel Pretzl, man könne ja die Messe am Hl. Abend im Giesinger Wahrzeichen stattfinden lassen.

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„Die Verwaltung soll nach geeigneten Stätten suchen, um die Christmette unter freiem Himmel abhalten zu können. Es geht um Orte unter freiem Himmel, die nachts beleuchtet werden können und wo eine Lautsprecheranlage vorhanden ist.“ Diese Vorgabe erfülle das Sechzgerstadion ebenso wie diverse Bezirkssportanlagen. Dass derlei Veranstaltungen an der Grünwalder Straße funktionieren, beweist das jährliche Adventssingen der Freunde des Sechz’ger Stadions immer wieder aufs Neue.

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Worin nun allerdings der Unterschied zwischen singenden Fußballfans und singenden Gläubigen besteht, bleibt wohl das Geheimnis der Politik…

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Wenn der Boulevard von Skandalen schreibt…

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Liebe BILD, wir müssen reden. Darüber, was für Dich ein “Skandal” ist. Ernsthaft. Nicht nur, dass Du das Thema vermutlich von einem anderen 1860-Blog aufgegriffen hast, der ebenfalls durch die doch recht seichte Boulevard-Schule des Lebens ging, sondern vor allem darüber, dass Du seit zig Jahren mit Hetze und tendenziöser Darstellung dafür sorgst, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Und gerade Du, BILD, sprichst jetzt von einem “Skandal”, wenn ein Fußballspieler eine Kopf-ab-Geste macht und diese dann von seinem Arbeitgeber in den Sozialen Medien geteilt wird.

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Versteh mich nicht falsch, liebe BILD, auch ich kann dieser Geste nichts abgewinnen und finde sie unangebracht, aber gerade Du solltest Dich in Fragen der Moral einfach zurücknehmen und – mit Verlaub – die Fresse halten. Wie oft hast Du in der Vergangenheit Menschen diffamiert, politisch zumindest zweifelhafte Positionen vertreten und jeglichen Anstand vermissen lassen? Aber klar: Die Auflage heiligt alle Mittel, gell?

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Bevor Du, liebe BILD, mit Bezug auf den TSV 1860 das nächste Mal von einem “Skandal” sprichst, solltest Du es vielleicht erstmal auf die Reihe bekommen, keine WhatsApp-Nachrichten eines Kindes zu veröffentlichen, dessen Geschwister gerade getötet wurden. Aber klar, das ist natürlich viel weniger schlimm und dient der öffentlichen Aufklärung. Schon klar, BILD…

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