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30.09.2017: TSV 1860 gewinnt RL-Spitzenspiel gegen Schweinfurt

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30.09.2017 TSV 1860 FC Schweinfurt 05
Choreographie zum Heimspiel des TSV 1860 gegen den FC Schweinfurt 05 am 30.09.2017

Erster gegen Zweiter, Favorit gegen Verfolger. Mit fünf Punkten Vorsprung startete der TSV 1860 am 30.09.2017 in die Partie gegen den FC Schweinfurt 05. Für die Schnüdel musste also fast schon ein Sieg auf Giesings Höhen her, um die Löwen in der Tabelle nicht enteilen zu lassen. Doch schon früh zeichnete sich ab, dass die drei Punkte an diesem Wiesn-Samstag in Giesing bleiben würden.

TSV 1860 überrumpelt den FC Schweinfurt 05

Es war angerichtet. 12.200 Zuschauer fanden an diesem Samstag Nachmittag den Weg ins Grünwalder Stadion, wobei die Gäste ihr Kontingent überraschenderweise nicht ausgeschöpft hatten. Die Löwen legten los wie die Feuerwehr: Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als Markus Ziereis das Stadion zum ersten Mal erbeben ließ. Sascha Mölders hatte den langen Ball in seiner unnachahmlichen Art festgemacht, den mitgelaufenen Sturmkollegen perfekt in Szene gesetzt und der Zier schob eiskalt zum 1:0 ein. Traumstart!

Die ganz in weiß gekleideten Löwen ließen nicht locker und legten direkt nach. Diesmal trieb Nicholas Helmbrecht den Ball durchs Mittelfeld, legte dann ab auf Mölders und der zirkelte den Ball aus knapp 20 Metern ins lange Ecke. 2:0 nach 13 Minuten. Eine frühe Vorentscheidung?

Die Schnüdel schlagen zurück

Mitnichten, denn der FC Schweinfurt 05 kam nun besser ins Spiel und drängte 1860 zunehmend in die eigene Hälfte. Als Fery in der 32. Minuten zum 2:1 verkürzte, war plötzlich wieder alles drin für die Gäste, die in der Folge einige Chancen zum Ausgleich hatten – und vergaben.

In der 56. Minute folgte jedoch der nächste Rückschlag für die Löwen. Helmbrecht musste mit Gelb-Rot vom Platz, Münchens große Liebe musste nun also in Unterzahl um die drei Punkte kämpfen. Die Schnüdel mit den späteren Löwen Marius Willsch und Herbert Paul zogen teilweise ein Powerplay auf, scheiterten aber immer wieder an der von Jan Mauersberger und Aaron Berzel organisierten Abwehrreihe der Löwen.

Mölders erlöst die Löwen

Fünf Minuten vor dem Ende erlöste schließlich – na klar – Sascha Mölders die Löwen mit dem 3:1. Berzel schlug einen langen Ball in die Spitze, den Mölders ideal annahm, sich durch zwei Gegenspieler durchtankte und perfekt zum Schlusspunkt der Partie einnetzte. Ein ungemein wichtiger Sieg für Sechzig, denn mit diesem Sieg über den FC Schweinfurt 05 vergrößerte der TSV 1860 seinen Vorsprung auf acht Punkte und zeigte deutlich auf, dass man sogar zu zehnt in der Lage ist, die direkte Konkurrenz in Schach zu halten. Der Rest ist bekannt: Am Ende der Saison stand der Meistertitel in der Regionalliga Bayern. In der Relegation setzten sich die Löwen gegen den 1. FC Saarbrücken durch und stiegen nach einem Jahr in der Vierklassigkeit in die 3. Liga auf.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Daniel Bierofka setzte gegen den FC Schweinfurt 05 auf folgende Elf des TSV 1860.

Hiller – Weeger, Berzel, Mauersberger, Steinhart – Wein, Hursan (70. Köppel), Helmbrecht, Karger (82. Andermatt) – Ziereis (56. Koussou), Mölders

Tore:
1:0 Ziereis (6.), 2:0 Mölders (13.), 2:1 Fery (32.), 3:1 Mölders (85.)

Gelb-Rot:
Helmbrecht (56.)

Rugby Löwen verlieren gegen SG Ulm/Ravensburg

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tsv 1860 rugby löwen ulm ravensburg

Nach der Auftaktniederlage in Vorarlberg wollten die SG StuSta Dragons/TSV 1860 ihr erstes Heimspiel natürlich gerne erfolgreich gestalten. Gegen die SG Ulm/Ravensburg setzte es nach hartem Kampf jedoch eine deutliche 24:59-Niederlage.

Rugby Löwen unterliegen SG Ulm/Ravensburg

Mit großen Zielen trat Aufsteiger SG StuSta Dragons/TSV 1860 zu ihrem Wiesn-Heimspiel an und wollte die ersten Regionalliga-Punkte einfahren. Aus diesem Vorhaben wurde jedoch leider nichts – ein starker Gegner, zu viele eigene Fehler und ein fast schon unheimliches Verletzungspech machten den Löwen einen Strich durch die Rechnung. Teilweise zu unsauber agierte der Aufsteiger von der Isar, während die Gegner einfach schneller spielten und die Löwen wiederholt aus dem Rhythmus brachten.

Hinzu kam, dass die SG StuSta Dragons/TSV 1860 bereits in der 9. Minute erstmals verletzungsbedingt wechseln musste, später weitere Spieler ausfielen und am Ende auf Seiten der Löwen nur noch 13 Spieler auf dem Platz standen, weil sich beide Einwechselspieler später ebenfalls verletzten. Einer der Akteure musste sogar direkt vom Rettungswagen abgeholt werden – gute Besserung an dieser Stelle!

Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass sich die Löwen nie aufgaben und in Unterzahl sogar zwei Trys legten. Dank der insgesamt vier Trys während der Partie bekamen die Münchner in der Tabelle einen Bonuspunkt gutgeschrieben, der im Kampf um den Klassenerhalt noch sehr wichtig werden könnte.

Deutlich besser verlief das Wochenende für die 2. Mannschaft der Rugby-Abteilung des TSV 1860 München. Die Zweite setzte sich in einem kombinierten Team beim Verbandsliga-Turnier in Weilheim mit 37:5 durch.

Fotos: Rugbylicious Photography

Fotogalerie: Die Löwen auf der Wiesn

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titelbild fotogalerie löwen wiesn

Am Dienstagabend stand der traditionelle Wiesnbesuch des TSV 1860 München auf dem Programm. Neben Spielern, Trainern und Funktionären fanden sich auch Oberbürgermeister Dominik Krause sowie die 3. Bürgermeisterin Verena Dietl im Hacker-Zelt ein. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen von den Löwen auf der Wiesn.

Fotogalerie: Die Löwen auf der Wiesn

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

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Sechzig um Sieben: Faßmann und Eberwein wieder im Training

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SECHZIG UM SIEBEN

Die Mitte der Woche ist erreicht und nach dem gestrigen Wiesn-Besuch gilt es für die Löwen, sich nun gezielt auf das Heimspiel gegen die SpVgg Ansbach vorzubereiten. Bereits am Dienstag mischten die zuletzt ausgefallenen Lasse Faßmann und Michael Eberwein wieder im Training mit.

Faßmann und Eberwein wieder im Training

Mit Damjan Dordan und Felix Weber, die in Burghausen verletzungsbedingt ausgewechselt worden waren, nahmen an der gestrigen Trainingseinheit zwei weitere Wackelkandidaten für den Samstag teil. Vitus Eicher, Lance Fiedler und Dennis Dressel trainierten individuell, sollten jedoch für die Partie gegen Ansbach einsatzbereit sein. Emre Erdogan hingegen verletzte sich im Training an der Schulter und verließ den Platz mit schmerzverzerrtem Gesicht.

Ex-Löwe Eric Weeger vor Rückkehr ins Grünwalder Stadion

Wenn die Löwen am kommenden Samstag die SpVgg Ansbach im Grünwalder Stadion empfangen, ist das für einen Spieler mit Sicherheit ein ganz besonderes Spiel. Eric Weeger stieg einst mit dem TSV 1860 in die 3. Liga auf, absolvierte dort elf Spiele für Münchens große Liebe und kehrte 2020 zu seinem Jugendverein nach Mittelfranken zurück.

sechzger.de-Talk 281: Burghausen in der Analyse & Vorschau auf Ansbach

Peter moderiert den sechzger.de-Talk 281 nach der völlig unnötigen 1:3-Niederlage am Samstagnachmittag in Burghausen. Außerdem geht es um das Kaderpersonal, Trikots, Präsentationsjacken, Fanclubveranstaltungen und den nächsten Gegner aus Ansbach. Natürlich darf auch die beliebte Schnellraterunde nicht fehlen.

Was bedeutet die Olympia-Bewerbung für den TSV 1860?

München ist seit Samstag offiziell Deutschlands Bewerberstadt für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044. Die endgültige Entscheidung des IOC über den Austragungsort soll 2029 fallen. Das Grünwalder Stadion ist für den Fall des Zuschlags als Austragungsstätte für Rugby vorgesehen. Welche Bedeutung hat die Olympia-Bewerbung für den TSV 1860 München?

Neues aus der Regionalliga Bayern

Buchbach punktet in Unterhaching

Trotz eines zwischenzeitlichen 0:2-Rückstandes in Unterhaching bleibt der TSV Buchbach weiterhin ungeschlagen. Nachdem Ex-Löwe Mike Gevorgyan und Moritz Müller die Bobfahrer in Führung gebracht hatten, sorgten Andreas Hirtlreiter und Samed Bahar noch für den Punktgewinn des Tabellenführers.

SpVgg Bayreuth übernimmt Merchandising in Eigenregie

Nicht nur bei den Löwen gibt es Veränderungen in der Vermarktung der Merchandiding-Artikel, sondern auch bei der Oldschdod. Mit Wirkung zum 1. Oktober übernimmt der Traditionsklub den Verkauf seiner Fanartikel vollständig in Eigenregie. Damit endet die bisherige Zusammenarbeit mit dem Anbieter “Tribünenkult” in ihrer bisherigen Form.

SC Eltersdorf: Oleksandr Churilov ältester Spieler der RL Bayern

Die Franken halten seit dem 11. Spieltag einen Höchstwert, denn Torhüter Oleksandr Churilov ist mit 42 Jahren, drei Monaten und 19 Tagen der bislang älteste eingesetzte Spieler in der Geschichte der Regionalliga Bayern.

Was bedeutet die Olympia-Bewerbung für das Grünwalder Stadion?

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Grünwalder Stadion Machbarkeitsstudie

München ist seit Samstag offiziell Deutschlands Bewerberstadt für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044. Die endgültige Entscheidung des IOC über den Austragungsort soll 2029 fallen. Das Grünwalder Stadion ist für den Fall des Zuschlags als Austragungsstätte für Rugby vorgesehen. Welche Bedeutung hat die Olympia-Bewerbung für den TSV 1860 München?

Modernisierungsprogramm für Münchens Sportinfrastruktur

Die bayerische Landeshauptstadt könnte bei einer möglichen Olympia-Austragung stark auf die vorhandene Infrastruktur von 1972 zurückgreifen. Gleichzeitig sind zahlreiche Sportstätten inzwischen veraltet und müssten modernisiert oder teilweise neu gebaut werden. Die Bewerbung Münchens beinhaltet deshalb auch ein großes Modernisierungsprogramm für Münchens Sportinfrastruktur.

Das ist für den TSV 1860 besonders interessant, weil das Grünwalder Stadion Teil dieses Sportstätten-Konzepts werden soll. Die Olympia-Bewerbung ist damit nicht nur eine abstrakte Stadtentwicklungsfrage, sondern berührt unmittelbar die seit Jahren offene Stadionfrage unserer Löwen.

Bereits die frühere Stadionplanung von 1860 sieht eine grundlegende Modernisierung des Stadions an der Grünwalder Straße vor: rund 27.000 Zuschauer, eine zeitgemäße Infrastruktur und Erstligatauglichkeit. Die Finanzierung und weitere politische sowie baurechtliche Fragen waren bislang allerdings wesentliche Hürden.

Was bedeutet die Olympia-Bewerbung für das Grünwalder Stadion?

Oberbürgermeister Dominik Krause bezeichnet die Olympia-Nominierung Münchens ausdrücklich als „Rückenwind“ für den Stadionausbau. Das Grünwalder Stadion ist im Münchner Olympia-Konzept als mögliche Wettkampfstätte für Rugby vorgesehen. Auch olympischer Fußball war zwischenzeitlich angedacht, stattdessen wird wohl in Nürnberg, Regensburg, Stuttgart und Karlsruhe gespielt. Gleichzeitig betont Krause, dass die Stadt das Stadion auch unabhängig von Olympia modernisieren möchte.

Damit entsteht eine interessante Konstellation: Das Stadion müsste nicht erst wegen Olympia (um-)gebaut werden. Aber Olympia könnte dazu beitragen, dass ohnehin gewünschte Investitionen politisch, finanziell und organisatorisch schneller vorankommen. Für 1860 ist also nicht entscheidend, ob im Sechzgerstadion irgendwann tatsächlich olympisches Rugby stattfindet. Vielmehr ist von Bedeutung, dass die Olympia-Bewerbung die Rahmenbedingungen für den Stadionumbau erheblich verändern könnte.

Sechzgerstadion als Teil eines größeren öffentlichen Projekts

Bisher war der Ausbau des Stadions in Giesing in erster Linie ein Projekt des TSV 1860; der Verein möchte eine größere, modernere und wirtschaftlich leistungsfähigere Spielstätte. Durch die Olympia-Bewerbung bekommt das Stadion nun zusätzlich eine Funktion im Sportstätten-Konzept der Stadt München. Krause betont ausdrücklich, dass das Grünwalder Stadion als Olympia-Wettkampfstätte vorgesehen sei.

Dies verändert die Argumentation gegenüber Stadt, Freistaat und Bund. Das Stadion wäre dann nicht ausschließlich eine Investition zugunsten des TSV 1860, sondern könnte Teil einer übergeordneten Münchner Sportinfrastruktur sein. Das ist vermutlich der wichtigste Hebel der Olympia-Bewerbung.

Finanzierung könnte realistischer werden

Die geplante Modernisierung bewegt sich in einer Größenordnung von über 100 Millionen Euro. Genau diese Summe war bislang eines der größten Probleme. Wie bereits auf der Mitgliederversammlung präsentiert, wird bei Münchens großer Liebe über eine mögliche Finanzierung zu jeweils einem Drittel durch Bund/Freistaat, Stadt und den TSV 1860 (über externe Investoren) nachgedacht. Konkrete Finanzierungsdetails sind allerdings noch offen.

Die Olympia-Bewerbung könnte hierbei zusätzliche öffentliche Fördermöglichkeiten eröffnen. So könnten zusätzliche Fördergelder von Bund und Land für das Stadionprojekt ermöglicht werden. Wichtig ist allerdings die Unterscheidung: Die Olympia-Nominierung bedeutet noch nicht, dass 1860 nun automatisch Geld für den Stadionumbau bekommt. Sie verbessert vielmehr die Voraussetzungen dafür, entsprechende Förderungen und Beteiligungen zu begründen.

Zeitliche Planung könnte sich beschleunigen

Auch beim Verfahren selbst gibt es offenbar Bewegung, denn der TSV 1860 möchte bereits im Oktober den Bauvorbescheid beantragen. Walter Lechner, der Vorsitzende der Stadionkommission, erwartet durch die Olympia-Bewerbung einen „echten Beschleuniger“, unter anderem bei den bislang schwierigen Verhandlungen über den Erbpachtvertrag.

Dies ist für die Löwen selbstredend enorm relevant, denn selbst wenn das Stadionkonzept grundsätzlich politisch gewollt ist, muss eine ganze Reihe von Fragen geklärt werden:

  • Baurecht
  • Lärmschutz
  • Erbpacht
  • Finanzierung
  • Rolle der Stadt
  • Beteiligung von Freistaat und Bund
  • Eigenanteil des TSV 1860
  • Konkrete Anforderungen an eine mögliche Olympia-Wettkampfstätte

Die Olympia-Bewerbung erzeugt also einen zusätzlichen Zeit- und Handlungsdruck, diese Fragen zu lösen, was den Löwen durchaus zugute kommen könnte.

Für 1860 mehr als ein moderneres Stadion

Die wirtschaftliche Dimension des möglichen Stadionumbaus wäre für die Löwen nicht zu unterschätzen. Das geplante Stadion mit rund 27.000 Plätzen und zusätzlichen Business-/VIP-Bereichen würde dem Verein erheblich mehr Möglichkeiten eröffnen als das heutige Grünwalder Stadion. Die Machbarkeitsstudie sieht ausdrücklich eine erstligataugliche Arena mit entsprechenden kommerziellen Bereichen vor.

Neben höheren Zuschauereinnahmen, mehr Erlösen aus VIP- und Business-Bereichen, besseren Vermarktungsmöglichkeiten und einem Stadion, das auch für höherklassigen Fußball geeignet wäre, würde dies für den TSV 1860 in erster Linie bedeuten, dass man eine dauerhafte Perspektive am traditionellen Standort Giesing hätte.

Gerade der letzte Punkt ist für 1860 von besonderer Bedeutung. Das Stadion wäre nicht nur eine Infrastrukturmaßnahme, sondern würde die Frage beantworten, ob und unter welchen Bedingungen der TSV langfristig in seinem Stadtteil bleiben kann.

Es bleiben erhebliche Fragezeichen

„A gmahde Wiesn“ ist der Stadionausbau aber trotz der Olympia-Bewerbung Münchens natürlich noch lange nicht. Die dreistellige Millionensumme muss erst tatsächlich finanziert werden, in erster Linie ist der Eigenanteil der Löwen weiterhin ungeklärt. Inwiefern der TSV 1860 seine eigenen Mittel über Investoren, Sponsoren, Gönner oder die geplante Genossenschaft aufbringen kann, wird sich zeigen (müssen).

OB Dominik Krause stellt zwar Unterstützung in Aussicht, betont aber gleichzeitig, dass er Entscheidungen des Stadtrats und des Vereins nicht vorgreifen wolle. Das Stadion soll nach seiner Aussage ohnehin unabhängig von Olympia modernisiert werden.

Olympia selbst ist noch nicht vergeben

Zudem ist München zunächst nur Deutschlands Bewerberstadt, der internationale Bewerbungsprozess läuft erst an. Die IOC-Entscheidung soll 2029 fallen.

Sollte das Grünwalder tatsächlich Olympia-Wettkampfstätte werden, müssten bestimmte Anforderungen erfüllt werden. Welche konkreten zusätzlichen Maßnahmen daraus entstehen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend festgelegt.

Titelbild: Powerhouse Company

sechzger.de-Talk 281: Burghausen in der Analyse & Vorschau auf Ansbach

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Talk 281

Auch nach unglücklichen Wochen stehlen wir uns nicht aus der Verantwortung. Peter moderiert den sechzger.de-Talk 281 nach der völlig unnötigen 1:3-Niederlage am Samstagnachmittag in Burghausen.
Außerdem geht es um das Kaderpersonal, Trikots, Präsentationsjacken, Fanclubveranstaltungen und den nächsten Gegner aus Ansbach. Natürlich darf auch die beliebte Schnellraterunde nicht fehlen. Mit von der Partie sind Thomas, Christian und Marco, der zum siebten Mal dabei ist und seinen Stand als häufigster externer Gast weiter ausbaut.

Niederlage in Burghausen

Noch immer steckt die erste Saisonpleite den Gästen in den Knochen. Neben lustigen Anekdoten rund um das Spiel geht es in dieser Ausgabe viel um das Sportliche und die Gründe für gewisse, spielübergreifende Defizite der Löwenmannschaft. Obwohl wir uns fast gar nicht aus der Salzachstadt verabschieden wollen, hätte eine Besprechung der Stimmung fast gefehlt – zum Glück hat Christian noch daran gedacht!

Personal & G’wand

Danach geht es gleich in eine kurze Zwischenanalyse der Kaderzusammenstellung und die Frage nach Alternativen, wenn sich die aktuellen Verletzungsprobleme weiter zeigen. Außerdem gehen die Protagonisten auf das Auswärtstrikot ein und Thomas berichtet von Qualität und Schnitt der Trainingsjacke.

Schnellraterunde

Auch in Folge 281 wird selbstverständlich gequizzt. Ob Titelverteidiger Christian seinen Höhenflug fortsetzen kann oder ob der Gast aus dem nördlichen Oberbayern seine Chance nutzt, müsst ihr selbst herausfinden. Viel Spaß beim Mitraten.

Vor dem Heimspiel gegen die SpVgg Ansbach

Zuletzt gehen wir noch kurz auf die anstehende Partie gegen Ansbach ein, das zu Saisonbeginn wie ein sicherer Absteiger aussah, sich nun aber stabilisiert haben. Trotz der gerissenen Serie bei den Löwen sind alle vier Talker weiter optimistisch und rechnen mit einem Heimsieg unseres TSV.

Der sechzger.de Talk 281 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de-Talk gibt’s für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Eric Weeger – Ex-Löwe und Ansbacher Dauerbrenner

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1860-Saarbrücken-603-Kopie

Wenn die Löwen am kommenden Samstag die SpVgg Ansbach im Grünwalder Stadion empfangen, ist das für einen Spieler mit Sicherheit ein ganz besonderes Spiel. Eric Weeger stieg einst mit dem TSV 1860 in die 3. Liga auf, absolvierte dort elf Spiele für Münchens große Liebe und kehrte 2020 zu seinem Jugendverein nach Mittelfranken zurück.

Eric Weeger zurück im Grünwalder Stadion

Zwar lief der 29-Jährige seit seinem Abschied von der Grünwalder Straße schon mehrmals in Giesing auf, allerdings halt gegen die Zweitvertretung aus der Seitenstraße. Nun geht es also gegen seinen Ex-Verein TSV 1860 München, für den er selbst von 2011 bis 2020 die Fußballstiefel schnürte. Mit 14 verließ Weeger die SpVgg Ansbach, um zu den Löwen zu wechseln, durchlief in der Folge sämtliche Jugendmannschaften und fand sich nach dem Zwangsabstieg des TSV 1860 in die Regionalliga Bayern plötzlich in deren 1. Mannschaft wieder.

Bei Sechzig stand Weeger 30 Mal für die U17, 49 Mal für die U19, 33 Mal für die U21 und 49 Mal für die 1. Mannschaft in Pflichtspielen auf den Platz und gehörte zu der Mannschaft, die in der Saison 2017/18 den Aufstieg in die 3. Liga fixierte. Dabei kam der Abwehrspieler in 29 Partien zum Einsatz und erzielte einen Treffer. Auch in der 3. Liga absolvierte der gebürtige Wolframs-Eschenbacher elf Partien, ehe er zurück nach Ansbach wechselte.

Ansbacher Eigengewächs und Dauerbrenner

Dort entwickelte sich Eric Weeger sofort zum Stammspieler und Dauerbrenner der Spielvereinigung. Sowohl in der Bayernliga Nord als auch in der Regionalliga Bayern führt kein Weg vorbei am 29-Jährigen, der sowohl in der Innenverteidigung als auch als rechter Abwehrspieler eingesetzt werden kann. Mittlerweile bringt Weeger es auf stolze 185 Pflichtspiele für die SpVgg Ansbach und konnte sich am vergangenen Wochenende beim Sieg in Landsberg zum 27. Mal in die Torschützenliste eintragen.

Nun kehrt der Defensivspieler also zurück an seine alte Wirkungsstätte, wo er einen seiner größten Erfolge feiern konnte. Beim entscheidenden 2:2 gegen den 1. FC Saarbrücken am 27.05.2018 war Weeger als rechter Verteidiger im Einsatz und somit hautnah dabei beim Aufstieg.

29.09.1940: 1860 schlägt Wacker auf dem Weg zur Stadtmeisterschaft

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

Dass in Kriegszeiten überhaupt Fußball gespielt wurde, klingt an sich schon unrealistisch. Tatsächlich fand aber sogar ein Regelspielbetrieb statt, überregional wurde u.a. der Tschammerpokal, also der Vorläufer des heutigen DFB-Pokals, ausgespielt. Diesen gewannen die Löwen bekanntlich im Jahr 1942. Im Herbst 1940 empfing der TSV 1860 den FC Wacker auf dem Weg zur Münchner Stadtmeisterschaft.

Münchner Stadtmeister 1940

Zehn Vereine aus der Landeshauptstadt nahmen an der Liga teil. Viele Partien konnten nicht zuletzt kriegsbedingt gar nicht erst ausgetragen werden. Dennoch durften sich die Löwen nach acht selbst absolvierten Partien als Stadtmeister feiern lassen. Mit sieben Siegen, 14:2 Punkten und 40:9 Toren konnten sie die Konkurrenz hinter sich lassen.

Wobei: Wenn man ganz ehrlich ist, ist das Tabellenbild schon arg verzerrt, da andere Teams teilweise deutlich weniger Spiele absolvieren konnten. So beendete beispielsweise der FC Bayern die Runde mit nur vier Partien und 6:2 Punkten auf Rang 4. Zwischen den Blauen und den Roten platzierten sich der FC Hansa München (7 Spiele, 9:5 Punkte) und der Post-SV München (7 Spiele, 8:6 Punkte).

TSV 1860 schlägt den FC Wacker München

Am 29.09.1940 empfing der TSV 1860 die Blausterne vom FC Wacker vor 2.500 Zuschauern an der Grünwalder Straße. In der Runde zuvor hatten die Löwen den FC Alte Haide auswärts mit 8:0 abgefertigt und gingen als Favorit in die Partie. Dieser Rolle schienen sie auch gerecht zu werden, denn bereits nach gut 20 Minuten stand es 2:0 für die Hausherren. Mit dem schnellen Anschlusstreffer machte es Wacker nochmal spannend, doch einer Stunde stellte der TSV 1860 den alten Vorsprung wieder her. Kurz vor dem Ende verkürzten die Blausterne zwar erneut, doch die Punkte blieben in Giesing.

Löwenstürmer Heinz Krückeberg, der in diesem Spiel zweimal für den TSV 1860 einnetzte, überlebte den Krieg nicht. Er fiel im März 1945 an der Ostfront.

Die Aufstellung der Löwen

Im September 1940 spielte folgende des TSV 1860 gegen den FC Wacker München:

Talew – Schmeiser, Wendl – K. Janda, Bayerer, Graf – Keim, L. Janda, Krückeberg, Fey, Eisele

Tore:
1:0 Krückeberg (20.), 2:0 Eisele (21.), 2:1 Wehmann (25.), 3:1 Krückeberg (61.), 3:2 Bäcker (85.)

Die historischen Daten stammen aus dem großartigen Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys.

Sechzig um sieben: Wutmonolog in der Kabine

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Sechzig um Sieben von sechzger.de für den TSV 1860 München

Nach der genauso unnötigen wie ärgerlichen Niederlage des TSV 1860 München in Burghausen hielt Kapitän Dennis Dressel in der Kabine einen “Wutmonolog” (Abendzeitung).

Giesinger Gedanken zum “Wutmonolog”

Diesen “Wutmonolog” nahm Peter Gratz zum Anlass, sich Giesinger Gedanken über die Gründe für die Niederlage zu machen. Ermoniert natürlich wie viel andere die Effektivität der Löwen vor dem Tor und den Doppelwechsel in der Innenverteidigung.

Unschöner Nachmittag – schöne Photos

Das Ergebnis war natürlich unschön und die Löwen belohnten sich nicht für einen ihrer besten Saisonauftritte bisher. Aber vielleicht machen einige tolle Bilder vom Spielfeldrand die Niederlage rückblickend doch etwas erträglicher. Unser Photograph Andreas Edge war ganz nah dran und Stefan Kranzberg hat die besten Bilder wie immer für Euch zusammengestellt.

Kantersieg für 1860 III

Positive Nachrichten gab es Wochenende wenigstens von einer Löwenmannschaft. 1860 III gewann mit 11:0 bei der DJK München. Die Vierte hingegen musste sich dem MSV Bajuwaren mit 3:4 geschlagen geben.

Das war’s schon für heute! sechzger.de wünscht Euch einen schönen zweiten Wiesn-Dienstag!

 

Giesinger Gedanken zur Niederlage in Burghausen

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Giesinger Gedanken Burghausen

Einen Wutmonolog soll Kapitän Dennis Dressel laut Abendzeitung nach dem Spiel in Burghausen abgelassen haben. Hier würde man sich wünschen, dass der Boulevard einmal nicht übertrieben hat, sondern es im Inneren der Mannschaft wirklich so aussieht. Wut und Ärger darüber, sich wieder einmal selbst um die verdienten Punkte gebracht zu haben. Ich war gestern – zum zweiten Mal in dieser Spielzeit – nicht zornig, dafür aber enttäuscht und leider auch etwas ratlos. Wie kann man so ein Spiel noch verlieren? Warum wechseln wir so komisch aus? Warum hat Flo Niederlechner einfach kein Glück? Hier sind meine  – wenig ausgefeilten – Giesinger Gedanken zur Partie in Burghausen, die mich noch immer nicht loslässt.

Stand your ground!

Über eine Szene zum Spielende war ich dann aber doch einigermaßen sauer. Da schießen die Burghauser doch tatsächlich das 3:1 und besiegeln den Sieg.  So weit, so gut. Dann rennt aber alles Weiß-Schwarze inklusive Staff und Auswechselspieler direkt vor die Bank der Löwen und jubelt, als wäre ihnen gerade der Aufstieg gelungen. So etwas darf sich eine Mannschaft doch nicht einfach gefallen lassen! Ich verlange natürlich keine wilden Handgemenge, aber etwas mehr Reviermentalität wäre schon angebracht.

Sonst ist es eine Mischung aus Ungeduld, Ernüchterung und Ratlosigkeit, die mich nach der Partie einigermaßen geknickt zurücklässt. Die Ausrede der fehlenden Erfahrung zieht gegen ein Burghausen mit einem Altersschnitt weit diesseits der 25 nicht wirklich. Nach dem Bachschmid-Ausfall war der älteste Feldspieler 25 Jahre alt. Mit Spielern wie Niederlechner, Weber und auch Dressel sind wir dagegen eine routinierte Truppe.

Woran hat es gelegen?

Aber woran hat es dann gelegen? Zum einen auf dieses Match bezogen, aber auch spielübergreifend gesehen. Dass wir die Tore nicht machen, ist (noch) Unvermögen. Viele geblockte Schüsse bedeuten nicht nur Pech, sondern auch fehlende Ruhe und Übersicht vor dem Tor. Außerdem fehlt uns ein (zweiter) Stürmer. Hinter Florian Niederlechner – der noch nie ein echter Goalgetter war – kommt erstmal lange nichts. Calderon ist von wirklicher Regionalligaqualität noch meilenweit entfernt und Noah Klose muss sich nach seiner Verletzung auch erst wieder finden. Aktuell steht er ja für den Spieltagskader noch nicht zur Verfügung. Das wird kombiniert mit Problem Nummer drei zur echten Schwierigkeit, denn unsere Nummer sieben hat aktuell einfach Pech. Niederlechner ackert für drei, kommt in Abschlusspositionen und steht oft gut. Der Ball will aber einfach nicht ins Tor. Ich bin überzeugt, dass der Knopf im Laufe der Saison noch aufgeht, aktuell bräuchte es aber einfach einen zweiten Angreifer, den man einwechseln könnte. Hoffentlich kommt Michael Eberwein bald zurück, ihm traue ich auch die Position ganz vorne ohne Bedenken zu.

Schwierige Lösungsfindung

Zwei weitere Punkte, die in Gesprächen mit einigen Fans und in der ausführlicheren Analyse während der Heimfahrt immer wieder aufkamen, sind die Ecken und die Umstellung in der Verteidigung. Zu den Ecken fällt mir in der aktuellen Situation nicht wirklich eine Lösung ein. Mit den Ausfällen von Faßmann und Eberwein haben wir eigentlich überhaupt keine wirklichen Kopfballspieler mehr auf dem Feld. Ständig irgendwelche Varianten zu probieren, ist aber auch nicht das Ei des Kolumbus.

Kopfballstark sind eventuell die zwei Innenverteidiger aus der U19, die bei den Profis mittrainieren. Davon saß gestern Ludwig Estermann auf der Bank. Warum nicht er als gelernter Innenverteidiger ins Spiel kommt, wenn Felix Weber anscheinend nicht mehr weitermachen konnte, ist mir schleierhaft. Eine weitere Möglichkeit wäre es gewesen, Dressel zurückzubeordern und dann Collins im Mittelfeld zu bringen. Bis zu dem Zeitpunkt der Variante mit Bell als Innenverteidiger – die gegen Buchbach ja auch schon eher suboptimal funktioniert hat – konnte Burghausen offensiv keinerlei Akzente setzen, danach ermöglichte eine fehlerhafte Zuordnung den Führungstreffer. Wenn man ein funktionierendes System schon nicht personell aufrechterhalten kann, erscheint es seltsam, dann gleich alles über den Haufen zu werfen.

Meckern auf hohem Niveau

Abschließend gilt es aber noch einmal festzuhalten, dass es sich hier immer noch um Meckern auf sehr hohem Niveau handelt. Aber wir sind halt bei Sechzig. Und da erwartet jeder – mich eingeschlossen – ob bewusst oder unbewusst, dass die Löwen in der Regionalliga oben mitspielen. Mich persönlich würde es ja gar nicht so sehr ärgern, wenn wir  – wie im Toto-Pokal – recht chancenlos verlieren und der Gegner einfach besser war. Diese knappen, unnötigen und selbstverschuldeten Niederlagen und Unentschieden wie schon gegen Fürth II sind es, die mich sauer machen. Weil ja sichtbar ist, dass es besser gehen könnte, dass die anderen nicht besser sind. Aber das ist doch eigentlich auch etwas Schönes?

 


 

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und stellen die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors dar. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.