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25.05.1931: 1860 zieht ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft ein

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

Lang bevor die Bundesliga gegründet wurde, war der Fußball in Deutschland in zahlreiche regionale Spielklassen aufgeteilt und die Deutsche Meisterschaft wurde in einer Endrunde im KO-Modus ausgespielt. Der SV 1860 (zu der Zeit nicht “TSV”) trat damals in der Bezirksliga Bayern (Gruppe Südbayern) an und musste dem ungeschlagenen FC Bayern den Vortritt lassen. Dennoch landeten die Blauen am Ende der Spielzeit vor den Roten und spielten um die Deutsche Meisterschaft.

Starke Punktrunde der Löwen

Neun Siege und fünf Niederlagen sammelten die Löwen in der Südbayern-Gruppe der Bezirksliga Bayern. Keine Chance gegen den übermächtigen FC Bayern, aber immerhin Platz 2 vor dem punktgleichen SSV Schwaben Augsburg. Doch damit war das Aus noch nicht besiegelt. Ganz im Gegenteil: Jetzt ging es für den SV 1860 im Kampf um die Deutsche Meisterschaft erst so richtig los. Es folgte die “Runde der 2. und 3.” (Abt. Südost) und dort liefen die Löwen zu Höchstform auf. 13 Siege und nur eine Niederlage (ein 1:5 beim 1. FC Nürnberg) in 14 Partien sprachen eine deutliche Sprache. Als Rundensieger durfte 1860 an der Qualifikation zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teilnehmen.

1860 bezwingt Phönix Ludwigshafen

Dort wurde den Löwen Phönix Ludwigshafen als Gegner zugelost – ein harter Brocken! 20.000 Zuschauer besuchten die Partie in Mannheim, die 1860 zu beherrschen schien. 3:1 führte Sechzig zur Pause und gar bis zur 75. Minute. Dann kamen die Pfälzer auf und glichen innerhalb von fünf Minuten zum 3:3 aus. So stand es auch nach 90 und gar 120 Minuten – ein Wiederholungsspiel musste her.

Dort setzte sich der SV 1860 mit 2:1 durch und zog in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft aus.

1860 auf dem Weg zur Meisterschaft?

In der Vorrunde gastierte der Meidericher SV im Heinrich-Zisch-Stadion und hatte beim 1:4 keine Chance. Zweimal Huber, Thalmeier und Oeldenberger schossen die Zebras zurück an die Wedau.

Viertelfinale gegen Sepp Herberger

Im Viertelfinale traf des SV 1860 im Stadion am Riederwald (Frankfurt) auf Tennis Borussia Berlin. Trainer der Hauptstädter war damals ein gewisser Sepp Herberger, doch die Löwen waren nicht gewillt, sich auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft stoppen zu lassen. Entsprechend konzentriert ging Sechzig zu Werk, Otto Oeldenberger schoss 1860 in der 32. Minute ins Halbfinale.

Die Aufstellung des SV 1860

Trainer Max Breunig setzte am 25.05.1931 im Viertelfinale gegen Tennis Borussia Berlin auf folgende Elf:

Riemke – Schäfer, Wendl – Stock, Pledl, Eiberle – Stiglbauer, Lachner, Huber, Oeldenberger, Thalmeier

Tor:
Oeldenberger (31.)

Sieg im Halbfinale gegen Holstein Kiel

Auch im Halbfinale war Oeldenberger wieder zur Stelle und traf für die Löwen. Zuvor hatte Pledl den SV 1860 in Duisburg gegen Holstein Kiel in Führung gebracht. Mit dem 2:0 über die Störche zog die Mannschaft von Max Breunig ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein.

Fragwürdige Entscheidungen gegen 1860

Im Finale gegen Hertha BSC war der SV 1860 die bessere Mannschaft, doch das Schiedsrichtergespann hatte etwas gegen den Titelgewinn der Löwen und bevorzugte die Hauptstädter so offensichtlich, dass selbst die Presse dies öffentlich anprangerte. 50.000 Zuschauer in Köln waren ebenso erschüttert wie die Mannschaft des SV 1860, als ihr zwei glasklare Elfmeter verwehrt wurden. Auf der anderen Seite erzielte die Hertha zwei Abseitstore, die jedoch gewertet wurden und so reichten die Tore Oeldenberger und Lachner nicht zur Meisterschaft für 1860. Mit dem unter äußerst fragwürdigen Bedingungen zustande gekommenen 3:2-Sieg feierte stattdessen Hertha BSC den Titel. Die Löwen waren jedoch die erste Mannschaft aus München, die das Endspiel erreicht hatte.

Nähere Informationen zum Endspiel findet Ihr u.a. auch im Löwenblick #1 der Abteilung Vereinsgeschichte, in dem Ihr auch ein Postermotiv dieser Partie findet. Die historischen Daten sind wieder dem Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys entnommen. Kauftipp!

Toto Pokal: Fotogalerie zu Würzburger Kickers – TSV 1860

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fotogalerie würzburger kickers tsv 1860

Ein letztes Spiel, eine letzte Enttäuschung – im Elfmeterschießen mussten sich die Löwen im Toto Pokal-Finale geschlagen geben und konnten somit nicht für ein einigermaßen versöhnliches Ende sorgen. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen von der Partie des TSV 1860 München bei den Würzburger Kickers.

Fotogalerie zu Würzburger Kickers – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

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TSV 1860 verliert Finale um Toto Pokal im Elfmeterschießen

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1860 würzburg toto pokal

Bei sommerlichen Temperaturen trafen im Toto Pokal Finale die Würzburger Kickers und der TSV 1860 am Dallenberg aufeinander. Nach einem 1:1 nach 90 Minuten verloren die Löwen das Elfmeterschießen gegen die Unterfranken.

Haugen trifft für die Löwen

In den ersten Minuten deutete die extrem ersatzgeschwächte Mannschaft von Markus Kauczinski durchaus an, dass sie gewillt war, die Saison mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Trotz der Ausfälle von Dordan, Verlaat, Schifferl, Philipp, Maier, Deniz, Reinthaler, Volland, Niederlechner und Voet sah das zu Beginn recht gefällig aus

Nach zehn Minuten war der erste Schwung jedoch verpufft und die Unterfranken kamen ein ums anderen mal vors Tor von Thomas Dähne. Gefährlich wurde es dabei zwar in den wenigsten Fällen, ein Klassenunterschied war jedoch nicht zu erkennen. Die beste Chance hatte dann aber Haugen für die Löwen, sein Schuss aus spitzem Winkel landete jedoch am Außennetz (19.). In der 32. Minute steuerte der Norweger dann alleine aufs Würzburger Tor zu, doch Ex-Löwe Johann Hipper im Kasten der Kickers klärte stark zur Ecke.

In der 39. Minute war es dann aber endlich so weit: Steinkötter setzte Haugen in Szene und der netzte per Kopf zum 0:1 ein (39.)

TSV 1860 verliert Finale um Toto Pokal im Elfmeterschießen

Kurz nach dem Seitenwechsel dann direkt zwei gute Chancen der Löwen: Erst kratzte Ex-Löwe Kurzweg einen Schuss von Steinkötter von der Linie und nur Sekunden später verpasste Danhof eine Hereingabe von Steinkötter nur knapp. Auf der Gegenseite verzog Kurzweg dann aus kurzer Distanz deutlich.  Besser machte es dann Nischalke, doch sein Schuss klatschte an den Pfosten (57.) – Glück für Sechzig!

Die Kickers waren nun am Drücker, wurden in der Folge aber nur selten wirklich gefährlich. In der 90. Minute schepperte es dann aber doch noch und – fast schon natürlich – war es Tarsis Bonga, der die Rothosen jubeln ließ. Es ging also ins Elfmeterschießen und dort vergaben Patrick Hobsch und Kilian Jakob, während alle Würzburger Schützen souverän verwandelten.

Somit ist eine enttäuschende Saison endlich vorbei!

Liveticker: Würzburger Kickers – TSV 1860 München (Toto Pokal)

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Liveticker Toto Pokal Würzburger Kickers TSV 1860

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen den Würzburger Kickers und dem TSV 1860 München! Die beiden Mannschaften treffen im Endspiel des Toto Pokals am Dallenberg aufeinander.

Ein Finale, in dem es eigentlich um nichts geht, ergibt auf den ersten Blick wenig Sinn. Beide Teams sind bereits für den DFB Pokal qualifiziert und für die Unterfranken dürfte der Fokus in erster Linie auf den bevorstehenden Relegationsspielen um den Aufstieg in die 3. Liga liegen, in denen die Kickers auf Lok Leipzig treffen. Leichtes Spiel also für den TSV 1860? Mitnichten, denn wir sprechen hier ja immer noch über unsere Löwen… Dennoch hoffen wir natürlich das Beste und somit auf den zweiten Triumph im Toto Pokal nach 2020. Gegner damals waren übrigens die Würzburger Kickers – also auf geht’s, Löwen!

Statistik

Mögliche Aufstellung:
21 Dähne – 29 Rittmüller, 25 Dulic (85. 30 Wolfram), 33 Faßmann – 5 Jacobsen (C) (75. 44 Husic), 35 Kiefersauer – 2 Danhof (70. 41 Lippmann), 20 Althaus, 27 Pfeifer (70. 18 Jakob) – 22 Haugen, 9 Steinkötter (90.+4 34 Hobsch)

Bank:
40 Bachmann (TW), 13 Christiansen, 17 Schröter, 46 Estermann

Tore:
0:1 Haugen (39.), 1:1 Bonga (90.)

Elfmeterschießen:
0:1 Haugen, 1:1 Thomann, 1:2 Rittmüller, 2:2 Bonga, Hobsch vergibt, 3:2 Cisse, Jakob vergibt, 4:2 Omore

Die Personalsituation

Es fehlen:
Dordan, Verlaat, Schifferl, Philipp, Maier, Deniz, Reinthaler, Volland, Niederlechner, Voet, Klose (alle verletzt), Fuchs, Qela (alle nicht berücksichtigt), Vollath (TW-Trainer)

Ausfälle bei den Würzburger Kickers:
keine

Wo könnt ihr das Spiel Würzburger Kickers – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Match wird im Free-TV im Rahmen der Konferenz der ARD übertragen. Zudem könnt Ihr die Partie einzeln im Livestream der ARD und des BR verfolgen. Zudem dürfte das Löwen-Radio live in Würzburg vor Ort sein.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Giesinger Gedanken: Heute in Würzburg ein bedeutungsloser Kick?

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Manchmal verstehe ich unseren Verein und sein ganzes Umfeld nicht! In diesen Tagen ist das mal wieder so. Da haben wir heute Nachmittag ein Pokalfinale vor der Brust nach dessen Abpfiff ein Titel gewonnen werden kann und überall ist von einem “bedeutungslosen Kick” die Rede. Weil die aus diesem angeblich wertlosen Titel resultierende Qualifikation für den DFB-Pokal 2026/27 aufgrund der Regionalligaplatzierung des Gegners und Gastgebers in Würzburg schon in den berühmten trockenen Tüchern ist. Schlichte Freude über einen möglichen Pokalsieg am Ende einer langen Saison, die so viele Enttäuschungen hervorgerufen hat, ist für sehr viele Löwenfans anscheinend nicht denkbar. Schade!

Zählt nur der DFB-Pokal?

Schon klar: Unser Anspruch muss ein anderer sein. Als zweifacher Deutscher Pokalsieger ist selbstverständlich dieser große bundesweite Wettbewerb das natürliche Terrain, auf dem wir uns bewegen wollen. Der DFB-Pokal der Titel, den wir dereinst wieder einmal gewinnen sollten. Die Realität ist allerdings schon seit sechzig Jahren eine andere. Nach dem Gewinn 1964 standen wir im Mai 1967 noch ein einziges Mal im Halbfinale. Danach sind dann nur noch vier (!) Viertelfinals mit den Löwen verzeichnet (zuletzt 2008 gegen die Seitenstraßler, wie wir schmerzlich erinnern). Ansonsten gab’s meist ein frühes Aus, in der Regel schon im Herbst. Und aus den letzten zehn Spielzeiten resultierten insgesamt nur sechs Teilnahmen.

Darf man angesichts dieser Fakten wirklich den DFB-Pokal als den Wettbewerb bezeichnen, in dem wir Löwen aktuell noch unsere natürliche Heimat haben? Ist dies derzeit nicht viel mehr der Landespokal, dessen vom Werbepartner bestimmter, meist verwendeter Name “Totopokal” zugegebenermaßen die Bedeutung für den einen oder anderen schon auf diesem Weg etwas herabsetzt?

Finaltag der Amateure mit viel Aufmerksamkeit

Die Landespokalwettbewerbe, die in den 21 Landesverbänden, die unter dem DFB organisiert sind, stattfinden, haben in den letzten Jahren eine deutlich Aufwertung erfahren. Heute ist der sogenannte “Finaltag der Amateure”. Wobei es die Bezeichnung nicht ganz trifft, da in fast der Hälfte der heutigen Endspiele Teams aus der 3. Liga – einer Profiliga – stehen und auch viele beteiligte Regionalligisten unter Profibedingungen arbeiten. Diesem Wettbewerb wird heuer bereits zum elften Mal eine mediale Aufmerksamkeit eingeräumt, die weit über die jeweiligen Länder- bzw. Regionalverbandsgrenzen hinausgeht. Für den TSV 1860 besteht die Möglichkeit, sich heute Abend um kurz nach sechs, also zur SPORTSCHAU-Zeit vor den Augen bundweiter Fernsehzuschauer einen Titel zu holen. Hat das alles keine Bedeutung für uns?

Sinnfrage zu Titeln

In diversen Foren wurden in den letzten Tagen massenhaft Karten für das Spiel angeboten. Gefühlt will kaum mehr jemand heute in Würzburg dabei sein. Seltsamerweise gab es dagegen noch vor wenigen Wochen einen vielfachen Aufschrei rund um den Verkaufsprozess der Tickets für dieses Finale, als zahlreiche Löwenfans nicht zum Zuge kamen. Das machte sogar ein Artikel aus der Reihe Giesinger Gedanken zum Thema.

Was hat sich seither verändert? Ist tatsächlich die eingangs erwähnte, bereits erfolgte Qualifikation für den DFB-Pokal der kommenden Saison der Grund, dass sich viele Anhänger in weiß und blau inzwischen von der Partie in Würzburg abwenden und kein Interesse mehr daran haben? Da kann man ja direkt in eine Sinnkrise verfallen und die ganz grundsätzliche Frage aufwerfen, worum es (uns) beim Fußball eigentlich geht. Ist das Gewinnen eines Titels nicht für sich genommen etwas erfreuliches? Ist das Ganze nur dann attraktiv, wenn daraus auch die Qualifikation für den nächsthöheren Wettbewerb folgt? Dieser Logik folgend hätte allerdings auch der Gewinn des großen Pokalfinals in Berlin gar keinen Wert für sich – geht es doch auch hier letztlich im Zweifelsfall “nur” um die Quali für die Europaleague.

Landespokale mit speziellem Charakter

Nein, ich kann diese Haltung nicht nachvollziehen. Ein vielleicht verständliches Argument gegen die sportliche Bedeutung des Landespokals ist, dass hier in den ersten Runden jeweils lockere Testkicks gegen unterklassige Gegner auf dem Programm stehen, was der ganzen Veranstaltung für manch einen die Ernsthaftigkeit nimmt. Dies ist aber nunmal zentraler Bestandteil dieses Wettbewerbs. Und das macht wiederum für andere Fans seinen Charme aus. Von der “Championsleague der Fußballromantiker” sprechen die, wenn sie vom Landespokal reden. Dorf- und Provinzvereine kommen in der Frühphase der Saison mal für ein paar Stunden auf eine große Bühne, die Spiele gegen die großen Vereine, wie den TSV 1860 haben Volksfestcharakter und der mitreisende Fan lernt Fußballplätze kennen, denen er im normalen Fan-Alltag wohl kaum begegnet wäre. Das muss man nicht mögen. Darf man aber.

Noch nie live dabei beim Totopokal-Triumph

Spätestens ab dem Viertelfinale ist es mit den Gaudi-Kicks in der Provinz dann aber vorbei, sind die Gegner sportlich ernst zu nehmen. Was insbesondere die katastrophale Bilanz des TSV 1860 in den letzten Spielzeiten im Totopokal gezeigt hat. Schon seit dem Corona-Sommer 2020 kamen unser Verein gar nicht mehr in die Verlegenheit, sich über die Bedeutung einer Teilnahme am Landespokalfinale Gedanken zu machen, weil es jeweils erst gar nicht erreicht wurde. Und beim Endspiel im September 2020 (auch gegen Würzburg), das auf Giesings Höhen im Elfmeterschießen gewonne wurde, durfte keiner dabei sein… Allein schon aus diesem Grund, weil ich trotz jahrzehntelanger Anhängerschaft noch nie in den Genuss kam, diesen Titelgewinn vor Ort miterleben zu dürfen, bin ich heiß auf das Spiel in Würzburg heute! Stehe ich damit allein? Bin ich damit wirklich in der Minderheit unter den Löwenfans?

Löwen, holt das Ding! Und freut Euch drüber!

Vielleicht passt es zum Naturell des Anhängers in weiß und blau und insbesondere zum Löwenblues, der nach dieser Drittligasaison mal wieder massiv vorherrscht, dass Vorfreude auf ein Pokalendspiel und einen möglichen Titelgewinn sich bei vielen einfach nicht einstellen will. Ich persönlich mache da nicht mit! Ich freu mich, dass heute – nach den Stationen Reichmannsdorf, Geiselbullach, Illertissen, Aubstadt und Regensburg – eine (Landes-)Pokalsaison zu Ende geht, in der die Mannschaft genau das getan hat, was in den letzten Jahren stets gefehlt hat, was vielfach vehement gefordert wurde und was nun aber bitteschön auch die Fans zu beherzigen haben: Den Landespokal ernst nehmen, den Titel nach München holen und sich darüber freuen!
Das soll heute passieren!
Auf geht’s, Löwen!

 

23.05.2002: TSV 1860 zeigt sich beim SC Freimann in Torlaune

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Benjamin Lauth (TSV 1860)
Benjamin Lauth (TSV 1860) nach dem Spiel bei BATE Borisov

Für Profifußballer gibt es sicher Prickelnderes, als nach der Saison noch ein paar Freundschaftsspiele absolvieren zu müssen. Für einige ist es eine unnötige Abschiedstour vor dem Wechsel zu einem anderen Verein. Andere wären sicher lieber schon am Urlaubsziel, als nochmal über die Dörfer zu tingeln. Der TSV 1860 absolvierte nach der Saison 2001/02 auch noch einige Partien und zeigte sich heute vor 24 Jahren beim SC Freimann in Torlaune.

Das Ende einer Ära

Die abgelaufene Saison war bei den Löwen eine denkwürdige gewesen. Im Oktober 2001 war die Ära Werner Lorant an der Grünwalder Straße geendet. Er wurde durch seinen Co-Trainer Peter Pacult, der sich als Spieler beim TSV 1860 Kultstatus erworben hatte, abgelöst.

Am Ende der Spielzeit stand Platz 9 und die Qualifikation für den UI-Cup. Zudem stellten die Löwen mit Martin Max (18 Tore) den Torschützenkönig der Bundesliga. Den Titel musste er sich mit Marcio Amoroso von Meister Borussia Dortmund teilen. Der FC Bayern wurde damals übrigens nur Tabellendritter in der höchsten deutschen Spielklasse. Kann ja mal passieren…

TSV 1860 deklassiert den SC Freimann

Während heutzutage im Regelfall am Tag nach dem letzten Spieltag der Flieger Richtung Partyinsel abhebt, war es damals noch Usus, dass die Mannschaft nach dem Abschluss der Saison noch einige Freundschaftsspiele absolvierte. So verschlug es die Löwen heute vor 24 Jahren in den Norden der Stadt. Auf der Bezirksanlage an der Bauernfeindstraße gastierte der TSV 1860 beim SC Freimann und geizte nicht mit Treffern.

Ganze 19 Tore schenkten die Löwen den Gastgebern ein und zeigten sich durchaus einsatzfreudig. Sogar Torwart Simon Jentzsch durfte sich an diesem Donnerstagabend per Elfmeter in die Torschützenliste eintragen. Erfolgreichster Löwe des Tages war jedoch Youngster Benjamin Lauth, der am letzten Spieltag der Saison sein Bundesliga-Debüt gefeiert hatte.

Aber selbst nach diesem Auftritt war noch nicht Schluss. Die Tour ging noch bis zum 28.05. weiter und endete mit einem Freundschaftsspiel in Wiener Neustadt.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Peter Pacult schickte gegen den SC Freimann folgende Spieler des TSV 1860 aufs Feld.

Jentzsch – Costa, Kurz (46. Ehlers), Pfuderer (46. Tapalovic) – Görlitz, Stranzl, Tyce (46. Cerny), Bierofka (46. Dheedene), Weissenberger (46. Borimirov) – Max (46. Pürk), Agostino (46. Lauth)

Tore:
0:1 Weissenberger (5.), 0:2 Weissenberger (10.), 0:3 Agostino (30.), 0:4 Agostino (31.), 0:5 Weissenberger (39.), 0:6 Max (40.), 0:7 Max (42.), 0:8 Görlitz (45.), 0:9 Lauth (51.), 0:10 Borimirov (53.), 0:11 Görlitz (57.), 0:12 Dheedene (62.), 0:13 Lauth (63.), 0:14 Lauth (65.), 0:15 Dheedene (68.), 0:16 Lauth (73.), 0:17 Jentzsch (74., Elfmeter), 0:18 Lauth (76.), 0:19 Pürk (90.)

Faninformationen Würzburger Kickers – TSV 1860 München

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Auf zum Pokalfinale. Für alle Auswärtsfahrer*innen, die in Würzburg live mit dabei sind, gibt es an dieser Stelle die wichtigsten Faninformationen. Auch auf der Homepage der Löwen sind sie zu finden.

Faninformationen Würzburger Kickers – TSV 1860 München

Tickets

Der Gästeblock ist noch nicht ausverkauft. Es gibt am Spieltag eine Tageskasse, an dieser kann mit Bargeld und Karte gezahlt werden.

Anreise

Die Adresse für die Anfahrt lautet wie folgt: Mittlerer Dallenbergweg 49, 97082 Würzburg

Vom Würzburger Hauptbahnhof und der Innenstadt aus fährt die Tram-Linie 5 zum Stadion. Ebenso wird es vom Hauptbahnhof aus einen Shuttle-Dienst mit Bussen geben.

PKW Fahrer*innen wird empfohlen über die A3 und von dort aus über die B19 zu fahren. Die Anfahrt über die B8 bei Rottendorf wird nicht empfohlen, hier kann es durch Bauarbeiten zu erheblichen Verzögerungen kommen.

Zum Parken steht der Parkplatz Akon Arena / Dallenbergbad zur Verfügung. Bitte die Einfahrt “Gast” nutzen. Die Parkgebühr beträgt 3€ pro PKW und 10€ pro Bus.

Hinweise zum Stadionbesuch

Stadionöffnung ist um 14:30 Uhr. Es wird empfohlen Taschen sowie Rucksäcke gleich im Auto bzw. Bus zu lassen. Bis zur Größe DIN A4 dürfen Taschen im Stadion mitgeführt werden. Im Stadion sind die üblichen Gegenstände verboten.

An den Stadionkiosken kann nur mit Bargeld gezahlt werden. Es wird Vollbier ausgeschenkt.

Livestream und Liveticker

Das Spiel zwischen den Würzburger Kickers und dem TSV 1860 München wird vom Ersten in der Konferenz gezeigt. Das Einzelspiel läuft in der ARD Mediathek im Livestream.

sechzger.de ist in Würzburg natürlich erneut live mit dabei und berichtet wie gewohnt bereits von der Anfahrt im Liveticker. Im Anschluss gibt es dann zahlreiche Bilder direkt aus dem Stadion. Wir wünschen allen Auswärtsfahrer*innen eine gute Reise!

Löwenrunde vor Würzburg: Dezimiert ins Finale

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Löwenrunde vor Würzburg: Dezimiert ins Finale

Am morgigen Samstag um 16:30 Uhr ist der TSV 1860 München zum Toto-Pokal-Finale bei den Würzburger Kickers zu Gast. Dabei geht es für beide Seiten “nur” noch um den Titel des Landespokal-Siegers, denn aufgrund der Regionalliga-Platzierung der Hausherren (2. Platz hinter Nürnberg II) sind sowohl die Kickers, als auch die Löwen bereits fix für den DFB-Pokal qualifiziert. In der Löwenrunde vor dem Spiel sprach Trainer Markus Kauczinski dennoch von einem Spiel, das man gewinnen möchte, obwohl sein Team dezimiert nach Würzburg reisen wird und sagte: “Es geht ums Prestige und um einen Titel”. Auf sechzger.de könnt ihr noch abstimmen, welchen Ausgang des Endspiels ihr vorhersagt!

Löwen gehen dezimiert ins Finale

Nicht dabei sein können morgen die verletzten Volland, Niederlechner, Deniz, Maier, Reinthaler, Dordan, Voet, Verlaat, Philipp, sowie Schifferl, der Probleme mit dem Knie hat. Es gibt aber auch Lichtblicke: Jacobsen kehrt zurück ins Aufgebot. Auch Althaus und Dulic, die zuletzt angeschlagen waren, werden nach Würzburg fahren und können spielen. Aus dem Nachwuchs rückt Estermann von der U19 als Verteidiger auf in den Profikader. Auch die verletzten Spieler werden mit nach Würzburg fahren, um sich nach dem Schlusspfiff voneinander zu verabschieden, ehe sich die Wege trennen.

“Es geht ums Prestige und einen Titel”

“Ich hoffe, dass wir ein gutes Spiel machen. Ich möchte das gewinnen. Es geht auch um das Prestige, einen solchen Titel zu holen. Auch wenn wir aus keiner leichten Phase kommen”, erklärt Kauczinski. Allerdings lob er auch den Gegner: “Würzburg kommt aus einem guten Lauf, sie haben zuletzt immer gewonnen. Das ist für mich ein 50:50-Spiel”. Er fordert von seiner Mannschaft konzentriert und fokussiert in die Partie zu gehen und die Chancen wieder besser zu nutzen als zuletzt.

Würzburg kommt wohl in Bestbesetzung

In den Hausherren sieht der Löwen-Coach vor allem offensiv eine starke Mannschaft, die er trotz der bevorstehenden Relegation gegen Lok Leipzig (am kommenden Donnerstag) in Bestbesetzung erwartet. “Ein gutes Kollektiv mit individuell guten Spielern”, urteilte Kauzcinski über den nächsten Gegner. Vor allem den Ex-Löwen Bonga sieht er “momentan in guter Form”.

“Haben eine Verantwortung gegenüber den Fans”

Rückblickend auf Verl sagte der Löwen-Trainer: “Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt”. Keinen Vorwurf wollte Kauzcinski den jungen Spielern machen, “die natürlich noch den Rhythmus finden müssen”. In Würzburg wollen er und sein Team den Zuschauern etwas zurückgeben und den Titel des Landespokals einsacken, auch als kleines Dankeschön für die treuen Löwen-Anhänger, denn “wir haben eine Verantwortung gegenüber den Fans”.

Verfolgt das Spiel bei uns im Live-Ticker

Mit dabei sein werden in Würzburg über 4.000 Löwenfans. Übertragen wird die morgige Partie im Rahmen der Sendung “Finaltag der Amateure” in der ARD als Konferenz oder im BR-Stream als komplette Übertragung. Am Besten verfolgt ihr das Match aber entweder live im Stadion oder an der Isar liegend bei uns im Live-Ticker! Wir berichten ab den Morgenstunden für Euch!

Ex-Löwe Marin Pongracic im WM-Kader von Kroatien

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pongracic wm kroatien

Bereits in der Vergangenheit nahmen einige aktuelle oder ehemalige Spieler des TSV 1860 an Weltmeisterschaften teil und auch diesmal ist ein Spieler mit Löwen-Vergangenheit dabei. Marin Pongracic wurde von Nationaltrainer Zlatko Dalic in den WM-Kader von Kroatien berufen. Auch Bayern-Profi Josip Stanisic, der Jugend an der Grünwalder Straße dabei war, geht in Mexiko, Kanada und den USA für die Kroaten an den Start.

Marin Pongracic im WM-Kader von Kroatien

Sechs Zweitligaspiele plus eine Begegnung in der Relegation – so lautet die Bilanz von Marin Pongracic bei den Profis des TSV 1860. Den Abstieg in der Saison 2016/17 konnte der damalige Jungspund jedoch auch nicht verhindern, zumal er beim Hinspiel gegen Jahn Regensburg mit der Ampelkarte vom Platz flog.

Danach aber nahm die Karriere des gebürtigen Landshuters Fahrt auf, auch wenn sie nicht immer ganz gradlinig verlief. Bundesliga in Deutschland und Österreich, Serie A, Conference League, Europa League, Champions League – der inzwischen 28-Jährige ist ganz schön rumgekommen und kann zudem auch auf 18 Länderspiele für Kroatien zurückblicken.

Nun nimmt der Defensivspieler der Fiorentina ebenso wie Landsmann Josip Stanisic an der bevorstehenden Weltmeisterschaft teil. Stanisic war von 2009 bis 2015 im NLZ der Löwen aktiv, ehe er über die Zwischenstation SC Fürstenfeldbruck zum FC Bayern wechselte. Bei Ghana dürfen sich zudem die beiden Söhne von Abedi Pele, Jordan und Andre Ayew, Hoffnungen auf einen Platz im Kader machen. Letzterer begann seine Karriere in der Jugend des TSV 1860 München.

Abteilung Vereinsgeschichte lädt zu zwei Veranstaltungen

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Bamboleo Vereinsheim TSV 1860

Am kommenden Dienstag steigt im Bamboleo der dritte sechzger.de Livetalk, für den auch noch einige wenige Plätze frei sind. Das Thema wird an diesem Abend nicht das aktuelle Geschehen rund um den TSV 1860 sein, sondern wir reisen zurück in die Vergangenheit. Ins Jahr 1966, als die Löwen Deutscher Fußballmeister wurden. Und auch die Abteilung Vereinsgeschichte des e.V. kann in den kommenden Tagen mit zwei Veranstaltungen aufwarten, die sich rund um den großen Triumph in weiß und blau vor sechzig Jahren drehen.

Pubquiz: Meisterschaftsspecial

Am Mittwoch, 27. Mai 2026, also am Tag nach dem Livetalk steigt um 20.00 Uhr im Bamboleo die 16. Ausgabe des beliebten 1860-Pubquiz’. Diesmal thematisch konzentriert auf die Meisterschaftssaison 1965/66. Löwenfans, die am Pubquiz teilnehmen möchten, können sich über pubquiz@tsv1860.org anmelden. Spontanes Erscheinen ist aber natürlich – wie immer – auch möglich.

Pub Quiz Pubquiz Bamboleo Tsv 1860

TV-Berichte von 1965/66 im Bamboleo

Sechs Tage später, also am Dienstag, den 2. Juni zeigt dann die Abteilung Vereinsgeschichte ab 18.60 Uhr, ebenfalls im Bamboleo, eine Reihe von Fernsehberichten zu Spielen aus der Meisterschaftssaison.

Buch: “Der große Tag der Löwen”

Im Rahmen beider Veranstaltungen wird auch das neue Buch von Roman Beer und Claus Melchior vorgestellt. “Der große Tag der Löwen” heißt es und dreht sich primär um den 28. Mai 1966, den Tag der Meisterschaft. Selbstverständlich wird das Buch bei diesen Gelegenheiten auch käuflich zu erwerben sein.

Die Geschichtslöw*innen würden sich über zahlreichen Besuch bei diesen Veranstaltungen sehr freuen.