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1860: Testspielniederlagen für Dritte und Vierte

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SC Fürstenfeldbruck TSV 1860 III

Während die 1. Mannschaft am Freitagabend immerhin noch zu einem Punkt reichte, mussten sich sowohl die 2. Mannschaft als auch die U19, die U17 und die Löwinnen am Wochenende den Gegnern geschlagen gaben. Auch für die Dritte und Vierte des TSV 1860 setzte es Testspielniederlagen.

Testspielniederlagen für Dritte und Vierte

Der TSV 1860 III trat am Samstag beim Kreisklassisten SC Fürstenfeldbruck an und verlor an der Klosterstraße mit 0:2. Der ehemalige Bayernligist hat turbulente Zeiten hinter sich, musste sich 2023 gar komplett vom Spielbetrieb abmelden und ist seit er Saison 2024/25 wieder aktiv. Gegen die Dritte der Löwen entschied Emmanuel Djo die Partie per Doppelpack (37./89.) für die Brucker.

Auch für die 4. Mannschaft des TSV 1860 gab es am Wochenende nichts zu holen. Beim SV Forsting-Pfaffing setzte es eine empfindliche 0:5-Klatsche, wobei man bereits nach 20 Minuten die ersten drei Treffer kassiert hatte. Lukas Starringer führte die Gastgeber mit vier Toren (7./10./20./59.) zum Sieg, den Schlusspunkt setzte Dominik Fritzenwenger in der 89. Minute.

Sechzig um Sieben: Ernüchternde Ergebnisse am Wochenende

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Alles rund um den TSV 1860 München haben wir euch hier zum Wochenstart wie gewohnt bei Sechzig um Sieben zusammengetragen.

Erstes Heimspiel endet Unentschieden

Was für ein Abend im alt-ehrwürdigen Grünwalder Stadion. “Der TSV ist wieder da” wurde schon Mitte der ersten Halbzeit zum Gassenhauer und schallte immer wieder durchs stimmungsgeladene Sechzger-Stadion. Die Kulisse war vor 15.000 Zuschauern sensationell, die Stimmung auch, woran ausdrücklich beide Seiten ihren Anteil hatten. Auch wenn die gut 1.000 Gästefans schnell leiser wurden, denn die Löwen legten los wie die Feuerwehr. Bereits nach gut 20 Minuten führten sie nach einem von Michael Eberwein verwandelten Hand-Elfmeter und einem Flugkopfball von Florian Niederlechner mit 2:0 und sahen gegen den FC Augsburg II schon wie der sichere Sieger aus. Am Ende stand aber nur ein 2:2-Unentschieden zu Buche – wie schon zum Auftakt in Schweinfurt, auch weil die Sechzger die Dominanz noch nicht über 90 Minuten aufrecht erhalten konnten.

Alle Details zum Spiel gibt es bei uns standesgemäß im Spielbericht, den Stimmen zum Spiel und der Fotogalerie.

Amas verlieren in Pfaffenhoffen

Nicht nur die erste Mannschaft der Löwen beim Heimspiel gegen den FC Augsburg II verspielte am Freitagabend eine 2:0-Führung. Noch schlimmer erwischte es die Amas des TSV 1860, die sich in der Bayernliga Süd nach Zwei-Tore-Führung noch mit 2:3 beim FSV Pfaffenhofen geschlagen geben mussten. Es war die erste Saisonniederlage für die Amas. “Das kann passieren, dass ein Gegner dann so ein Spiel dreht. Das gibt’s immer mal wieder, ist aber natürlich bitter für uns”, sagte Trainer Chris Rech nach dem Schlusspfiff. Mehr dazu im Spielbericht.

U19 unterliegt VfB Stuttgart

Nach dem 4:0-Auswärtssieg im Pokal beim der TSG Wieseck empfing die U19 des TSV 1860 München den VfB Stuttgart zum Auftakt in die Punktspielserie. Etwa 150 Zuschauer sahen heute Nachmittag bei brütender Hitze an der Grünwalder Straße ein hochklassiges Spiel, das die Junglöwen leider knapp verloren. Thomas Enn hat euch im Spielbericht alles wichtige zusammengefasst.

News aus der Regionalliga Bayern

Vilzing verliert Cheftrainer

Der bisherige Cheftrainer Thorsten Kirschbaum hat sein Amt niedergelegt. Nach dem 1:0-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth II am Samstagnachmittag verabschiedete sich der 39-Jährige von Team und Fans. Der Erfolgscoach wechselt mit sofortiger Wirkung in den Profifußball, über den Namen des Vereins wurde bis zur offiziellen Präsentation stillschweigen vereinbart.

Ergebnisse aus der Regionalliga Bayern

Freitag 0:2 1. FC Nürnberg II – TSV Buchbach
1:1 TSV Schwaben Augsburg – VfB Eichstätt
2:2 TSV Landsberg – FV Illertissen
1:3 SpVgg Bayreuth – FC Memmingen
2:2 TSV München von 1860 – FC Augsburg II
2:2 TSV Aubstadt – SV Wacker Burghausen
Samstag 0:0 SpVgg Unterhaching – SC Eltersdorf
1:0 DJK Vilzing – SpVgg Fürth II
1:1 Seitenstraße 1b – 1. FC Schweinfurt 05
Spielfrei SpVgg Ansbach

Fotogalerie zu TSV 1860 München – FC Augsburg II

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Titelbild Fotogalerie TSV 1860 FC Augsburg

Endlich wieder Fußball aufs Giesings Höhen! 15.000 Zuschauer strömten zu dieser historischen Begegnung auf den Giesinger Berg und wurden Zeuge eines denkwürdigen 2:2 zwischen den Löwen und dem Gegner aus Schwaben. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Heimspiel des TSV 1860 München gegen den FC Augsburg II.

Fotogalerie zu TSV 1860 München – FC Augsburg II

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

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Regionalliga-Roundup: Memmingen und Vilzing ganz oben

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Neben dem 2:2 der Löwen gegen Augsburg II fanden am Wochenende in der Regionalliga Bayern noch acht weitere Begegnungen statt. Dabei gab es zahlreiche Unentschieden, Tabellenführer ist nun der FC Memmingen, der genau wie die DJK Vilzing die optimale Ausbeute von neun Punkten auf dem Konto hat. Die Allgäuer setzten sich in Bayreuth mit 3:1 durch und liegen dadurch an der Spitze des Klassements. Am kommenden Freitag wollen die Sechzger die Memminger dann vom Thron stürzen, die Löwen sind um 18:60 Uhr im Allgäu zu Gast. Im wöchentlichen Regionalliga-Roundup findet ihr wie gewohnt die Kurzzusammenfassungen zu den Spielen.

Drei Unentschieden am Freitag

TSV Schwaben Augsburg – VfB Eichstätt 1:1 (0:1)
0:1 Meixner (23.), 1:1 Ramser (90.)
Der Trainerwechsel beim VfB Eichstätt schien beim Auswärtsspiel im Rosenaustadion gleich zu fruchten. Timo Meixner brachte die sieglosen Eichstätter Mitte des ersten Durchgangs in Führung. Lange sahen die Gäste auch wie der Sieger aus. Doch die Hausherren sicherten sich spät noch einen Punkt. Lukas Ramser verwandelte in der fünften Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter zum 1:1-Endstand.

TSV Landsberg – FV Illertissen 2:2 (0:1)
0:1 Milic (40.), 1:1 Mulas (71.), 2:1 Yilmaz (73.), 2:2 Qenaj (88.)
Gleich zwei Elfmetertore gab es auch beim zweiten von vier Unentschieden am Freitagabend. Denis Milic brachte Illertissen kurz vor der Pause vom Punkt in Führung. Nach dem Seitenwechsel und drei Wechseln schlug Landsberg binnen drei Minuten doppelt zu. Tiziano Mulas glich aus und Halit Yilmaz verwandelte einen Strafstoß zum 2:1. Doch Illertissen bleibt dank des Ausgleichs von Elidon Qenaj ungeschlagen, die Partie endete 2:2.

TSV Aubstadt – SV Wacker Burghausen 2:2 (1:0)
1:0 Grimm (29.), 1:1 Leitner (54.), 1:2 Simic (74.), 2:2 Grimm (90.+3)
Doppeltorschütze Max Grimm sicherte dem TSV Aubstadt vor 742 Zuschauer einen Punktgewinn gegen den SV Wacker Burghausen. Grimm brachte die Heimischen nach einer halben Stunde in Front. Im zweiten Abschnitt drehten Moritz Leitner und Noa-Gabriel Simic per Elfmeter das Spiel. Doch Grimm traf in der Nachspielzeit ein zweites Mal zum 2:2-Endstand.

Memmingen bewahrt die weiße Weste

SpVgg Bayreuth – FC Memmingen 1:3 (1:2)
0:1 Fusaro (7.), 1:1 Jeck (34.), 1:2 Pfaumann (39.), 1:3 Pfaumann (71.)
Der FC Memmingen hat seine weiße Weste bewahrt und einen überraschenden 3:1-Auswärtsspiel in Bayreuth gefeiert. Vor einer ordentlichen Kulisse von 2.252 Zuschauern traf Luan Fusano früh zum 0:1. Niklas Jeck egalisierte für Bayreuth, doch Luis Pfaumann konterte wenig später mit dem Tor zum 1:2-Pausenstand. Eine gute Viertelstunde vor Schluss machte Pfaumann mit seinem zweiten Treffer zum 1:3-Endstand den Sack zu.

1. FC Nürnberg II – TSV Buchbach 0:2 (0:0)
0:1 Haas (90.+2), 0:2 Stoßberger (90.+4)
92 Minuten lang fielen zwischen dem amtierenden Regionalliga-Meister aus Nürnberg und dem TSV Buchbach vor 188 Zuschauern am Max-Morlock-Platz keine Treffer, dann schlugen die Gäste eiskalt zu. Leo Haas und Tobias Stoßberger trafen jeweils in der Nachspielzeit zum 0:2 für die Gäste. So wartet die U21 des Glubbs weiterhin auf den ersten Punktgewinn.

Nur drei Treffer am Samstag

SpVgg Unterhaching – SC Eltersdorf 0:0
Ein 0:0 der langweiligen Sorte gab es am Samstag zwischen der SpVgg Unterhaching und dem SC Eltersdorf zu sehen. Die 1.922 Zuschauer im Sportpark bekamen außer fünf Gelben Karten wenig Nennenswertes zu Gesicht, sodass sich am Ende kein Team den Sieg verdient gehabt hätte.

DJK Vilzing – SpVgg Greuther Fürth 1:0 (0:0)
1:0 Jünger (85.)
Späte drei Punkte sammelte die DJK Vilzing zu Hause gegen die Zweivertretung aus Fürth. Fünf Minuten vor Ende erzielte Andreas Jünger den Goldenen Treffer. Damit hat auch Vilzing neun Punkte auf dem Konto und steht gemeinsam mit Memmingen an der Spitze des Klassements.

Seitenstraße 1b – FC Schweinfurt 05 1:1 (1:1)
1:0 Heindl (12.), 1:1 Dellinger (36.)
Vor sagenhaften 1.405 Zuschauer zertrampelte die 1b aus der Seitenstraße gegen Schweinfurt mal wieder unnötigerweise den Rasen im Grünwalder Stadion. Am Ende stand ein 1:1-Remis zu Buche, das beiden Seiten nicht weiterhilft. Neu-Trainer Dante blieb damit auch im dritten Spiel sieglos, über seinen Trainerstuhl muss er sich wohl dennoch keine Sorgen machen, denn der Nachwuchs interessiert dort bekanntlich ohnehin niemanden.

09.08.2000: Leeds United – TSV 1860 / Champions-League Quali

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Für viele Löwen ist der Trip nach Leeds noch heute ein Höhepunkt ihrer Fankarriere mit dem TSV 1860 und auch ich denke immer wieder gerne an die Tage in Yorkshire und Umgebung zurück. Ich nutzte die attraktive (wenn auch sportlich sehr undankbare) Auslosung, um eine Woche in England zu verbringen und mir noch ein paar weitere Matches anzuschauen. Insgesamt wurden fünf Spiele an fünf Tagen besucht, die Champions League-Quali an der Elland Road war der würdige Abschluss eines rundherum gelungenen Ausflugs.

Joggingstyle im Jahr 2000

Mein Flug ging von München nach Manchester, wo ich mich in einem günstig gelegenen Youth Hostel einquartierte und erstmal die Stadt erkundete. Ich war schon des Öfteren in England gewesen, jedoch noch nie in Manchester und das Erste, was mir auffiel, war, wie viele Leute im Hochsommer in Jogginghose und Trikot rumliefen. Dass Joggingstyle heute wieder trendy ist, ist eh klar, aber das war vor 26 Jahren. Aber mei, war halt auch das entsprechende Klientel…

Natürlich standen Abstecher nach Old Trafford und an die Maine Road (altes Stadion von City) auf dem Programm, Fußball wurde dort jedoch jeweils nicht gespielt und so folgte bereits am zweiten Tag der erste Ausflug: per Bus quer durch den Peak District National Park nach Huddersfield, wo die Terriers just auf Leeds United trafen. Es war also direkt mal eine gute Gelegenheit, sich den kommenden Gegner anzusehen und die Peacocks taten das, was sie zu der Zeit am besten konnten: gnadenlos effektiv zuschlagen. United war keineswegs besser als die Gastgeber, nutze seine Chancen aber eiskalt und gewann mit 2:0.

Dreimal Leeds zur Vorbereitung

Tags drauf verschlug es mich zu Oldham Athletic und siehe da, der Gegner hieß erneut Leeds United! Diesmal durfte jedoch eine verstärkte Reserve-Elf ran, die beim 1:3 gegen den unterklassigen Gegner nicht gerade gut aussah. Nette Anekdote am Rand: Ich hatte meinen 1860-Rucksack dabei und stand gerade in der Schlange, um mir mein Ticket zu kaufen, als mir ein älterer Herr auf die Schulter klopfte, mir erklärte, dass er Leeds abgrundtief hasse, Glück fürs Spiel wünsche und ach ja, er sei der Vater eines der Spieler von Oldham und hätte noch ne Freikarte übrig. So muss das sein.

Am folgenden Tag stand Match 3 auf dem Programm und auch diesmal ging es nicht ohne Leeds United. Diesmal trat die U19 bei der Herrenmannschaft von Salford City an. Der Club aus dem Vorort vom Manchester kickte damals noch jenseits von Gut und Böse (jetzt League Two, also viertklassig), ließ den Jungs aus Leeds jedoch nicht den Hauch einer Chance und siegte mit 5:2. Damals war der Verein noch sehr sympathisch, spätestens mit dem Einstieg mehrerer Manchester United-Legenden (u.a. die beiden Neville-Brüder, Ryan Giggs, Paul Scholes und David Beckham), der Veränderung der Klubfarben und des Wappens änderte sich dies jedoch nachhaltig. Schade eigentlich.

Athletic in Stockport – irgendwie grotesk!

Tag 4, Match 4 – und diesmal tatsächlich ohne die Peacocks! Die Begegnung war indes irgendwie grotesk, denn der unterklassige Verein Stockport County hatte Athletic Bilbao zu Gast, um so das Testimonial eines seiner Spieler zu begehen. Zur Erklärung: In England ist es Usus, dass Vereine ein Freundschaftsspiel gegen einen attraktiven Gegner veranstalten, wenn einer der Spieler seit 10 Jahren im Club ist, wobei die Einnahmen komplett dem Spieler zugute kommen. Warum es in diesem Fall jedoch ausgerechnet die Basken sein sollten, konnte mir keiner erklären. Die Gäste bekleckerten sich nicht gerade mit Ruhm und gewannen nur durch ein Eigentor glücklich mit 2:1.

TSV 1860 zu Gast an der Elland Road

Und dann kam der Tag der Tage! 09.08.2000, Qualifikation zu Champions League, Elland Road!

Erneut stieg ich in den Bus, diesmal nach Leeds und dort angekommen wurde ich von einem Bauarbeiter (Look: Althool), der am Busbahnhof beschäftigt war, mit erhobener Mörtelkelle und den reizenden Worten “We’ll stab you!” empfangen. Liebe auf den ersten Blick sieht anders aus. Dies sollte aber tatsächlich die einzige unschöne Situation bleiben, ansonsten war das Verhältnis zwischen Löwen und Peacocks durchaus kameradschaftlich und sowohl tagsüber in der Stadt als auch später im Stadionumfeld wurde gemeinsam getrunken und gefeiert.

Rund 1200 Löwenfans (oder wie es Herr Lorant ausdrückte: “ein paar Hanseln”) fanden sich auf der Hintertortribüne ein, wo leicht überfordert wirkende Stewards darauf bestanden, dass man die Sitze auch ihrer Bestimmung folgend nutzen sollte. Pro forma kam man der Aufforderung nach, bei der nächsten Gelegenheit stand man aber wieder auf und so wiederholte sich dieses Spielchen immer und immer wieder. Der Support war alles in allem grandios, man hörte (außer bei den Gegentoren) quasi nur Sechzig. Dass dies selbst den Heimfans imponierte, bekam man bei den Post-Match-Bierchen wiederholt zu hören.

Paul Agostino mit dem Hoffnungsschimmer

Aufs Spiel selber will ich gar nicht groß eingehen, weil das vermutlich eh jeder schon gesehen hat. Der Schiedsrichter hatte nicht seinen besten Tag, Leeds führte bis tief in die Nachspielzeit mit 2:0 und der Traum von der Champions League schien bereits nach dem Hinspiel ausgeträumt. Ein letzter Angriff, eine letzte Flanke und Paul Agostino schraubt sich hoch, kommt zum Kopfball und versenkt den Ball unhaltbar zum Anschlusstreffer. Ekstase pur, der Löwenblock explodiert und die Hoffnung ist mit einem Schlag wieder da. Ein Moment, den ich nie vergessen werde. Selbst heute, ein gutes Vierteljahrhundert später, läufts mir eiskalt den Buckel runter, wenn ich daran denke. Danach gings im Pub natürlich entsprechend euphorisch und beschwingt weiter, aber darüber breiten wir den Mantel des Schweigens.

Wie und wann ich zurück nach Manchester kam, weiß ich gar nicht mehr, aber am Tag drauf stand auch schon wieder der Heimflug auf dem Programm, weil wiederum einen Tag später die Amateure in Elversberg kickten und da durfte ich natürlich nicht fehlen.

Heimniederlage im Oly besiegelt das Aus

Dass das Kapitel Champions League zwei Wochen später dennoch endete, ist allseits bekannt. Trotz einer beeindruckenden Leistung und zahlreicher Großchancen unterlag man im Rückspiel im Olympiastadion vor 56.000 Zuschauern (nicht ausverkauft!) mit 0:1 und durfte fortan im UEFA-Cup teilnehmen, während Leeds bis ins Halbfinale der Champions League vordrang.

Doch auch für United folgte keine goldene Zukunft – ganz im Gegenteil! Wir hatten Euch die traurige Geschichte im Rahmen unserer Reihe “Investoren-Desaster” bereits erzählt. Nachdem Leeds zwischenzeitlich sogar drittklassig war, kehrte der Club unter Trainer-Legende Marcelo Bielsa in die Premier League zurück, stieg jedoch direkt wieder in die Championship ab. In der vorvorletzten Saison scheiterte Leeds in den PlayOffs, nun ist man aber bereits die zweite Spielzeit zurück im Geschäft der Großen – mit finanzieller Unterstützung eines Getränkeherstellers aus Fuschl…

U19 unterliegt dem VfB Stuttgart zum Punktspielauftakt knapp

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Nach dem 4:0-Auswärtssieg im Pokal beim der TSG Wieseck empfing die U19 des TSV 1860 München den VfB Stuttgart zum Auftakt in die Punktspielserie. Etwa 150 Zuschauer sahen heute Nachmittag bei brütender Hitze an der Grünwalder Straße ein hochklassiges Spiel, das die Junglöwen leider knapp verloren.

1860 kommt besser ins Spiel – der VfB Stuttgart geht in Führung

Die Elf von Jonas Schittenhelm kam griffig aus der Kabine und war in der Anfangsphase das agilere Team. Dennoch sprang offensiv für 1860 bis auf einen Distanzschuss von Xaver Lippmann nicht viel heraus. Besser machten es Stuttgarter, die mit der ersten Offensivaktion in Führung gingen. Und wie! Redzepi zog vom rechten Flügel unwiderstehlich in die Mitte und schlenzte den Ball aus 18 Metern genau ins Kreuzeck. Denis Duru im Tor machte sich zwar lang, konnte dem Traumschuss aber nur hinterherschauen (14. Minute). Sechzig zeigte sich wenig geschockt vom frühen Rückstand und konnte nur drei Minuten später ausgleichen. DIe Giesinger setzten sich in letzten Drittel fest und Stuttgart konnte sich nicht aus der Umklammerung der Junglöwen befreien. Schließlich legte Karakoc den Ball mit viel Übersicht zurück zu Bannert, der den Ball aus zentraler Position im Kasten der Stuttgarter zum 1:1-Ausgleich unterbrachte.

Schwächephase von 1860

Direkt auf den Ausgleich folgte die schwächste Phase von 1860 im Spiel. Zunächst hätte Youmgissi die Stuttgarter enreut in Führung bringen können, aber der Pfosten und Duru verhinderten den erneuten Rückstand. Danach waren die Gäste spielbestimmend und setzten sich in der Hälfte der Löwen fest. In der 31. Minute gingen sie folgerichtig abermals in Führung. Nach einem Flankenwechsel konnte Mosrati vollkommen unbedrängt von der halbrechten Seite in den Strafraum von 1860 eindringen. Er ließ sich nicht lange bitten und zog ins kurze Eck zum 1:2 ab (31. Minute). Duru war erneut chancenlos. In der 38. Minute legten die Schwaben das 3:1 nach. Redzepi war das zweite Mal mit einem genauso sehenswerten wie unhaltbaren Fernschuss erfolgreich.

Anschlusstreffer vor der Pause

Aber die Löwen ließen nicht die Köpfe hängen und hatten in der 43. Minute die große Chance zum Ausgleich. Paul Sturm wurde im Strafraum gelegt und trat selbst zu Elfmeter an. Sturm setzte den Ball in die rechte untere Ecke, aber VfB-Keeper Walz ahnte die Ecke und verhinderte den Asnchlusstreffer. Dieser fiel dann aber doch noch in der Nachspielzeit. Sechzig kam über links, Karakoc legte auf Murad ab, der abzog und an Walz scheiterte. Walz konnte den Ball nicht festhalten, so das Efe zum 2:3 abstauben konnte (45+1.)

Ausgleich will trotz Überlegenheit nicht gelingen

1860 kam wieder agiler als der VfB Stuttgart aus dem Kabinen und war über weite Strecken des zweiten Durchgangs feldüberlegen. Die Junglöwen erspielten sich einige Chancen, die sie leider allesamt ungenutzt ließen. In der 49. Minute setzten sich die Junglöwen in Strafraum der Schwaben fest, aber Karakoc und Murad konnten die Kugel nicht im Stuttgarter Tor unterbringen. Sturm und Karakoc probierten aus aus der Distanz, fanden aber in Walz ihren Meister. Stuttgart hatte lediglich in der 60. Minute eine Konterchance, die Duru glänzend zu Nichte machte. In der Schlussphase kam Sturm aus 12 Metern nochmals zum Abschluss. Aber seinen Abschluss ins lange Eck konnte Walz klären. Am Ende igelte sich der VfB hinten ein, aber 1860 war wohl auch wegen der Hitze zu platt, um daraus Kapital schlagen zu können.

Trainer Jonas Schittenhelm trotz Niederlage nicht unzufrieden

Gegenüber sechzger.de äußerte sich Trainer Jonas Schittenhelm folgendermaßen. Nachdem sein Team gut ins Spiel gekommen sei, habe man nach dem 1:1 ein wenig Zuordnung verloren und konnte keine Mittel gegen die Offensive der Stuttgarter finden, die “immer wieder vom Flügel in die Mitte zogen und so auch zwei schöne Tore aus der zweiten Reihe schießen konnten.” Mit der zweiten Halbzeit war der Coach zufrieden. “Die Jungs haben gut Gas gegeben und sind fit!”. Über den verschossenen Elfer wollte sich Schittenhelm nicht groß grämen: “Tut weh, aber so ist es..”. Weiter geht’s für die U19 am kommenden Samstag um 11:00h bei der SpVgg Unterhaching.

 

2:3 in Pfaffenhofen – Erste Niederlage für die Amas

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2:3 in Pfaffenhofen - Erste Niederlage für die Amas

Nicht nur die erste Mannschaft der Löwen beim Heimspiel gegen den FC Augsburg II verspielte am Freitagabend eine 2:0-Führung. Noch schlimmer erwischte es die Amas des TSV 1860, die sich in der Bayernliga Süd nach Zwei-Tore-Führung noch mit 2:3 beim FSV Pfaffenhofen geschlagen geben mussten. Es war die erste Saisonniederlage für die Amas. “Das kann passieren, dass ein Gegner dann so ein Spiel dreht. Das gibt’s immer mal wieder, ist aber natürlich bitter für uns”, sagte Trainer Chris Rech nach dem Schlusspfiff.

Löwen legen zwei Treffer vor

Vor 940 Zuschauer erwischten die Löwen einen guten Start. In der ersten Elf standen in Pfaffenhofen auch Paul Bachmann und Neuzugang Moritz Seiffert, sowie Luis Pereira de Azambuja, der zuletzt mehrmals im Aufgebot der ersten Mannschaft gestanden hatte. Nach einem Foul von Deniz Haimerl gab es früh Elfmeter für die Hausherren, diese nagelten das Leder aber über die Querlatte. Dann legten die Löwen zwei Treffer vor. Pereira de Azambuja traf per Elfmeter zum 0:1, Mustafa Tekin legte nach starkem Pass von Lucio Saric das 0:2 nach, mit dem es auch in die Kabinen ging.

Pfaffenhofen nach der Pause aktiver

Nach dem Seitenwechsel fanden die Hausherren besser ins Spiel und trafen sofort zum 1:2. Die U21 aus Giesing berappelte und konnte die Begegnung wieder ausgeglichen gestalten, ehe in der 81. Minute nach einer Unstimmigkeit am eigenen Strafraum der Ausgleich fiel. Nach einem Steckpass gelang den Pfaffenhofenern sogar noch der 3:2-Siegtreffer. Die Löwen versuchten noch einmal alles, kamen aber nicht mehr zurück und mussten sich mit der ersten Niederlage im Gepäck auf die Heimreise nach Giesing machen.

Rech: “Im Fußball gibt es solche Spiele…”

“Es tut uns für die Jungs leid, dass wir ohne Punkte heimfahren müssen. Wir hatten ein paar Probleme, sind aber Mitte der ersten Hälfte wesentlich stärker geworden, hatten einen besseren Zugriff und mit Ball eine gute Kontrolle. Im Fußball gibt es immer mal Spiele, wo du ein Gegentor kriegst und der Gegner aufkommt. Wir haben danach nicht mehr die richtige Struktur im Spiel gehabt und ab dem Zeitpunkt, wo das 2:2 gefallen ist, wurde es schwer, wieder Zugriff zu bekommen”, resümierte Rech nach dem Schlusspfiff.

Stimmen zum Spiel: TSV 1860 – FC Augsburg II

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Nach der hochemotionalen Heimpremiere für die Löwen in der Regionalliga-Saison 2026/27 gegen den FC Augsburg II präsentieren wir Euch heute die “Stimmen zum Spiel”. Wie immer schenken wir den verschiedensten Protagonisten rund um unseren Lieblingsverein Gehör. Natürlich wäre ein Löwensieg die ‘Kirsche auf die Torte’ an diesem ‘Sahnetag’ in Giesing gewesen. So sehen es auch die für diesen Beitrag befragten Personen.

Peter Schaefer (Vizepräsident des TSV München von 1860 e.V.):

Wir haben gestern in Giesing einen Festtag erlebt. Man konnte den Neuanfang im gesamten Viertel und natürlich im Stadion in jeder Sekunde sehen, hören und fühlen. Die Mannschaft hat eine sehr gute erste Halbzeit abgeliefert. Man hat gesehen, was diese Saison möglich sein kann, wenn das Team erst einmal eingespielt ist. Auch wenn es im Ergebnis gestern nicht für drei Punkte gereicht hat, bin ich dankbar, diesen historischen Tag erlebt haben zu dürfen und ich habe das Gefühl, dass es allen Fans ganz genauso ging. Der TSV ist wieder da!

Thomas Spiesl (sechzger.de-Redakteur auf der Pressetribüne):

Der Freitag in Giesing war mir ein Fest, oh wie schön ist Neuanfang… Ich war schon am Nachmittag rund um das Stadion und den Grünspitz unterwegs und habe viele Freunde und Bekannte getroffen und nette Gespräche geführt. Vor dem Spiel knisterte es überall im Sechzgerstadion. Leider fehlte das i-Tüpferl. Sehr dominante erste Halbzeit und dann war leider die Luft aus, aber man darf auch nicht gleich Wunder erwarten. Die Ansätze sind da, wir brauchen einfach noch ein paar Wochen Geduld.
Die Enttäuschung über das 2:2 war aber bei der ersten Sitzung des Bavaria-Petrol-Rats (BPR) dann auch gleich weg diskutiert. Ich freue mich auf jedes weitere Spiel und die nächsten Wochen.

Alper Kayabunar (Cheftrainer in der PK nach dem Spiel):

Für uns natürlich ein enttäuschendes Ergebnis, wenn du 2:0 führst und dann am Ende unentschieden spielst. Ich sehe es ein bisschen ähnlich wie der Markus. Ich glaube, dass wir richtig gut ins Spiel reinkommen. Das haben wir uns vorgenommen, das besser zu machen, wie in Schweinfurt. Gehen verdienterweise mit 1:0  und 2:0 in Führung. Ich würde sogar sagen, dass wir verpassen, das 3:0 zu machen, wo wir vielleicht das Spiel sogar killen können. Und dann ist es natürlich für uns maximal bitter, dass wir so eine gute erste Halbzeit spielen und eigentlich mit einer Standardsituation… Wie es dann auch zustande kommt, muss – glaube ich – auch jeder irgendwie selber bewerten. Dann muss man auch ganz klar sagen, dass wir in der zweiten Halbzeit zu wenig gemacht haben und Augsburg da besser im Spiel war. Trotzdem kassieren wir – glaube ich – das 2:2 sehr einfach und dann sehe ich es so, dass die letzten 20 oder 15 Minuten ausgeglichen waren. Beide hätten vielleicht ein Tor schießen können. Am Ende ist es natürlich für uns einfach ein enttäuschendes Ergebnis, wenn du mit 2:0 geführt hast. Wir wollten hier daheim unbedingt gewinnen mit diesem Support, den wir die letzten Wochen oder auch heute gehabt haben, wollten wir den Fans unbedingt einen Sieg schenken. Das ist uns leider nicht gelungen. Ich denke, trotzdem haben wir in der ersten Halbzeit einen Fortschritt gemacht im Vergleich zur letzten Woche, was unser Ziel ist. Wir werden jetzt noch mal analysieren, was wir besser machen können und wollen dann hoffentlich den ersten Dreier nächste Woche einfahren.

Markus Feulner (Trainer FCA II in der PK nach dem Spiel):

Ich glaube, wir haben ein sehr, sehr intensives Spiel gesehen. Die beiden Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Aufgrund der ersten Halbzeit geraten wir verdient in Rückstand, haben uns selber die Probleme geschaffen durch technische Fehler, durch Unsauberkeiten. Absolut verdiente Führung für Sechzig. Uns gelang dann – eigentlich noch vor der Pause etwas glücklich – zum 2:2 der Anschlusstreffer. Und dann muss ich meiner Mannschaft einfach ein Riesenkompliment machen. Wir sind aus der Halbzeit raus, haben das Herz auf dem Platz gelassen, haben Fußball gespielt, haben Tempofußball gespielt, hatten dann die Möglichkeit schon in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit zum Ausgleich, haben uns belohnt. Und auch bis zum Schluss eigentlich, dass sie daran geglaubt haben, an den Sieg. Wollten sie am Ende auch noch. Deswegen: Gratulation an meine Mannschaft. Und eins möchte ich auch nochmal klarstellen: Die absoluten Topbedingungen hier, also auch die Kulisse. Die Zuschauer: Sensationell bei beiden Seiten. Ist, glaube ich, in der Regionalliga nicht jeden Tag möglich, aber es war für uns auch ein Riesenerlebnis. Danke schön.

Petra Wagenbüchler (Vorstandsmitglied PRO1860):

Ein wundervoller Fußballtag war das heute. Top Wetter, alle waren wieder da, die Stimmung einfach nur gut in ganz Giesing. Dann im Stadion, einfach mal Gänsehaut beim Treppen hoch gehen auf der Stehhalle. Die Rede von Mang und Basti hat mir sehr gut gefallen, dann erste Halbzeit richtig gut gespielt, wie Löwen gekämpft, dann Elfmeter und das erste Tor der neuen Zeitrechnung von Sechzig München. Ich glaub, ich hab mich seit Jahren nicht so krass gefreut über ein Tor und immer wieder Gänsehaut. Auch geil war, dass die Stehhalle heute richtig gut Stimmung gemacht hat, irgendwie haben heute alle mitgesungen. In der zweiten Halbzeit haben sie leider etwas nachgelassen und auch Supertalent Calderon konnte nicht überzeugen. Über Mathew Collins‘ Einwechslung hab ich mich dann noch sehr gefreut, aber hat leider nichts gebracht. Beim 2:2 ärgert mich am meisten, dass ich beim Kicktipp 2:1 getippt hab und mir die 5 Punkte flöten gehen. Danach wars dann auch einfach nur schön, daher bleibt nicht mehr zu sagen als: Scheiß Augsburg!

Mane (Groundhoppers 1860):

Selbst nach 50 Jahren und unzähligen Erlebnissen mit den Löwen in den Stadien dieser Republik und zeitweise darüber hinaus bleibt festzuhalten: Dieser Verein ist in allen Bereichen “unkaputtbar”! Welch’ Emotionen, welch ekstatischer Jubel, welch Freude über unsere neu gewonnene Freiheit!
Sensationelle Stimmung, Gänsehaut und bissl feuchte Augen.
Die positive Ausgelassenheit und Vorfreude bei den Löwenfans in allen Altersklassen war unfassbar schön zu beobachten.
Zudem eine Mannschaft, die sich 90 Minuten den Arsch aufreißt, selbst wenn es – wie in der zweiten Hälfte – nicht so lief wie in den ersten 45 Minuten.
Mein Löwenherz lacht vor Glück und kann den Verantwortlichen in allen Bereichen für diese Entwicklung nicht genug danken.
Einzige Wermutstropfen: 1.100 Löwen konnten diesem außergewöhnlichen und unvergesslichen Augenblick nicht beiwohnen, da die Tickets in Block P an die wohl unsympathischste Fanszene Deutschlands (gleichauf mit der Seitenstraße) abgegeben werden mussten. Schade drum.

Consti (Inflagranti 1860):

Gestern war ein ganz besonderer Tag. Es war der Tag, den ich seit 15 Jahren herbeigesehnt habe und bestenfalls in meinen kühnsten Träumen glaubte, dass dieser Moment Wirklichkeit werden könnte.
Sechzig München als rein mitgliedergeführter Verein im Grünwalder Stadion.
Ich hatte mehrere Male Tränen in den Augen. Wir werden nicht mehr als Investorenverein wahrgenommen, sondern – im Gegenteil – als der Verein, der bundesweit (und darüber hinaus) als Zeichen gegen die Überkommerzialisierung im Fußball voranschreitet.
Klar hätte ich mir gewünscht, das erste Heimspiel in Freiheit mit einem Sieg zu feiern. Aber man sieht, dass sportlich etwas zusammenwächst und ich bin sicher, dass wir noch viel Spaß mit dieser Mannschaft haben werden.
Nur eine Person auf dem Spielfeld hätte ich lieber in unseren Reihen, als auf der Seite der Gäste: Lukas Aigner.

Christian Jung (sechzger.de Redakteur):

Der ganze Nachmittag und Abend rund um die Heimpremiere mit unserer eigenen Spielbetriebsgesellschaft war ein emotionales Highlight. Alle Fans wie elektrisiert, dann die Mannschaft in der ersten Halbzeit wirklich total begeisternd unterwegs. Ich habe im Stadion wirklich niemanden mosern hören – was aber natürlich auch am neuen Standort in F2 gelegen haben könnte. Sehr angenehme Leute da!
Was mich ärgert und gleichzeitig freut: Die – peinlich wenigen – aus Augsburg mitgereisten Deppen haben voll bestätigt, was ich im letzten sechzger.de Talk über sie und ihren ganzen völlig überflüssigen Verein gesagt habe. Wer „Football for the people“ nicht kapiert hat und während der Ansprache einer der Initiatoren der europaweit gefeierten Initiative nicht die Schnauze halten kann, der hat in einem Fußballstadion keine Anwesenheitsberechtigung! Wobei ich das über diese Leute auch schon vorher wusste. Augsburg ist und bleibt eine Eishockeystadt!

 

 

“Der TSV ist wieder da(heim)!” – 1860 mit 2:2 gegen Augsburg II

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"Der TSV ist wieder da(heim)!" - 1860 mit 2:2 gegen Augsburg II

Was für ein Abend im alt-ehrwürdigen Grünwalder Stadion. “Der TSV ist wieder da” wurde schon Mitte der ersten Halbzeit zum Gassenhauer und schallte immer wieder durchs stimmungsgeladene Sechzger-Stadion. Die Kulisse war vor 15.000 Zuschauern sensationell, die Stimmung auch, woran ausdrücklich beide Seiten ihren Anteil hatten. Auch wenn die gut 1.000 Gästefans schnell leiser wurden, denn die Löwen legten los wie die Feuerwehr. Bereits nach gut 20 Minuten führten sie nach einem von Michael Eberwein verwandelten Hand-Elfmeter und einem Flugkopfball von Florian Niederlechner mit 2:0 und sahen gegen den FC Augsburg II schon wie der sichere Sieger aus. Am Ende stand aber nur ein 2:2-Unentschieden zu Buche – wie schon zum Auftakt in Schweinfurt, auch weil die Sechzger die Dominanz noch nicht über 90 Minuten aufrecht erhalten konnten. Alle Details zum Nachlesen bei uns im Live-Ticker!

Dankesworte von allen Seiten

Schon vor dem Spiel merkte man in ganz Giesing, dass ein besonderer Abend bevorstand. Die Kneipen und Wirtschaften waren bei bestem Biergartenwetter bis zum Bersten voll. Vor dem Spiel gab es Dankesworte von Löwen-Präsident Gernot Mang für die Unterstützung der Löwenfans. Über die Bandenwerbung bedankten sich die Löwen zudem für die Unterstützung des 1. FC Nürnberg, von Rapid Wien uns aus Perugia. Auf dem Rasen bedankten sich die Löwenspieler ebenfalls schnell mit Toren beim ausverkauften Haus für die Unterstützung.

Löwen überrennen überforderte Augsburger

Die ersten zehn Minuten konnten die Gäste aus Schwaben noch offen gestalten, dann spielte nur noch Sechzig München. Nach einer Viertelstunde brachte Michael Eberwein die Hausherren in Front. Bei einem Pfostentreffer von Bell war ein Gästespieler mit der Hand am Ball und Eberwein verwandelte den Strafstoß sicher. Damit ist er der erste Heim- und Auswärtstorschütze für die Sechzger nach dem Neuanfang. Das 2:0 ließ nicht lange auf sich warten. Die Gäste konnten nur zuschauen, wie Erdogan von der linken Seiten flankte und Florian Niederlechner im Rückraum einköpfte zum 2:0. Was für ein Start für die Hausherren und das gesamte Grünwalder Stadion stand klatschend auf den Plätzen. “Der TSV ist wieder da”, stimmte die Westkurve mehrmals! Wie treffend, ein Bild wie gemalt.

Sehr schmeichelhafter Anschlusstreffer vor der Pause

Nach dem zweiten Treffer fanden nach und nach auch die Gäste etwas besser in die Partie, die Spielkontrolle blieb aber weiterhin bei Sechzig, das stets dem dritten Treffer näher war, als Augsburg dem 2:1. Vitus Eicher musste in den ersten 30 Minuten kein einziges Mal nennenswert eingreifen. Wach hatte Pech, dass er zehn Minuten vor der Pause nach starker Ballmitnahme nur den Pfosten traf. Angriff um Angriff rollte auf das Gehäuse der Gäste, die mit der Halbzeit aus dem Nichts zum 2:1 kamen. Ein Augsburger riss Bell im Löwenstrafraum Bell vor den Augen des Schiedsrichters nieder, die Pfeife blieb aber stumm und so kamen die Gäste zum sehr schmeichelhaften Anschlusstreffer. Die Unparteiischen ernteten zur Pause zurecht ein gellendes Pfeifkonzert!

Keine Wechsel zur Halbzeit

Beide Teams kamen unverändert aus der Pause und die Zuschauer bekamen nun ein ausgeglichenes Match zu sehen. Ausgburg suchte sein Heil in langen Bällen und agierte nun offensiver. Doch die Löwen kämpften und verteidigten stark. So kam nicht viel zwingendes auf das Löwentor. Auf der Gegenseite konnten die Hauherren sich nach einer Stunde immer wieder einmal etwas Entlastung verschaffen. Leone ging nach einem Rempler im Strafraum zu Boden, aber für einen Elfmeter war das zu wenig. Die Partie war nun geprägt von vielen Zweikämpfen und einigen merkwürdigen Entscheidung der Schiedsrichter.

Ausgleich fällt 18 Minuten vor Schluss

Eine gute Viertelstunde vor Schluss war es dann doch passiert. Bei einer langen Flanke von der linken Seite stimmte bei Sechzig hinten die Zuordnung nicht und der freistehende Malaj konnte aus dem Rückraum ungehindert zum 2:2 einköpfen. Von den Rängen gab es dennoch keineswegs Pfiffe sondern aufmunternden Applaus. Dennoch taten sich die Löwen erst einmal schwer, sich aus der Umklammerung der Augsburger zu befreien. Die Fans versuchten alles, standen auf, klatschten und feuerten ihr Team bedingungslos an. Und Augsburg hatte nun plötzlich gaaaaaanz viel Zeit.

Sechzig bläst zur Schlussoffensive

In der letzten Viertelstunde rannten die Löwen nun plötzlich wieder an, ein Drehschuss von Dressel verfehlte den Kasten jedoch knapp. Plötzlich sahen sich die Gäste wieder in die Defensive gedrängt, die Löwen wollten drei Punkte und spielten sich vorne fest. Der eingewechselte Collins nahm einen Abpraller volley, verzog aber deutlich. Dann wurde Calderon nach starker Vorarbeit von Eberwein in letzter Sekunde gestoppt. So blieb es am Ende trotz aller Mühen beim 2:2-Unentschieden. Da wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen, dennoch hätte man sich das erste Heimspiel nach dem Neuanfang nicht stimmungsvoller wünschen können und die Fans munterten ihr Team nach dem Schlusspfiff auf – der erste Sieg in der Regionalliga Bayern ist nur eine Frage der Zeit. Aus solchen Spielen wird die junge Löwen-Truppe lernen.

Liveticker: TSV 1860 München – FC Augsburg II (3. Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Augsburg II! Die beiden Mannschaften treffen am 3. Spieltag der Regionalliga Bayern im Grünwalder Stadion aufeinander.

Nach dem 2:2 bei Mitabsteiger FC Schweinfurt 05 steht für den TSV 1860 heute das erste Heimspiel auf dem Programm. Giesing, Flutlicht, Freiheit – da fehlen eigentlich nur noch drei Punkte zum Glück! Mit dem FC Augsburg II mit Kapitän und Löwenfan Lukas Aigner kommt jedoch ein unangenehmer Gast an die Grünwalder Straße, der nach der Auftaktniederlage in Bayreuth am vergangenen Wochenende gegen den TSV Landsberg den ersten Saisondreier verbuchen konnte. Gemma, Löwen!

Statistik

Aufstellung:
30 Eicher – 2 Bell, 33 Faßmann, 4 Weber, 47 Fiedler – 14 Dressel (C), 8 Wach – 22 Husic (80. Collins), 13 Eberwein, 19 Erdogan (65. Leone) – 7 Niederlechner (65. Ortivero Calderon)

Bank:
23 Musa (TW), 6 Hoppe, 9 Wagner, 24 Gevorgyan, 36 Deniz, 39 Estermann

Tore:
1:0 Eberwein (15./HE), 2:0 Niederlechner (21.), 2:1 Kastanaras (45.), 2:2 Malaj (75.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Dordan, Klose (beide Trainingsrückstand), Bachmann, Moumou, Grancay, Pereira de Azambuja, Krasniqi (alle 2. Mannschaft)

Ausfälle beim FC Augsburg II:
keine

Diesen Löwen droht eine Sperre

Julian Bell, Mark Gevorgyan und Cristian Leone wurden in Schweinfurt verwarnt, sind aber noch nicht von einer Sperre bedroht.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – FC Augsburg II außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Duell der Löwen mit den hoffnungsvollen Nachwuchsschwaben im Grünwalder Stadion wird bei BR24Sport im Stream live übertragen.

Vorberichterstattung bei sechzger.de