Start Blog Seite 123

Kauczinski wird neuer Löwen-Trainer

44
Markus Kauczinski wird neuer Löwen-Trainer

Morgen soll er offiziell an der Grünwalder Straße vorgestellt werden: Jetzt ist es fix! Markus Kauzcinski wird neuer Löwen-Trainer. Wie der für gewöhnlich sehr gut informierte Reviersport zuerst vermeldet, und zwar um Punkt 20:32 Uhr am Donnerstagabend, übernimmt der 55-Jährige das Amt als Coach in Giesing. Lange Zeit waren mehrere Kandidaten im Rennen, der Münchner Boulevard warf beinahe im Stundentakt fast alle verfügbaren Trainerkandidaten in den Raum. Nun hat Kauczinski am Ende das Rennen gegen Thomas Oral gemacht. Inzwischen haben die Löwen dies auch über ihre offiziellen Kanäle bestätigt.

Markus Kauczinski wird neuer Löwen-Trainer

Ende September, nach der Niederlage in Aue, hatten sich die Löwen von Patrick Glöckner (und Dr. Christian Werner) getrennt. Fast zwei Wochen steht fest, Kauczinski hat sich im Rennen um die Nachfolge durchgesetzt. Zuletzt hatte der 55-jährige UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber bei MagentaSport als Experte gearbeitet. Laut Reviersport haben sich die Sechzger mit dem aktuell in Karlsruhe wohnhaften Kauczinski, der ursprünglich aus Gelsenkirchen stammt (daher wohl auch die Kontakte zum Reviersport) auf einen bis Ende der Spielzeit 2026/27 gültigen Vertrag geeinigt.

Kauczinski kennt die dritte Liga

Kauczinski bringt jede Menge Drittliga-Erfahrung mit und war als Trainer zuletzt von Ende 2021 bis April 2024 für den SV Wehen Wiesbaden tätig. Genau dort hatten die Löwen am vergangenen Wochenende eine 0:1-Niederlage kassiert. Seine Trainer-Karriere hatte Kauczinski beim FC Schalke 04 begonnen und war anschließend zum Karlsruher SC gewechselt. Über die Nachwuchs-Teams des KSC arbeitete er sich zum Profi-Coach nach oben. Anschließend stand er beim FC Ingolstadt, dem FC St. Pauli und Dynamo Dresden unter Vertrag. Mit einem unruhigem Umfeld kennt er sich also auch aus… 2015 wurde er vom DFB zum Trainer des Jahres gewählt, zweimal schaffte er (mit Karlsruhe und Wiesbaden) bereits den Aufstieg aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga.

Neuer Coach übernimmt am Montag

Ab Montag wird Kauczinski die Einheiten der Profis an der Grünwalder Straße 114 leiten. An seiner Seite werden laut der offiziellen Pressemitteilung Markus Brzenska und Nico Masetzky als Co-Trainer, Philipp Kunz als Athletiktrainer und René Vollath als Torwart-Trainer stehen. „Bei meinen bisherigen Stationen durfte ich die Arbeit in großen Traditionsvereinen bereits kennenlernen“, sagt Markus Kauczinski. „Ich freue mich nun sehr auf die Aufgabe beim TSV 1860 München. Wenn wir am Montag gemeinsam ins Training starten, gilt es, die Stärken der Mannschaft herauszuarbeiten und sie voller Selbstvertrauen und gut vorbereitet ins Heimspiel gegen den MSV Duisburg zu schicken.“

Interims-Geschäftsführer Manfred Paula begrüßt den neuen Coach Markus Kauczinski
Interims-Geschäftsführer Manfred Paula begrüßt den neuen Coach Markus Kauczinski in Giesing              Foto: TSV 1860/sampics

Öffentliches Training am Montag um 14 Uhr

„Ich freue mich sehr, dass wir nach intensiver Abstimmung mit beiden Gesellschaftern einen neuen Cheftrainer präsentieren können, der von allen Beteiligten als die beste Personalie für den TSV 1860 München anerkannt wird“, wird Interims-Geschäftsführer Manfred Paula in der Pressemitteilung der Löwen zitiert. „Markus hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er alle Fähigkeiten mitbringt um mit unserer Mannschaft erfolgreich zu arbeiten. Wir freuen uns, dass er sich für die Aufgabe bei den Löwen entschieden hat, und wünschen ihm viel Erfolg.“ Sein erstes Training mit der Mannschaft wird Kauczinski am Montag um 14 Uhr leiten, die Einheit ist öffentlich.

Länderspielpause nutzen: Die Amas im Spitzenspiel unterstützen!

0
TSV 1860 U21 Kies Arena

Erlbach, Kirchanschöring… und jetzt Landsberg. Die Amas haben am Freitag Abend zum dritten Mal hintereinander ein Topteam der Bayernliga Süd vor der Brust. Nach der ersten, sehr unglücklichen Niederlage Mitte September im Landkreis Altötting und dem unter Interimstrainer Vincent Saller am Tag der deutschen Einheit hart erkämpften Remis im Landkreis Traunstein kommt nun der direkte Verfolger TSV 1882 Landsberg an die Grünwalder Straße. Anpfiff ist um 18.60 Uhr.

Amas weiter in Giesing

Ursprünglich war vorgesehen, dass die U21 des TSV 1860 ihre Heimspiele ab Oktober wieder – wie in den letzten Jahren – in der Kies-Arena in Gilching austrägt. Nachdem der Wurmbefall des dortigen Platzes aber offensichtlich noch nicht vollständig behoben ist, bleiben die Heimspiele der Amas erstmal ein Fall für Giesing. Auf dem Fünferplatz an der Grünwalder Straße 114 geht es am Freitag gegen den Tabellenzweiten aus der Lechstadt um nicht weniger, als die Verteidigung der Tabellenführung.

Landsberg kommt mit Kantersieg im Rücken

Die Gäste haben schon ein Spiel mehr auf dem Konto und könnten mit einem Sieg die Amas in der Tabelle der Bayernliga Süd überholen. Mit der breiten Brust eines 7:1-Erfolgs über den FC Ismaning kommt das Team von Trainer Christoph Rech, der selbst zwischen 2012 und 2014 in 56 Partien der Regionalliga Bayern für die kleinen Löwen am Ball war,  in die Landeshauptstadt. Wie 1860 musste der TSV Landsberg erst eine Saisonniederlage hinnehmen. Und zwar ebenfalls an einem Freitagabend mit 1:2 in Erlbach. Dreimal ließ man bislang je zwei Punkte liegen. Ebenfalls analog zu den Löwen in Kirchanschöring sowie in Deisenhofen und zu Hause gegen Türkspor Augsburg. Die Heimbilanz der Amas ist dagegen bekanntermaßen makellos. Vier Siege aus vier Spielen stehen zu Buche.

Das bereits am 25. Juli nach 65 Minuten beim Stande von 1:0 abgebrochene erste Heimspiel der Saison gegen den Aufsteiger TuS Geretsried, wird Ende dieses Monats, am 29. Oktober, endlich nachgeholt.

Ausgeglichene Bilanz zwischen Amas und Landsberg

Die Bilanz zwischen den beiden Gegnern am Freitag Abend seit dem Start der Amas in der Bayernliga Süd im Sommer 2017 ist absolut ausgeglichen. In elf Spielen konnten beide Teams jeweils viermal siegen, dreimal trennte man sich unentschieden. Genauso sieht die  Heimbilanz aus weißblauer Sicht aus: Je einem Sieg und einer Niederlage stehen drei Remis gegenüber. In der vergangenen Saison konnte das Heimspiel Anfang August in Gilching mit 1:0 gewonnen werden. Beim Rückspiel in Landsberg Mitte November musste man sich allerdings mit 1:4 geschlagen geben. Einziger Torschütze zur Führung für die Löwen war damals Eliot Muteba. Dann brachen die Amas ein. Dass an diesem Tag zeitgleich die Löwenfans auf Giesings Höhen die peinliche Niederlage der Profis im Totopokal gegen die SpVgg Unterhaching hinnehmen mussten, ist eine Randnotiz. Mehr nicht.

Wer sitzt auf der Trainerbank?

Nachdem man am vergangenen Wochenende noch fest davon ausgegangen ist, dass Alper Kayabunar nach seinem kurzen Ausflug als Interimscoach zu den Profis am Montag wieder seinem regulären Dienst bei den Amas nachgeht, er aber auch am Dienstag beim Testspiel der Profis in Amberg das Team als Chefcoach betreute, wagen wir zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels lieber mal keine Prognose, ob also nun Kayabunar oder erneut Vincent Saller die U21 beim Spiel gegen Landsberg betreut. Aber egal, wer den Job dann macht. Das ganze Team der Amas freut sich unabhängig davon über zahlreiche Unterstützung durch die Löwenfans am profispielfreien Wochenende!

– – – – –
Titelbild: Das letzte Heimspiel gegen den TSV Landsberg konnten die Amas am 3. August 2024 in Gilching mit 1:0 gewinnen.

 

Giesinger Gedanken: Neuer Trainer des TSV 1860 ist…

5
SV Sandhausen TSV 1860 München 3.Liga Transfers

Das Ende der Woche naht und damit steigt auch die Hoffnung, dass die Löwen endlich ihren neuen Trainer präsentieren. Das (erfolgreiche) Ende der Trainersuche ist nicht nur deswegen wichtig, weil die Mannschaft dann durch den neuen Übungsleiter gezielt auf das Spiel gegen Spitzenreiter MSV Duisburg vorbereitet werden kann. Erfreulich ist auch, dass dann endlich diese unwürdige, mediale Sensationslust eingedämmt wird, in der sich angebliche Experten und Insider mit Informationen zu übertrumpfen versuchen.

Neuer Trainer des TSV 1860 ist…

In den vergangenen Tagen haben drei unterschiedliche Medien drei verschiedene Top-Kandidaten für das Traineramt beim TSV 1860 benannt – gleichzeitig wohlgemerkt. Jeder berief sich auf angebliche Insider-Informationen, warum Markus Kauczinski, Thomas Oral oder Sascha Hildmann der nächste Mann an der Seitenlinie bei den Löwen wird. Manch einer beruft sich in seiner Berichterstattung auf diese Quellen und wird in seiner Berichterstattung nicht müde zu erwähnen, dass der erfolgreichste Trainer der Giesinger Drittligageschichte ja auch frei wäre, aber wohl keine Berücksichtigung findet. Aufgrund des bekannten Klientels ein doch recht durchschaubarer Ragebait.

Natürlich darf sich auch ein Mitglied der Meistermannschaft zur Trainerfrage äußern und schafft den Spagat zwischen “wenn die Spiele dann in der Folge schlechter werden, ist das nicht der Aufgabenbereich des Sportdirektors, sondern des Trainers. Für mich ist das alles ein wenig ein Rätsel. Da passt was nicht zusammen” hin zu “die brauchen eine Mischung aus Max Merkel und Werner Lorant” nahezu mühelos.

Die neue Verschwiegenheit an der Grünwalder Straße

Doch zurück zum aktuellen Geschehen: Ob einer von den drei Kandidaten nun tatsächlich an der Grünwalder Straße anheuert, wird sich zeitnah zeigen. Klar ist, dass man nach dem Spiel beim SV Wehen Wiesbaden eine wertvolle Woche verloren hat, in der sich Trainer und Mannschaft hätten kennenlernen und zusammenarbeiten können.

Warum es zu dieser Verzögerung kam, ist nicht bekannt. Gab es Absagen? Eventuell Forderungen, die nicht erfüllt werden konnten? Wir wissen es nicht – und andere auch nicht! Und das wiederum ist gut so und zeigt, dass die Informationsströme von Seiten des TSV 1860 in Richtung der geneigten Medienvertreter durch die Neubesetzung der KGaA-Gremien nahezu versiegt sind.

Gott sei Dank ist die Zeit bald vorbei, in der nahezu jeder Ex-Löwe, der über einen Trainerschein verfügt, von irgendwem als möglicher Kandidat in den Ring geworfen wird, nur weil er mal an der Grünwalder Straße zum Bieseln geht…

Ach ja: Sorry für den Clickbait in der Überschrift!

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wieder.

Titelbild: CR Fotos

Saisonprognose im OKTOBER: Stimmungsabsturz!

39

Mitte jeden Monats befragen wir die sechzger.de-Leser*innen in dieser Saison nach ihrer aktuellen Prognose für das abschließende tabellarische Ergebnis der Löwen in der Spielzeit 2025/26. Das Ergebnis veröffentlichen wir dann hier und ziehen einen Vergleich zu den Vormonaten im Sinne eines Stimmungsbarometers. Im Juli, August und September waren die Erwartungen optimistisch bis euphorisch. Auch befeuert durch die hoffnungsvolle Berichterstattung auf dieser Plattform. Mit einem Rückgang dieser so positiven Prognosen haben wir für Oktober gerechnet. In der 3. Liga belegt 1860 nach zehn Spielen nur den 13. Platz. Dass die Entwicklung aber so drastisch ausfällt, ist schon etwas überraschend. In der Wahlforschung würde man von einem “erdrutschartigen Absturz” der Erwartungen sprechen. Oder so ähnlich.

Wer glaubt noch an den erhofften Aufstieg?

Waren es vor einem Monat noch 69, im August sogar 75 von 100 Löwenfans, die den Aufstieg für Mai kommenden Jahres hervorsagten, sind es in diesem Monat nur noch 28%. Viel weniger als die Hälfte! Und weil – nach vier Niederlagen aus den sechs Spielen seit der letzten Befragung – der Löwenblues so richtig zuschlägt, erhält auch gleich die Prognose einer Platzierung zwischenden Rängen vier und acht weniger Zuspruch, als im den Vormonat. Nur noch 21% glauben an diese Platzierung.

Mittelfeldplatz mit starkem Zuwachs

Den deutlichsten Zuwachs bei den sechzger.de-User*innen verzeichnet die Platzierungsvorhersage neun bis zwölf. Satte 24 Prozentpunkte geht’s mit ihr nach oben. Damit glaubt deutlich über ein Viertel an eine – nach den vorsaisonalen Erwartungen – absolut enttäuschende Platzierung im unteren Mittelfeld der 3. Liga. Einen langen Abstiegskampf, der dann aber mit den Klassenerhalt endet, hatte im Vormonat kein einziger Teilnehmer an unserer Umfrage angeklickt. Diesmal ist es fast jeder sechste (14%). Und sogar der Abstieg, den in den drei vorangegangenen Umfragen maximal 3% (noch im Juli) der Befragten in Betracht gezogen hatten, sieht inzwischen fast jede*r Zehnte als denkbare Option.

In vier Spielen wird wieder nachgefragt

Zwei Englische Wochen und dadurch ingesamt sechs Spiele, von denen nur das erste gewonnen werden konnte (3:2 gegen Havelse) haben zu diesem extremen Absturz bei den Erwartungen der Löwenfans geführt. Nachdem wir uns nun erstmal wieder in eine Länderspielpause begeben, finden bis zur nächsten Umfrage dieser Reihe im November “nur” vier Partien statt. Nach dem Gastspiel des souveränen Tabellenführers aus Duisburg in Giesing geht es nach Mannheim und eine Woche später empfangen die Löwen das auch heuer wieder starke Cottbus. Nach dem Auswärtsspiel beim Zweitligaabsteiger Jahn Regensburg fragen wir dann wieder bei Euch nach, wie sich Eure Saisonprognose bis dahin entwickelt hat.

Vielen Dank allen Teilnehmern, die im Oktober bei unserer Umfrage zur Saisonprognose mitgemacht haben!

09.10.1993: TSV 1860 schlägt den FC St. Pauli im Grünwalder Stadion

6
TSV 1860 - FC St. Pauli, Saison 1993/94
Eintrittskarte zum Spiel TSV 1860 - FC St. Pauli in der Saison 1993/94

Die Saison 1993/94 wird den Löwenfans wohl auf ewig im Gedächtnis bleiben. Als erstem Verein überhaupt gelang Münchens großer Liebe damals der direkte Durchmarsch von der Drittklassigkeit in die 1. Bundesliga. Dazu trug auch der Sieg des TSV 1860 gegen den späteren Konkurrenten um Platz 3, den FC St. Pauli, maßgeblich bei.

22.000 auf Giesings Höhen

22.000 Zuschauer hatten sich am 09.10.1993 im Grünwalder Stadion eingefunden und sorgten für eine großartige Stimmung auf Giesings Höhen. Wie so oft ließ sich die Mannschaft anstecken und zeigte dem Gegner seine Grenzen auf.

Der TSV 1860 ging als Tabellenzweiter in den 11. Spieltag, der FC St. Pauli rangierte damals auf Rang 11. Dennoch war nicht absehbar, ob und wie lange die Form der Lorant-Elf Bestand haben würde.

1860 schlägt St. Pauli in Überzahl

Den Löwen kam natürlich zugute, dass Bernd Hollerbach sich auf Seiten der Hamburger bereits nach knapp 20 Minuten mit Gelb-Rot in Richtung Dusche verabschiedete. Zu diesem Zeitpunkt führte Sechzig jedoch bereits, denn Bernhard Winkler traf in der 16. Minute zum vielumjubelten 1:0. Leider lähmte die Überzahl die Löwen in der Folge zunehmend, das erlösende zweite Tor wollte einfach nicht fallen. Stattdessen kam St. Pauli (u.a. mit dem späteren Löwen-Trainer Torsten Fröhling in der Abwehr) immer mal wieder gefährlich vor das von Rainer Berg überragend gehütete Tor des TSV 1860.

Wer dabei war, der erinnert sich wohl bestens daran, dass der Abpfiff wie eine Erlösung war. Zwei Punkte (war ja vor Einführung der 3-Punkte-Regel) auf der Habenseite und weiterhin erster Verfolger des VfL Bochum.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Werner Lorant schickte damals folgende Elf des TSV 1860 gegen den FC St. Pauli auf den Rasen des Sechzgerstadions:

Berg – Braun, Schlotterbeck, Maurer – Störzenhofecker (88. Schnell), Trares, Ossen (80. Hartig), Kneißl, Zeiler – Winkler, Pacult

Tor:
1:0 Winkler (16.)

Gelb-Rot:
Hollerbach (19., FC St. Pauli)

Titelbild: Tickets To The World Of Football

Sechzig um Sieben: Löwenfans in der Beckettschleife

27
Sechzig um Sieben: Becketts

Aktuell fühlt sich das Dasein als Löwenfan so an wie das Schicksal der Hauptfiguren in Samuel Becketts weltbekanntem Stück “Warten auf Godot”. In diesem sind die Landstreicher Wladimir und Estragon dazu verdammt auf die Antwort eines ihnen nur vage bekannten Anderen (namens Godot) zu warten. Zwischendurch wird sich die Zeit mit Spielen vertrieben. Möglichkeiten zum Zeitvertreib während der lähmenden Ereignislosigkeit findet ihr in der heutigen Ausgabe von Sechzig um Sieben.

Viele Spekulationen, aber es kommt niemand

Eine beliebte Option zur Unterhaltung ist das Spekulieren, wer denn der nächste Übungsleiter an der Grünwalder Straße 114 werden soll. Laut der heutigen Ausgabe des Merkur ist eine Löwenlegende aus dem Rennen. Bernhard Trares machte Gerüchten um seine Person ein Ende und dementierte, dass er der neue Mann bei den Löwen wird. Ein anderer Kandidat wurde schon oft genannt und angeblich mehrmals an der Geschäftsstelle gesichtet. Die Rede ist von Tomas Oral, der seine letzte Station bei den Grasshoppers in Zürich hatte

Gestern war laut der gleichen Zeitung noch der Ex-Dresdner und Ingolstädter Markus Kauczinski der Favorit auf den freien Posten bei den Löwen. Hier wurde außerdem verlautbart, dass der Münsteraner Aufstiegstrainer Sascha Hildmann kein Kandidat mehr sei. Auch die Namen Manuel Baum und Alexander Schmidt werden in dem Artikel genannt, deren Löwenvergangenheit anscheinend schon für ein Infragekommen reicht. Wir sind gespannt, wer es letztendlich wird und auch wessen Namen noch alles in den Gazetten auftauchen werden.

Löwenduell zum Auftakt der kommenden Spielzeit

Mittlerweile ist es schon Tradition, dass die Löwen die Spielzeit mit einem Testspiel zum Jubiläum eines unterklassigen Vereins beginnen. Heute wurde bekannt gegeben, dass der TSV am 26.06.2026 zum 60. Geburtstag des SV Kay antreten wird. Bis es zum aktuellen Kreisklassen Tabellenführer an die oberösterreichische Grenze geht ist aber noch ein langes Warten angesagt. Der Kartenverkauf soll aber schon Ende November beginnen.

Fotogalerie zum Sieg in Amberg

Wer sich nochmal mit dem Sieg im Testkick gegen den Bezirksligisten FC Amberg ablenken möchte, kann dies nun auch mit Bildern tun. Gestern ging unsere Fotogalerie zum ersten Stopp der Regio-Tour online.

Amateure am Freitag im Top-Spiel gegen Landsberg

Auch mit Fußball kann man sich die Zeit in der Länderspielpause vertreiben. Die erfolgreiche Zweitvertretung des TSV trifft am Freitag um 18:60 Uhr am Trainingsgelände auf den Tabellenzweiten aus Landsberg. Ein Spielbesuch bei der U21 wird wie immer wärmstens empfohlen, ein ausführlicher Vorbericht im Laufe des Tages erscheinen.

News aus Liga 3

Ulm befördert Glasbrenner

Nicht überall befinden sich die Fans in der Warteschleife. Der SSV Ulm 1846 hat gestern Nägel mit Köpfen gemacht und den bisherigen Interimscoach Moritz Glasbrenner zum Chefcoach ernannt. Sieben Punkte aus vier Spielen waren genug, um die Chefetage der Spatzen vom 35-jährigen zu überzeugen, der bisher die U19 trainiert hatte. Aufgrund der fehlenden Pro-Lizenz nimmt der Absteiger Strafzahlungen durch den DFB in Kauf.

Saarbrücken bereitet Ausgliederung vor

Am Samstag steht beim 1. FCS eine außerordentliche Mitgliederversammlung auf dem Programm, bei der tiefgreifende Satzungsänderungen beschlossen werden sollen. Es soll eine GmbH & Co. KGaA gegründet werden, die zunächst komplett in Vereinsbesitz bleibt, aber sukzessive für größere und kleiner Investoren geöffnet werden soll. Mit dem eingespielten Kapital soll u.a. der sehnlichst erwartete Aufstieg in die 2. Liga realisiert werden.

Weitere Bundesligaprofis bei Hoffenheim II

Als wäre die Zweitvertretung des Hopp-Klubs noch nicht gut genug sollen nun weitere Spieler von Bundesligaformat in der U23 zum Einsatz kommen. Die ausgemusterten Profis Dennis Geiger und Mergim Berisha, einst für 14 Millionen aus Augsburg gekommen, sollen neben dem Training bei der zweiten Mannschaft nun auch Spielzeit in Liga 3 erhalten, um sich für neue Arbeitgeber zu empfehlen.

 

Haltet die Ohren steif Löwen und lasst euch von der unklaren Situation nicht ins Bockshorn jagen. Vielleicht geschieht ja bei uns, was in Becketts Stück unerfüllt bleibt:         Estragon: Und wenn er kommt? / Wladimir: Sind wir gerettet.

“Das Löwenduell” im Juni: TSV 1860 zum Jubiläum beim SV Kay

4
SV Kay TSV 1860 München Testspiel im Juni 2026 das Löwenduell aktualisiert

Deutlich vor Ablauf der aktuellen Spielzeit steht bereits das erste Testspiel in Vorbereitung auf die Saison 2026/27 fest. Zum Jubiläum reist der TSV 1860 München zum SV Kay. Die Gastgeber freuen sich schon jetzt riesig auf die Partie, der Kartenvorverkauf soll bereits Ende November beginnen.

60 Jahre SV Kay: TSV 1860 kommt zu “grün-weißem Festwochenende

Am vergangenen Sonntag feierte der SV 1966 Kay in der Kreisklasse 3 (Kreis Inn/Salzach) einen 4:2-Auswärtssieg bei der DJK Otting. Am kommenden Freitag steht für den aktuellen Tabellenführer – aus den ersten acht Spielen stehen sieben Siege und ein Unentschieden zu Buche – ein Heimspiel gegen den TV Kraiburg/Inn auf dem Programm. Das ist die derzeitige Realität in dem 1100 Einwohner-Dorf, das zu Tittmonning gehört. Im Juli 2026 steht dem Verein allerdings Großes bevor. Zum 60.Geburtstag reist der TSV 1860 München zum SV Kay und absolviert dort ein Testspiel. Terminiert ist die Partie bereits. Sie findet am Freitag, den 03.Juli um 18 Uhr statt.

Die Gastgeber freuen sich “einen der traditionsreichsten und zugleich beliebtesten Fußballclubs Bayerns nach Kay zu holen“. Zahlreiche langjährige Löwenfans sind in Kay zu Hause und dürfen sich auf ein ganz besonderes Heimspiel freuen. Nach dem “Löwenduell” – beide Vereine tragen das Tier im Wappen – endet der Abend standesgemäß mit einer Löwenparty. Auch am Samstag sind weitere Programmpunkte zum Festwochenende beim SV Kay geplant. Das Programm für diesen Tag wird derzeit noch erarbeitet wie die künftigen Gastgeber auf ihrer Homepage mitteilen.

Der Verkaufsstart von Tickets für das Duell mit dem TSV 1860 München ist aktuell für Ende November vorgesehen. Weitere Details wie beispielsweise die Preise oder die Verkaufsstellen sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.

Ursprünglich war die Partie für Ende Juni angesetzt (siehe Plakat), wurde nun allerdings auf Anfang Juli verschoben.

Fotogalerie zu FC Amberg – TSV 1860 München

1
titelbild fotogalerie fc amberg tsv 1860

Mit einem standesgemäßen 11:1-Sieg im Gepäck kehrten die Löwen am gestrigen Dienstag aus der Oberpfalz zurück. Mit Noah Klose konnte sich sogar ein U21-Spieler in die Torschützenliste eintragen. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Testspiel des TSV 1860 beim FC Amberg.

Fotogalerie zu FC Amberg – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Sechzig um Sieben: Lockerer Sieg gegen den FC Amberg

1
Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Über die Ansetzung des Testspiels gegen den FC Amberg am gestrigen Dienstag wurde vortrefflich diskutiert – auf jeden Fall feierte der TSV 1860 einen deutlichen Sieg. Außerdem ist eine neue Podcast-Folge online und Sean Dulic reist erneut zur Nationalmannschaft.

sechzger.de Talk Folge 231 online

Die nächste Ausgabe des sechzger.de Talks ist mittlerweile überall an den gewohnten Stellen online zu finden. Christian empfängt vier weitere Redakteure in der Sendung und bespricht mit ihnen die letzten beiden Spiele in der 3.Liga. Außerdem gibt es einen Blick auf die U19 und die U21. Trotz der aktuellen Situation rund um den TSV 1860 München – schlechte Laune trifft man in der Runde nur bedingt an.

Dulic erneut für U20 Nationalmannschaft nominiert

Innenverteidiger Sean Dulic darf sich erneut über eine Einladung zur deutschen U20 Nationalmannschaft freuen. Der 20-Jährige könnte am kommenden Freitag und Montag in zwei Duellen gegen die portugiesische U20 zum Einsatz kommen.

TSV 1860 mit klarem Sieg gegen den FC Amberg

Im Rahmen der neu ausgerufenen Regio-Tour war der TSV 1860 München gestern beim FC Amberg zu Gast und feierte dort einen klaren Sieg. Gegen den Bezirksligisten ließen die Löwen nichts anbrennen und siegten zweistellig. Trainer Alper Kayabunar setzte bei dem Duell auf mehrere Spieler aus der U21 und ließ viele der Profis zurück in München.

News aus der 3.Liga

Trainersuche in Ulm vor Abschluss

Nicht nur die Löwen, sondern auch der SSV Ulm ist derzeit auf der Suche nach einem neuen Trainer. Wie die Verantwortlichen nun bekannt gaben, ist die Suche nach einem Nachfolger für Robert Lechleiter nahezu beendet. Derzeit befinde man sich intern in den letzten Abstimmungsrunden und werde dann den neuen Übungsleiter präsentieren können.

Richter spielt bei Alemannia Aachen vor

Ex-Löwe David Richter absolviert derzeit ein Probetraining bei Alemannia Aachen. Der 26-Jährige stand zuletzt beim SV Sandhausen unter Vertrag und ist seitdem auf der Suche nach einem neuen Verein. Neben Richter testet die Alemannia zwei weitere Spieler, die sich am Donnerstag in einem Testspiel gegen den VfL Bochum voraussichtlich beweisen können.

 

TSV 1860 schießt sich in Amberg den Frust von der Seele

5
FC Amberg TSV 1860 München Spielbericht Regio-Tour 07-10-2025

Zum Auftakt der neu eingeführten Regio-Tour gastierte der TSV 1860 München heute beim FC Amberg. Gegen den Bezirksligisten zeigten sich die Löwen in Torlaune und trafen nach 90 absolvierten Minuten zweistellig. Sieben verschiedene Torschützen erschienen auf der Anzeigetafel.

TSV 1860 siegt deutlich gegen den FC Amberg

Mit einer von Grund auf anderen Startaufstellung als zuletzt noch bei der Niederlage gegen Wehen Wiesbaden ging der TSV 1860 München in die Partie gegen den FC Amberg am heutigen Dienstagabend. Paul Bachmann durfte im Tor Spielminuten sammeln, außerdem fanden sich auch Emre Erdogan, Finn Fuchs, Clemens Lippmann und Lasse Faßmann in der ersten Elf. Angeführt wurde das deutlich verjüngte Team von Kapitän Patrick Hobsch. Eine Überraschung gab es zudem auf der Trainerposition. Entgegen der urspünglichen Planung fand sich dort Interimstrainer Alper Kayabunar. Ursprünglich hieß es der 39-Jährige kehre am Montag zur U21 zurück, die am Freitag im Spitzenspiel am Trainingsgelände der Löwen auf Landsberg trifft.

Vor 1600 Zuschauern ließ sich der TSV 1860 nicht lange bitten und ging in der zweiten Spielminute durch Hobsch in Führung. Danach konnte der Bezirksligist den Spielstand für längere Zeit halten, ehe nach knapp einer halben Stunden Philipp Maier für die Löwen erhöhte. Emre Erdogan baute die Führung noch vor dem Pausenpfiff aus. Auch nach dem Seitenwechsel dauerte es wieder nur wenige Minuten bis zum nächsten Treffer. Justin Steinkötter traf zum 0:4. Danach folgte ein Doppelschlag von Tunay Deniz, wobei das 6:0 aus Löwensicht durch einen verwandelten Elfmeter erzielt wurde.

Weitere vier Spiele bei der Regio-Tour geplant

Für einen lupenreinen Hattrick reichte es bei Deniz nicht ganz, denn das 0:7 erzielte mit seinem zweiten Tor Erdogan. Per Kopf traf nur zwei Minuten später Raphael Schifferl, ehe sieben Zeigerumdrehungen danach Steinkötter auf 0:9 stellte. Zweistellig wurde es dann durch den erfolgreichsten Torschützen des Tages: Deniz verwandelte einen Freistoß. Der eingewechselte Noah Klose sorgte dann für den letzten Löwen-Treffer des Tages, ehe sich der FC Amberg mit dem Schlusspfiff über den Ehrentreffer durch Matthew Darswell freuen durfte.

Die Löwen freuen sich über einen gelungenen Auftakt der Regio-Tour, in deren Rahmen noch vier weitere Partien gegen unterklassige Vereine absolviert werden sollen. In der 3.Liga trifft der TSV 1860 nach der Länderspielpause als nächstes auf den Tabellenführer MSV Duisburg.