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Energie Cottbus – TSV 1860 München, die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zu einer etwas anderen Taktiktafelanalyse. Das Spiel Energie Cottbus – TSV 1860 (5:1) vom Sonntag beschäftigt viele. Auch innerhalb unseres Teams sucht man nach Gründen für das Debakel.

Die Partie Energie Cottbus – TSV 1860 München wurde zum Debakel für die Gäste. Mit 5:1 Toren gewannen die Lausitzer gegen unsere Sechzger. Das Ergebnis tut weh. Es tut vor allem deshalb weh, weil das ein Spiel war, dass erstens nicht in dieser Höhe von den Löwen verloren werden darf. Zweitens war es auch ein Spiel, in dem Sechzig selbst wieder Unmengen an Chancen liegen ließ.

Die im 4-3-3 angetretenen Cottbuser bekamen vom TSV 1860 München genau das, was sie zum Spielen brauchten, um gefährlich zu werden: Raum in der Tiefe. Dieser Raum in der Tiefe ist etwas, für das die Mannschaften, die bisher gegen Cottbus gespielt haben und diesen Raum zuließen, bitter bezahlen mussten.

In nahezu allen Spielen, die Cottbus bisher positiv gestalten konnte, war der Ablauf und die Entstehung der meisten Tore und Chancen für den FC Energie sehr ähnlich. Immer, wenn Energie Tiefe kreieren konnte und dort Halbwegs präzise gespielt hatte, wurde es brenzlig für die Gegner.

Mannschaften, die gegen den Ball zunächst eher tief standen konnten bisher meist länger ein Unentschieden halten, bzw. Führungen herausspielen, während Cottbus in diesen Fällen deutlich mehr Energie bis zum ersten eigenen Treffer aufwenden musste.

Der TSV 1860 München ist mit seiner Spielweise am Sonntag dem FC Energie Cottbus ins offene Messer gelaufen. Allerdings muss man spätestens nach dem zweiten Gegentor, meiner Meinung nach, personell reagieren. Nun ja… Gehen wir das Spiel und die entscheidenden Situationen einmal durch.

Spielentscheidende Szenen

Gegen den Ball

Szene 1 (das 1:0)

Der FC Energie Cottbus hat im Positionsspiel den Ball, die Offensivspieler Hobsch, Philipp und Schröter des TSV 1860 München stellen sich, als wollten sie versuchen den Aufbau durch die zwei Innenverteidiger und den Torhüter im Verbund und Mann-orientiert stören. Warum das Folgende passiert, ist schwer nachzuvollziehen.

Zunächst läuft Philipp den Innenverteidiger rechts aus Löwensicht an, eine Horizontale Seitenverlagerung löst das Problem für die Cottbuser. Während sich Philipp nun eine Linie tiefer orientiert, versucht Schröter, nach erneutem Pass der Cotbusser auf den rechten Innenverteidiger, dort anzulaufen. Schröter kommt jedoch zu spät und läuft ins Leere. Der Innenverteidiger im Vorwärtsgang kann den Doppelpass vom von ihm zuvor angespielten Pelivan wieder aufnehmen und auf den rechten Flügel spielen.

Der ausgespielte Schröter fehlt jetzt dort und Bretschneider kann ohne Gegenspieler durchstarten. Deniz rückt zu zögerlich auf den Flügel hinaus und kann so den langen Diagonalball von Bretschneider auf die linke Abwehrseite der Löwen nicht verhindern. Kwadwo wehrt die Flanke kurz vor dem eigenen Strafraum auf der Halbposition ab. Nur wohin? In die Füße des Gegenspielers!

Warum passiert das und was lief hier alles verkehrt? Die Defensivlinie gegen das Positionsspiel an der Mittellinie zu postieren, wenn man weiß bzw. wissen sollte, dass der Gegner schnell und konsequent die Tiefe sucht, um Offensivaktionen zu kreieren, könnte ein Fehler gewesen sein, aber hier, noch nicht gänzlich entscheidend. Hält man die Situation im Video an, während Bretschneiders Flanke in der Luft ist, sieht man das folgende Bild.

Die Ausgangslage vor der Flanke

Deniz ist aus seiner Position gezogen, weil Schröter den Flügel nicht abdeckt. Die Viererkette steht und läuft gut mit. Die beiden Verteidiger weiter links bewegen sich auf Höhe ihrer Kollegen sozusagen kongruent mit der Progression des Balles in Richtung eigener Sechzehner.

Hier hat allerdings das Mittelfeld links kollektiv geschlafen und dadurch Kwadwo, der in der folgenden Aktion extrem unglücklich agierend wirkt, in die Bredouille gebracht. Kwadwo hat, als der Ball unterwegs ist, offensichtlich nur noch Hasse, der weiter innen mit nach vorne geht, und den Ball im Blick und verliert Copado weiter außen mehr oder weniger in seinem Rücken aus dem Blickfeld. Den Kopfball, den er, wie es eigentlich richtig wäre, wenn da Copado nicht stünde, nach außen platziert und damit leider genau auf Copados Fuß, kann man ihm nicht wirklich vorwerfen.

Von Copado kommt der Ball zu Hasse. Kwadwo versucht das auszubügeln, aber kommt zu spät gegen den rechten Außenverteidiger der Cottbuser, der jetzt goldrichtig steht, um Möker den Ball zum Schuss vorzulegen. 

Zu halten gab es für Vollath nicht viel. Kwadwos Fehler war zwar eklatant, aber was sollte er tun? Den Ball mit der Brust annehmen und einen offensiven Zweikampf an der eigenen Box riskieren? Nicht zum Ball gehen, bzw. den Ball passieren lassen und gegen Copado ins Laufduell gehen? Ich weiß es nicht.

Für mich ist auch die Frage, wer wäre eigentlich Hasses Gegenspieler gewesen? Und warum kommt Wolfram in der Rückwärtsbewegung nicht zwischen Hasse und die Abwehrkette?

Szene 2 (das 2:0)

Aus einer Umschaltaktion für Cottbus, entsteht das 2:0. Ein langer Abschlag vom Keeper des FC Energie Cottbus ladet auf Thieles Kopf, der hier von Verlaat begleitet, aber erst nach dem Kopfball gestört wird. So kommt der mit hohem Tempo, links aus Cottbuser Sicht, auf der Halbposition etwa 25 Meter vor dem Tor, einlaufende Halbauer ans Leder. Von Danhof der ihn nicht einholen kann verfolgt, dringt Halbauer mit dem Leder am Fuß bis etwa acht Meter vor die Torauslinie durch und bringt von dort horizontal eine fache Flanke nach innen, die an allen Löwen vorbei den Weg zu Copado findet, der hinter Kwadwo an diesem vorbeiläuft und Netzt.

Auch wenn Kwadwo bei beiden Treffern nicht der alleinige Schuldige gewesen ist, ja gar nicht sein kann, hätte ich ihn spätestens jetzt vom Platz genommen. Nicht wegen der beiden Gegentore alleine. Es gab mehrere Auffälligkeiten, die ich als Hinweis gedeutet hätte, dass Kwadwo nicht vollends konzentriert ist. Der deutlichste Hinweis war für mich als Kwadwo anstatt einen Freistoß auszuführen, zweimal versuchte den Ball per Einwurf ins Spiel zu bringen.

Szene drei: (Das 3:1)#

Wieder ein langer Abschlag, wieder kommt der Ball auf Thiele, diesmal auf dem linken Flügel, nicht im Halbraum und auch deutlich näher zur Mittellinie als zuvor. Der weitere Ablauf ist jedoch nicht unähnlich dem Treffer zum 2:0. 

Thiele, der die Kugel mit der Brust annahm, brachte das Leder unter Kontrolle. Er drehte sich und passte das Spielgerät einige Meter die Linie entlang nach vorn zu Möker. Dieser lässt den Ball abprallen zu Halbauer, der dem mittlerweile mit Tempo daher geschossen kommenden Thiele den Ball in die Tiefe spielt.

Verlaat trabt hinterher, Schifferl versucht Thiele nach eindringen in die Box auf der Halbposition links aus Cottbuser Sicht eher halbherzig zu stellen. Wieder darf ungehindert, flach durch die komplette Box geflankt werden, bevor Copado an den Ball kommt. Dessen erste Aktion wird von Kwadwo sogar noch verhindert. Copado kommt weiter außen, nun auf der rechten Seite, erneut an den Ball. Kwadwo, der sich schnell aufgerappelt, versucht erneut ins Duell zugehen, und zieht nun den kürzeren.

Kwadwo, nach einer Körpertäuschung von Copado auf dem falschen Fuß stehend, verliert das Duell, Copados Weg nach innen ist frei und ohne lange zu fackeln, zieht der junge Außenstürmer ab und feiert seinen Doppelpack.

Der entscheidende Fehler ist natürlich bei Kwadwo zu finden, als es die Innenseite offenlässt. Aber auch dieser erfolgreiche Angriff, wie die beiden anderen zuvor konnten, nur so passieren, weil unser defensives vertikales Spiel in die Tiefe zugelassen hat.

Szene 4 (das 4:1)

Wieder bekommt Cottbus schnell nach Balleroberung vertikale Tiefe, diesmal auf der rechten Cottbuser Angriffsseite. Sechzig kann jedoch diesmal den Durchmarsch außen verhindern. Cottbus schiebt in dieser Situation allerdings so clever nach vorne, sodass die Kette personell zunächst gebunden ist. So kann Cigerci in der rechten Halbzentrale vollkommen alleine angespielt werden.

Verlaats zögerliches Eingreifen als er Cigerci gegenübersteht, möchte ich hier nicht allzu hoch gewichten. Cigerci der sich bei Bursaspor in der türkischen Süperlig schon Meriten verdienen durfte, ist einer der gefährlichsten Offensivspieler der Liga. Im richtigen Moment gegen einen Spieler dieser Klasse, in dieser Situation die richtige Entscheidung zu treffen, um ihn zu stoppen ist keine leichte Aufgabe. Den Versuch zu wagen, ihn zu stellen, anstatt ihn anzugehen, war zumindest kein eklatanter Fehler. Die Entscheidung, den Schuss aus der Entfernung zu erlauben, anstatt das Risiko ausgedribbelt zu werden einzugehen, halt ich nicht für falsch.

Man muss hinterfragen, warum Cigerci überhaupt so mutterseelenallein durch die Gegend spazieren darf. Aber wen fragt man da? Tunay Deniz? Oder den Trainer?

Das waren die spielentscheidenden Szenen der ersten Halbzeit gegen die Löwen die Cottbus in der offensive Produziert hat. In der Defensive war Cottbus nicht weniger effektiv. Die zweite Halbzeit vergessen wir einfach, bzw. lassen sie analytisch unter den Tisch fallen. Denn es ist im zweiten Durchgang passierte nicht einmal ansatzweise etwas, das eine Wiedergutmachung für die Leistung der ersten Hälfte gewesen wäre.

Mit Ball

Mit dem Glück des Tüchtigen verteidigten die Hausherren in der ersten Spielhälfte den eigenen Kasten.

Viermal konnte Torhüter Behntke für die schon geschlagene Abwehr retten. Einmal sprang Brettschneider mit einem Bruce Lee Gedächtnissprung seinem Torwart helfend zur Seite, um einen Schuss zu blocken. (In der direkten Folge entwickelte sich einer der Gegentreffer.)

Jede der Torchancen für den TSV 1860 München war gut herausgespielt, allerdings müssen wir über die Situationen in der Offensive sprechen, die am Ende keine Torchance brachten, aber vielversprechend begannen. Zu oft in diesen Situationen nimmt sich die Mannschaft mit falschen Entscheidungen den Zug aus dem Offensivspiel. Und das nicht erst am Sonntag.

Nahezu jedes Mal, wenn wir zentral Tiefe generieren könnten, gelingt es nicht. Und das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Die Situationen, in denen es nicht gelingt, sind auch in den Spielen, die bisher siegreich gestaltet wurden, zu oft auf die ein oder andere Weise verebbt.

Ich frage mich, warum gerade in diesen Spielsituationen, wo jeder auf der Tribüne denkt es bräuchte jetzt einen Steilpass, so oft vom Spieler in Ballbesitz entweder unnötigerweise das Tempo aus dem Spiel genommen wird oder falls der Steilpass wirklich gespielt wird, man mittlerweile fast darauf Wetten abschließen kann, dass er einem gegnerischen Verteidiger in die Füße gespielt wird.

Ich habe in den letzten Analysen fast immer, also da wo es ging, versucht das positive voranzustellen. Jetzt drehen wir den Spieß um, aber der Vollständigkeit halber heute etwas weiter unten als gewohnt die statistischen Werte des Spiels.

Statistische Werte Energie Cottbus – TSV 1860 München

  • Ballbesitz FCE 47% – TSV 53%
  • Passgenauigkeit FCE 77% – TSV 81%
  • defensive Zweikampfquote FCE 63% – TSV 59%
  • Schüsse/aufs Tor FCE 9/7 – TSV 13/7
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) FCE 14,17 – TSV 8,38

Weitere Auffälligkeiten

Normalerweise analysiere ich hier jede aufgeführte statistische Kategorie einzeln auf statistische Auffälligkeiten in verschiedenen Spielphasen, da sich Aufgrund von Matchplanänderungen in Spielen je nach Spielstand auch oft die Herangehensweisen der jeweiligen Mannschaften ändern. Heute machen wir das etwas anders und mit weniger Zahlenmaterial als gewohnt.

Das Eins zu Null für die Hausherren fiel extrem früh im Spiel. Als Gast ändert man da im Normalfall noch nichts am Matchplan. Auch wenn der Gegentreffer nervt, das Spiel war noch keine drei Minuten alt. Da muss man noch nicht beginnen Panik zu bekommen, oder? Oder?

Na ja, da kann man geteilter Meinung sein und selbst in meiner Brust schlagen in dem Fall zwei Herzen.

Als Gastgeber wird man auf jeden Fall einen Teufel tun auch nur einen Sekunde daran zu denken etwas zu ändern. Und so ging es dahin. Drei konzeptionell kongruente Aktionen brachten drei Tore. Cottbus verteidigte gegen wütend und ungestüm anrennende Löwen den eigenen Kasten mit Mann und Maus teilweise mit mehr Glück als verstand, aber selbst nach dem verdienten erzwungenen Anschlusstreffer ließen sich die Sechzger ein drittes Tor nach dem Cottbuser Go-Stop-Go Prinzip einschenken. Wie kann das passieren? Ich weiß es nicht, was ich aber weiß ist: Das darf nicht passieren.

Leroy Kwadwo

Sprechen wir deshalb kurz über Leroy Kwadwo. Ich mag Kwadwo, und ich verstehe nicht, warum ein Spieler, der vergangene Saison wenn er links in der Kette gespielt hat, sowohl offensiv als auch defensiv einer der besten Spieler der Mannschaft war, diese Saison einen Lapsus nach dem anderen produziert?

Kwadwo durchläuft momentan ein Formtief. Er ist, denke ich, nach wie vor ein guter Kicker, aber jetzt braucht dieser Spieler eine Pause. Oben habe ich geschrieben spätestens nach dem zweiten Gegentreffer hätte man ihn herausnehmen müssen, tatsächlich eigentlich schon in dem Moment als er zweimal einwirft anstatt einen Freistoß nach Foul an ihm selbst auszuführen. Warum übersehen die Betreuer solche Unkonzentriertheiten?

Wie gesagt, ich halte Kwadwo nach wie vor für einen guten Drittligafußballer, aber solange er sein Formtief nicht überwindet und seine Konzentrationsfähigkeit wieder dorthin bringt wo sie hingehört, ist er leider ein Risikofaktor.

Eine Auswechslung von Kwadwo für Bähr hätte allerdings noch nichts am Matchplan geändert. Also zurück zu den zwei Herzen in meiner Brust was die Matchplanpassung nach dem frühen Gegentor betrifft.

Offene Cottbuser Messer

Mit dem hohen Pressing, das zwar gut funktioniert hat, und auch zu zahlreichen Chancen führte aber leider – da nur ein Schussversuch des TSV 1860 verwertet werden konnte – haben die Sechzger Energie Cottbus voll in die Karten gespielt. Eine Mannschaft, die von der Tiefe lebt, mit dieser Spielweise gerade auch noch einen Lauf hat, mit hohem Pressing auf gegnerischem Platz dazu einzuladen über lange Bälle selbst einfach Tiefe zu generieren, ist für mich fahrlässig und in der Situation in der Sechzig sich befindet in höchstem Maße unklug gewesen.

Man hätte es allerdings auch vor dem Spiel wissen können, dass das gefährlich werden kann. Ich weiß nicht, wer im Funktionsteam wofür verantwortlich ist. Aber auf dem Scoutingbogen des TSV 1860 für das Spiel gegen Energie Cottbus hätte in ganz großen Lettern stehen müssen: kein Vertikales Spiel in die Tiefe zulassen! Vielleicht stand es ja da, vielleicht auch nicht.

Wenn es darauf stand, frage ich mich ernsthaft, warum die Linien gegen die Positionsangriffe nicht tiefer gesetzt wurden? Oder man zumindest in der systematischen Formation im Raum angelaufen ist?

Fragen!

Das alles zusammen wirft mehrere Fragen auf, wenn man davon ausgeht, dass jeder immer sein bestes gibt.

Entweder alle in dem Teil unserer Scoutingabteilung, die sich mit der Gegneranalyse beschäftigt, haben (was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann) keine Ahnung was sie da eigentlich tun. Oder wir geben einfach grundsätzlich einen Scheiß darauf, was der Gegner gut kann und gut macht und kümmern uns nur um uns, ohne darauf zu schauen was denn die Stärken des Gegners sind (auch das halte ich für komplett absurd).

Die Antwort darauf kennt der Trainer. Liefern die Scouts schlechte Arbeit ab, muss er die Konsequenzen ziehen, und dafür sorgen, dass sich dort personell etwas ändert. Beziehungsweise hätte er diese schon länger ziehen müssen.

Womit wir beim Trainer wären. Ganz ehrlich, wenn ich einen Matchplan gegen Cottbus aufstellen hätte müssen, eines hätte er nicht beinhaltet und das wäre hohes Pressing gegen das Cottbuser Positionsspiel gewesen. Wer die Taktiktafel vor dem Spiel gelesen hat, weiß das.

Hier meine Frage: Warum versucht man genau das und riskiert mehr als nötig?

Mit welchen offensiven Mitteln man Cottbus hätte bekommen können, wurde von der Mannschaft gezeigt, aber nicht ausreichend in Zählbares umgemünzt. Sich aber gegen den Ball spieltaktisch so zu verhalten, ist meiner Meinung nach nicht zu verantworten.

Die Spielweise war mutig, aber der Mut der Verzweiflung – nach dem das Spiel der Löwen in der ersten Halbzeit ausgesehen hat – hat leider nur noch mehr ins Verderben geführt, als es eine von vorn herein Konservative Spielweise getan hätte.

Die Gegenpressingmomente nach Ballverlusten intensiv zu gestalten, ist immer wichtig und sollte immer eine Option sein. Die Pressinglinie gegen das Positionsspiel hoch zu stellen und Cottbus derart zu dem von ihnen geliebten vertikalen Spiel in die Tiefe einzuladen, war leider Fußballerisches Harakiri.

Ratlos

Ich bin Ratlos, ähnlich wie mein Kollege Jung es in den Giesinger Gedanken formuliert hat.

Warum ratlos? Irgendjemand im Funktionsteam weiß vermutlich, was falsch läuft und warum. Es kann nicht sein, dass ein Spiel wie gestern passiert und keiner den Schuldigen für die falschen Entscheidungen auf und neben dem Platz kennt. Der Trainer sagte er müsse jeden Stein umdrehen. Ich bin auf das Ergebnis dieser Ursachenforschung sehr gespannt.

Warum die Mannschaft des TSV 1860 mit hohem Pressing ins Spiel gegen Energie Cottbus ging, obwohl eigentlich klar sein musste, dass das, zumindest was die Defensive betrifft, in die Hose gehen wird, verstehe ich nicht. Selbst wenn das Pressing gut funktioniert, keine Mannschaft, die auf ähnlichem Niveau spielt wie ihr Gegner, wird diesen je komplett „niederpressen“ können. Es gibt einfach keinen logischen Grund in Cottbus so anzufangen.

Man hat auch in einigen Situation immer wieder das Gefühl, dass einige unserer Spieler anscheinend so von sich überzeugt sind, dass sie bei taktische Anweisungen, die sie (vermutlich) nicht verstehen, einfach nicht Nachfragen, was genau gemeint ist.

Auf dem Platz gegen den Ball schaut man dann als Mittelfeldspieler mal, wie es so läuft, weil defensive Arbeit an sich ja eigentlich nicht das ist, wofür man auf dem Fußballplatz steht, oder so.

Risiko?

Ich vermisse außerdem bei Aktionen in der Offensive, die ich oben schon beschrieben habe, die Fähigkeit produktive und effektive Spielzüge mit Dynamik und Präzision zu entwickeln. Selbst schnell und effektiv zu sein und vielleicht mit numerischer Überzahl ins gegnerische letzte Drittel oder gar in die Box zu kommen. Wenn das gelingen würde, den Vorsprung im Anschluss auch zu halten, wäre es sehr wünschenswert. Ich frage mich, ob die Mannschaft den falschen Charakter hat, oder einfach, warum auch immer, komplett falsch auf jeden Gegner eingestellt wird? Das fußballerische Können hat sie.

Die Möglichkeiten offensiv „riskant“ zu spielen, werden viel zu selten ausgenutzt, aber wie bereits beschrieben, kann man mittlerweile darauf Wetten abschließen, dass, wenn solche Aktionen möglich wären, sie aus welchen Gründen nicht vernünftig ausgespielt werden würden.

Was die Gründe sind, die dazu führen, dass unsere Sechzger Punkte in solch haarsträubender Weise verschenken, müssen andere beantworten, ich kann heute nur Fragen stellen.

Eine Lösung, bei der ich zu hundert Prozent sagen würde, sie sei die richtige, habe ich keine, weil ich die Gründe für das Versagen und die Proleme in der Mannschaft nicht kenne.

Datenquelle: Wyscout

sechzger.de Talk 182: Klatsche in Cottbus & Vorschau Sandhausen

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sechzger.de Talk Folge 182 nach dem Unentschieden gegen den VfL Osnabrück, der Niederlage gegen Energie Cottbus und vor SV Sandhausen - TSV 1860 München

Die Stimmungskurve zeigt senkrecht nach unten – das ist nach dem letzten Auftritt der Löwen auch keine große Überraschung. Jan empfängt im sechzger.de Talk 182 mit Peter, Christian, Flo und Bernd vier Gäste. Gemeinsam besprechen sie das deutliche 1:5 am Wochenende, aber natürlich auch das Unentschieden gegen den VfL Osnabrück sowie das bevorstehende Auswärtsspiel gegen den SV Sandhausen.

Deutliche Niederlage gegen Energie Cottbus

Eine weite Strecke legten die Löwenfans zurück, um beim Auftritt des TSV 1860 München in der Lausitz dabei zu sein. Lohnen sollte sich der Aufwand nicht – ganz im Gegenteil. Mit einer 1:5-Packung im Gepäck trat die Mannschaft um Argirios Giannikis den Heimweg an. Der kurze Aufwärtstrend ist wieder dahin, der Frust unter den Anhängern riesig. Die Trainerdiskussion ist auf ein Neues entbrannt, allerdings vielleicht noch stärker als bereits in den zurückliegenden Wochen. All das bespricht Jan ausführlich mit seinen Gästen im Talk Nummer 182 nach dem 12.Spieltag.

Kein Heimsieg: das Unentschieden gegen Osnabrück

Ausnahmsweise einmal nicht unbedingt chronologisch geht es in der aktuellen Ausgabe zu. Nach dem Rückblick auf die Niederlage in Cottbus widmen sich die fünf Teilnehmer dem Heimspiel gegen den VfL Osnabrück am vergangenen Mittwochabend. Zwei Mal gingen die Löwen in Führung, zwei Mal glichen die Gäste kurze Zeit später aus. So stand am Ende ein 2:2 auf der Anzeigetafel des Grünwalder Stadions. Nicht Fisch, nicht Fleisch würde man sprichwörtlich zu dem Ergebnis sagen. Auch diese Partie wird natürlich im Talk 182 besprochen.

Vorschau SV Sandhausen – punkten die Löwen beim Tabellenzweiten?

Ob die Löwen ausgerechnet am Wochenende mal wieder einen Sieg feiern können? Höchst fraglich, denn mit dem SV Sandhausen trifft der TSV 1860 auf den aktuellen Tabellenzweiten. Zwar spielte der SVS zuletzt drei Mal in Folge Unentschieden, allerdings kassierten sie bislang nur eine einzige Saisonniederlage. Doch auch in der aktuellen Spielzeit hat die 3.Liga wieder einmal eindrücklich bewiesen, dass jeder jeden schlagen kann. Wieso also nicht an das kleine Wunder glauben? Nach aktuellem Stand wird diese Aufgabe mit Trainer Argirios Giannikis angegangen, auch wenn sein Stuhl bedenklich wackelt. Was sich Peter, Christian, Bernd und Flo von der Partie in Sandhausen erwarten, verraten sie zum Ende der aktuellen Ausgabe.

Der sechzger.de Talk 182 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

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Sechzig um sieben: Giannikis wohl auch in Sandhausen auf der Bank

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Nach der 1:5-Klatsche des TSV 1860 München in Cottbus ist die Trainerdiskussion in Giesing mal wieder in vollem Gange. Die tz will erfahren haben, dass (Noch-)Trainer Giannikis das Team auch auf das Spiel in Sandhausen vorbereiten darf.

tz: Giannikis auch in Sandhausen auf der Bank

Die Diskussionen rund um die Zukunft von Argirios Giannikis haben nach der 1:5-Pleite der Löwen in Cottbus kräftig an Fahrt aufgenommen. Nicht wenige Löwenfans sehen keine Entwicklung in der Mannschaft und wünschen sich eine Freistellung des Coaches. Seine Punkteausbeute ist mit 1,44 Punkten pro Spiel mittlerweile niedriger als jene von Maurizio Jacobacci (1,46). Dennoch soll Giannikis noch eine Chance bekommen und das Team beim Spiel in Sandhausen (Samstag 14:00h) betreuen. Der Coach sah die Niederlage in Cottbus durchaus kritisch und machte vor Allem die Abwehrfehler für die Blamage verantwortlich. Nachdem Giannikis bereits nach der Heimniederlage gegen Dresden angeblich mit einem Ultimatum konfrontiert war, hoffen die Verantwortlichen an der Grünwalder Straße wohl auf eine Wiederholung der damaligen Ergenisse. 1860 gewann nämlich drei Mal in Folge. Damit Giannikis seinen Job behält, sollten die Löwen wohl mindestens einen Punkt aus Sandhausen mitbringen.

Dorigo und Straßer starten gut in die Ski-Saison

Erfolgreicher als auf dem grünen Rasen zeigen sich die Sportler der TSV 1860 auf dem weißen Schnee. Beim Weltcup-Auftakt in Sölden holte Fabiana Dorigo ihre ersten Weltcup-Punkte. Auch Linus Straßer überzeugte im Riesenslalom als 21. beim Comeback der Superstars Hirscher und Pinheiro Brathen.

Fußballergebnise vom Wochenende

Mehr Freude als die Profis machen den Löwenfans aktuell die Amas. Diese bauten zum Rückrundenauftakt durch einen 4:1-Sieg über den TSV Grünwald ihre Tabellenführung aus. Die U19 konnte Jahn Regensburg 4:1 besiegen, die U17 musste sich leider dem Erzrivalen aus der Seitenstraße mit 0:2 geschlagen geben. Die Teams der Löwinnen haben mal wieder ein sehr erfolgreiches Wochenende hinter sich. Die Erste besiegte den SV Dornach 3:1, die Zweite drehte einen 0:3-Rückstand gegen die SG München-Ost noch in einen 5:3-Sieg. Alle Löwenergebnisse vom Wochenende findet Ihr hier.

Sechzger.de Talk 182 geht online

Heute Vormittag geht die 182. Folge des sechzger.de Talks online. Natürlich müssen Jan und seine Gäste Bernd, Christian, Florian und Peter auf die Klatsche von Cottbus zurückschauen. Sie versuchen zu analysieren, wie die Löwen derart unter die Räder kommen konnten. Außerdem diskutieren sie, ob Giannikis beim nächsten Spiel in Sandhausen noch auf der Bank sitzen sollte. Keine schönen Themen, aber Ihr wisst, ja “mit dem Rücken an der Wand…”. Den Talk findet Ihr wie immer auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen, wie:

News aus der dritten Liga

Verletzungspech für RWE

Neben der 4:0-Niederlage von Rostock hat Rot-Weiss Essen auch noch zwei schwerwiegende Verletzungen zu beklagen. Beim Spiel an der Ostsee verletzte sich Nils Kaiser am Innenband. Der Belgier Robbie D’Haese trug wohl eine Verletzung am Sprunggelenk davon. Beide werden wahrscheinlich mehrere Wochen ausfallen.

Torwartdiskussion in Aachen

Seit sieben Spielen hütet Elias Bördner das Aachener Tor, der Marcel Johnen nach einer Gehirnerschütterung den Stammplatz zwischen den Pfosten abluchsen konnte. Beim 1:1 der Alemannia in Bielefeld schlug Bördner nach einem Rückpass über den Ball, der danach ins Tor trudelte. Nachdem Bördner auch beim Gegentor gegen Unterhaching vor einer Woche nicht gut aussah, ist in Aachen nun eine Torwartdiskussion im Gange.

Hansa Rostock: Fünf Aufsichtsräte treten zurück

Erdbeben in Rostock! Fünf von sieben Aufsichtsräte des FC Hansa traten am gestrigen Montag zurück. Als Grund gaben die fünf per Pressemitteilung an, dass die Werte des Vereins wie “Zusammenhalt, Fairness, Tradition, Weltoffenheit und Respekt gegenüber Menschen sowie sportlichen Gegnern” nicht mehr gelebt würden. Damit spielen sie wohl auf die Ereignisse rund um den angegriffenen Sonderzug der RWE-Fans und rassistische Ausfälle von Hansa-Fans an. Das Fass zum Überlaufen brachte wohl ein beleidigendes Spruchband gegen ein Aufsichtsratsmitglied. Wann die Positionen nachbesetzt werden, ist aktuell unklar.

Damit wünschen wie Euch einen schönen Dienstag!

Sechzig am Wochenende: Licht und Schatten

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Die 1:5-Klatsche für die Profis in Cottbus war nicht die einzige (schmerzhafte) Niederlage, die Teams des TSV 1860 an diesem Wochenende einstecken mussten. Auch das eine oder andere NLZ-Team zog – wie die Vierte – leider den Kürzeren. Auf der anderen Seite verpassten die Löwinnen nur ganz knapp das – schon am Freitag in unserem Artikel thematisierte – perfekte Wochenende: Drei Siege und ein 0:0 sind aber eine respektable Ausbeute für die damit ungeschlagenen Frauenteams.

Amas bauen Tabellenführung aus

Durch ein 4:1 über den Aufsteiger TSV Grünwald hat die U21 ihre Tabellenführung in der Bayernliga Süd ausbauen können. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf die direkten Verfolger Memmingen und Schalding. Drei Teams haben aktuell noch weniger Spiele absolviert und könnten aber auch nur bis auf vier Zähler an das Team von Felix Hirschnagl heranrücken. Vielleicht schon Mal zum Vormerken für alle Löwenfans, die nicht die Profis nach Sandhausen begleiten: Die Amas spielen am Samstag zeitgleich (14.00 Uhr) beim SV Heimstetten vor den Toren der Stadt.

U19 mit Revanche, U17 mit Derby-Niederlage

Die U19 konnte sich am Samstag deutlich für den bislang einzigen Saisonsieg des SSV Jahn Regensburg in der DFB-Nachwuchsrunde revanchieren. Mit einem 4:1 schob sich das Team wieder auf den zweiten Tabellenplatz in Gruppe G. Die U17 hingegen musste sich – erwartungsgemäß – dem roten Stadtrivalen geschlagen geben. Schwacher Trost: Das 2:0 war für die erfolgverwöhnte Truppe des FCB der zweitniedrigste Sieg in dieser Saison – nach dem 4:3, ebenfalls gegen die Junglöwen, im Hinspiel.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 25.10.

18.30 Uhr: Löwinnen U15 – TuS Holzkirchen  3:1
20.00 Uhr: Senioren C – SG Putzbrunn/Grasbrunn/Haar/Oberpframern  4:2

Samstag, 26.10.

12.00 Uhr: U10 – FC Wacker München U11  5:6
13.30 Uhr: Löwinnen U17 – Kirchheimer SC  0:0
14.00 Uhr: Amas – TSV Grünwald  4:1
15.00 Uhr: Löwinnen II – SG M-Ost/Team M/MSV Bajuwaren  5:3
17.00 Uhr: U19 – Jahn Regensburg  4:1
17.00 Uhr: SV Heimstetten U12 – U11  2:1
17.30 Uhr: Löwinnen I – SV Dornach  3:1

Sonntag, 06.10.

09.00 Uhr: U9 – FC Bad Kohlgrub 2  13:1
11.00 Uhr: U13 – FC Ingolstadt  0:1
11.00 Uhr: Seitenstraße – U17  2:0
11.30 Uhr: FC Teutonia – Vierte  6:2
13.30 Uhr: U14 Greuther Fürth U14  8:0
13.30 Uhr: Energie Cottbus – Profis  5:1
14.00 Uhr: TSV Peiting U19 – U16  0:6
16.15 Uhr: U12 – TSV 1860 Rosenheim U13  0:2

Löwinnen meistern die Herausforderung – Zweite dreht Partie

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Löwinnen gewinnen 3:1 gegen den SV Dornach.
Löwinnen gewinnen 3:1 gegen den SV Dornach.

In dieser Saison wurden die Fans der Frauenmannschaft des TSV 1860 ziemlich verwöhnt. Hier ein klarer Kantersieg, da noch acht Tore… Am Samstag fiel der fast schon erwartbare Sieg aber nicht so leicht. Gegen den SV Dornach kämpften die Löwinnen besonders hart und wurden letztlich belohnt. Auch die zweite Mannschaft der Frauen hatte am Wochenende eine Herausforderung zu meistern. Gegen München Ost halfen zwei Torschützinnen ganz besonders, um die Aufholjagd erfolgreich zu gestalten.

Löwinnen gegen den SV Dornach

Der SV Dornach ist mit drei Siegen und nur neun Punkten ein Mauerblümchen der Kreisliga München. Am Samstag schien die Partie am Sechser jedoch zunächst sehr ausgeglichen. Die Dornacher Spielerinnen gaben ihr Bestes, dem momentanen Tabellendritten gut Contra zu geben. Erst mit einem Foulelfmeter bekamen die Löwinnen eine große Chance auf die Führung. Routiniert wie immer machte Kira Winter das Tor für die Münchnerinnen. 1:0 für die Löwinnen.

Doch die Konkurrenz aus Dornach gab sich so einfach nicht geschlagen. Die Sechzgerinnen wurden zwar wacher und fanden besser ins Spiel, Chiara Stünkl konnte sich aber durchkämpfen und traf in der 26. Minute zum 1:1. Die Chancen auf der Heimseite folgten. Es war nur eine Frage der Zeit bis sich die Löwinnen die Führung zurückholten. Michelle Le Nguyen, die früher noch bei der DJK Fasangarten spielte, erlöste die Heimfans aber schließlich. Kurz vor dem Halbzeitpfiff traf sie zum 2:1.

Seitenwechsel bringt Überlegenheit für die Löwinnen

Einige Spielerinnen des SV Dornach schienen nach der zweiten Hälfte schon völlig erschöpft. Hier fiel der legendäre Satz einer Dornacherin beim Freistoß: „Ich kann nicht mehr. So weit schießen kann ich nicht und die gehen alle weiter weg!“ Der Frust bei den Gästen saß tief. Für uns Zuschauende waren der kommunikative, und teils auch sehr frustrierte, SV eine positive Überraschung und gute Unterhaltung.

Zum 3:1 schoss schließlich Julia Bammesberger ein. Damit war das Spiel für die Löwinnen entschieden, auch wenn die Gäste kurz vor Schluss richtig anliefen und noch einmal gefährlich ins gegnerische Drittel kamen. Es reichte letztlich einfach nicht aus, um die Tordifferenz noch auszugleichen. An dieser Stelle muss auch die gute defensive Arbeit der Löwinnen gelobt werden. Besonders Carla Ritz, die ähnlich wie Kira Winter einst beim FFC Wacker spielte, war stets zur Stelle und lies nichts anbrennen.

Zweite Mannschaft dreht das Spiel für sich

Auch die Löwinnen II konnten zu Hause jubeln, obwohl es zunächst nicht danach aussah. In der ersten Halbzeit des Heimspiels lag die SG München-Ost mit drei Treffern klar vorne. Doch nach Seitenwechsel starteten die Frauen eine spektakuläre Aufholjagd.

Um hier die Turmlöwen zu zitieren: „Es brodelt nicht nur in der Fritteuse am Sechser. Unsere Löwinnen kommen seit Wiederanpfiff deutlich besser ins Spiel und in die Zweikämpfe. Der Anschlusstreffer beflügelt, da geht noch was!“

Und es ging noch einiges. Cheyenne Krieger schoss zunächst in der 53. das 1:3. Manuela Paßreiter traf zum 2:3 und zwar zwanzig Minuten später. In der 80. Minute stand es durch den zweiten Treffer von Cheyenne Krieger endlich 3:3. Damit nicht genug: Den Dreierpack machte die Kickerin in der 87. Minute, Manuela Paßreiter erhöhte in der Nachspielzeit auf 5:3. Das Spiel war gedreht, innerhalb von einer halben Stunde!

Die eigentliche Challenge …

Die wirkliche Herausforderung für die erste Mannschaft der Löwinnen steht aber noch an! Am kommenden Sonntag, den 3. November, spielen die Frauen gegen die DJK Pasing. Nicht nur spricht man (in den Reihen am Sechser) hier von einer außerordentlich roten Mannschaft, nein: Die Pasinger Frauenmannschaft sind die größte Konkurrenz unserer Löwinnen. Mit zwei Spieltagen mehr, sieben Siegen und einer Niederlage, sind sie die Tabellenführerinnen.

Nach einer (hoffentlich nicht allzu enttäuschenden) Auswärtsfahrt in das beschauliche Sandhausen sollte jeder Löwe und jede Löwin am folgenden Tag zu den 1860-Frauen nach Pasing fahren, um sie dort zu unterstützen.

Giannikis: “Müssen konzentrierter und giftiger sein”

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Giannikis: "Waagschale nicht auf unserer Seite"
Giannikis: "Waagschale nicht auf unserer Seite"

Eine herbe 1:5-Klatsche kassierten die Münchner Löwen am Sonntag beim neuen Tabellenführer FC Energie Cottbus. Nach dem Spiel gab es auf der Pressekonferenz viel Lob für die Löwen von Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz. Kaufen können sich die Münchner davon allerdings nichts. Giannikis sagte: “Wir müssen defensiv besser stehen, auf dem Flügel unsere Hausaufgaben machen. […] Wir müssen viel konzentrierter und giftiger sein”.

Frühes Gegentor wirft Plan über den Haufen

Giannikis erklärte bei der Pressekonferenz nach dem Spiel: “Es ist klar, dass es gegen die umschaltstärkste Mannschaft der Liga schwer wird, wenn wir nach drei Minuten in Rückstand gehen. In der ersten Halbzeit hatten beide Mannschaften ähnliche Chancen nach vorne. Cottbus war sehr effizient. Wir haben unsere Chancen nicht gemacht. Die Gegentore kriegen wir viel zu leicht und nach einfachen Fehlern”.

In der zweiten Halbzeit war die Luft raus

Dass die Mannschaft das Spiel nach dem 5:1 verloren gab, konnte der TSV-Coach nachvollziehen. “Dass nach dem schnellen Gegentor in der zweiten Halbzeit die Luft raus war, ist klar. Wir müssen defensiv besser stehen, auf dem Flügel unsere Hausaufgaben machen und jeden Stein umdrehen. Wir müssen viel konzentrierter und giftiger sein. Nach vorne hatten wir gute Phasen und haben gute Chancen herausgespielt. Aber da wir die Tore nicht gemacht haben, war hier nichts zu holen”, sagte Giannikis weiter.

Lob von “Pele” Wollitz

Cottbus Trainer Claus-Dieter Wollitz geizte nicht mit Lob für die Münchner und sagte: “Nicht mal Dresden hat uns ansatzweise vor solche Probleme gestellt, wie heute 1860. […] Sie haben in die Räume gespielt, die weh tun”. Er lobte aber auch die Effizienz seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit und erklärte: “In der ersten Halbzeit war nur eine Mannschaft effizient. Den Kopfball von Verlaat muss man zum Beispiel auch nicht halten, umso besser, dass er ihn gehalten hat. Wir hatten einfach auch das nötige Quäntchen Glück”.

“Fast jeder Schuss ein Treffer”

“Bei uns war fast jeder Schuss ein Treffer, auch wenn vor allem das zweite und das vierte Tor schön herausgespielt waren. Nach der Pause war klar, dass wir die ersten zehn oder 15 Minuten überstehen müssen. Wir wissen das Ergebnis aber dementsprechend einzuordnen. Es war wieder ein 50-50-Spiel, und ich freue mich, dass der Pegel auf unserer Seite war.”, fügte der Cottbus-Coach an.

Gute Wünsche zum Abschied

“Ich wünsche 1860 mehr Matchglück in den nächsten Spielen”, sagte Wollitz weiter. Das werden die Löwen auch brauchen, denn nach nur zwei Punkten aus den drei Spielen der englischen Woche rückt die Abstiegszone wieder bedrohlich nahe…

Fotogalerie zu FC Energie Cottbus – TSV 1860 München

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Titelbild FC Energie Cottbus TSV 1860 Fotogalerie

Auch nach einmal Schlafen macht der Blick aufs gestrige Endergebnis fassungs- und ratlos. Mit 1:5 gingen die Löwen in der Lausitz unter – und das obwohl sie zumindest in der ersten Halbzeit offensiv eine durchaus ansprechende Leistung zeigten. Am Ende wars halt rundum ein gebrauchter Tag und die mitgereisten Fans nicht zu beneiden. Wir präsentieren Euch trotzdem ein paar Impressionen von der Niederlage des TSV 1860 bei Energie Cottbus.

Fotogalerie zu Energie Cottbus – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Ski-Weltcup: Dorigo und Straßer punkten beim Auftakt in Sölden

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Ski-Löwen Dorigo unter ferner liefen

Am Wochenende startete der Ski-Weltcup in die Saison 2024/25. Traditionell begann die Saison mit den Riesenslaloms am Rettenbachferner in Sölden. Und die Weltcup-Fahrer*innen des TSV 1860 München starteten erfogreich in den Winter: Sowohl Fabiana Dorigo als Linus Straßer holten Weltcup-Punkte im ersten Rennen.

Dorigo legt vor, Straßer zieht nach

Es war ein erfolgreiches erstes Wochenende für den Deutschen Skiverband. Am Samstag beim Riesenslalom der Damen kamen mit Lena Dürr und Fabiana Dorigo vom TSV 1860 zwei DSV-Fahrerinnen in die Punkteränge, was vor dem Rennen nicht wirklich zu erwarten war. Slalomspezialisten Dürr ging mit Startnummer 31 ins Rennen und platzierte sich im ersten Durchgang auf dem 14. Rang. Ski-Löwin Dorigo konnte sich gerade noch als 30. für den zweiten Durchgang qualifizieren. Dadurch konnte sie im zweiten Lauf als erste Läuferin über die frisch präparierte Piste nach unten gleiten. Und Fabiana nutzte ihren Vorteil und konnte sich durch die zwölftbeste Laufzeit im zweiten Durchgang im Gesamtklassement noch auf Rang 24 nach vorne schieben. Damit fuhr Dorigo die ersten Weltcup-Punkte ihrer Karriere ein. sechzger.de gratuliert der Ski-Löwin sehr herzlich zum Erfolg!

Dürr wird gute 10.

Lena Dürr konnte im zweiten Lauf gar die viertbeste Zeit in den Schnee von Sölden legen und sich damit noch auf den 10. Rang nach vorne scheiben. Auch für Dürr ein hervorragendes Ergebnis, ist sie doch eine Slalomspezialistin. Das Rennen gewann die Italienerin Federica Brignone vor Alice Robinson aus Neuseeland. Rang 3 sicherte sich die Österreicherin Julia Scheib.

Comeback von Hirscher und Brathen

Das Rennen der Herren am Sonntag war überschattet von den Comebacks von Marcel Hirscher und Lucas Pinheiro Brathen. Hirscher startet nach fünf Jahren Pause nun dank einer Wildcard-Regelung für die Niederlande, Pinheiro Brathen nach Ärger mit dem norwegischen Verband nun für Brasilien, dem Heimatland seiner Mutter. Hirscher wurde am Ende 23., Brathen krönte sein Comeback mit dem vierten Platz.

Auch Straßer punktet im Riesenslalom

Während die Fußballer von 1860 in Cottbus 5:1 untergingen, landete Skilöwe Linus Straßer am Ende auf Rang 22, direkt vor Marcel Hirscher. Nach dem ersten Durchgang hatte Straßer auf dem 21. Rang gelegen. Damit gelang dem Münchner ein Achtungserfolg, fokussiert er sich doch auch diesen Winter wieder auf den Slalom. Das DSV-Ergebnis komplettierten Alexander Schmid (16.) und Jonas Stockinger (25.). Norwegen gelang ein Dreifach-Erfolg. Es gewann Alexander Steen-Olsen vor Henrik Kristoffersen und Atle Lie Mc Grath.

Nächster Weltcup in Levi

Am 16./17.11. geht der Weltcup mit den Slaloms in Levi (Finnland) weiter. Dorigo wird dort sehr wahrscheinlich nicht am Start sein, Straßer wird versuchen, in seiner Paradedisziplin gut in die Saison zu starten.

Titelbild: Autogrammkarte aus der Sammlung von Olly Buch

Sechzig um Sieben: Niederlage Nummer 6 in Cottbus

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Zurück sind sie, die Diskussionen um den Trainer: der TSV 1860 hat am gestrigen Sonntag eine klare 1:5 Niederlage bei Aufsteiger Energie Cottbus kassiert. Es war bereits die sechste in der laufenden Spielzeit. Zum Wochenbeginn geht es aber nicht nur um die Profis, sondern auch zahlreiche andere Mannschaften der Löwen. Vor allem die U21 macht weiterhin Spaß und holte in der Bayernliga Süd die nächsten drei Zähler.

Cottbus schlägt die Löwen klar – nächste Niederlage

Gespannt waren die Löwenfans auf die nächste Partie mit Beteiligung des TSV 1860 München. Gestern ging es am 12.Spieltag zum starken Aufsteiger Energie Cottbus. Dieser zeigte der Mannschaft von Argirios Giannikis vor allem im ersten Durchgang, was Effektivität bedeutet. Im zweiten Durchgang ergab sich die Mannschaft dann nach dem fünften Gegentreffer ihrem Schicksal, sodass am Ende ein deutliches 1:5 zu Buche steht.

Giesinger Gedanken: Ratlos als zentrales Thema

Schimpftiraden ohne Ende, vielleicht doch noch einen positiven Aspekt finden oder einfach nur ratlos sein: diese drei Gefühlszustände gab es gestern – und vielleicht auch heute noch – unter den Löwenfans. Zugegeben waren die weiß-blauen Anhänger, die etwas Gutes an der Leistung finden wollten, klar in der Unterzahl. Christian hingegen musste sich gestern erst einmal noch innerlich sortieren und gehört daher zur Kategorie ratlos. In den Giesinger Gedanken hielt er seine Stimmung noch am Sonntagabend fest.

U21 holt gegen Grünwald den nächsten Sieg

Ganz konträr gibt es von der zweiten Mannschaft des TSV 1860 München weiterhin nahezu nur Gutes zu berichten. Die Mannschaft von Trainer Felix Hirschnagl holte in der Bayernliga Süd mit einem deutlichen Heimsieg die nächsten drei Punkte. Damit liegen die Löwen natürlich weiterhin an der Tabellenspitze. Am kommenden Samstag sind sie beim SV Heimstetten gefordert.

News aus der 3.Liga

Nach dem Wochenende und dem 12.Spieltag hat die 3.Liga einen neuen Tabellenführer. Er heißt Energie Cottbus – die Löwen liegen nach der Niederlage in der Lausitz hingegen auf Rang 14. Hinter dem FCE befindet sich mit dem SV Sandhausen der nächste Löwengegner, der gegen den SC Verl 1:1-Unentschieden spielte. Essen geriet in Rostock unter die Räder, während Dynamo Dresden einen Last Minute Sieg gegen Hannover II verbuchen konnte. Aue stoppte die Niederlagenserie und gewann mit 1:0 in Stuttgart. Insgesamt gingen die Hälfte aller Partien mit einem Unentschieden über die Bühne.

 

Giesinger Gedanken: Ratlos!

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Im letzten Beitrag unserer beliebten Rubrik Giesinger Gedanken durfte ich die geneigte Leserschaft mitnehmen in das tiefe Innenleben unserer Redaktion. Von sehr kontroversen Diskussionen über die Einschätzung der Leistung der Löwen beim Spiel gegen Osnabrück (2:2) wurde da berichtet und die Diskussionen unter dem Beitrag folgten der beschriebenen Diskrepanz. Gespannt blickte (und reiste) der Löwenanhang am heutigen Sonntagmittag nach Cottbus. Würde das Team von Argirios Giannikis, den von einigen ausgemachten positiven Trend in Sachen Spielidee fortsetzen? Oder würden die scharfen Kritiker bestätigt? Nach einem – zumindest auf dem Papier – desaströsen 1:5 muss man sagen: sowohl als auch. Zumindest in der ersten Halbzeit. Was in der zweiten Halbzeit passierte, macht allerdings selbst ganz positiv denkende Löwen ratlos.

Starke Offensive – katastrophale Defensive

In der ersten Halbzeit setzte sich die sehr unterschiedliche interne sechzger.de-Bewertung des Löwenspiels aus der jüngeren Vergangenheit fort: Für die einen fehlten – wieder mal – Leidenschaft und Wille, um im Stadion der Freundschaft etwas zu holen, die anderen verwiesen auf die eindeutige Torschussstatistik, die zum Pausenpfiff ein 11:4 für 1860 auswies. Der Spielstand zu diesem Zeitpunkt: 1:4. Einigkeit herrschte wiederum über eine völlig indiskutable Abwehrleistung im ersten Spielabschnitt. Im Nachhinein darf man durchaus kritisch fragen, wieso die schon unter der Woche ziemlich undisponierten Außenverteidiger Tim Danhof und Leroy Kwadwo nun schon im dritten Spiel in Serie von Beginn an ran durften und nicht der gerade volljährig gewordene Lukas Reich und Florian Bähr wieder einmal ihre Chance bekamen.

Sechzig mit Chancen – Cottbus mit den Toren

Jener Kwadwo war es nämlich, der die Cottbusser schon in der dritten Spielminute durch eine völlig misslungene Kopfballklärung zum Führungstreffer einlud. Auch das 3:1 geht auf seine Kappe. Aber zwischen den Gegentoren waren es die Löwen, die das Spiel bestimmten. Sauber vorgetragene Angriffe, die heute auch regelmäßig bis direkt vor das Tor kamen. Ein Distanzschuss von Deniz (13.), ein Kopfball von Verlaat (14.), noch ein Abschluss von Schröter (20.). Das ließ Hoffnung aufkeimen, damit musste man sich gegen den zu diesem Zeitpunkt bereits die Tabelle der 3. Liga anführenden Aufsteiger wirklich nicht verstecken. Dass noch vor dem Tor durch Schröter der von den Löwen betriebene Chancenwucher bestraft wurde und Cottbus das 2:0 erzielen konnte – irgendwie symptomatisch für die Phase, in der wir uns gerade befinden.

Nach dem 1:5 ist die Luft raus

Mit einem deftigen 1:4 ging es in die Pause, aber selbst da glaubten die Optimisten (sicher nicht nur in unserer Redaktion) noch an eine Wende. Im kicker-Ticker ist zu diesem Zeitpunkt der Satz „1860 enttäuscht keineswegs in Cottbus“ zu lesen. Was dann allerdings nach dem Wiederanpfiff passierte, lässt auch viele positiv denkende Löwen ratlos zurück. Zwar versuchte das Team in Weiß zunächst weiter, sich dem Tor der Gastgeber anzunähern, der Druck aus der ersten Halbzeit war jedoch nicht mehr zu verspüren. Wirkliche Torchancen wurden keine mehr kreiert. Und nachdem die Gastgeber nach gut einer Stunde in Folge einer Ecke sogar auf 5:1 erhöhen konnten, war dann endgültig die Luft raus. 1860 hatte sich – so schien es – mit seinem Schicksal abgefunden, Energie spielte den Triumph vor seinem frenetischen Publikum entspannt nach Hause.

Ratlos am Sonntagnachmittag

Ist es nachvollziehbar, dass man sich – nach so dürftigem eigenen Ertrag (ein Tor aus einer zweistelligen Anzahl an Torabschlüssen) und so viel Effizienz beim Gegner (fünf Tore aus sechs Abschlüssen) – nach einer Stunde seinem Schicksal ergibt und auch das Bemühen einstellt, noch irgendwie eine Wende herbeizuführen? Oder müssen wir von unseren Löwen zu jeder Zeit und bei jedem Spielstand Kampf, Leidenschaft und vollen Einsatz erwarten? Bei dieser Frage dürften die Meinungen der Löwenfans schon wieder kontrovers auseinandergehen. Die einen verständnisvoll, die anderen stinksauer … Der Verfasser dieser Zeilen, der zu jener Fraktion gehört, die sich – endlich einmal – Kontinuität wünscht und der Schnellschüsse und Aktionismus, was die sportliche Kommandobrücke anbelangt, eigentlich ablehnt, ist am heutigen Sonntagnachmittag nach diesem Spiel in Cottbus einfach nur ratlos. Und wahrscheinlich ist er damit nicht alleine.