Ich glaub die Serie ist jetzt da. Von Zauberfußball sind wir aber leider immer noch weit entfernt. Aber es wird gekämpft und das ist am Ende des Tages das Wichtigste. Schlag auf Schlag geht es weiter in der englischen Woche und die Löwen müssen wieder am Freitag in die Fremde. Diesmal geht es etwas weiter weg, und zwar ins rechtsrheinische Gebiet der bekanntesten Domstadt Deutschlands. Auf die Löwen wartet der FC Viktoria Köln 1904 e.V.!
Aktuelles – Die Ausgangssituation
Nach einem beeindruckenden Saisonstart sind die Kölner mittlerweile in die erwarteten Gefilde abgerutscht. Mit aktuell 38 Punkten steht die Viktoria auf Rang 10, wie es sich für ein etabliertes Mittelfeldteam gehört. Die Tordifferenz ist mir +3 leicht positiv und man verfügt über eine starke Defensive die bisher erst 35 Tore zuließ. Vor dem Tor stockt es allerdings etwas, zum aktuellen Zeitpunkt stehen 38 Tore auf der Habenseite. Zuhause präsentierte man sich bisher stärker als in der Fremde und hat auch den Rückrundenstart nicht, wie die letzten Gegner, verschlafen. 11 Punkte konnte man seit dem Jahreswechsel erringen.
Am Dienstag mussten die Mannen von Marian Wilhelm aber einen Dämpfer hinnehmen und sich Tabellenführer Osnabrück mit 0:2 geschlagen geben. Davor konnte man die Zweitvertretungen aus dem Schwäbischen besiegen und im Länderpokal ins Halbfinale einziehen. Anfang Februar reichte es gegen die schwächer eingeschätzten Mannschaften aus Aue und Regensburg aber auch nur zu zwei Unentschieden.
Wintertransfers
Im Winter tat sich einiges auf der rechten Kölner Rheinseite. Erster “Hammer” war der Wechsel von Topstürmer Lex-Tyger Lobinger (26) (auch kurz in der Löwenjugend engagiert) zum Ligakonkurrenten nach Duisburg. Damit fällt der Viktoria der verlässlichste Torlieferant der letzten Jahre weg, eine Lücke die schwer zu schließen ist. Als Ersatz verpflichtete man Joel Vega Zambrano (21) vom SC Paderborn, wo er vornehmlich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam.
Weiters holte man den vereinslosen Taylan Duman (28, ZM), der zuletzt für Sandhausen am Ball gewesen ist und den 19-jährigen Jakob Sachse per Leihe von Schalke II. Im Gegenzug wurde Ex-Löwe Raphael Ott (20) an die Knappenschmiede verliehen.
Der zweite “Hammer” war der Transfer von Stammtorhüter Dudu (26) zum portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora. Dem Verein hat es die deutsche dritte Liga angetan und der Deutsch-Brasilianer trifft dort u.a. auf Tom Moustier von RWE. Aufgefüllt wurde das Torhüterteam von einem weiteren alten Bekannten, David Richter wurde aus der Vereinslosigkeit geholt und spielt fortan am Höhenberg.
Stadion
Die Viktoria trägt ihre Heimspiele im “Sportpark Höhenberg” im gleichnamigen Stadtteil aus. Der Sportplatz hat eine Kapazität von 8.343 Plätzen, davon 3.226 Sitzplätze, und eine überdachte Haupttribüne. Die gesamte Gegengerade ist den Gästen vorbehalten, weshalb der Stehplatzbereich sehr langgezogen ist. Eigentümlich mutet die kleine Sitztribüne für Gästefans an, welche etwas einsam und alleine im Eck zwischen VIP-Bereich und Gegengerade steht. Eigentümer der Anlage ist die Stadt Köln.
Die erste Anlage mit dem gleichen Namen wurde 1931 eröffnet, Sitzplätze wurden erstmals im Jahre 1969 geschaffen. Zehn Jahre zuvor, also 1921, stand an dieser Stelle schon das “VfR Stadion” des “VfR Köln 04”, das anfangs bis zu 30.000 Personen fasste, dann aber auf 18.000 reduziert wurde. Eine zwischendurch errichtete Laufbahn wurde im Laufe des Ausbaus der Tribünenanlagen in den 80er Jahren wieder entfernt und so wurde aus dem Sportpark wieder ein reines Fußballstadion. Zum Aufstieg der Viktoria in der Spielzeit 2019/20 wurde mittels Stahlrohrtribünen die damalige erforderliche Kapazität von 10.001 Plätzen erreicht. Seit der Herabsetzung der Mindestanforderung wurden Teile dieser Tribünen wieder demontiert. Das Spielfeld verfügt über eine Rasenheizung und kann auch für American Football genutzt werden.
Das Hinspiel
war das erste unter Interimstrainer Alper Kayabunar und blieb besonders ob des Katastrophenstarts der Löwenverteidigung in Erinnerung. Zuerst Pfiff der Schiri einen Handelfmeter gegen Wolfram den Lobinger in der 4. Minute locker verwandelte und pennte man gegen David Otto, der sehenswert aus kurzer Distanz traf, die Vorlage kam vom Ex-Junglöwen Tim Kloss. Die Gelb-Rote Karte für den Kölner Dietz gab dem Spiel dann die endgültige Wende und Christiansen besorgte mit einem Kracher von der Strafraumgrenze kurz vor der Pause den Anschlusstreffer.

Nachdem Hobsch kurz nach der Pause den Ausgleich erzielte, dachte jeder, dass es nun auf einen Löwensieg hinauslaufen würde. Doch alles anrennen brachte nichts, weshalb wir uns trotz einiger Top-Chancen in der Schlussphase unter der Woche mit einem Punkt zufriedengeben mussten.

Der 28. Spieltag im Überblick
| Freitag | 19:00 Uhr | FC Viktoria Köln 1904 – TSV 1860 München |
|---|---|---|
| Samstag | 14:00 Uhr | SV Wehen Wiesbaden – VfB Stuttgart 1893 II |
| 14:00 Uhr | FC Erzgebirge Aue – Aachener TSV Alemannia | |
| 14:00 Uhr | TSG 1899 Hoffenheim II – Rot-Weiss Essen | |
| 14:00 Uhr | FC Energie Cottbus – FC Hansa Rostock | |
| 14:00 Uhr | 1. FC Schweinfurt 05 – SSV Ulm 1846 Fußball | |
| 16:30 Uhr | SSV Jahn Regensburg – VfL 1899 Osnabrück | |
| Sonntag | 13:30 Uhr | SV Waldhof Mannheim 07 – TSV Havelse 1912 |
| 16:30 Uhr | MSV 02 Duisburg – 1. FC Saarbrücken |
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| 19:30 Uhr | FC Ingolstadt 04 – SC Verl 1924 |









Wie das Foto vom Giesinger Berg zeigt, war es schon vor Spielbeginn diesig, also leicht neblig. Eine Wetterlage, die man unter anderem von den Frühlingsmonaten am Gardasee kennt. Dabei ist jedoch nur die Fernsicht beeinträchtigt. Das Spiel konnte ohne Probleme angepfiffen werden.
Erst als die Spieler bereits in der Kabine waren, kam in der Westkurve Pyrotechnik zum Einsatz. Über die Sinnhaftigkeit kann man sicherlich streiten. Im Worst-Case hätte dies auch in einem Spielabbruch gipfeln können. Denn die Sicht wurde durch den entstehenden Rauch natürlich nicht besser, wie dieses Foto dokumentiert. Das Bild wurde von der Haupttribüne aus aufgenommen.
Doch die künstlich erzeugten Nebelschwaden verzogen sich relativ schnell wieder und so konnte die Partie nach exakt 16,5 Minuten Unterbrechung wieder aufgenommen und ordnungsgemäß zu Ende gebracht werden. Diese Entscheidung traf das Team der Schiedsrichter. Auch wenn die Kritik von Aues Marcel Bär nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Der Ex-Löwe sagte im Interview bei MagentaSport, die Sicht sei beim Abbruch besser gewesen, als bei Wiederaufnahme. Wie die Sichtverhältnisse waren, als die Schiedsrichter wieder anpfiffen, zeigt dieses Bild.
Festzuhalten bleibt, auch wenn der Pyro-Einsatz wie schon erwähnt durchaus die Gefahr eines Spielabbruchs beim Stand von 2:1 für Sechzig mit sich brachte, die Spielunterbrechung erfolgte einzig und alleine wegen natürlich entstandenem Nebel, der vom Auer Mühlbach her ins Stadion zog! Pyrotechnik kam vor der Unterbrechung nicht zum Einsatz und auch nach dem Spiel war es noch mehr als nur neblig rund um das schönste Stadion der Welt und da zündete längst niemand mehr Pyro-Technik. Manchmal würde es also nicht schaden, selbst im Stadion zu sein, wenn man berichten möchte…















































