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Drei Löwen in der kicker “Elf des Tages”

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TSV 1860 Philipp David kicker Elf des Tages

Dass nach dem 5:0-Sieg beim TSV Havelse auch der eine oder andere Löwe in der kicker “Elf des Tages” stehen würde, war absehbar. Mit Sigurd Haugen, David Philipp und Philipp Maier wurde diese Ehre letztendlich drei Spielern des TSV 1860 zuteil.

Drei Löwen in der kicker “Elf des Tages”

Reichlich Scorerpunkte sammelten die Löwen am Samstag im Eilenriedestadion. Philipp Maier und Sigurd Haugen glänzten jeweils mit einem Tor und einer Vorlage, David Philipp steuerte zwei Assists zum deutlichen Sieg im Eilenriedestadion bei.

Folglich erhielten Haugen und Philipp die Note 1,5, während Maier mit 2,0 bewertet wurde. Auch Patrick Hobsch, Clemens Lippmann, Raphael Schifferl und Max Reintahler wurden als “gut” beurteilt. Eine 2,5 staubten Thore Jacobsen, Tim Danhof und Siemen Voet ab.

Die Spieltagself im Überblick

Menzel (Saarbrücken) – Brumme (Essen), Ogbemudia (Mannheim), Ens (Verl), Hofmann (Essen) – Maier (1860), May (Wehen Wiesbaden), Philipp (1860), Kaya (Wehen Wiesbaden), Voglsammer (Rostock) – Haugen (1860)

Olympia: Straßer im Slalom Neunter – “Sterile Spiele”

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Straßer Slalom Neunter

Ski-Löwe Linus Straßer blieb beim Olympia-Slalom am Montagnachmittag mit deutlichem Rückstand ohne Medaille und landete im Abschluss-Klassement auf Rang neun. Gold holte sich in Bormio der Schweizer Meillard vor dem Österreicher Gestrein und dem Norweger Kristoffersen. Straßer hatte am Ende 2,19 Sekunden Rückstand und übte im Interview nach dem Rennen erneut harte Kritik an der Organisation. Dabei sprach er wie schon im Interview vor einer Woche von “sterilen Spielen”.

Deutlicher Rückstand nach dem ersten Durchgang

Nach dem ersten Durchgang lag der Ski-Fahrer des TSV 1860 München mit +2,35 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Es führte der Norweger McGrath, der dann im zweiten Lauf ausschied. Strasser sagte im Interview nach dem ersten Durchgang:

“Ich finde ich bin es sehr gut angegangen und nicht so schlecht gefahren. Im zweiten mit vielleicht ein bisschen mehr Risiko reingehen und schauen was noch geht”

Strasser macht drei Plätze gut

Mit einem ordentlichen zweiten Lauf schob sich Strasser dann noch um drei Plätze auf Rang Neun nach vorne und schimpfte im Interview nach dem Rennen über die fehlende Olympia-Stimmung.

“Wenn die Zuschauer auf fünf Meter Höhe stehen, wenn das Leistungssport-Genuss sein soll, dann kann ich gerne darauf verzichten.”

Kritik an der Organisation absolut berechtigt

Eine Kritik, die man als Olympia-Besucher von sechs Eishockey-Spielen in Mailand absolut unterschreiben kann. Nach dem olympischen Flair sucht Straßer nicht nur in Bormio vergebens. Auch in Mailand würde man von den olympischen Wettkämpfen wohl absolut gar nichts mitbekommen, wären die Plakate und Werbetafeln nicht allgegenwärtig.

Milano 2026 wird nicht in Erinnerung bleiben

Ansonsten geht dort alles seinen gewohnten Gang, Olympia läuft an den Italienern einfach nur vorbei. Organisatorisch ist Milano 2026 auch weit unter internationalem Niveau, die Laufwege sind lang, die öffentliche Anbindung der Wettkampfstätten oft sehr kompliziert, die Beschilderung teilweise schlichtweg nicht vorhanden. Stimmung gibt es nur in den Stadien und in Straßers Fall wohl nicht mal dort in Bormio. Olympia 2026 wird nicht in bleibender Erinnerung bleiben – weder bei den Athleten, noch bei den Fans!

 

Fotogalerie zu TSV Havelse – TSV 1860 München

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Fotogalerie Titelbild TSV Havelse

Platzverhältnisse katastrophal, Ergebnis phänomenal – so lässt sich der Auftritt der Löwen im Eilenriedestadion wohl treffend zusammenfassen. Die mitgereisten Löwenfans hatten trotz winterlicher Temperaturen ihren Spaß und ordentlich was zu feiern. Wir präsentieren Euch in unserer Fotogalerie die schönsten Impressionen vom Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim TSV Havelse.

Fotogalerie zu TSV Havelse – TSV 1860 München

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

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Sechzig um Sieben: Kantersieg gegen den TSV Havelse

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Da ist er endlich: der erste Dreier für den TSV 1860 München im Jahr 2026. Gegen Havelse machten es die Löwen bei einem Kantersieg auf schwierigem Geläuf deutlich. Wie es bei den anderen Teams lief und was die Konkurrenz in der 3.Liga an Ergebnissen erzielte, gibt es nun bei Sechzig um Sieben auf einen Blick zu erfahren.

Kantersieg gegen Havelse im Eilenriedestadion

Viele Tore durften die Löwenfans am Samstag im Eilenriedestadion in Hannover bejubeln. Gleich fünf Mal traf die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski und sorgte damit für einen Kantersieg gegen den TSV Havelse. Es waren gleichzeitig die ersten drei Punkte im Jahr 2026. Insofern tut der Sieg gleich doppelt gut.

In den Stimmen zum Spiel äußern sich Verantwortliche und Fans zu der Partie.

Schröter kehrt in den Kader zurück

Er blieb zwar ohne Einsatz, dennoch war es für Morris Schröter am Wochenende ein besonderes Spiel. Nach langer Ausfallzeit stand er wieder im Kader für ein Spiel in der 3.Liga. Sein letzter Einsatz dort liegt mittlerweile über ein Jahr zurück, der 30-Jährige hat sich nach langer Verletzungspause wieder zurückgekämpft.

U21 verliert erstes Testspiel

Die erste Niederlage in den Testspielen musste das Team von Alper Kayabunar hinnehmen. Gegen das klassenhöhere Wacker Burghausen dominierten die Gäste insbesondere im ersten Durchgang das Geschehen und trafen mehrfach.

Nicht besser erging es der U19, die gegen den SGV Freiberg unterlag. Das bedeutet aktuell den letzten Platz in der DFB Nachwuchsliga. Grund zur Freude gab es dagegen bei der B-Jugend. Sie machten es wie die Profis und schenkten ihren Kontrahenten diverse Tore ein. Schlussendlich stand ein klarer Sieg gegen die SpVgg Bayreuth zu Buche.

News aus der 3.Liga

Der 24.Spieltag

Energie Cottbus bleibt weiter an der Tabellenspitze der 3.Liga. Dafür reichte den Lausitzern am 24.Spieltag ein 1:1 im Duell mit Waldhof Mannheim. Konkurrent Duisburg kam nämlich mit 1:6 in Wiesbaden unter die Räder. Neuer Tabellenzweiter ist der SC Verl, der Hoffenheim II mit 3:1 besiegte. Der nächste Löwen-Gegner Rostock trennte sich 2:2-Unentschieden vom VfL Osnabrück. Saarbrücken feierte beim Debüt von Argirios Giannikis ein 2:0-Heimsieg gegen Stuttgart II. Im Tabellenkeller verlor Ulm gegen Aachen, Aue holte nach einer Aufholjagd zumindest noch einen Punkt in Köln.

Der TSV 1860 München liegt nach dem Kantersieg gegen Havelse mit 36 Punkten auf Rang 8.

Riedel beendet Profikarriere

Das Duell mit den Löwen am Wochenende war gleichzeitig das letzte Pflichtspiel für Florian Riedel. Der Sportdirektor des TSV Havelse, der vor dem Hinspiel im September im sechzger.de Talk zu Gast war, beendete mit nun 35 Jahren seine aktive Karriere als Fußballer. Fortan kann er sich also voll und ganz auf seine Aufgaben nebem dem Platz konzentrieren.

 

TSV 1860 U17 deklassiert SpVgg Bayreuth

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TSV 1860 U17 SpVgg Bayreuth

Mit einer 7:0-Packung schickte die U17 des TSV 1860 München die SpVgg Bayreuth zurück nach Oberfranken. Durch den Kantersieg behaupteten die Löwen die Tabellenführung in der DFB Nachwuchsliga.

TSV 1860 U17 deklassiert SpVgg Bayreuth

Nach dem 4:0 in Memmingen feierten die Elf von Peter Ulbricht den nächsten deutlichen Sieg. Bereits in der 9. Minute brachte Neal Doktorczyk die Löwen in Führung, die auch danach dominat blieben. Simon Kirchmann erhöhte auf 2:0 (41.), bevor Julian Büsel per Doppelpack (43., 45.+3) für den 4:0-Halbzeitstand sorgte.

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmte 1860 das Geschehen und legte bereits in der 49. Minute durch Julian Peters nach. Obwohl sich die Löwen sogar den Luxus eines verschossenen Elfmeters gönnten, schraubten sie das Ergebnis noch nach oben. Jannis Hohenester sorgte mit seinen beiden Toren (59., 84.) für den auch in dieser Höhe verdienten 7:0-Heimsieg. In der Tabelle liegen die Löwen mit sechs Zählern vor dem punktgleichen SSV Jahn Regensburg.

Nur einen von zwei Elfmetern konnte die U17 verwandeln

TSV 1860 U19 enttäuscht beim SGV Freiberg

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TSV 1860 U19 SGV Freiberg

Mit einer enttäuschenden Niederlage beim SGV Freiberg im Gepäck musste die U19 des TSV 1860 am Sonntag die Heimreise antreten. Damit bleiben die Löwen in der DFB Nachwuchsliga punktlos.

TSV 1860 U19 verliert beim SGV Freiberg

Eine Woche nach dem 0:2 gegen den SC Freiburg gab es auch gegen den SGV Freiberg nichts zu holen. Zwar ging die Elf von Trainer Jonas Schittenhelm auf dem Kunstrasen in Benningen nach torloser erster Hälfte durch Arian Ortivero Calderon in Führung (51.), dann aber drehten die Gastgeber die Partie und fuhren verdient drei Punkte ein.

Marlon Kohler traf zunächst per Elfmeter zum Ausgleich (61.), ehe er in der 81. Minute das 2:1 folgen ließ. Nur eine Minute später kassierten die Löwen eine geb-rote Karte und der SGV Freiberg nutzte die Überzahl in der Nachspielzeit in Person von Robert Schneider zum 3:1-Endstand.

Der TSV 1860 belegt mit null Punkten aus den ersten beiden Spielen den letzten Platz der Liga B der DFB Nachwuchsrunde. Am 28.02. empfangen die Löwen Eintracht Frankfurt an der Grünwalder Straße.

Leider liefen die Löwen beim SGV Freiberg oft nur hinterher.

TSV 1860 U21 gegen Wacker Burghausen chancenlos

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TSV 1860 U21 Wacker Burghausen

Nach zuletzt meist deutlichen Testspielsiegen setzte es für die U21 des TSV 1860 gegen Regionalligist Wacker Burghausen eine deutliche Niederlage. Beim 0:4 sah die Mannschaft von Alper Kayabunar vor allem vor der Pause kaum Land.

TSV 1860 U21 verliert gegen Wacker Burghausen

In den ersten 45 Minuten spielten die Gäste von der Salzach des Öfteren Katz und Maus mit den Löwen und entschieden die Partie bereits vor der Pause für sich. Timothee Diowo traf bereits in der 9. Minute zum 0:1, ehe Ex-Löwe Moritz Bangerter in der 16. Minute mit dem zweiten Treffer erhöhte. Nach dem dritten Tor durch Noah Müller (23.) sorgte erneut Diowo bereits in der 32. Minute für den 0:4-Endstand.

Nach dem Seitenwechsel schaltete die Elf von Lars Bender einen Gang zurück, behielt jedoch die Kontrolle über das Geschehen, sodass den Löwen nicht einmal der Ehrentreffer gelang. Das nächste Testspiel vom dem Wiederbeginn der Bayernliga Süd bestreitet die U21 des TSV 1860 am kommenden Samstag um 14 Uhr beim Ligakonkurrenten SV Heimstetten.

Stimmen zum Spiel: TSV Havelse – TSV 1860

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In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Hier geht es um den 5:0-Sieg am Samstag Nachmittag im Hannoveraner Eilenriedestadion gegen den TSV Havelse. Der erste Sieg im Kalenderjahr 2026.

Uli (Löwenfan aus Hamburg. Diesmal mit kurzer Anreise):

Fast schon ohne Erwartungen, nur mit dem Gedanken, eine „besondere Spielstätte“ zu besichtigen, bin ich von Hamburg nach Hannover gefahren. Auch zum Fachsimpeln hatte ich mir einen alten Kollegen aus Hannover besorgt – pünktlich zum Spiel war ich da.
Wenn man bedenkt, wie der Platz aussah und wie schwer sich die Standbeine der Spieler und der Rollweg des Balls auf diesem wohl südlichsten Teil der Lüneburger Heide taten, hätte man gerne noch mehr Eintrittsgeld gezahlt…
So gesehen war es dann durchaus erfreulich, dass die Löwen doch noch Ansätze für schöne Spielkombinationen und dann auch das Tor fanden. Gut für‘s Punkte- und Torekonto – und alle, die schreiben, dass es ja nur der Tabellenvorletzte war, soll der Blitz treffen. Ich wünschte aber trotzdem, dass unsere 1.860 mitgereisten Fans (die anderen 52 „Schlawiner“ kamen aus Garbsen) „Nie mehr 3. Liga!“ nicht nur für den TSV Havelse gesungen haben.

Markus Kauczinski (bei MagentaSport):

Es war ein Kampfspiel. Das war auf dem Boden nicht anders zu erwarten. Und über den Kampf sind wir irgendwann auch ins Spiel gekommen. Vielleicht einen Tick zu hoch, weil Havelse schon auch gekämpft hat bis zum Schluss. Aber wir haben das gut gemacht. (…) Wir haben lange gewartet. Das Jahr 2026 fängt für uns jetzt erstmal an. (…) Wir haben auch am Anfang des Jahres ordentliche Auftritte gegen stärkere Gegner gehabt. Heute haben wir endlich mal das Ergebnis eingefahren.

Peter (Reakteur bei sechzger.de):

Die Löwen fahren endlich mal einen Kantersieg ein und fertigen Havelse mit 5:0 ab, obwohl eine Vielzahl von Chancen ausgelassen wurde. Dabei waren die Gastgeber keineswegs so schlecht wie sich das Ergebnis liest. Dass Havelse kein Tor erzielt hat, ist eigentlich ein Wunder. Die Löwen haben noch viel Arbeit vor sich und der Aufsteiger viel zu viele Spielanteile. Auch waren einige Tore dem schwachen Schlussmann und der Schlussoffensive der Niedersachen zu verdanken. Für heute dürfen wir uns freuen, aber wenn eine limitierte Mannschaft wie Havelse die Löwen im Pressing vor derartige Probleme stellt, wird es gegen stärkere Gegner düster aussehen. Erstmal bleibt aber die Freude über 5:0 und das weitere Debüt eines Spielers aus dem NLZ.

Ferchichi Samir (Trainer TSV Havelse bei MagentaSport):

Ich glaube, dass wir die ersten 15, 20 Minuten nicht im Spiel waren, wir waren nicht gut auf dem zweiten Ball und gehen dann meines Erachtens nach auch gerecht mit 0:1 in die Halbzeit, obwohl wir ja gerade auch in der letzten Hälfte der ersten Halbzeit dann schon Spielstruktur hatten. Zweite Halbzeit – muss man sagen – hat uns 1860 gezeigt, was es heißt, effizient zu sein. Ich glaube, wir haben schon die eine oder andere gute Chance, aber sind dann zu kompliziert und zu verkopft vor’m Tor. Auf der anderen Seite wird halt jeder Ball eiskalt bestraft. Und dann ist das Ergebnis auch in der Höhe bitter, aber dann muss man halt sagen, dass am Ende die effizientere Mannschaft hier klar gewonnen hat.

Patrick Hobsch (bei MagentaSport):

Der Sieg tut uns heute unfassbar gut. Ich glaube, am Ende geht’s relativ hoch aus. Zwischenzeitlich war das schon ne enge Kiste. Ich glaube, wenn Havelse irgendwie mal ein Tor macht hier auf dem Platz, dann kann das Spiel auch ganz anders aussehen, weil hier schon immer das auch ne wilde Partie ist. Aber wir sind hochzufrieden, dass wir am Ende gewinnen konnten, dass wir viele Tore gemacht haben, dass wir hinten auch – seit langer Zeit – mal wieder keines bekommen haben. Das tut uns auch extrem gut.

Leon (ganz neuer Redakteur bei sechzger.de):

Endlich der erste Sieg im Jahr, wenn vermutlich auch ein, zwei Spiele zu spät. Sigurd Haugen im Sturm zuzusehen macht mega Spaß. Der Rasen komplett bodenlos, im Gegensatz zum Schiriteam, welches einem zur Abwechslung mal keinen Grund zum Aufregen gibt. Das zeigt: Es geht auch ohne den Scheiß-VAR in der dritten Liga!

Florian Riedel (spielender Havelser Sportdirektor und sechzger.de-Talkgast im September 2025 – nach seinem letzten Spiel als Profi):

Deshalb lieben wir doch alle den Fußball. Der kann halt so brutal sein und manchmal eben auch nicht so märchenhaft, wie man sich einen Abschied vorstellt. Nichtsdestotrotz ist es jetzt eben wichtig, dass genau das die Mannschaft mitnimmt. 5:0 tut weh, aber es geht nächste Woche weiter und es ist noch lange nichts verloren und ich glaube die Mannschaft hat den Geist das auch wieder aufzufangen.

 

15.02.1931: 1860 empfängt Club de Gimnasia y Esgrima La Plata

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tsv 1860 gimnasia

In der sehr erfolgreichen Saison 1930/31 wurden von den Löwen-Fußballern unter Trainer Max Breunig nicht nur die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft und das Finale in Köln erreicht, sondern es kamen auch namhafte Vereine nach München, um sich mit dem SV München von 1860 zu messen. Darunter waren nicht nur der Deutsche FC und der AC Sparta aus Prag, die Admira und Rapid aus Wien sowie Ambrosia aus Mailand (das heutige Inter), sondern auch der argentinische Fußballmeister von 1929, der Club de Gimnasia y Esgrima La Plata.

Decano de América

Der Turn- und Fecht-Club aus der Stadt La Plata, der Hauptstadt der Provinz Buenos Aires, wurde am 3. Juni 1887 gegründet. Auffällig sind viele Gemeinsamkeiten mit unserem Verein. Der Club de Gimnasia y Esgrima La Plata ist der älteste Club im südamerikanischen Fußballverband und wird deshalb ehrenvoll “Decano de América” (“Ältester Amerikas”) genannt. Berühmt ist der Club aus La Plata durch seine Fußballer, die traditionell in weißen Trikots mit einem waagrechten, marineblauen Bruststreifen und blauen Hosen spielen. Am 21. April 1901 wurde zum ersten Mal bei Gimnasia ein Fußballspiel ausgetragen.

An den Küsten und entlang der Bahnlinien verbreitete sich der Fußball in ganz Argentinien, hauptsächlich durch die englischen Arbeiter. So war es auch ein Team von englischen Seeleuten, die am 20. Juli 1903 die Gegner in Gimnasias erstem internationalem Fußballspiel wurden. Als die Popularität des Fußballs in ganz Argentinien zunahm, wurde 1905 die Fußballabteilung von Gimnasia gegründet. Man trat auch dem Argentinischen Fußballverband bei und bestritt erste Punktspiele. Die Trikots von Gimnasia waren damals noch dieselben wie bei 1860: weiß-blau vertikal gestreift. Aber noch im selben Jahr wurden alle Fußballaktivitäten im noch zu sehr aristokratischen “Turn- und Fechtverein” aus La Plata eingestellt. Der Fußball hatte bei vielen Turnern noch ein schlechtes Image, weil er ein englischer Sport war. Einige Mitglieder von Gimnasia verließen den Verein und gründeten den heutigen Stadtrivalen “Club Estudiantes de La Plata”. Die Rückkehr des Fußballs im Jahre 1915 veränderte den Verein für immer, Gimnasia wurde ein beliebter und integrativer Ort für Menschen der unteren und mittleren Klasse.

Dominante Südamerikaner

Der südamerikanische Fußball zählte damals zu den besten der Welt. Bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris holte Uruguay als einziger Vertreter aus Südamerika die Goldmedaille im Fußball. Auch vier Jahre später, bei den Spielen in Amsterdam, gab es Gold für Uruguay und Silber für Argentinien. Bei der ersten Fußballweltmeisterschaft 1930 standen wieder Uruguay und Argentinien im Finale. Das europäische Fußballpublikum war versessen auf südamerikanischen Fußball. So kam es immer wieder dazu, dass südamerikanische Mannschaften Gastspiele in Europa gaben (u.a. am 14.04.1929 mit der Partie SV 1860 – Rampla Juniors FC Montevideo 2:2).

An Bord der Royal Mail Line M.V. Asturias

Am 7. Dezember 1930 machte sich die Fußballmannschaft von Gimnasia mit elf eigenen Spielern und sieben Gastspielern von anderen argentinischen Vereinen mit dem Schiff auf den langen Weg nach Europa. Nach einem Zwischenstopp in Brasilien mit zwei Spielen verbrachte die Delegation von Gimnasia das Weihnachtsfest fernab der Heimat an Bord der Royal Mail Line M.V. Asturias. In Europa angekommen, konnten sie das neue Jahr mit glorreichen Siegen gegen Real Madrid (3:2 am 1.1.1931) und gegen den FC Barcelona (2:1 am 6.1.1931) begrüßen. Die spanische Presse überschlug sich mit Lobpreisungen: “Die Argentinier scheinen geboren worden zu sein, um Fußball zu spielen.”

Nach weiteren Spielen in Spanien ging die Reise von Gimnasia während des für argentinische Fußballer sehr kalten Winters über Frankreich nach Deutschland. Am 8. Februar 1931 spielten sie zum ersten Mal auf schneebedecktem Spielfeld gegen den FSV Frankfurt (1:1). Die Südamerikaner waren nicht auf die winterlichen Wetterbedingungen eingestellt und taten sich schwerer als zuhause.

1860 empfängt Club de Gimnasia y Esgrima La Plata

Am 10. Februar 1931 kamen die Vertreter von Gimnasia nach München und residierten im vornehmen Hotel Reichsadler in der Nähe des Stachus. Für das Spiel am Sonntag, den 15. Februar 1931 konnten die Fußballer von Gimnasia zuvor zweimal (am 12. und 13. Februar) im Sechzgerstadion auf Schneeboden trainieren. Auch ihre Schuhe mussten sie den Witterungsverhältnissen anpassen.

Als das Spiel im Heinrich-Zisch-Stadion um 15 Uhr nach einem Faschingsgaudi-Vorspiel angepfiffen wurde, kamen die Argentinier mit dem weißen Untergrund überhaupt nicht zurecht und purzelten die erste Zeit mehr auf den Boden als dass sie standen.

Der “metallische Vorhang” hält dicht

Doch sie hatten einen der besten Torhüter Südamerikas, den WM-Teilnehmer von 1930 und den sogenannten “metallischen Vorhang” Bottaso im Tor, der alle Chancen des Löwensturms vereiteln konnte, obwohl er, wie er später berichtete, unter der Kälte in Deutschland sehr gelitten hatte. Die Gäste wurden immer besser. Die Abwehr mit Di Giano und dem “Tangotänzer” Delovo stand sicher und sie begeisterte das Publikum auch durch ihr Kopfballspiel.

Das Mittelfeld mit Ruscitti, Chalu und Belli hatte einfach alles, besonders die Eigenschaften, die man sich für die eigene Elf wünschen würde. Die Bälle wurden nicht erst lange gestoppt, sondern so wie sie kamen, aus der Luft übernommen und mit Virtuosität weitergeleitet. Lediglich Alois Pledl konnte sich in Bezug auf die Ballbehandlung erfolgreich mit den Gästen messen. Im Sturm der Argentinier zauberten Sandoval, Spielführer Morgada und Nationalspieler Arrillaga, der als wahrer “Jongleur des Balles” bezeichnet wurde. Im Angriff spielte zudem der argentinische Nationalspieler und Vizeweltmeister Demaria. Er beeindruckte auf der weiteren Reise von Gimnasia beim Spiel in Mailand dermaßen, dass ihn die Mailänder gleich nach Italien holten. Da er italienischer Abstammung war, spielte er bei der nächsten WM für Italien und wurde 1934 Weltmeister.

Minella erlegt die Löwen

Ein besonderes Spiel bei der Begegnung auf Giesings Höhen legte der spätere Nationaltrainer Argentiniens, Minella, hin. Er schoss alle vier Tore gegen 1860 und wurde somit bester Spieler des Tages. Das Stadion seines Geburtsorts Mar del Plata, Spielort bei der WM 1978, wurde ihm zu Ehren in Estadio José María Minella umbenannt. In der zweiten Hälfte war das Spiel der Südamerikaner so gut, dass man von den Tribünen die Rufe des Münchner Publikums “Argentinien – Argentinien” vernahm. Zur Freude auch des deutschen Publikums endete die Partie 0:4 und alle Zuschauer waren sich einig, einem außergewöhnlichen Spiel beigewohnt zu haben.

Die deutsche Presse berichtete ausführlich über das besondere Ereignis. Schlagzeilen wie “Südamerikanischer Zauber”, “blitzschnelles Tempo”, “Schnelligkeit war Trumpf”, “die Argentinier waren klasse” oder “das war argentinische Fußball-Kunst” dominierten die Berichterstattung. Die Argentinier demonstrierten ihre fabelhafte Ballbehandlung und ihr reiches Trickrepertoire, Fußballspielen konnten sie alle famos. Die 10.000 Zuschauer auf Giesings Höhen waren auf alle Fälle mit den Leistungen der Gäste aus Südamerika voll zufrieden.

Stolzer Honorarkonsul

Auch der Honorarkonsul der Republik Argentinien in München, Hermann von Fremery, wohnte Spiel bei. Er hatte nicht nur die Delegation von Gimnasia in seinem Konsulat empfangen, sondern auch seinem Dienstherren in Argentinien über den Aufenthalt der Fußballer Bericht erstattet. Er schrieb: “Die Reise dieser bewundernswerten Sportmannschaft hat hier in diesem Land den allerbesten Eindruck im Zeichen der Sympathie für Argentinien hinterlassen und damit Zeugnis abgelegt von einer unvergesslichen Etappe des Fortschritts in unserem Land, insbesondere auch auf dem Gebiet des Sportes.” Dass der Besuch von Gimnasia etwas Besonderes für Herrn von Fremery war, konnte man später auch daran festmachen, dass sich in seinem Nachlass viele Zeitungsausschnitte und Briefe über das Spiel befanden.

Nachdem Gimnasia Deutschland verließ, verlief die Tour weiter über die Tschechoslowakei nach Österreich und Italien, schließlich wieder nach Spanien und Portugal. Während der Heimfahrt gab es noch einmal einen Aufenthalt in Brasilien und dann, als die Reise am Bahnhof von La Plata zu Ende ging, warteten bereits 3.000 begeisterte Argentinier und feierten ihre heimgekehrten Helden.

Und der TSV 1860 München ist durch dieses Freundschaftsspiel vor 95 Jahren ein kleiner Teil der Geschichte des “Club de Gimnasia y Esgrima La Plata” geworden.

Dieser Artikel entstand mit Unterstützung des Archivo y Museo Histórico del Club de Gimnasia y Esgrima La Plata, des Archivs des TSV 1860 (Fotos) und Matthias Huber.

Dezimiertes 1860 siegt mit 5:0 in Havelse

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Sechzig siegt in Havelse

Dezimierte Löwen siegen mit 5:0 beim TSV Havelse! Die Sechzger holen im Eilenriede-Stadion vor 1.912 Zuschauern, davon weit über 1.000 aus München, den ersten Dreier der Rückrunde. Die Sechzger fanden gut ins Spiel, hatten im ersten Durchgang eine Dreifach-Chance, ehe Sigurd Haugen nach Zucker-Pass von Philipp Maier auf 1:0 stellte. Hobsch und Lippmann legten im zweiten Durchgang die weiteren Treffer nach und sorgten für die frühe Entscheidung. Der eingewechselte Steinkötter legte in der Schlussphase noch das 4:0 nach, den Schlusspunkt zum 5:0-Endstand setzte dann Maier.

Kauczinski muss umstellen

Löwen-Coach Markus Kauczinski musste für das Spiel in Hannover umstellen, zumal Volland und Niederlechner jeweils gelb-gesperrt fehlten. So spielte Danhof, wie in der Löwenrunde angekündigt, von Anfang an, zudem stand Philipp in der Startelf. Die Sechzger begannen gut, doch die ersten Hereingaben landeten alle in den Händen von Keeper Opitz. Dann scheiterte Maier nach einer Ecke per Kopf. Wenig später hätten die Löwen gleich drei Mal innerhalb einer Aktion treffen können, doch Havelse rettete zwei Mal per Grätsche auf der Linie, ehe Hobsch den Ball im Abseits bekommt und sein Treffer zu Recht nicht zählt.

Führungstreffer durch Haugen

Auch Havelse spielte durchaus nach vorne, doch zu Beginn wenig zwingend. Auf der anderen Seite scheiterte Haugen noch aus einem Laufduell heraus im Abschluss. Nach einer halben Stunde traf der Masken-Mann dann zur 1:0-Führung. Maier spielte mit dem Außenrist einen Zuckerpass in den Lauf des Norwegers, der umkurvte den Havelser Keeper und schob ein zum 1:0. Anschließend gaben die Löwen bis zur Pause die Spielkontrolle etwas aus der Hand, doch sie brachten die knappe Führung in die Kabine.

Sechzig München legt nach

Beide Teams kamen unverändert aus den Kabine. In den ersten Minuten entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, beide Seiten versuchten sich in Richtung Tor durchzukombinieren. 53 Minuten waren gespielt als die Löwen nachlegten. Der sehr aktive Philipp setzte sich gut durch und legte quer. Hobsch schoss aus Nahdistanz ein zum 2:0 für Münchens große Liebe. Der Treffer gab den Gästen auf sehr holprigem Untergrund Sicherheit. Die Hausherren versuchten nun mehr Risiko nach vorne zu gehen.

Rübenacker lässt kein Spiel zu

Je länger das Spiel dauerte, desto schlechter wurde der ohnehin schon holprige Untergrund. Am Ende war der “Rasen” zu weiten Teilen braun statt grün. Der Begriff “Acker” wäre fast schon eine Beleidigung für jede landwirtschaftliche Nutzfläche. Doch die Löwen ließen sich auch davon nicht irritieren und nahmen den Kampf an. Hinten stand 1860 gut und ließ kaum zwingende Möglichkeiten für die Heimischen zu.

Lippmann-Ei führt zum 3:0

Pünktlich zur Löwen-Minute 60 traf Lippmann nach einer Stunde zum 3:0. Der Youngster zog von der Strafraumgrenze aus ab und das Spielgerät holperte durch die Hände des Havelser Keepers Opitz hindurch zum 3:0 in die Maschen. Die Partie war damit natürlich entschieden. Für die letzten 20 Minuten kam dann Dordan für den verwarnten Jacobsen aufs Feld. Havelse erspielte sich zwar Halbchancen, wurde aber kaum noch wirklich gefährlich. Die Löwen ließen es mit der klaren Führung im Rücken ruhiger angehen.
Steinkötter und Wolfram kamen noch für Hobsch und Philipp.

Drittliga-Debüt für Klose

Der soeben eingewechselte Steinkötter legte wenig später nach starker Vorarbeit von Haugen sogar noch das 4:0 nach. Fassmann kam noch für einige Minuten für Schifferl aufs Feld und Klose feierte durch seine Einwechslung für Haugen sein Drittliga-Debüt. Den Schlusspunkt setzte nach einer Ecke, die im Nachgang noch einmal in den Strafraum gebraucht wurde und einer Kopfball-Verlängerung von Reinthaler dann Maier per artistischem Abschluss mit dem 5:0.

1860 siegt mit 5:0 in Havelse

Am Ende siegte der TSV 1860 München also deutlich mit 3:0 in Havelse. Es war insgesamt eine engagierte Leistung der Löwen, die sich von den laustarken Löwenfans, die klar in der Mehrheit waren, anstecken ließen. Nach dem 3:0 ließen es die Gäste etwas ruhiger angehen und brachten die Führung ohne große Probleme nach Hause und legten sogar das 4:0 durch Steinkötter und das 5:0 durch Maier nach, als sich Havelse völlig aufgegeben hatte. Insgesamt war es trotz der Sperren von Volland und Niederlechner eine deutliche Steigerung an die es in den nächsten Wochen anzuknüpfen gilt.